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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2020/2021
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 27. August 2020, 08:56 
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Sponsoring in Coronazeiten

Den Sportklubs fehlt nicht nur das Publikum

Sportvereine leben auch von Sponsoring-Einnahmen. Diese Geldquelle ist vielerorts versiegt – wegen der Coronamassnahmen.

Seit der Wiederaufnahme der Schweizer Fussballmeisterschaft konnten keine oder nur wenige Zuschauer in die Stadien. Auch die Sponsoren mussten draussen bleiben. Beim Branchenprimus YB hat dies einen immensen Schaden verursacht. «Grundsätzlich reden wir nicht gerne über konkrete Zahlen, aber es sind auf jeden Fall siebenstellige Beträge», sagt CEO Wanja Greuel. YB konnte die Vereinbarungen mit den Sponsoren wegen der Corona-Massnahmen nicht einhalten und musste auf deren Entgegenkommen hoffen.

«Wir hatten sowohl sehr solidarische und treue Sponsoren, die gesagt haben: ‹Es ist okay, wir verzichten auf eine Rückzahlung der Beträge›. Wir hatten aber auch andere Partner, die die Rückzahlung der Beträge einforderten», so Greuel. «Dafür habe ich volles Verständnis. Schliesslich haben wir eine Vereinbarung abgeschlossen. Wir konnten Teile unserer Verpflichtungen nicht einhalten, und daher haben wir auch die Rückerstattungen geleistet.»

Weniger TV-Präsenz, weniger Geld

Nicht nur im Fussball, auch im Eishockey sind die Sponsoring-Einnahmen tragende Elemente. Kleinere Vereine wie der B-Ligist SC Langenthal sind sogar noch mehr auf Sponsoren angewiesen, weil der Anteil an den TV-Geldern viel kleiner ist. 80 Prozent der Einnahmen würden aus dem Sponsoring kommen, sagt Geschäftsführer Peter Zulauf.

Im Oberaargau fehlen bis jetzt rund 350'000 Franken an Sponsorengeldern. Dabei seien die grossen Sponsoren noch sehr kulant gewesen, sagt Zulauf. Aber: «Bei den Kleineren mit drei, vier Mitarbeitenden, da hat der eine oder andere gesagt, er könne sich den Betrag für die Werbeblache oder die Bande nicht mehr leisten. Er habe zu wenig Aufträge und wisse selbst noch nicht, wie er die Löhne zahlen könne. Dafür habe ich vollstes Verständnis.»

«Alarmstufe Rot» für die Zukunft

Erstaunlicherweise konnten sowohl der SC Langenthal wie auch YB in Coronazeiten aber auch neue Sponsoren verpflichten. Das sei wohl eher die Ausnahme, stellt Beat Ritschard, Vorstandsmitglied bei der Netzwerk-Plattform Sponsoring Schweiz, fest. «Die meisten unserer Mitglieder möchten im Moment keine neuen Verträge abschliessen. Nicht, weil sie dem Instrument misstrauen, sondern weil sie nicht wissen, was die Zukunft bringt.»

Und die Sportvereine wissen auch nicht, ob die Sponsoren und Zuschauer Anfang Oktober wegen der Covid-Massnahmen wie zum Beispiel der Maskenpflicht überhaupt wieder ins Stadion kommen. Ritschard spricht von Alarmstufe Rot für die Zukunft. Und auch beim kleinen SC Langenthal ist man gespannt, was passiert, wenn Zuschauer wieder zugelassen werden.
«Viele sagen: ‹Ja, wir kommen, wir unterstützen Langenthal›, und andere sind der Meinung, wenn sie eine Maske tragen müssen, kommen sie nicht.»

"Die Partner wollen mit YB leben. Sie wollen leiden, sie wollen sich vor allem mit YB freuen."
Autor:Wanja Greuel
CEO Young Boys

Aber sowohl die kleinen wie auch die grossen Klubs sind auf Zuschauer- und Sponsoren-Einnahmen angewiesen. Wanja Greuel von YB meint, das sei nahezu überlebenswichtig. «Fussball lebt von den Emotionen. Auch das Sponsoring lebt von den Emotionen. Das heisst, die Partner wollen mit YB
leben. Sie wollen leiden, sie wollen sich vor allem mit YB freuen. Und wenn sie diese Möglichkeiten nicht haben, dann geht die Identifikation verloren.»

Und dann würde der wirtschaftliche Schaden für die Klubs noch grösser werden, als er sich jetzt schon abzeichnet.


https://www.srf.ch/news/wirtschaft/spon ... s-publikum

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2020/2021
 Beitrag Verfasst: Freitag 28. August 2020, 00:17 
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Keine Spieler betroffen

Corona-Fall im YB-Staff

Ein Staffmitglied der ersten Mannschaft des BSC Young Boys sowie zwei Staffmitglieder des Nachwuchses wurden positiv auf das Coronavirus getestet.

