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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) - Gerardo Seoane
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 5. Dezember 2018, 12:22 
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Zitat:
YB-Trainer führt die Arbeit des Österreichers nahtlos fort!

Seoane der perfekte Hütter-Nachfolger! Seine Punkteausbeute spricht dabei Bände!

Die BSC Young Boys sind in der Super League definitiv das Nonplusultra! Von den restlichen Super-League-Teams kann keines dem Meister nur annähernd das Wasser reichen. Einer der Gründe für den Erfolgslauf ist auch der Trainer.

Die Fussstapfen waren riesig, welche Meister-Trainer Adi Hütter nach seinem Abgang in die Bundesliga zu Eintracht Frankfurt hinterlassen hatte. Zweifel waren nach der Verpflichtung von Gerardo Seoane als Nachfolger vorhanden, hatte der Ex-Luzern-Coach doch nur eine Rückrunde, auch wenn diese phänomenal verlaufen sei, lang Trainer-Erfahrungen sammeln können.

In The Soccer Lounge war Verwaltungsrat Ernst Graf zu Gast, welcher sich zur grössten YB-Veränderung im Vergleich zum Meisterjahr wie folgt äusserte:

"Die grosse Änderung war, dass Adi Hütter wegging und wir eine wirklich grosse Herausforderung hatten, einen Trainer zu finden, welcher diese Arbeit fortsetzt. Ich denke, wir haben das mit Gerry Seoane sehr gut hingekriegt. Wenn man einen jungen Trainer auswählt, ist es immer ein Risiko, aber wir waren überzeugt, dass er der Richtige ist und diese Arbeit auch fortsetzen kann. Es war auch wichtig, dass er nicht etwas Neues machen wollte, um sich irgendwie zu profilieren. Er hat von Anfang an gesagt, auf der Arbeit von Adi Hütter aufbauen und nur zwei, drei Sachen ein wenig ändern zu wollen. Das war sehr demütig von ihm."

Phänomenale Punkteausbeute

Schon beim FC Luzern konnte Gerry Seoane mit einer durchschnittlichen Punkteausbeute von 2 Punkten pro Spiel mehr als nur überzeugen. Bei YB konnte er diesen Schnitt gar noch steigern und sich bislang durchschnittlich 2,19 Punkte pro Spiel sichern! Damit übertrifft er gar noch die atemberaubende Marke von Vorgänger Adi Hütter, welcher in 133 Spielen ganz starke 1,95 Punkte pro Spiel erobern konnte! Besonders beeindruckend fand Ernst Graf vor allem die Art und Weise, wie sich der Neu-YB-Trainer bei seinem neuen Verein den Spielern gegenüber präsentiert hat:

"Wenn man als Trainer neu in eine erfolgreiche Truppe kommt, dann muss man zuerst einmal den Zugang finden. Man muss den richtigen Ton finden und das Gefühl vermitteln, dass man nun der neue Chef mit neuen Ideen ist. Das hat er wirklich ganz hervorragend gemacht!"

Schon beim FC Luzern wurde offensichtlich, dass der ehemalige Fussball-Profi einen guten Draht zu seinen Spielern hat und selbiges gilt nun auch bei YB. Er ist jedoch nicht nur der Kumpel-Typ, sondern geht als Chef auch voran. Ausserdem fordert er auch seine Spieler, was die wirklich guten Trainer auch ausmacht.

Schlüssel zum Erfolg war sicherlich, dass Seoane nicht nach Bern kam und den ganzen Laden umkrempelte, sondern nur ganz fein an den kleinen Schrauben drehte. Ex-Trainer Martin Andermatt sagte dazu ebenfalls was Interessantes:

"Die Demut, die ist bei ihm vor allem in seinen sechs Jahren als Nachwuchsleiter der Luzerner U21 entstanden. Da sieht man natürlich sehr viel Talent, aber man sieht dort auch viele Spieler, die man weiterentwickeln könnte. Die jungen Spieler müssen einem das auch glauben, nicht nur, weil man es macht, sondern weil man einen Schritt nach vorne machen will. Das hat er einfach extrem gut gemacht."

Natürlich stellt sich nun zwangsläufig die Frage, ob Gerardo Seoane gar der bessere Trainer als Adi Hütter sei? Eine Frage, die man gar nicht zu stellen braucht! Schliesslich haben beide Trainer zurzeit viel Erfolg mit ihren jeweiligen Teams! Eines ist jedoch sicher: Seoane ist der perfekte Hütter-Nachfolger! Diesen Beweis ist er definitiv nicht mehr schuldig!


https://sport.ch/superleague/233934/seo ... bei-baende

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) - Gerardo Seoane
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 19. Dezember 2018, 00:56 
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YB-Seoane mit erster Bilanz

«Wir dürfen nie zufrieden sein, wenn wir nicht gewinnen»

Mit dem Verlauf der Saison ist YB-Trainer Gerry Seoane so weit zufrieden. Als Meister sieht er sein Team aber noch nicht. Punkto Mentalität meint der 40-Jährige, man müsse eine entwickeln, dass man nie zufrieden ist.


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 74682.html

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) - Gerardo Seoane
 Beitrag Verfasst: Montag 28. Januar 2019, 20:29 
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«Ich muss handeln, bevor ein Spieler aufmüpfig wird»

Gerardo Seoane steuert auf den Meistertitel zu. Im Interview gewährt er einen Einblick in sein Leben als YB-Trainer.

Vor 13 Monaten arbeitete er in Luzern noch in der Anonymität der 1. Liga, aber dann ging alles schnell: von der U-21 in die Super League, vom FCL zu YB im Sommer, Champions League – und eine überragende erste Hälfte in der Meisterschaft mit 19 Punkten Vorsprung auf den FC Basel: Gerardo Seoane, 40, hat als Trainer ein temporeiches und beeindruckendes 2018 hinter sich. Aber der steile Aufstieg hat aus ihm keinen anderen Menschen gemacht. Er ist ein hellwacher Zuhörer und interessierter Gesprächspartner, der alles aufsaugt, was ihm in seinem Job dienlich sein könnte.

