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 Betreff des Beitrags: Re: (26) David von Ballmoos
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 4. April 2018, 18:43 
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Goalie Von Ballmoos trainiert wieder

Muss jetzt Wölfli wieder auf die YB-Bank?

YB-Goalie David von Ballmoos trainiert nach seiner Schulterluxation wieder mit der Mannschaft. Steht das Comeback der eigentlichen Nummer eins kurz bevor?

Es war eine Hiobsbotschaft, als YB seinen Fans verkünden musste, dass sich David von Ballmoos die Schulter im Training ausgekugelt habe, operiert werden müsse und drei Monate ausfalle. Viele deuteten das bereits als Zeichen, dass YB nun in sich zusammenbrechen und im Titelkampf keine Chance haben werde. Zumal nicht mit Marco Wölfli im Tor, dem eigentlichen Sinnbild für «veryoungboysen».

Die Geschichte hat uns eines anderen belehrt.

Drei Monate sind noch nicht ganz vergangen, seit Von Ballmoos sich die Schulterverletzung zugezogen hat. Das war unmittelbar vor der Abreise ins Trainingscamp im spanischen Jerez am 10. Januar. Nun steht der Emmentaler wieder auf dem Platz.

«Wir gehen kein Risiko ein»
«Er hat grünes Licht fürs Teamtraining erhalten», bestätigt Sportchef Christoph Spycher. «Allerdings trainiert er noch individuell mit Goalietrainer Stefan Knutti. Er darf alle Bewegungen machen, aber noch nicht in Zweikämpfe gehen.»

Heisst das also, dass Von Ballmoos bald sein Comeback gibt und Marco Wölfli im Tor ablöst? Natürlich wird das nicht geschehen. Zu stark spielt der Oldie. «Wir gehen kein Risiko ein», so Spycher. «Und über solche Dinge zerbrechen wir uns den Kopf ohnehin nicht.» Trainer Adi Hütter ergänzt: «Wichtiger ist, dass David nächste Saison wieder hundert Prozent fit ist.»

Das Szenario ist sowieso klar. YB wird Ende April, Anfang Mai Meister werden. Dann kann man Von Ballmoos noch ein, zwei (bedeutungslose) Spiele machen lassen, bevor die heisse Phase der Vorbereitung auf den Cupfinal beginnt.

Luxusprobleme haben die, in Bern.


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 05613.html

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 Betreff des Beitrags: Re: (26) David von Ballmoos
 Beitrag Verfasst: Samstag 14. April 2018, 11:11 
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«Da flogen mir die Bälle um die Ohren»

David von Ballmoos beschreibt das Gefühl, ausgerechnet jetzt zuschauen zu müssen, wenn YB vor dem ersten Titel seit 31 Jahren steht.

Welche Frage wird Ihnen derzeit am häufigsten gestellt?
David von Ballmoos: Wann stehst du wieder im Tor?

Ist Ihnen die Frage verleidet?
Ich schätze es, wenn ich erkannt werde und sich die Leute nach mir erkundigen. Es ist doch ein Privileg, Fussballer zu sein. Das sagt mir meine Freundin auch oft. Am Montag waren wir einkaufen. Weil gerade Schulferien sind, standen plötzlich ganz viele Kinder um mich herum. Ich nahm mir sehr gerne Zeit für sie.

Wann stehen Sie wieder im Tor?
Seit zwei Wochen trainiere ich individuell mit Goalietrainer Stefan Knutti auf dem Platz. Dem Team läuft es ausgezeichnet, Marco Wölfli macht einen tollen Job. Es ist nicht nötig, etwas zu überstürzen. Wir haben Zeit, an Details zu feilen. Etwas, das ich in der Vorrunde mit den vielen Spielen nicht tun konnte.

Woran denken Sie?
Zu Beginn ging es darum, Timing und Ballgefühl zu erlangen. Als ich das erste Mal wieder im Tor stand, flogen mir die Bälle nur so um die Ohren. Man muss von Neuem lernen, die Flugkurven einzuschätzen. Da hilft nur üben, üben, üben.

Besteht bei Ihnen die Gefahr, zu viel zu wollen?
Ja. Als ich in die erste Mannschaft kam, absolvierte ich die Lehre zum Landmaschinenmechaniker. Der damalige Goalietrainer Paolo Collaviti sagte mir bald einmal, ich müsse auf mich und meinen Körper mehr achtgeben. Es sei wichtig, auch mal einen Tag lang freizumachen. Ich wollte das zuerst nicht glauben. An Antrieb hat es mir nie gefehlt.

