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(43) Kevin Mbabu
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Seite 3 von 6

Autor:  shalako [ Freitag 16. Juni 2017, 09:38 ]
Betreff des Beitrags:  Re: (43) Kevin Mbabu

15.06.2017

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Zitat:
SL-News: Mbabu definitiv zu YB

Kevin Mbabu wechselt bis 2020 zu den Gelb-Schwarzen. Der 22-Jährige war bislang nur von Newcastle ausgeliehen.

Kevin Mbabu hatte einst bei Servette mit 18 Jahren in der höchsten Spielklasse debütiert. Danach wechselte der vielfache Schweizer Nachwuchs-Internationale zu Newcastle United in die Premier League (drei Einsätze), ehe er im letzten Sommer an YB ausgeliehen wurde. In der abgelaufenen Saison kam er in der Super League auf 21 Einsätze (ein Tor, drei Assists). Nun bleibt er den Bernern bis im Sommer 2020 erhalten.


https://www.srf.ch/sport/fussball/super ... itiv-zu-yb

Autor:  shalako [ Freitag 16. Juni 2017, 09:39 ]
Betreff des Beitrags:  Re: (43) Kevin Mbabu

15.06.2017

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Zitat:
Mbabu bleibt bei den Young Boys

Kevin Mbabu wird auch künftig in der Berner Verteidigung stehen.

Kevin Mbabu bleibt. Der 22-jährige Aussenverteidiger, der letzten August leihweise von Newcastle übernommen wurde, ist jetzt fix bei den Young Boys dabei. Mit ihm wurde ein Vertrag bis im Sommer 2020 ausgehandelt. Das teilt der Club am Donnerstag mit.

Mit der definitiven Übernahme von Mbabu sei ein wichtiger personeller Entscheid für die Zukunft gefällt worden, heisst es in der Mitteilung. «Er gehört der Generation hungriger und entwicklungsfähiger Spieler an, auf die wir setzen wollen», sagt YB-Sportchef Christoph Spycher.

Mbabu absolvierte für YB bisher 21 Super-League-Einsätze. Dabei erzielte er ein Tor und lieferte drei Assists. Sein Debut in der höchsten Schweizer Spielklasse gab Mbabu im Alter von 18 Jahren beim FC Servette.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/Mb ... y/23316498

Autor:  Hauptstadt [ Freitag 16. Juni 2017, 10:21 ]
Betreff des Beitrags:  Re: (43) Kevin Mbabu



Autor:  Bierflasche [ Freitag 16. Juni 2017, 11:12 ]
Betreff des Beitrags:  Re: (43) Kevin Mbabu

Kevin Mbabu bleibt bei den Young Boys

Die sportliche Führung der Young Boys hat einen weiteren wichtigen personellen Entscheid für die Zukunft gefällt: Mit Kevin Mbabu ist ein neuer Vertrag über drei Jahre abgeschlossen worden.

Kevin Mbabu gehört zu den Aufsteigern der vergangenen Saison. Der Genfer Aussenverteidiger mit ausgeprägtem Offensivdrang und spektakulärer Spielweise wurde im August 2016 leihweise von Newcastle übernommen und in der Spielzeit 2016/17 in der Super League 21-mal (ein Tor, drei Assists) eingesetzt. Nun ist es dem BSC Young Boys gelungen, den 22-Jährigen, der einst bei Servette mit 18 Jahren in der höchsten Spielklasse debütiert hatte und danach zu Newcastle in die Premier League (drei Einsätze) gewechselt war, fix bis Sommer 2020 unter Vertrag zu nehmen.

„Wir sind sehr froh, dass Kevin Mbabu bei YB bleibt. Er gehört der Generation hungriger und entwicklungsfähiger Spieler an, auf die wir setzen wollen“, sagt YB-Sportchef Christoph Spycher.

Autor:  Hauptstadt [ Mittwoch 9. August 2017, 15:44 ]
Betreff des Beitrags:  Re: (43) Kevin Mbabu



Autor:  shalako [ Freitag 13. Oktober 2017, 18:03 ]
Betreff des Beitrags:  Re: (43) Kevin Mbabu

13.10.2017

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Zitat:
Die Verwandlung des Rastas

Energisch, schnell und kraftvoll: YBs rechter Verteidiger Kevin Mbabu befindet sich bei YB auf der Überholspur. Auch, weil er sich verändert hat.

