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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) - Gerardo Seoane
 Beitrag Verfasst: Dienstag 23. April 2019, 12:31 
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Viele haben sich in Seoane getäuscht

Der YB-Trainer hat der Verlockung Bundesliga widerstanden – und damit seine Kritiker widerlegt, meint BLICK-Fussballreporter Alain Kunz.

Ach, sobald das erste gute Angebot ins Haus flattert, ist der weg. Das dachten vor allem Fans aus der Luzerner Heimat von YB-Coach Gerry Seoane nach den ersten Gerüchten, dass er in die Bundesliga wechseln könnte. Einer, der den FCL nach einer halben Saison hängen lässt, denkt so. Und handelt so. Dachten die. Sie haben sich fundamental getäuscht!

Als der erste Klub aus dem Land der nördlichen Fussball-Verheissung konkretes Interesse bekundete, Hertha BSC Berlin, machte Seoane das Gegenteil von dem, was viele erwarteten. Er gab Hertha einen Korb und ein Bekenntnis zu YB ab, das bedeutet: Diesen Sommer kann er nun nicht mehr wechseln. Selbst wenn sich Manchester United, Real Madrid und Bayern München um den Luzerner zanken würden.

«Ich bleibe in Bern!» Diese vier Worte sind stark in dieser Phase. Und sie belegen etwas: dass sich Seoane nach nur einem halben Jahr Luzern reif für YB gefühlt hatte. Eine Erwartungshaltung, die er nicht enttäuscht hat. Und dass er zum Schluss gekommen ist, dass die Bundesliga zu früh komme für ihn.

Es muss dich innerlich zerreissen, der Verlockung, in der Weltstadt Berlin zu arbeiten, bei einem ambitionierten Klub, nicht zu erliegen. Seoane ist das gelungen. Und das zeigt eines: Wie minutiös er seine Karriere auch nach Champions League und Meistertitel weiterplant.


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 85195.html

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) - Gerardo Seoane
 Beitrag Verfasst: Dienstag 23. April 2019, 18:11 
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Spycher über Seoanes Verbleib

«Erhöhen nicht wegen jedem Angebot den Lohn»

YB-Sportchef Christoph Spycher setzt sich nicht bei jedem Angebot an einen Tisch mit Gerry Seoane und führt Lohnverhandlungen. Und was passiert nun mit Kevin Mbabu? Die Antworten.

Sie war unspektakulär, die Ankündigung von Trainer Gerry Seoane nach der ersten Rückrundenniederlage in Neuenburg, bei YB zu bleiben. Und doch ist sie eine enorme Weichenstellung für die nächste Saison. Keiner weiss das besser als Sportchef Christoph Spycher, der gar nicht viel hatte tun müssen, um Seoane zum Verbleib zu animieren: «Ich hatte weder Angst noch schlaflose Nächte, dass Gerry geht, weil ich wusste, dass er unglaublich schätzt, was er an YB hat. Er ist immer authentisch, nichts ist gespielt. So spürte ich, dass sein Weg in Bern liegt.»

Ob mit diesem Verbleib eine Lohnerhöhung einhergeht, mochte Spycher nicht sagen, weil er keine Vertragsdetails kommentiere. «Es ist aber sicher nicht unsere Art und Weise, dass wir uns an einen Tisch setzen und es gleich Lohnaufbesserungen gibt, wenn irgendjemand ein Angebot hat. Gerry Seoane hat sich hundertprozentig für unseren gemeinsamen Weg entschieden.»

Zukunft von Mbabu

Dieser Fall ist also vom Tisch. Jener von Kevin Mbabu auch bald. Da fehlen nur noch Details, bis der Genfer bei Wolfsburg unterschreibt. Und danach? Sitzt er fortan auf der Tribüne, weil er nächste Saison ein Wolf wird? Spycher: «Wir wollten ihm die Möglichkeit geben, das eine oder andere zu regeln. Mal schauen, wie sich das Ganze entwickelt.» Also ist nicht Saisonende für den Rastaman? «Nein, sicher nicht. Kevin hat eine Verantwortung gegenüber YB und der Nationalmannschaft. Er will spielen. Und er wird diese Saison sicher wieder für YB auflaufen und sich so auf die Länderspiele vorbereiten.»

Und wen holt YB als Real-Ersatz? Oder geht man mit Thorsten Schick und Jordan Lotomba in die neue Saison? Spycher gibt sich bedeckt: «Wir werden schauen, wie sich die Konstellation ergeben wird. Wir haben verschiedene Szenarien, die wir bereits aufgegleist haben.»

Die Frage ist: Holt YB einen Linksverteidiger, weil ja auch Loris Benito geht, oder doch eher einen Rechtsverteidiger für Mbabu? Jordan Lotomba kann ja beides spielen kann. Aber vielleicht gibts auch Ersatz auf beiden Positionen. Das sind die Szenarien.


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 85666.html

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) - Gerardo Seoane
 Beitrag Verfasst: Freitag 26. April 2019, 10:40 
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«Ich habe bei YB den perfekten Job»

Der YB-Trainer Gerardo Seoane spricht über die Meisterfeier und die Kaderplanung, über ein Vorbild und Angebote aus der Bundesliga.

Wie feiert Meistertrainer Gerardo Seoane?
Gemütlich und mit Genuss. Man wird schliesslich älter.

Sie sind offenbar eher der Rotweintyp und kein Biertrinker…
… ich bin ja auch Spanier. (schmunzelt) Wir haben natürlich angestossen auf unseren Erfolg, aber alles blieb im Rahmen.