Da hilft nur üben, üben, üben.
David von Ballmoos


Sind Sie mittlerweile der gleichen Meinung wie Collaviti?
Die Regeneration ist für einen Sportler genauso wichtig wie das Training. Ich bin froh, habe ich Menschen um mich herum, die mich bremsen – falls nötig. In den letzten Monaten trainierte ich gemäss Plänen, die sowohl von den Physiotherapeuten als auch vom Goalietrainer abgesegnet wurden. Ich hielt mich daran.

Welches sind die nächsten Schritte?
Wir arbeiten an der Athletik, der Sprungkraft, der Schnelligkeit, der Reaktionsfähigkeit, der Beweglichkeit der Schulter. Wir betreiben auch viel Videostudium. Die Arbeit geht einem nie aus.

Das klingt nach einem langfristigen Plan. Ist es nicht Ihr Ziel, in dieser Saison zu spielen?
Klar möchte ich schnellstmöglich auf den Platz zurückkehren. Aber zuerst muss ich wieder mit dem Team trainieren können. Jetzt zu sagen: ‹Ich will in einem Monat im Tor stehen›, und dabei ausser Acht zu lassen, was Wölfli geleistet hat, wäre völlig falsch.

Es sieht danach aus, dass Wölfli nach fast zwanzig Jahren doch noch einen Titel mit YB gewinnen wird. Freut Sie diese schöne Geschichte auch?
Ja, es wäre eine wunderbare, märchenhafte Geschichte.

Glauben Sie ans Schicksal?
Und wie! Harte Arbeit zahlt sich aus, das ist ein Grundsatz von mir. In der Reha habe ich mir gesagt, du hast zwei Möglichkeiten: Entweder du haderst, oder du versuchst, das Beste daraus zu machen. Wölfli hat sich in all den Jahren ohne zu klagen in den Dienst des Teams gestellt. Er hat mich immer unterstützt. Auch dafür wird er hoffentlich belohnt.

Jetzt zu sagen: ‹Ich will in einem Monat im Tor stehen›, und dabei ausser Acht zu lassen, was Wölfli geleistet hat, wäre völlig falsch.
David von Ballmoos


Können Sie Wölfli ebenfalls unterstützen?
Ich probiere es. Doch er verfügt über so viel Erfahrung, dass er meine Hilfe nicht in dem Mass benötigt wie ich seine. Er weiss, dass ich für ihn da bin. Wir reden oft zusammen, vor allem unter der Woche. Wir haben seit je ein gutes Verhältnis.

Vielleicht, weil er sich in Ihnen wiedererkennt?
Das habe ich mich auch schon gefragt. Wir kommen beide aus der Region Bern, wir wissen, was es bedeutet, für YB zu spielen. Wir sind ähnliche Typen, wir leben die neunzig Minuten auf dem Platz voll mit, sind Arbeiter. Er aber soll schon früh als grosses Talent gegolten haben, was auf mich nicht zutraf.

Welches sind Ihre erste Erinnerungen an Wölfli?
(überlegt) Mit 16, 17 durfte ich ab und zu mit der ersten Mannschaft trainieren, Wölfli war die Nummer 1. Das Problem für mich war: Wir hatten es von Beginn an lustig zusammen, er konnte Witze machen und einen Moment später die Übung fokussiert durchziehen, ich jedoch nicht. Es dauerte, bis ich begriff: Es ist zwar cool hier, aber willst du dich auf Dauer etablieren, musst du dich auch zusammenreissen können.

Letzte Saison waren Sie an Winterthur ausgeliehen, trainierten einmal pro Woche bei YB. Es zeichnete sich ab, dass Sie und Wölfli auf diese Saison hin zu Konkurrenten würden. War das eine Probe für Ihr Verhältnis?
Nein, er hat mir auch in dieser Zeit Ratschläge erteilt. Wir waren damals im Winter zufällig beide in Dubai in den Ferien. Als ich davon erfuhr, schrieb ich ihm. Meine Freundin und ich verbrachten einen schönen Abend mit seiner Familie. Er sagte mir, er würde sich freuen, wenn ich im Sommer zu YB zurückkehren würde. Solche Episoden zeigen, was für ein grosses Herz er hat.

