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 Betreff des Beitrags: (30) Sandro Lauper
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 17. Mai 2018, 18:37 
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Sandro Lauper


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Position: Mittelfeld

Rückennummer: 30

Nationalität: Schweiz

Geburtsdatum: 25. Oktober 1996

Grösse (cm): 185

Gewicht (kg): ??

Hobbies: ?

bei YB seit: 2018

vorherige Clubs: BSC Young Boys, Fc Thun


Statistiken:
https://www.transfermarkt.de/sandro-lau ... ler/254965
http://www.football-lineups.com/footballer/103368/

Wikipedia:
https://en.wikipedia.org/wiki/Sandro_Lauper

Facebook:
https://www.facebook.com/sandro.lauper


Zuletzt geändert von Bierflasche am Dienstag 19. Juni 2018, 19:45, insgesamt 2-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: (19) Sandro Lauper
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 17. Mai 2018, 18:37 
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Die Young Boys verpflichten Sandro Lauper

YB tätigt im Hinblick auf die nächste Saison den ersten Zuzug: Sandro Lauper vom FC Thun hat bei den Young Boys einen Vertrag über vier Jahre unterschrieben.

Für den vielseitig einsetzbaren Berner ist es eine Rückkehr: Der 21-Jährige hatte bis Ende 2014 im YB-Nachwuchs gespielt, ehe er in die Thuner U21 wechselte. Ein Jahr später debütierte er in der ersten Mannschaft; längst hat sich der Konolfinger im Thuner Mittelfeld einen Stammplatz erkämpft und gehört auch der Schweizer U21-Nationalmannschaft an.

Die sportliche Führung der Young Boys stuft Sandro Lauper als Spieler mit grossem Potenzial ein, der noch lange nicht am Ende seiner Entwicklung angelangt ist. „Wir sind überzeugt, dass Sandro Lauper bei uns den nächsten Schritt in seiner Karriere machen wird. Er passt mit seinen Fähigkeiten und seiner Mentalität sehr gut zu YB“, sagt Sportchef Christoph Spycher.


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 Betreff des Beitrags: Re: (19) Sandro Lauper
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 17. Mai 2018, 20:33 
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17.05.2018

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Zitat:
Lauper-Transfer zu YB in trockenen Tüchern

Nun ist es offiziell: Der talentierte Mittelfeldspieler Sandro Lauper (21) wechselt auf die kommende Saison vom FC Thun zu den Young Boys.

Schon seit Wochen wurde Sandro Lauper als möglicher Neuzugang bei den Young Boys im Sommer gehandelt. Der 21-jährige Mittelfeldspieler, der auch in der Innenverteidigung eingesetzt werden kann, hat sich beim FC Thun als Stammkraft etabliert. Am Donnerstag nun haben die beiden Berner Fussballklubs den Transfer offiziell bekanntgegeben. Der Konolfinger unterschreibt beim neuen Schweizer Meister einen Vertrag über vier Jahre.

Seine Juniorenzeit verbrachte Lauper bereits grösstenteils bei YB, ehe er in den Nachwuchs des FC Thun wechselte. Seit der Saison 2015/16 gehörte er fix der ersten Mannschaft an.

In der ablaufenden Saison hat es der U21-Nationalspieler bisher auf 36 Pflichtspieleinsätze für die Oberländer gebracht (32 in der Super League, 4 im Cup). Einmal wurde er eingewechselt, ansonsten stand er stets 90 Minuten auf dem Platz. Zwei Tore hat er dabei erzielt und eines vorbereitet. Mit Laupers Verpflichtung wäre YB für einen allfälligen Abgang im zentralen Mittelfeld gewappnet.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/31547087

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 Betreff des Beitrags: Re: (19) Sandro Lauper
 Beitrag Verfasst: Freitag 18. Mai 2018, 00:22 
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18.05.2018

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Zitat:
Auf Umwegen zurück

YB verpflichtet vom FC Thun Sandro Lauper. Der 21-jährige mit Vergangenheit im YB-Nachwuchs sorgt für eine spannende Konstellation im Mittelfeld.

Als Sandro Lauper am Donnerstagvormittag eines seiner letzten Trainings im Trikot des FC Thun bestreitet, sind seine Haare frisch geschnitten. So, als wolle sich der Mittelfeldspieler bereit machen für den grossen Auftritt.

