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 Beitrag Verfasst: Sonntag 30. August 2020, 23:20 
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Das meint BLICK zum Cupfina

Dieser Faktor war für YB entscheidend

Dank dem Schuss von Marvin Spielmann und einem Mega-Bock von FCB-Goalie ist YB Cupsieger 2020. Dieser Faktor war für die Berner entscheidend.


https://www.blick.ch/sport/fussball/cup ... 68782.html

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 30. August 2020, 23:21 
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«Bern, ich liebe dich»

So verabschiedet sich YB-Legende Hoarau nach Double

Mit dem Cupsieg geht bei YB zwei bedeutende Karrieren zu Ende. Die Stimmen zum Cupfinal.


https://www.blick.ch/sport/fussball/cup ... 68766.html

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 30. August 2020, 23:26 
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FCB unterliegt 1:2

Spielmann schiesst YB zum Cupsieg und zum Double

Die BSC Young Boys besiegen den FC Basel im Cupfinal dank einem späten Treffer von Marvin Spielmann mit 2:1. Für die Berner ist es das zweite Double der Vereinsgeschichte nach 1958.

Um 19:22 Uhr ist es geschafft. Die Young Boys schlagen den FC Basel im 95. Cupfinal 2:1 und holen den ersten Cupsieg seit 33 Jahren und das erste Double seit 1958.

Die Basler hatten besser in die Partie gefunden. Valentin Stocker tauchte bereits nach fünf Minuten erstmals vor YB-Goalie David von Ballmoos auf, und nach einer knappen halben Stunde bejubelte der Basler Captain die vermeintliche Führung. Der Treffer wurde aber aufgrund einer Offsideposition von Silvan Widmer aberkannt. Kurz vor der Pause legte der FCB doch noch vor. Omar Alderete köpfelte einen Eckball ins Tor und bestrafte einen bis dahin pomadigen Auftritt des Meisters.

YB zeigt nach der Pause eine Reaktion

Die Equipe von Gerardo Seoane kam aber deutlich aktiver aus der Kabine und dank Topskorer Jean-Pierre Nsame schon fünf Minuten nach der Pause zum Ausgleich. Der Kameruner vollendete eine schöne Kombination über mehrere Stationen.

In der Folge blieben die Berner das spielbestimmende Team, ohne jedoch zwingende Chancen herausspielen zu können. Dann kam Guillaume Hoarau und avancierte in seinem letzten Auftritt für YB kurz nach seiner Einwechslung beinahe zum Helden. Der Schuss des Franzosen prallte aber an den Pfosten. Als schon alles auf ein Penaltyschiessen hindeutete, überraschte der eingewechselte Marvin Spielmann in der 89. Minute mit seinem Schuss FCB-Goalie Djordje Nikolic und traf zum umjubelten zweiten Treffer für die Young Boys, die damit nach Jahren bitterer Niederlagen und Enttäuschungen endlich auch wieder die Cuptrophäe in die Höhe stemmen können. Der FCB verpasste es derweil, Trainer Marcel Koller in seinem letzten Spiel ein Abschiedsgeschenk zu machen.

Telegramm

Basel – Young Boys 1:2 (1:0)

Wankdorf, Bern. – SR Schärer.

Tore: 42. Alderete (Frei) 1:0. 50. Nsame (Aebischer) 1:1. 89. Spielmann (Camara) 1:2.

Basel: Nikolic; Widmer, Van der Werff, Alderete, Petretta; Frei, Marchand (80. Cömert); Stocker (86. Campo), Van Wolfswinkel, Pululu; Ademi.

Young Boys: Von Ballmoos; Lefort, Camara, Lustenberger (49. Zesiger), Garcia (82. Spielmann); Sulejmani (66. Gaudino), Aebischer, Martins (66. Sierro), Moumi Ngamaleu (82. Hoarau); Fassnacht, Nsame.

Bemerkungen: Basel ohne Cabral, Ramires (Quarantäne), Xhaka und Zuffi (beide verletzt). Young Boys ohne Meschack, Lauper und Petignat (alle verletzt). 80. Kopfball an den Pfosten von Hoarau. Verwarnungen: 5. Martins (Foul). 12. Widmer (Foul). 62. Marchand (Foul). 68. Ademi (Foul). 69. Garcia (Foul). 74. Moumi Ngamaleu (Reklamieren). 74. Van der Werff (Foul).


https://www.bernerzeitung.ch/yb-gewinnt ... 7275484745

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 30. August 2020, 23:29 
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YB gewinnt Final gegen Basel Das Glück hat YB sogar im Cup gefunden

Die Berner triumphieren erstmals seit 33 Jahren im Cup. Matchwinner ist ausgerechnet Marvin Spielmann.