Was hätten Sie beruflich gemacht, wenn es mit der Trainerkarriere nichts geworden wäre?
Kurz vor Schluss meiner Spielerkarriere war ich bei einem Berufsberater. Ich hatte in jüngeren Jahren das Lehrerseminar begonnen, aber abgebrochen, und wollte wissen, ob ich die Ausbildung fortsetzen könnte. Es wäre möglich gewesen, wenn ich die Berufsmatur nachgeholt hätte.

Grundsätzlich wäre es für Sie vorstellbar gewesen, Primarlehrer zu werden?
Eher Sportlehrer.

Wie war es für Sie, nach Jahren als Fussballprofi bei einem Berufsberater vorstellig zu werden?
Nicht speziell. Ich wollte meine berufliche Zukunft klären. Als Spieler war ich nebenbei schon Assistenztrainer im Nachwuchs, erwarb die ersten Diplome und merkte, dass mir das zusagt. Es bereitete mir viel Spass, Juniorentrainer zu sein, auch wenn es mit viel Aufwand verbunden war.

Inwiefern?
Bei den Junioren bist du nicht nur Trainer, sondern vieles mehr. Es kam zum Beispiel vor, dass ich an einem Freitagabend alles Material in einem Kleinbus verstaute. Am Samstag setzte ich mich ans Steuer und fuhr mit den Spielern an ein Hallenturnier nach Österreich, verbrachte dort ein Wochenende und war auf dem Heimweg natürlich wieder der Chauffeur. Gleiches galt für die Auswärtsspiele während der Meisterschaft.

Helfen solche Erfahrungen, demütig zu bleiben – erst recht, wenn man plötzlich in der Champions League einem José Mourinho begegnet?
Es hilft einzuordnen. Ich hätte zwar früher die Möglichkeit gehabt, beispielsweise in der Challenge League eine Mannschaft zu übernehmen. Aber als ich mich entschloss, Trainer zu werden, wollte ich diesen Beruf von Grund auf lernen.

Was macht Sie zu einem besonderen Jungtrainer?
Das Urteil überlasse ich anderen. Was sicher geholfen hat: Ich habe mich in den sieben Jahren im Nachwuchs intensiv mit dem Job aus­einandergesetzt. Und auf jeder ­Altersstufe veränderte sich das Jobprofil.

Sie liessen sich in Bereichen wie Leadership oder Kommunikation coachen. Haben Sie sich so einen Vorsprung erarbeitet?
Ich wollte einfach vorbereitet sein auf die Chance und sagte mir: Wenn sie sich bietet, muss ich bereit sein. Also überlegte ich mir: Was muss ich können? Wo muss ich dazulernen? Aber das endet nie. Ich bilde mich ständig weiter, lese Bücher und beobachte andere Trainer.

Haben Sie ein Beispiel?
Im vergangenen Herbst hatten wir mit YB zig englische Wochen. Darum interessierte es mich, wie Lucien Favre in Dortmund die Belastung der Spieler managt. Wie viele Wechsel nimmt er zwischen den Partien vor? Es war auffällig, dass er das Team normalerweise nur auf drei Positionen veränderte. Das Gerüst blieb meist dasselbe.

Wuchs in Ihnen das Bewusstsein: Wenn ich es nach ganz oben schaffen will, muss ich mehr leisten als andere?
Manchmal habe ich den Eindruck: Je mehr ich weiss, desto mehr weiss ich, dass ich fast nichts weiss... Enorm wichtig sind Leute, die mir ein ehrliches Feedback geben: der Berater, die Familie, Freunde. Oder auch mit Albi (der YB-Medienverantwortliche Albert Staudenmann, der neben ihm sitzt, die Red.) tausche ich mich oft aus. Wir schicken einander Interviews, die wir spannend finden, wie neulich eines von Favre. Ich versuche, herauszuspüren, worüber ein erfolgreicher Trainer spricht. Er kommuniziert mit seinen Spielern ja auch über die Medien.

Im Nachwuchs ging das nicht.
Dafür hatte das den Vorteil, auch einmal etwas probieren zu können.

Zum Beispiel?
Einmal sagte ich einem Spieler: «Heute kannst du so viele Fehler machen, wie du willst. Ich will einfach sehen, dass du Spass hast.» Mich interessierte, was dies beim Spieler auslöst. Blüht er auf? Oder wird er nachlässig?

Können Sie bei den Profis auch pröbeln?
Nein, es hat keinen Platz für Experimente. Ich muss wissen, was ein Spieler benötigt, um die optimale Leistung abrufen zu können. Aber von einem Guillaume Hoarau muss ich nicht gleich viel einfordern wie von einem 22-Jährigen, und ich muss Hoarau auch nicht erklären, wie er sich auf dem Platz bewegen soll.

Zeigen Sie ihm nicht die Laufwege auf?
Als routinierter Mittelstürmer weiss er das besser als ich. Aber wir haben einen Plan, wie wir ihn ins Spiel bringen können.

Bis im vergangenen Sommer hatten Sie erst ein halbes Jahr Erfahrung in der Super League – und bei YB doch kein Akzeptanzproblem. Wie haben Sie das hinbekommen?
Mit Überzeugung in der Ansprache, weil mir klar war: Meine Botschaften müssen ankommen. Entscheidend war sicher auch die Kompetenz, was die Trainingslehre angeht. Und ich profitierte von erstklassigen Mitarbeitern, von einem funktionierenden Team.