Kurz darauf wird sein Wechsel zu YB, der seit Wochen feststeht, offizialisiert. Der 21-jährige Konolfinger erhält einen Vierjahresvertrag, über die Ablösesumme vereinbaren die Vereine Stillschweigen. Sie dürfte sich deutlich über eine Million Franken belaufen.

Thuns Sportchef Andres Gerber meint, Laupers Verkauf sei der lukrativste, den er je getätigt habe. Für Lauper ist der Transfer zu YB eine Rückkehr, in Bern hatte er ab der U-12 sämtliche Nachwuchsstufen durchlaufen, ehe er in der U-21 für ungenügend befunden wurde und Ende 2014 ins Oberland wechselte.

«Es tut gut, sehen meine damaligen Trainer, dass sie sich getäuscht haben», sagt Lauper. «Und ich bin sehr glücklich, kann ich jetzt den nächsten Schritt vollziehen.» Zuvor räumte er mit den jungen Mitspielern die Tore vom Platz, er hat auf der Karriereleiter zwar einige Stufen auf einmal genommen, abgehoben ist er deswegen nicht.

An Lauper zeigten auch Bundesligisten Interesse, vor allem Wolfsburg und Mainz sollen sich um den U-21-Nationalspieler bemüht haben. «Der Transfer nach Deutschland hätte mich gereizt», sagt Lauper. «Aber als ich von der Möglichkeit erfuhr, zu YB wechseln zu können, war der Fall für mich klar.»

Für ihn sei wichtig gewesen, in der Nähe von Familie und Freunden verbleiben zu können. In Bern trifft Lauper auf etliche Bekannte, mit Christian Fassnacht verbindet ihn eine Freundschaft. Sportchef Christoph Spycher habe sich immer mal wieder bei ihm über Lauper erkundigt, sagt der YB-Flügel.

Umgekehrt habe dieser bei gemeinsamen Essen mehr über das Innenleben bei YB erfahren wollen. «Ich war beim Transfer so etwas wie ein Bindeglied», sagt Fassnacht.

Unsicherheit bei Sanogo

Lauper dürfte im YB-Mittelfeld Leonardo Bertone ersetzen, der vor einem Wechsel ins Ausland steht. Nach über einem Jahrzehnt im YB-Trikot sucht der 24-jährige Berner eine neue Herausforderung. Offenbar zeigen Clubs aus mehreren Ligen wie Deutschland und Holland Interesse.

Derweil kann sich Djibril Sow, der in der Schweizer U-21 zuletzt Seite an Seite mit Lauper gespielt hat, zwar vorstellen, eine weitere Saison bei YB zu bestreiten. Aber was ist, wenn ihm ein Club aus einer Topliga ein vorzügliches Angebot vorlegt? Und da ist vor allem der Fall von Sékou Sanogo.

Nach überragender Saison steht der Ivorer auf dem Zettel etlicher ausländischer Vereine. Vielleicht bietet sich dem 29-jährigen Mittelfeldakteur die letzte Gelegenheit, einen vor allem auch finanzielllukrativen Transfer zu vollziehen.

Bei YB gehört er, anders etwa als Guillaume Hoarau und Captain Steve von Bergen, dessen Vertrag Ende dieser Saison ausläuft, nicht der höchsten Lohnkategorie an.

Insofern weiss Lauper, der auch in der Innenverteidigung eingesetzt werden kann, nicht genau, was ihn ab Mitte Juni in Bern erwartet, zumal YB seit Mittwoch einen neuen Trainer sucht. Mit Adi Hütter, der zu Eintracht Frankfurt wechselt, habe er nie gesprochen.

«Es war die sportliche Führung um Spycher, die sich um mich bemüht hat. Und es bringt sowieso nichts, sich zu viele Gedanken zu machen.» Er lässt keine Zweifel aufkommen, er fühlt sich bereit für den nächsten Schritt.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/31547087


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 Betreff des Beitrags: Re: (19) Sandro Lauper
 Beitrag Verfasst: Freitag 18. Mai 2018, 10:58 
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18.05.2018

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Zitat:
«Einer der besten Transfers meiner Amtszeit»

Andres Gerber hat den Transfer von Sandro Lauper zu YB seit Monaten begleitet. Im Interview spricht er über die finanzielle Bedeutung für den FC Thun und was er sich am Samstag von den Fans erhofft.

