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 Betreff des Beitrags: Fredy Bickel - Sportchef
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 28. November 2012, 17:44 
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Blick schreibt das der neue Sportchef von YB Freddy Bickel heisst.


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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 28. November 2012, 18:01 
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Alte Liebe rostet nicht

FCZ-Bickel neuer Sportchef bei YB

Fredy Bickel wird neuer Sportchef bei den Young Boys. Er verlässt den FCZ per sofort.

«Fredy Bickel ist in ungekündigter Stellung beim FCZ», sagte FCZ-Boss Ancillo Canepa gestern noch zuversichtlich. Heute hat Bickel bereits bei YB unterschrieben. Die Abgangsmodalitäten wurden gestern Mittag zwischen Bickel und Canepa ausgehandelt.

Die Young Boys haben um 19 Uhr zu einer Medienkonferenz geladen. Das Thema: «Neuer Sportchef bei YB». Dabei handelt es sich um Bickel, wie blick.ch weiss.

Fredy Bickel kam Ende 2003 als Sportchef zum FCZ. Er gilt als Baumeister der erfolgreichen FCZ-Teams Ende der Nullerjahre. Unter Bickel gewann der Zürcher Stadtklub 2006, 2007 und 2009 die Meisterschaft. 2005 wurde der FCZ Cupsieger. Zuvor hatte Bickel bereits erfolgreich bei den Young Boys gearbeitet.


http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... 21746.html

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 28. November 2012, 18:13 
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Welcome back Fredy!

Ich hoffe Du kriegst den Laden hier in Bern wieder in den Griff!


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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 28. November 2012, 18:47 
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Was eine Aussage von Fringer in einem Interview für das SF für Auswirkungen haben kann. :wink:


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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 28. November 2012, 19:34 
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YB stellt neuen Sportchef vor

Fredy Bickel zu den Young Boys

Nach knapp neun Jahren wird Sportchef Fredy Bickel den FC Zürich verlassen und zu den Young Boys wechseln. Mit dem FCZ wurde Bickel als Sportchef dreimal Meister (2006, 2007, 2009) und einmal Cup-Sieger (2005).

Nachdem der FCZ-Präsident Ancillo Canepa die Entlassung von Rolf Fringer gestern Dienstag in Abwesenheit Bickels kommuniziert hat, konnte bereits erahnt werden, dass der Sportchef dem FC Zürich nicht mehr lange erhalten bleibt. Nun wird es immer offenkundiger: Fredy Bickel dürfte neuer Sportchef der Young Boys werden.

Die Berner künden für heute Mittwoch um 19 Uhr die Bekanntmachung des «neuen Sportchefs» an. Es ist davon auszugehen, dass es sich dabei um Bickel handelt, der bereits von 1999 bis 2003 als CEO für die Young Boys tätig war.

Nachfolger von Fredy Bickel als FCZ-Sportchef soll auf Anraten Bickels Massimo Rizzo werden. Der 38-Jährige war bisher Assistent des Sportchefs und spielte früher beim FCZ Fussball. Ausserdem gab der Stadtklub bekannt, dass Hans Ziegler aus persönlichen Gründen von seiner Funktion als Verwaltungsratsmitglied im FC Zürich zurücktritt.


http://www.nzz.ch/aktuell/sport/fussbal ... 1.17856211

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 28. November 2012, 20:10 
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härzlech willkomme zrügg bi dineri aute liebi. hoffe s'chunnt guet!


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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 29. November 2012, 02:09 
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YB-Flash: Fredy Bickel, der neue YB-Sportchef




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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 29. November 2012, 10:26 
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Die nächste Herzenssache

Warum Sportchef Fredy Bickel den FC Zürich verlässt und ab dem 1. Januar bei den Young Boys etwas vollenden will.