Ein Raunen geht durchs Stade de Suisse. Kevin Mbabu ist in seinem Element. Den Ball hat er am Gegner vorbeigelegt, nach blitzschnellem Antritt ist er davon­gezogen, die Rastas grooven im Wind. Mit purer Power wie ein wilder Hengst stampft er jetzt die Seite entlang, 30, 50, manchmal sogar 70 Meter weit, fünf bis zehn Sekunden lang. Es sind Momente, die in ihren Bann ziehen, die weit über das Spiel hinaus bleiben. Mit seinen unverkennbaren Läufen hat Mbabu die Herzen der YB-Fans im Sturm erobert. Er ist als rechter Verteidiger zu einer Attraktion der Liga geworden.

In der englischen Sprache gibt es den Begriff «Signature Move». Damit ist eine Bewegung im Sport oder Showgeschäft gemeint, die zum Markenzeichen eines Protagonisten wird. Michael Jackson hatte den Moonwalk, Muhammad Ali den «Ali Shuffle», bei dem er die Beine unglaublich schell hin- und zurückbewegte, sodass er zu schweben schien.

Und alle wissen, was folgt, wenn Arjen Robben am rechten Flügel angespielt wird: Er zieht nach innen, den Ball eng am ­linken Fuss. Mbabus «Signature Move» sind die energischen Sturmläufe. «Sie zeichnen mich von klein auf aus», sagt der 22-Jährige. Er findet, sie seien das Sahnehäubchen auf seinem Spiel.

Die zwei Gesichter

Anfang dieser Woche im Stade de Suisse. Nach einem freien Wochenende besammeln sich die Spieler zur ersten Einheit vor dem Match am Samstag in Lau­sanne. Kevin Mbabu ist schon umgezogen, mit den Trainingsutensilien posiert er für den Fotografen. Sein Lächeln ist mild, die Gesichtszüge sind weich, er ist freundlich und zuvorkommend. Wie verwandelt.

Auf dem Platz ist Kevin Mbabu ein unangenehmer Gegenspieler, eine Maschine. Hart und aggressiv, bewegt er sich zuweilen am Limit. In vierzig Partien für YB hat er vierzehn Gelbe und eine Rote Karte geholt, vor bald einem Jahr in der Europa League bei Apoel Nikosia, zwei Minuten nach seiner Einwechslung.

Betritt Mbabu das Spielfeld, legt er den Schalter um, von null auf hundert. Mbabu sagt, seine Mutter meine jeweils, sie erkenne ihn nicht wieder. Gérard Castella, langjähriger Begleiter und seit dem Sommer bei YB Ausbildungschef, sagt es so: «Auf dem Feld ist er ein Krieger, daneben ein relaxter Typ.»

Der Mentor

Der 64-jährige Genfer lernt Kevin Mbabu als 14-Jährigen bei Servette kennen. Später betreut er ihn im Projekt Futuro, in dem die besten Talente vom Fussballverband besonders gefördert werden. Und als Trainer der Schweizer U-18 macht er ihn 2012 zu seinem Captain. Castella ist Mbabus Mentor, er kennt die Familie, die Mutter, die zwei jüngeren Schwestern, die den grossen Bruder anhimmeln. Er verliert Mbabu auch nicht aus den Augen, als dieser im Januar 2013 als ­17-Jähriger nach England zu Newcastle wechselt. Castella telefoniert regelmässig mit ihm, schreibt SMS.

Castella hält nicht viel von diesem Transfer. Er ist der Ansicht, dass es für einen jungen Spieler sinnvoller sei, sich erst in der Super League durchzusetzen, bevor er den Schritt ins Ausland wage. Und er sieht sich rasch be­stätigt: Mbabu kann mehr als einmal den Aufgeboten fürs Nationalteam nicht Folge leisten, weil er verletzt ist oder nicht in Form.

In den gut drei Jahren in England ist er kaum beschwerdefrei. Als er im Herbst 2015 in der Premier League zu Einsätzen gegen Chelsea und Manchester City kommt, entschädigt das für schwere Stunden. Castella sagt, die Partien seien gut für Mbabus Lebenslauf.

