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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) - Gerardo Seoane
 Beitrag Verfasst: Montag 4. Juni 2018, 23:17 
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Zitat:
«Ich habe Verständnis für die Reaktionen»

von E. Tedesco, Bern - Die Entscheidung zeugt von grossem Mut und viel Vertrauen in den neuen Trainer. Am Montag stellt YB Gerardo Seoane als neuen Trainer des Schweizer Meisters vor.

Der Abgang von Meistertrainer Adi Hütter zwang YB dazu, einen neuen Trainer zu suchen. Und die Berner überraschten, denn es wurde keiner der von den Medien gehandelten Namen wie Pierluigi Tami, Fabio Celestini oder René Weiler. YB zauberte Gerardo Seoane aus dem Hut.

Vor 38 Tagen, als YB dank einem Last-Minute-Tor nach 32 Jahren gegen den FCL, mit Seoane auf der Trainerbank der Zentralschweizer, Meister wurde, interessierte sich im gelb-schwarzen Freudentaumel keiner für die Worte Seoanes. Am Montag hingen ihm rund 25 Medienschaffende an den Lippen, als er die erste Medienkonferenz als YB-Trainer hielt.

Seoane bedankte sich zuerst für sieben «wundervolle Jahre» in Luzern. Zur überraschenden Anfrage der Berner sagt er: «Zuerst war ich sehr erfreut, denn ich sehe das als Zeichen, dass meine Arbeit geschätzt wird. Wichtig war mir die Frage, welche Ideen die sportliche Leitung hat und ob diese zu meinen passen. Danach habe ich die ersten Gespräche abgewartet.»

Die absolute Wunschlösung

«Er ist eine absolute Wunschlösung und wir sind froh, dass er heute da sitzt», sagt YB-Sportchef Christoph Spycher, räumte aber ein, dass Seoane nicht von Anfang an Favorit auf den Posten war. «Die Überzeugung, den richtigen Trainer zu haben, der zu YB passt, ist erst in den Gesprächen gewachsen.» Es sei der Sportkommission in Bern klar gewesen, dass man sich mit Seoane befassen müsse, weil er schon im Nachwuchs und im letzten halben Jahr mit dem FCL auch auf Profiebene einen guten Job gemacht habe.

Spycher: «Er passt aufgrund seiner Persönlichkeit sehr gut zu uns, strahlt natürliche Autorität aus, er sagt seine Meinung, aber arbeitet auch im Team gut und er hat einen unglaublichen Ehrgeiz und Ambitionen und will vorwärtskommen.» All diese Dinge hätten für Seoane gesprochen. Trotz allen Attributen, die Fussstapfen, die Adi Hütter nicht zuletzt mit dem Meistertitel hinterlassen hat, sind gross, die Erwartungshaltung in der Hauptstadt noch grösser. Passt der auf nationaler und internationaler Ebene weitgehend unerfahrene Trainer in diese Fussstapfen?

Der Trainer für die Zukunft

«Die Fussstapfen wären für jeden Trainer gross gewesen – egal wer gekommen wäre», so Spycher. «Entscheidend ist, wie wir denken und wie wir als Verein mit dem Trainer zusammenarbeiten. Wir sind überzeugt, dass Gerardo Seoane zu uns passt.» Für Zielgaben sei es noch zu früh, aber an der Überzeugung würde auch nichts ändern, wenn der neue Trainer den Einzug in die Champions League verpasst. «Wir haben einen Trainer für die Zukunft geholt», so der YB-Sportchef, «und nicht für zwei Spiele.»

Der Wechsel nach nur einer Rückrunde als Cheftrainer beim FCL hat viel Unmut geschürt. In Luzern musste sich Seoane am Wochenende viele Anfeindungen gefallen lassen. Der Gipfel des schlechten Geschmacks: Ein Hass-Plakat vor dem Wohnhaus des neuen YB-Trainers.

Dazu sagt Seoane: «Emotionen gehören zum Fussball. Ich habe absolutes Verständnis für positive und negative Reaktionen. Selbstverständlich gibt es eine Grenze und ich glaube, in die Privatsphäre der Leute sollte man nicht eingreifen. Aber mehr Kommentare will ich nicht dazu abgeben. Ich schaue nach vorn und freue mich auf meine neue Aufgabe.»


http://www.20min.ch/sport/dossier/super ... --17333087

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) - Gerardo Seoane
 Beitrag Verfasst: Montag 4. Juni 2018, 23:23 
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YB erklärt Seoanes Wahl

Spycher: «Wir wollten keinen Adi-Hütter-Klon»

Der klare Matchplan Gerardo Seoanes ist ausschlaggebend, dass der 39-Jährige künftig bei YB an der Seitenlinie steht.

Bei einer Medienkonferenz begründeten die Young Boys ihre Trainerwahl, die vor 3 Tagen überraschenderweise auf Gerardo Seoane gefallen ist. Mit seinem Gefühl passe er ideal zu den Bernern, führt Sportchef Christoph Spycher aus. Der Verantwortliche betont zudem, dass «Gerry» uns in den Gesprächen «absolut überzeugen» konnte.

