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 Beitrag Verfasst: Samstag 1. August 2020, 13:16 
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Die ganz spezielle Party von Geistermeister YB

«Geht feiern und schickt mir die Rechnung!»

YB ist der Geistermeister! Die Szenerie im Tourbillon ist surreal. Die Emotionen und die Freude sind echt. Der 14. Berner Meistertitel wird so oder so unvergessen bleiben.

Details machen den Unterschied aus. Dass bei einer derart akribisch arbeitenden Organisation wie YB viel Wert darauf gelegt wird, erstaunt nicht. So prangt auf den Ärmeln der Meister-T-Shirts ein kleines Logo mit einem herzigen Gespenst drauf. «Geistermeister 2020» steht drauf. Das kleine Logo reflektiert die Arbeit des Meisters bestens.

***

Als sich die Spieler sich nach dem Schlusspfiff umarmen, die Champagner-Spritzerei (allerdings mit Prosecco!) beginnt und die Meister-T-Shirts verteilt werden, haben sie gewiss keine Augen für das kleine Logo auf dem Ärmel. Denn die Emotionen sind in diesem Moment genau gleich hoch wie in einem vollen Stadion. «Wir werden jedenfalls für uns so feiern, wie wenn das Stadion voll wäre», sagt Jean-Pierre Nsame ein paar Minuten später, als der Kameruner bereits wieder die Bierruhe in Person ist, die ihn vor dem Tor in dieser 30-Treffer-Saison ausgezeichnet hat.

***

Es scheint fast, wie wenn die Blicke der Spieler immer wieder auf die Ränge gehen – und dort? Nichts. Die frustrierten Sion-Fans wollen sich die YB-Meisterparty nicht antun, verlassen das Tourbillon rassig. YB-Fans hat es keine zehn im Stadion. Eine Geisterfeier…

***

Minuten später setzt sich Goalie David von Ballmoos alleine auf den Rasen, quatscht am Handy mit Kollegen und Familie. Und löst das Problem so, dass es dieses mal keine gemeinsame Partynacht geben wird: «Also wenn Ihr jetzt noch ausgeht, dann geht das auf mich. Geht feiern und schickt mir die Rechnung!», sagt der Emmentaler. Der Vorteil solcher Feiern unter Quasi-Ausschluss der Öffentlichkeit? Man hörte jedes Wort… «Ich bin immer noch ganz durcheinander», hatte der Keeper zuvor bekannt, «denn der Druck ist schon riesig gewesen. Da kann man nicht sofort runterfahren. Aber danach haben wir die ganze Fahrt nach Hause, um im Car zu feiern.»

***

Der Car ist die Party-Location 2020. Die Spieler spekulierten mit einem, sagen wir, zarten Meeting mit den Fans. Doch Sportchef Christoph Spycher nimmt diesen Spekulationen den Wind aus den Segeln. «Es gibt gar nichts! Das werden wir notfalls aktiv zu verhindern wissen. Es sind besondere Zeiten. Und wir haben eine Vorbildfunktion. Nein, ein Zusammentreffen mit den Fans ist ausgeschlossen.»

***

Ein in kürzester Zeit leeres Stadion hat noch weitere Vorteile. So jenen, solche Momente überschwänglicher Freude in einer ungeahnten Intimität festzuhalten. Von Ballmoos setzt sich alleine auf den Rasen. Gianluca Gaudino und Trainer Gerry Seoane drehen ganz alleine Selfie-Videos auf dem Rasen des verlassenen Stadions. Gerade für den Coach musste es eine Riesen-Genugtuung sein, den Umbruch derart gut geschafft zu haben, dass es erneut zum Titel reichte. Was er hingegen verneint: In den letzten Tagen speziell nervös gewesen zu sein. «War ich nicht, Einzig extrem konzentriert und fokussiert. Wie alle. Deshalb stehen wir nun hier.»

***

Bereits mit Zigarre im Mund gibt ein anderer Interviews: Marco Wölfli. Die abtretende YB-Legende wird am Montag gegen St. Gallen zu einem letzten Einsatz in einem Ernstkampf kommen. Oder doch nicht? Seoane formulierte es so: «Es kann sich beim Feiern immer noch einer stolpern … Aber wir sind uns der speziellen Situation genau bewusst. Und Wölfli geniesst Legendenstatus.» Klarer Fall: Der Wolf spielt. Dieser, freudentrunken: «Es gibt nichts Schöneres als mit drei Titeln in Serie abzutreten!»

