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 Betreff des Beitrags: (18) Jean-Pierre Nsamé
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 19. Juli 2017, 18:47 
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Jean-Pierre Nsamé


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Position: Sturm

Rückennummer: 18

Nationalität: Kamerun / Frankreich

Geburtsdatum: 1. Mai 1993

Grösse (cm): 188

Gewicht (kg): 85

Hobbies: ?

bei YB seit: 2017

vorherige Clubs: Angers, Carquefou, Amiens, Servette FC


Statistiken:
https://www.transfermarkt.ch/jean-pierr ... ler/225055
http://www.football-lineups.com/footballer/74535

Wikipedia:
https://en.wikipedia.org/wiki/Jean-Pierre_Nsam%C3%A9

Twitter:


Facebook:
https://www.facebook.com/JeanPierreNSame/

Instagram:

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 Betreff des Beitrags: Re: (18) Jean-Pierre Nsamé
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 19. Juli 2017, 18:52 
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19.07.2017

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Zitat:
YB verpflichtet Sturmjuwel Nsamé

Drei Tage vor dem wichtigen Saisonauftaktspiel gegen Basel ist es YB gelungen, Servettes Topskorer Jean-Pierre Nsamé zu verpflichten. Der 24-Jährige Kameruner hat einen Dreijahresvertrag unterschrieben.

Es war längst kein Geheimnis mehr, dass Servettes Topskorer Jean-Pierre Nsamé bei seinem Stammklub in der Challenge League nicht mehr glücklich ist. Auch bekannt war, dass der 24-Jährige Kameruner am liebsten zu den Young Boys wechseln möchte. Dies hatte er bereits Ende Mai in einem Interview mit der «Aargauer Zeitung» festgehalten. YB kommentierte die Wechselgerüchte bislang sehr zurückhaltend, doch war nach dem Abgang von Michael Frey klar, dass Sportchef Christoph Spycher den Transfermarkt nach einem neuen Stürmer sondiert.

Seit Mittwochabend ist es fix: Der Sportchef war tatsächlich bei Nsamé erfolgreich. Der Challenge-League-Torschützenkönig (23 Toren und 5 Assists aus 31 Spielen) soll künftig bei den Bernern für Torgefahr sorgen. Nsamé hat einen Vertrag über drei Jahre mit Option auf eine weitere Saison unterschrieben, wie die Young Boys in ihrer Medienmitteilung schreiben.

Wie üblich schweigt sich YB die Höhe der Ablösesumme aus. Gemäss «Tribune de Genève» vom Mittwoch soll YB ihre Offerte jüngst auf 900’000 Franken erhöht haben. Hinzu käme eine Beteiligung an einem allfälligen Weiterverkauf. Zudem würden Boni herausspringen, falls Nsamé den Torschützentitel in der Super League gewinnt oder in die kamerunische Nationalmannschaft einberufen wird.

Lücke geschlossen

Mit dem Nsamé-Transfer hat YB auch die letzte Lücke im Kader geschlossen und hat nun neben Guillaume Hoarau, Roger Assalé und Alexander Gerndt wieder vier nominelle Stürmer.

Nsamé hatte mit starken Leistungen das Interesse vieler Klubs geweckt, sogar Basel buhlte um den 22-fachen Saisontorschützen. Vor diesem Hintergrund ist es für YB ein ordentlicher Coup, konnten sie ihren Wunschkandidaten nach Bern holen. Auch der Protagonist selbst dürfte froh darüber sein, so hatte er bei Servette seinen Abgang forciert, zuletzt weigerte er sich gar, mit der Mannschaft zu trainieren.