Für den aufstrebenden schweizerisch-spanischen Doppelbürger sprachen gemäss Spycher diese beiden Punkte:

- «Seine Persönlichkeit – er strahlt eine natürliche Autorität aus, hat einen starken Charakter, ist ehrgeizig, ambitioniert sowie teamorientiert.»
- «Seinen klaren Matchplan – er hat durchaus Ähnlichkeiten mit unserem Spielstil und setzt auf eine offensive Ausrichtung.»

"Kein Kandidat kann alle Anforderungen voll erfüllen. Wir sind der Meinung, gewisse Sachen auffangen zu können."
Autor: Christoph SpycherYB-Sportchef


Spycher verweist aber auch darauf: «Wir wollten keinen Adi-Hütter-Klon. Wichtig ist uns, dass er mit eigenen Ideen das Team weiterentwickeln kann.» Als Luzern-Coach bringt Seoane erst 5 Monate an Erfahrung in der Super-League mit. Was sagt Spycher zu diesem vermeintlichen Handicap? «Kein Kandidat kann alle Anforderungen voll erfüllen. Wir sind der Meinung, gewisse Sachen auffangen zu können.»

Hören Sie im Video unten, wie Seoane die neue Herausforderung angehen will und welche Ziele er mit dem Meister YB anpeilt. Trainingsstart ist am 20. Juni, dann wird es auch zum ersten Zusammentreffen mit der Mannschaft kommen.


https://www.srf.ch/sport/fussball/super ... etter-klon

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) - Gerardo Seoane
 Beitrag Verfasst: Dienstag 5. Juni 2018, 09:31 
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«Ich und YB, das passt»

Der neue YB-Trainer Gerardo Seoane sagt, warum der Wechsel nach Bern ideal ist. Und er erklärt, wie es weitergeht.

Sie treten in Bern in die grossen Fussstapfen von Adi Hütter. ­Keine Bange?
Gerardo Seoane: Erst einmal ist es eine grosse Ehre, bei YB Trainer sein zu dürfen. Und es ist eine grosse Herausforderung, die ich gerne annehme. Hütter hat unglaubliche Arbeit geleistet. Aber ich werde nicht versuchen, ihn zu kopieren, sondern authentisch bleiben.

Sie waren als Luzern-Trainer ­dabei, als YB Ende April in Bern Meister wurde. Welche ­Erinnerungen haben Sie an ­diesen Abend?
Das war ein unvergessliches Erlebnis. Eines, das mir extrem eingefahren ist. Die Stimmung war überwältigend. Und obwohl wir verloren haben, durften wir uns auch ein wenig wie Gewinner fühlen. Zumal eine solche Partie vor einer solchen Kulisse ein grosser Lehrblätz für die jungen Spieler war. Ich freue mich, in diesem Club mit diesen Fans arbeiten zu dürfen. Auch wenn mir bewusst ist, dass nicht an jedem Heimspiel eine solche Party steigen kann.

Was für eine YB-Mannschaft soll das Publikum unter Ihnen sehen?
Eine, die mit Leidenschaft und Entschlossenheit agiert. Die Zuschauer sollen mit Freude an unsere Matchs kommen. Grundsätzlich schwebt mir eine ähnliche Spielweise wie jene Hütters vor. Das Ziel ist es, diese weiterzuentwickeln.

Was dachten Sie, als Sie vom ­Interesse von YB erfuhren?
Es war eine grosse Genugtuung, wurde unsere Arbeit in Luzern honoriert. Aber ich wollte erst einmal die Gespräche mit den YB-Verantwortlichen abwarten.

Welchen Eindruck haben sie ­dabei erhalten?
Ich merkte sofort, dass wir dieselben Ideen vom Fussball haben, es waren angenehme Gespräche. Für mich ist dies der ideale nächste Schritt in der Karriere. Ich bin ambitioniert, YB ist es auch. Das passt.

In Luzern sorgte Ihr Abgang nach nur fünf Monaten für viel Ärger. Fans hängten ein Transparent mit hasserfüllten Worten an ihrem Wohnort auf. Was ­sagen Sie dazu?
Zum Fussball gehören Emotionen. Ich verstehe die Enttäuschung der Fans, in der Schweiz herrscht Meinungsfreiheit. Aber es gibt Grenzen, jeder hat Anrecht auf ein gewisses Mass an Privatsphäre.

Wie sehen nun die ersten Tagen bei YB aus?
Ich habe am Morgen erstmals mit Christoph Spycher und Stéphane Chapuisat die Kaderplanung besprochen. Nun werde ich noch eine Woche Ferien machen, ehe ich mit grosser Vorfreude zurück nach Bern komme.

Nehmen Sie Spieler aus Luzern mit?
Das ist nicht geplant.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/18879486

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) - Gerardo Seoane
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 7. Juni 2018, 22:55 
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07.05.2018

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Warum Seoane den FCL verlassen hat

Analyse von Sportredaktor Daniel Wyrsch zum plötzlichen Abgang von FCL-Trainer Gerardo Seoane.

