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 Betreff des Beitrags: Re: (99) Guillaume Hoarau
 Beitrag Verfasst: Dienstag 21. August 2018, 19:44 
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Berner Gute-Laune-Stürmer über Typen, den Traum der Champions League und die Entwicklung im Profi-Fussball

Hoarau: "Dank Basel kennt man in Europa die Schweiz besser, nicht dank YB"

Durch sein Tor in der 120. Minute avancierte Hoarau wieder einmal zum Berner Matchwinner. Im Interview mit der NZZ am Sonntag gab der Franzose, der neben seinen Toren auch mit seiner sympatischen Art besticht, Auskunft über unterschiedlichste Themen. Wir haben die besten Aussagen für euch zusammengefasst!

Guillaume Hoarau in der NZZaS über...

...das Funktionieren eines Teams:

Man braucht gute Typen, ein Gemisch. Es gibt den Fusssballer - und den Menschen. Auf dem Terrain kann sich einer wie ein Blödmann anstellen, aber man weiss, dass man ihn braucht für den Sieg. Und als Mensch neben dem Rasen ist er super. Und umgekehrt. Mit guten Typen geht es einfach, hier bei YB hat es im Team nie besondere individuelle Probleme gegeben. Abgesehen von kleineren Krisen, die jede Familie kennt. Aber es hat sich wirklich besonders entwickelt.

...die verschiedenen Nationalitäten und Kulturen im YB-Kader:

Ich komme von der Insel La Réunion, die im indischen Ozean liegt. Dort hat es auf engem Raum alle Religionen. Ich bin viel gereist und habe viel gesehen. Uns ist es gelungen, das Beste aus jedem herauszuholen. Und jedem ist es gelungen, das Beste aus sich herauszuholen. Das gab uns eine zusätzliche Kraft, die auch auf den multi-kulturellen Hintergrund zurückzuführen ist. Das ist nicht selbstverständlich, weder im Leben, noch im Fussball.

...allfälligen Rat an Kevin Mbabu wegen eines möglichen Transfers:

Ich habe ihm keinen Rat zu geben. Man sollte möglichst wenig Egoist sein. Ich möchte, dass er noch in Bern bleibt, weil ich weiss, dass wir mit ihm stärker sind. Kevin hat die Füsse auf dem Boden. Er muss 100 Prozent sicher sein und nicht irgendwohin wechseln. Er weiss, dass wir nicht extrem weit von der Champions League weg sind.

...das anstehende Duell in den CL-Playoffs gegen Dinamo Zagreb:

In den letzten Jahren haben wir gegen Schachtjor Donezk und Dynamo Kiew gewonnen und uns der Champions League angenähert. Weit weg sind wir nicht. Aber wir müssen nicht reden, sondern spielen und alles hinter uns vereinen, das uns in den letzten Monaten stark gemacht hat..

...den YB-Traum von der Champions League:

Es ist vermutlich für mich die letzte Chance, in der Königsklasse zu spielen. Ich sie aus meiner PSG-Zeit. Ich spielte nicht viel, schoss aber 2012 nach meiner Einwechslung für PSG das letzte Tor zum 4:0 gegen Dinamo Zagreb.



.......den Fakt, dass Basel bei einer Champions-League-Qualifikation mehr als doppelt so viele Prämien kassiert hätte als YB:

Ich kümmere mich nicht darum, wie das Geld verteilt wird. Basel hat jahrelang die Meisterschaft gewonnen, wir müssen jetzt nicht eifersüchtig werden. Die Geschichte der Champions League wird von Champions geschrieben. Dank Basel kennt man in Europa die Schweiz besser, nicht dank YB. Oder noch nicht dank YB.

