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 Betreff des Beitrags: Re: (18) Jean-Pierre Nsamé
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 1. Februar 2018, 13:39 
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«Für mich hat ein neues Leben begonnen!»

YB-Nsame darf sein Kind nach Babyschüttel-Skandal wieder sehen

Auch das macht YB stärker! Topskorer Jean-Pierre Nsame ist wieder mit seiner Familie vereint. «Für mich hat ein neues Leben begonnen!»

Er ist zusammen mit dem Neo-Lausanner Simone Rapp der Topskorer der Liga: Jean-Pierre Nsame (24), der Mann mit der markant tiefen Stimme, die es ihm erlauben würde, in jedem Filmstudio als Synchronsprecher zu arbeiten. Ein Mann mit einem bewegten Leben.

Am 1. Oktober sagt er zu BLICK: «Es zerreisst mich, dass ich mein Kind nicht sehen darf!» Der ehemalige Servettien erzählt da seine Story. Von den schwierigen Kindsjahren in ärmlichen Verhältnissen in Douala. Bis zu jenem Tag im November 2015, als verhaftet wird, weil er unter Verdacht steht, sein fünf Monate junges Baby geschüttelt zu haben, bis es bewusstlos wurde und reanimiert werden musste.

Es beginnt für ihn eine schreckliche Zeit, die ihn nicht daran hindert, in Genf 23 Tore zu machen und Challenge-League-Topskorer zu werden. «Ich ziehe Kraft aus dieser schwierigen Lebensperiode», sagte Nsame damals.

Darauf wartend, dass die französische Justiz das bestätigt, was er selber immer beteuert hat: Dass die Vorwürfe haltlos seien. Doch weil sich das hinzieht, darf er sich Frau und Kind, die derweil bei der Grossmutter in der Normandie leben, nicht nähern.

Nsame sagte im Oktober: «Das ist doch normal für einen Vater. Ich liebe meine Tochter über alles. Viele Leute fragen mich, wie ich es schaffe, das durchzustehen.»

Und jetzt, im Januar 2018? «Jetzt hat für mich ein neues Leben begonnen», erzählt Nsame. «Genau genommen schon Mitte Dezember. Da habe ich das grüne Licht der französischen Justiz erhalten. Meine Frau und meine Tochter sind dann sofort nach Bern geflogen. Was für ein Tag! Was für eine Erleichterung!»

Nsame darf sie wieder in die Arme schliessen. Nach über zwei Jahren. Zeit Bern kennenzulernen bleibt allerdings nicht. Das Trio fliegt sofort nach Südspanien in die Ferien. Die Familie lebt nun glücklich in Bern-Schönbühl. Jetzt haben die Nsames Zeit, Jean-Pierres neue Heimat genauer unter die Lupe zu nehmen. «Die kennen die Schweiz doch noch gar nicht.»

Nur sportlich könnte die Zeit für den einmaligen kamerunischen Nationalspieler schwierig werden. Denn Guillaume Hoarau, der Mann, den Nsame so sehr verehrt, ja vergöttert, ist wieder zu hundert Prozent fit. Was für den Topskorer den Verlust des Vorrunden-Stammplatzes bedeuten wird.

«Ich will spielen, keine Frage; sagt auch Nsame. «Wir sind drei Stürmer für zwei Plätze. Unsere Konkurrenz ist aber gesund. Gui ist ein Riesenplus für uns, der jeder Mannschaft gut anstehen würde. Und er ist unser grosser Bruder.»

Hoarau, sein persönlicher Fussballgott. Aber noch wichtiger in Jean-Pierres Leben sind die beiden Frauen, deren körperliche Nähe er nun wieder tagtäglich spüren darf.


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 21292.html

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 Betreff des Beitrags: Re: (18) Jean-Pierre Nsamé
 Beitrag Verfasst: Samstag 3. März 2018, 01:31 
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Schattenmann hofft auf Sonnenstube

Jean-Pierre Nsame ist bei YB derzeit nur Ersatz, und auch von der Bank aus erhält er kaum Einsatzminuten.