Heute vor einer Woche ist der unerwartete Wechsel von FCL-Erfolgstrainer Gerardo Seoane zum Meister BSC Young Boys bekanntgeworden. Der FC Luzern wurde in seinen Grundfesten erschüttert, weil er nicht irgendeinen Coach verloren hat. Seoane impfte dem jungen Team Selbstvertrauen ein, formte es zu einer solidarischen Einheit. Der gebürtige Rothenburger ist in Luzern bereits zum zweiten Mal zum verlorenen Sohn geworden.

Beim ersten FCL-Abgang 1997 war Seoane 18 und ein Jahrzehnt-Talent. Via Sion ging der Schweiz-Spanier zu Deportivo La Coruña. Fast vier Jahre spielte er dort in Spanien im B-Team. Via Bellinzona, Aarau und GC kehrte er 2007 nach Luzern zurück. Drei Saisons bestritt er für den FCL, ehe er von Trainer Rolf Fringer aus disziplinarischen Gründen aussortiert wurde. Der damalige Präsident Walter Stierli gab Seoane 2011 die Chance, als Nachwuchstrainer einzusteigen.

In sieben Jahren ist Seoane zur grossen Trainerhoffnung gereift. Die letzten fünf Monate unter ihm hat Luzern nicht mehr im Abstiegskampf gezittert, sondern ebenbürtig gar gegen YB und Basel aufgespielt. 17 Partien, 34 Punkte, grosser Sprung von Platz 9 auf 3.

Doch dann kam der Freitag, 1. Juni. Seoane unterschrieb den lukrativen YB-Dreijahresvertrag. In Luzern wurde er für viele auf einen Schlag vom Helden zum Verräter. So genannte Fans beschimpften und verhöhnten den 39-jährigen Familienvater aufs Übelste.

Aber was war beim FCL geschehen? Warum konnte YB den Hoffnungsträger der Innerschweizer so schnell für die reizvolle Aufgabe gewinnen? Sicher nicht allein des Geldes wegen. Seoane beschwerte sich nie öffentlich, trotzdem konnte man als Beobachter erkennen, dass er beim FCL nicht die Wertschätzung bekommen hat, die ihm nach den exzellenten Leistungen zugestanden wäre.

Seoane wollte einen Assistenten seines Vertrauens dazuholen. Die Besitzer aber wollten nicht mehr so viel Geld für den Staff ausgeben wie unter Markus Babbel: So musste Seoane allein mit Michael Silberbauer zufrieden sein. Dafür hatte man im Herbst ohne Not mit Konditionstrainer Christian Schmidt vorzeitig um drei Jahre bis 2021 verlängert. Seoane dagegen hätte in der neuen Saison lieber mit Norbert Fischer gearbeitet. Der ist nun in Aarau. Mit Goalietrainer Swen König verlor der FCL einen weiteren anerkannten Fachmann an den Verband.

Schlüsselspieler Hekuran Kryeziu wechselte ablösefrei zum FC Zürich. Für Seoane gab es genügend Gründe, nicht auf seinem Einjahresvertrag beim FCL sitzen zu bleiben.


https://www.luzernerzeitung.ch/sport/wa ... ld.1027053

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) - Gerardo Seoane
 Beitrag Verfasst: Freitag 29. Juni 2018, 18:07 
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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) - Gerardo Seoane
 Beitrag Verfasst: Freitag 6. Juli 2018, 16:07 
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06.07.2018

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Seoane: «Ich fühle mich sehr privilegiert»

Der neue YB-Trainer Gerardo Seoane erzählt, welche Informationen er Vorgänger Adi Hütter entlockt hat. Und der 39-Jährige sagt, warum er sich noch nicht auf eine Nummer 1 im Tor festlegt.

Als Sie den FC Luzern in der ­Winterpause auf dem zweitletzten Platz übernahmen, sagten Sie: «Wir steigen sicher nicht ab.» Was sagen Sie jetzt als ­Trainer von YB?
Gerardo Seoane: Dass wir nicht absteigen werden, kann ich nicht mehr bringen (lacht). Es ist noch früh, die Transferphase hat begonnen, da müssen wir die Entwicklungen abwarten. Eines ist aber klar: Wir sind sehr ambi­tioniert.

Das heisst?
Wir wollen die guten Eigenschaften aus der letzten Saison beibehalten. YB war unter Adi Hütter dominant, hatte Zug nach vorne, schoss viele Tore. Und gerade in der ersten Phase der Saison zog YB ein extremes Pressing auf, später agierte es auch mal abwartend. An dieser Entwicklung wollen wir arbeiten. Aber: Was gut ist, bleibt nicht gut, wenn man es nicht trainiert.

Was wollen Sie konkret ­weiterentwickeln?
Grundsätzlich haben Adi Hütter und ich dieselben Vorstellungen vom Fussball, sonst wäre ich bei YB nicht Trainer geworden. Es sind Details, die es weiterzuentwickeln gilt. Etwa, dass wir im Spielaufbau variabler werden, in der letzten Zone über verschiedene Lösungsansätze verfügen.