***

Im Tourbillon ist die Party kontrolliert. In der Stadt ist es etwas anders. Bis zum Schlusspfiff verläuft das Ganze zum Beispiel an der Aarbergergasse mit ihren vielen Beizli und Bars durchaus zivilisiert. Da wurden fleissig Personendaten aufgenommen, wenn sich jemand vor einen Bildschirm setzen wollte, um das Spiel zu verfolgen. Und die meisten sitzen dann auch, Doch als es klar ist, dass der Titel in Bern bleibt, brechen die Dämme. Plötzlich sind geschätzte 2000 Menschen da. Corona-konform ist da kaum mehr etwas. Die zurückhaltende Polizei ist machtlos. Sie sperrt die Strasse irgendwann ab, lässt niemanden mehr rein in diesen YB-schwangeren Mikrokosmos. Petarden werden gezündet. Und Masken aufgesetzt, als es so richtig böllert.

***

Was die Fans dann machen? Warten. Auf die Mannschaft. Die fährt in Sion erst um 0.20 Uhr ab. Das Warten wird lange gewesen sein. Und fruchtlos.


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 21667.html

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 Beitrag Verfasst: Samstag 1. August 2020, 13:18 
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Seoane: «Ausgerechnet der Schwerste musste mich anrempeln»

YB macht in Sion den Titel-Hattrick perfekt. Die Erleichterung auf Seiten der Berner ist riesig. Den St. Gallern bleibt nichts anderes übrig, als ihren Rivalen zu gratulieren.

Der Schweizer Fussballmeister heisst zum dritten Mal in Serie und zum 14. Mal insgesamt YB. Die Berner siegen in der 35. Runde beim FC Sion 1:0. Damit gibt es am kommenden Montag im Wankdorf keine Finalissima, sondern ein Duell zwischen dem Meister und dem Vizemeister.


https://www.bluewin.ch/de/sport/fussbal ... 21315.html

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 Beitrag Verfasst: Samstag 1. August 2020, 13:20 
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Böller in der Hand explodiert

Mann verliert bei YB-Meisterfeier offenbar mehrere Finger

Während in der Berner Altstadt Hunderte von YB-Fans den Meistertitel feiern, kommt es im Quartier Breitenrain in der Nähe von einem Fanlokal zu einem blutigen Zwischenfall mit Pyros. Die Polizei riegelt das Gebiet ab, ein Schwerverletzter muss ins Spital.

Nach Mitternacht knallt es im Berner Quartier Breitenrain nonstop. Offenbar feiern einige YB-Anhänger in der Nähe eines Fan-Lokals lautstark den Gewinn der Meisterschaft. Wieder und wieder gehen Böller und Feuerwerk hoch.

Ein YB-Fan wurde in der Nacht auf Samstag in Bern durch Pyrotechnika schwer verletzt worden. Die Indizien deuten auf einen Selbstunfall hin, wie Recherchen der Nachrichtenagentur Keystone-SDA ergaben.

Vieles spreche dafür, dass dem Mann ein Böller in der eigenen Hand explodiert sei, hiess es aus informierten Kreisen. Bei dem Unfall soll der Mann mehrere Finger verloren haben. Die Kantonspolizei machte auf Anfrage keine näheren Angaben. Sie verwies auf die laufenden Ermittlungen.

Feuerwerk auch gegen Polizeiautos

Der Zwischenfall ereignete sich gegen 1 Uhr früh. Der Verunfallte wurde nach der Erstversorgung durch Anwesende sowie Einsatzkräfte der Polizei von der Sanitätspolizei von Schutz und Rettung Bern in ein Spital gebracht.

Dabei hatten Feiernde nach dem Auswärtssieg auch Pyros gegen Fahrzeuge der Kantonspolizei Bern abgefeuert. Im Rahmen des Einsatzes wurden mehrere Personen kontrolliert. Ein Jugendlicher sowie ein Erwachsener wurden dazu in Polizeiräumlichkeiten gebracht. Es wurden Bussen sowie mehrere Wegweisungen ausgesprochen.

