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 Betreff des Beitrags: Re: Wankdorf Memorial Thread
 Beitrag Verfasst: Freitag 24. Juli 2020, 19:52 
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24.07.2020

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Zitat:
Herzenssache Wankdorf

Der Bau des neuen Stadions war nicht nur emotional, sondern auch fotografisch eine interessante Zeit. BZ-Fotos zeigen den Umbruch.

Das alte Wankdorf ist legendär. Als Ort grossen Sports, einer Fussball-Weltmeisterschaft mit einem Endspiel, das bis heute fasziniert, einigen Länderspielen, den Meistertiteln von YB und dem Cupsieg von 1987. Es war aber auch der Ort bitterer Niederlagen, beinahe unverzeihlicher Blamagen und Enttäuschungen. Aber das schadet dem Mythos nicht, sondern festigt ihn sogar. 2001 war dann Schluss, die Lichtmasten wurden am 3. August gesprengt, das Stadion abgebrochen und abtransportiert. Das neue Stade de Suisse, obwohl architektonisch gelungen, hatte es anfangs schwer bei den Fans. Der Name klang eher nach Martketingabteilung als nach einer Herzenssache. Aber YB spielte dort gross auf, begeisterte in jüngerer Zeit, und gewann bis jetzt zwei Meisterschaften in Serie. Der Cupsieg wird heiss ersehnt und ist mehr als blosse Träumerei. Seite Anfang Juli heisst das neue Wankdorf, wie die Spielstätte inoffiziell stets genannt wurde, auch offiziell wieder einfach das Wankdorf. Und ist Herzenssache in neuen und ganz anderen Zeiten.


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Bis zum Bau der Autobahnverbindung Wankdorf-Ostring (1971–1973 ) diente die Grosse Allmend bei Fussball-Länderspielen und Cupfinals im Wankdorfstadion als Grossparkplatz. So auch am 2. November 1969 anlässlich des Länderspiels Schweiz–Portugal (1:1) vor 30’000 Zuschauern.

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Jeder bezahlte Sitzplatz braucht seine Nummer. Die Sitzplatznummern wurden im alten Wankdorf von Hand auf die Holzbänkli geklebt.

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Biotop altes Wankdorf kurz vor dem Abriss.

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Die ersten Bagger fuhren am 28. Juni 2001 im Wankdorfstadion auf.

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Die Flutlichtmasten von 50 Metern Höhe und das Dach der Haupttribüne im Wankdorfstadion werden gesprengt.

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Sprengung der Laternenmasten und der Überdachung der Haupttribüne am 3. August 2001. 23 Kilogramm Sprengstoff genügten.

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Keine Zeit und unerbittlich nagt der Baggerzahn. Das ganze alte Wankdorfstadion wird vollständig zerlegt und abtransportiert.

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Das Wankdorf stirbt: Schlag für Schlag, Schaufel für Schaufel, schrieb der Fotograf in der Legende.

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Ein Bagger zerlegt die letzten Überreste des alten Wankdorfstadions.

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Das Neue beginnt. Zuschauer verfolgen bereits im Dezember 2001 von der Tribüne aus die Montage des über 60 m hohen Krans.

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am 3. 12. 2001: Die Wankdorf-Baustelle gleicht einem riesigen Sandkasten.

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Es gab Entwürfe, die ganz andere Formen für das neue Stadion vorgesehen hätten.

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Das nationale Fussballstadion Wankdorf wächst in die Höhe.

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Formenspiel der Sägezahnträger der Tribüne.

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Das Fussballstadion Wankdorf bzw. Stade de Suisse nimmt Gestalt an.

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Stadion Wankdorf mit frisch eingesetzter BKW-Energie-Plattform.


https://www.bernerzeitung.ch/herzenssac ... 3252278322

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 Betreff des Beitrags: Re: Wankdorf Memorial Thread
 Beitrag Verfasst: Montag 3. August 2020, 11:56 
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03.08.2020

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Zitat:
«Blick zurück»: 3. August 2001

Das alte Wankdorf-Stadion stirbt mit einem grossen Knall

Für Nostalgiker war es ein trauriger Moment: Vor 19 Jahren wurde das einst grösste Schweizer Fussball-Stadion gesprengt.

Name: Wankdorf
* 18. 10. 1925 in Bern
† 3.8. 2001 in Bern

76 Jahre lang spielte das alte Wankdorf-Stadion eine zentrale Rolle im Schweizer Fussball. Sechs Meistertitel feierte YB dort. Hunderttausende Fans aus der ganzen Schweiz pilgerten bis ins Jahr 2000 zu den Cupfinals in den Norden Berns.

In Deutschland wohlgelitten

Mit der WM 1954 wurde das Wankdorf auch international bekannt. Die Deutschen haben das Stadion besonders in ihr Herz geschlossen: Die DFB-Auswahl wurde beim «Wunder von Bern» Weltmeister. Die Kapazität war zuvor auf 66'000 Zuschauer ausgebaut worden.