Welche Momente der YB-Festivitäten sind Ihnen besonders in Erinnerung geblieben?
Da kommt mir vieles in den Sinn. Der Abend im Stade de Suisse, als wir vor dem TV Meister wurden, dann die Szenen nach Spielschluss am nächsten Tag in Zürich, als wir den FCZ 1:0 geschlagen hatten, schliesslich die Rückkehr nach Bern und der Empfang im Stadion mit erneut fast 10'000 Fans. Das war fantastisch.

Hatten Sie bereits Zeit, um diese unglaubliche Saison in Ruhe reflektieren zu können?
Wir sind ja nicht in einer Partie Meister geworden, das war das Ergebnis einer überragenden Leistung über mehrere Monate. So gesehen konnten wir uns vorbereiten, aber wenn man das erste Mal Meister wird, ist das sehr speziell und wunderschön. Ich denke, wir werden erst im Rückblick realisieren, was für eine ausserordentlich starke Saison wir gespielt haben.

Ihren Spieler der Saison verraten Sie uns vermutlich nicht.
Nein, weil es für mich auch keinen Spieler der Saison gibt, sondern eine Mannschaft der Saison. Wenn man in einer Liga derart dominiert, ist das stets das Produkt einer Gemeinschaft. Es würde diesem tollen Team nicht gerecht werden, einzelne Fussballer herauszuheben. Im Übrigen haben wir noch sechs Partien zu bestreiten, es geht auch um Rekorde, das 0:1 am Montag in Neuenburg gegen Xamax hat gezeigt, dass wir immer mit höchster Konzentration antreten müssen.

Eine andere Antwort haben wir nicht erwartet. Sie sind mit 40 Jahren noch ein junger Trainer, aber stets bemerkenswert ruhig und kontrolliert. Erkennen Sie sich wieder in den Porträts, die über Sie geschrieben werden?
Ich lese längst nicht alles, was in den Zeitungen und im Internet publiziert wird. Mir ist wichtig, dass ich als Trainer authentisch bleibe und sachlich vorgehe. Manchmal brodelt es auch in mir, aber ich muss an der Seitenlinie möglichst ruhig sein und darf nicht emotional entscheiden.

Sie sollen früher Festen nicht abgeneigt gewesen sein und auch mal emotional reagiert haben. Haben Sie sich bewusst dafür entschieden, als Trainer stets beherrscht zu agieren?
Ich bereitete mich jahrelang auf den Trainerjob vor. Dabei habe ich festgestellt, dass es sinnvoller ist, ruhig und überlegt zu bleiben.

«Von Ottmar Hitzfeld kann man viel lernen. Er war ruhig und souverän.»

Vermutlich gibt es diesbezüglich ein Vorbild für Sie.
Ich bin lange im Fussball dabei, verfolge das Geschehen intensiv, beobachte die grossen Trainer genau. Selbstverständlich gibt es Vorbilder, ich denke vor allem an Ottmar Hitzfeld, der das beispielhaft umgesetzt hat. Er war gefasst und souverän, es ging ihm immer um die Sache. Von Trainern wie ihm kann man viel lernen. Und es ist vor allem bemerkenswert, wie er seine Linie auch in schweren Zeiten nicht verlassen hat.

«Am Ende werden wir am Erfolg gemessen, was teilweise ungerecht sein kann.»

Schwierige Phasen haben Sie noch nicht erlebt. Aber steht man so in der Öffentlichkeit wie Sie, ist die Versuchung bestimmt gross, sich manchmal eine Maske anzuziehen…
… nein, nein, mit Schauspielerei kommt man nicht weit. Das würde auffallen, gerade vor den Spielern. Man ist ständig zusammen, und wenn man sich da nicht treu bleibt, ist das fatal. Möglicherweise sind Trainer wie Hitzfeld oder auch ich teilweise eine Herausforderung für euch Journalisten, weil wir nicht immer spektakuläre Antworten liefern. Aber auch hier finde ich: Es ist besser, glaubwürdig zu sein und sich nicht zu verstellen. Am Ende werden wir sowieso am Erfolg gemessen, was teilweise ungerecht sein kann.

Wie meinen Sie das?
Manchester Citys Trainer Josep Guardiola sagte kürzlich, es gehe nicht immer nur um Titel. Man erwarte von ihm den Triumph in der Champions League, doch es sei auch wichtig, ob und wie sich eine Mannschaft entwickle und wie sie ihre Fans unterhalte. Genau so sehe ich das auch.

Nun ja, Guardiola durfte Hunderte von Millionen Franken in neue Fussballer investieren. Mit dem Auftrag, die Champions League zu gewinnen.
Aber es gibt sechs, sieben andere Topteams auf diesem Level, alle bis auf eines scheitern mit dieser Betrachtungsweise jedes Jahr. Das ist zu oberflächlich gedacht. Zuerst geht es für einen Trainer um die Entwicklung der Mannschaft, dann um die Entwicklung der Fussballer. Und wenn das gut läuft, stimmen die Ergebnisse meistens automatisch. Manchmal aber steht ein Spieler wie zuletzt bei Manchester City in der Nachspielzeit ein paar Zentimeter im Abseits, das Team scheidet aus. Ist dann die ganze Arbeit schlecht gewesen?

Im Gegensatz zu Guardiola werden Sie im Sommer einige Stammspieler verlieren. Mit wie vielen Abgängen rechnen Sie?
Steve von Bergen hört auf, Kevin Mbabu wechselt zu Wolfsburg, Loris Benito hat den Wunsch geäussert, in eine Topliga zu gehen. Ob noch der eine und andere dazukommt, hängt von vielen Dingen ab. Der Transfermarkt ist noch nicht richtig in die Gänge gekommen, er wird uns sicher bis Ende August beschäftigen.