Lediglich drei Tage vor dem Cupfinal: Im YB-Trainerstaff wurde bei einer Person eine Ansteckung mit dem Coronavirus nachgewiesen. Ausserdem wurden auch zwei Mitglieder des Trainerstaffs des Nachwuchses positiv auf das Virus getestet.

Die Fälle seien in einer «ausführlichen Corona-Testserie» in den letzten Tagen ans Licht gekommen, wie der Club am Donnerstag in einer Mitteilung schreibt. Die Tests aller Spieler der ersten Mannschaft seien negativ gewesen.

Die drei infizierten YB-Mitarbeitenden, die keine Symptome zeigten und denen es den Umständen entsprechend gut gehe, befinden sich in Isolation. Der Club weist in seiner Mitteilung darauf hin, dass alle Sicherheitsvorkehrungen eingehalten worden seien.

Verabschiedung von Hoarau erst später

Weiter kündet YB an, dass die offizielle Verabschiedung von Guillaume Hoarau, der YB nach sechs Jahren verlässt, nicht am Sonntag vor dem Cupfinal stattfinden wird. Die Abschiedsfeier soll zu einem späteren Zeitpunkt in einem «würdigen Rahmen vor hoffentlich vielen Zuschauerinnen und Zuschauern» stattfinden.


https://www.bernerzeitung.ch/corona-fal ... 1945201392

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2020/2021
 Beitrag Verfasst: Dienstag 1. September 2020, 20:07 
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Spycher widerspricht HoarauTag der Freude bei YB – eigentlich

Die Young Boys sind stolz auf die Verpflichtung von Silvan Hefti. Einen bitteren Nachgeschmack hinterlassen Guillaume Hoaraus Äusserungen.

Die Aussage wirkt vorbereitet. Wie überhaupt alles am ersten Auftritt von Silvan Hefti als YB-Spieler. Nach seinem Bezug zu Bern gefragt, sagt er, natürlich kenne er die Landeshauptstadt der «schönen Schweiz». Und erzählt eine Anekdote aus der Kindheit: «Ich kann mich erinnern, wie ich als kleiner Knirps mit der Schulklasse nach Bern gereist bin und wir den Bärengraben angeschaut haben.» Das habe mächtig Eindruck gemacht. Die Werbebotschaft ist platziert, Hefti schmunzelt.

Der Auftritt passt zum 22-Jährigen. Trotz seines jungen Alters kann er die Erfahrung aus über 150 Partien in der Super League vorweisen. Hefti gilt als Musterprofi. In den letzten zwei Jahren führte er den FC St. Gallen als Captain an. Insofern darf seine Verpflichtung als Coup bezeichnet werden, zumal er auch Interesse aus dem Ausland generiert haben soll. «Wir sind sehr froh, dass er sich für uns entschieden hat», sagt YB-Sportchef Christoph Spycher.

Hefti unterschreibt bei YB bis 2024. Die Tatsache, dass sein Vertrag beim FC St. Gallen in einem Jahr ausgelaufen wäre, schränkte den Verhandlungsspielraum der Ostschweizer ein. Auf die in gewissen Portalen gehandelte Ablösesumme von 3,5 Millionen Franken angesprochen, sagt Spycher: «Wir würden für einen Spieler niemals so viel bezahlen.» Eher darf davon ausgegangen werden, dass die Young Boys rund 1,5 Millionen Franken an St. Gallen überweisen.

Als Nuhu-Ersatz ein Thema

Die Berner interessieren sich schon länger für Silvan Hefti. Erstmals aufgefallen sei ihm der Verteidiger 2016, sagt Spycher. Damals arbeitete der 42-Jährige als Experte fürs Schweizer Fernsehen und begleitete an diesem Nachmittag im April die Übertragung des 7:0 von Basel gegen St. Gallen. Ihn habe beeindruckt, dass Hefti trotz des brutalen Resultats nie aufgegeben habe, seine Körpersprache tadellos gewesen sei.

Mittlerweile Sportchef, beschäftigte sich Spycher im Sommer 2018 dann mit einer Verpflichtung des Ostschweizers, dessen Bruder Nias beim FC Thun unter Vertrag steht. Die Young Boys waren auf der Suche nach einem Nachfolger für Kasim Nuhu. Sie kamen jedoch zum Schluss, dass Hefti hinten rechts besser aufgehoben sei. Wobei Spycher betont, es sei ein grosser Vorzug des 22-Jährigen, dass er sowohl rechts wie zentral und in einer Vierer- wie Dreierkette spielen könne.

Janko wäre gerne geblieben

Die Verpflichtung eines Rechtsverteidigers hatte für Young Boys Priorität. Nach den Abgängen von Jordan Lotomba (Nizza) und Saidy Janko (nach Leihe zurück in Porto) klaffte auf dieser Position eine Lücke. Mit Hefti und dem kürzlich vom FC Sion ablösefrei verpflichteten Quentin Maceiras ist diese nun geschlossen.