Gegen 2 Uhr morgens deuteten an der Unglücksstelle lediglich noch herumliegende Rettungsdecken darauf hin, was in dem Berner Quartier kurz zuvor passiert war.


https://www.blick.ch/sport/fussball/unb ... 21688.html

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 Beitrag Verfasst: Samstag 1. August 2020, 13:23 
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BSC Young Boys ist Meister: Fans empfangen Spieler im Wankdorf

Der BSC Young Boys holt den Titel-Hattrick und bei den Fans brechen alle Dämme. Erst wird in der Stadt gefeiert, anschliessend vor dem Wankdorf.

Das Wichtigste in Kürze

- YB sichert sich dank einem 1:0-Sieg gegen Sion den dritten Meistertitel in Folge.
- In der Berner Innenstadt feiern die Fans eine wilde Party.
- Hunderte Fans empfangen die Meister um 3 Uhr beim Wankdorf.

Um genau 3 Uhr fährt der Mannschaftsbus der YB-Meisterhelden vor. Hunderte Fans sind wach geblieben, um ihre Stars beim Wankdorf zu empfangen. Gehupe ertönt, Fans zünden Fackeln. Die Freude bei allen Beteiligten der BSC Young Boys ist riesig – das Bild genial!

Kurze Zeit später steigt der Meister und die ganze Entourage aus dem Bus und lässt sich von den Anwesenden feiern. Meister-Lieder werden angestimmt – gemeinsam mit den Fans.

Fans feierten frenetisch in der Innenstadt

Zuvor wurde auch schon in der Berner Innenstadt heftig gefeiert: «Fussball Schweizer Meister, Fussball Schweizer Meister, BSC!», dröhnte es am späten Freitagabend. Frenetisch feierten die YB-Fans in der Heimat den dritten Meistertitel in Folge.

Diesen hat sich der BSC Young Boys dank eines 1:0-Minisiegs im Wallis gegen Sion eine Runde vor Schluss vorzeitig gesichert.

Es wurde gefeiert, getanzt und gesungen. Auch Feuerwerkskörper und Pyros wurden von den johlenden YB-Anhängern abgebrannt. Der Corona-Abstand wurde dabei nicht überall eingehalten. Dies galt vor allem für die Aarbergergasse, dem Epizentrum der feiernden YB-Meute.

Die Kantonspolizei Bern beobachtete die Lage aufmerksam. Sie schrieb am späten Abend auf Twitter: «Die Aarbergergergasse ist gerade gut besucht. Damit alle morgen gesund aufwachen, suchen wir vor Ort das Gespräch und empfehlen, an einem anderen Ort zu feiern.»

Und ergänzte wenig später: «Infolge der hohen Personenanzahl wird der Zutritt zur Aarbergergasse nun eingeschränkt.» Die Kantonspolizei Bern habe Verständnis für den Freudentaumel. «Allerdings feiert auch Corona mit, daher bitte Abstand halten.»

Stadtregierung gratuliert BSC Young Boys zum Titel

Gegen Mitternacht war die Gasse dann wieder offen und nicht mehr dicht gefüllt. Viele Fans hatten es ohnehin vorgezogen, das Spiel im kleinen Kreis oder irgendwo in einer Gartenbeiz zu verfolgen.

Der Berner Gemeinderat hatte bereits am Donnerstag die Fans aufgerufen, einen allfälligen Meistertitel gesittet zu feiern. Man solle an die Gefahren von Corona denken, hiess es.

Am Freitagabend gratulierte die Stadtregierung den Young Boys zum dritten Titel in Serie. Auf eine Freinacht müsse leider verzichtet werden, Feierlichkeiten im kleineren Rahmen seien aber möglich. Dabei zählte die Stadt auf die Solidarität und Verantwortung der Fans.

Stadtpräsident Alec von Graffenried konnte seine Freude über den Titel nicht verhehlen: «Trotz Lockdown, engem Spielplan und leeren Rängen liessen sich die BSC Young Boys nie beirren. Sie brachten den Meisterpokal souverän heim nach Bern», erklärte er in einem Communiqué.

Sicherheitsdirektor Reto Nause rief die Fans auf, beim Feiern Mass zu halten - auch mit Blick auf die steigenden Covid-19-Fallzahlen.