«Das Problem für mich war: Wir hatten es von Beginn an lustig zusammen.»

David von Ballmoos über seinen Konkurrenten Marco Wölfli


Sportchef Christoph Spycher sagte nach Ihrer Verletzung, Sie seien der YB-Goalie der Zukunft. Hat das geholfen?
Dieses Vertrauen zu spüren, tat mir enorm gut. Wenn man verletzt ist, macht man sich ständig Gedanken. Wann werde ich wieder fit? Was wird aus mir? Man steigert sich in etwas hinein. Solche Worte helfen enorm. Auch für meine Eltern war es schwierig, die Verletzung zu akzeptieren.

Inwiefern?
Sie konnten die Tragweite nicht einschätzen. Mein Vater dachte, dass Fussballer im Verletzungsfall schnell entlassen werden können. Er sagte zu mir: Was machst du jetzt? Eine solche Betroffenheit zu spüren, ist schön. Aber man darf sich von den Sorgen nicht anstecken lassen.

Was war der schwierigste Moment?
Der Moment, in dem es passierte, war sehr schwierig. Ich hatte die Verletzung im Herbst 2014 schon einmal und wusste sofort, irgendetwas stimmt nicht. Als der Arzt von drei, vier Monaten Pause sprach, war das ein Aufsteller – bei meiner ersten Schulterverletzung waren die Ärzte von über einem halben Jahr Pause ausgegangen. Am Anfang erzielte ich auch grosse Fortschritte. Aber plötzlich kam der Punkt, an dem man denkt: Es geht nicht mehr voran. Das war nicht leicht.

Zumal die Teamkollegen gleichzeitig von Erfolg zu Erfolg eilen?
Ich wurde oft gefragt, wie es sei, in einer der wohl schönsten Rückrunden der Clubgeschichte nicht im Tor stehen zu können. Plötzlich fängt man an, das zu realisieren. Das war hart. Es brauchte Zeit, damit umgehen zu können. Mittlerweile kann ich sagen, dass ich mich auf jedes Spiel freue. Zuletzt in St. Gallen machte es einmal mehr unglaublich Spass, dem Team zuschauen.

Wie verfolgen Sie die Spiele?
Ich sitze neben Teamkollegen auf der Tribüne. Ich kann jeweils sagen: Ich bin nicht in der Lage, zu spielen. Meine Kollegen stehen zum Teil aber nicht im Aufgebot, obwohl sie fit sind. Ich denke, dies ist viel schwieriger zu verarbeiten. Nun kann ich verstehen, warum ein Ersatzspieler auch mal einen schlechten Tag hat, nicht gut gelaunt ist. Eine wichtige Erkenntnis aus meiner Verletzungspause ist: Es ist ein Privileg, spielen zu können.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/13801959

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 Betreff des Beitrags: Re: (26) David von Ballmoos
 Beitrag Verfasst: Freitag 27. April 2018, 23:04 
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Bauernsohn vor Meistertitel

Die Berner Young Boys können am Samstagabend ihre 32-jährige Durststrecke beenden. Gewinnen sie gegen Luzern, sind sie Schweizer Fussballmeister. Eine wichtige Rolle nimmt auch der Bauernsohn David von Ballmoos ein.

Ganz Bern ist seit einigen Wochen in grosser Euphorie, denn YB kann sich mit einem Sieg im 32. Meisterschaftsspiel den 12. Meistertitel der Clubgeschichte sichern. Der Vorsprung auf Titelverteidiger FC Basel beträgt 13 Punkte. Die 31'200 Plätze im Wankdorfstadion sind seit über einer Woche ausverkauft. Die Stadtberner haben nun 5 Matchbälle, um sich die Meisterschaft zu sichern.

Hervorragende Leistungen

Eine wichtige Rolle im Team der Hauptstädter nimmt Goalie David von Ballmoos ein. Der 23-jährige Emmentaler ist auf einem Bauernhof auf der Lueg aufgewachsen. von Ballmoos wurde zuvor während zwei Jahren an den FC Winterthur aus der Challenge League ausgeliehen. Dort holte er sich Spielpraxis. Im vergangenen Juli trat der 1.92 Meter grosse Hüne die Nachfolge von Yvon Mvogo an, der die Berner in Richtung Leipzig (1. Bundesliga) verliess.