«Irgendeinisch fingt ds Glück eim», heisst es im Lied von Züri West, das seit 2018 und dem ersten Meistertitel der Young Boys nach 32 Jahren mit grossen Gefühlen aufgeladen ist. «Irgendeinmal», sagt Marvin Spielmann, als würde er die berühmte Songzeile adaptieren, «wird man belohnt.»

Es sind die Momente nach dem Cupfinal. Und dass der YB-Offensivspieler Tränen in den Augen hat, als er in die TV-Kamera spricht, hat einen gewichtigen Grund: In der 89. Minute gelang ihm der 2:1-Siegtreffer. Ausgerechnet der viel gescholtene 24-Jährige, der 2019 von Thun nach Bern wechselte und auf ein enttäuschendes Jahr blickt, wird zum Cuphelden. Irgendeinmal hat das Glück auch Spielmann gefunden.

Er habe immer weitergearbeitet, obwohl es ihm nicht wie gewünscht gelaufen sei, sagt er, auf seine Emotionen angesprochen. «Ich bin froh, habe ich zu diesem Erfolg etwas beitragen können.»

Der missverstandene Held

Vielleicht ahnt Spielmann, was dieses Tor verändern könnte. Er, der kürzlich zum ersten Mal Vater wurde, wird oft falsch verstanden, als Diva, als Selbstdarsteller, eigensinnig und schwierig. Dabei ist er eher ein Eigenbrötler mit manchmal suboptimalem Gestus, bei dem fehlendes Selbstvertrauen der Grund war, warum er bei YB nicht auf Touren kam.

In Thun war er unumstritten gewesen, er hatte im Dribbling viermal scheitern können, ohne Ärger auf sich zu ziehen. Beim fünften Mal war ihm dann meist etwas Sinnvolles gelungen. Bei YB schien er mit dem Konkurrenzkampf und dem Druck, sich bei seinen Einsätzen aufzudrängen, nicht zurechtzukommen. Und manchmal beklagte er auch einfach fehlendes Glück. Ganz anders diesmal: Diesmal ist Spielmann der Glückliche, weil sein Siegestor aus rund 25 Metern nicht unhaltbar ist. Der Schuss ist zwar stramm, aber er gerät zu zentral. Doch FCB-Goalie Djordje Nikolic, 2018 Spielmanns Teamkollege in Thun, greift daneben.

Der Transfer als Sinnbild

Die entscheidende Szene ist sinnbildlich für die Entwicklung der beiden Clubs. Nikolic stand im Tor, weil der FCB kürzlich Jonas Omlin an Montpellier verkaufte. Just in einer Phase, in der die Basler noch im Europacup beschäftigt waren und sich im Schweizer Cup Hoffnungen auf einen Triumph machen konnten, liessen sie ihren vielleicht wichtigsten Spieler ziehen. Geld war wichtiger als die Ambitionen.

Bei YB macht im Cupfinal derweil einmal mehr die exquisit besetzte Ersatzbank den Unterschied. Wie beim Cupviertelfinal in Luzern, wie beim Halbfinalsieg daheim gegen Sion. «Mit einer solchen Bank kannst du gar nicht viel falsch machen», sagt Gerardo Seoane.

Es ist ein Understatement des YB-Trainers, weil er den Mut hat, die Vorzüge des Kaders auszunutzen. Er bringt Gianluca Gaudino, beordert Mittelfeldspieler Michel Aebischer auf die Position des Rechtsverteidigers, inspiriert von Bayern München und Joshua Kimmich. Zudem wechselt Seoane nach 82 Minuten die Offensivkräfte Guillaume Hoarau und Marvin Spielmann ein.