Fredy Bickel lächelt verschmitzt neben Ancillo Canepa. Es ist ein Bild, das an einer Wand des Restaurants Hornegg im Seefeld hängt, ein Bild aus der Vergangenheit beim FC Zürich, aus glücklichen Tagen, die gar nicht so fern sind. Bickel sitzt an diesem Mittwochmittag im Hornegg, er ist oft hier, es ist sein Lokal in Zürich, einmal ist er schon mit dem Meisterpokal gekommen, um mit Freunden zu feiern, doch jetzt ist seine Gefühlswelt eine andere. Er ist nachdenklich, übermüdet. Viele wollen ihn auf dem Handy erreichen oder schreiben irgendeine Nachricht, manchmal, wenn der Anrufer ganz wichtig ist, meldet er sich und verschwindet in eine ruhige Ecke.

Es ist früher Nachmittag, als er aus Bern hört: Abends um sieben ist die Medienkonferenz im Stade de Suisse, Bickel wird als neuer Sportchef der Young Boys vorgestellt. «Die Drähte sind heiss gelaufen», sagt YB-Vereinspräsident und Verwaltungsrat Werner Müller, «die Gespräche verliefen aber in freundschaftlicher Atmosphäre, und am Ende gab es ein finanzielles Entgegenkommen.» YB zahlt also, damit Bickel seinen Vertrag auflösen und in Bern am 1. Januar 2013 beginnen kann. Bickel hat Mühe, als er von der Entschädigung erfährt und schüttelt immer wieder den Kopf. Wie hoch die Summe ist, haben YBVerwaltungsrat Andy Rihs und FCZPräsident Canepa miteinander ausgehandelt. Es soll geheim bleiben.

Der Druck aus dem FCZ-VR

Die Zahlung ist für Fredy Bickel das unschöne Ende einer Herzensangelegenheit, wie es das immer ist bei ihm. Bei ihm, dem das Zwischenmenschliche so wichtig ist, der sagt: «Ich gebe Vertrauen, aber ich muss auch Vertrauen spüren, nur dann kann ich gut arbeiten.»

Dieses Vertrauen spürte er beim FCZ seit einiger Zeit nicht mehr. Die letzten Monate seien an die Substanz gegangen, «ich kann nicht damit leben und umgehen, dass neben mir Leute im Verein sind, die gegen mich sind». Bickel spricht von den Verwaltungsräten Tsionas, Greber und Ziegler, der gestern, wie zuvor schon Greber, zurückgetreten ist. Mehrmals, zuletzt vor zehn Tagen, haben sie Bickel gedrängt, er solle seinen Vertrag Ende November und ohne Ansprüche auflösen. Canepa wusste davon, war einmal bei diesen Gesprächen selber dabei, habe Bickel aber danach immer gesagt: «Bleib ruhig, ich habe alles im Griff.»

Bickel spürte die Unterstützung von Canepa, aber es ist typisch für ihn, wenn er auch sagt: «Ich kann mich nicht nur auf den Kopf verlassen, mein Bauchgefühl ist auch wichtig.» Und dieses sagte ihm: Die Unruhe im Verein ist zu gross und verhindert ein Arbeiten, wie es in dieser sportlichen Krise nötig wäre. Die «ungute Luft», wie er auch sagt, hat ihn «kaputt» gemacht. Deshalb teilte er Canepa vor wenigen Tagen und in einer der zuletzt vielen Nächte fast ohne Schlaf gegen 3 Uhr mit, dass er zurücktrete und das Gespräch mit Clubs aufnehme, die sich zuletzt bei ihm gemeldet hätten.

Die YB-Geschichte ohne Ende

Zu diesen Clubs gehörte Luzern. Oder Austria Wien. Oder eben YB. Dass Bickel nun nach Bern geht, ist die Folge seiner Vergangenheit. Er war schon einmal dort. Als er kam, Ende 1999, stand YB auf dem zweitletzten Platz der NLB. Als er ging, gehen musste Ende 2002, war der Club längst wieder in der höchsten Liga.

Bickel erinnert sich gern zurück – zumindest an die schönen Tage. An die WG in einem kleinen Studio mit Trainer Schällibaum und Assistent Gämperle. An die Freunde, die er gewonnen hat. Zu diesen Freunden gehört Werner Müller, früher wesentliche Figur beim Bau des Stade de Suisse und heute YB-Vereinspräsident. Zu diesen Freunden gehört nicht Peter Jauch. Der damalige Vertreter der Stadion- und YB-Geldgeber hatte Bickel wegen Urkundenfälschung und ungetreuer Geschäftsbesorgung angezeigt.