Dennoch betrachtet er dessen Zeit auf der Insel als verloren. «Taktisch und technisch hat er keine Fortschritte erzielt.» Doch da sind Momente, die Gérard Castella vor Augen führen, warum er Mbabu fördert. Der Fussballlehrer erzählt lebhaft von einem Länderspiel mit der U-18 in Frankreich, als Mbabu seinem Gegner Anthony Martial keine Chance lässt.

Martial trainiert da bereits mit den Profis von Lyon, im Sommer 2015 wechselt er für 60 Millionen Euro von Monaco zu Manchester United. «Es war ein Signal, dass er trotz allem das Zeug zum Topspieler hat», sagt Castella. Was Mbabu brauchte, war die richtige Umgebung.

«Ich habe ihm gesagt: Nimm den erstmöglichen Flug. Das ist die Chance.»
Gérard Castellas Rat an Kevin Mbabu


Letzten August beklagen die Berner viele Verletzte, und strenge Monate mit Dreifachbelastung stehen bevor. YB-Chefscout Stephane Chapuisat erkundigt sich bei Castella zu Mbabu. Wenig später ruft der junge Romand seinen Mentor an, berichtet, er habe ein Angebot von YB vorliegen. «Ich habe ihm gesagt: Nimm den erstmöglichen Flug. Das ist die Chance.» So kommt Mbabu zurück in die Schweiz, dreieinhalb Jahre nachdem er in grosser Erwartung ausgezogen war.

Der Reifeprozess

Es ist ein Neubeginn. Und Kevin Mbabu ist bestrebt, das Beste daraus zu machen. In Newcastle teilte er sich noch mit zwei Mitspielern eine Wohnung, bei YB sucht er sich eine Unterkunft auf dem Land, im freiburgischen Bösingen, abseits der Verlockungen der Stadt. «Wir haben so viele Spiele, da kann ich keine Unruhe gebrauchen», sagt Mbabu. Er hat sich einen Hund gekauft, schaut Serien wie «Narcos» und «Game of Thrones». Castella sagt, als Profi müsse man seriös leben. «Das hat Kevin verstanden.»

Im Winter nimmt Mbabu vier Kilo ab, auf dem Platz legt er zu, wird nicht mehr von Verletzungen gebremst. Er arbeitet an den Schwächen, nutzt das Log-in von Nationalspieler Gelson Fernandes (er nennt ihn «grossen Bruder»), um sich auf einer Scoutingplattform Videos von Dani Alves, Daniel Carvajal und Stephan Lichtsteiner anzuschauen, übt zu flanken. Nur die Haare bleiben unverändert, die Rastas trägt er seit bald zwanzig Jahren.

«Er hat grosse Fortschritte gemacht», sagt Castella. Er findet, Mbabu sei mit Basels Michael Lang der beste Aussenverteidiger in der Schweiz, ein Kandidat für das Nationalteam. Noch hat sich Trainer Vladimir Petkovic nicht bei Mbabu gemeldet.

Der mögliche Abgang

Im Sommer liebäugelt Kevin Mbabu mit einem Abgang aus Bern, er spielt mit dem Gedanken, wie sein Copain Denis Zakaria den Schritt in eine grosse Liga zu vollziehen. Gérard Castella und Sportchef Christoph Spycher müssen viel Überzeugungszeit leisten, schliesslich gelingt es YB, den 22-Jährigen definitiv zu übernehmen. Er sei sehr glücklich, in Bern geblieben zu sein, sagt Kevin Mbabu. Er hat die Gewissheit, seine Chance gepackt zu haben.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/22823423

Autor:  shalako [ Freitag 13. Oktober 2017, 18:04 ]
Betreff des Beitrags:  Re: (43) Kevin Mbabu

13.10.2017

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Zitat:
Die Verwandlung des Rastas

Energisch, schnell und kraftvoll: YBs rechter Verteidiger Kevin Mbabu befindet sich bei YB auf der Überholspur. Auch, weil er sich verändert hat.

Ein Raunen geht durchs Stade de Suisse. Kevin Mbabu ist in seinem Element. Den Ball hat er am Gegner vorbeigelegt, nach blitzschnellem Antritt ist er davon­gezogen, die Rastas grooven im Wind. Mit purer Power wie ein wilder Hengst stampft er jetzt die Seite entlang, 30, 50, manchmal sogar 70 Meter weit, fünf bis zehn Sekunden lang. Es sind Momente, die in ihren Bann ziehen, die weit über das Spiel hinaus bleiben. Mit seinen unverkennbaren Läufen hat Mbabu die Herzen der YB-Fans im Sturm erobert. Er ist als rechter Verteidiger zu einer Attraktion der Liga geworden.