Das alles geschieht beim Stand von 1:1, nach Toren von Omar Alderete (42. Minute) und Jean-Pierre Nsame (50.), dem eine wunderbare Kombination über Sulejmani, Aebischer, Ngamaleu und erneut Aebischer vorausging. Und in einer Phase, in der YB zwar überlegen, der FCB aber gefährlicher ist. YB-Goalie David von Ballmoos musste gegen Raoul Petretta, Ricky van Wolfswinkel und Kemal Ademi retten. Die Wechsel seien Ausdruck der Mentalität, sagt Seoane. «Wir glaubten immer an den Sieg.» Zudem habe er ein allfälliges Penaltyschiessen im Hinterkopf gehabt, meint der Trainer. Bei einem Unentschieden wäre das Spiel direkt ins Elfmeterschiessen gegangen. Eine Anpassung, die aufgrund des eng getakteten Spielplans in Zeiten der Corona-Pandemie vorgenommen wurde.

Die «unsympathische» Feier

Während der YB-Trainer im Medienzentrum des Wankdorfs spricht, drängt von draussen immer wieder das Gehupe vorbeifahrender Autos hinein, später auch Gesänge der Fans, die sich vor dem Stadion versammelt haben. Das Team feiert in der Garderobe, es zeigt sich kurz dem Anhang, hält aber Abstand. Man müsse unsympathisch diszipliniert feiern, sagt Seoane. Das gemeinsame Nachtessen findet ohne Freunde und Familie statt. Das Ansteckungsrisiko soll so gering wie möglich gehalten werden. «So feiern zu müssen, tut weh», sagt Seoane. Und meint, man müsse sich nur vorstellen, wie es beim Siegtreffer im Stadion abgegangen wäre.

Oder ein paar Minuten zuvor, hätte Hoarau bei seiner goldenen Chance mit dem Kopf nicht den Pfosten, sondern ins Tor zum 2:1 getroffen. Die französische Clubikone, deren Vertrag nach sechs Jahren bei YB am Sonntagabend ausläuft, als Cupheld: Es wäre eine ähnlich kitschige Wendung gewesen wie 2018 bei Marco Wölfli, der nun zurücktritt.

Hoarau und Wölfli stemmen gemeinsam als Erste den Pokal in die Höhe. Es passt, endet ihre grosse Zeit als Spieler bei YB mit dem ersten Triumph im Cup nach 33 Jahren, der auch den ersten Doublegewinn für den Club seit 1958 bedeutet. Er hoffe, dass bis zum nächsten Double nicht 62 Jahre verstreichen würden, sagt Seoane. Das wird höchstwahrscheinlich nicht eintreffen. Das Glück hat die Young Boys gefunden.


https://www.bernerzeitung.ch/das-glueck ... 8013343195

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 30. August 2020, 23:30 
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Impressionen vom Spiel

Der YB-Cupsieg in Bildern

YB besiegt den FC Basel im Cupfinal und feiert das erste Double seit 1958.


https://www.bernerzeitung.ch/der-cupfin ... 6278093969

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 30. August 2020, 23:33 
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Siegtorschütze im Cupfinal

«Definitiv habe ich jetzt Tränen in den Augen»

Marvin Spielmann hat eine schwierige Saison erlebt, doch im Cupfinal erzielt er das goldene Goal. Ganz anders ist die Gefühlslage bei FCB-Coach Marcel Koller.

Er hat wässrige Augen, als er kurz nach Spielschluss fürs Fernsehinterview vor die Kamera steht. Marvin Spielmann hat die Young Boys nur wenige Minuten zuvor mit einem Traumtor zum Cupsieg und damit auch zum Double geschossen. «Definitiv habe ich jetzt Tränen in den Augen», sagt er. Der Matchwinner hat keine einfache Zeit hinter sich.

«Ich hatte eine schwierige Phase, die gesamte letzte Saison», erzählt der 24-jährige Offensivakteur. «Aber ich habe weitergearbeitet und konnte heute dem Team helfen. Wenn man nicht aufgibt, kommt es irgendwann im Leben zurück.» Spielmann war im vergangenen Sommer als Leistungsträger von Thun zu YB gewechselt, konnte in der Hauptstadt aber nie ganz überzeugen. Bis jetzt

Realisiert habe er das Ganze noch nicht richtig. «Aber ich bin froh, dass wir der Stadt Bern etwas zurückgeben können», so Spielmann.