Spieler merken rasch, wenn ein Trainer Schwächen hat.
In der Regel sind Spieler schlitzohrig. In der Vorbereitung beobachtete ich alles sehr genau. Dann kam eine Phase, in der ich auch einmal unangenehm wurde. Aber es ist nicht so, dass ein Trainer nicht Schwächen und Menschlichkeit zeigen darf. Das Ziel muss sein, eine Sprache zu finden, mit der sich die Spieler anfreunden können.

Das heisst?
Als Trainer muss man verschiedene Facetten beherrschen. Man muss streng sein können, wenn etwas nicht passt, aber Zufriedenheit zeigen, wenn etwas gut gemacht wird. Manchmal ist ein Training von Spielfreude geprägt, in einem anderen geht es vor allem um Disziplin. Diese Flexibilität macht auch den Alltag für die Spieler spannend. Gleichzeitig versuche ich, eine gute Beziehung zu ihnen zu pflegen. Das stärkt den Zusammenhalt und kann ein Pluspunkt sein. Bei YB haben wir ein Team mit ausgezeichnetem Charakter, mit Führungsspielern wie Steve von Bergen, Guillaume Hoarau oder Marco Wölfli, die man sich als Trainer nur wünschen kann.

Müssen Sie schauspielern können?
Nein. Ich bin zu hundert Prozent davon überzeugt, dass alles, was ich vermittle, richtig ist. Und wenn ich einmal nicht in der Stimmung bin, um zwei Tage vor dem Spiel ein lockeres Training mit viel Spass zu leiten, übernimmt das einer der Assistenten für mich. Sonst müsste ich ja schauspielern. Aber das will und kann ich nicht.

«Es ist nicht so, dass ein Trainer nicht Schwächen und Menschlichkeit zeigen darf. Das Ziel muss aber sein, eine Sprache zu finden, mit denen sich die Spieler anfreunden können»

Als Spieler konnten Sie für einen Trainer unangenehm sein, weil Sie vieles hinterfragten…
… ja …

… dürfen Ihre Spieler aufmüpfig sein?
Ich habe meine Antennen immer ausgefahren und glaube, viele Strömungen zu erkennen. Wenn einer aufmüpfig ist, wie Sie es nennen, frage ich mich zuerst: Ist mir etwas entgangen, habe ich etwas verpasst? Sobald ich die Kontrolle verliere, habe ich etwas nicht gespürt. Das heisst: Ich muss handeln, bevor ein Spieler aufmüpfig wird.

Sie wirken stets sehr kontrolliert – gerade bei Fernsehinterviews. Wie schwierig ist es, die Emotionen nach einem aufwühlenden Match im Griff zu haben?
Emotionen zeige ich schon – vor allem, wenn ich coache. Aber nach einem Spiel… Ich habe mein Ritual. Ich gehe nach dem Schlusspfiff in die Kabine, rede kurz mit Sportchef Christoph Spycher, tausche mich mit dem Trainerteam aus, setze mich auf ein Sofa und atme durch, danach gibt es Kontakte mit den Spielern. In diesen Minuten habe ich die Gedanken so geordnet, dass ich danach den Medien Auskunft geben kann.

Sie können das auch nach einem 7:1 gegen Basel nüchtern tun. Ist das nicht anstrengend?
Nein, gar nicht. Ich bin fähig, die Emotionen zu kanalisieren. Und ich sage ja das, was mir durch den Kopf geht.

Kritiker sagen, Sie seien brav.
Mag sein. In mir drin sieht es gelegentlich anders aus. Aber meine Analyse soll sachlich bleiben, ich will einen klaren Kopf bewahren.

Sie schieben auch nie die Schuld für ein Gegentor oder eine Niederlage dem Schiedsrichter zu.
Er ist auch nie der Schuldige, weil er den schwierigsten Job hat. Wenn man in der 50. Minute einen Penalty hinnehmen muss, der vielleicht nicht gerechtfertigt ist, hat man danach genügend Zeit für die Korrektur.

Wann sind Sie nicht kontrolliert?
An der Fasnacht… (lacht laut) Nein, die wilden Phasen sind längst vorbei.

Wie schaffen Sie es, Abstand zum Job zu gewinnen?
Bei YB herrscht eine sehr gute Arbeitskultur. Wir fangen früh an, und wenn wir nach einem Trainingstag nach Hause gehen, haben wir in der Regel auch tatsächlich Feierabend. Ich habe mit Christoph Spycher die Abmachung, dass wir dann nicht mehr zusammen telefonieren – es sei denn, es gehe um dringende Sachen. Ich kann relativ gut abschalten. Und zwei Tage vor einem Spiel ziehe ich mich ­gerne auch einmal für ein paar Stunden zurück und gönne mir ­etwas Gutes.

Was?
Zum Beispiel eine Massage. Oder ich sitze aufs Velo. Oder ich treffe jemanden zum Essen, um auf ­andere Gedanken zu kommen.

Verfolgen Sie immer noch gerne Pressekonferenzen von spanischen Trainern am Radio?
Oh ja, das ist für mich Spass und Weiterbildung in einem. Ich freue mich, wenn um 21.30 Uhr eine Partie aus Spanien übertragen wird und ich danach im Radio höre, was die Trainer zu sagen haben. Bei Sendern wie Onda Cero reden und diskutieren Experten wie der ­frühere argentinische Weltmeister Jorge Valdano, der für mich ein Fussball-Philosoph ist – grossartig. Wenn ich allein im Auto unterwegs bin, höre ich selten ­Musik, sondern solche Sendungen. Für die Spanier hat das Radio einen hohen Stellenwert.

Sie haben spanische Wurzeln, aber nur noch den Schweizer Pass. Was ist das Spanische an Ihnen?
Ich bleibe gerne lange auf, esse relativ spät und bevorzuge die mediterrane Küche. Und natürlich liebe ich die Sonne, die Wärme.

Lange wach sein, früh mit der Arbeit beginnen …
... das beisst sich manchmal. Aber ich mache meinen Job so gerne, darum macht mir das nichts aus.