Mit Mbabu und Benito gehen wohl beide gesetzten Aussenverteidiger. Im Kader stehen Ulisses Garcia, der sehr vielseitige, sehr talentierte Jordan Lotomba, dazu der junge Léo Seydoux und vielleicht Thorsten Schick, der seinen Vertrag noch nicht verlängert hat. Wünschen Sie sich Verstärkungen auf den defensiven Aussenpositionen?
Wie Sie wissen, geben wir keine Wasserstandsmeldungen ab. Wir analysieren das Kader ständig und werden bereit sein, sollten wir auf weitere Abgänge reagieren müssen. Mit Fabian Lustenberger stösst bereits ein ausgezeichneter Fussballer und eine Leaderfigur zu uns, er wird eine ähnliche Rolle wie von Bergen übernehmen. Und mit Marvin Spielmann kommt ein entwicklungsfähiger Offensivspieler, der uns mit seinen Qualitäten noch unberechenbarer machen wird.

Im zentralen Mittelfeld ist mit dem Abgang des sehr umworbenen Djibril Sow zu rechnen. Im Januar ging schon Sékou Sanogo. YB dürfte einen robusten Akteur wie Luzerns Tsiy Ndenge holen, der neben Sandro Lauper, Michel Aebischer und Gianluca Gaudino physische Elemente vertreten kann.
Das ist eine gute Überlegung. Glauben Sie mir, wir werden ein starkes Team haben. Aber es ist noch zu früh, um konkret über die Planungen zu sprechen.

YB will die Nummer 1 des Landes bei jungen Spielern sein. Nach Spielmann gelten St. Gallens Defensivspieler Silvan Hefti und vor allem der hochtalentierte Flügel Ruben Vargas von Luzern als Kandidaten in Bern.
Tun sie das? (lacht) Das sind ­interessante Fussballer.

Sie waren in Luzern der grosse Förderer von Vargas, der mit 20 Jahren herausragende Anlagen besitzt und bei YB den nächsten Schritt realisieren könnte. Man hört, die Ablöseforderung des FCL sei sehr hoch.
Ich kenne Ruben Vargas, seit er 12 Jahre alt ist, ich nahm ihn dann relativ früh in die U-21 Luzerns, weil er ein grosses Talent ist. Aber wir können ja nicht unbegrenzt Offensivspieler kaufen.

Möglicherweise verlässt Christian Fassnacht oder Roger Assalé YB, dann wäre Vargas wie der polyvalente Spielmann eine ideale Verstärkung.
Das hört sich spannend an. Wie gesagt, wir kommentieren solche Dinge erst, wenn die Tinte bei ­allen Verträgen trocken ist.

Sie selber waren zuletzt bei mehreren Bundesligaclubs im Gespräch, bei Gladbach, Stuttgart, Wolfsburg, Schalke und vor allem Berlin. Wie nahe waren Sie an einem Wechsel?
Es gab Anfragen. Ich habe mich über Ostern, als die Berlin-Gerüchte stärker wurden, dazu entschlossen, mit einem Statement alle Zweifel auszuräumen. Ich bleibe bei YB, die Arbeit ist nicht zu Ende, es gibt einen Umbruch, wir stehen vor einer sehr interessanten Saison und werden wieder ein hungriges Team mit ausgezeichneter Mentalität haben.

Ein Schweizer Trainer erhält nicht jedes Jahr die Gelegenheit, in die Bundesliga zu gehen.
Klar. Ich bin seit acht Jahren Trainer, aber erst seit Januar 2018 im Profibereich tätig. Bei den Young Boys habe ich den für mich perfekten Job, der mir sehr gefällt. Warum sollte ich das aufgeben? Ich bin erst 40 und arbeite hoffentlich noch lange als Trainer.

Sie gelten als ehrgeizig und zielstrebig. Läuft es für Sie derart ausgezeichnet weiter, könnten in Zukunft noch grössere Clubs auf Sie zukommen.
Daran denke ich nicht. Ich befasse mich immer mit der Realität. Und für mich steht fest: Mein Weg mit YB ist nicht zu Ende.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/23993001

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) - Gerardo Seoane
 Beitrag Verfasst: Samstag 4. Mai 2019, 01:11 
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YB: Trainer Gerry Seoane über den Reiz des Auslands

Mit YB hat Gerardo Seaone schon in der ersten Saison fast alles erreicht. Im Interview verrät er Details zur Kaderplanung und analysiert seine Meistersaison.

Das Wichtigste in Kürze

- YB-Meistertrainer Gerry Seoane spricht im mehrteiligen Interview über seine Zukunft bei YB
- Das Ausland sei als Trainer schon ein Ziel, aber bei YB stimme im Moment alles.
- Die Cup-Pleite in Luzern ist für Seoane die Enttäuschung der Saison.

Gerry Seoane hat in seiner ersten Saison als YB-Trainer fast alles erreicht. Der Meistertitel und die Qualifikation für die Champions League hat auch im Ausland aufhorchen lassen. Bundesligist Hertha Berlin ist am Innerschweizer intressiert – doch Seoane sagt ab und bleibt in Bern.

«Für jeden Schweizer Trainer ist das Ausland ein Traum. Aber im Moment stimmt für mich bei YB alles, darum habe ich mein Bekenntnis abgegeben», erklärt Seoane.