Sie trafen Hütter nach Ihrer ­Vorstellung in Bern. Haben Sie das Treffen initiiert?
Nach meiner Unterschrift rief ich ihn an und sagte, es sei eine Ehre, sein Nachfolger zu werden. Er hat sich in Bern unsterblich gemacht. Und natürlich habe ich versucht, einige Informationen einzuholen.

Welche?
Wie sah seine Planung für die neue Saison aus? Wie sollte die Vorbereitung vonstattengehen? Ganz allgemein: Wie liess er trainieren? Hätte Hütter komplett andere Trainingsmethoden angewandt als ich, wäre das Ver­letzungsrisiko für die Spieler nun erheblich grösser. Doch ich merkte rasch: Wir reden vom Gleichen.

Und bei dieser Gelegenheit haben Sie ein Treffen vereinbart?
Er war in Bern, um Auto- und Wohnungsschlüssel abzugeben. Da haben wir uns spontan zum Mittagessen verabredet.

Wollten Sie auch Einzelheiten über Ihre Spieler erfahren?
Gewisse Sachen will man selber in Erfahrung bringen. Aber jeder Spieler hat eine Vorgeschichte, es wäre fahrlässig, diese nicht zu kennen. Schliesslich haben zwischen dem Spieler und der sportlichen Führung vor meiner Zeit Gespräche stattgefunden, da kann ich jetzt nicht sagen: «Alles, was vereinbart wurde, gilt nicht mehr.»

Wie muss man sich Ihren ersten Tag bei YB vorstellen? Liefen Sie durch die Geschäftsstelle, schüttelten Hände und sagten: «Hallo, ich bins, der neue Trainer?»
In etwa so (schmunzelt). Albert Staudenmann (YB-Kommunikationschef; die Red.) hat mich durch die Geschäftsstelle geführt und den Mitarbeitern vorgestellt. Zudem leitet man als Trainer einen Stab, da ist es un­er­läss­lich, dass man sich als Team einspielt, bevor die Spieler dazustossen werden.

Wie führen Sie?
Der Rollenwechsel ist mir wichtig: Es gibt lockere Momente, aber auch solche, in denen ich sehr bestimmend auftrete. Dann wieder halte ich mich zurück, schenke Vertrauen. Jeder soll sich entfalten können.

Die Thematik scheint Sie zu ­interessieren.
Führung, Kommunikation, Körpersprache, das sind essenzielle Inhalte des Trainerjobs. Ich habe mich coachen lassen, viel Fach­literatur gelesen. Aber das Wichtigste ist: Man muss authentisch bleiben.

Sie wollen, dass Ihnen die ­Spieler blind vertrauen. Wie ­gelingt einem das?
Zuerst einmal muss der Trainer Fachkompetenz mitbringen, ohne sie geht es nicht. Die Spieler tauschen sich aus, reflektieren ­jede Übung, hinterfragen, ob diese Sinn ergibt. Die Spieler müssen merken, dass eine Idee vorhanden ist, die es wert ist, weiterverfolgt zu werden. Gelingt einem das als Trainer, kann man viel erreichen.

Damit haben Sie aber noch nicht erreicht, dass Ihnen die Spieler blind vertrauen.
Ich muss meine Spieler kennen. Was haben Sie für Werte? Ist ihnen die Familie wichtig? Welche Hobbys pflegen sie? Wenn mir einer sagt, sein Hobby sei Fotografieren, kann ich damit vielleicht nicht allzu viel anfangen, aber ich zeige zumindest Interesse. Das hilft, zueinander­zufinden.

Darauf bauen Sie dann auf?
Ja. Die Spieler müssen merken, dass sich der Trainer mit ihnen beschäftigt, dass er ein offenes Ohr für sie hat. Das Publikum denkt manchmal nicht daran, dass es zwar Spitzensportler sind, aber auch Menschen mit Sorgen und Problemen. Das Ziel muss sein: Dass sich ein Spieler traut, mir zu sagen, wenn es ihm nicht gut geht.

Es gibt Spieler, die für das Innenleben des Teams wichtiger sind als andere. Die müssen Sie anders behandeln als einen ­18-Jährigen, einverstanden?
Besondere Spieler, besondere Behandlung.

Welches sind die besonderen Spieler bei YB?
Wir haben mit Wölfli, von Bergen, Sanogo und Hoarau eine Achse, das sind Führungsspieler. Wir haben auch andere, die darauf brennen, Verantwortung zu übernehmen: Sulejmani, Benito, Fassnacht, Bertone und von Ballmoos etwa.

«Es wäre sinnvoll, wenn mir ein Spieler sagt: ‹Trainer, das ist unmöglich.›»

Bleibt Marco Wölfli demnach die Nummer 1 im Tor?
Im Moment liegt unser Fokus ­darauf, dass sich alle Spieler in Form bringen, damit sie beim Saisonstart bereit sind.

Was verstehen Sie unter ­besonderer Behandlung?
Mit diesen Spielern unterhalte ich mich über Themen, über die ich mit anderen nicht spreche. Ein Beispiel: Ich gebe eine taktische Anweisung, die sich auf dem Platz nicht umsetzen lässt. Da wäre es sinnvoll, wenn mir ein Spieler sagt: «Trainer, das ist unmöglich.» Im Idealfall entwickelt er auch gleich einen Lösungsansatz.