...die Entwicklung des Fussballs in finanzieller Hinsicht:

Wir müssen nicht scheinheilig sein. Fussball ist weltweit der meistbeachtete Sport. Das hat Konsequenzen. Wir wissen nicht, ob es irgendwann eine Explosion gibt. Was mehr und mehr auf der Strecke bleibt, ist der menschliche Aspekt. Wir Spieler werden zu Produkten. Schon Beckham hat mit Werbung sein Salär überboten. Man schaut: Aha, der ist 18 Jahre alt und kickt den Ball geradeaus, also holen wir ihn. Man schaut nicht einmal, woher es kommt und wie er eingebettet ist. Alles egal. Hopp, hoppl mal schauen, ob es etwas wird. Einige Grossklubs handeln so. Das hat etwas Schockierendes, aber man kann nicht stehenbleiben und den Zug verpassen.

...die Gefahren dieser Entwicklung:

Gefahren sind da, wo es keine Limiten gibt. Ein Kind muss man die Welt entdecken lassen, aber man muss ihm Grenzen setzen, sonst verbrennt es die Finger. Im Fussball sehe ich Gefahren, weil man nicht weiss, wo die Limiten sind.

...sein China-Abenteuer:

Ich kann hier ja nicht erzählen, nur der Lebensfreude wegen nach China gegangen zu sein. Ich wollte nach Everton, aber weil Everton Marouane Fellaini noch nicht verkaufen konnte, klappte Everton nicht. Dann riefen die Chinese an und gaben mir 48 Stunden Bedenkzeit. China ist kein anderes Land, sondern eine andere Welt. Man ist ein Niemand in einem riesigen Land. Das ist als Gefühl nicht schlecht und lehr Demut. Ich war mit meinem Cousin dort und hatte neben viel Geld ein besonders Abenteuer. Aber es lief nicht gut. Rund um den Fussball gab es viele Unklarheiten.

...seine Rolle als Animator in der Garderobe:

So war ich immer, in meiner Familie, in der Schule, auch mein Vater war so. Das hat mit meinem Naturell zu tun. Wenn sie am Morgen erwachen, bringen sie ein Lächeln auf ihr Gesicht, wenn Sie sich sagen: Wow, ich spiele für PSG. Auch jetzt habe ich die Haltung, das Lächeln teilen zu wollen.

...ob er immer gut drauf sei:

Ich bin kein Roboter. Es gibt Tage, an denen ich müde und nicht gut drauf bin. Ich spiele auch nicht immer guten Fussball. Aber ich habe das Glück, dass ich in neun von zehn Fällen gut drauf bin. Vielleicht ist das etwas übertrieben, aber es geht in diese Richtung.

...seine Ankunft in der Normandie als 19-jährige Fussballer von La Réunion:

Ich sah erstmals Schnee, hatte kalt und war weit weg von meiner Familie und Freunden. Zuerst sprang ich in den Schnee, aber ich merkte schnell, wie das kribbelt. Ich habe das nie wiederholt. Die Kälte ist mein ärgster Feind. Ich war noch halb Kind damals, ein Jüngling, der seine Persönlichkeit finden musste. Aber es war die beste Lebensschule, weil ich in Le Havre vom flippigen Guillaume zu Monsieur Hoarau wurde. Da musste ich mein Leben in die Hand nehmen. Ich wurde mental stark, weil ich wusste: Ich habe genau eine Chance. Die Gitarre hatte ich noch nicht. Auf ihr begann ich erst 2008 zu spielen, als mein Sohn zur Welt kam.


https://www.sport.ch/superleague/167785 ... ht-dank-yb

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 Betreff des Beitrags: Re: (99) Guillaume Hoarau
 Beitrag Verfasst: Dienstag 28. August 2018, 16:21 
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Hoarau: «Heute bin ich einer der Big Boys»

YB muss heute bei Dinamo Zagreb ein Tor erzielen, um in die Champions League zu kommen. Einer bei den Bernern hat schon Erfahrung mit dem kroatischen Serienmeister: Stürmerstar Guillaume Hoarau.

Der Sehnsuchtsort von YB, er ist an diesem möglicherweise historischen Dienstagabend kein besonders schöner. Baufällig ist das Maksimir-Stadion in Zagreb, ein bisschen schief steht es in der Gegend, bröckelnd der Putz.