In Bern konnte sich von Ballmoos sogleich hervorragend in Szene setzten. In der Champions League-Qualifikation brachte er die gegnerischen Mannschaften mit seinen Paraden zum Verzweifeln. In der Meisterschaft konnte YB dank den guten Leistungen des Emmentalers den FC Basel auf Distanz halten. In 17 Partien musste von Ballmoos nur 18 Mal hinter sich greifen. Dementsprechend ist sein Marktwert innerhalb eines halben Jahres um rund 1.1 Millionen auf 1.8 Millionen Franken gestiegen.

Lebte bis vor 3 Jahren auf dem Bauernhof

Im Januar schlug aber die Verletzungshexe zu. Er zog sich im Trainingslager in Südspanien eine Schulterverletzung zu. Diese setzte ihn die Rückrunde ausser Gefecht. Anstelle des ruhigen Emmentalers kehrte nach 4 Jahren die YB-Legende Marco Wölfli ins Tor zurück.

David von Ballmoos hat bis vor 3 Jahren noch auf dem Bauernhof seiner Eltern gelebt. Beim Misten, Melken und Heuen packte er mit an, berichtete die «Berner Zeitung» im Juli 2017. Bereits in der 6. Klasse war dem Modellathleten klar, dass er eine Lehre als Landmaschinenmechaniker absolvieren will. Diese schloss er ab. Und noch heute hilft er dem Vater beim Reparieren der Landmaschinen.

Zuerst Verteidiger

Zum Fussball kam der 88 Kilo schwere Emmentaler durch seine Lehrerin, wie er der «Berner Zeitung» sagte. Zuerst wurde er beim Koppiger SV als Verteidiger eingesetzt, später wurde der Grossgewachsene ins Tor versetzt. Mit 14 Jahren schloss sich der Bauernsohn den BSC Young Boys an.

Und nun steht von Ballmoos, obwohl er derzeit nicht mittun kann, kurz vor dem Meistertitel mit YB. Noch fehlt der Mannschaft ein Sieg bis zum lang ersehnten Triumph. Im Tor im Spiel gegen Luzern wird Wölfli stehen. Dem jungen von Ballmoos gehört in Bern aber die Zukunft. Und Ende Mai spielt YB noch im Cupfinal – vielleicht mit dem Emmentaler im Tor.

In Bern herrscht eine riesige Euphorie. Der letzte Meistertitel wurde 1986 realisiert, ein Jahr später holte YB noch den Cupsieg. In den 90er-Jahren stiegen die Berner gar in die zweihöchste Liga. Ende der 90er-Jahre drohte gar der Konkurs. Zwar konnten sich YB, auch dank dem neuen Stadion und neuen Geldgebern, erholen. Die bitteren Niederlagen bei den Finalissimas von 2008 und 2010 gegen den FC Basel sowie den vergeigten Cupfinals von 2006 und 2009 gegen den FC Sion sind bis heute eine schwere Last. Mit einem Sieg gegen Luzern könnte sich YB von dieser Last befreien. Eine Freinacht ist bereits bewilligt. Den Pokal würde YB erst am 13. Mai 2018 überreicht.


https://www.schweizerbauer.ch/vermischt ... 41899.html

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 Betreff des Beitrags: Re: (26) David von Ballmoos
 Beitrag Verfasst: Samstag 5. Mai 2018, 15:23 
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Von Ballmoos, Sempach und Käser

YB-Hexer trifft seine bösen Kumpels!

Die Überschwinger Matthias Sempach (32) und Remo Käser (22) haben eine Gemeinsamkeit mit YB-Goalie David von Ballmoos (23): Sie haben für den SV Koppigen gespielt.

Sechs Kilometer vom Vereinsgelände des 3.-Ligisten SV Koppigen entfernt steht in Kirchberg im Emmental das «Chäsi-Pub». Hier haben sich drei echte Giganten am Töggelikasten verabredet – Meistergoalie David von Ballmoos, der seine Fussballkarriere bei Koppigen lanciert hat, fordert im Alleingang die schwergewichtigen Ex-SVK-Junioren Matthias Sempach und Remo Käser.