Dann haben Sie kein Problem, wenn die Spieler während einer Partie taktische Anpassungen vornehmen?
Fussball ist ein «Players Game». Sobald die Partie beginnt, ist der Einfluss des Trainers begrenzt. Deshalb ist es wichtig, Spieler zu haben, die mitdenken und sich getrauen, Lösungen anzubieten.

Waren Sie ein besonderer ­Spieler?
Das ist schon so lange her (überlegt). Ich war ein Spieler, der Verantwortung übernahm. Und ich war immer der Meinung, dass die Mannschaft über Einzelinteressen steht.

Sie begannen vor Ihrer Karriere als Spieler das Lehrerseminar. Haben Sie schon als Jugend­licher gemerkt, dass Sie gerne Menschen führen?
Vielleicht unbewusst. Später, während der Spielerkarriere, fing ich bald einmal als Assistenztrainer im Nachwuchs an. Zuerst machte ich es nur, um den Junioren mein Wissen weiterzugeben. Irgendeinmal merkte ich: Genau das will ich nach meiner Karriere machen.

FC-Luzern-Sportchef Remo Meyer sagte einmal, Sie hätten sich als Nachwuchstrainer
akribisch auf Ihre Karriere ­vorbereitet. Woher kommt der Antrieb?
Für seine Leidenschaft ist man bereit, alles zu tun, da zählt man die Stunden nicht. Würde hier (zeigt auf den Fussballplatz in ­Fügen) jetzt eine österreichische Profimannschaft trainieren, dann würde ich sehr wahrscheinlich nun am Spielfeldrand stehen und zuschauen. Der Trainerberuf ist mein Traumjob, ich fühle mich sehr privilegiert.

Sie debütierten mit 16 in der Nationalliga A, Ihr damaliger Trainer Jean-Paul Brigger nannte sie ein «Jahrhunderttalent». Sie brachten es dann aber nie zu einem Länderspiel für die Schweiz. Kommt Ihr Antrieb vielleicht auch aus dem Gefühl heraus, das Potenzial nicht ­ausgeschöpft zu haben?
So denke ich nicht. Ich nehme das Leben vorneweg. In dem Moment, in dem ich eine Entscheidung treffe, ist es die richtige für mich. Es gibt so viele gute Entscheidungen, die man im Nach­hinein auch nicht hinterfragt. Lebt man immer in der Vergangenheit, wird man irgendwann depressiv.

Bei Ihrem Abgang aus Luzern hiess es, dass sie nach nur sechs Monaten als Cheftrainer der Profis und beim ersten Erfolg weiterziehen. Können Sie den Vorwurf nachvollziehen?
Ich war in Luzern fünf Jahre lang Spieler, sieben Jahre lang Trainer. Es sind also insgesamt zwölf Jahre, in denen ich im Stadion täglich ein- und ausgegangen bin. Meine Ausbildungen als Trainer im Nachwuchs habe ich selber ­bezahlt. Dass ein Teil der Fans enttäuscht ist, kann ich verstehen, das gehört zum emotionalen Fussballgeschäft dazu.

Sie haben bei YB ein paar Spieler, die bereit für den nächsten Schritt sind. Denen können Sie nun kaum den Rat geben, diesen noch nicht zu vollziehen. Schliesslich haben Sie es selbst auch gemacht.
YB will Spieler mit Ambitionen, solche, die hier sind, um den nächsten Schritt zu machen. Das ist die Philosophie des Clubs. Aber der nächste Schritt muss für alle Parteien sinnvoll sein. YB muss beispielsweise einen Ersatz haben.

Welche YB-Spieler sind bereit?
Nuhu, Assalé, Mbabu, um drei zu nennen: Dank ihres Potenzials und Alters sind sie sicher interessant für andere Clubs. Dann haben wir einen Spieler wie Sanogo, der zweifelsohne das Potenzial dazu hätte, in einer grossen Liga zu spielen, aber schon älter ist.

«Eine Karriere ist keine Leiter, die stetig nach oben führt.»

Wenn Sanogo den Wechsel ins Ausland vollziehen möchte, dann müsste er es wohl diesen Sommer tun. Einverstanden?
Ja. Die Frage ist: Gibt es einen Club, der ihm vom Gesamtpaket her mehr bieten kann als wir? YB ist ein toller Club.

Und wo soll Ihr Weg dereinst hinführen?
Ich sagte vorhin, man sollte nicht in der Vergangenheit leben. Dasselbe gilt für die Zukunft. Eine Karriere ist keine Leiter, die stetig nach oben führt. Für mich ­besteht eine Karriere aus lauter Herausforderungen. Beim amtierenden Schweizer Meister Trainer zu sein, ist eine solche – und zwar eine riesige. Darauf freue ich mich.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/31482667

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) - Gerardo Seoane
 Beitrag Verfasst: Freitag 6. Juli 2018, 16:22 
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So tickt Gerry Seoane, der neue YB-Trainer

«In der Freizeit suche ich die Nähe zu den Spielern nicht»

Das österreichische Fügen im Zillertal ist fast schon kitschig idyllisch. Hier bereitet sich YB auf die Mission Titelverteidigung vor. Mit einem relaxten Coach, der bei seinem neuen Klub angekommen ist.