«Unschön entsorgt» worden sei er, so sagt es Bickel und spricht auch vom «Krieg zwischen Jauch und mir». Die Art des Abschieds hat bei ihm «tiefe Spuren» hinterlassen. YB ist für ihn seither «eine Geschichte, die noch nicht abgeschlossen ist, ich trage sie seit Jahren mit mir herum».

Die Anzeige von Jauch hat Bickel in einem Ordner abgelegt wie die Polizeirapporte und die Mitteilung über die Verfahrenseinstellung, weil die Untersuchungsbehörden kein strafbares Verhalten Bickels hatten feststellen können. Er zog den Ordner wieder aus dem Regal, bevor er sich zu einem Gespräch mit Andy und Hansueli Rihs traf, den wichtigsten YB-Verwaltungsräten und Geldgebern. Die Gebrüder wollten genau wissen, was sich damals zugetragen hat. Und nachdem sie sich durch die Papiere gearbeitet hatten und überzeugt waren von Bickels Unschuld, signalisierten sie schnell, dass sie den 47-Jährigen unter Vertrag nehmen möchten.

Offenbar waren sie von Bickel auch deshalb angetan, weil er beim Erzählen über die FCZ-Krise selbstkritisch mit sich umging. Er suchte die Schuld nicht beim zerrütteten Verwaltungsrat. Bickel findet, er habe sich in den vergangenen Wochen zu wenig nahe an der Mannschaft bewegt. Er sei von den personellen Problemen auf der Führungsebene so absorbiert gewesen, dass er die Strömungen im Team nicht mehr habe spüren und den am Montagabend entlassenen Trainer Rolf Fringer nicht so habe unterstützen können, wie er es selbst von sich erwartet. Es sei ihm auch nicht gelungen, aus allen Beteiligten beim FCZ wieder ein Team zu machen.

Bei seinem zweiten Anlauf in Bern startet Bickel nun nicht mit bereits fixierten Zielen, weil er gelernt hat, dass sich im Profifussball der Erfolg nicht planen lässt. Im «sehr guten» Kader, der stimmigen Infrastruktur, dem hohen Publikumsinteresse und der Clubführung sieht er aber ein «gutes Fundament» für erfolgreichere Zeiten im Verein, der seit 1986 ohne Meistertitel ist.

Das Lied von Edith Piaf

Es sind für ihn hektische Tage in diesem Herbst. Und nur einmal hat Fredy Bickel für sich etwas Ruhe gefunden, vor wenigen Wochen, als er nach Paris reiste, wie er das jedes Jahr einmal tut, und das Grab von Edith Piaf besuchte. Die französische Chansonnière bewundert er, er gehört zur «Association des amis d’Edith Piaf». Sie sei immer ihren Weg gegangen und habe sich nie blenden lassen, sagt Bickel. Er möchte am Ende seiner Karriere auch einmal sagen können: «Non, je ne regrette rien.»


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/24220698

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 29. November 2012, 17:49 
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Fredy Bickel neuer YB-Sportchef

Der bisherige FCZ-Sportchef Fredy Bickel wechselt zu den Young Boys. Der 47-Jährige wird bei den Bernern Nachfolger des vor Monatsfrist entlassenen Ilja Kaenzig.

Fredy Bickel unterzeichnete bei YB einen Vertrag ab 1. Januar 2013. Die Berner einigten sich nach eigenen Angaben mit dem FC Zürich über die Abgangsmodalitäten. Gegenüber dem FCZ habe man «im Zeichen einer Geste» finanzielles Entgegenkommen gezeigt. Über die Höhe der Ablösesumme sei Stillschweigen vereinbart worden.

«Es ist grossartig, dass mir YB eine Chance gibt», sagte Bickel im Interview mit SRF. Die Schlussphase seiner Tätigkeit beim FC Zürich nannte er «keine einfache Zeit. Insgesamt überwiegen aber die guten Jahre».