In der englischen Sprache gibt es den Begriff «Signature Move». Damit ist eine Bewegung im Sport oder Showgeschäft gemeint, die zum Markenzeichen eines Protagonisten wird. Michael Jackson hatte den Moonwalk, Muhammad Ali den «Ali Shuffle», bei dem er die Beine unglaublich schell hin- und zurückbewegte, sodass er zu schweben schien.

Und alle wissen, was folgt, wenn Arjen Robben am rechten Flügel angespielt wird: Er zieht nach innen, den Ball eng am ­linken Fuss. Mbabus «Signature Move» sind die energischen Sturmläufe. «Sie zeichnen mich von klein auf aus», sagt der 22-Jährige. Er findet, sie seien das Sahnehäubchen auf seinem Spiel.

Die zwei Gesichter

Anfang dieser Woche im Stade de Suisse. Nach einem freien Wochenende besammeln sich die Spieler zur ersten Einheit vor dem Match am Samstag in Lau­sanne. Kevin Mbabu ist schon umgezogen, mit den Trainingsutensilien posiert er für den Fotografen. Sein Lächeln ist mild, die Gesichtszüge sind weich, er ist freundlich und zuvorkommend. Wie verwandelt.

Auf dem Platz ist Kevin Mbabu ein unangenehmer Gegenspieler, eine Maschine. Hart und aggressiv, bewegt er sich zuweilen am Limit. In vierzig Partien für YB hat er vierzehn Gelbe und eine Rote Karte geholt, vor bald einem Jahr in der Europa League bei Apoel Nikosia, zwei Minuten nach seiner Einwechslung.

Betritt Mbabu das Spielfeld, legt er den Schalter um, von null auf hundert. Mbabu sagt, seine Mutter meine jeweils, sie erkenne ihn nicht wieder. Gérard Castella, langjähriger Begleiter und seit dem Sommer bei YB Ausbildungschef, sagt es so: «Auf dem Feld ist er ein Krieger, daneben ein relaxter Typ.»

Der Mentor

Der 64-jährige Genfer lernt Kevin Mbabu als 14-Jährigen bei Servette kennen. Später betreut er ihn im Projekt Futuro, in dem die besten Talente vom Fussballverband besonders gefördert werden. Und als Trainer der Schweizer U-18 macht er ihn 2012 zu seinem Captain. Castella ist Mbabus Mentor, er kennt die Familie, die Mutter, die zwei jüngeren Schwestern, die den grossen Bruder anhimmeln. Er verliert Mbabu auch nicht aus den Augen, als dieser im Januar 2013 als ­17-Jähriger nach England zu Newcastle wechselt. Castella telefoniert regelmässig mit ihm, schreibt SMS.

Castella hält nicht viel von diesem Transfer. Er ist der Ansicht, dass es für einen jungen Spieler sinnvoller sei, sich erst in der Super League durchzusetzen, bevor er den Schritt ins Ausland wage. Und er sieht sich rasch be­stätigt: Mbabu kann mehr als einmal den Aufgeboten fürs Nationalteam nicht Folge leisten, weil er verletzt ist oder nicht in Form.

In den gut drei Jahren in England ist er kaum beschwerdefrei. Als er im Herbst 2015 in der Premier League zu Einsätzen gegen Chelsea und Manchester City kommt, entschädigt das für schwere Stunden. Castella sagt, die Partien seien gut für Mbabus Lebenslauf.

Dennoch betrachtet er dessen Zeit auf der Insel als verloren. «Taktisch und technisch hat er keine Fortschritte erzielt.» Doch da sind Momente, die Gérard Castella vor Augen führen, warum er Mbabu fördert. Der Fussballlehrer erzählt lebhaft von einem Länderspiel mit der U-18 in Frankreich, als Mbabu seinem Gegner Anthony Martial keine Chance lässt.