Vor seinem Engagement bei Servette hatte Nsamé in Frankreich gespielt, bei Amiens und Angers, wo er Teamkollege des YB-Spielers Yoric Ravet war. Nsamé wird bei YB die Nummer 18 tragen.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/28727776

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 Betreff des Beitrags: Re: (18) Jean-Pierre Nsamé
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 19. Juli 2017, 23:58 
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19.07.2017

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Zitat:
Nsamé ist endlich bei YB

Die Young Boys haben ihr Kader komplett. Von Servette kommt Challenge-League-Torschützenkönig Jean-Pierre Nsamé.

Vor zwei Monaten hatte Jean-Pierre Nsamé erklärt: «Ich will zu YB. Und YB will mich.» Am Mittwoch endlich konnten die Young Boys ihren letzten Transfer in diesem Sommer bekannt geben. Nsamé, vergangene Saison Torschützenkönig bei Servette in der Challenge League, unterschrieb einen Dreijahresvertrag mit einer Option auf eine weitere Saison. Er ist der vierte Stürmer neben den ­gesetzten Guillaume Hoarau und Roger Assalé sowie Alexander Gerndt – und ersetzt den zum FCZ gewechselten Michael Frey.

Kräftig und torgefährlich

Die Verhandlungen mit Servette hatten sich in die Länge gezogen, immer wieder wurden Details der Gespräche der welschen Presse zugespielt. Nsamé verhielt sich zuletzt ebenfalls nicht immer vorbildlich, er erzwang den Wechsel zu YB und nahm teilweise nicht mehr am Trainingsbetrieb teil. Nun hat der Kameruner sein Ziel erreicht, die Ablösesumme soll knapp eine Million Franken betragen, zudem sind Bonuszahlungen fällig bei Erfolgen des Spielers bei YB. Und auch an einem Weiterverkauf wäre Servette beteiligt.

Bei YB ist man froh, wenige Tage vor Beginn der Saison das Kader endlich voll zu haben. «Jean-Pierre Nsamé ist ein sehr wuchtiger Stürmer, der stark im Strafraum ist», sagt Trainer Adi Hütter. «Er ist ein Vollstrecker und noch lange nicht am Ende seiner Entwicklung angelangt.» Damit passe er sehr gut zum Team und zur YB-Philosophie. «Wir haben ja nur Fussballer verpflichtet, die jung und talentiert sind.»

Der 24-jährige Nsamé ist 1,88 m gross und schoss letzte Saison 23 Tore in 31 Einsätzen. «Er ist eine gute Ergänzung zu Hoarau», sagt Hütter. «Wir werden viele Partien bestreiten und sind froh um einen weiteren Stürmer.» Sportchef Christoph Spycher erklärt, Nsamé passe mit seinem Potenzial und seiner Einstellung perfekt zum Klub. Und der Stürmer sagt, er habe sich für YB entschieden, weil «mir die Verantwortlichen zu spüren gaben, dass sie mich unbedingt wollen».


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/28727776

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 Betreff des Beitrags: Re: (18) Jean-Pierre Nsamé
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 20. Juli 2017, 00:19 
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YB verpflichtet Stürmer Jean-Pierre Nsamé

Der BSC Young Boys heisst den 24-jährigen Stürmer Jean-Pierre Nsamé herzlich willkommen. Der bisherige Servette-Spieler hat bei YB einen Vertrag über drei Jahre mit Option auf eine weitere Saison unterschrieben.

Der 188 cm grosse Kameruner wurde in der vergangenen Saison bei Servette mit 23 Toren und 5 Assists aus 31 Spielen Topskorer der Challenge League. Zuvor hatte er in Frankreich gespielt, bei Amiens und Angers, wo er Teamkollege des YB-Spielers Yoric Ravet war.

Nsamé, der bei YB die Nummer 18 tragen wird, gilt als kräftiger und vielseitiger Stürmer, der mit seiner Entschlossenheit und seinem Torriecher dem YB-Angriff Impulse verleihen soll. Obwohl er Angebote anderer Klubs hatte, entschied er sich für YB, weil "mir die Klubverantwortlichen zu spüren gaben, dass sie mich unbedingt wollen." YB-Sportchef Christoph Spycher erklärt, mit seinem Potenzial und seiner Einstellung passe Nsamé sehr gut zu YB. "Er will sich entwickeln und bei uns den nächsten Schritt in seiner Karriere machen."