Umbruch bei YB im Sommer

Im Sommer steht bei YB ein Umbruch bevor. Mehrere Spieler werden den Meister verlassen, neue Akteure werden kommen. «Mit Fabian Lustenberger haben wir einen erfahrenen Ersatz für Steve von Bergen geholt. Wir bereiten uns auf verschiedene Szenarien vor.»

Auch konkrete Namen geht der YB-Trainer aber nicht ein. «Wir geben keine Wasserstandsmeldungen ab», sagt Seoane.

Seoane: «Es gab einige Highlights in dieser Saison»

Als Meister fällt eine Saisonbilanz einfach aus. «Es gab viele Highlights in dieser Saison, darunter sicher das 7:1 gegen Basel oder das 2:1 gegen Juve.» Aber auch in dieser Phase müsse man nüchtern analysieren.

Dafür fällt die Wahl auf den bittersten Moment des Jahres nicht schwer. «Jede Niederlage wurmt, aber im Cup kann man es halt nicht mehr reparieren», bilanziert Seoane das 0:4 gegen Luzern.

Für die restlichen Saisonspiele macht sich Seoane keine Sorgen. «Wir wollen bis zum letzten Spieltag das Maximum abrufen. Auch wenn nach dem Titel ein wenig Spannung abgefallen ist.»

Der dritte und vierte Block des grossen Interviews mit dem YB-Trainer folgt am Sonntag. Dort geht es um den Menschen Seoane – und um sein Sternzeichen.


https://www.nau.ch/sport/fussball/yb-tr ... s-65516988

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 5. Mai 2019, 21:17 
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05.05.2019

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YB Trainer im persönlichen Gespräch - So tickt Gerry Seoane

YB Trainer Gerardo Seoane sagt bei Nau.ch, was ihm persönlich wichtig ist und was ihn auf die Palme bringt. Er sei übrigens ein typischer Skorpion!

Das Wichtigste in Kürze

- Nau.ch hat Gerardo Seoane zum persönlichen Gespräch getroffen.
- Der YB-Meistertrainer sagt, was ihm wichtig ist und was ihn auf die Palme bringt.
- Und das sagt der Skorpion zu seinem Horoskop.

YB Meistertrainer Gerardo Seoane gibt im Interview mit Nau.ch persönliche Einblicke. Und er spricht über seine persönliche, ruhige Art: «Ich bin gerne sachlich und kontrolliert, und versuche jedem mit dem nötigen Respekt zu begegnen.»

Seoane erzählt auch, wie hoch es bei der Feier der Sofameisterschaft der Young Boys zu und her gegangen ist: «Die Spieler sind dann in die Stadt gedüst. Wir vom Staff haben es ruhiger genommen und mit einem guten Glas angestossen.»

Seoane: «Musste lockerer werden»

Für Gerry Seoane, der gleich in seiner ersten Saison mit YB die Meisterschaft gewinnen konnte, ist der Ausgleich sehr wichtig. «Mal mit Freunden einen schönen Abend geniessen und auch mal Zeit für sich alleine zu haben. Sei es bei einem Spaziergang oder in den Bergen auf den Skiern.»

Er sei übrigens ein typischer Skorpion. Analysierend, ausdauernd und belastbar. Und vor allem sehr ehrgeizig. «Da musste ich etwas lockerer werden, Ehrgeiz gehört dazu, aber die Kirche muss im Dorf bleiben.»

Seoane liest seine Horoskope allerdings nicht. Trotzdem ist er überzeugt und sagt dass sich bei den Sternzeichen «gewisse Tendenzen erkennen lassen.»


https://www.nau.ch/sport/fussball/yb-tr ... e-65517418

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) - Gerardo Seoane
 Beitrag Verfasst: Dienstag 28. Mai 2019, 17:15 
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Super League Zeugnisse: Das sind die Noten der Trainer

Die Saison der Super League ist vorbei. Zeit also, auch die Trainer für ihre Leistungen zu benoten.

Das Wichtigste in Kürze

- YB-Meistertrainer Seoane gewinnt das Ranking.
- Bei Absteiger GC müssen gleich drei Trainer bewertet werden.
- Beim FC Sion kriegt der Präsident selbst die Note.

Gerardo Seoane (Young Boys)

Seoane ist Meister geworden, hat Juventus Turin in der Champions League geschlagen, den Punkte- und Torrekord geholt. Und er hat den FC Basel in die Schranken verwiesen. Die Saison des YB-Meistermachers ist überragend. Also Note 6.


https://www.nau.ch/sport/fussball/super ... r-65529879

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) - Gerardo Seoane
 Beitrag Verfasst: Freitag 21. Juni 2019, 11:08 
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«Antreiben reicht nicht»

Er ist YB-Meistertrainer. Coach mit einer unglaublichen Siegbilanz. Der 40-jährige Luzerner Gerardo Seoane sagt, wie der moderne Trainer ticken muss, warum er Verlockungen widerstand und ihn Superstars im Team nur bedingt reizen.

SIE HATTEN IN LUZERN ALS TRAINER-NEULING AUF ANHIEB ERFOLG, HOLTEN JETZT MIT YB DEN MEISTERTITEL – MIT NUR DREI NIEDERLAGEN IN DER MEISTERSCHAFT. HABEN SIE IRGENDWANN IN DEN SPIEGEL GESCHAUT UND SICH GEFRAGT: WARUM BIN ICH EIGENTLICH SO GUT?