Martial trainiert da bereits mit den Profis von Lyon, im Sommer 2015 wechselt er für 60 Millionen Euro von Monaco zu Manchester United. «Es war ein Signal, dass er trotz allem das Zeug zum Topspieler hat», sagt Castella. Was Mbabu brauchte, war die richtige Umgebung.

«Ich habe ihm gesagt: Nimm den erstmöglichen Flug. Das ist die Chance.»
Gérard Castellas Rat an Kevin Mbabu


Letzten August beklagen die Berner viele Verletzte, und strenge Monate mit Dreifachbelastung stehen bevor. YB-Chefscout Stephane Chapuisat erkundigt sich bei Castella zu Mbabu. Wenig später ruft der junge Romand seinen Mentor an, berichtet, er habe ein Angebot von YB vorliegen. «Ich habe ihm gesagt: Nimm den erstmöglichen Flug. Das ist die Chance.» So kommt Mbabu zurück in die Schweiz, dreieinhalb Jahre nachdem er in grosser Erwartung ausgezogen war.

Der Reifeprozess

Es ist ein Neubeginn. Und Kevin Mbabu ist bestrebt, das Beste daraus zu machen. In Newcastle teilte er sich noch mit zwei Mitspielern eine Wohnung, bei YB sucht er sich eine Unterkunft auf dem Land, im freiburgischen Bösingen, abseits der Verlockungen der Stadt. «Wir haben so viele Spiele, da kann ich keine Unruhe gebrauchen», sagt Mbabu. Er hat sich einen Hund gekauft, schaut Serien wie «Narcos» und «Game of Thrones». Castella sagt, als Profi müsse man seriös leben. «Das hat Kevin verstanden.»

Im Winter nimmt Mbabu vier Kilo ab, auf dem Platz legt er zu, wird nicht mehr von Verletzungen gebremst. Er arbeitet an den Schwächen, nutzt das Log-in von Nationalspieler Gelson Fernandes (er nennt ihn «grossen Bruder»), um sich auf einer Scoutingplattform Videos von Dani Alves, Daniel Carvajal und Stephan Lichtsteiner anzuschauen, übt zu flanken. Nur die Haare bleiben unverändert, die Rastas trägt er seit bald zwanzig Jahren.

«Er hat grosse Fortschritte gemacht», sagt Castella. Er findet, Mbabu sei mit Basels Michael Lang der beste Aussenverteidiger in der Schweiz, ein Kandidat für das Nationalteam. Noch hat sich Trainer Vladimir Petkovic nicht bei Mbabu gemeldet.

Der mögliche Abgang

Im Sommer liebäugelt Kevin Mbabu mit einem Abgang aus Bern, er spielt mit dem Gedanken, wie sein Copain Denis Zakaria den Schritt in eine grosse Liga zu vollziehen. Gérard Castella und Sportchef Christoph Spycher müssen viel Überzeugungszeit leisten, schliesslich gelingt es YB, den 22-Jährigen definitiv zu übernehmen. Er sei sehr glücklich, in Bern geblieben zu sein, sagt Kevin Mbabu. Er hat die Gewissheit, seine Chance gepackt zu haben.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/22823423

Autor:  shalako [ Sonntag 29. Oktober 2017, 15:30 ]
Betreff des Beitrags:  Re: (43) Kevin Mbabu

29.10.2017

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Zitat:
Das traurige Geheimnis von YB-Sunnyboy Mbabu

«Ich kenne meinen Vater nicht»

YB-Verteidiger Kevin Mbabu (22) ist einer der Faktoren des Berner Höhenflugs. Auch in der Genfer Familie des Kongo-Schweizers stimmts. Dank seinem Stiefvater aus Österreich.

Wie merkt man als YB-Spieler, dass man einer der Publikums­lieblinge ist? Wenn man im Klubmagazin auf der Seite mit den Kinderzeichnungen häufig dargestellt wird. Ziemlich oft haben da zuletzt emsige Kinderhände einen YB-Spieler mit Rasta-Mähne gekritzelt: Kevin Mbabu (22).

Der Genfer hat sich in die Herzen der Fans gespielt. Der Rechtsverteidiger sagt: «Es liegt wohl an meinem Spielstil mit den Rushes der Linie entlang. Und ich bin ein grosser Kämpfer und setze mich auch gerne für die Teamkollegen ein.»