Eine Weiterbeschäftigung Jankos war ein Thema, er hätte sogar – wie schon in der letzten Saison – für einen Verbleib bei YB auf viel Geld verzichtet. Aber die Verhandlungen mit Porto hätten sich unglaublich kompliziert gestaltet, sagt Spycher, man habe nicht abschätzen können, wie lange sich diese hinziehen würden. «Als sich die riesige Chance mit Hefti bot, mussten wir sie nutzen.»

Für den letztjährigen Meisterschaftszweiten St. Gallen ist der Abgang der Identifikationsfigur derweil ein herber Rückschlag. Die Ostschweizer verlieren mit Hefti nach Cedric Itten und Ermedin Demirovic den dritten Leistungsträger in dieser Transferperiode. «Wir hätten Silvan natürlich sehr gern behalten. Jedoch will er mit dem Wechsel zum Meister den nächsten Schritt in seiner Karriere machen», sagt Clubpräsident Matthias Hüppi. Spycher bezeichnet die Verhandlungen mit Sportchef Alain Sutter als sehr fair und sachlich. «Auch wenn St. Gallen Hefti lieber direkt ins Ausland verloren hätte.»

Mit Heftis Zuzug sind die Transferbemühungen der Young Boys nicht abgeschlossen. Sie wollen nach dem Vertragsende mit Guillaume Hoarau einen Angreifer verpflichten. Er soll gross und kräftig sein und als Back-up von Jean-Pierre Nsame fungieren können.

Hoarau sorgt für Aufregung

Der Abgang Hoaraus hat bei Spycher Spuren hinterlassen. Weil der 36-jährige Franzose bei seinem letzten Medientermin als YB-Profi am Montag erzählte, die Entscheidung, dass sein Vertrag nicht verlängert werde, sei ihm nicht stilgerecht und ohne Begründung mitgeteilt worden. Spycher verteidigt sich. Es entspreche nicht der Wahrheit, dass das Gespräch mit Hoarau telefonisch stattgefunden habe. «Ich habe ihm den Entscheid und die Begründung unter vier Augen in meinem Büro mitgeteilt. Wie sich das selbstverständlich gehört.»

Tatsache sei, sagt Spycher, dass es keine Verhandlungen gegeben habe. Finanzielle Überlegungen hätten dabei keine Rolle gespielt. «Es war ein rein sportlicher Entscheid.» Dass Hoarau diesen nicht verstehe, könne er nachvollziehen, meint der YB-Sportchef. «Jeder hat seine Wahrnehmung. Er darf hässig sein auf mich.»

Slavia Prag würde warten

Für Spycher ist das Kapitel damit beendet. Sein Fokus gilt der Zukunft. Diese hat am Dienstag weitere Konturen angenommen. In den Playoffs zur Champions League würden die Young Boys in drei Wochen auf Slavia Prag treffen. Das ergab die Auslosung in Nyon. Es ist ein schweres Los: Der tschechische Meister bestritt letztes Jahr die Gruppenphase der Champions League und kam dabei gegen den FC Barcelona und Inter Mailand je zu einem Unentschieden.

Zuerst müssen die Young Boys allerdings in zwei Wochen in der dritten Runde den dänischen Meister Midtjylland bezwingen. Silvan Hefti wird dann eine erste Gelegenheit erhalten, beim Berner Publikum Eindruck zu machen.


https://www.bernerzeitung.ch/tag-der-fr ... 2583230578

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2020/2021
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 3. September 2020, 01:11 
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02.09.2020

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Zwei Drittel der Sport-Fans dürfen wieder ins Stadion!

Ab Oktober sollen die Fussball- und Eishockeystadien zu zwei Dritteln gefüllt werden können. Die Existenz der Vereine dürfte damit gerettet sein.

Das Wichtigste in Kürze

- Die Schweizer Fussball- und Eishockey-Clubs atmen auf.
- Ab Oktober sollen Stadien wieder bis zu zwei Dritteln gefüllt werden können.
- Es gilt eine Maskenpflicht, es gibt nur Sitzplätze. Es gibt aber kein Alkoholverbot.

Die Existenzen der Schweizer Sportklubs sind mit dem heutigen Bundesrats-Entscheid wohl gerettet. Ab dem 1. Oktober werden die Corona-Regeln für Grossveranstaltungen gelockert.

Ein Stadion-Besuch in der Super League oder der National League soll bald wieder möglich sein. Und zwar mit deutlich mehr, als den bisher erlaubten 1000 Zuschauern. Bis zu zwei Drittel der Fans dürfen wieder rein!

Der Stadionbesuch findet künftig aber nur noch mit Maske statt. Und es gibt nur noch Sitzplätze, weil sonst kein Contact Tracing möglich ist.