Und einer, der schon viele Arenen gesehen hat, schönere und bestimmt auch noch hässlichere, der freut sich ganz besonders auf das Playoff-Rückspiel der Young Boys heute gegen Dinamo Zagreb. «Das ist ein grosses Spiel, eine einzigartige Chance für uns», sagt Guillaume Hoarau.

Für ihn, den Weitgereisten, ist es auch eine Rückkehr. Seine bislang einzigen Einsätze in der Champions League absolvierte der Franzose 2012 gegen Dinamo, in der Gruppenphase mit PSG, je ein Viertelstündchen im Heim- und Auswärtsspiel.

Zuhause erzielte Hoarau gar das 4:0, im Maksimir-Stadion, beim 2:0-Sieg der Pariser, zählte ein Tor von ihm nicht. «Das Spiel damals ist nicht zu vergleichen mit unserem heute», sagt Hoarau, «das jetzt ist viel wichtiger».

PSG zog damals überlegen in die nächste Runde ein und scheiterte erst im Viertelfinale an Barcelona. Hoarau musste sich hinter Ibrahimovic und Lavezzi mit der Rolle des Ergänzungsstürmers begnügen, im Januar 2013 zog er weiter nach China.

Damals ein Kind, heute ein «Big Boy»

«Sechs Jahre...», sagt Hoarau am Vorabend vor dem Spiel, «eine sehr lange Zeit.» Doch Hoarau wäre nicht Hoarau, der spitzbübische Entertainer, wenn er den nachdenklichen Erinnerungen nicht noch eine Pointe hinterherschicken würde.

«Wisst ihr, damals war ich doch noch ein Kind», sagt er und schmunzelt. «Und heute, heute bin ich einer von den Big Boys auf dem Platz.»

Der Spruch hat auch seine Ernsthaftigkeit. Trotz Gegentor im Hinspiel und dem damit verbundenen Druck, zu siegen, steigen die Young Boys mit breiter Brust in die Partie. Und vielleicht hält die Saison für sie noch mehr Sehnsuchtsorte bereit, als das marode Maksimir. Womöglich gar der pompöse Prinzenpark. Jener von Paris.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/21364707

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 Betreff des Beitrags: Re: (99) Guillaume Hoarau
 Beitrag Verfasst: Dienstag 28. August 2018, 18:56 
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YB-Hoarau kehrt nach Zagreb zurück

«Das ist vielleicht mein grösstes Spiel überhaupt»

Wann ist man ein Kind? Offenbar kann man es mit 28 immer noch sein. Wenn man Guillaume Hoarau heisst. Jetzt, sechs Jahre später, ist der Franzose im Millionenspiel in Zagreb der «Big Bro».

Mittlerweile ist der Superstar von YB 34. Aber 28 war er, als er mit Paris Saint-Germain und Zlatan Ibrahimovic im Zagreber Maksimir-Stadion in der Champions League gegen Dinamo spielte – und 2:0 gewann. Erinnerungen an dieses Spiel? «Von der Stimmung her ist mir nichts in Erinnerung geblieben. Also, denke ich, war die Stimmung auch nicht speziell.»

Wie wahr! 9300 verloren sich im ursprünglich für 55'000 Fans konzipierten Stadion, das mittlerweile noch 35'000 Platz bietet. Doch auch die werden nicht mehr reingelassen. 25'000 sind es. Dazu 4000 im Gästesektor. Doch aus Bern werden nur 350 Fans erwartet. 9300 für Zlatan. Majestätsbeleidigung!

«Heute bin ich hier als Big Bro»
«Und ich habe ein Tor geschossen, hier», sagt Hoarau weiter, und zeigt auf das Tor, wo die heissblütigen Zagreber Ultras im heute ausverkauften Stadion stehen werden. «Leider hat es der Schiri aberkannt.» Allerdings, schränkt der Franzose ein, sei er damals noch ein Kind gewesen. «Heute bin ich hier als Big Bro, als grosser Bruder des Teams. Deshalb ist es vielleicht mein grösstes Spiel überhaupt!»

Seine Lust, hier Grosses zu schaffen, ist jedenfalls unbändig. «Ich habe im Hinspiel nicht getroffen, obwohl ich Chancen hatte. Also muss ich es hier tun. Ich hoffe, ich kann der Stürmer sein, den YB sich von mir erhofft!»