Aber im Stade de Suisse haben nicht nur viele Fans Mbabu spe­ziell im Blick. Auch seine Liebsten sind stets da. «Meine Familie kommt zu allen Heimspielen», sagt Mbabu. Das sind Mutter Françoise, Schwester Prisca (30) mit ihrer kleinen Tochter Ziley und Schwester Bianca (16). Fehlen tut Bruder Dave (29), der in den USA lebt und in der Nähe von Washington ein eigenes Logistikunternehmen führt.
«Wenn ich ihn treffen würde, hätte ich viele Fragen»

Aber fehlen tut auch Kevins Vater. Er existiert nicht im Leben des Fussballers. «Ich kenne ihn nicht, ich hatte nie Gefühle für ihn», schildert Mbabu sein trauriges Geheimnis. Als die Mutter mit Kevin schwanger ist, kommt es zur Trennung. Der Vater, ein Franzose, verschwindet aus dem Leben der Genfer Familie mit Wurzeln im Kongo. Mbabu sagt: «Wenn ich ihn treffen würde, hätte ich viele Fragen. Aber ich habe kein Bedürfnis für ein Treffen, denn ich hatte jemanden, der seinen Platz einnahm.»

Der Österreicher Bernd Adam tritt ins Leben der Familie und übernimmt die Papa-Rolle, er ist auch der Vater von Kevins jüngster Schwester. «Er hat mich wie ein eigenes Kind aufgenommen, hat sich auch um die Erziehung gekümmert und mich auch ein wenig zum Fussball gebracht», sagt Mbabu.

Trotz fehlendem Vater wächst er behütet auf und zur Person heran, die er heute ist. «Ausserhalb des Platzes bin ich ruhig, entspannt und wie alle in der Familie immer hilfsbereit», sagt der Abwehrspieler, der nach einigen Minuten in der Super League bei Servette 2013 zu Newcastle wechselt.

Mit Ernährungsumstellung zum Durchbruch

Nach drei Premier-League-Einsätzen und Newcastles Abstieg stösst der Verteidiger zu YB. Nach etwas Anlaufzeit setzt sich Mbabu in Bern durch. «Das liegt an einigen Faktoren. Die Nähe zur Familie tut mir gut. Aber ich habe auch meinen Lebensstil geändert. Ich habe meine Ernährung umgestellt, lebe bewusster und räume der Erholung den nötigen Platz ein.»

Viel Gemüse, keine Milch­produkte mehr, nur Wasser oder Grüntee und mehr Schlaf für die Regeneration – die häufigen Verletzungen von früher sind kein Thema mehr. Und woher kommt das sichtbar gewachsene Selbstvertrauen? Mbabu: «Vor allem durch die regelmässigen Einsätze und die Siege. Ich fühle mich im Kopf und körperlich fit. Das ganze Team spielt gut, ich hoffe wir bleiben vorne. Wir alle arbeiten extrem hart dafür.»

Frisch verliebt

Familienmensch Mbabu, aktuell gerade frisch in einer Beziehung, wünscht sich irgendwann eigene Kinder und plant, später in die Genfer Heimat zurückzukehren: «Ich hoffe, dass ich eine gute Karriere machen und danach bei Servette helfen kann, jungen Spielern ein professionelles Umfeld zu bieten.»

Gut möglich, dass auch dann die Rastas noch dran sind. Mbabu trägt seine Frisur schon seit Kindsbeinen. «Wenn ich die mal abschneide, könnte ich gleich meine ganze Identität ändern!», sagt Mbabu lachend.


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 24653.html

Autor:  shalako [ Mittwoch 28. Februar 2018, 19:36 ]
Betreff des Beitrags:  Re: (43) Kevin Mbabu

28.02.2018

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Zitat:
Soll der YB-Überflieger in die Nati?

Berner Mbabu rast über rechts Richtung Moskau

Während Michael Lang (27) nach einer überragenden Vorrunde auf Form-Suche ist, spielt sich mit Kevin Mbabu (22) sein potenzieller Nati-Konkurrent in den Vordergrund.