Es gab Ende der Rückrunde einige Momente, in denen ich zurücklehnte und dachte: Wahnsinn, was diese Mannschaft leistet. Vor allem mit der Doppelbelastung Meisterschaft und Champions League. Aber der Plan, den ich mir als Trainer setze, ist in erster Linie nicht der Erfolg, sondern die Arbeitsweise. Ich sage: So will ich trainieren, so mit den Leuten umgehen. Die Erfolge sind das Resultat davon. Du kannst sehr gute Resultate erzielen, erfolgreich spielen und trotzdem keinen Titel gewinnen. Ich versuche alles einzuordnen und nicht nur am Resultat zu messen.

IN LUZERN MACHTEN SIE EINEM KRISELNDEN KLUB BEINE. WECHSELTEN DANN ZUM MEISTER. HATTEN SIE NIE DAS GEFÜHL, SO NUR VERLIEREN ZU KÖNNEN?

Nein. Ich wusste, was ich tun muss, um so erfolgreich wie möglich zu sein. Mir tat es gut, zuerst im Nachwuchs über sechs, sieben Jahre in einer sogenannt geschützten Werkstatt Erfahrung sammeln zu können. Wichtig ist auch, ein gutes Team um sich herum zu haben. Ein Trainer muss spüren, dass nicht alles von ihm abhängt. Und das merkte ich bei YB sofort.

IN EINEM INTERVIEW IM JANUAR SAGTEN SIE, SIE HÄTTEN ÜBER LANGE ZEIT NACHTS SCHLECHT GESCHLAFEN, SEIEN OFT NACHMITTAGS VÖLLIG ÜBERMÜDET IN EINEN SESSEL GEFALLEN UND FÜR EINE STUNDE EINGESCHLAFEN. HAT SICH DAS IM FRÜHLING GELEGT?

Ja. Schlaflose Nächte gab es vor allem im Herbst, als wir national und international einen hohen Rhythmus hatten. Es gab kaum Zeit zur Erholung. Die Analyse des letzten Spiels und die Vorbereitung des nächsten brauchen viel Zeit. Dazu kommen die Emotionen und das Adrenalin, welche deinen Körper auf Trab halten. Du musst einordnen, was passiert ist, und dann dem Team wieder Energie geben können. Durch diesen Ablauf gibt es eine Abnützung. Irgendwann war ich immer um fünf Uhr wach, konnte nicht mehr schlafen. Ich hatte die To-do-Liste im Kopf.

WAS STAND DA DRAUF?

Das letzte Spiel analysieren, das neue vorbereiten, Spieler des Gegners analysieren. Wenn das Spiel um 22 oder 23 Uhr endet, schlafe ich erst Stunden später ein, muss aber um 6 Uhr aufstehen, das Training vorbereiten. Nachmittags gibt es Medientermine, Sitzungen. So hinkt man hinterher.

SIE HABEN FÜHRUNGSKURSE GEMACHT. WIE WICHTIG WAR ES FÜR SIE, NACH DER SPIELERKARRIERE GANZ ANDERS AUFZUTRETEN?

Spieler und Trainer sind komplett unterschiedliche Berufe. Es ist zwar ein Vorteil, wenn du Fussball gespielt hast und gewisse Qualitäten mitbringst. Aber danach musst du die Bereitschaft zeigen, alle Diplome zu machen, und dich mit den Themen ernsthaft befassen. Du hast mit Menschen zu tun. Mit Spielern und vielem Personal drumherum. Trainer zu sein, das bedeutet auch, Aufgaben zu haben. Für mich war klar, dass ich mich weiterentwickeln wollte.

JÜRGEN KLOPP IST EINER, DER SEHR EMOTIONAL AUF SEINE SPIELER REAGIERT, SIE VÄTERLICH UMARMT. SIE WIRKEN EHER KONTROLLIERT, DISTANZIERT. MÜSSEN SIE DAS ALS JUNGER TRAINER TUN, UM RESPEKT ZU GEWINNEN?

Nimmt man mich so distanziert wahr? Auf dem Platz bin ich in der Coachingzone sicher etwas distanziert. Aber im täglichen Geschäft im Training nehme ich jeden Menschen sehr gut wahr. Ich versuche einen Stil zu pflegen, in dem alles möglich ist. Ich gebe gewisse Dinge klar vor. Taktik, Tugenden. Aber wir müssen auch kollegial sein.

”Loyalität ist für mich immer in allem. Ich arbeite bei YB, als ob es meine Firma wäre“
GERARDO SEOANE


WIE DRÜCKT SICH DAS AUS?

Nähe zu den Spielern muss Platz haben. Es muss mich interessieren, wie es dem Menschen geht. Ich muss Spieler auch umarmen können. Es darf keine Berührungsängste geben. Das ist im heutigen Spitzensport ein wichtiger Bestandteil. Ich weiss nicht, wie es früher genau war. Es war wohl autoritärer. Nur ist das heute nicht mehr gefragt, dass du rumstolzierst und dich die Spieler siezen. Das ist vorbei. Ich meine, meine Autorität ist nicht von meiner Nähe zu den Spielern beeinflusst, sondern von dem, was ich mitbringe, um zusammen Erfolg zu haben.

SIE SPIELTEN MIT YB IN DER CHAMPIONS LEAGUE GEGEN MANCHESTER UNITED, VALENCIA UND JUVENTUS. AM ENDE STAND EIN REMIS GEGEN DIE SPANIER, EIN SIEG ÜBER JUVE, ALS BEREITS FESTSTAND, DASS YB NICHT WEITERKOMMT. WAS HABEN SIE DARAUS GELERNT?