«Keine Einschränkungen für Dinamo-Fans gegen YB»

Übrigens: Auf die Ausschreitungen mit Pyros und dem Blockieren eines Fluchtwegs durch Dinamo-Fans im Champions-League-Quali-Spiel gegen die Israelis von Hapoel Be’er Sheva hatte die Uefa mit einer Geldbusse und der Schliessung einer Tribüne gegen Astana in der letzten Runde reagiert.

Weil dort wieder Pyros geworfen wurden, gabs ein erneutes Verfahren. Die Uefa hat allerdings noch nicht entschieden, so dass es gegen YB keine Einschränkungen für die Dinamo-Fans geben wird. Und deren Ultras, die «Bad Blue Boys», sind als ganz böse Jungs bekannt.

Schon in Bern hatten sie sich nicht eben für den Friedens-Nobelpreis empfohlen, als sie vor dem Spiel Passanten anpöbelten, trotz Verbots einen Fanmarsch ins Stadion vornahmen, Pyros entzündeten und nach dem Spiel die Konfrontation mit YB-Anhängern suchten.


https://www.blick.ch/sport/fussball/cha ... 79871.html

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 Betreff des Beitrags: Re: (99) Guillaume Hoarau
 Beitrag Verfasst: Sonntag 2. September 2018, 21:57 
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Guillaume Hoarau war heute Abend Gast inder französischen Sendung "Canal Football Club".

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Die vollständige Sendung kann unter folgendem Link angeschaut werden.

https://www.mycanal.fr/emissions/pid132 ... -club.html

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 Betreff des Beitrags: Re: (99) Guillaume Hoarau
 Beitrag Verfasst: Montag 3. September 2018, 11:36 
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 Betreff des Beitrags: Re: (99) Guillaume Hoarau
 Beitrag Verfasst: Dienstag 4. September 2018, 22:33 
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Der YB-Stürmer spricht auf Canal+ über die Champions League

Hoarau: "Ich glaube, zu Hause können wir ein Spiel gewinnen!"

Guillaume Hoarau spricht mit Canal + über die Champions League Gruppe der Berner Young Boys und ist zuversichtlich, dass die Berner ein Spiel gewinnen werden.

"Vermutlich werden wir die eine oder andere Klatsche bekommen", sagt der YB-Stürmer, als er auf die Gruppe angesprochen wird. Trotzdem glaubt der 34-Jährige an einen Sieg: "Wir haben einen Kunstrasen, da liegt ein Sieg sicher drin. Das wichtigste ist allerdings, dass wir das komplette Abenteuer auskosten."


https://sport.ch/champions-league/17749 ... l-gewinnen

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 Betreff des Beitrags: Re: (99) Guillaume Hoarau
 Beitrag Verfasst: Dienstag 18. September 2018, 22:42 
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Vor CL-Start gegen ManUnited

Hoarau weiss, wie Champions League geht

Im Gegensatz zu den meisten seiner YB-Mitspieler hat der Franzose in der «Königsklasse» schon Spuren hinterlassen.

Am Mittwoch starten die Young Boys gegen Manchester United in die Gruppenphase der Champions League. Bei Guillaume Hoarau ist die Vorfreude schon gross: «Wir sind extrem motiviert. Das Stadion wird voll sein.»

Für die meisten YB-Akteure ist die «Königsklasse» Neuland. Auch für Hoarau ist der Auftritt auf der grössten Bühne im europäischen Klub-Fussball etwas ganz Spezielles. «Ich kenne die Champions League nicht wirklich, auch wenn ich ein bisschen Erfahrung habe. Sie ist aber auch für mich neu.»

Hoarau hat in der CL schon getroffen

Ein Blick in die Statistik zeigt, dass Hoarau in der Champions League allerdings schon seine Spuren hinterlassen hat. 2012 stand er für Paris St-Germain in der Gruppenphase in den beiden Partien gegen Dinamo Zagreb insgesamt 27 Minuten auf dem Feld. Beim 4:0 zuhause traf er kurz nach seiner Einwechslung zum Schlussresultat.