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 Betreff des Beitrags: Re: (18) Jean-Pierre Nsamé
 Beitrag Verfasst: Freitag 21. Juli 2017, 01:02 
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Der neue YB-Stürmer

Nsamé ist einer wie Doumbia

Vorerst ist Jean-Pierre Nsamé bei YB nur die Nummer 4 im Sturm. Doch die Fans hoffen auf einen Exploit, wie er Doumbia 2008 gelungen ist.

Schon vor zwei Monaten kündigte Jean-Pierre Nsamé an: „Ich will zu YB. Und YB will mich.“ Kurz vor Saisonstart klappt’s endlich. YB präsentiert am Mittwoch den letzten Zuzug: Nsamé hat für drei Jahre unterschrieben.

Das Empfehlungsschreiben des 24-jährigen Franzosen hat es in sich: 23 Tore in 31 Spielen. Nsamé ist Topskorer bei Servette. Topskorer der Challenge League.

Doch der Knipser muss sich bei YB in der Stürmerhierarchie erst mal hinten anstellen. Er dürfte nach dem grossen Guillaume Hoarau (1,92 m) und dem kleinen Roger Assalé (1,63 m), die gesetzt sind, und nach dem Schweden Alexander Gerndt die Nr.4 sein.

Nsamé ersetzt den zum FCZ abgewanderten Michael Frey. Wie lange braucht der bullige Strafraum-Stürmer Nsamé, um die Hackordnung über den Haufen zu werfen?

Klar ist: Ein Klub, der es sich leisten kann einen Knipser wie Nsamé auf die Bank zu setzen, muss sich um die Offensive keine Sorgen machen.

Die YB-Fans hoffen, dass Nsamé den Doumbia macht. Als der Ivorer in der Saison 2008/09 war er auch nur Joker. Doch nicht irgendeiner: Der damals 20-Jährige war der beste Joker, den die Super League je gesehen hat. Doumbia erzielte 20 Tore und 10 Assists, obwohl er oft nur für die letzte Viertelstunde zum Zug kam.

In jener Saison konnte YB übrigens den grossen FC Basel zum letzten Mal in die Schranken weisen. Zum Titel reichte es dennoch nicht, dieser holte der FCZ mit 5 Punkten Vorsprung auf YB.


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 23047.html

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 Betreff des Beitrags: Re: (18) Jean-Pierre Nsamé
 Beitrag Verfasst: Freitag 4. August 2017, 18:13 
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 Betreff des Beitrags: Re: (18) Jean-Pierre Nsamé
 Beitrag Verfasst: Montag 11. September 2017, 22:00 
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11.09.2017

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Zitat:
Jean-Pierre Nsamé ist der neue YB-Topskorer

«Ich fühle mich wie ein Fisch im Wasser!»

Jean-Pierre Nsamé fühlt sich in Bern pudelwohl. Er ist auf der Jagd und bleckt seine Zähne. So ist YB Leader geworden.

Es sprudelt nur so heraus aus dem Mann aus Kamerun, der auch den französischen Pass hat. Er ist da das pure Gegenteil seines ivorischen Sturmpartners Roger Assalé, dem man jedes Wort aus der Nase ziehen muss.

Er fühle ich in Bern sehr wohl, wie ein Fisch im Wasser, so der Stürmer nach seinem Doppelpack gegen Lugano. Zwei Tore – das ist doch das wichtigste für einen Stürmer, einen Skorer?