Koller fühlt «eine gewisse Leere»

Grossen Anteil am Double hat YB-Trainer Gerardo Seoane. Nach dem Final zeigt er sich konstant entspannt und lächelnd. «Das tut gut», meint er nach dem Double und lobt seine Mannschaft. Dass er mit der Einwechslung von Spielmann alles richtig gemacht und quasi den Sieg eingewechselt habe, lässt er aber nicht gelten. «Bei so einer Bank ist das auch nicht so schwierig», meint Seoane.

Schwieriger hat es Marcel Koller. Dass er sein letztes Spiel als FCB-Trainer verliert – und dann noch auf diese Weise –, das schmerze ihn. Doch nun heisst es für ihn Abschied nehmen, ab September übernimmt Ciriaco Sforza das Traineramt in Basel. «Jetzt gerade herrscht in mir eine gewisse Leere», sagt Koller. Doch er verspricht auch: «Man steht immer wieder auf.»


https://www.bernerzeitung.ch/definitiv- ... 2247289848

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 30. August 2020, 23:35 
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Kommentar zum Cupsieg

Auf das historische Double folgt für YB der Stresstest

33 Jahre mussten die Young Boys auf den Erfolg im Cup warten. Jetzt sind sie Serienmeister und Cupsieger.

Die Durststrecke ist beendet. 33 Jahre lang mussten die Young Boys auf einen Erfolg im Cup warten. 33 Jahre mit etlichen peinlichen Ausrutschern gegen Unterklassige. 33 Jahre mit vier teilweise dramatischen Finalniederlagen. Die letzte 2018 daheim gegen den FC Zürich, Wochen nachdem YB mit dem Gewinn des ersten Meistertitels seit 32 Jahren das Image des Verliererclubs endlich abgestreift hatte.

Jetzt sind die Young Boys Serienmeister und Cupsieger. Dieser Triumph bedeutet den ersten Gewinn des Doubles seit 62 Jahren. Die Jahre 2018 bis 2020 bilden eine der erfolgreichsten Phasen der 122-jährigen Vereinsgeschichte. So viel zur Einordnung für all jene, welche die aktuellen Erfolge schon fast als selbstverständlich betrachten.

Einen bitteren Beigeschmack hat der lang ersehnte Cupsieg dennoch. Weil er während der Corona-Pandemie zustande kommt. In Zeiten, in denen die Young Boys vor der Partie an ihre Anhänger appellieren mussten, rund um den Final doch bitte alle Hygienevorschriften einzuhalten. In einem Endspiel, bei dem keine Fans zugelassen waren.

Man kann es drehen und wenden, wie man will: Diese Voraussetzungen nahmen dem Final den Glanz, das Aufregende. Bitter ist das vor allem auch für Guillaume Hoarau und Marco Wölfli, die ein allerletztes Mal im Aufgebot standen. Die Clublegenden hätten einen anderen Abschied verdient. Auch wenn die beiden im letzten Jahr auf dem Spielfeld kaum Einfluss nahmen, blieben sie in der Kabine zwei der wichtigsten Figuren. Ein erster Stresstest ohne die Leader folgt in gut zwei Wochen, wenn die Young Boys die dritte Champions-League-Qualifikationsrunde bestreiten. Bei einem Sieg wäre YB sicher in der Gruppenphase der Europa League. Und müsste nur noch eine Hürde nehmen, um an die Honigtöpfe der Champions League zu kommen.

Es wird dann nicht um Geschichte und Gloria gehen wie im Cupfinal, aber um viel Geld. Gerade in diesen unsicheren Zeiten, in denen eine ganze Branche um ihr Fortbestehen in der jetzigen Form bangt, wären Millionengewinne tatsächlich ein Segen.


https://www.bernerzeitung.ch/auf-das-hi ... 2433409189

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 30. August 2020, 23:38 
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Hoaraus emotionaler Abschied

Ein Loblied und eine Liebeserklärung

Guillaume Hoarau bestreitet im Cupfinal nach sechs Jahren seine letzten Minuten für die Young Boys. Der Franzose ist beim letzten Triumph voller Dankbarkeit.

Guillaume Hoarau kniet im Strafraum, vor sich die leere Ostkurve, hinter sich die Teamkollegen, und neben sich der Cuppokal, sein letztes Geschenk an die Young Boys. Hoarau springt auf, hüpft, macht eine Welle mit den imaginären Fans. Trotz trister Corona-Kulisse ist offensichtlich: Der Franzose geniesst den Moment.