Er nickt, er grüsst sogar, aber reden, nein reden will er gerade nicht. Als Erster geht Jean-Pierre Nsame an den Journalisten vorbei, dick eingepackt, bewegt hat er sich wenig. Es ist Dienstagabend im Stade de Suisse, und aus der klirrenden Kälte folgen ihm dampfend seine heissgelaufenen Teamkollegen vom Feld in die Kabine. Ein 2:0 gegen Meister Basel, YB steht im Cupfinal, es wird geschrien, geherzt und gehüpft.

In der Gefühlswelt des Jean-Pierre Nsame müssen gerade ziemlich gegensätzliche Dinge vonstattengehen. Mit seiner Mannschaft ist er äusserst erfolgreich, am Dienstag hüpft er zaghaft mit vor der Kurve, aber viel lieber würde er, Jean-Pierre Nsame, neun Ligatore und drei Assists, jetzt ebenso dampfend und euphorisiert Auskunft geben wie seine Mitstreiter. Der YB-Angreifer hat 2018 bislang kaum Chancen bekommen, sich zu bewähren. 17 Minuten dauerte sein längster Ernstkampf gegen Sion, im Cup gegen Basel oder im Derby gegen Thun liess ihn Trainer Adi Hütter während 90 Minuten auf der Bank sitzen.

«Einfach ist das nicht, als Stürmer willst du spielen, und es ist dir bewusst, dass es weniger Möglichkeiten gibt als im Mittelfeld», sagt Stéphane Chapuisat. Von der Bank aus hat er als Stürmer jeweils selten Spiele verfolgt, gibt er zu. «Aber ich weiss, wie es ist, wenn du dich gut fühlst und einen Lauf hast.»

Auf der Ersatzbank gelandet

Und dass der Kameruner Nsame sich gut fühlt und einen Lauf hat, darauf konnte man zwischenzeitlich schon mal schliessen. Vergangenen November zeichnete er mit Roger Assalé für fast die Hälfte aller YB-Tore verantwortlich, noch zur Winterpause war Nsame zusammen mit Thuns Simone Rapp bester Torjäger der Liga – doch nicht nur bei Rapp ist nach seinem Wechsel zu Lausanne kein Treffer mehr hinzugekommen.

Dass Nsame aus der Startelf fiel, hat natürlich einen Grund, und dieser Grund ist ziemlich gross und populär in Bern. Guillaume Hoarau ist wieder in starker Form, in den letzten fünf Partien hat er immer getroffen, gegen Thun und Lausanne jeweils gar zweimal. Einen Torjäger mit diesem Lauf kann kein Trainer auf der Bank sitzen lassen, und weil Nsame und Hoarau ähnliche Spielertypen verkörpern, zieht der Kameruner derzeit den Kürzeren gegenüber dem formstarken Franzosen. «Beide passen gut zu Assalé, der sich öfter mal zurückfallen lässt», erklärt Chapuisat, heute Chefscout, vormals Stürmertrainer.

«Als Stürmer willst du spielen, und es ist dir bewusst, dass es weniger Möglichkeiten gibt als im Mittelfeld.»
Stéphane Chapuisat


Um nach Bern zu gelangen, hatte Nsame vergangenen Sommer viele Register gezogen. Bei seinem vormaligen Club Servette verweigerte er vor Saisonbeginn gar das Mannschaftstraining, um zu zeigen, wie ernst es ihm mit einem Wechsel ist. Sportchef Christoph Spycher feilschte mit den Genfern lange um den Preis des Stürmers. 23 Tore hat er zuvor für Servette erzielt, die Young Boys versprachen sich vom Topskorer der Challenge League eine unbeschwerte Komponente mehr im Angriff. Der 24-Jährige schien sich auf Anhieb wohlzufühlen, erzielte bereits in seinem ersten Einsatz gegen GC ein Tor. Und liess 8 weitere folgen.

Offenes Torjäger-Rennen

Nach seiner besten Zeit im YB-Dress musste Nsame bald einmal einem Stürmer Platz machen, an dem er sich selber schon lange orientiert. Bereits im Winter 2016, bei der Ehrung der besten Spieler der Liga, sagte der damalige Servettien Nsame über Hoarau: «Er ist mein Vorbild.» So also landete der Kameruner auf der Bank. Und in Bern haben sie ja mit Jokern ziemlich gute Erfahrungen gemacht: Der verehrte Seydou Doumbia erzielte 2008 in seiner ersten Saison bei YB fast die Hälfte seiner Tore als Ersatzspieler.