YB hat vor dem Start in die zweite Saisonhälfte 19 Punkte Vorsprung. Was kann da noch schiefgehen?
Wir haben eine andere Denkweise, wir fragen uns: Wie wollen wir auftreten? Was müssen wir tun, um das Niveau beizubehalten? Wir wissen, dass wir sehr gut sein können, aber dafür müssen wir auch sehr viel leisten.

Ist diese gewaltige Differenz zum Zweitplatzierten für Sie nicht überraschend?
Sie ist ungewöhnlich, und wir wünschen uns, dass es so weitergehen wird. Aber wir müssen damit rechnen, dass die Konkurrenz stärker sein wird und wir den einen oder anderen Match nicht mehr gewinnen werden.

Sportchef Christoph Spycher hat seinen Vertrag bei YB noch nicht verlängert. Hat das Einfluss auf Ihre Arbeit?
Nein. Wir sind im ständigen Austausch, ich weiss, woran ich bin. Und für die Mannschaft ist es auch kein Problem.

Welche Ziele verfolgen Sie als Trainer? Es ist nicht anzunehmen, dass Sie bei YB pensioniert werden…
… wieso nicht? (lacht) Ich lebe gerade meinen Traum, das fühlt sich wunderbar an. Ich kam vor einem Jahr in die Super League, machte den Schritt zu YB und will jetzt hier über einen gewissen Zeitraum gute Arbeit abliefern. Aber wenn Sie von Träumen und Zielen reden, kommen mir Namen wie Ottmar Hitzfeld oder Lucien Favre in den Sinn. Das sind schon hervorragende Beispiele für uns Schweizer Trainer, an denen wir uns orientieren können.

Dreijahresvertrag bei YB

Gerardo Seoane, geboren am 30. Oktober 1978, wuchs als Sohn spanischer Gastarbeiter in der Luzerner Gemeinde Rothenburg auf. Der technisch begabte Mittelfeldspieler wechselte 1997 zum FC Sion, bevor er ein Jahr später dem Lockruf aus Spanien erlag. Seoane unterschrieb bei ­Deportivo La Coruña, aber beim Club aus der galicischen Heimat seiner Eltern blieb ihm der Durchbruch verwehrt. Er wurde an Bellinzona ausgeliehen, kehrte 2002 in die Schweiz zurück und spielte für Aarau bevor er via GC wieder beim FC Luzern landete, wo er 2010 seine Laufbahn beendete. Der frühere Schweizer U-21-Nationalspieler, dessen spanischer Pass abgelaufen ist, wurde Nachwuchstrainer in Luzern, trat bei der ersten Mannschaft im Januar 2018 die Nachfolge des entlassenen Markus Babbel an und erhielt im letzten Sommer einen Dreijahresvertrag bei Meister YB.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/14780632

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 30. Januar 2019, 00:48 
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SFL Award Night

Mbabu offiziell bester Spieler der Super League

Bei den SFL-Awards standen die Young Boys in der ersten Reihe. In 4 von 5 Kategorien ging die Trophäe nach Bern.

Traditionell werden kurz vor Rückrundenstart die besten Akteure des letzten Jahres in der Super League ausgezeichnet. Grosser Abräumer waren wie erwartet die Young Boys, die auf dem Rasen im Jahr 2018 kaum zu schlagen waren und den ersten Meistertitel seit 32 Jahren holten.

Starke Entwicklung

Kevin Mbabu wurde als bester Spieler der Liga ausgezeichnet. Der 23-jährige Aussenverteidiger hat sich bei YB noch einmal weiter entwickelt, den Sprung in die Nationalmannschaft geschafft und das Interesse diverser Klubs aus grösseren Ligen auf sich gezogen.

7 von 11 Spielern im «Dream Team» von YB

Auch in den Nebenkategorien räumte YB sämtliche Auszeichnungen ab: Gerardo Seoane wurde Trainer des Jahres. Das schönste Tor schoss Guillaume Hoarau, der Youngster des Jahres heisst Djibril Sow. Und im Team der Super League stellen die Young Boys 7 von 11 Akteuren.

Die Auszeichnungen an den SFL-Awards im Überblick:

«Best Player Super League»: Kevin Mbabu (Young Boys).
«Best Youngster»: Djibril Sow (Young Boys).
«Best Coach»: Gerardo Seoane (Young Boys).
«Best Goal»: Guillaume Hoarau (Young Boys).
«Best Player Challenge League»: Miroslav Stevanovic (Servette).
«Golden 11»: Omlin; Benito, Mbabu, Rüegg, Von Bergen; Kololli, Sanogo, Sow, Sulejmani; Hoarau, Sorgic.


https://www.srf.ch/sport/fussball/super ... per-league

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) - Gerardo Seoane
 Beitrag Verfasst: Montag 11. März 2019, 18:45 
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«Wir haben nicht die gleiche Power»

Die Tormaschine stockt. Meister YB sucht nach der Form der Vorrunde. Wo ist die Leichtigkeit geblieben?

Zum dritten Mal in Folge gewinnt YB mit einem knappen 1:0. Und wie gegen Lugano und Sion gelingt dem Meister der entscheidende Treffer in der Nachspielzeit. Ein letzter Angriff. Eine Massflanke von Gianluca Gaudino. Und dann ist Djibril Sow mit dem Kopf da und erzielt nach 94 Minuten und 14 Sekunden das Tor zum YB-Sieg gegen GC im Letzigrund. Fast wäre die seit 54 Ligapartien anhaltende Serie der Berner von mindestens einem Tor pro Spiel gerissen. Fast.