Sandro Lauper war Stammspieler beim FC Thun Berner Oberland. Wie sehr schmerz der Abgang?
Andres Gerber: Sandro ist von YB zu uns gekommen. Von daher ist sein Wunsch, dorthin zurückzukehren, legitim und menschlich. Natürlich würde ich ihn gerne behalten, aber das ist der Lauf der Dinge. Es tut immer weh, wenn so ein guter Spieler weggeht. Aber die Spieler, die uns Geld bringen, die müssen weh tun.

Der Transfer hat sich also finanziell gelohnt?
Ich bin mit der Ablösesumme zufrieden. Das ist einer der besten Transfers in meinen neun Jahren als Sportchef. Der Transfer von Sandro ist für unser finanzielles Überleben essenziell. Aber er hat sich bisher nur beim FC Thun durchgesetzt. Wir werden für Spieler, die von uns zu YB wechseln, nicht die gleichen Transfersummen erzielen wie für Spieler, die beispielsweise von YB ins Ausland wechseln. Aber an einem möglichen Weitertransfer von Sandro sind wir beteiligt.

YB hat Sandro Lauper in der U21 aussortiert, beim FC Thun Berner Oberland hat er sich schnell zum Stammspieler gemacht. Jetzt ist er der Rekordtransfer. Wie ist das möglich?
Ich verstehe, dass er bei YB damals ausgeschieden ist. Die Konkurrenz war sehr gross. Es hätte auch niemand gedacht, dass er für diesen Betrag wieder zu YB wechselt. Aber das zeigt, wie viel noch möglich ist bei Spielern in so einer Situation.

Auf diese Entwicklung kann der FC Thun stolz sein?
Sandro hätte den Sprung nicht gemacht, wenn er nicht zum FC Thun gegangen wäre. Das ist eine schöne Geschichte.

Trauern Sie trotzdem um seinen Abgang?
Der Kontakt zu YB mit den Beratern und so weiter lief über mehrere Monate. Ich war die ganze Zeit dabei. Ich habe das also schon verarbeitet.

Wird der Verein einen Ersatz suchen oder den Abgang anders kompensieren?
Sandro können wir nicht eins zu eins ersetzen. Es entsteht eine Lücke. Aber es ist auch eine Chance für andere Spieler, diese Lücke zu füllen und vielleicht eine ähnliche Entwicklung zu nehmen. Ausserdem sind wir schon länger auf der Suche nach interessanten Spielern. Wir haben auch schon konkrete Gespräche geführt.

Glauben Sie, die Fans werden Sandro Lauper am Samstag gebührend verabschieden?
Davon bin ich überzeugt. Sandro hat uns drei Jahre Freude bereitet. Ich verstehe, wenn die Leute enttäuscht sind, dass er uns verlässt. Aber er hat dem FC Thun viel gebracht, auch finanziell. Das muss eine positive Verabschiedung geben mit Applaus. Pfiffe wären deplatziert.


https://jungfrauzeitung.ch/artikel/164622/

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 Betreff des Beitrags: Re: (30) Sandro Lauper
 Beitrag Verfasst: Sonntag 8. Juli 2018, 23:18 
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07.07.2018

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Die neue coole Socke beim Meister

Xavier Naidoo macht Lauper zum vollwertigen YBler

Sandro Lauper ist erst jetzt ein echter YBler. Erst jetzt, da er das Aufnahmeritual bestanden hat. Vor diesem hatte er Bammel.

Mann, ist der eine coole Socke! Kein Wunder hat sich Sandro Lauper (21) im Profifussball durchgesetzt, obwohl er bei YB Ende 2014 aus der U21 aussortiert worden war. Er ging zu Thun. Spielte dort zuerst in der U21, mit der er in die 1. Liga aufstieg. Abgeklärt sagt er zur Promo­tion des Reserve­teams: «Andere Mannschaften haben bei Aufstiegen sicher ganz andere Emotionen erlebt.»

Schliesslich habe man in der 2. Liga inter bloss «gekehrt». Nur ein paar Monate später ist Sandro ein Super-League-Spieler. Die letzten beiden Saisons als unbestrittener Stammspieler. So gesehen ist die Rückkehr des Konolfingers zu jenem Klub, der ihn ausgebildet hat, nichts als logisch. Es tue gut, dass seine damaligen Trainer festgestellt hätten, dass sie sich geirrt haben, sagt Lauper. Und das ziemlich stoisch.