«Ja und nein. Man kann als Stürmer sehr wohl sehr gut spielen, Räume für seine Nebenleute kreieren – und nicht treffen. Ich jage sehr wohl den Toren nach. Ich bin ein Skorer. Ich bin auf der Jagd. Ich blecke meine Zähne. Ich versuche von der geringsten Skoremöglichkeit zu profitieren. Das verschafft mir Selbstvertrauen. Aber was mir vor allem Selbstvertrauen gibt ist, jeden Tag mit Zuversicht und in Ruhe zu arbeiten, Fortschritte zu machen, in dem ich zuhöre, arbeite. Ich bin jemand, der von der Arbeit her kommt. Das ist mein Motor!»

«Mein grosser Bruder ist mein Mentor»

YB ist nach sieben Runden Leader. Tönt nicht schlecht? «Klar. Aber es ist nicht Nsamé, der Leader ist. Es ist der ganze Klub!» Was auffällt: Die YB-Bank ist wohl so stark besetzt wie seit Ewigkeiten nicht mehr.

Zumindest seit den Zeiten von Vladimir Petkovic. Da sind Roger Assalé; der reinkommt und trifft. Da ist Moumi Ngamaleu, Nsamés Landsmann, der reinkommt, und einen Assist liefert. «Obwohl er auch Kameruner ist, habe ich ihn zuvor nicht gekannt. Ich habe ihn erst in der Nationalmannschaft kennengelernt, als wir in der WM-Qualifikation zuletzt zwei Mal gegen Nigeria gespielt haben.»

Und sein Mentor? «Ganz klar. Mein grosser Bruder. Wir tauschen uns regelmässig aus. Auf ihn höre ich.»


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 92681.html

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 Betreff des Beitrags: Re: (18) Jean-Pierre Nsamé
 Beitrag Verfasst: Sonntag 1. Oktober 2017, 21:42 
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01.10.2017

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YB-Star Nsame ist in Frankreich angeklagt

«Es zerreisst mich, dass ich mein Kind nicht sehen darf»

Im November 2015 wird Jean-Pierre Nsame der Kindsmisshandlung angeklagt. Und er stiert seinen Wechsel von Servette nach Bern durch. Der neue YB-Topskorer hat ein bewegtes Leben hinter und noch viele Tore vor sich.

Jean-Pierre Nsame, die wichtigste Frage vorneweg: Schreiben Sie sich nun mit Accent aigu, also so: Nsamé. Oder ohne: Nsame?
Jean-Pierre Nsame: Ohne! In der lokalen kamerunischen Sprache namens Le Douala schreibt man den Namen ohne Accent. Auch im Pass hats keinen. Der Accent kam erst in Frankreich und in der Schweiz dazu.

Sie kommen aus der Challenge League, haben schon fünf Tore auf dem Konto. Der Wechsel in die höhere Liga klappte scheinbar spielerisch?
Da bin ich auch ein wenig überrascht. Es ging sehr schnell. Die Verteidiger sind viel besser als in der Challenge League. Aber ich arbeite enorm hart und mache offenbar auch Fortschritte… Und: ich bin in einem starken Team!

Kannten Sie Guillaume Hoarau schon bevor sie hierherkamen?
Natürlich, vom Fernsehen. Der war ja ein Star bei PSG.

Wie erleben Sie ihn?
Er ist wie ein grosser Bruder. Wir verstehen uns sehr gut. Er hat mir bei der Integration enorm geholfen.

Aber im Moment haben Sie einen Stammplatz, weil er verletzt fehlt. Ist er fit, bleibt bloss noch ein Stürmerplatz.
Ich denke nicht so. Wir sind vorne komplementär. Es sind zwei Plätze zu vergeben. Und es hat so viele Spiele. Klar ist: Ist er zurück, nimmt er seinen Platz wieder ein.

Bei ihrem Wechsel von Servette zu YB gabs Misstöne. Haben Sie ihn erzwungen?
Nein. Ich habe fünf Monate überlegt, ob ich wechseln soll, derart gut gefiel es mir in Genf, gefiel mir das Projekt, Servette wieder erstklassig werden zu lassen.