«Das war ein Sieg der Mentalität – wie so oft in dieser Saison», sagt Gerry Seoane. «Es war für die junge Mannschaft nicht so einfach, sich nach dem 0:4 in Luzern im Cup zu präsentieren, aber der Glaube war bis am Schluss da.» Dennoch ist unübersehbar, dass YB nach der Form der Vorrunde sucht. Gegen GC fehlt der für YB typische Enthusiasmus, die ansteckende Euphorie des Herbstes. Die Tormaschine stottert. Und wo ist die Leichtigkeit geblieben?

Schwierige Momente in einer Meisterschaft

«Wenn man unsere Spiele mit der Vorrunde vergleicht, ist es nicht die gleiche Power und Überlegenheit, mit der die Mannschaft auftritt», gibt der YB-Trainer zu. Man habe gewusst, dass man im Herbst eine unglaubliche Effizienz an den Tag gelegt habe, und wisse, dass man jetzt spielerisch nicht ganz auf Höhe der Vorrunde sei. Das hänge auch mit den Abgängen im Winter und den Verletzten zusammen, was keine Ausreden sein sollten.

«Es gibt so schwierige Momente in einer Meisterschaft. Die muss man gemeinsam überstehen», so der YB-Trainer. Captain Steve von Bergen, Miralem Sulejmani, Topskorer Guillaume Hoarau und Kevin Mbabu waren in Zürich gewichtige Absenzen und nicht einfach zu ersetzen. «Wir haben immer gesagt, dass es einige Spieler im Kader gibt, die man unmöglich 1:1 ersetzen kann, weil sie viel Qualität, Erfahrung und Persönlichkeit haben.» Das Kader sei breit genug. Dem YB-Trainer gebe das die Möglichkeit, Spieler weiterzuentwickeln und junge einzubauen.

Die Herausforderung für den Trainer

21 Punkte Vorsprung auf den ersten Verfolger aus Basel ist ein massives Polster. Dem souveränen Leader würden auch 90 Prozent reichen, um den Titel noch erfolgreich zu verteidigen. Trotz Aufwärtstendenz konnte der FCB auf Rang 2 nämlich keinen einzigen Punkt nach der Winterpause aufholen. Liegt die Herausforderung beim Trainer, die Mannschaft bei Laune zu halten?

«Die Mannschaft hat Bock. Sie ist giggerig und will weiterspielen», sagt Seoane. «Würde sie sich schon in Sicherheit fühlen, würde sie nicht so vehement in der Nachspielzeit mit fünf oder sechs Spielern nach vorne sprinten.» Denn trotz fehlender Leichtigkeit hat die Mannschaft von Seoane eines: Winner-Mentalität. Seoane sagt: «Wenn du oben stehst, ist der Glaube da, dass das Spiel noch auf deine Seite kippt.»

Lugano, Sion und seit Samstag auch GC wissen ein Lied davon zu singen.


https://www.20min.ch/sport/fussball/sto ... --10648617

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 3. April 2019, 00:14 
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Trainer Hecking geht am Saisonende

Marco Rose soll Trainer bei Borussia werden

Mönchengladbach Dieter Hecking hört am Saisonende als Trainer bei Borussia Mönchengladbach auf. Nach Informationen unserer Redaktion hat der Klub schon einen Nachfolger im Auge. Sportdirektor Max Eberl hat aber auch einen Plan B.

Dieter Hecking wird in der kommenden Saison nicht mehr Trainer bei Borussia sein. Das teilte der Klub am Dienstagnachmittag mit. Der Vertrag des 54-Jährigen war erst im November bis 2020 verlängert worden. Hecking bleibt bis Ende dieser Spielzeit Trainer.

Nach Informationen unserer Redaktion haben sich die Verantwortlichen von Borussia Mönchengladbach bereits auf die Suche nach einem Nachfolger gemacht und sind dabei auf zwei Namen gestoßen. Marco Rose vom FC Salzburg ist einer der beiden. Nach weiteren Informationen unserer Redaktion hat Borussias Sportdirektor Max Eberl bei einem Treffen bereits mit dem Trainer verhandelt. Sein Name wurde bereits am Wochenende in der TV-Show „Wontorra – der Talk“ gehandelt, er ist auch bei Schalke 04 und dem VfL Wolfsburg im Gespräch. Roses Berateragentur „Arena11“ wollte sich auf Anfrage unserer Redaktion nicht äußern.

Auch Gerardo Seoane im Blickfeld

Der zweite Name, mit dem sich Borussia beschäftigt, falls es mit Rose keine Einigung geben sollte, ist Gerardo Seoane. Der 40-Jährige ist derzeit Trainer bei Young Boys Bern, ist dort mit deutlichem Vorsprung Tabellenführer in der Schweizer Liga. Seoane gilt als eine Art zweiter Lucien Favre. Ein Trainer, der seine Spieler besser macht. Er spricht sechs Sprachen fließend – Deutsch, Französisch, Englisch, Italienisch, Spanische und Portugiesisch.

In Bern hat Seoane noch einen Vertrag bis 2021, doch auch bei den Young Boys ist bekannt, dass ihr Trainer bei vielen europäischen Klubs in den Fokus gerückt ist - auch weil sein Team sich in der Champions League sehr gut präsentierte.

Was die Verhandlungen erleichtern könnte: Seoane wird von José Noguera beraten, der in Gladbach schon die Gespräche für Lucien Favre übernommen hatte. Schon mehrere Deals haben Max Eberl und Noguera eingetütet.

Bei Salzburg-Trainer Rose besteht die Möglichkeit, ihn für eine Million Euro aus seinem laufenden Vertrag beim Österreichischen Serienmeister heraus zu kaufen. Er wird schon seit langem in der Bundesliga bei Klubs, die einen neuen Trainer brauchen, ins Gespräch gebracht. Eine Zusage hat er bisher aber noch keinem Verein gegeben.


https://rp-online.de/sport/fussball/bor ... d-37843803

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) - Gerardo Seoane
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 3. April 2019, 09:09 
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Verliert YB seinen Trainer Seoane an Gladbach?