Berner Sicherheitsdirektor zieht gemischte Bilanz

Der Stadtberner Sicherheitsdirektor Reto Nause (CVP) zieht eine gemischte Bilanz zur YB-Meisternacht. Ein schwerer Pyro-Unfall habe die Feierlichkeiten überschattet, zudem sei die Eigenverantwortung mancher Fans trotz Corona zeitweise an einem kleinen Ort gewesen.

Das sagte Nause am Samstag im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Positiv beurteilte er die Polizei-Arbeit: Der Polizei sei es gelungen, die Anzahl Personen in der Ausgehmeile Aarbergergasse auf etwa 1000 Menschen zu begrenzen.

Wie viele Fans insgesamt in Bern unterwegs waren, lasse sich nur schwer abschätzen, sagte Nause. Das im Vorfeld befürchtete Szenario, dass Abertausende YB-Fans in die Stadt strömen würden, habe sich jedenfalls nicht bewahrheitet. Er gehe davon aus, dass der Grossteil der Anhänger dem Aufruf der Behörden Folge geleistet und in kleinem Rahmen gefeiert habe.

«Sehr gut» beurteilte Nause die Zusammenarbeit mit der Fanarbeit und dem BSC Young Boys. Der Verein hatte bereits im Vorfeld angekündigt, dass sich die Mannschaft nach der Rückkehr aus dem Wallis nicht in der Stadt zeigen werde.


https://www.nau.ch/sport/fussball/bsc-y ... y-65753439

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 Beitrag Verfasst: Samstag 1. August 2020, 13:28 
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01.08.2020

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YB nicht klar die Besten - und dennoch die Besten

Nach 35 von 36 Runden der Super League ist der Meister erkoren: Es sind die Young Boys, die auch die alten Meister waren. Die Favoriten vom Wankdorf sind in den englischen Wochen die Stärksten.

Mit dem dritten Meistertitel in Folge kommen die Young Boys ihrem Vereinsrekord nahe. Unter Trainer Albert Sing und mit legendären Spielern wie Eugen «Geni» Meier, Heinz Schneiter, Walter Eich, Willy Steffen, Ernst Wechselberger und Toni Allemann reihten die Gelbschwarzen ab 1957 vier Titel aneinander. Dreimal in Serie hatte YB auch in den Anfängen der Schweizer Meisterschaft triumphiert: von 1909 bis 1911.

Im Sommer 2018 konnte Trainer Gerardo Seoane nahtlos dort weiterfahren, wo der Vorgänger Adi Hütter aufgehört hatte: mit einem breiten, starken und nahezu unveränderten Kader, mit einer Mannschaft, die sich an Siegesserien gewöhnt hatte, und mit Spielern, die nach YBs erstem Meistertitel seit 1986 noch viel mehr erreichen wollten. Das Ergebnis dieser Kontinuität war eine Saison, in der YB in die Champions League kam und nahezu alle Super-League-Rekorde brach, die der FC Basel gehalten hatte.

Vor der Saison 2019/20 war der Umbruch stark. Von der bewährten Abwehrkette Mbabu/Von Bergen/Nuhu/Benito aus Hütters Zeit war mittlerweile keiner mehr dabei. Auch die defensiven Mittelfeldspieler Djibril Sow und Sékou Sanogo nicht.

An einer Medienkonferenz vor Saisonbeginn wurde Seoane gefragt, was ihm lieber wäre: ein Meistertitel, zu dem die Young Boys abermals spazieren, oder ein Meistertitel, um den sie bis zuletzt hart kämpfen müssen, vielleicht bis in die letzte Runde. Der Journalist fügte noch an, dass ein hart erkämpfter Titel die zum Teil jungen Spieler in der Entwicklung vielleicht weiterbringen könnte. Seoane überlegte eine Weile und entschied sich für einen Kompromiss: ein harter Kampf bis zur Winterpause, danach eine klare Dominanz seiner Mannschaft.