YB-Präsident: «Wunschkandidat»

YB-Präsident Werner Müller sprach von einem «Wunschkandidaten»: Bickel kenne YB sowie den nationalen und internationalen Fussball bestens. Nicht zuletzt dank Bickel und Chefscout Stéphane Chapuisat verfüge YB über grosse Fussballkompetenz. «Wir sind überzeugt, dass sich Bickel und Chapuisat sehr gut ergänzen werden», sagte Müller.

Die Führung des FC Zürich wollte sich nicht näher zu Bickels Abgang äussern. Bickel selbst sagte, er habe FCZ-Präsident Ancillo Canepa seinen Wechselwunsch «vor noch nicht langer Zeit» übermittelt. Neben YB habe er noch «ein, zwei andere Angebote» gehabt.

Rückkehr nach knapp 10 Jahren

Bickel wagt damit nach 9 erfolgreichen Jahren beim FCZ (3 Meistertitel, 1 Cupsieg) eine Rückkehr zu YB: Er war bereits von 1999 bis 2002 als Geschäftsführer für die Berner tätig gewesen. In dieser Zeitspanne gelang den Bernern der Wiederaufstieg in die damalige Nationalliga A. Davor war Bickel auch schon für GC und die UEFA engagiert.

Der bisherige YB-CEO Kaenzig hatte seinen Posten vor einem Monat im Zuge der Umstrukturierungen bei YB (Trennung von geschäftlicher und sportlicher Führung) räumen müssen. Er hatte das Amt als CEO seit 2010 ausgeübt.


http://www.sport.sf.tv/Nachrichten/Arch ... -Sportchef

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 29. November 2012, 17:50 
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Das Ende einer Ära im FCZ

Nach dem Wechsel von Sportchef Fredy Bickel zu den Young Boys, steht dem FCZ-Präsidenten Ancillo Canepa eine schwierige Zeit bevor.

Fredy Bickel war der instinktsicherste Sportchef der Schweiz. Zumindest während ein paar Jahren, als er gemeinsam mit dem Trainer Lucien Favre den FC Zürich aus jahrzehntelangem Misserfolg befreite. Der FCZ war damals ein leidenschaftlich leidender Verein, ein melancholischer Klub, der sich ans Verlieren gewöhnt hatte und dieses Image kultivierte.

Nun verlässt Bickel nach neun Jahren den FCZ, der sich in dieser Zeit verändert hat: Er erwachte, wurde erfolgreich und droht heute wieder dorthin zurückzufallen, woher er gekommen war. Auch Bickels Aura hat zuletzt gelitten, aber etwas kann man ihm nicht absprechen: Er prägte im FC Zürich eine Ära mit und gewann seit 2003 drei Meistertitel.

Vielleicht kommt Bickels Abschied zu spät, weil zuletzt alles etwas morsch geworden ist – der Klub, die Mannschaft, die persönlichen Beziehungen, die ihm immer so wichtig waren, weil er harmoniesüchtiger ist als andere in diesem Geschäft. Für den FCZ war das zwiespältig: Einerseits bekam der Klub durch Bickel ein menschliches Gesicht, andererseits stand er sich mit seiner Sensitivität oft selber im Weg.

Bickel von Machtkämpfen abgenutzt
Das lässt sich auch an seiner Transferpolitik und der letzten Trainerwahl ablesen: Sie menschelte. Der entlassene Trainer Rolf Fringer war sein Freund; und an Spielern, die er mochte, hielt er manchmal zu lange fest. Bickel kann durchtrieben sein, um seine Interessen durchzusetzen. Aber selbst dies tut er mit Charme. Hart und kalt ist er nicht.

Man kann Bickel vorwerfen, er verlasse den FCZ mitten in einer Krise, aber er wäre vermutlich nicht mehr fähig gewesen, sie zu lösen. Dass die finanziellen und sportlichen Perspektiven bei den Young Boys besser sind, ist unstrittig. Aber es ist nicht nur ein opportunistischer Entscheid, der ihn nach Bern ziehen lässt. Bickel ist vor allem im letzten Jahr Zürich-müde geworden, abgenutzt in vielen Machtkämpfen.