Nach ein paar Sprüchen und Duellen am Kasten wirds Zeit, um bei einem kühlen Getränk ein paar Dinge zu klären. Von Ballmoos fragt die Bösen: «Wie lange habt ihr für Koppigen Fussball gespielt?» «Ich war während drei Saisons Flügelstürmer bei den Junioren», antwortet Käser. Und Sempach? Er spielte mit 6 Jahren eine Saison als Stürmer. «Aber weil ich damals viel mehr mit Schnellkraft als durch Ballkunst aufgefallen bin, war der Wechsel vom Rasen ins Sägemehl für mich der logische Schritt!»

Heute verfolgt der Schwingerkönig von 2013 den Fussball mit kritischer Distanz: «Ich gehe nur selten ins Stadion. Ich ärgere mich immer, wenn die Fans den Gegner auspfeifen. Das gehört sich einfach nicht.» Der Bauernsohn und gelernte Landmaschinenmechaniker Von Ballmoos sieht das ganz anders: «Für mich gibt es kaum eine wirkungsvollere Motivationsspritze, als in Basel von 30'000 Fans ausgepfiffen zu werden.»

Sempach schüttelt ungläubig den Kopf: «Ich werde gewisse Fussballeigenheiten nie ver­stehen. Ich bin auch für Nulltoleranz, wenn es um den Umgang mit Schiedsrichtern geht. Wenn ein Spieler den Schiri lautstark und gestenreich attackiert, schwappt das Ganze über aufs Publikum. Und genau das ist gefährlich.»

Das sieht der YB-Hexer ähnlich: «Es ist in Ordnung, wenn ein Spieler anständig mit dem Schiri über einen umstrittenen Entscheid diskutiert. Aber ich rege mich selber darüber auf, wenn ich ein Spiel sehe, in dem der Schiri von den Spielern mit unsportlichen Gesten eingedeckt wird. Und es ist schädlich, wenn Spieler ständig die Entscheidungen kritisieren, auch wenn sie ganz genau wissen, dass der Schiri korrekt entschieden hat.»

Aber können sich die Bösen vorstellen, dass im Schwing­sport eines Tages wie im Fussball der Videobeweis eingeführt wird? «Würde bei einem Schwingfest mit 200 Teilnehmern in jedem zweiten Kampf eine Szene auf Video gesichtet, fände der Schlussgang wohl erst um Mitternacht statt», glaubt Käser, der am Sonntag wie Sempach am Berner Mittel-ländischen in Habstetten das erste Kranzfest in dieser Saison bestreitet.

Der Saisonhöhepunkt wird für Mättu und Remo in diesem Jahr das Berner Kantonale am 12. August in Utzenstorf darstellen. Kollege Von Ballmoos wird sich dann bereits auf seinen Einsatz in der Quali­fikation zur Champions League vorbereiten.


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 43015.html

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 Betreff des Beitrags: Re: (26) David von Ballmoos
 Beitrag Verfasst: Dienstag 12. Juni 2018, 12:25 
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News zu Von Ballmoos, Marzino, Schick & Kronig

Der BSC Young Boys freut sich sehr, die Vertragsverlängerungen der Goalies David von Ballmoos und Dario Marzino sowie von Thorsten Schick bekanntzugeben. Der 23-jährige Von Ballmoos, der sich von seiner Schulterverletzung erholt hat und beim Trainingsbeginn am 20. Juni wieder voll einsatzfähig sein wird, hat seinen noch ein Jahr laufenden Vertrag vorzeitig bis 2022 verlängert. Er steht für die YB-Werte und wird ein wichtiger Baustein für die Zukunft der Young Boys sein.

Der neue Kontrakt des 21-jährigen Dario Marzino ist bis Sommer 2021 datiert.

Thorsten Schick und YB haben einen neuen Einjahresvertrag abgeschlossen. Der 28-jährige Österreicher war vor zwei Jahren von Sturm Graz gekommen. In der Meistersaison 2017/18 kam der vielseitig verwendbare Teamplayer zu 33 Einsätzen (Super League 23, Europa League und Schweizer Cup je 5).

In der neuen Saison wird ein Spieler mit Jahrgang 2000 der ersten Mannschaft der Young Boys angehören: Der bald 18-jährige Jan Kronig (geboren am 24. Juni 2000) hat bei YB einen Vertrag bis Sommer 2022 unterschrieben. Der 1,85 cm grosse Schweizer Nachwuchs-Nationalspieler gehörte in der letzten Saison als Innenverteidiger zu den Leistungsträgern der zweiten YB-Mannschaft.