Seit vor zwei Wochen bekannt geworden ist, dass Hoaraus Zeit in Bern nach sechs Jahren zu Ende geht, waren in Gedanken von Fans und YB-Verantwortlichen diverse Wunschszenarien gezeichnet worden – alle sahen sie für den 36-Jährigen die Rolle des gefeierten Helden vor, der mit einem Tor in der Derniere – je später, je besser – für einen letzten Emotionsausbruch sorgt.

Beinahe wäre es so gekommen. Doch sein Kopfball in der 85. Minute prallt an den Pfosten. Zentimeter fehlen zur ultimativ kitschigen Schlussepisode, die gut in die Reihe der kitschigen YB-Geschichten mit dem parierten Elfmeter von Marco Wölfli 2018 im entscheidenden Spiel gegen Luzern und dem Premierentor von Steve von Bergen in seinem letzten Spiel für YB 2019 gepasst hätte.

Der Dank an Fredy Bickel

Als Hoarau wenig später vor den Mikrofonen der Medienschaffenden steht, dröhnt aus den Lautsprechern «La nuit de triomphe». Der Song, den der passionierte Musiker nach dem ersten Meistertitel zusammen mit der Berner Band Open Season aufgenommen hat. In dieser letzten triumphalen Nacht ist es der perfekte Klangteppich für das Loblied, das der Stürmer in der Folge anstimmt.

Hoarau sagt: «Ich bin sehr glücklich.» Es sind seine ersten Worte, seit sein Abschied öffentlich geworden ist. Der Franzose wäre gern in Bern geblieben. Er hätte dafür auch auf Geld verzichtet. Dass die sportliche Führung um Sportchef Christoph Spycher zum Schluss kam, für ihn höchstens noch eine Rolle abseits des Feldes vorzusehen, hat ihn getroffen. Weil er sich fit fühlt und nach wie vor Lust verspürt, Fussball zu spielen.

Doch für negative Emotionen ist an diesem Abend kein Platz. Es hätte auch nicht zum Grandseigneur gepasst, hätte er den Moment genutzt, um allfälligen Unmut kundzutun. Vielmehr sagt er: «Ich möchte mich einfach bei allen bedanken. Auch bei Fredy Bickel, dass er mich damals nach Bern geholt hat.» Es ist ein nostalgiegeladener Satz, der belegt, wie lange Hoarau nun schon bei YB ist, und wie sehr sich der Verein in dieser Zeit auch dank ihm gewandelt hat. Natürlich sei er auch ein bisschen traurig, sagt Hoarau. «Aber um glücklich sein zu können, muss man auch das Gefühl der Trauer kennen.»

Wie und wo es für Hoarau weitergeht, ist offen. Was feststeht, ist einzig, dass er weiterhin Fussballer sein möchte. «Am liebsten natürlich in der Schweiz, und sonst dann anderswo.» Er habe sich noch nicht gross
mit potenziellen neuen Arbeitgebern beschäftigt. Sein Fokus sei in den letzten zwei Wochen voll auf diesem letzten Spiel
gelegen. «Das ist für mich auch eine Frage des Respekts.» Doch egal, wohin es ihn in den nächsten Wochen zieht, etwas ist für Hoarau sowieso klar: «Mein
Herz bleibt für immer Gäub-Schwarz.»

Er grinst, als er sich Berndeutsch sprechen hört. Auf seinem T-Shirt steht «Adiömitänang». Eine letzte Botschaft will Hoarau aber noch platzieren, natürlich wieder im Dialekt:

«Bärn, I liebe di!»


https://www.bernerzeitung.ch/ein-loblie ... 4138088388

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Der Meister ist auch Cupsieger! Marvin Spielmann schiesst YB zum ersten Double seit 1958

Die Young Boys holen erstmals seit 1958 das Double. Der Schweizer Meister gewinnt den Cupfinal in Bern gegen den Titelverteidiger Basel 2:1.

Den Siegtreffer erzielte der eingewechselte Marvin Spielmann in der 89. Minute mit einem Weitschuss, bei dem Basels Keeper Djordje Nikolic nicht gut aussah. Die Basler waren kurz vor der Pause durch einen Kopfballtreffer von Omar Alderete in Führung gegangen, YB glich kurz nach der Pause nach einer herrlichen Kombination durch Jean-Pierre Nsame aus.