Dafür dürfen die Clubs zwei Drittel der Stadion-Kapazität auslasten. Am Beispiel Meister YB sind dies immerhin 20'000 Fans im Stadion. Alle Abi-Besitzer der Young Boys können so an die Spiele. Das generiert überlebenswichtige Einnahmen.

Gästefans sind jedoch keine erlaubt. Das schmerzt zwar, auch finanziell. Aber: Mit dem Ausbleiben von Gästefans sparen sich die Clubs auch einen grossen Teil der Sicherheitskosten.

Die Frage nach dem Verkauf von Alkohol im Stadion gibt der Bundesrat an die Kantone weiter. Klar ist aber, dass Alkohol grundsätzlich weiterhin erlaubt ist.

Bundesrat Alain Berset: «Es gibt kein Alkoholverbot. Die Zuschauer holen sich das Getränk und trinken es dann auf dem Sitzplatz.»

Die Idee: Wenn beim Trinken die Maske fällt, ist es weniger schlimm als in der Menge. Die Konsumation darf aber nur am Platz passieren.

Mit diesen Entscheiden dürften die Vereine in den obersten Fussball- und Hockey-Ligen also erstmals durchatmen.

In der Super League werden, laut Spielplan, nur die ersten beiden Runden noch nach den «alten» Vorgaben durchgeführt. Ab dem dritten Spieltag füllen sich die Stadien wieder.

Allerdings gelten für Kantone gewisse Auflagen. So muss die epidemiologische Situation stets miteinbezogen werden. Und es benötigt Konzepte.

Und die Kapazität des Contact Tracings muss logischerweise den Anforderungen entsprechen.


https://www.nau.ch/sport/fussball/zwei- ... n-65773335

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2020/2021
 Beitrag Verfasst: Freitag 4. September 2020, 09:08 
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03.09.2020

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Was passiert mit der Fankultur? «Gehe davon aus, dass die Ultras an die Spiele gehen»

Bald sind wieder Zuschauer in den Schweizer Stadien erlaubt. Keine Stehplätze, keine Auswärtsfahrten, Registrierungspflicht: Die Beschränkungen treffen den harten Kern der Fans. Die Fanarbeit glaubt an die Kreativität der Anhänger. Aus gutem Grund.

Nicht gerade einen Penalty, aber zumindest einen Steilpass hat der Bundesrat den Schweizer Eishockey- und Fussballfans zugespielt. Ab Oktober dürfen wieder 20'000 Zuschauer ins Berner Wankdorf oder den Zürcher Letzigrund strömen – und sogar Bier trinken.

«Es wird keine Südkurve geben, wie wir sie kennen.»
Mario Fehr, Regierungsrat

Für den harten Kern der Anhänger gibt es aber einen Wermutstropfen. Stehplätze sind tabu: «Es wird keine Südkurve geben, wie wir sie kennen», sagte etwa der Zürcher Regierungsrat Mario Fehr (SP) an einer Medienkonferenz am Donnerstag. Weiter gilt eine Registrierungspflicht. Eigentlich ein rotes Tuch für die Ultra-Gruppierungen, welche grossen Wert auf ihre Anonymität legen. Zumindest die Maskenpflicht dürfte diese Leute kaum stören.

Josef Zindel, Präsident von Fanarbeit Schweiz, sagt dazu: «Für die Fans steht der Klub im Zentrum. Ich gehe davon aus, dass auch die Ultra-Gruppierungen trotz der Einschränkungen wieder an die Spiele gehen.»

In Zürich freue man sich auf die Fussballspiele, sagt auch der Zürcher Polizeivorsteher Fehr. «Ich kann mir nicht vorstellen, dass es Gruppierungen gibt, die das vermiesen wollen.»

Sitzplätze und Registrierung seien schliesslich keine Repressionsmassnahmen, um die Kurve zu bändigen, sagt auch Zindel. Sondern aus der Corona-Not geboren, um wieder Fussball vor Publikum zu ermöglichen. «Die Fans werden mitziehen und können mit der Verantwortung umgehen».

«Die Kurve ist bestimmt kein Kirchenchor. Man kann die Stimmung in den Stadien nicht steuern.»
Josef Zindel

Ob die Ostkurve in Bern, die Südkurve in Zürich oder die Muttenzerkurve in Basel: Die Ultras geben mit ihren Fangesängen in den Stadien den Takt vor. Wie sich die Fanszene mit den neuen Corona-Regeln arrangiert und organisiert, ist noch offen. «Die Kurve ist bestimmt kein Kirchenchor. Man kann die Stimmung in den Stadien nicht steuern», so Zindel weiter.

Kreative «Double»-Feier der YB-Fans

Trotz dem ersten Double seit 62 Jahren ist 2020 gerade für die YB-Fans ein hartes Jahr. Kein Meisterumzug durch die Stadt, keine ausschweifenden Cupsieger-Feiern: Der harte Kern feierte die Gelb-Schwarzen am Sonntagabend zumindest mit einer spontanen «Pyroshow» vor dem Wankdorf.