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 Betreff des Beitrags: Re: (26) David von Ballmoos
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 18. Juli 2018, 10:47 
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18.07.2018

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Die Legende im Nacken

Marco Wölfli ist der gefeierte Meistergoalie, David von Ballmoos steht künftig wieder im YB-Tor. Es ist eine Konstellation mit Tücken.

Es ist ein herrlicher Sommerabend, als David von Ballmoos beim Burkhalter-Cup im Juni gegen Xamax erstmals wieder im Tor der Young Boys steht. Es gibt Würste und Bier und drängendere Themen als das Comeback des Goalies: der neue Trainer Gerardo Seoane etwa, die neuen Spieler, die WM. Eine Stunde später beginnt das zweite Gruppenspiel der Schweiz gegen Serbien, das mit der Doppeladleraffäre die Berichterstattung tagelang dominieren wird.

Von Ballmoos’ Rückkehr bleibt eine Randnotiz. Für den YB-Goalie jedoch ist es nicht einfach ein Testspiel. Für ihn ist es die ultimative Hauptprobe nach fünfmonatiger Verletzungspause. Der 23-Jährige hat sich in den Wochen davor im Training mit Goaliecoach Stefan Knutti Extrembelastungen ausgesetzt, ist mit voller Kraft gehechtet, hat sich durchgestreckt, hundert-, zweihundertmal. Er vertraut wieder auf die Schulter, seine Problemzone, in die er schon lange viel Zeit investiert, die ihn innert vier Jahren dennoch zweimal im Stich gelassen hat.

Der Wettkampf aber lässt sich nicht simulieren. Auf dem Spitalacker steht ihm erstmals wieder ein Gegner gegenüber, der auf ihn zurennen wird, dessen Bewegungen sich höchstens antizipieren lassen. Ein Zögern, ein Zurückziehen, ein Fehler, und Zweifel an seiner Leistungsfähigkeit werden aufkommen.

Doch von Ballmoos erledigt seinen Job, wie man das von ihm gewohnt ist: schnörkellos, solid, stilsicher. Er spielt zu null. «Ich war froh, wurde im Vorfeld nicht über mein Comeback gesprochen. So konnte ich ungestört mein Ding durchziehen», sagt er.

Der lange Schatten Wölflis

Dass von Ballmoos’ Rückkehr keine leichte werden würde, ist schon an diesem Abend ganz am Anfang der Vorbereitung zu spüren. Neben der kleinen Tri­büne auf dem Spitalacker thront der goldene Meisterpokal auf schwarzem Podest. Vor ihm hat sich eine Schlange gebildet, die Zuschauer wollen sich mit der Trophäe ablichten lassen.

Jene, die nicht von Ballmoos, sondern Marco Wölfli gewonnen hat. So jedenfalls ist die Wahrnehmung in der Öffentlichkeit. Von Ballmoos’ fast makellose Vorrunde mit einigen Glanzauftritten wie jenem gegen Basel wird überstrahlt von Wölflis meisterlicher Rückrunde.

Wenn von Ballmoos sagt, er habe nicht das Gefühl, dass er irgendjemandem etwas beweisen müsse, dass er nicht bei null anfange, weil er in der Hinrunde gezeigt habe, für den Goaliejob bei YB zu genügen, stimmt das zwar. Und doch wird ihm das hier und da als Arroganz ausgelegt.

Das hat vor allem mit der Geschichte Wölflis zu tun, die so schön bewegend ist, dass sie niemanden kaltlässt. Noch heute, fast drei Monate nach dem Spiel gegen Luzern und dem gehaltenen Elfmeter, bedanken sich Wildfremde beim 35-Jährigen. Seine Heimatstadt Grenchen hat ihn soeben zum Ehrenbürger ernannt. Und in Fankreisen wird diskutiert, ihm dereinst ein Denkmal hinzustellen. Die Figur Wölfli wirft einen langen Schatten, von Ballmoos wird nicht so rasch aus ihm treten können.

Wie schwierig das sein kann, hat der Münsinger Roman Bürki in Dortmund erfahren. Die Rollenverteilung beim BVB war zwar von Beginn an klar definiert, doch gerade in der Anfangszeit forderten Fans und Medien bei ­jedem Patzer Bürkis die Rückkehr von Meistergoalie Roman Weidenfeller.