Und dann?
Dann sagte ich mir, ich sei 24. Da sei es an der Zeit, den nächsten Schritt zu machen. Denn ich bin enorm ehrgeizig. Ich setze mir keine Grenzen.

Die Fans haben das nicht so gut aufgenommen. Sie haben sich nur negativ geäussert.
Ich verstehe das auch ein Stück weit. Ich bin ja auch ein Fan.

Von wem?
Real Madrid.

Weshalb waren die Fans denn derart wütend?
Sie wollten natürlich, dass ein gutes Element ihrem Klub erhalten bleibt, ganz einfach. Das sind Emotionen. Aber meine Mission in Genf war beendet. Eine weitere Saison hätte mich blockiert.

Warum YB?
Das war eine natürliche Wahl. Ich kannte schon einige Spieler wie Yoric Ravet, der ja nun nicht mehr da ist. Wir haben gemeinsam bei Angers gespielt. Und YB ist der frankophonste Klub der Deutschschweiz.

Wie war Ihre Kindheit in Douala?
Schwierig. Wir lebten in ärmlichen Verhältnissen. Aber diese Armut hat mich auch reich an Erfahrungen gemacht. Meine Mutter hat mich mit sechs Jahren nach Europa ziehen lassen. Dafür bin ich ihr unendlich dankbar.

Das muss ein Schock gewesen sein.
Das war ein Schock! Überall Beton, Autos, Busse. Meine Augen waren riesig, denn das alles kannte ich nicht. Ich sehe heute noch vor mir, wie ich in dieses Auto in Paris steige, das mein Vater fuhr. Ich dachte mir: Wo bin ich denn da? Ich kannte ja nur Afrika. Wir hatten keine Fernseher. Und wenn wir TV schauten, dann nur Fussball. Dort sah man nur grün, das Spielfeld, weshalb ich dachte, auch ganz Europa sei grün. Und nicht grau.

Wie haben Sie diesen Schock überwunden?
Ich stellte mir nicht viele Fragen. Ich bin da Fatalist und kann mich sehr gut anpassen. Das ist mein Lebensparcours, um reifer zu werden, um gross zu werden. Aber ich war ja nicht alleine, sondern zusammen mit meiner ein Jahr jüngeren Schwester bei meinem Vater und seiner neuen Frau. Und dann war da noch was.

Was?
Ich wollte unter keinen Umständen, dass sich meine Mutter umsonst aufgeopfert hat, als sie uns ein besseres Leben ermöglichen wollte. Denn ich sehe ihre Tränen am Flughafen heute noch vor mir! Es hat sie zerrissen. Und mir hatte man gesagt, ich fahre vorerst zwei Monate in die Ferien…

Hat Sie ihre Mutter schon in Bern besucht?
Nein. Ich hoffe aber, dass sie bald kommt. Ich habe sie ohnehin erst kürzlich erstmals nach 18 Jahren wieder gesehen, als ich das erste Aufgebot für unsere Nationalmannschaft erhalten habe und für das Spiel gegen Nigeria nach Douala flog.

Wie war diese Begegnung?
Emotionsgeladen. Ein Moment voller Glück. Es hat mich geschüttelt. Hey, sie ist meine Mutter!

Hatten Sie nie die Gelegenheit, sie zu besuchen?
Nein. Es hat sich wirklich nie ergeben.

Zu ihrem Leben gehört auch die Episode vom November 2015, als sie verdächtigt wurden, ihr Neugeborenes geschüttelt zu haben, bis es bewusstlos wurde und reanimiert werden musste. Weshalb Sie verhaftet und der Kindsmisshandlung angeklagt wurden. Ist die Sache nun vom Tisch?
Nein. Sie gehört zu meinem Lebensparcours. Ich nehme es als Periode, aus der ich Kraft ziehe, die mich stärker macht.