Die Realität der Saison 2019/20 ergab einen Kompromiss im Kompromiss. YB musste viel, viel länger kämpfen, als Seoane es sich gewünscht hätte. Ein wenig spazieren konnte YB erst zuletzt. Nach den Runden 27, 28, 30 und zuletzt 31 waren die Berner Zweite mit einem Punkterückstand auf den letzten verbliebenen Herausforderer St. Gallen. Die Lücke tat sich in der 32. und der 33. Runde auf: St. Gallen verlor zweimal, die Young Boys errangen unterdessen zwei Auswärtssiege.

Dem Verletzungspech getrotzt

Es wäre vermessen gewesen, von YB eine gleiche oder ähnliche Dominanz zu erwarten, zumal die Wirkung des Umbruchs schon früh durch grosses Verletzungspech verstärkt wurde. Sandro Lauper erlitt einen Kreuzbandriss, und Ali Camara brach sich ebenfalls noch vor der Saison das Bein. So fehlten Seoane zwei wahrscheinliche Fixstarter. Im Herbst mutierte das Kadar zum Lazarett. Zeitweise fehlten neun potentielle Leistungsträger. Das ursprünglich breite Kader war jetzt sehr schmal. Seoane konnte nicht umhin, die Verbliebenen stark, vielleicht übermässig, zu forcieren. Und dies in einer Zeit der dreifachen Belastung (Meisterschaft, Cup, Europacup). Im Dezember waren die Spieler auf den Felgen, die Winterpause kam gelegen.

Die Liste der Verletzten war aber auch beim Beginn der Rückrunde längst nicht abgetragen. Wahrscheinlich hat der lange Unterbruch wegen des Coronavirus den Bernern in die Karten gespielt. Nach der Wiederaufnahme der Meisterschaft im Juni konnte Seoane weitgehend aus dem Vollen schöpfen und eine Mannschaft auf den Platz bringen, wie er sie sich wahrscheinlich schon im Herbst vorgestellt hatte. Plötzlich konnte er Ali Camara und Captain Fabian Lustenberger in die Innenverteidigung beordern. Dank einer generell gefestigten Defensive gewann YB auf einmal wieder deutlich mehr Spiele ohne Gegentor. Mit der gegen Schluss zum Tragen kommenden sehr breiten Auswahl an tauglichen Spielern hätte YB eine nicht zu unterschätzende Schattenmannschaft stellen können. Dass die Berner mit dem Fortgang der englischen Wochen mehr Kraftreserven hatten als etwa St. Gallen, wurde offensichtlich.

Stichwort Kontinuität

Schon seit mehreren Jahren gelingt es den Young Boys, jeden Wegziehenden durch einen valablen Neuen zu ersetzen. Ein Beispiel aus der jüngsten Meistersaison: Als der kleine Co-Stürmer Roger Assalé - er war die beste Ergänzung zum unbändigen Goalgetter und neuen Torschützenkönig Jean-Pierre Nsame - im Winter nach Spanien gezogen war, wurde der junge Neuling Meschack Elia als Nachfolger herangezogen. Und schon Ende Juni konnte man darüber streiten, ob Assalé oder Elia der Bessere ist.

Die Planung im Wankdorf ist rollend. Jeder notwendigen Veränderung stellen sich Trainer Seoane und Sportchef Christoph Spycher unaufgeregt. Sie wissen, dass sich kein Wunschzustand einfrieren lässt, und sie wissen auch, dass es nicht schlecht weitergehen kann, wenn sie den Weg nicht verlassen.

Nicht für alles, was auf YBs Weg zum Titelhattrick passiert ist, gibt es plausible Erklärungen. In der «Rekordsaison» 2018/19 hatte YB aus 18 Auswärtsspielen 42 Punkte geholt. Sie gewannen in fremden Stadien mindestens sechs Punkte mehr als jede andere Mannschaft in den Heimspielen. Aber im Spätherbst dieser Saison trat wie aus dem Nichts eine Schwäche auf. Aus neun Auswärtsspielen am Stück gewannen die Berner nur drei Punkte (3 Unentschieden, 6 Niederlagen). Gerardo Seoane konnte sich die grosse Diskrepanz zu den Auftritten im Wankdorf (bis anhin 15 Siege, 2 Unentschieden, 0 Niederlagen) die ganze Zeit über nicht richtig erklären. Aber es dürfte wiederum für die Mannschaft sprechen, dass sie gerade in der heissesten Phase zweimal nacheinander in der Fremde gewann.


https://www.tagblatt.ch/newsticker/spor ... ld.1243174

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 Beitrag Verfasst: Samstag 1. August 2020, 17:01 
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YB-Stimmen zum 3. Titel - Spycher: «Viel Energie gebraucht, um immer positiv zu bleiben»

Der Sportchef und weitere Protagonisten des alten und neuen Meisters äussern sich zum neuerlichen Triumph in der Liga.