«Corona beeinträchtigt zwar den Alltag der Fans, aber nicht die Fankultur selbst. Dort gibt es sehr viele kreative Köpfe», sagt Zindel weiter. Dies zeigt etwa die jüngste Aktion der YB-Anhänger.

«Gstautet öii Umgäbig gäubschwarz»: Die Fan-Dachverbände rufen dazu auf, am Samstag in der ganzen Stadt YB-Fahnen zu hissen, Leibchen zu tragen und «alles, was in die Finger kommt», gelb-schwarz anzumalen.


https://www.watson.ch/sport/coronavirus ... ele-kommen

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2020/2021
 Beitrag Verfasst: Montag 7. September 2020, 21:16 
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07.09.2020

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Verkauf wird gestoppt

Bereits 16’500 Fans haben sich ein YB-Saisonabo gekauft

Die Young Boys erleben gerade Fantreue sondergleichen: Mehr als 10’000 Fussballbegeisterte haben gar auf den von YB angebotenen Rabatt verzichtet.

Nur wer bereits bisher im Besitz eines YB-Saisonabos war, hatte bisher die Möglichkeit, eine Dauerkarte für die kommende Saison zu erwerben. Neue Plätze kamen angesichts der ungewissen Corona-Lage noch gar nicht in den Verkauf.

Umso mehr erstaunt die positive Nachricht, die der BSC Young Boys am Montagabend verbreitete: Bereits konnten 16’500 Saisonkarten abgesetzt werden. Mehr als 10’000 Käuferinnen und Käufer verzichteten gar auf den Rabatt von 20 Prozent, der ihnen YB angeboten hätte.

«Wir sind überwältigt von der Treue der YB-Fans in sehr schwierigen Zeiten und bedanken uns herzlich für das Vertrauen!», heisst es in der entsprechenden Medienmitteilung.

Der Saisonkartenverkauf wird nun bis auf Weiteres ausgesetzt. Sobald das Schutzkonzept für die Austragung von Spielen mit mehr als 1'000 Zuschauern abgesegnet und die maximale Zuschauerkapazität für das Stadion Wankdorf vom Kanton Bern festgelegt wurde, wird YB informieren, ob nochmals Saisonkarten in den Verkauf kommen. YB-Fans, die Interesse am Kauf einer Saisonkarte 2020/21 haben, können sich in einem Online-Formular eintragen.

Die Verantwortlichen gehen aktuell davon aus, dass am 4. Oktober beim Spiel YB - Vaduz sämtliche Saisonkartenbesitzerinnen und -besitzer ins Stadion kommen dürfen. Voraussetzung ist jedoch, dass das ausgearbeitete Schutzkonzept vom Kanton Bern genehmigt wird.


https://www.bernerzeitung.ch/bereits-16 ... 0854301607

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2020/2021
 Beitrag Verfasst: Dienstag 8. September 2020, 18:19 
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Wechsel in die Challenge League News

YB-Youngster Breston Malula unterschreibt in Chiasso

Der 19-jährige Defensiv-Allrounder Breston Malula unterschreibt bei Challenge Ligist FC Chiasso für drei Jahre.
Der Youngster hat die gesamte fussballerische Ausbildung bei den Young Boys verbracht. Zuletzt gehörte er zwei Jahre zum Kader der U21. Einen neuen Vertrag in Bern unterschrieb er allerdings nicht mehr. Der Wechsel von Malula zum FC Chiasso erfolgt nun ablösefrei. Er unterschreibt einen Kontrakt bis 2023.


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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2020/2021
 Beitrag Verfasst: Samstag 19. September 2020, 09:40 
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Kommentar zu YB vor Ligastart

Der Kopf könnte zum grössten YB-Gegner werden

Die Young Boys haben das beste Team. Die Frage ist, ob sie mental frisch genug sind.

Balance ist eines der Lieblingswörter Gerardo Seoanes. Mal will der YB-Trainer, dass sein Team die Balance zwischen Defensive und Offensive behält. Dann fordert er Balance zwischen Anspannung und Lockerheit. So wie er redet, gibt er sich. Nüchtern analysierte er am Mittwoch die «ganz bittere Niederlage» gegen Midtjylland in der Qualifikation zur Champions League. Seoane behält die Balance, er ist so der verlängerte Arm einer besonnenen Clubführung.

Diese Eigenschaft ist nicht sexy. Sie hilft nicht, jene zu befriedigen, die sich nach einer solchen Niederlage einen polternden Chef wünschen. Sie hilft aber, den Überblick zu wahren, nach diesem 0:3, das gerade überhöht zu werden droht. Fakt ist: Die Young Boys starten am Samstag gegen den FC Zürich als grosser Favorit in die Super League. Sie sind kaum schlechter aufgestellt als im Vorjahr.

Aber über Jahre hinweg erfolgreich zu sein, verlangt auch, sich ständig zu erneuern, jüngeren Spielern Verantwortung zu übertragen.