Wir haben alle sehr viel gelernt. Denn es war für alle Neuland. Die grösste Lehre ist, die 90 Minuten so bestreiten zu können, dass du dem Gegner so wenig wie möglich offerierst. Ohne deine Identität zu verlieren. Wir mussten akzeptieren, dass es Phasen gibt, in denen wir nicht viel vom Spiel haben. Das kannten wir nicht aus der Meisterschaft. Es geht dann darum, auf die Momente zu warten, in denen es Möglichkeiten gibt. Die erste halbe Stunde gegen Manchester United war spielerisch die beste halbe Stunde. Wir verloren trotzdem 0:3. Gegen Juventus nutzten wir die Möglichkeiten. Die mentale Verfassung ist für kleine Teams eine riesige Herausforderung. Die Champions League ist das Mass aller Dinge. Sie zeigt dir, wo du stehst, was fehlt.

WAS FEHLT?

Die entscheidenden Sachen passieren bei allerhöchster Geschwindigkeit. Wir müssen also probieren, die höchste Intensität im Training zu simulieren. International bekommen wir vielleicht drei Chancen, nicht 13. Also müssen wir das Training so gestalten, dass wir mit dem Druck umgehen können.

SIE KÖNNEN TRAINIEREN, SO VIEL SIE WOLLEN. ABER IN DER CHAMPIONS LEAGUE STEHT BEIM GEGNER POGBA AUF DEM PLATZ, IN IHREM KADER BERTONE. FRUSTRIERT SIE DAS NICHT?

Nein, überhaupt nicht. Denn der Kopf findet immer ein paar Ausreden, warum etwas nicht möglich sein soll. Die anderen haben mehr Geld, bessere Spieler, die bessere Erholung und so weiter. Das darf keinen Einfluss auf mich haben.

SIE SIND NOCH IMMER EIN JUNGER TRAINER. AN WEM ORIENTIEREN SIE SICH?

Punkto Kommunikation und Souveränität war Ottmar Hitzfeld immer herausragend. Jürgen Klopps Motivationskünste und seine Begeisterungsfähigkeit inspirieren mich. Er wird sicher sensationelle Ansprachen halten. Und er hat ganz sicher sehr gute Beziehungen zu den Spielern. Was man bei ihm oft vergisst: Er hat taktisch ganz viel drauf. Denn es muss viel mehr dahinter sein. Antreiber zu sein, reicht bei weitem nicht. Natürlich faszinieren mich auch Favre und Guardiola mit ihren taktischen Finessen. Es gibt viele gute Trainer. Ich lerne von allen.

FAVRE WURDE IN DEUTSCHLAND HART KRITISIERT, WEIL ER DIE MEISTERSCHAFT NACH DER NIEDERLAGE GEGEN SCHALKE SCHON VERLOREN GAB. KÖNNEN SIE SEINE REAKTION NACHVOLLZIEHEN?

Am Tag seiner Aussage war er vielleicht zu emotional und konnte nicht durchatmen. Er war enttäuscht. Ich versuche jeweils, schnell sachlich zu werden und dann meine Botschaft zu senden. Als Führungspersönlichkeit möchte ich nicht zu emotional sein.

SIE MUSSTEN SELTEN AUS DER HAUT FAHREN. YB WURDE MIT GROSSEM VORSPRUNG MEISTER, BASEL GEWANN DEN CUP. GIBT ES IRGENDEIN ANZEICHEN, DASS IN DEN NÄCHSTEN JAHREN EIN ANDERER VEREIN ALS DIE BEIDEN DEN SCHWEIZER FUSSBALL DOMINIEREN?

Ich glaube, dass bald andere Klubs mitmischen. Klar haben YB und Basel einen gros-sen Vorsprung. Aber in Zürich wird einiges passieren, wenn das neue Stadion steht. Der FC St. Gallen ist im Aufbau mit einer neuen Philosophie und Idee der Identifikation, die Begeisterung weckt. Luzern ist mit dem Stadion gut aufgestellt. Servette kommt wieder hinauf. Die Basis ist die Infrastruktur, keine Frage. Und YB und Basel sind vorneweg. Die Vereine müssen sich einfach fragen, wofür sie stehen. Und mit welcher Strategie sie wohin wollen.

CHRISTIAN STREICH VOM FC FREIBURG SAGT, DASS ES DIE KLEINEN VEREINE BRAUCHT, UM DAS GUTE AM FUSSBALL ZU ERHALTEN. WAS MUSS PASSIEREN, DAMIT EINE LIGA FÜR DEN ZUSCHAUER ATTRAKTIV BLEIBT?

Der Zuschauer wird immer ins Stadion gehen. Weil er den Fussball liebt. Gewisse Entwicklungen schlagen den Fans aber auf den Magen. Und da sind die Verantwortlichen gefordert. Trotz allem Geld muss eine Chance bestehen, dass die einen elf am Ende die anderen elf bezwingen. Sonst gehen die Emotionen verloren.

YB WIRD SPIELER WIE MBABU UND BENITO VERLIEREN. WIE SEHR SCHMERZT SIE DAS?

Natürlich verliere ich nicht gern Spieler. Aber als Trainer in der Super League ist unsere Berufung eben auch, dass wir eine Ausbildner-Liga sind. Wir arbeiten viel im Nachwuchs, damit es Spieler in die erste Liga schaffen. Und nachher ins Ausland. Damit die Schweizer Nationalmannschaft am Ende gute Spieler hat, um an einer WM glänzen zu können. Das verdiente Geld geht dann wiederum in die Nachwuchsförderung. Wenn wir uns diese Nahrungskette vor Augen halten, dürfen wir nie enttäuscht sein, wenn ein Spieler ins Ausland geht. Es ist ein Erfolg. Wir müssen es als Sieg einordnen, wenn von uns drei oder vier in der Bundesliga spielen. Kevin war vor drei Jahren weit davon entfernt. Das muss man sich bewusst sein. Darum sehe ich auch immer das Potenzial, das in den Neuen schlummert.