Die Carfahrt nach dem 1:0-Sieg in Sion beschreibt Trainer YB-Gerardo Seoane als «sehr lustig». Michel Aebischer spricht gar von einem «riesigen Fest». Doch sein Teamkollege Christian Fassnacht stellt klar: «In Bern durften wir nur im privaten Rahmen feiern, daher sind letztlich alle auch zu Schlaf gekommen.»

So ein Verletzungspech wie in der Vorrunde habe ich noch nie erlebt – auch nicht als Aktiver!
Autor: Christoph SpycherYB-Sportchef


Corona ist nur einer der Gründe, warum der 3. Titel in Serie für YB ein ganz spezieller war. Sportchef Christoph Spycher meint: «So ein Verletzungspech wie in der Vorrunde habe ich noch nie erlebt – auch nicht als Aktiver!» Zu den Verletzungen kamen gewichtige Abgänge: «Sowohl die Viererkette wie auch die Doppelsechs der Vorsaison fielen plötzlich komplett weg.»

Improvisation war gefragt. Spycher offenbart: «Es hat unglaublich viel Energie gebraucht, immer positiv zu bleiben.» Insbesondere dem Restart der Liga kann er aber auch viel Gutes abgewinnen: «Die Meisterschaft auf sportlichem Weg zu entscheiden war wichtig, damit die Liga nicht auseinander bricht.»

Trotz der geplatzten Finalissima ist auch das letzte Saisonspiel zuhause gegen St. Gallen für YB nicht bedeutungslos. Stammkeeper David von Ballmoos erklärt: «Mein Vertreter Marco Wölfli wird nach gefühlt 100 Jahren im Klub verabschiedet, und das verlangt nach einem würdigen Rahmen.»


https://www.srf.ch/sport/fussball/super ... zu-bleiben

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 Beitrag Verfasst: Samstag 1. August 2020, 17:07 
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In der Ruhe liegt die Macht

YB holt sich in einer denkwürdigen Saison den ersten Geister-Meistertitel im Schweizer Fussball. Dafür mussten die Berner mehr leiden als ihnen lieb war.

Darum gehts

- Die Young Boys schaffen den Titel-Hattrick.
- Am Ende einer langen Meisterschaft gewinnen sie den Titel vor den St. Gallern.
- Gründe, dass der Titel verdient ist, gibt es ein paar.

Aller guten Dinge sind drei: ganz besonders, wenn es nach den Young Boys geht. Dabei gab es gerade in dieser aussergewöhnlichen Saison für die Konkurrenz aus St. Gallen und Basel beste Chancen, den Titel-Hattrick der Berner zu verhindern. Am Ende einer langen Meisterschaft ging dem Überraschungsteam aus der Ostschweiz aber die Luft aus, während der FCB auch an internen Querelen scheiterte.

In dieser von Covid-19 geprägten Saison waren alle gefordert wie noch nie. Es war kein Fussballsommer, von dem man noch lange schwärmen wird. Auch beim Meister nicht. Neben Corona und allen Widrigkeiten sind acht Partien ohne Auswärtssieg gewöhnlich keine Kennzahlen eines Champions.

YB zeigte auch ein anderes Gesicht

Auch deshalb blieb der Titelkampf zwischen YB und dem FC St. Gallen so lange zäh und für die Fans spannend - Geisterspiele zum Trotz. Hätte es nun nicht geklappt mit der dritten Meisterschaft in Folge, es hätte für die Berner neben der Auswärtsschwäche viele weitere Gründe für ein Scheitern gegeben - zum Beispiel das übervolle Lazarett in der Vorrunde.

Doch YB zeigte eben auch sein anderes Gesicht. Da war die Heimstärke - zwölf Siege in Serie im heimischen Wankdorf sind eine grandiose Bestmarke. Und da war Jean-Pierre Nsame, der beste Stürmer der Liga. Der Kameruner ist drauf und dran, den Rekord von Seydou Doumbia mit 30 Toren zu übertreffen. Auch deshalb ist YB verdientermassen der erste Geistermeister des Schweizer Fussballs.