Das belebende Torhüterduell

Wie YB mit der tückischen Tor­hüterkonstellation umzugehen plant, wird schon auf dem Spitalacker ersichtlich. Seoane verteilt die Einsatzzeiten gleichmässig, Wölfli spielt gegen Breitenrain, von Ballmoos gegen Xamax. Das zieht sich durch die Vorbereitung hindurch. Und wird dem Trainer die Goaliefrage gestellt, verweist er auf den Saisonstart gegen GC.

Es scheint, als wolle Seoane ganz bewusst keine Klarheit schaffen. Konkurrenzkampf kann belebend sein, kann Reibung erzeugen, Energie geben. Und Energie können die Gelb-Schwarzen nach der sehr emotionalen Meistersaison mit all den Feierlichkeiten gebrauchen.

Das kalkulierbare Risiko

Die Vorgehensweise der Young Boys könnte anderswo für Pro­bleme sorgen, in Bern ist das Risiko kalkulierbar klein. Weil sich Wölfli und von Ballmoos respektieren und schätzen.

Der Routinier hatte sich schon um seinen jungen Konkurrenten gekümmert, als dieser mit 16 bei den Profis mittrainieren durfte. Er förderte ihn auch vorletzten Winter, als sich abzeichnete, dass von Ballmoos den wechselwilligen Yvon Mvogo ersetzten und damit zum direkten Konkurrenten aufsteigen würde. Als Wölfli damals in den Winterferien erfuhr, dass der an Winterthur verliehene von Ballmoos auch in Dubai weilt, lud er ihn und dessen Freundin zu einem gemeinsamen Nachtessen ein.

Und von Ballmoos verhehlte diesen Frühling zwar nie seinen Frust über die Schulterverletzung, er erkannte aber, dass die Blessur seinem Widersacher eine nicht mehr für möglich gehaltene Chance bot, die Karriere zu vollenden. Und er freute sich glaubhaft, als sie Wölfli auf kitschigste Art und Weise nutzte.

Der Vertrag als Zeichen

Mit der Vertragsverlängerung mit von Ballmoos im Juni bis 2022 sendete der Club ein starkes Zeichen, wer wieder die Nummer 1 sein werde. Wölfli wird sich im Sommer nicht allzu grosse Hoffnungen gemacht haben, auch wenn die Torhüterfrage offiziell immer noch nicht geklärt ist. Schliesslich kennt er die Philosophie des Clubs, auf junge aufstrebende ­Akteure zu setzen. «Natürlich möchte ich nach der grossartigen letzten Saison im Tor stehen», sagt Wölfli am Samstagvormittag nach dem Match gegen Münsingen.

Sein Nachsatz verrät, dass er sich mit seiner neuen alten Rolle abgefunden hat. Er meint: «Das Wichtigste ist, dass wir eine gute Vorbereitung gehabt haben.» Dass von Ballmoos dann am Nachmittag gegen Premier-League-Club Wolverhampton zum Einsatz kommt, ist der finale Beleg für die Hackordnung.

Und so wird David von Ballmoos am Sonntag gegen GC sein erstes Pflichtspiel für YB seit Mitte Dezember bestreiten, nicht auf der Nebenbühne Spitalacker, sondern im gut gefüllten Stade de Suisse. Ein Fehler, und die Rufe nach Marco Wölfli werden lauter. Damit wird er vorerst leben müssen.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/26745674

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 Betreff des Beitrags: Re: (26) David von Ballmoos
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 19. Juli 2018, 16:27 
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19.07.2018

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Goalie-Frage bei YB geklärt

Von Ballmoos: «Werde am Sonntag spielen»

Marco Wölfli war im Mai der grosse YB-Meisterheld. Zum Saisonstart hütet aber wieder die eigentliche Nummer 1 das Tor.

Die Young Boys werden in der neuen Super-League-Saison, die am Samstag beginnt, die grossen Gejagten sein. Die Berner dominierten die letzte Spielzeit, wurden Meister und standen im Cupfinal.

Nun stellt sich die Frage: Wer hütet 2018/19 das YB-Tor?

- Ist es David von Ballmoos (23), der eigentliche Stammgoalie, der eine starke Hinrunde spielte, sich dann aber schwer an der Schulter verletzte?