BLICK: Gerry Seoane, Sie wirken viel lockerer als bei Ihrer Präsentation vor einem Monat.
Gerry Seoane: Es ist auch eine ganz andere Ambiance hier. Die Stunden vor meiner Vorstellung waren hektisch, es ging alles sehr schnell. Und der erste Tag an einem neuen Arbeitsort ist doch immer etwas Spezielles, da darf man auch ein bisschen angespannt sein.

Sie wirkten sehr angespannt und sehr reserviert in Ihren Aussagen.
Man wird ja auch nicht alle Tage als Cheftrainer von YB vorgestellt.

Welcher Trainertyp sind Sie?
Gibt es das: Trainertypen?

Gute Gegenfrage. Zumindest werden Trainer kategorisiert und schubladisiert.
Ich versuche als Trainer stetig angepasst zu agieren. Als Führungsperson braucht man verschiedene Rollen. Wichtig ist es, die richtige Rolle zum richtigen Zeitpunkt zu spielen. Manchmal braucht es Lockerheit, manchmal Disziplin, manchmal Nähe. Und in all diesen Rollen muss man sich selber bleiben.

Kann man sie in die Schublade «Konzepttrainer» stecken?
Diesen Ausdruck hat einer mal kreiert. Jetzt ist er zu einem stehenden Begriff geworden. Jeder Trainer hat doch ein Konzept, ist also ein «Konzepttrainer».

Ist Pep Guardiola für Sie als spanisch-schweizerischer Doppelbürger die Hauptinspiration?
Nein. Für mich ist das Ottmar Hitzfeld. Er ist in jedem Bereich ein Vorbild, auch im Umgang mit den Medien. Nur: Ihn einfach zu kopieren, geht nicht. Da muss jeder seinen eigenen Weg finden.

Wie haben Sie sich auf den Trainerjob bei einem Klub wie YB vorbereitet?
Da ist einerseits die klassische Trainerausbildung mit der praktischen Erfahrung, die man macht. Ich habe bei Pierluigi Tami hospitiert, als er GC-Trainer war. Und in der Deutschschweizer Gruppe sind wir zu Martin Schmidt nach Mainz gegangen. Da konnten wir hautnah dabei sein. Zudem habe ich selbständig den einen oder anderen Klub besucht. Dann habe ich mich intensiv mit Medienarbeit beschäftigt. Andere Trainer studiert, versucht herauszufinden, was deren Kommunikations-Strategien sind. Auch zum Beispiel jene eines Eishockey-Nationaltrainers nach einer Weltmeisterschaft. Dann habe ich mich mit Leadership auseinandergesetzt, viel zu diesem Thema gelesen. Wichtig ist am Ende des Tages aber vor allem etwas.

Was?
Dass man reflektiert. Dass man sich immer wieder die Frage stellt: Was kann ich noch besser machen?

Wie arbeiten Sie auf dem Platz?
Dort beginnt alles. Aber ein Trainer ist da nie alleine. Eine gute Aufteilung unter den Trainern ist sehr wichtig. Da braucht es viel Fachkompetenz, die wird von den Spielern sehr genau analysiert.

Die YB-Meistermannschaft ist immer noch zusammen. Und es ist eine enorm gesunde Truppe.
Die Mannschaft macht mir in der Tat einen sehr positiven Eindruck. Es hat Teamgeist. Es hat Führungspersönlichkeiten. Es hat junge, hungrige Spieler. Und ich spüre das Interesse und den Willen, alles dem gemeinsamen Ziel unterzuordnen.

Sie setzen sich in ein gemachtes Nest!
Es gab ja doch eine Veränderung: Jene auf dem Trainerposten. Also ist nur schon das mal ganz anders. Mir ist aber schon bewusst, dass vieles sehr gut ist. Und gut bleiben wird. Damit das eintrifft, braucht es aber ganz viel Arbeit. Im Trainingslager in Fügen im Zillertal wurde sehr hart gearbeitet und die Basis gelegt.

Wie haben Sie es geschafft, Spycher in so kurzer Zeit derart zu beeindrucken, dass sie den Job gekriegt haben?
Das müssen Sie ihn und die Sportkommission fragen

Wie sprechen die Spieler Sie an? Duzen sie Sie?
Der Umgang ist per Du. Die Spieler sagen ganz einfach «Trainer». Die französisch­sprechenden «Coach».

In welcher Sprache sprechen Sie die Mannschaft an?
Deutsch. Das ist normal für Bern. Auch wenn es viele frankophone Spieler hat. Die meisten verstehen deutsch. Manchmal erstaunt es mich, wie viel auch diejenigen kapieren, die kaum Deutsch können wie zum Beispiel Roger Assalé.