Ein wesentlicher Faktor für den Erfolg ist die Ruhe der Entscheidungsträger. Corona? Kein Lamentieren, keine Ausflüchte. Geisterspiele? Keine Klagen, keine Anschuldigungen. Sportchef Christoph Spycher und auch Trainer Gerry Seoane suchten lieber nach Lösungen und gaben die Richtung nach innen und aussen vor. Sie gehen als Vorbilder voran. In der Ruhe liegt die Macht.

Das beste und grösste Kader der Liga

Dass Spycher es versteht, Meistermannschaften geschickt umzubauen, bewies er bereits im Sommer 2019. Unter dem ehemaligen Schweizer Internationalen legt man viel Wert darauf, Abgänge rechtzeitig zu antizipieren und durch gleichwertige Spieler zu ersetzen. Das funktionierte bei Benito, Sow und Mbabu, sogar bei Captain Steve von Bergen.

Mit Lustenberger hat YB einen neuen Chef, mit Janko und Elia Spieler, die enorm viel Potenzial haben und Stammkräfte wie Mbabu und Benito vergessen lassen. Und wie bei Von Bergen wird Spycher zweifellos auch für verdienstvolle Grössen wie Guillaume Hoarau und Miralem Sulejmani elegante Lösungen finden; die Verträge der Altmeister enden im August.

Und der Trainer? Seoane stand das beste und grösste Kader der Liga zur Verfügung. Mit jedem Titel wachsen die Begehrlichkeiten. Trotzdem gelang es dem Coach meisterhaft, die Mannschaft mit positiver Energie und einem geschickten Händchen durch den nahrhaften Schlussspurt zu führen - gerade nach der achtwöchigen Coronapause.

Bleibt Seoane?

Der erste Titel im ersten YB-Amtsjahr des 41-Jährigen haftete noch der Makel an, dass er Züge seines Vorgängers trug. Die Wiederholung trägt nun deutlich seine Handschrift und ist Ausdruck seines Talents, das sich inzwischen auch im Ausland herumgesprochen hat. Noch hat Seoane den Verlockungen widerstanden. Aber den Zentralschweizer kann man sich gut in der Bundesliga vorstellen.

Noch ist Seoane da, für die Konkurrenz heisst das nichts Gutes. Natürlich sind sie in St. Gallen traurig, dass es mit dem Titel nicht geklappt hat. Für den Schweizer Fussball dagegen ist YB in der Saison 2020/21 der bestmögliche Vertreter im europäischen Geschäft: Der beste Trainer mit der besten Clubleitung hat international die grössten Chancen, die dringend nötigen Punkte im Uefa-Ranking zu holen.


https://www.20min.ch/story/in-der-ruhe- ... 1828548359

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 Beitrag Verfasst: Samstag 1. August 2020, 17:13 
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01.08.2020

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Nsame, Lustenberger, Seoane, Spycher und Martins: Fünf Berner Helden auf dem Weg zum Meistertitel

Die Young Boys sind zum dritten Mal in Folge Schweizer Meister. Diese fünf Figuren haben ihre Saison geprägt.

Jean-Pierre Nsame: Der Überflieger

In Bern wird man das Tor von Jean-Pierre Nsame nicht vergessen. Am 28. April 2018 hat sich der Stürmer YB mit seinem entscheidenden Treffer zum ersten Meistertitel seit 32 Jahren unsterblich gemacht. In der Folge bleibt der Kameruner gleichwohl Edelreservist. Wenn er gebraucht wird, ist er aber immer da. Er trifft regelmässig. 13 in seiner ersten, 15 in der zweiten Saison. Doch es dauert bis zu dieser Spielzeit, bis er endlich aus dem langen Schatten von Guillaume Hoarau treten kann. Als sich der YB-Liebling Anfang Saison verletzt, ist Nsame zur Stelle. Er wird zum wichtigsten YB-Offensivspieler und zum klar besten Torjäger der Liga. Mit 30 Treffern egalisiert er gar den Rekord von Seydou Doumbia. Im letzten Spiel gegen St. Gallen will er eine neue Marke aufstellen. Und dann stellt sich die Frage, ob YB den inzwischen begehrten Nsame über den Sommer hinaus in Bern halten kann.