SIE HABEN SICH TROTZ ANGEBOTEN AUS DEM AUSLAND ENTSCHIEDEN, BEI YB ZU BLEIBEN. WIE WICHTIG IST IHNEN LOYALITÄT?

Loyalität ist für mich immer wichtig, jeden Tag, in allem. Meine Idee ist, dass ich hier arbeite, als ob ich die nächsten 20 Jahre hier bleibe, es meine Firma wäre. Ich gebe alles. Klar ist jetzt das Interesse an mir gestiegen. Loyalität ist, dass ich mit dem Verein offen darüber sprach. Ich habe gesehen, dass im Moment das hier bei YB das Richtige für mich ist. Ich fühle mich wohl, fühle die Wertschätzung. Der Weg ist noch nicht abgeschlossen. Illoyal wäre, Dinge zu machen und sie intern nicht zu kommunizieren. Es muss einfach offen und transparent besprochen werden. Dann kann man ehrlich sagen, was man fühlt.

HAT DER RICHTIGE ZEITPUNKT MIT DEM RICHTIGEN KLUB ZU TUN, DER SIE WILL?

Nein, der Zeitpunkt hat damit zu tun, wo ich auf meinem Weg bin. Hier gilt es jetzt, neue Spieler zu integrieren. Das ist ein wichtiger Schritt. Die Anfragen aus dem Ausland waren absolut spannende Projekte. Auf hohem Niveau. Das wäre ein grosse Ehre gewesen. Ich hörte zu und entschied dann, momentan hier zu bleiben.

SIE HABEN SCHON IM JANUAR GESAGT: IRGENDWANN GEHT MEINE REISE WEITER. DAS SPRICHT FÜR EIN GROSSES SELBSTVERTRAUEN.

Warum? Jeder von uns kann sagen: Meine Reise geht weiter. Denn irgendwann läuft meine Zeit hier einfach ab. Ich werde irgendwo anders arbeiten. Auf welcher Stufe das ist, weiss ich nicht.

DENNOCH WOLLEN SIE IN HÖHERE SPHÄREN. WIE GROSS IST DER REIZ BEI IHNEN, EINMAL MIT STARS ZU ARBEITEN?

Ich habe das Privileg, dass wir bei YB Stars im besten Sinn haben. Sie unterscheiden sich von jenen im Ausland nur darin, dass die anderen vielleicht internationale Topresultate vorzeigen können. Sie haben mehr Erfahrung und auf höherem Niveau Leistung abgeliefert. Aber in ihrem Umgang, in den Emotionen, in den Freuden und Ängsten sind sie genau gleich wie junge Spieler. Ich bin überzeugt, dass die Beziehung zu den Spielern auch für Trainer der besten Teams zentral ist.

PAUL POGBA ODER EDEN HAZARD ZU COACHEN, JUCKT SIE NICHT?

Doch, so eine Aufgabe ist spannend. Aber in der Basis bleibt der Job derselbe. Am Ende geht es darum, wie ich es schaffe, dass das Team an die Leistungsgrenze geht. Wenn ich das schaffe, haben alle gewonnen.


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 Beitrag Verfasst: Samstag 6. Juli 2019, 17:21 
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Der YB-Coach zieht nach dem Trainingslager Bilanz

Seoane über den Umbruch in Bern: "Wenn ich sehe wie die lachen, da wächst etwas zusammen"

Die Berner Young Boys bereiteten sich in Fügen im Zillertal auf die neue Saison vor. Nach intensiven Wochen zieht der Coach eine positive Bilanz.

Im Gegensatz zur letzten Saison als Seoane eine funktionierende und sich kaum verändernde Mannschaft übernehmen konnte, gab es in diesem Sommer in Bern einige Veränderungen. Die Abgänge von Von Bergen, Benito, Mbabu und Sow wurden mit den Neuverpflichtungen Perreira, Sierro, Janko und Lustenberger eindrücklich ersetzt. "Dass wir praktisch die ganze Mannschaft zusammen hatten ist sicher positiv", ist der Trainer mit den Transferaktivitäten sehr zufrieden. Es sei wichtig, dass der Staff im Trainingslager auch wirklich mit den Spielern arbeiten könne, welche in der neuen Saison für YB spielen werden, meinte er im vereinseigenen YB-TV.

Auch wegen dieser vielen Veränderungen war das Trainingslager wichtig. "Wenn man einen solchen Umbruch hat, kommen viele neue Spieler, neue Charaktere hinzu. Es stimmt mich positiv, wenn ich die Jungs am Mittagstisch lachen sehe, wie sie schon gemeinsam funktionieren. Da wächst etwas zusammen", zieht Seoane auch in diesem Bereich ein positives Fazit.

Welche Erkenntnisse der YB-Coach sonst noch gewinnen konnte und worauf im Training der Fokus gelegt wurde, wird im Video verraten.


https://www.sport.ch/superleague/360809 ... s-zusammen

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) - Gerardo Seoane
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«Es wird ganz bestimmt spannender als letzte Saison»

Mit dem Heimspiel gegen Aufsteiger Servette beginnt am übernächsten Sonntag für YB die Operation Titelverteidigung. Die Chancen, dass diese wie im Vorjahr erfolgreich verlaufen wird, stehen ausgezeichnet. Die Abgänge wurden kompensiert, das Team scheint bereit zu sein, die hohe Erwartungshaltung des Umfelds und der Fans erfüllen zu können.