YB-Trainer Gerardo Seoane wird bei Borussia Mönchengladbach heiss gehandelt. Verlieren die Berner den nächsten Trainer an die Bundesliga?

Das Wichtigste in Kürze

- YB-Trainer Ferardo Seoane könnte zu Borussia Mönchengladbach wechseln.
- Bereits vor einem Jahr mussten die Berner Adi Hütter in die Bundesliga ziehen lassen.

Ein Jahr nach dem ersten YB-Meistertitel seit 32 Jahren stehen die Berner kurz vor dem nächsten Titel. Nach Adi Hütter wird auch Gerardo Seoane (40) den Titel in die Bundesstadt holen. Die Frage ist nur noch, wann es so weit ist.

Doch das ist nicht die einzige Gemeinsamkeit zwischen Hütter und Seoane. Und die zweite ist für die Berner weit schmerzvoller. Denn auch für den neuen YB-Trainer winkt das Abenteuer Bundesliga mit verführerischer Vehemenz. Gerardo Seoane wird laut Nau-Informationen heftig von Borussia Mönchengladbach umworben.

In verschiedenen deutschen Medien ist Seoane ein Kandidat für die Nachfolge Dieter Heckings, der Gladbach Ende Saison verlassen wird.

Am Niederrhein würde Seoane die helvetische Fraktion verstärken. Mit Sommer, Elvedi, Lang, Zakaria und Drmic sind schon fünf Schweizer Spieler bei den Fohlen unter Vertrag.

Bereits vor einem Jahr wechselte YB-Meistertrainer Adi Hütter nach Deutschland.

Und sein Erfolg mit Eintracht Frankfurt zeigt, dass Superliga-Trainer auch die Bundesliga rocken können. Und die Young Boys auf die neue Saison hin wieder einen neuen Trainer brauchen.


https://www.nau.ch/sport/fussball/verli ... h-65503162

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) - Gerardo Seoane
 Beitrag Verfasst: Sonntag 7. April 2019, 14:14 
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YB-Coach Seoane vor dem Berner Derby

«Wir haben nach der Spielabsage trainiert»

Gerardo Seoane über Spielabsagen, 
das Warten auf den Meistertitel und Bundesliga-Gerüchte.

BLICK: Gerardo Seoane, wie erleben Sie diese Zeit des Wartens auf den Titel?
Gerardo Seoane: Ich nehme es überhaupt nicht als Zeit des Wartens wahr. Die Spieler trainieren sehr konzentriert und engagiert. Im Zentrum steht bei uns, als Mannschaft gute Leistungen zu 
erbringen und das nächste Spiel voller Konzentration vorzubereiten.

Inwiefern ist eine Spielabsage wie jene in Luzern da mühsam?
Natürlich wünscht man sich nicht, dass ein Spiel abgesagt wird. Aber vor höherer Gewalt kann man sich nicht schützen. Eine kurzfristige Spielverschiebung ist immer eine Herausforderung und verlangt nach Flexibilität. Wir haben nach der Rückkehr nach Bern im Stade de Suisse trainiert.

Was tun Sie, damit die Spieler den Fokus nicht verlieren?
Wir müssen an unseren Grund­sätzen nichts ändern: Das Ziel der täglichen Arbeit ist es, uns als Mannschaft zu verbessern und die einzelnen Spieler vorwärtszubringen. Wir werten jeweils sehr genau aus, was wir in einem Spiel gut und was wir weniger gut gemacht haben.

Ist ein neues System wie gegen St. Gallen ein probates Mittel, um die Spieler zu fordern?
Es gehört zur Entwicklung unserer Mannschaft, dass wir noch flexibler werden wollen. Zu diesem Prozess gehören auch Systemwechsel. Die Grundeinstellung der Spieler ist 
jedoch viel wichtiger als die taktische Vorgabe.

Ihr Name wurde bereits in deutschen und Schweizer Zeitungen und Portalen bei Bundesliga-Klubs gehandelt. Was geht Ihnen durch den Kopf, wenn Sie das 
sehen?
Wir nehmen stets zur Kenntnis, was in der Öffentlichkeit diskutiert wird. Aber zu Gerüchten äussern wir uns nicht.

Wäre ein Wechsel nach nur einem Jahr YB zu früh? Oder sagt man sich, wenn eine Offerte auf dem Tisch liegt: Vielleicht kommt diese Chance nie wieder.
Grundsätzlich halte ich fest, dass es mir bei YB sehr gut gefällt. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

Thun ist in einer Mini-Krise und läuft Gefahr, Platz drei zu verlieren. Wir wetten mal, dass YB es diesmal vor der Nachspielzeit klarmacht.
Das Wetten überlasse ich gern anderen. Thun absolviert eine tolle Saison und steht nicht von ungefähr auf Rang drei. Das Derby ist stets hart umkämpft. Für mich spielt keine Rolle, wann die Tore fallen.


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 59515.html

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) - Gerardo Seoane
 Beitrag Verfasst: Freitag 12. April 2019, 13:19 
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YB-Coach übertrumpft alle

Seoane ist der beste Super-League-Trainer der Geschichte

Das ist wahrhaft meisterlich: Mit nur 5 Niederlagen in 46 Spielen ist YB-Trainer Gerardo Seoane der statistisch beste Coach seit Einführung der Super League.

Er siegt. Und siegt. Und siegt! YB-Trainer Gerardo Seoane (40) ist nach dem Dreier in Luzern ganz nahe an seinem ersten Titel als Profi-Trainer. Die souveräne Meisterschaft als Lohn für eine überragende Saison mit den Bernern.