Was haben Sie daraus gelernt?
Dass das Leben wichtiger ist als alles andere und dass dieser Ausrutscher nie hätte passieren dürfen. Wenn ich daran denke, dann fühlt es sich so an, wie wenn jemand mit einem Messer in einer Wunde rührt. Aber für mich zählt nur eines: Dass meine Frau und mein unterdessen zweijähriges Kind wohlauf sind.

Warum ist die Sache denn noch nicht ausgestanden?
Das ist eben Frankreich. Dort laufen die Mühlen sehr langsam.

Wo ist Ihre Familie aktuell?
In der Normandie bei meiner Grossmutter.

Sie dürfen sich Frau und Tochter nach wie vor nicht nähern?
Nein. Und das zerreisst mich fast! Das ist doch normal für einen Vater. Ich liebe meine Tochter über alles. Umso härter arbeite ich jeden Tag, um auch ihr ein gutes Leben zu ermöglichen. Viele Leute fragen mich, wie ich es schaffe, das durchzustehen.

Wann dürfen Sie sie wieder in die Arme schliessen?
Bald!

Was fehlt denn noch?
Dass die Justiz zum Schluss kommt, dass ich unschuldig bin.

Und: Sind sie es? Haben Sie ihr Baby geschüttelt?
Was geschrieben wurde, stimmt schlicht nicht. Da wurden voreilig Schlüsse gezogen. Mehr kann und darf ich nicht sagen.

Sie sind wie ein Krimineller behandelt worden. Und dann ist das Ganze noch in der Öffentlichkeit breitgetreten worden.
Das ist halt so im Fussball. Das gehört dazu. So ist das Leben. Darf ich zum Schluss was fragen?

Nur zu.
Haben Sie schon einmal solch eine Lebensgeschichte wie die meine erzählt?

Keine Geschichte ist wie die andere. Eine exakt gleiche also nicht. Aber ähnliche. Allerdings ist Ihre Lebensgeschichte schon eine sehr spezielle. Und spannende.


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 00436.html

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 Betreff des Beitrags: Re: (18) Jean-Pierre Nsamé
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 8. November 2017, 13:59 
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Wohnort: In der Brauerei
Jean-Pierre Nsame muss einige Tage pausieren

YB-Stürmer Jean-Pierre Nsame hat sich am Sonntag beim 1:1 in Basel in der Endphase des Spiels eine schmerzhafte Prellung in der linken Kniekehle zugezogen. Ausführliche Untersuchungen haben ergeben, dass keine relevante Verletzung der Knie-Binnenstrukturen vorliegt. Nsame muss einige Tage mit dem Mannschaftstraining aussetzen, weshalb er dem Aufgebot der kamerunischen Nationalmannschaft nicht Folge leisten konnte.

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 Betreff des Beitrags: Re: (18) Jean-Pierre Nsamé
 Beitrag Verfasst: Sonntag 3. Dezember 2017, 11:46 
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03.12.2017

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Tiefe Stimme, hohe Ansprüche

YB-Stürmer Jean-Pierre Nsame ist Torschützenleader der Liga, besitzt aber Steigerungspotenzial. Der 24-Jährige fordert viel von sich selbst.

Wenn er spricht, füllt der Klang seiner Stimme den Raum. Jean-Pierre Nsame sänge in einem Chor vermutlich auch unter den Bässen am tiefsten. Was der Kameruner sagt, hinterlässt Eindruck. Weil er in gewisser Weise mächtig klingt, vor allem aber, weil er primär eines ausstrahlt: Selbstvertrauen.

Der Analytiker

Nsame ist mit neun Toren ­bester Torschütze der Super League. Die Ausbeute könnte ­erheblich grösser sein, der YB-Stürmer lässt immer wieder auch beste Gelegenheiten aus. Am Donnerstag im Cupviertelfinal gegen St. Gallen (2:1) hätte er das Spiel bereits vor der Pause entscheiden können. «Ich bin auf der Suche nach der konstanten Perfektion», sagt der 24-Jährige.