Dass Bickels Meinung bei der Freistellung Fringers erneut nicht angemessen berücksichtigt wurde, war nur das letzte Puzzleteil, das ihm klarmachte: Es geht nicht mehr. Hans Ziegler, ein Kritiker Bickels im FCZ-Verwaltungsrat, schied am Dienstag zwar aus dem Gremium aus. Aber da war es zu spät. Der FCZ hatte zu lange zugeschaut, wie Bickel schleichend zuerst Einfluss und dann die Lust verlor.

Canepa kommentiert Bickels Abgang nicht
Bickel hatte dem Präsidenten Ancillo Canepa bereits in der Nacht auf den letzten Sonntag mitgeteilt, dass er den FC Zürich verlassen werde. Canepa lehnte zunächst ab, Bickel gehen zu lassen. Einer Vertragsauflösung wollte er nicht zustimmen. Es ist offensichtlich, warum: Canepa verliert den wichtigsten Angestellten in Sportfragen. Aber gegen seinen erklärten Willen lässt sich niemand am Arbeitsplatz halten. Es heisst, Bickel und Canepa hätten sich zwar nicht zerstritten. Aber zumindest Enttäuschung bleibt beim Präsidenten zurück. Vermutlich hat es Canepa deshalb unterlassen, die wichtigste Personalfrage des FCZ der letzten Jahre zu kommentieren.

Spätestens jetzt hat die schwierigste Zeit in Canepas sechsjähriger Amtsperiode begonnen. Es ist eine Zeit, in der er zunehmend einsamer wird. In den letzten Tagen sind mit Gregor Greber und Ziegler zwei Verwaltungsräte zurückgetreten; der FCZ steht ohne Trainer und ohne Sportchef da. Die einzige Konstante ist Canepa. Und wenn er sich seinen FC Zürich nun ansieht, muss er merken: Es geschieht genau, was er eigentlich immer hatte verhindern wollen. Der FCZ ist von Canepa und seinem Geld mehr abhängig denn je.

Der Präsident hatte angekündigt, aus dem FC Zürich einen selbsttragenden Verein zu machen. Davon ist er weit entfernt. Die Strukturen sind zwar viel professioneller und teurer als früher. Aber zuoberst steht wieder ein Präsident, der Finanzlöcher stopfen muss. In der zwanzigjährigen Amtszeit des Präsidenten Sven Hotz war das nicht anders. Aber es war nie Canepas Absicht, zu einem Mäzen wie Hotz zu werden. Er tut es aus der Not heraus.

Der FCZ weit von Canepas Vision entfernt
Es ist Canepa hoch anzurechnen, dass er gemeinsam mit seiner Frau viel Privatgeld in den FCZ investiert, dass er ohne Lohn für den Verein arbeitet. Das alles müsste er nicht tun. Prestigegründe allein genügen nicht, um zu erklären, warum er immer noch FCZ-Präsident ist. Es mag romantisierend klingen, doch der FC Zürich ist eine Herzensangelegenheit für ihn. So führt er ihn auch. Er hat ein Bewusstsein dafür entwickelt, dass ein Fussballklub keine Firma ist. Und er ist bereit, dafür zu zahlen.

Canepa hat sich zuletzt oft geirrt, vor allem mit den Trainern. Er war nicht allein, auch Bickel hatte sich in Fringer und Urs Fischer getäuscht. Canepa sah in ihnen etwas, was sie nicht mehr waren oder nicht sein konnten. Fringer war nicht mehr der Erfolgstrainer von früher. Und Fischer ist nicht der Coach, der sein Naturell verändern kann. Doch darauf hatte Canepa vertraut. Seine Menschenkenntnis liess ihn im Stich.

Canepa hat ein Bild, dem er unablässig hinterherrennt, seit Jahren schon. Es ist die Vorstellung vom idealen, erfolgreichen FCZ, der in einer fussballbegeisterten Stadt spielt. Es muss anstrengend sein, ständig den Graben zwischen Realität und Wunschtraum zuzuschütten.


http://www.nzz.ch/meinung/kommentare/da ... 1.17857189

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