Angesichts von Seoanes Bilanz ist ein Pokal auch überfällig: Denn der YB-Coach ist der erfolgreichste Trainer der Geschichte in der Super League. In seinem halben Jahr bei Luzern und seit letztem Sommer in Bern erzielt der 40-Jährige 34 Siege in 46 Spielen, dazu kommen 7 Unentschieden – und nur 5 Niederlagen.

Mit dem Schnitt von 2,37 Punkten pro Spiel übertrumpft Seoane auch Vorgänger Adi Hütter oder die früheren Basel-Meistertrainer Heiko Vogel und Paulo Sousa.

Eine solche Bilanz schaffte seit der Einführung der Zehnerliga 2003 kein anderer Trainer. Ein Vergleich mit den früheren Zeiten der Nationalliga A ist nur erschwert möglich, weil jahrzehntelang die Zweipunkte-Regel gültig war.

Die erfolgreichsten Super-League-Trainer (mind. 10 Spiele)

1. Gerardo Seoane (Luzern, YB): 2,37 Punkte im Schnitt

2. Heiko Vogel (Basel): 2,17

2. Paulo Sousa (Basel): 2,17

4. Adi Hütter (YB): 2,11

5. Christian Gross (Basel, YB): 2,03

6. Vladimir Petkovic (Bellinzona, YB, Sion): 1,93

7. Raphael Wicky (Basel): 1,87

8. Erminio Piserchia (YB): 1,83

9. Urs Fischer (FCZ, Thun, Basel): 1,78

10. Lucien Favre (Yverdon, FCZ): 1,77


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 68904.html

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) - Gerardo Seoane
 Beitrag Verfasst: Sonntag 14. April 2019, 01:03 
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Meistertrainer Gerardo Seoane

«Ich feiere mit Champagner, Rotwein und Zigarre»

YB-Meistertrainer Gerardo Seoane spricht im grossen Interview über seine Feier-Gewohnheiten, Knackpunkte, die Champions League und das Cup-Out gegen Luzern.

BLICK: Wie feiert Gerry Seoane persönlich diesen Meistertitel?
Gerry Seoane: Das weiss ich noch nicht genau. Sicher aber in einem schönen Ambiente mit Freunden und Familie. Und das zweimal: In Bern mit Staff und Freunden und in Luzern mit Familie und Freunden.

Und womit? Champagner, Rotwein oder Zigarre?
Mit allen dreien! Zuerst ein Champagner zum Anstossen. Dann ein schöner Rotwein zu einem guten Stück Fleisch. Und zum Schluss ein Absacker und eine Zigarre.

Was ist Ihr Lieblingswein?
Ein guter Ribera del Duero. Zum Beispiel einen Hacienda Monasterio.

Was war der Knackpunkt? Für
Ex-GC-Trainer Thorsten Fink wars das erste Spiel der Saison, als GC ein Penalty verweigert wurde und YB relativ glücklich gewonnen hat.
Auf YB bezogen, trifft dies nicht zu. Die Basis ist immer harte Arbeit. Und es braucht Stabilität, die oben, im Verwaltungsrat, beginnt. Die Geschäftsleitung, die das umsetzt. Und ganz wichtig: Sportchef Christoph Spycher, der das Ganze aufgebaut hat, zusammen schon mit Adi Hütter. Das ist der Knackpunkt! Dass alle am selben Strick ziehen, gepaart mit der Qualität des Kaders.

Wie wichtig war rückblickend die Quali für die Champions League mit dem Auswärtssieg in Zagreb?Es gab verschiedene Stimmen: Die Doppelbelastung könne zum Problem werden. Das haben wir anders gesehen. Wir wollten an dieser Herausforderung wachsen. Die Champions League hat uns unglaublich Schwung gegeben. Es war für alle – für Spieler, Trainer, Klub, Fans – ein Traum, gegen Manchester, Juventus und Valencia zu spielen. Das hat Energien freigesetzt, auch wenn es ein paar bittere Nieder­lagen gab und wir gemerkt haben, wie gross der Abstand zu den Top-Cracks immer noch ist. Doch auch das hat uns geholfen. Nicht zuletzt im Staff, indem wir uns gefragt haben, was können wir im Training noch verbessern? Das Team hat sich in der ganzen Vorrunde stetig gesteigert und sich in einen richtigen Flow gespielt. Wir hatten in der Super League bisher nur eine einzige Niederlage. Das wird es so bald wohl nicht mehr geben.

Dieses 7:1 gegen Basel und die 12 Punkte Vorsprung danach. Da war alles vorentschieden, oder?
Da hatten wir sicher einen unglaublichen Lauf, während Basel noch Mühe hatte, Tritt zu fassen. Weitergebracht hat uns aber auch die 
bisher einzige Niederlage gegen 
Luzern. Da haben wir gemerkt, wie wichtig es ist, bis zuletzt konzentriert zu bleiben. Symptomatisch deshalb, dass wir unsererseits danach viele Spiele in den Schluss­minuten gewinnen konnten. Aber sicher: Dieses 7:1 hat uns sehr viel Selbstvertrauen gegeben, und wir konnten der Schweiz zeigen, dass wir bereit sind für die Titelverteidigung.

War es das beste Spiel der Saison?
Ich gebe den Spielen keinen Stempel. Es gibt immer gute Dinge und Sachen, die man verbessern kann. Es gab einige Leistungen, die herausragend waren: Die ersten 20 Minuten zu Hause gegen Manchester zum Beispiel, danach mussten wiraber Lehrgeld bezahlen. Die erste Hälfte gegen Thun. Das Resultat gegen Basel sticht aber sicher heraus.