Neben Hoarau haben mit Miralem Sulejmani und Loris Benito noch zwei weitere aktuelle YB-Spieler schon in der Champions League gespielt. Sulejmani kommt auf 16 Einsätze für Ajax Amsterdam und Benfica Lissabon (ein Tor). Benito stand ebenfalls für Benfica einmal auf dem Platz.

Es bringt nichts, uns schon vor dem Spiel unter Druck zu setzen.
Autor: Guillaume Hoarau


Alle anderen Spieler erleben am Mittwoch ihre Feuertaufe. Spezielle Massnahmen braucht es laut Hoarau deshalb aber nicht. «Es ist ein Spiel, das wir vorbereiten wie immer. Es bringt nichts, uns schon vor dem Spiel unter Druck zu setzen», sagt der Franzose. «Wir müssen uns mental gut vorbereiten. Wir können Fussball spielen.»
Live-Hinweis

Verfolgen Sie die CL-Partie von YB gegen Manchester United am Mittwoch um 21:00 Uhr auf SRF zwei und in der Sport App. Bereits ab 18:30 Uhr gibt es einen Rückblick auf die Dienstagsspiele sowie eine Vorschau auf den Match der Young Boys.

Mit Manchester United wartet gleich zum Auftakt ein Schwergewicht auf die Young Boys. Hoarau ist aber überzeugt, dass sein Team gegen die «Red Devils» von José Mourinho eine Chance haben wird. «Am Ende sind es auch nur Menschen. Sie haben also Schwächen und es liegt an uns, diese auszunützen. Wir müssen bereit sein für einen Exploit.»


https://www.srf.ch/sport/fussball/champ ... eague-geht

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 Betreff des Beitrags: Re: (99) Guillaume Hoarau
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 19. September 2018, 00:01 
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18.09.2018

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YB-Stürmer Guillaume Hoarau: «Die Champions League-Hymne ist wie Bob Marley»

Guillaume Hoarau steht mit YB vor den Champions-League-Spielen. Trotz den drei Hochkarätern Manchester United, Juventus Turin und Valencia glaubt Hoarau an sich und sein Team und sagt: «Ich glaube, dass wir so ein, zwei Spiele gewinnen können.» Daran ändert auch sein schlechtes Gedächtnis nichts.

Mit einem Grinsen auf dem Gesicht trottet Guillaume Hoarau zum Interview. Ihn bringt so schnell nichts aus der Ruhe. Seit der 34-jährige Franzose im Sommer 2014 nach Bern kam, geht es mit YB stetig bergauf. Jetzt gipfelte die positive Entwicklung mit dem ersten Meistertitel seit 32 Jahren und der erstmaligen Teilnahme an der Champions League. Hoarau legte mit seinen beiden Toren gegen Zagreb den Grundstein für die Qualifikation. Am Mittwoch kommt jetzt zur Belohnung Manchester United ins Stade de Suisse.

Ebenfalls in der Gruppe sind Juventus Turin und Valencia. Guillaume Hoarau ist einer der wenigen im YB-Kader, der weiss, was ihn erwartet. 2012 wurde er für Paris Saint-Germain in der Gruppenphase – lustigerweise ebenfalls gegen Zagreb – zweimal kurz vor Schluss eingewechselt. In 27 Minuten Spielzeit gelang Hoarau sogar schon ein Tor. Doch eigentlich wird sein Bubentraum von der Champions League erst jetzt so richtig wahr.

Was ist Ihre erste Erinnerung an die Champions League?

Guillaume Hoarau: Ouh. Ich habe ein ganz schlechtes Gedächtnis. Ich kann mich erinnern, wie ich Anfang der 2000er Jahre Spiele von Real Madrid geschaut habe. Ich war ein Fan der Galaktischen. Ronaldo war mein Idol. Der Brasilianische.

Jetzt spielen Sie gegen den anderen Ronaldo. Auch nicht schlecht oder?