Hinten rechts ist Silvan Hefti im Vergleich zu Saidy Janko ein Gewinn. Junge Stammkräfte wie Michel Aebischer und Mohamed Camara dürften sich weiterentwickeln, Spieler aus der zweiten Reihe wie Vincent Sierro und Marvin Spielmann verfügen über erhebliches Steigerungspotenzial. Und Meschack Elia hat die Anlagen, endgültig zur Attraktion der Super League zu werden. Natürlich, das Team hat nach den Abgängen von Guillaume Hoarau und Marco Wölfli an Charisma verloren, deren Routine hätte bei Midtjylland gewiss geholfen. Aber über Jahre hinweg erfolgreich zu sein, verlangt auch, sich ständig zu erneuern, jüngeren Spielern Verantwortung zu übertragen. Rückschläge in Kauf zu nehmen.

Von der Qualität des Kaders her kann der FC Basel YB am ehesten gefährlich werden. Doch es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich die Basler Führung den nächsten Fauxpas leistet. Der neue Trainer Ciriaco Sforza wird öfter neben dem Platz gefordert sein, als ihm lieb sein kann. Ob er die ständigen Störfeuer mit Grösse und Ruhe erträgt wie sein Vorgänger Marcel Koller, scheint unwahrscheinlich. In einer solchen Konstellation ist es enorm schwierig, über eine ganze Saison hinweg erfolgreich zu sein. Das wissen die Young Boys aus der Vor-Christoph-Spycher-Ära.

St. Gallen, der letztjährige Zweite, hat sein 33-Tore-Sturmduo Itten/Demirovic verloren, ebenso seinen Captain Hefti an YB. Gekommen ist unter anderem der frühere YB-Nachwuchsspieler Kwadwo Duah. Ihn gaben die Young Boys 2019 ab, weil sie sein Potenzial als zu gering einschätzten. Hefti und Duah, die Namen zeigen, in welch unterschiedlichen Dimensionen sich die Clubs bewegen. Nichtsdestotrotz dürften die Ostschweizer erneut eine gute Saison spielen. Einige Leistungsträger sind geblieben. Und mit Peter Zeidler hat St. Gallen einen der besten Trainer der Super League.

Das wird der grosse Vorteil der kleinen Teams sein: Ihr Köpfe und Körper sind frischer.

Und so könnte der Kopf YBs grösster Gegner werden. Ein Aspekt, der unterschätzt wird. Die Young Boys haben seit der Winterpause nie länger als eine Woche Ferien gehabt. Der FC St. Gallen pausierte zwischen den Saisons zwei Wochen, sein letztes Pflichtspiel bestritt er Anfang August bei YB. Die Berner haben in diesem Zeitraum drei Spiele im Cup und zwei im Europacup bestritten, nur der FC Basel kommt auf ein vergleichbares Pensum. Das wird der grosse Vorteil der kleinen Teams sein: Ihr Köpfe und Körper sind frischer.

Gerade im strengen Herbst dürfte sich das bemerkbar machen, wenn durch die Gruppenphase der Europa League sechs Partien hinzukommen – sofern YB im Playoff gegen Tirana die Pflicht erfüllt. Diese Belastung zu managen, wird eine grosse Herausforderung, zumal es für den Meister und Cupsieger darum geht, seine Schätze zu bewahren. Nicht zu erobern.

Das könnte die Saison ausgeglichener werden lassen als angenommen. Da helfen Führungsfiguren, die nicht so leicht aus der Balance geraten.


https://www.bernerzeitung.ch/der-kopf-k ... 2549352755

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2020/2021
 Beitrag Verfasst: Sonntag 20. September 2020, 20:27 
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Schweizer Hit, europäischer Flop

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Die Young Boys zwischen den Welten

In Europa stehen sie für den Rückschritt des Schweizer Fussballs, in der Liga sind die Berner das Mass aller Dinge. Woher kommt diese Diskrepanz?

Der Meister aus Bern zittert und zittert. Er schlägt die Bälle nur noch weg. Souverän sieht anders aus als das, was er zum Spielende am Samstagabend gegen den FC Zürich bietet. Mit Hängen und Würgen und mit der Hilfe des Schiedsrichters bringt er das 2:1 zum Saisonstart über die Zeit.

Sie müssten den unbändigen Willen wieder finden, ein Spiel zu gewinnen, sagt Christian Fassnacht später. Es ist ein bezeichnender Satz für dieses Young Boys, die eine Woche hinter sich haben, wie sie es sich seit langem nicht mehr gewohnt sind. Drei Jahre sind sie jetzt hochgejubelt worden, lokal, national. Dass sie nichts falsch machen und erst recht alles viel besser als alle anderen, angefangen in Basel und Zürich. Dass Christoph Spycher der Stratege ist und Gerardo Seoane das grosse Trainertalent.