Nsame aber traf nicht mehr. Seit seinem spektakulären Ausgleich beim 1:1 im November in Basel wartet er auf ein Tor. Und jetzt die vielen Minuten als Zuschauer. Nsame schweigt gern, das tut er derzeit auch gegenüber den Medien. Trainer Hütter rotiert im zweiten Halbjahr, wo die Young Boys kaum noch Partien unter der Woche bestreiten, bedeutend weniger. Immerhin hat der Österreicher im Herbst gezeigt, dass er sich auch nicht scheut, Hoarau auf die Bank zu setzen, als dieser nach seiner Verletzung nicht auf Touren kam. Das Gefüge bei YB scheint intakt.

«Ich weiss, wie es ist, wenn du dich gut fühlst und einen Lauf hast.»
Stéphane Chapuisat


Und so wird sich Nsame auch in den nächsten Partien seine Einsatzminuten hart erkämpfen müssen. Beim dominierenden YB gibt es ja viele Anwärter auf die Torjägerkrone: Hinter dem formstarken Miralem Sulejmani (10 Tore) liegen Assalé und Nsame mit je 9, dann folgt Hoarau mit 7 Treffern.

Eine erste Chance könnte sich Nsame morgen gegen Lugano bieten. Erneut meldete YB einen Einsatz von Hoarau wegen einer Fussprellung als fraglich. Bereits vor dem Cuphalbfinal gegen Basel liessen die Berner den Gegner lange Zeit im Ungewissen, ob der Mann der Stunde spielen kann. Die Pause des einen wäre eine Gelegenheit für den andern. Der Schattenmann käme in der Sonnenstube zu einer Chance auf die Renaissance.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/30313116

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 Betreff des Beitrags: Re: (18) Jean-Pierre Nsamé
 Beitrag Verfasst: Dienstag 6. März 2018, 10:15 
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YB-Nsames Kampf um die Torjägerkrone

«Ich tausche meine Tore gerne gegen zwei Pokale»

Der Mann war Torschützenleader. Doch die Rückkehr von Guillaume Hoarau hat ihn zum Statisten degradiert. Jetzt ist Jean-Pierre Nsame zurück. Und wie!

2, 12, 0, 17. Dazu null beim 4:2 im Cup gegen Basel. Die Einsatzminuten wurden dem Topskorer der Vorrunde (9 Tore) von Trainer Adi Hütter in homöopathischen Mengen verabreicht. Dennoch motzte er nie. Machte bereitwillig Hoarau Platz, der sich vollständig von seinen Oberschenkelproblemen erholt hatte.

Motzen durfte der Kamerun-Franzose ohnehin nicht: AirFrance machte in vier Spielen sechs Tore und ebnete YB mit dem 1:0 gegen den FCB den Weg in den Cupfinal. Ein Wahnsinnsschnitt!

Doch nun drückte den Franzosen der Knöchel. Hütter entschied sich dafür, ihn im Tessin zu schonen. So durfte Nsame endlich mal wieder von Beginn weg ran. Zehn Minuten brauchte er, um vom Flop von David Da Costa zu profitieren. Die beiden weiteren Tore bis zum 3:1 bereitete er vor. Top!

«Das war ein gutes Spiel für mich. Ich war gut, habe für die Mannschaft gearbeitet. Das ist das Wichtigste. Ob nun Gui, Roger (Assalé, die Red.) oder ich spielen – die Mannschaft steht über allem!»

Aber natürlich findet er es cool zu spielen und zu treffen: «Die Kollegen hatten mir geraten nachzusetzen. Das habe ich getan. Ich danke Gott dafür, dass ich getroffen habe. Fürs Selbstvertrauen ist das natürlich gut.»

Und wer holt nun die Torjägerkrone? Die Ausgangslage ist wohl einmalig: Drei YB-Stürmer stehen ganz oben, alle mit zehn Toren: Sulejmani, Assalé und Nsame. Nicht weit dahinter lauert Hoarau mit sieben Toren. «Ich tausche meine Tore gerne gegen einen Pokal ein, gegen zwei Pokale. Das wird dann die Krönung einer sehr schönen Saison sein.»