Dabei weckt YB bei ihm grundsätzlich grosse Emotionen: «Ich habe immer davon geträumt, eines Tages in diesem Stadion zu spielen. Okay, das habe ich geschafft. Aber immer als Gegner von YB. Jetzt in Gelb-Schwarz. Ich kann es immer noch kaum fassen!»
Der Wunsch war derart gross, dass ein Vertrag beim Meister sogar stärker wog als das Interesse von Bundesligisten wie Wolfsburg und Mainz. «Die Bundesliga ist reizvoll. Aber wenn man als Berner zu YB gehen kann …»

Lauper singt Xavier Naidoo
Dort gings bereits ans Eingemachte. Er musste vor der ganzen Mannschaft vorsingen. Da hatte Lauper richtig Bammel! Doch ein Aufnahmeritual kennt kein Pardon, Sandro übte. Xavier Naidoos «Dieser Weg wird kein leichter sein» sollte es sein. Im Zillertaler Hotel Held wurde aus dem Aspiranten ein echter Gelb-Schwarzer. Der Applaus war frenetisch. Und die übrigen Hotelgäste amüsierten sich köstlich.


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 89451.html

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 Betreff des Beitrags: Re: (30) Sandro Lauper
 Beitrag Verfasst: Freitag 10. August 2018, 19:21 
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 Betreff des Beitrags: Re: (30) Sandro Lauper
 Beitrag Verfasst: Freitag 17. August 2018, 18:19 
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LAUPER FÄLLT AUS

YB-Mittelfeldspieler Sandro Lauper fällt mit einer Bänderverletzung am Fussgelenk zwei bis drei Wochen aus.


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 Betreff des Beitrags: Re: (30) Sandro Lauper
 Beitrag Verfasst: Samstag 27. Oktober 2018, 12:53 
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27.10.2018

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In der Reihe zurück, in der Gunst nach vorn

Sandro Lauper ist gerade der aufregendste Verteidiger bei YB. Vielleicht, weil er eigentlich im Mittelfeld zu Hause ist.

An einem Sonntag im Juli läuft Sandro Lauper in der Thuner Arena ein, 4500 Zuschauer, ein Heimspiel gegen Vaduz, Saisonauftakt in der Super League, er stellt sich vor dem Anpfiff hin, neben Thomas Reinmann in der Innenverteidigung, und er denkt sich: «Ich muss helfen.» Und an einem Dienstag in Oktober läuft Lauper im Stade de Suisse ein, 31000 Zuschauer, Champions League gegen Valencia, er lauscht der Hymne, steigt neben Steve von Bergen ins Spiel und sagt später: «Ich musste helfen.»

2016 und 2018, das eine ist Sandro Laupers erster Auftritt als Innenverteidiger auf Profistufe, das andere sein bislang letzter. Der Mannschaft der Young Boys hilft Sandro Lauper, seit vorgestern 22 Jahre alt, in diesen Wochen auf sehr vielseitige Weise, und dass der gelernte Mittelfeldspieler mit sporadischen Einsätzen auf der Abwehrposition nun in der Champions League gross aufspielen kann, ist bemerkenswert. «Meine Vielseitigkeit ist ein Vor- und Nachteil», sagt Lauper selber, am Freitag vor dem Spiel heute im Stade de Suisse. Er habe viele Chancen auf Einsätze, «aber vielleicht bin ich so weniger ein Kandidat für einen fixen Platz». Acht Spiele hat er in der Meisterschaft bestritten, vier in der Abwehr, vier im Mittelfeld. Zwei Partien waren es in der Champions League, eine in der Abwehr, eine im Mittelfeld.

Der Polyvalente

Doch wie ein Notnagel mutet dieser selbstbewusste und spielkluge Fussballer nicht an. Überhaupt kann man sich gerade schlecht vorstellen, dass Trainer Gerardo Seoane überhaupt je auf die Qualitäten Laupers verzichten mag. Und es sind eben genau die Qualitäten des Konolfingers im Spielaufbau, die ihn auch zu einem ziemlich aufregenden Abwehrspieler machen.

Weil er den letzten Schritt zum behelfsmässigen Wettbewerbsverteidiger erst auf Profistufe vollzogen hat, steckt noch viel von diesem Ballverteiler in ihm, wenn er in der Innenverteidigung Pass um Pass übers halbe Feld wie an der Schnur gezogen spielt. «Ich bin es gewohnt, die Bälle unter Druck präzise zu spielen», sagt Lauper, wie immer ziemlich unaufgeregt. Der Befreiungsschlag scheint nicht sein Ding – passt nicht, gibts nicht. Und wie ein ausgebuffter Anlageberater klingt er, wenn er sagt: «Als Innenverteidiger trägst du einfach mehr Risiko mit.»