Ja. Aber von den Galaktischen sind wir meilenweit entfernt. Wir sind nur die kleinen Young Boys. Wir wollen die Gunst der Stunde nutzen und Spass haben. Dafür müssen wir uns auf dem Platz zerreissen.

Am Mittwoch wartet zunächst Manchester United. Ganz Bern sehnt sich diesem Spiel entgegen.

Seit Anfang des Jahres spüren wir Spieler, wie die Stadt mit dem Verein auf der Erfolgswelle schwimmt. Das tut gut. Dass wir jetzt Champions League spielen, ist der Verdienst der ganzen Stadt. Ich hoffe, dass es nicht nur für die Spieler ein einzigartiges Erlebnis wird, sondern auch das Publikum ein grosses Fest hat. Wir brauchen den 12. Mann im Stadion.

Sie spielen gegen David de Gea, einen der besten Torhüter der Welt. Eine spezielle Herausforderung?

Als Stürmer ist es mein Job, Tore zu schiessen. Vielleicht taucht aber auch plötzlich Steve von Bergen vor David de Gea auf. Dann muss er das Tor machen und ich hoffe, dass ihm das gelingt.

Was machen Sie vor dem Spiel, um auf den Punkt eine Top-Leistung abzurufen?

Ich dehne mich, musiziere und schlafe viel. Vor Matches schlafe ich immer sehr gut.

Auch jetzt?

Die grosse Nervosität kommt erst am Spieltag. Natürlich bin auch ich in diesen Tagen aufgeregter als sonst. Ich denke nach und träume öfter. Also schlafe ich vielleicht weniger, aber immer noch gut.

Was träumen Sie? Tauchen Sie da vor dem gegnerischen Tor auf und schiessen den Siegtreffer?

Nein, ich bin kein Kind mehr. Ich träume einfach, dass wir gewinnen.

Sie waren als Kind Manchester-United-Fan. Können Sie es deswegen verschmerzen, dass Ihnen die Auslosung keine Rückkehr nach Paris beschert hat?

Klar wollte ich unbedingt nach Paris. Jetzt geht es nach Manchester, Turin und Valencia. Das ist auch super. Ich bin zufrieden mit der Auslosung. Im Vergleich mit anderen Gruppen ist unsere wohl etwas schwieriger. Aber es wäre so oder so schwer geworden.

Wie viele Punkte holt YB in dieser Gruppe?

Ich bin kein Wahrsager. Wir versuchen, die beste Leistung herauszukitzeln und dem YB-Trikot die Ehre zu erweisen. Wir haben sechs Finals. Vor allem zu Hause in Bern wollen wir es den Favoriten so schwer wie möglich machen. Das Stade de Suisse muss unsere uneinnehmbare Festung sein. Ich glaube, dass wir so ein, zwei Spiele gewinnen können.

Und wenn YB dann am Ende doch als Letzter ausscheidet?

Von zehn Leuten, glauben neun, dass wir Vierter werden. Wir sind die Einzigen, die an uns glauben. Unsere Gegner sind auch nur Menschen, die Fussball spielen.

Wie können Sie mit Ihrer Erfahrung dem jungen Team helfen?

In diesen Tagen ist noch keiner zu mir gekommen und hat um Rat gebeten. Reden bringt sowieso nicht viel. Wir müssen auf dem Platz gut sein.

Musik ist Ihre zweite Leidenschaft. Was halten Sie von der Champions-League-Hymne?

Ein schönes Lied mit einer grossartigen Geschichte. Die Mehrsprachigkeit gefällt mir.

Wie wäre es mit einem Remix Hoarau-Style?

(lacht) Nein, Nein, auf keinen Fall. Diese Hymne ist wie Songs von Bob Marley. Solche Lieder sollte niemand verändern.

Wie war es in den letzten Jahren die Champions League am TV zu verfolgen?

Ich bin oft in Paris. Da habe ich viele Spiele von PSG geschaut.

Im Stadion?

Nein. Bei Freunden zu Hause. Es ist aber nicht so, dass meine Dienstag- und Mittwochabende für die Champions League reserviert waren. Ich schaue nur Fussball im Fernsehen, wenn nichts Besseres kommt.