YB hat ein halbes Dutzend Spiele in den Schlussminuten gewonnen: Ist das Glück, Können oder ist die Mannschaft konditionell einfach stärker?
Da spielt vieles rein. Es kann nur diejenige Mannschaft in den letzten 15 Minuten noch ein Tor schiessen, die bereit ist, grossen Aufwand in der Offensive zu betreiben. Wer das Resultat verwalten will, der schiesst in der Regel kein Tor mehr. Es ist auch eine Frage der Mentalität, dass man sich nicht zufriedengibt mit dem Unentschieden. Dann spielt die Fitness eine Rolle. Wir haben es in fast jedem Spiel geschafft, physisch bereit zu sein. Und ebenfalls wichtig: die Breite des Kaders. Wenn du einen Nsame oder einen Garcia einwechseln kannst, spricht das für die Qualität des Kaders.

Hatten Sie keine Angst, als Sie zu YB gingen? Die Fallhöhe war enorm nach dem ersten Meistertitel seit über 30 Jahren.
Damit habe ich mich nie befasst. Ich habe mich für YB entschieden, weil das Konstrukt, weil die sportliche Führung stimmt. Ich wusste, dass ich bei YB sehr gut aufgehoben bin. YB ist keine One-Man-Show, das ist Teamwork. Ich habe vom ersten Tag an grosse Rückendeckung gespürt.

Man hat das Gefühl, YB sei mit unglaublicher Leichtigkeit Meister geworden: Es gab nicht einmal eine Minikrise. Es gab keine unzufriedenen Spieler …
… auch das ist ein Verdienst des ganzen Staffs. Wir versuchen immer zu spüren, wie es dem Einzelnen, wie es der Gruppe geht. Ziel war es, nicht die Spieler bei Laune zu halten, sondern jeden Spieler weiterzubringen, auch wenn er grad nicht spielt, sondern vielleicht erst in einer Woche.

Sie wirken immer sehr beherrscht, haben Sie nie das Bedürfnis, mal richtig zu jubeln?
Es gab schon einige Momente, in denen ich gejubelt und den Emotionen freien Lauf gelassen habe. Ich bin, wie ich bin. Ich kann mich innerlich extrem freuen, aber ich zeige das nicht immer. Vielleicht auch, weil ich immer schon wieder am Analysieren bin: Was kommt als Nächstes? Für mich macht es keinen Sinn, nach zehn Minuten überschwänglich zu jubeln, wenn das Spiel noch mehr als 80 Minuten dauert.

Sie haben sich früher filmen lassen, um sich selber zu analysieren. Machen Sie das immer noch? Analysieren Sie da Ihren Torjubel?
Ich habe heute genug Leute, die mir Feedback geben (schaut zu Medienchef Albert Staudenmann). Albi ist so einer, der da kritisch mit mir ist (lacht). Nein, es war nie die Absicht, den Torjubel zu analysieren. Sondern ganz allgemein mein Verhalten, die Körpersprache. Wenn man gegen Basel das vierte, fünfte, sechste, siebte Tor schiesst, dann ist es für mich auch eine Frage des Respekts gegenüber dem Gegner, dass man ein bisschen die Fassung bewahrt.

Müssen Sie sich manchmal selber kneifen, um sicherzugehen, dass Sie nicht träumen?
Es ist schon so: Es ging alles sehr, sehr schnell. Die Berufung zum Profitrainer bei Luzern, dann der Wechsel zu YB. Ich hatte im Sommer kaum Zeit, das zu reflektieren. In Bern ging es Schlag auf Schlag: Mit Champions League und einem Spiel alle drei Tage. Da ist man im Tunnel. Ich konnte das erst in der Winterpause ein wenig sacken lassen. Es ist nicht so, dass ich mich heute kneifen muss wegen dem, was in den letzten Monaten mit mir passiert ist. Es ist vielmehr so, dass wir uns jede Woche kneifen müssen wegen der Leistungen, die unsere Spieler abliefern.

Diese Saison ist kaum mehr zu toppen: Wie setzt man sich da neue Ziele?
Wir wollen auch in den restlichen Spielen noch das Maximum herausholen. Wir können uns individuell und im Kollektiv weiter verbessern. Und wir wissen auch, dass der eine oder andere Spieler uns verlassen wird und in eine Top-Liga geht. Da müssen wir mit vielem wieder von vorne anfangen. Aber das wird eine spannende Aufgabe.

Gehen Sie auch in eine Top-Liga?
Wir haben von diesen Spekulationen auch gehört, aber Gerüchte kommentieren wir nie.

Sie haben noch zwei Jahre Vertrag …
… genau so ist es.

Es sind noch acht Runden zu spielen: Kommen nun die Ersatzspieler zum Zug? Schauen Sie, dass sich die Abwanderungswilligen nicht verletzen?
Wir werden die Situation analysieren. Wir wollen aber unserem Stil treu bleiben. Der eine oder andere, der weniger zum Spielen kam, brennt wohl noch ein bisschen mehr auf einen Einsatz als unsere Dauerläufer. Dann gibt es noch einige Spieler, die mit ihren Nationalteams im Einsatz sein werden. Darauf wollen wir auch ein bisschen Rücksicht nehmen.

Einziger Wermutstropfen ist das Aus im Cup: Das Double wäre vermutlich drin gelegen in dieser Saison, oder?
Im Cup muss man halt am Tag X seine Leistung bringen. Das ist uns im Viertelfinal gegen Luzern nicht gelungen. Das hat uns sehr geschmerzt. Daraus muss man die richtigen Schlüsse ziehen. Die Reaktion danach war dann wieder sehr gut. Und sie hat bestätigt, dass dieses Team Charakter und eine tolle Mentalität hat.


Seoane persönlich

Gerardo «Gerry» Seoane (40) wächst als Sohn spanischer Eltern im Kanton Luzern auf. Beim FCL schafft er den Sprung zu den Profis. Später spielt er auch für Sion, La Coruna, Aarau und GC. 2013 startet Seoane im FCL-Nachwuchs seine Trainerlaufbahn, im Januar 2018 übernimmt er bei den Profis. Ein halbes Jahr später verpflichtet ihn YB als Hütter-Nachfolger.


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 71739.html

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