So geht das gerade mit Sandro Lauper, rund um ihn herum nimmt in diesem Königsklassen-Herbst vieles einen aussergewöhnlichen Lauf bei YB. Doch er bleibt ruhig. Nach den Trainings fährt er zurück ins Elternhaus in Konolfingen, «für den Moment passt das so für mich». Eine ähnlich pragmatische Analyse machte Lauper auch im Frühling, als er noch bei Thun spielte und schon da das Interesse von Clubs aus der Bundesliga weckte. «Ich hab das mit meinem Berater angeschaut, bei dem einen Verein schien das Klima unruhig.» Die Avancen sollen aus Wolfsburg und aus Mainz gekommen sein, aber als sich im Sommer der Wechsel zu YB konkretisierte, war sowieso alles andere sekundär. «Dieser Schritt war perfekt: die nächste Stufe und doch ein gewohntes Umfeld.»

Der Pragmatiker

Man vergisst rund um Sandro Lauper ja gerne, dass es für ihn mehr eine Rückkehr zu als ein Neuanfang bei den Young Boys war. Vor etwa zehn Jahren kam er als Junior zu YB, erst in der U-21 erhielt er unter Joel Magnin nicht mehr viel Spielzeit. Ausgemustert sei er nicht geworden, greift Lauper korrigierend ein. «Aber die Einsatzzeit hat nicht mehr meinen Vorstellungen entsprochen.»

Es ist eine gesunde, zielführende Mischung aus Bescheidenheit und Selbstvertrauen, mit der dieser junge Fussballer ans Werk geht. Dem FC Thun brachte er bei seinem Abgang über eine Million Franken Ablöse ein, dereinst könnte es für die Young Boys ein Vielfaches werden, denn nebst seinen spielerischen Qualitäten macht Lauper seine Vielseitigkeit attraktiv für grössere Vereine. Den Kollegen macht er gleich in zwei Reihen Konkurrenz.

Für den Platz neben Captain von Bergen hat er gegenüber Mohamed Ali Camara die Nase vorn. Und im Aufbau figuriert er hinter dem Duo Sékou Sanogo und Djibril Sow als erster Ersatz. Dass er heute gegen Sion einläuft, ist also wahrscheinlich. Was ihm vor dem Spiel durch den Kopf gegangen ist, erfährt man vielleicht bald.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/12424071

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 Betreff des Beitrags: Re: (30) Sandro Lauper
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 29. November 2018, 12:59 
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29.11.2018

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Ein YB-Stern ist aufgegangen

Am Dienstag brillierten die vielen YB-Talente auf grosser Champions-League-Bühne. Insbesondere der begnadete Passgeber Sandro Lauper betrieb bei der 0:1-Niederlage gegen Manchester United Eigenwerbung.

Die Young Boys haben trotz bitterer 0:1-Niederlage jede Menge schöne Erinnerungen aus Manchester mit nach Hause genommen. Als sich die Fussballer am späten Dienstagabend im Old Trafford bei ihren rund 3000 Anhängern für den fantastischen Support bedanken, werden sie ausgiebig gefeiert.

Es ist eine Standing Ovation für den beherzten, frechen Auftritt gegen United. Ohne die spektakuläre Parade von David de Gea, dem nicht nur für seinen Trainer José Mourinho «weltbesten Torhüter», in der 70. Minute hätte es womöglich sogar einen historischen YB-Auswärtssieg gegeben.

Als die Spieler später Auskunft über ihr Befinden geben, ist eine seltsame Mischung aus Stolz und Enttäuschung zu spüren. «Wir waren so nahe dran am Punktgewinn», sagt Michel Aebischer. «Die Niederlage schmerzt.» Loris Benito, gegen Spielende mit 26 der älteste YB-Fussballer auf dem Rasen, findet, die mutige Vorstellung sei nicht überraschend gewesen («wir haben viel Selbstvertrauen und Qualität»).

Kevin Mbabu erklärt, YB habe bewiesen, zu Recht in der Champions League zu sein: «Wir waren nicht schwächer als Manchester United.» Djibril Sow wiederum betont die Kampfkraft des Teams. Er sagt: «Wir haben uns nicht wegdrücken lassen. Auch das ist ein Zeichen unserer Entwicklung.» David von Ballmoos, der kräftige Torhüter aus dem Emmental, ist derweil angefressen wegen des Gegentores in der 91. Minute: «Leider haben wir uns wieder nicht belohnt.»