Haben Sie die Basler Exploits in der vergangenen Saison gesehen?

Nur die Highlights.

Schauen Sie sich da etwas ab? Basel hat es mehrmals geschafft, gegen grosse Namen zu gewinnen. Zuletzt gegen Manchester City und Manchester United.

Basel und YB sind zwei völlig unterschiedliche Mannschaften. Das kann man nicht vergleichen. Basel hat viel mehr Erfahrung. Aber wir wollen es ihnen nachmachen und eigene Sternstunden erleben. Wir machen das aber auf YB-Art.

Die da wäre?

Mit Entschlossenheit, Nervenstärke und grossem Einsatzwillen zu Werke gehen. Offensiv haben wir ein enormes Potenzial. Wenn wir noch ein wenig besser spielen, als sonst, können wir den Exploit schaffen.

Den ersten Exploit, die erstmalige Qualifikation für die Champions League, hat YB auch wegen Ihrer zwei Tore gegen Zagreb geschafft. Was spielte sich in Ihrem Kopf vor dem Penalty ab?

Das war nur ein weiterer Penalty. Klar, der Druck war etwas höher, weil es ein entscheidender Penalty war. Da können sich viele Dinge im Kopf abspielen. Aber ich habe lediglich gut geatmet und mich auf die Ausführung konzentriert. Das dauert ein oder maximal zwei Sekunden. Dann schiesse ich einfach.

Wissen Sie vorher, wo Sie hinschiessen?

Manchmal Ja, manchmal nein.

Wovon hängt das ab?

Das ist so ein Gefühl, das ich kurz vor dem Elfmeter habe. Davon lasse ich mich leiten.

Waren die beiden Treffer gegen Zagreb die wichtigsten Ihrer Karriere?

Das würde ich nicht sagen. Für Stürmer ist jedes Tor wichtig. Es gibt einfach welche, die entscheidender und etwas mehr wert sind als andere.

In diesem Fall Millionen mehr.

Ja. Es ist lustig, dass wir darüber sprechen. Ich muss gestehen: Ich vergesse Tore sehr schnell. Für mich sind die Tore in der Zukunft, die ich noch nicht geschossen habe, die wichtigsten.

Sie haben wirklich die beiden Tore gegen Zagreb schon vergessen?

Ok, Nein. Diese Tore waren so speziell, dass ich mich noch daran erinnere. Aber an viele andere nicht. Ich habe wirklich kein gutes Gedächtnis. Ich weiss auch nicht, wie viele Tore ich überhaupt geschossen habe.

In Bern waren es in 136 Spielen 91 Tore. Jetzt sind Sie eine Ikone der Young Boys, ein Teil der Mannschaft, die Historisches erreicht hat. Wie fühlt sich das an?

Ich sehe mich nicht als Held. Ich kann ganz normal durch die Strassen laufen, ohne dass ich von Fans umzingelt werde. Wir sind schliesslich in Bern und nicht in Paris. Das Schöne an der Schweizer Mentalität ist, dass man sich hier einfach auf den Fussball konzentrieren kann.

Trotzdem sind Sie das Gesicht des Berner Aufschwungs.

Ich bin einfach ein Mensch, der die Dinge immer noch besser machen will. Die positive Entwicklung der Young Boys hat schon begonnen, bevor ich 2014 nach Bern kam. Jetzt bin ich einfach erleichtert, dass wir mit der Meisterschaft und der Champions League etwas Grosses erreicht haben. Für die Stadt, für die ganze Schweiz ist es gut, was die Young Boys erreicht haben. Wenn meine Tore helfen, dass die Generationen nach mir ebenfalls erfolgreich sind, umso besser.


https://www.aargauerzeitung.ch/sport/fu ... -133176756

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 Betreff des Beitrags: Re: (99) Guillaume Hoarau
 Beitrag Verfasst: Sonntag 14. Oktober 2018, 17:12 
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Hoarau verzückt YB-Fans im Stauffacher

Als würde er nie was anderes machen: YB-Stürmer Guillaume Hoarau gab in der Buchhandlung Stauffacher in Bern ein Konzert. Meisterlich.