Und was sagt der Chef? Hütter: «Jean-Pierre kennt seine Rolle ganz genau. Er weiss, wofür er da ist: Der Backup von Gui zu sein. In Lugano war er sehr stark.»


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 70849.html

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 Betreff des Beitrags: Re: (18) Jean-Pierre Nsamé
 Beitrag Verfasst: Freitag 20. April 2018, 10:16 
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 Betreff des Beitrags: Re: (18) Jean-Pierre Nsamé
 Beitrag Verfasst: Samstag 12. Mai 2018, 23:36 
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Nsamés Last-Minute-Tor zum Titel

Jean-Pierre Nsamé schiesst YB in der 89. Minute mit dem 2:1 gegen Luzern zum ersten Meistertitel seit 32 Jahren.

https://www.srf.ch/play/tv/sportlive/vi ... 5cd6e895a7


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 Betreff des Beitrags: Re: (18) Jean-Pierre Nsamé
 Beitrag Verfasst: Sonntag 13. Mai 2018, 00:41 
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Nsame: «Das ist verrückt»

Der YB-Meisterschütze in Interview nach dem Spiel gegen Luzern.

https://www.srf.ch/play/tv/sportlive/vi ... c3517420af


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 Betreff des Beitrags: Re: (18) Jean-Pierre Nsamé
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 27. September 2018, 09:28 
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 Betreff des Beitrags: Re: (18) Jean-Pierre Nsamé
 Beitrag Verfasst: Samstag 2. Februar 2019, 17:34 
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Der Wind hat gedreht

YB startet gegen Xamax in die Rückrunde der Super League – mit 19 Punkten Vorsprung und der besten Bank der Liga im Rücken. Dass dort noch immer Jean-Pierre Nsame sitzt, ist eine Überraschung.

Marc Janko war am Ende so einer, Albian Ajeti zu seinen Anfangszeiten. Seydou Doumbia, auch an seiner zweiten Schweizer Station. Der FC Basel hatte alles, Geld, Macht, die Titel in seinem Besitz – auch, weil er sich stets eine exklusive Bank leistete, auf der manch ein Nationalspieler, zuweilen auch ein Walter Samuel noch Platz nahm.

Es ist 2019, der Wind hat gedreht. An diesem Januarmorgen weht er scharf durchs Stade de Suisse, YB trainiert bei Schneefall, der Leader, der auch Meister ist und es wohl auch bleibt. Durch die Flocken marschiert Jean-Pierre Nsame, er lacht und kann vermelden: «Ich bin vorzüglich ins Jahr gestartet.»

Dass Nsame vor dem Rückrundenauftakt gegen Xamax so guter Dinge ist, dass er überhaupt noch bei YB weilt, ist nicht ganz selbstverständlich. Der Kameruner hätte Grund für einen Wechsel gehabt: bei jedem anderen Club in der Super League wäre er Stammspieler, nur bei den Young Boys kam er in der Liga nur gerade siebenmal von Beginn weg zum Einsatz.

Aber weil er dabei und in den sieben Joker-Einsätzen eben auch siebenmal getroffen hat, weil seine Frau und die gemeinsame Tochter wieder bei ihm in der Schweiz weilen, ist Nsame glücklich. «Ich fühle mich befreit in meinem Kopf. Das ist auch ein Verdienst meines Umfelds», sagt er.

Im Schatten des Mentors

Es ist eines, an das er sich erst gewöhnen musste. Im Mai 2017 stiert er seinen Wechsel von Servette zu YB durch, boykottiert auch mal das Training. Nebenher beschäftigt ihn eine Misshandlungsklage: Nsame soll sein Kind als Baby geschüttelt haben, später wird er freigesprochen. Aber erst einmal: Gegenwind. Dann kommt Nsame nach Bern, legt gut los, muss sich aber im Meisterfrühling 2018 trotz historischem Tor beim letzten Schritt zum Titel oft hinten anstellen.