Das grosse Potenzial

Es sind Spieler mit jungen, frischen Gesichtern, die in Manchester das 0:1 der Young Boys analysieren. Und es sind Spieler, die vor vielversprechenden Karrieren stehen. Beim Blick auf die Kaderliste stellt sich die Frage, welche Fussballer in zweieinhalb Jahren noch in Bern sein werden.

Die Leader Steve von Bergen und Guillaume Hoarau dürften 2021 zurücktreten. Und fast den gesamten Rest des Teams verbindet sowieso die Aussicht auf einen Transfer ins Ausland. Die meisten sind: jung, talentiert, begehrt. Kaum einer besitzt nicht das Potenzial, um in einer Topliga zu spielen – angefangen beim souveränen von Ballmoos.

Am höchsten gehandelt werden nach wie vor Mbabu und Sow. Aber spätestens seit Dienstagabend muss man auch Lauper zu jenen YB-Spielern zählen, die man sich problemlos dereinst bei einem grossen Club vorstellen kann. Er hätte bereits im Sommer in die Bundesliga gehen können, zog aber den Transfer von Thun zu den Young Boys vor. Es gibt schliesslich genügend warnende Beispiele von jungen Schweizer Fussballern, die zu früh ins Ausland wechselten – wie Mbabu und Sow.

Meister des Umschaltspiels

Sandro Lauper lieferte in Manchester eine Fünfsternvorstellung ab. Er war phasenweise formidabel, er war dominant und passgenau, mit magistraler Übersicht und von erstaunlicher Erhabenheit. Lauper ist ein moderner Sechser, einer also, der im Zentrum des Geschehens dirigiert und lenkt und das Umschaltspiel orchestriert. Möglicherweise kommen seine strategischen Fähigkeiten in einem 4-1-4-1-System am besten zur Geltung, weil er viele Ballkontakte und grossen Einfluss hat.

Erst einmal hatte YB zuvor in dieser Formation agiert, Anfang Oktober in Turin gegen Juventus (0:3). Die Young Boys waren damals gegen einen zugegeben deutlich stärkeren Gegner chancenlos gewesen. Lauper sass bis zur Pause auf der Ersatzbank, es war Sanogo, der vorerst die Rolle des Mittelfeldspielers vor der Abwehr besetzte. Abräumer Sanogo ist ein ganz anderer Spielertyp als Lauper, aggressiv und zweikampfstark, aber mit erheblich weniger Spielwitz und Handlungsschnelligkeit versehen.

Ansatzlose Traumpässe

Es gab in Manchester einige Szenen, in denen Laupers herausragende Qualitäten auffielen. Er verliert selten die Kontrolle über Ball, Raum und Tempo, ansatzlos ist er in der Lage, einen öffnenden, präzisen, perfekt getimten Pass über 30 Meter zu spielen – und damit den Gegner zu überrumpeln. Lauper ist polyvalent, bei YB wird er auch als Innenverteidiger benötigt, am Dienstag verstärkte er nach der Pause die Abwehrkette. Als stilprägender Aufbauer jedoch sind seine Perspektiven wohl noch besser, weil er für einen Topinnenverteidiger vielleicht zu wenig kopfballstark ist.

Lauper agiert ohnehin lieber im Mittelfeld. In Manchester sagt er über die mutige Zusammensetzung des Zentrums mit Sow, Aebischer (beide 21 Jahre) und ihm (22): «Wir haben sehr gut harmoniert, obwohl wir noch nie so zusammengespielt hatten. Das liegt daran, dass wir uns in unseren Rollen wohlfühlen und es mögen, den Ball schnell und oft direkt weiterzuleiten.» Und er verpackte seinen Ehrgeiz in der Aussage, immer mehr erreichen zu wollen und zu versuchen, «in Zukunft jede Woche in so einem Stadion zu spielen.»

Durchbruch in Manchester

Auch die YB-Verantwortlichen trauen Lauper als Aufbauer sehr viel zu. Trainer Gerardo Seoane mag die Spielweise des Berners, der meistens eine kreative Lösung sucht. Und Sportchef Christoph Spycher meint, Lauper sei nicht am Ende seiner Entwicklung und könnte irgendwann in einer spielerisch starken Liga wie der Primera Division am besten aufgehoben sein. Vielleicht wird man dann sagen, Ende November 2018 in Manchester habe sich Lauper erstmals für ganz hohe Aufgaben empfohlen.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/28769883

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