«C’est pas le travail comme le foot, la musique est ma passion», sagt der Recke mit der umgehängten Gitarre, bevor er das letzte Lied anstimmt. Man muss sich das mal vor Augen führen. Guillaume Hoarau lebt den Bubentraum aller Pausenhöfe, ist einer der besten und bestbezahlten Fussballer in der Schweiz - und degradiert seine hochumjubelte Toreschiesserei im gelbschwarzen Dress quasi zum Brotjob.

Das tönt bei Lichte betrachtet irgendwie surreal, aber dem Mann im grauen Pulli nimmt man nach diesem Abend alles ab. Begleitet von einer vierköpfigen Band hat er eben seine Lieblingslieder zum Besten gegeben, von Tom Petty («Free fallin'») über Ben E King («Stand by Me») bis Bob Marley («Turn Your Lights Down Low»). Wer nun vermutet hätte, da überschätze sich ein im Jubel übermütig gewordener Kicker beim Gitärrelen, wird eines Besseren belehrt. Hoaraus Auftritt ist grossartig. Er ist ein richtig guter Sänger und ein begnadeter Unterhalter. Den Applaus, der dem Franzosen aus La Réunion da entgegenbrandet, wünscht sich mancher Berufsmusiker nur einmal in seiner Karriere zu erleben.

Ja, und der Jubel kommt nicht von ungefähr. Zunächst ist er angesichts des vollgestopften Untergeschosses in der Buchhandlung Stauffacher sichtlich nervös. «Das sind viele Leute», sagt er, doch mit den ersten Takten von «Free Fallin'» weicht die Anspannung schon der Freude. Der Herrscher über die Strafräume hat auch den zum Konzertsaal umfunktionierten strafraumgrossen Raum bestens im Griff. 200 Fans erleben einen Star ohne Allüren. Als er Co-Sängerin Irina Mossi die Bühne für einen Alicia-Keys-Song überlässt, setzt er sich zu den Kindern in der ersten Reihe und feiert den Auftritt der Kongo-Bielerin.

Nun, «Passion» und «Profession», Leidenschaft und Beruf kann der Held dann doch nicht so richtig trennen. Kein Wunder bei einem Publikum voller Fussballfans aller Geschlechter und Alter. Je länger, je mehr, wird der Abend zur wunderlichen Mischung aus sinnlich vorgetragenen Nummern und rauen Fangesängen, wobei Hoarau höchstselbst einen neuen Schlachtruf lanciert: Den Refrain «Uh, Baby I love your way» seines Helden Bob Marley ändert er zu «Uh Baby I love YB», und 200 Kehlen singen noch so gerne mit.

Es ist heiss im Stauffacher, aber einzelne Songs singt Hoarau so gut, dass es einen kalt den Rücken runterfröstelt. «Love yourself» von Justin Bieber (der vor einem Jahr im YB-Trikot im Wankdorf konzertiert hat) wird zu einem Höhepunkt. Zwei in Fanartikel gewandete junge Frauen bittet er zur gesanglichen Unterstützung auf die Bühne. Als der einen ob der Affiche (Bieber! UND Hoarau!) die Stimme im Hals stecken blieb, leistete das Publikum wohlwollenden Unterstützungsapplaus.

Keine Frage, an solchen Abenden wird Friede gestiftet - und es werden Legenden gebildet. Wer über Liebe singt, wird Liebe ernten, und dem Charmeur mit dem spitzbübischen Grinsen fliegen die Herzen zu, als hätte er gerade mit einem lupenreinen Hattrick die Meisterschaft entschieden. «I wanna give you some good Lovin'», singt Hoarau zum Schluss in den Bücherladen. Und jetzt darf er die Liebe zu den Berner Farben gerne wieder mit Toren in den Strafräumen seines Brotjobs befeuern.


https://www.bernerzeitung.ch/region/ber ... y/12557655

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 Betreff des Beitrags: Re: (99) Guillaume Hoarau
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 24. Oktober 2018, 01:48 
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