Das internationale Highlight aus Berner Sicht stieg am 15. April 1959, als YB im Meistercup-Halbfinal durch ein Tor von Geni Meier Reims mit 1:0 schlug und von der Final-Qualifikation träumen durfte. Über 60'000 Zuschauer waren laut zeitgenössischen Berichten im Stadion. Das Rückspiel ging dann allerdings 0:3 verloren.

Auch zwei Europacup-Finals fanden im Wankdorf statt. Den Meistercup 1961 gewann Benfica gegen Barcelona mit 3:2. Die Katalanen setzten sich dafür im Cupsiegercup 1989 gegen Sampdoria durch (2:0).

Räumung und Auferstehung

Mit den Jahren wurde indes die Notwendigkeit eines Neubaus erkannt. Die letzte Partie fand am 7. Juli 2001 zwischen YB und Lugano statt. Nach dem Spiel rissen sich die Fans um Souvenirs. Rasenstücke, Schalensitze, Cornerfahnen – alles Mögliche wurde aus dem Stadion getragen.

Am 3. August erfolgte die kontrollierte Sprengung. An selber Stätte entstand das Stade de Suisse, das seit diesem Jahr nach jahrelangen Fan-Protesten wieder «Wankdorf» heisst.

https://www.srf.ch/sport/fussball/fussb ... ssen-knall

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 Betreff des Beitrags: Re: Wankdorf Memorial Thread
 Beitrag Verfasst: Montag 3. August 2020, 17:25 
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03.08.2020

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Zitat:
23 kg Sprengstoff machen das legendäre Wankdorfstadion dem Erdboden gleich

3. August 2001: Unkraut, Moder und eine gemeingefährliche Elektrizitätsanlage. 47 Jahre nach dem Wunder von Bern hat das alte Wankdorfstadion seinen Dienst getan und wird gesprengt.

Um Punkt 15 Uhr ist es um das Wankdorfstadion geschehen. Fünf lange und drei kurze Hornstösse dröhnen als letztes Warnsignal über das Areal – dann zündet Sprengmeister Marco Zimmermann die 23-Kilogramm-Ladung des Sprengstoffs Gelamon. Rund viertausend Augenzeugen sehen, wie die ausgeweidete Fussballruine mit einem dumpfen Knall in sich zusammensackt.

Ein letzter widerspenstiger Flutlichtmast

Doch das Wankdorf wäre nicht das Wankdorf, wenn es sich widerstandslos ergeben würde. Trotz der akribischen Planung will sich einer der vier Flutlichtmasten nicht geschlagen geben. Während seine drei Artgenossen brav auf den Rasen kippen, ragt der widerspenstige 130-Tonner weiter unbeirrt 43 Meter hoch in den Berner Nachmittagshimmel.

Den deutschen Zaungästen dürfte das gefallen. «Aus! Aus! Aus! – Aus! – Das Spiel ist aus! – Deutschland ist Weltmeister!» Die legendäre Radioreportage von Herbert Zimmermann beim «Wunder von Bern» brachte Deutschland neun Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg das Selbstbewusstsein zurück und machte das Wankdorf zu einem Ort deutscher Geschichte – mitten in der Schweiz.

Entsprechend gross ist die Empörung im Nachbarland, als der Abriss der Spielstätte des geschichtsträchtigen WM-Finals gegen Ungarn beschlossene Sache ist. Bundeskanzler Schröder zeigt sich «not amused» und Horst Eckel, einer der deutschen Helden von 1954, meint grantig: «Für mich ist das Wankdorfstadion praktisch ein Heiligtum. In Deutschland hätte man es sicher als Denkmal bewahrt.»

Modrig, verfallen und gefährlich

In Bern hingegen kühlt die Liebe zum Stadion mit den Jahren immer weiter ab. Nach mehreren halbherzigen Renovationsversuchen erinnert der stolze Bau von 1954 je länger je mehr an ein Freilichtmuseum aus längst vergangenen Zeiten.

Mitte der 90er-Jahre modern die Betonmauern vor sich hin. Zwischen den morschen Holzbänken wuchert kniehoch Unkraut aus den Ritzen und nur ganz abgebrühte Besucher mit hoher Ekelschwelle wagen noch einen WC-Besuch. Die Kapazität wird aus Sicherheitsgründen sukzessive von 64'000 auf 22'000 Plätze reduziert. Das reicht auch, denn YB, das um die Jahrtausendwende zum Fahrstuhlklub mutiert ist, spielt oft nur noch vor 3000 bis 5000 Zuschauern. Die besten Zeiten sind (vorerst) vorbei.

1998 beschliesst der Schweizerische Fussballverband, dass man der Nationalmannschaft zukünftig keine Länderspiele mehr in dieser trostlosen Umgebung zumuten will. Dieser Magenschlag ist der endgültige Startschuss für die Neubaupläne, welche 2005 in der Eröffnung des neuen Stade de Suisse resultieren.

Doch dafür muss am Abrisstag erst einmal dieser verflixte Flutlichtmast das Zeitliche segnen. Am Ende macht ein Bagger kurzen Prozess mit ihm. Das Wankdorfstadion ist endgültig Geschichte. Wir blicken – ein bisschen wehmütig – auf sieben unvergessliche Partien zurück.


https://www.watson.ch/sport/unvergessen ... -gesprengt

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