Konstante Perfektion – im Fussballgeschäft sind viele der Ansicht, das perfekte Spiel gebe es nicht. Nsame meint nicht primär die Arbeit im Training, wenn er sagt, er strebe nach dem Maximum. Zu Hause in seiner Wohnung in Schönbühl betreibt er intensive Videoanalysen, verbringt Stunden vor dem Bildschirm. «Le travail», die Arbeit, stecke hinter dem Erfolg.

Die Young Boys eilen derzeit von Sieg zu Sieg; mal glanzvoll, mal weniger souverän. «Wir verteidigen als Einheit und greifen als Einheit an», sagt Nsame. Dabei profitiere das Team von den unterschiedlichen Charakteren. Im Angriff verfügt YB über den wieselflinken Roger Assalé, den erfahrenen und kopfballstarken Strafraumstürmer Guillaume Hoarau, der während seiner Verletzungspause als Mentor für die YB-Angreifer wirkte – und über Nsame. Der kräftige Mann ist mit 188 Zentimetern Körpergrösse ein ähnlicher Spielertyp wie Hoarau. Nsame widerspricht: «Ich suche eher die Räume als Guillaume, gehe gern öfter in die Tiefe.»

Lob für Rapp

Gross gewachsen ist auch Thuns Simone Rapp, der den Young Boys morgen im Derby gegenübersteht. «Es ist kein Zufall, dass er in dieser Saison so häufig getroffen hat», sagt Nsame über seinen ersten Verfolger im Torschützenklassement. «Rapp hat viel Selbstvertrauen und erntet jetzt die Früchte seiner Arbeit.»

Die beiden kennen sich vom Galaabend der Swiss Football League Anfang Jahr, als der damals bei Servette engagierte Nsame als bester Spieler der Challenge League ausgezeichnet wurde. In Genf hat die Karriere des Kameruners Fahrt aufgenommen, in 31 Spielen erzielte der Stürmer 23 Tore. «Ich bin ein sentimentaler Typ, der das Vertrauen meines Umfelds spüren muss, um alles für den Erfolg geben zu können.» Bei Servette wie bei YB scheint das der Fall zu sein.

Das emotionale Wiedersehen

Mit seinen Leistungen und Toren ist Jean-Pierre Nsame wesentlich am YB-Höhenflug beteiligt. Aber auch Kameruns Nationaltrainer Hugo Broos ist auf den 24-Jährigen aufmerksam geworden. Anfang September debütierte Nsame im WM-Qualifikationsspiel gegen Nigeria (1:1). Für den Spieler noch wichtiger war indes eine private Begegnung. Die Reise in sein Geburtsland ermöglichte Nsame das Wiedersehen mit seiner Mutter, die er zuvor 18 Jahre lang nicht gesehen hatte. Sehr emotional sei die Reise gewesen, sagt Nsame.

Als 6-Jähriger ist er von seiner Geburtsstadt Douala, gemeinsam mit seinem Vater und seiner jüngeren Schwester, nach Frankreich gezogen, im Grossraum Paris aufgewachsen und fussballerisch ausgebildet worden. Seine Familie lebt noch immer dort, auch Bruder Tristan, der ihm besonders nahesteht.

YB erlebt einen spielintensiven Herbst, hat mit Ausnahme der Nationalmannschaftspausen in jeder Woche zwei Spiele bestritten. Nsame totalisiert in seinem ersten Halbjahr in Bern so viele Einsätze wie in der gesamten letzten Saison bei Servette. Die «semaines anglaises», englische Wochen, gefallen Nsame. «Für mich ist das der Rhythmus eines Spitzenklubs.» Es überrascht nicht, nennt Nsame, auf die interessanteste europäische Liga angesprochen, die Premier League. Mit seinen physischen Voraussetzungen passt er am besten nach England.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/21009739

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