Nach 50 Sekunden hat Kevin Mbabu genug. «Es ist schwierig auf Deutsch», sagt der YB-Verteidiger im BLICK-Interview und stellt auf Englisch um. Jene Sprache, die er in seinen Jahren bei Newcastle United lernt und perfekt beherrscht. Warum YB den FCB von A-Z dominierte? «Weil wir das machten, was der Trainer von uns verlangte: Das Mittelfeldzentrum schliessen und ihnen über die Aussenbahnen Schwierigkeiten bereiten.» Hat er getan. Überragend, mit welchem Speed, mit welcher Athletik der rechte Aussenläufer seine Bahn dominiert. Stark, wie er sich ein ums andere Mal ins Offensivspiel einschaltet – und seine Leistung mit der Hereingabe zum 2:0 krönt. BLICK-Note 6 für den Genfer, der in einer starken Berner Elf noch heraussticht

YB darf nach dieser Leistung vom Double träumen. Spielen die Berner so wie gegen den FCB, dann kann sich die Mannschaft nur noch selber schlagen. Und Mbabu? Der hat mit seiner gestrigen Leistung eine Bewerbung an Vladimir Petkovic geschickt. Ganz im Gegensatz zu Nati-Konkurrent Michael Lang, der nach einer überragenden Vorrunde und der Wahl zum Super-League-Spieler des Jahres noch immer auf Formsuche ist.

13 Spiele in Folge hatten die Basler gegen Ende des Jahres nicht verloren, nun stehen vier Pleiten in fünf Spielen in der Statistik. «Wir sind momentan nicht die Mannschaft, die wir sein wollen», sag Lang Ob am Samstag gegen den FCZ der Turnaround gelingt? «Es sieht momentan schlecht aus, aber wir haben noch immer genügend Qualität, um die Wende zu schaffen.»

Von einer Vorentscheidung im Meisterrennen will auch Valentin Stocker nichts wissen. «Zum jetzigen Zeitpunkt wollen wir weder nach hinten noch nach vorne schauen!» Gegen Mbabu hatte der Ex-Herthaner fast immer Nachsehen. Im Winter wurde Stocker ans Rheinknie zurückgeholt, um YB das Fürchten zu lehren. Nach diesem Spiel ist das Gegenteil der Fall. Stocker hatte keinen Stich, keinen Einfluss, keine Kreativität.

Noch schlimmer geht es dem anderen Rückkehrer und Hoffnungsträger der Basler: Zum wiederholten Mal sass Fabian Frei nur auf der Bank. Beide haben momentan keine guten Karten im Kampf um einen WM-Platz.

Und Mbabu? Muss ihn Nati-Coach Vladimir Petkovic mit nach Russland nehmen? Stimmen Sie ab!


https://www.blick.ch/sport/fussball/cup ... 48945.html

Autor:  shalako [ Sonntag 11. März 2018, 15:44 ]
Betreff des Beitrags:  Re: (43) Kevin Mbabu

11.03.2018

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Zitat:
Kevin Mbabu hat sich bei YB zu einem der aufregendesten Rechtsverteidiger entwickelt

Mbabu wer? Die Nachricht, die am 26. September 2015 aus England kommt, sorgt für Stirnrunzeln: Mbabu wer? Die Agentur meldet, ein 20-jähriger Schweizer habe in der Premiere League debütiert und für Aufsehen gesorgt.

Medien verbreiten, was Newcastles Trainer in rauer Sprache dazu gesagt hat: «Fucking unbelievable». Die Experten reiben sich die Augen und müssen sich erst einmal schlaumachen: Mbabu ist wer?

Jetzt, zweieinhalb Jahre später, sitzt Rastaman Kevin Mbabu im Foyer der YB-Geschäftsstelle und erzählt bei einem Kaffee vom bisher schönsten Tag seines Lebens. «Eine Stunde vor dem Spiel kommt Trainer Steve McClaren zu mir und sagt: ‹du spielst gegen Chelsea›. Mir ist das Herz in die Hose gerutscht und die Zeit bis zum Spielbeginn war ein einziger Stress. Ein volles Stadion und Superstars wie Hazard, Pedro und Fabregas würden auf mich warten; Spieler, die ich nur vom Fernsehen kannte und bewunderte. Doch dann lief alles perfekt, wir spielten 2:2 und ich wurde sogar ins BBC-Team der Runde berufen.»