Roger Assalé steht ihm vor der Sonne und immer wieder auch sein Vorbild, «mein Mentor»: Guillaume Hoarau. Ihn bewundert er schon an der Liga-Award-Show 2017, als er gemeinsam mit Hoarau auf der Bühne steht und die Auszeichnung als bester Spieler des Jahres 2016 entgegennimmt – der eine in der Challenge, der andere in der Super League.

Heute sind die beiden Teamkollegen, doch allzu oft sind sie noch nicht zusammen aufgetreten. Assalé/Hoarau hiess das prägende Duo im YB-Angriff in den letzten Monaten, war Hoarau verletzt, vertrat ihn Nsame, aber zusammen standen sie in der Vorrunde erst einmal von Beginn weg auf dem Platz: im Cup gegen Nyon (1:0). «Ich sehe uns sowieso eher als Trio. Nur, dass halt nicht alle drei zusammen auf dem Platz stehen können», sagt Nsame.

Es scheint, als erhalte Nsame bei YB immer just so viel Auslauf, wie es braucht, damit er sich noch wohl fühlt. Meistertrainer Adi Hütter und Leadercoach Gerardo Seoane sind in ihrer Kommunikation ähnlich veranlagt, und sie verstanden es offenbar, den Kameruner bei Laune zu halten. «Ich bin bei YB zum Teamplayer gereift», meint er selber.

«Er ist ein spezieller Fall. Er ist der Typ Stammspieler, vom Potenzial, von der Veranlagung her.»
Gerardo Seoane, YB-Trainer


Seoane sagte über seinen Stürmer noch im November, als Guillaume Hoarau kurzfristig ausfiel: «Jean-Pierre ist ein spezieller Fall. Er ist der Typ Stammspieler, vom Potenzial, von der Veranlagung her. Nur haben wir auf dieser Position zwei Ausnahmespieler.» Wäre es nicht der schon zu Aktivzeiten zur Vereinsikone gereifte Hoarau, der ihn verdrängt, dürfte sich die Diskussion um seine Einsatzzeiten um einiges lebhafter gestalten.

Das Angebot von Frosinone

Von der Berner Bank kommt viel Gefahr. Von Nsame, der im Durchschnitt 102 Minuten pro Tor benötigt und damit in der Liga unter den fünf besten Torschützen nur von Hoarau (13 Tore, 75 Minuten pro Tor) überflügelt wird. Von Nicolas Ngamaleu, der in dieser Vorrunde mit zwölf Startelfeinsätzen gar einen kleinen Schritt zum Stammspieler gemacht hat und auch schon auf fünf Tore kommt. Oder auch von Thorsten Schick, der in elf Einsätzen vier Treffer vorbereitete – und in den nächsten Wochen den Part des verletzten Kevin Mbabu auf der rechten Abwehrseite übernehmen wird.

Auch die YB-Joker waren in der eben abgeschlossenen Transferphase ein Thema bei anderen Clubs. Nsame hatte ein Angebot von Frosinone Calcio aus Italien. Ernsthaft darüber nachdenken musste er nicht – das Gespräch habe etwa eine Viertelstunde gedauert. «Warum sollte ich jetzt weg von hier?», sagt er und lacht.

Es ist 2019, der Wind hat gedreht. Jean-Pierre Nsame spürt ihn längst im Rücken.


https://www.derbund.ch/sport/fussball/D ... y/21763327

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 Betreff des Beitrags: Re: (18) Jean-Pierre Nsamé
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 6. März 2019, 12:15 
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06.03.2019

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Der Meisterheld 2018 und seine Luzerner Erinnerungen

Seoane erwartet von Nsame die nächste Explosion

Jean-Pierre Nsame hat sich mit seinem Tor zum Meistertitel 2018 gegen Luzern unsterblich gemacht. Seither ist jedes Spiel gegen die Innerschweizer ein ganz Spezielles. Auch heute im Cup-Viertelfinal (18 Uhr)?

Jeder Berner Fan erinnert sich an den 28. April 2018 und an die 89. Minute. Und jeder Berner, der nicht im Stadion war, erinnert sich noch haargenau, wo er an diesem Abend war. So wie an Mauerfall oder 9/11. Nsame hat für einen Moment für die Ewigkeit gesorgt.