Für die Young Boys ist es der erste Cupsieg seit 1987. Danach verloren die Berner vier Finals in Folge, unter anderem jenem vor zwei Jahren als Meister gegen den FC Zürich.

Um sich vier Tage nach der überstandenen zweiten Qualifikationsrunde in der Champions League der nächsten Saison auch im Cupfinal durchzusetzen, benötigte YB eine deutliche Leistungssteigerung sowohl gegenüber dem Auftritt am letzten Mittwoch als auch in der ersten Halbzeit gegen den FCB.

Basel zu Beginn mit Vorteilen

Den Baslern fehlten mit Arthur Cabral, Taulant Xhaka und Luca Zuffi drei Leistungsträger, hinzu kam, dass die überraschend auf dem Matchblatt figurierenden und in der Schlussphase eingewechselten Eray Cömert und Samuele Campo nach ihrer Quarantäne Trainingsrückstand hatten.

Dennoch begann der FCB auf dem Berner Kunstrasen stärker als YB. Kämpferisch überzeugend und geradlinig im Vorwärtsgang verdiente sich der Titelverteidiger Omar Alderetes 1:0 nach einem vermeidbaren Corner in der 42. Minute. Nach einer halben Stunde hatte auch Valentin Stocker getroffen, wegen eines Offsides von Vorbereiter Silvan Widmer zählte das Tor aber nicht.

Nach der Pause zeigte YB aber die benötigte Reaktion, und bereits in der 50. Minute kam der Meister zum Ausgleich. Jean-Pierre Nsame stand am Ende einer wunderbaren Passstafette über Aebischer, Sulejmani, Moumi Ngamaleu und wiederum Aebischer. Um ein Haar hätte der Matchwinner schliesslich nicht Marvin Spielmann, sondern Guillaume Hoarau geheissen. YBs scheidende Klub-Ikone kam in der 80. Minute auf den Platz und hätte kurz darauf beinahe getroffen, der Kopfball prallte aber an den Pfosten.

Gleichwohl endete Hoaraus Ära wie jene von Goalie Marco Wölfli mit einem historischen Erfolg: dem ersten YB-Double seit 62 Jahren. Für Marcel Koller setzte es dagegen zum Abschluss der turbulenten Zeit beim krisengeschüttelten FCB eine letzte Enttäuschung ab. Nach starker erster Halbzeit fehlte seiner personell geschwächten Mannschaft in der Schlussphase der letzte Schnauf oder der goldene Joker auf der Ersatzbank. Am Montag wird Kollers Nachfolger Ciriaco Sforza beim FCB das Zepter übernehmen. (dab/sda)

Basel - Young Boys 1:2 (1:0)
Wankdorf, Bern. - SR Schärer.
Tore: 42. Alderete (Frei) 1:0. 50. Nsame (Aebischer) 1:1. 89. Spielmann (Camara) 1:2.
Basel: Nikolic; Widmer, Van der Werff, Alderete, Petretta; Frei, Marchand (80. Cömert); Stocker (86. Campo), Van Wolfswinkel, Pululu; Ademi.
Young Boys: Von Ballmoos; Lefort, Camara, Lustenberger (49. Zesiger), Garcia (82. Spielmann); Sulejmani (66. Gaudino), Aebischer, Martins (66. Sierro), Moumi Ngamaleu (82. Hoarau); Fassnacht, Nsame.
Bemerkungen: Basel ohne Cabral, Ramires (Quarantäne), Xhaka und Zuffi (beide verletzt). Young Boys ohne Meschack, Lauper und Petignat (alle verletzt). 80. Kopfball an den Pfosten von Hoarau. Verwarnungen: 5. Martins (Foul). 12. Widmer (Foul). 62. Marchand (Foul). 68. Ademi (Foul). 69. Garcia (Foul). 74. Moumi Ngamaleu (Reklamieren). 74. Van der Werff (Foul).


https://www.watson.ch/sport/fussball/53 ... das-double

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YB dank 2:1 gegen Basel mit erstem Cupsieg seit 1987

Die Young Boys holen erstmals seit 1958 das Double. Der Schweizer Meister gewinnt den Cupfinal in Bern gegen den Titelverteidiger Basel 2:1.