Am Flughafen kehrtgemacht

Drei Tage zuvor war Mbabu in einem FA-Cupspiel gegen Sheffield Wednesday erstmals für Newcastle aufgelaufen, und dies vor den Augen seiner Mutter und Schwester, die zu Besuch waren. Als die beiden am nächsten Tag am Flughafen bereit zur Heimreise waren, hatte Kevin eben ein Gespräch mit McClaren hinter sich und erfahren, dass er zum Aufgebot für das Chelsea-Spiel zählt. «Als ich dies meiner Mutter und meiner Schwester mitteilte, machten sie kehrt, obwohl sie die Sicherheitskontrolle schon hinter sich hatten und auch das Gepäck eingecheckt war», berichtet Mbabu. Die beiden mussten ihre spontane Entscheidung nicht bereuen.

Als 17-Jähriger hatte der Genfer für Servette im Spiel gegen Lausanne 24 Super-League-Minuten absolviert und war während eines Länderspiels mit dem Schweizer Nachwuchs von Newcastle gescoutet und dann verpflichtet worden. «Aber dort war ich ständig verletzt», sagt Mbabu. Während einer Ausleihe an die Glasgow Rangers kam er nur im Reserveteam zum Einsatz. In Newcastle war inzwischen Rafael Benitez Trainer geworden und erklärte, im Moment keine Verwendung für den Schweizer zu haben. «Ich hatte die Wahl zwischen einem Klub aus der Championship und YB», sagt Mbabu.

«Eigentlich wollte ich gar nicht in die Heimat zurück. Ich wusste, dass man dann sagen würde, ich sei in England gescheitert.» Doch Verbandstrainer Gérard Castella empfahl Mbabu, sich ins nächste Flugzeug zu setzen und nach Bern zu kommen. Dieser tat wie geheissen und sagt heute: «Das war der beste Entscheid meiner Laufbahn.» Seine Zeit in England sei zwiespältig, sagt Mbabu. Er habe zwar dreimal in der Premier League gespielt, wegen der Verletzungen aber nicht das erreicht, was er sich vorgestellt habe. Doch das komme vielleicht noch. «Im Kopf bin ich unheimlich stark geworden. Mich wirft so schnell nichts mehr um.»

Und, oh Wunder: Seit Mbabu bei YB ist, sind die Verletzungssorgen passé. Nach seiner Ankunft in Bern hatte er sich mit einem privaten Fitnesstrainer aufgebaut. «Und ich habe die Ernährung umgestellt. In England habe ich zu wenig darauf geschaut.» Mbabu nimmt einen Schluck Kaffee und klopft mit der Hand auf den Tisch: «Holz anfassen, damit es so bleibt.»

Als er im August 2016 zu YB kam, hatte er sich in Geduld üben müssen. Erst in der Rückrunde wurde der Rechtsverteidiger Stammspieler. In 21 Spielen sah er zwar zehnmal die gelbe Karte, doch der unbändige Kampfgeist, sein Mut, seine immense Schnelligkeit und die entschlossenen Rushes machten ihn zu einem Publikumsliebling. In dieser Spielzeit steht er nach 23 Meisterschaftspartien auch schon bei sechs Gelben, in der Fangunst aber weiter hoch im Kurs. Dass er in zwei Cupspielen zweimal gelb sah und nun im Final gegen den FCZ gesperrt ist, tut weh. «Es war ein Irrtum des Schiedsrichters, das war keine Schwalbe», sagt Mbabu.

Der 22-jährige Genfer, inzwischen von YB definitiv bis 2020 übernommen, spielt so gut, dass man ihn sich lebhaft als Nationalspieler vorstellen kann. «Ich weiss, dass mich Herr Petkovic beobachtet», sagt Mbabu, «aber ich bin mir bewusst, wie gross auf meiner Position die Konkurrenz mit Lichtsteiner, Lang und Widmer ist.»

Er will sich daher lieber auf YB konzentrieren. «Ich habe noch nichts gewonnen. Es wäre unbeschreiblich, nach 31 Jahren einen Titel in die Bundesstadt zu holen», sagt der Sohn eines Franzosen und einer Kongolesin, der noch immer im freiburgischen Bösingen als Untermieter eines eingefleischten FCB-Fans wohnt. Präziser: eines ehemaligen FCB-Fans. «Dank mir ist er zu YB übergelaufen», lacht Mbabu.


https://www.aargauerzeitung.ch/sport/fu ... -132301672

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