Sie selber sind ein Sprachgenie und sprechen Spanisch, Italienisch, Französisch, Deutsch und Englisch. Wie kam das?
Spanisch ist meine erste Muttersprache, Deutsch die zweite. In der Schule habe ich Französisch gelernt, das ich später in meinem Jahr beim FC Sion vertieft habe. Italienisch ist für einen Spanier sehr einfach zu lernen, weil es sehr nahe ist. Zudem habe ich früher viel Fussball auf RAI oder TSI geschaut. Englisch hatte ich auch in der Schule und mich weitergebildet.

Vor allem Französisch ist bei YB wichtig!
Es ist vor allem bei Gesprächen unter vier Augen wichtig, weil sich ein Spieler in seiner Muttersprache viel präziser ausdrücken kann. Sonst ist das nicht so entscheidend. Das hat auch Adi Hütter bewiesen, der kaum Französisch sprach.

Wie gehen Sie mit Ihrem Superstar Guillaume Hoarau um?
In der Regel wie mit allen anderen Spielern. Er ist ein Vorbild, das vorneweg läuft. Er versucht täglich sich zu verbessern. Aber natürlich ist er ein besonderer Spieler, der gelegentlich auch eine besondere Behandlung braucht.

So zum Beispiel, dass er auch mal an einem Trainingstag einen Gig geben und singen kann?
Jeder Spieler braucht doch einen Ausgleich. Fussballprofis stehen unter enormem Druck, permanent. Da braucht es Ventile. Nur dürfen diese den Hauptjob nicht hindern. Guillaume nimmt die Verantwortung seinem Sport gegenüber mehr als nur wahr. Er weiss, dass sein Beruf bei YB absolute Priorität hat.

Wie gross ist die Distanz, die Sie zu Ihren Spielern aufbauen?
Das kommt auf die Situation drauf an. Auf dem Platz ist man den Spielern nahe, manchmal ist ein professioneller Abstand nötig. In der Freizeit suche ich die Nähe zu den Spielern nicht.

Gehen Sie also nie mit Ihnen «eins ziehen»?
Natürlich besprechen wir Probleme auch mal bei einem Kaffee. Aber danach, glaube ich, wollen die Spieler untereinander bleiben.

Die Spieler haben gesagt, das Training sei härter als unter Ihrem Vorgänger.
Jetzt ist Vorbereitungszeit. Da ist es immer streng. Zudem muss man berücksichtigen, was Ende der letzten Saison in Bern abging. Das war extrem energie­raubend. Und nach dreieinhalb Wochen Ferien ist es immer schwierig, den Motor wieder hochzufahren.

Abgesehen davon - sagen das die Spieler nicht bei jedem neuen Trainer?
Wie ich gehört habe, wurde unter Adi Hütter auch sehr hart gearbeitet… Und der Konditionstrainer ist ja derselbe. Die Spieler nehmen das einfach anders wahr als vor einem Jahr.


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 83532.html

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 19. Juli 2018, 16:31 
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Gerardo Seoane bei YB

Ein Team musste er beim Meister nicht mehr formen

Viele Namen wurden in Bern genannt, Gerardo Seoane war nicht dabei. Überraschend wurde der ehemalige Trainer des FC Luzern aber am 1. Juni in Bern als Nachfolger von Meistertrainer Adi Hütter vorgestellt. Dieser wechselte zu Frankfurt nach Deutschland. Nun steigt Gerardo Seoane, mit dem amtierenden Meister in die erste Saison als YB-Trainer.

SRF News: In der vergangenen Saison haben Sie den FC Luzern aus dem Tabellenkeller auf Rang drei geführt. Sie hatten damals grossen Druck. In Bern gibt es jetzt wieder Druck, jenen der hohen Erwartungen nach dem Meistertitel. Wie gehen Sie damit um?

Gerardo Seoane: Als Trainer muss man mit Drucksituationen umgehen können. Das habe ich in meinen Jahren als Juniorentrainer und Trainer von Luzern gelernt. Wichtig sind eine gewisse Souveränität und Ruhe auch in schwierigen Situationen. Auch eine gewisse Selbstsicherheit braucht es, denn Druck und Kritik gehören dazu.

Sie sagen immer wieder, dass Ihnen Werte wie Solidarität und Leidenschaft wichtig sind. Wie leben Sie diese als Trainer vor?

Ich versuche meinen Beitrag im Training zu leisten. Mit Emotionen und Beharrlichkeit versuche ich den Spielern Leidenschaft zu vermitteln. Ich sage ihnen, dass jede Übung wichtig ist, dass man sich immer anstrengen muss, um etwas zu erreichen. Harte Arbeit und Vorbildfunktion versuche ich den Spielern mitzugeben.

Auf das Miteinander, den Teamgeist legen Sie grossen Wert. Ein Meisterteam verfügt sicherlich über einen grossen Zusammenhalt. Mussten Sie in diesem Hinblick gar nichts mehr machen?

Klar ist, dass hier ein guter Teamgeist herrscht und die Mannschaft über Leaderfiguren verfügt.

Wenn man nicht am Teamgeist arbeitet, geht er verloren.

Es hat auch junge Spieler, die nachrücken wollen und auch Verantwortung übernehmen. Aber wenn man an diesen Prozessen nicht arbeitet und den Teamgeist nicht immer wieder anspricht und auch provoziert, dann geht er verloren. Das ist auch ein Teil, wie das Technische und Taktische, an dem man immer arbeiten muss.