Seit drei Jahren liegen sie sich in Bern eigentlich nur noch in den Armen. Selbst eine Durchschnittsleistung genügt zum Ende der alten Saison noch, gegen Basel den Cupfinal und damit das Double zu gewinnen. So überlegen sind sie. Scheinen sie zumindest.

Der sportliche Notstand?

Der Rückschlag kommt dafür an diesem Mittwoch mit Vehemenz. Midtjylland heisst dieser Gegner in der Qualifikation zur Champions League, bei dem man zuerst studieren muss, wo das I, J und Y zu setzen sind. Die Dänen sind europäisches Mittelmass, also auf Augenhöhe mit YB. Aber im Gegensatz zu YB nutzen sie die Fehler des Gegners, gewinnen 3:0 und kommen eine Runde weiter.

«Peinlich», schreibt der «Blick». Die «Berner Zeitung» erklärt den schweizweit gefeierten Jean-Pierre Nsame zum «europäisch gewöhnlichen Stürmer». Die «Aargauer Zeitung» ruft gar den sportlichen Notstand aus: Wenn dieses YB das Beste sei, was die Super League zu bieten habe, müsse man sich ernsthaft Sorgen machen.

Zur Entschuldigung für die Berner muss erwähnt sein, dass sie eine minimale Vorbereitung gehabt haben. Und doch ist es nicht neu, dass die Schweiz in Europa nicht von ihnen lebt. Dafür sind sie auf diesem Feld viel zu wenig abgebrüht, um Chancen zu nutzen, die sich ihnen bieten. Ihnen fehlt die letzte Entschlossenheit.

Wahrscheinlich fehlt ihnen dafür auch der Stolz und sind sie halt schon zu sehr zufrieden, endlich im kleinen Land wieder eine Grösse zu sein. Dass sie von den letzten 14 Auswärtsspielen in Europa nur eines gewannen, sagt alles über ihre Widerstandsfähigkeit abseits der kuscheligen Heimat.

Ohne Basels Punkte wäre die Schweiz ein Entwicklungsland

Die Schweiz liegt im Uefa-Ranking auf Platz 17, weit hinter Österreich, das wir gerne belächeln, und selbst hinter Zypern, das wir vorzugsweise als Ferienland wahrnehmen. Platz 17 bedeutet für die Zukunft: Nur der Meister hat eine Chance, sich über drei Runden für die Champions League oder mindestens für die Europa League zu qualifizieren. Alle anderen müssen sich mit dem mühsamen Weg in die drittklassige Conference League begnügen, die auf 2021/22 eingeführt wird.

Gäbe es den FC Basel nicht, wäre die Schweiz noch schlechter dran. Er hat allein fast so viele Punkte fürs Uefa-Ranking geholt wie YB, Zürich, Lugano, Sion und Luzern zusammen. Wie er am Donnerstag beim 2:1 in Osijek auftritt, zumindest eine Halbzeit lang, verrät er die internationale Reife, die bei allen Problemen weiter in seiner DNA steckt. Und die YB halt spürbar abgeht, wenn es keinen Guillaume Hoarau mehr auf dem Platz hat, der im entscheidenden Moment die Nerven bewahrt. Ohne Basel wäre die Schweiz im europäischen Vergleich ein Entwicklungsland.

Das alles soll nicht weiter erstaunen. Die Clubs leiden darunter, dass ihre Spieler ins Ausland wechseln, sobald sie die Gelegenheit dazu haben. 17 Schweizer sind allein in der Bundesliga unter Vertrag, und viele gehören da in ihren Mannschaften zum Stamm. Wenigstens gibt es einen Profiteur des Reifeprozesses dieser Spieler: Das ist das Nationalteam, bei dem Sommer, Schär, Akanji, Xhaka, Embolo und Shaqiri den Kern bilden, es sind alles ehemalige Basler.

Die nationale Liga, so super ihr Name auch tönen mag, hat noch ein anderes Problem. Sie ist weitgehend unattraktiv geworden für Talente aus dem Ausland, um hier einen Zwischenschritt in ihrer Entwicklung machen zu wollen. Die gehen lieber direkt dahin, wo das grosse Geld lockt. Einen Mohamed Salah werden wir hier nie mehr sehen können.


https://www.bernerzeitung.ch/die-young- ... 7230926912

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2020/2021
 Beitrag Verfasst: Sonntag 20. September 2020, 20:28 
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Schweizer Hit, europäischer Flop

Die Young Boys zwischen den Welten

In Europa stehen sie für den Rückschritt des Schweizer Fussballs, in der Liga sind die Berner das Mass aller Dinge. Woher kommt diese Diskrepanz?

Der Meister aus Bern zittert und zittert. Er schlägt die Bälle nur noch weg. Souverän sieht anders aus als das, was er zum Spielende am Samstagabend gegen den FC Zürich bietet. Mit Hängen und Würgen und mit der Hilfe des Schiedsrichters bringt er das 2:1 zum Saisonstart über die Zeit.