Mittlerweile ist das bald ein Jahr her und YB wird wieder Meister werden. Die Eruption wird beim zweiten Mal nicht mehr so gewaltig sein. Aber es gibt da ein neues Datum, das sich die YB-Fans in ihr Herz einbrennen wollen, das für ein Erdbeben sorgen soll: Den 19. Mai 2019. Dann steigt der Cupfinal. In Bern.

Den Wettbewerb, den YB nun seit 32 Jahren nicht mehr gewonnen haben. Wie 2018 die Meisterschaft. Den Cupfinal verloren sie damals gegen den FCZ. Und das schmerzt immer noch!

«Es tut immer noch sehr weh»

«Wir wollen diese Enttäuschung unbedingt ausradieren», sagt Nsame. «Es tut immer noch sehr weh.» YB fehlten damals ein, zwei Prozent, um der Favoritenrolle gerecht zu werden. Wohl den Meister-Festivitäten geschuldet.

Nsame: «Wenn nur ein kleines Bisschen fehlt, reicht es nicht. Wir hatten uns sehr gut vorbereitet. Aber unterbewusst waren wir wohl immer noch ein wenig im Festmodus.»

Das wird 2019 anders sein. Doch zuerst müssen zwei Hindernisse auf dem Weg geräumt werden. Das erste in der Innerschweiz. «Immer, wenn ich gegen die Luzerner spiele, kommt dieses Bild vom 28. April hoch. Das ist unausweichlich. Dieses Spiel werde ich nie vergessen.»

Aber, und dann wechselt Nsame in die Gegenwart: «Es ist nicht dasselbe Datum. Nicht derselbe Ort. Nicht dieselben Spieler. Was gleich bleibt: Es wird das wichtigste Spiel des Jahres sein! Ohne Sieg in Luzern können wir diese Finalkorrektur nicht vornehmen.»

Im Oktober gabs die einzige Niederlage

Dazwischen hat YB schon zweimal gegen den FCL gespielt. Zuerst gabs im August ein 3:2 in Luzern. Und dann, am 6. Oktober, die einzige Saisonniederlage: 2:3. Nsame erinnert sich: «Als ich nach einer Stunde reinkam, sagte mir Guillaume Hoarau: Hey, das ist DEIN Gegner. Gegen die triffst du.»

Gesagt, getan: In der 79. Minute markiert Nsame das 2:1. Dass dann die Luzerner in den letzten zehn Minuten noch zwei Mal trafen, war in Hoaraus Drehbuch nicht vorgesehen…

Apropos Hoarau: Der ist seit ein paar Wochen verletzt out, könnte heute aber erstmals wieder auf der Bank sitzen. Ihn vertrat Nsame exzellent. Einzig die Torausbeute ist mangelhaft.

«Er hat sich stetig gesteigert», sagt Trainer Gerry Seoane über den Kameruner. «Er hat eine sehr gute Bindung zum Team und zu Sturmpartner Roger Assalé entwickelt. Zudem hat er eine grosse Opferbereitschaft. Er hat unglaubliche Qualitäten vor dem Tor hat, erzielt er zu wenig Skorerpunkte und Tore. Da erwarte ich eine Explosion!»

Also vielleicht doch wieder eine Explosion gegen Luzern?


https://www.blick.ch/sport/fussball/cup ... 02227.html

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 Betreff des Beitrags: Re: (18) Jean-Pierre Nsamé
 Beitrag Verfasst: Samstag 16. März 2019, 23:57 
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YB-Stürmer Nsamé wieder in Kameruns Nationalelf

Die guten Leistungen von Jean-Pierre Nsamé haben dem 25-jährigen Torjäger ein weiteres Aufgebot für die kamerunische Nationalmannschaft beschert.

Der 25-Jährige bestritt bislang ein Spiel für die unbezähmbaren Löwen. Dies war im September 2017 der Fall. Jetzt hat Nationaltrainer Clarence Seedorf den YB-Stürmer für das abschliessende Spiel in der Afrika Cup-Quali am 23. März gegen die Komoren aufgeboten. Nsamé könnte zu seinem zweiten Länderspiel kommen.

https://www.4-4-2.com/super-league/yb-b ... ot-kamerun


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