Als vor Jahresfrist bekannt wurde, dass Gerardo Seoane als Cheftrainer in die tiefen Fussstapfen treten würde, die sein Vorgänger Adi Hütter hinterlassen hatte, gab es auch kritische Stimmen zu lesen und hören. Gerade mal ein halbes Jahr Erfahrung als Trainer in der Super League brachte der Innerschweizer mit. Doch die Stimmen der ewigen Nörgler und Kritikaster verstummten rasch. Seoane antwortete mit Taten und führte YB nicht «nur» zur erfolgreichen Titelverteidigung, sondern schuf mit seiner Mannschaft auch zahlreiche Rekorde.

Gerardo Seoane, was hat den Ausschlag gegeben, dass Sie YB trotz verlockender, lukrativer Angebote aus dem Ausland die Treue gehalten haben?
Ich habe nach den Anfragen eine Auslegeordnung gemacht und bin zum Schluss gekommen, dass es nicht der richtige Moment für einen Wechsel gewesen wäre. Ich bin stolz, YB-Trainer zu sein und schätze sehr, in welch tollem Umfeld ich arbeiten kann.

Neben der Klasse des Kaders war in der letzten Saison sicher auch der Zusammenhalt in der Gruppe ein wichtiger Eckpfeiler des Erfolgs. Haben Sie Bedenken, dass sich nach dem Rücktritt von Captain Steve von Bergen daran etwas ändern könnte?
Der Teamspirit war in der Tat ein wichtiger Bestandteil des Erfolgs. Und Steve von Bergen hat auch diesbezüglich einen grossartigen Job gemacht. Aber ich mache mir trotz seines Rücktritts keine Sorgen, dass der Zusammenhalt im Team leiden könnte. Wir haben mit Fabian LusEs fällt auf, dass YB sein Kader für Schweizer Verhältnisse schon früh zusammen hat. Ja, das ist sehr erfreulich, alles andere als selbstverständlich und gibt uns die Möglichkeit, schon in der Vorbereitung an den Automatismen zu arbeiten. In Bern ist jedermann überzeugt, dass der kommende Meister nur YB heissen kann. Verstehen Sie diesen grenzenlosen Optimismus? Die Fans haben ihre Sicht, wir gehen anders an die Aufgabe heran. Alles beginnt wieder bei null. Die letzte Saison war eine Saison der Rekorde tenberger, Guillaume Hoarau, Miralem Sulejmani und Marco Wölfli routinierte Leader im Team, die vorleben, was es braucht, um als Mannschaft Erfolg zu haben.

Wer wird nach Steve von Bergen neuer Captain?
Das werden wir bald bekanntgeben. Wir wissen, dass wir ein funktionierendes Captain-Team haben werden

Wie sind Sie mit dem Trainingslager in Fügen im Zillertal zufrieden?
Wir konnten bei besten Bedingungen sehr konzentriert arbeiten und die neuen Spieler gut integrieren. Diesbezüglich möchte ich den Spielern, die schon da waren, ein Kränzchen winden: Wie sie die Neuen willkommen geheissen haben, war beispielhaft.

Es fällt auf, dass YB sein Kader für Schweizer Verhältnisse schon früh zusammen hat.
Ja, das ist sehr erfreulich, alles andere als selbstverständlich und gibt uns die Möglichkeit, schon in der Vorbereitung an den Automatismen zu arbeiten.

In Bern ist jedermann überzeugt, dass der kommende Meister nur YB heissen kann. Verstehen Sie diesen grenzenlosen Optimismus?
Die Fans haben ihre Sicht, wir gehen anders an die Aufgabe heran. Alles beginnt wieder bei null. Die letzte Saison war eine Saison der Rekorde und somit völlig aussergewöhnlich. Wir müssen nun in der täglichen Arbeit wieder die Basis legen, um weiterhin erfolgreich zu sein. Der Umbruch des Teams braucht sicher ein bisschen Zeit, auch wenn wir voller Ambitionen und mit grossem Optimismus an die kommenden Aufgaben herangehen.

Als Zugabe, sozusagen als «Ciliegie sulla Panna», wünschen sich die YBFans endlich wieder einmal den Cupsieg.
Auch hier bringt es nichts, allzu weit nach vorn zu schauen. Natürlich wollen wir es im Cup besser machen als in der letzten Saison. Aber da muss man in jeder Runde immer am Tag X bereit sein.

Die Konkurrenz schläft nicht. Jeder will den Meister schlagen. Denken Sie, dass Ihre Spieler bereit sind, mit diesem Druck umzugehen? Die Überlegenheit in der vergangenen Saison hatte beinahe astronomisches Ausmass. So deklassieren lassen wollen sich einige Klubs nicht mehr.
Es wird ganz bestimmt spannender als in der letzten Saison. Die Konkurrenz hat grosse Ambitionen. Diesen Herausforderungen wollen wir uns stellen.

Im Gegensatz zu vielen Trainern wirken Sie stets wohltuend ruhig und gelassen. Nach der Pokalübergabe sah man Sie erstmals ausgelassen jubeln. Wissen Sie schon, wie Sie im kommenden Mai den 14. YB-Titel feiern werden?
Ich weiss, wie viel Aufwand es braucht, um einen Titel zu holen. Die neue Saison hat noch gar nicht begonnen, das Ende der Meisterschaft ist in grösster Ferne. Da erübrigen sich für mich solche Gedankenspiele.


https://baernerbaer.ch/sport/es-wird-ga ... te-saison/

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