Sie müssten den unbändigen Willen wieder finden, ein Spiel zu gewinnen, sagt Christian Fassnacht später. Es ist ein bezeichnender Satz für dieses Young Boys, die eine Woche hinter sich haben, wie sie es sich seit langem nicht mehr gewohnt sind. Drei Jahre sind sie jetzt hochgejubelt worden, lokal, national. Dass sie nichts falsch machen und erst recht alles viel besser als alle anderen, angefangen in Basel und Zürich. Dass Christoph Spycher der Stratege ist und Gerardo Seoane das grosse Trainertalent.

Seit drei Jahren liegen sie sich in Bern eigentlich nur noch in den Armen. Selbst eine Durchschnittsleistung genügt zum Ende der alten Saison noch, gegen Basel den Cupfinal und damit das Double zu gewinnen. So überlegen sind sie. Scheinen sie zumindest.

Der sportliche Notstand?

Der Rückschlag kommt dafür an diesem Mittwoch mit Vehemenz. Midtjylland heisst dieser Gegner in der Qualifikation zur Champions League, bei dem man zuerst studieren muss, wo das I, J und Y zu setzen sind. Die Dänen sind europäisches Mittelmass, also auf Augenhöhe mit YB. Aber im Gegensatz zu YB nutzen sie die Fehler des Gegners, gewinnen 3:0 und kommen eine Runde weiter.

«Peinlich», schreibt der «Blick». Die «Berner Zeitung» erklärt den schweizweit gefeierten Jean-Pierre Nsame zum «europäisch gewöhnlichen Stürmer». Die «Aargauer Zeitung» ruft gar den sportlichen Notstand aus: Wenn dieses YB das Beste sei, was die Super League zu bieten habe, müsse man sich ernsthaft Sorgen machen.

Zur Entschuldigung für die Berner muss erwähnt sein, dass sie eine minimale Vorbereitung gehabt haben. Und doch ist es nicht neu, dass die Schweiz in Europa nicht von ihnen lebt. Dafür sind sie auf diesem Feld viel zu wenig abgebrüht, um Chancen zu nutzen, die sich ihnen bieten. Ihnen fehlt die letzte Entschlossenheit.

Wahrscheinlich fehlt ihnen dafür auch der Stolz und sind sie halt schon zu sehr zufrieden, endlich im kleinen Land wieder eine Grösse zu sein. Dass sie von den letzten 14 Auswärtsspielen in Europa nur eines gewannen, sagt alles über ihre Widerstandsfähigkeit abseits der kuscheligen Heimat.

Ohne Basels Punkte wäre die Schweiz ein Entwicklungsland

Die Schweiz liegt im Uefa-Ranking auf Platz 17, weit hinter Österreich, das wir gerne belächeln, und selbst hinter Zypern, das wir vorzugsweise als Ferienland wahrnehmen. Platz 17 bedeutet für die Zukunft: Nur der Meister hat eine Chance, sich über drei Runden für die Champions League oder mindestens für die Europa League zu qualifizieren. Alle anderen müssen sich mit dem mühsamen Weg in die drittklassige Conference League begnügen, die auf 2021/22 eingeführt wird.

Gäbe es den FC Basel nicht, wäre die Schweiz noch schlechter dran. Er hat allein fast so viele Punkte fürs Uefa-Ranking geholt wie YB, Zürich, Lugano, Sion und Luzern zusammen. Wie er am Donnerstag beim 2:1 in Osijek auftritt, zumindest eine Halbzeit lang, verrät er die internationale Reife, die bei allen Problemen weiter in seiner DNA steckt. Und die YB halt spürbar abgeht, wenn es keinen Guillaume Hoarau mehr auf dem Platz hat, der im entscheidenden Moment die Nerven bewahrt. Ohne Basel wäre die Schweiz im europäischen Vergleich ein Entwicklungsland.

Das alles soll nicht weiter erstaunen. Die Clubs leiden darunter, dass ihre Spieler ins Ausland wechseln, sobald sie die Gelegenheit dazu haben. 17 Schweizer sind allein in der Bundesliga unter Vertrag, und viele gehören da in ihren Mannschaften zum Stamm. Wenigstens gibt es einen Profiteur des Reifeprozesses dieser Spieler: Das ist das Nationalteam, bei dem Sommer, Schär, Akanji, Xhaka, Embolo und Shaqiri den Kern bilden, es sind alles ehemalige Basler.

Die nationale Liga, so super ihr Name auch tönen mag, hat noch ein anderes Problem. Sie ist weitgehend unattraktiv geworden für Talente aus dem Ausland, um hier einen Zwischenschritt in ihrer Entwicklung machen zu wollen. Die gehen lieber direkt dahin, wo das grosse Geld lockt. Einen Mohamed Salah werden wir hier nie mehr sehen können.


https://www.bernerzeitung.ch/die-young- ... 7230926912

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