- Oder ist es Marco Wölfli (35), der Von Ballmoos in der Rückrunde tadellos ersetzte und im entscheidenden Spiel gegen Luzern mit seinem gehaltenen Penalty zum Meisterhelden avancierte?

Die Antwort heisst Von Ballmoos. Der neue Trainer Gerardo Seoane schenkt dem 23-Jährigen das Vertrauen. «Ich habe die beiden Partien am Uhrencup bestritten und werde auch am Sonntag im Tor stehen», sagte Von Ballmoos am Mittwoch änlässlich des YB-Medientages im Stade de Suisse.

Als Stammplatz-Garantie möchte der Keeper diesen Vertrauensbeweis indes nicht verstanden wissen: «Ich werde mich Spiel für Spiel beweisen müssen und zeigen, dass ich diesen Platz verdient habe.»


https://www.srf.ch/sport/fussball/super ... ag-spielen

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 Betreff des Beitrags: Re: (26) David von Ballmoos
 Beitrag Verfasst: Montag 13. August 2018, 09:15 
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«Das war ein harter Test»

YB-Goalie David von Ballmoos reagiert gelassen auf seine ersten Gegentreffer in dieser Saison. Das 3:2 in Luzern sei Beleg der mentalen Stärke, sagt er.

Nach 337 Minuten ohne Gegentor wurden Sie erstmals bezwungen. Wie fühlt es sich an?
David von Ballmoos: Die weisse Weste zu tragen, war eine schöne Nebenerscheinung. Wichtiger ist, dass wir auch heute die drei Punkte geholt haben.

Klingt so, als hätten Ihnen Ihre makellose Bilanz und ein allfälliger Vereinsrekord nicht allzu viel bedeutet.
Es ist nicht so, dass ich während der Partie stets die Minuten ­meiner Ungeschlagenheit ausgerechnet hätte. Klar wäre ich gerne unbezwungen geblieben. Aber es war wohl jedem klar, dass ich früher oder später einen Gegentreffer erhalten werde.

Nach drei souveränen Erfolgen tat sich YB in Luzern phasen­weise schwer, musste um den Erfolg zittern.
Das sind genau jene Spiele, die den Charakter unserer Mannschaft belegen. Es war ein harter Test, unser Captain Steve von Bergen musste in der Schlussphase ausgewechselt werden, zudem spielten wir kurz danach auch ohne Guillaume Hoarau, den zweiten Leitwolf. Und trotzdem brachten wir den Sieg über die Runden. Das gibt viel Zuversicht.

Für Ihren Trainer Gerardo ­Seoane war es eine spezielle Partie, nach elf Jahren beim FCL gastierte er erstmals in Luzern. Wie erlebten Sie ihn?
Er kennt die Luzerner Spieler natürlich bestens und konnte uns wertvolle Tipps geben. Er hat seine Arbeit wie immer gemacht, wir waren perfekt auf den Gegner eingestellt. Umso schöner, konnten wir dem Trainer den Sieg schenken.

Die Luzerner unterlagen am Donnerstag bei Olympiakos ­Piräus 0:4. Haben sie drei Tage später mit einer solchen Gegenwehr gerechnet?
Wir machten uns das Leben selber schwer. Gerade wegen des happigen Luzerner Programms hätten wir den Ball besser laufen lassen müssen, den Gegner müde spielen sollen. Das haben wir verpasst, so mussten wir zittern.

Nächsten Samstag gastiert YB im Cup beim FC Biel. Werden Sie im Tor stehen, oder erhält Marco Wölfli eine Einsatzchane?
Es wurde noch kein Entscheid ­gefällt. Aber natürlich möchte ich jede Partie bestreiten, darauf bereite ich mich vor.

Nach langer Verletzungspause hat sich Ihr Comeback mit vier Siegen gut angelassen. ­Erleichtert?
Die Zeit davor war kräfteraubend, vor allem mental. Jetzt habe ich den Rhythmus gefunden, wir gewinnen, alles bestens also.

Was geben Sie sich für eine ­Note?
(lacht) Für das sind Sie zuständig! Aber zwei Gegentore zu erhalten, ist suboptimal. Zudem sollte ich mal einen Penalty halten (schmunzelt). Spass beiseite: Ich bin zufrieden.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/27550929

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