Den Siegtreffer erzielte der eingewechselte Marvin Spielmann in der 89. Minute mit einem Weitschuss, bei dem Basels Keeper Djordje Nikolic nicht gut aussah. Die Basler waren kurz vor der Pause durch einen Kopfballtreffer von Omar Alderete in Führung gegangen, YB glich kurz nach der Pause nach einer herrlichen Kombination durch Jean-Pierre Nsame aus.

Für die Young Boys ist es der erste Cupsieg seit 1987. Danach verloren die Berner vier Finals in Folge, unter anderem jenem vor zwei Jahren als Meister gegen den FC Zürich.

Um sich vier Tage nach der überstandenen zweiten Qualifikationsrunde in der Champions League der nächsten Saison auch im Cupfinal durchzusetzen, benötigte YB eine deutliche Leistungssteigerung sowohl gegenüber dem Auftritt am letzten Mittwoch als auch in der ersten Halbzeit gegen den FCB.

Den Baslern fehlten mit Arthur Cabral, Taulant Xhaka und Luca Zuffi drei Leistungsträger, hinzu kam, dass die überraschend auf dem Matchblatt figurierenden und in der Schlussphase eingewechselten Eray Cömert und Samuele Campo nach ihrer Quarantäne Trainingsrückstand hatten. Dennoch begann der FCB auf dem Berner Kunstrasen stärker als YB. Kämpferisch überzeugend und geradlinig im Vorwärtsgang verdiente sich der Titelverteidiger Omar Alderetes 1:0 nach einem vermeidbaren Corner in der 42. Minute. Nach einer halben Stunde hatte auch Valentin Stocker getroffen, wegen eines Offsides von Vorbereiter Silvan Widmer zählte das Tor aber nicht.

Nach der Pause zeigte YB aber die benötigte Reaktion, und bereits in der 50. Minute kam der Meister zum Ausgleich. Jean-Pierre Nsame stand am Ende einer wunderbaren Passstafette über Aebischer, Sulejmani, Moumi Ngamaleu und wiederum Aebischer. Um ein Haar hätte der Matchwinner schliesslich nicht Marvin Spielmann, sondern Guillaume Hoarau geheissen. YBs scheidende Klub-Ikone kam in der 80. Minute auf den Platz und hätte kurz darauf beinahe getroffen, der Kopfball prallte aber an den Pfosten.

Gleichwohl endete Hoaraus Ära wie jene von Goalie Marco Wölfli mit einem historischen Erfolg: dem ersten YB-Double seit 62 Jahren. Für Marcel Koller setzte es dagegen zum Abschluss der turbulenten Zeit beim krisengeschüttelten FCB eine letzte Enttäuschung ab. Nach starker erster Halbzeit fehlte seiner personell geschwächten Mannschaft in der Schlussphase der letzte Schnauf oder der goldene Joker auf der Ersatzbank. Am Montag wird Kollers Nachfolger Ciriaco Sforza beim FCB das Zepter übernehmen.

Basel - Young Boys 1:2 (1:0)

Wankdorf, Bern. - SR Schärer. - Tore: 42. Alderete (Frei) 1:0. 50. Nsame (Aebischer) 1:1. 89. Spielmann (Camara) 1:2.

Basel: Nikolic; Widmer, Van der Werff, Alderete, Petretta; Frei, Marchand (80. Cömert); Stocker (86. Campo), Van Wolfswinkel, Pululu; Ademi.

Young Boys: Von Ballmoos; Lefort, Camara, Lustenberger (49. Zesiger), Garcia (82. Spielmann); Sulejmani (66. Gaudino), Aebischer, Martins (66. Sierro), Moumi Ngamaleu (82. Hoarau); Fassnacht, Nsame.

Bemerkungen: Basel ohne Cabral, Ramires (Quarantäne), Xhaka und Zuffi (beide verletzt). Young Boys ohne Meschack, Lauper und Petignat (alle verletzt). 85. Kopfball an den Pfosten von Hoarau. Verwarnungen: 5. Martins (Foul). 12. Widmer (Foul). 62. Marchand (Foul). 68. Ademi (Foul). 69. Garcia (Foul). 74. Moumi Ngamaleu (Reklamieren). 74. Van der Werff (Foul).


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