Gerardo Seoane

Am 30. Oktober 1978 wurde Gerardo Seoane geboren. Der Sohn spanischer Eltern ist in Rothenburg aufgewachsen. Als Spieler stand er für Luzern, Sion, Deportivo La Coruña, GC und Aarau auf dem Platz. Danach war Gerardo Seoane sieben Jahre Nachwuchstrainer beim FC Luzern, zuerst U 15, dann U 18, dann U 21. Im Januar 2018 wurde er Trainer der ersten Mannschaft in Luzern. Diesen Posten gab er am 1. Juni ab, weil er nach Bern zu YB wechselte.


https://www.srf.ch/news/regional/bern-f ... ehr-formen

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) - Gerardo Seoane
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 19. Juli 2018, 16:48 
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«Wollen für junge Spieler die erste Adresse sein»

von Dominic Wuillemin­ - Gerardo Seoane (39) steht vor seiner Feuertaufe als YB-Trainer. Für diese muss Meisterheld Marco Wölfli zurück auf die Bank.

Gerardo Seoane, Sie sind nun seit einem Monat Trainer bei YB. Mit welchem Gefühl starten Sie am Sonntag gegen GC in die Saison?
In erster Linie spüre ich eine grosse Vorfreude, ich kann es kaum erwarten, erstmals als YB-Trainer ins Stade de Suisse einzulaufen. Aber natürlich ist da auch eine kleine Ungewissheit. Nach der Vorbereitung weiss man nie genau, wo man steht. Das geht allen Clubs so.

Was sind die Ziele für die neue Saison?
Nach der letzten Saison können wir nicht hinstehen und sagen, wir wollen Zweiter oder Dritter werden.

Das heisst?
Wir sind maximal ambitioniert, wollen in mehreren Wettbewerben das Beste herausholen. Aber wir beschäftigen uns nicht mit dem Ziel, sondern mit dem Weg dahin.

Wie sieht der aus? Ist Ihre Handschrift schon erkennbar?
Es geht nicht um meine Handschrift, sondern darum, dass wir die Stärken der letzten Saison beibehalten. Denn bei einem Team, das so souverän Meister geworden ist wie YB, musste vieles zusammenpassen. YB spielte dynamisch und offensiv, mit aggressivem Pressing. Das wollen wir weiterführen.

Auf der Goalie-Position können Sie zwischen dem routinierten Meisterhelden Marco Wölfli und dem wieder genesenen David von Ballmoos wählen. Für wen haben Sie sich entschieden?
Grundsätzlich befinde ich mich in einer luxuriösen Situation. Auf allen Positionen habe ich die Qual der Wahl. Beide Goalies hatten einen erheblichen Anteil am Meistertitel. Nach reiflicher Überlegung entschieden wir uns, mit von Ballmoos in die Saison zu starten.

Was gab den Ausschlag?
Er ist ein junger Torhüter mit grossem Potenzial, der zu der Philosophie des Clubs passt. Wir wollen für junge Schweizer Spieler die erste Adresse sein.


http://www.20min.ch/sport/dossier/super ... y/28313250

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) - Gerardo Seoane
 Beitrag Verfasst: Samstag 28. Juli 2018, 17:35 
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Seoane ist schon im Alltag angelangt

Lange hat sich Gerardo Seoane mit seinem Debüt als YB-Trainer nicht aufgehalten.

Den 2:0-Sieg gegen GC am Sonntag im Stade de Suisse hat der neue YB-Trainer Gerardo Seoane analysiert und aufgearbeitet, so wie er das immer tut. «Und dann richtete ich den Fokus auf die nächste Partie.»

Am Sonntag gastieren die Young Boys beim FC Lugano (16 Uhr, Bernerzeitung.ch/Newsnet tickert live), der ebenfalls mit einem Erfolg gestartet ist. Seoane findet, der 2:1-Sieg beim FC Sion sei trotz deutlichem Chancenplus für die Walliser nicht gestohlen gewesen. «Lugano steht sehr kompakt, spielt aggressiv. Das wird eine schwierige Aufgabe.»

Wüthrich oder Camara?

Bei seinem Team ortet Seoane zwar Verbesserungspotenzial, er war gegen die Zürcher aber zufrieden mit dem Gezeigten. «Wir standen gut», sagt er und begründet sein Fazit damit, dass GC nur zu drei Chancen gekommen sei. «Und diese resultierten aus unseren Fehlern.» Den Lattenschuss Bahouis in der ersten Halbzeit leitete Gregory Wüthrich mit einem riskanten Zuspiel ein. Nach der Pause hatte der Innenverteidiger Glück, dass seine Intervention gegen Holzhauser nicht mit einem Elfmeter bestraft wurde.

Dennoch dürfte Seoane gegen die Tessiner erneut Wüthrich an der Seite von Captain Steve von Bergen nominieren. Mohamed Camara, als Ersatz des am Mittwoch zu Hoffenheim transferierten Kasim Nuhu geholt, bestritt am Donnerstag mit der U-21 den Seeland-Cup in Lyss.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/24825130

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