Fabian Lustenberger: Der Anführer

Fabian Lustenberger ist nach Bern gekommen, um endlich seinen ersten Titel zu holen. Und der 32-Jährige hat Wort gehalten. Gleich zu Beginn der Saison erhält der Sommer-Neuzugang von Hertha Berlin die Captainbinde. Damit trat Lustenberger in grosse Fussstapfen. Er hat das Erbe von Steve von Bergen angetreten, der zuvor YB als Captain und Abwehrchef zweimal zum Titel geführt hat. Die Fussstapfen konnte der langjährige Hertha-Spieler spielend ausfüllen. Egal, ob er im defensiven Mittelfeld oder in der Abwehr agierte, er präsentierte sich zweikampfstark, blieb stets zuverlässig und war mit seiner ruhigen Art der ideale Anführer für die verjüngte Mannschaft. In den letzten vier Spielen zum Titel bleibt die Abwehr auch dank ihrem Chef ohne Gegentreffer.

Gerardo Seoane: Der Gefasste

Gerardo Seoane wird nur kurz emotional. Er schreit die Freude über seinen zweiten Meistertitel hinaus, ehe er wenig später wieder gefasst wie immer den Journalisten Rede und Antwort steht. Seine professionelle, fehlerfreie Art kann zuweilen auch langweilig wirken, spricht aber für die Einstellung des 41-Jährigen: Dem wohl grössten Schweizer Trainertalent der Schweiz. Seit er im Januar 2018 beim FC Luzern das Cheftraineramt übernommen hat, schwebt er von einem Erfolg zum nächsten. Zunächst führt er die Innerschweizer ins internationale Geschäft, später YB zur Rekordsaison. Den wichtigsten Leistungsnachweis erbringt er aber in dieser Saison. Zunächst muss er einen Umbruch geschickt moderieren, später fallen viele wichtige Spieler aus. YB hat eine Mini-Krise. Seoane jammert nicht, bleibt auch in der schwierigen Coronasaison fokussiert und führt YB schliesslich souverän zum verdienten Meistertitel. Dass man dabei nicht immer spielerisch glänzt, dürfte ihm derweil egal sein.

Christoph Spycher: Der Macher

Alles was Christoph Spycher bei gelb-schwarz anfasst, wird zu Gold. Der Sportchef führte YB zu zwei Meistertiteln, ehe im letzten Sommer ein schwieriger Umbruch anstand. Mehrere wichtige Stammspieler verliessen den Meister in grössere Ligen, Spycher ersetzte sie mit Talenten und mit Routinier Fabian Lustenberger. Dass Spycher ein gutes Gespür für die richtigen Spieler und für die ideale Mischung im Kader hat, zeigt er diesmal erneut. Fast die gesamte Defensive hatte Spycher auswechseln müssen, die Transfers schlagen ein. Der bodenständige und ruhige Sportchef schlägt keine lauten Töne an, lässt lieber Taten sprechen. Drei Meistertitel in den letzten drei Jahren sagen genug.

Christopher Martins: Der Neue

Christopher Martins hat mit seinem strammen Schuss zum 1:0 gegen Sion für jenes Tor gesorgt, das noch gefehlt hatte zum Titel. Dass ausgerechnet Martins jenes entscheidende Tor schiesst, steht sinnbildlich für die Spielzeit der Berner. Wie bei den YB läuft es auch bei Martins zunächst nicht nach Wunsch. In seiner Premierensaison fällt er früh mit einer Schambeinentzündung verletzt aus. Doch wie viele verletzte Spieler von den YB kämpft sich der 23-jährige Luxemburger zurück ins Team. Beim Meisterschaftsendspurt trumpft er derweil mit starken Leistungen auf. Auch dank der Breite des Kaders kürten sich die Berner zum Meister.


https://www.aargauerzeitung.ch/sport/ns ... -138624544

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Nsame muss YB-Trainer Seoane in den Car holen

Nach dem Meistertitel mit den BSC Young Boys gönnt sich Trainer Gerardo Seoane einen Moment der Stille im Tourbillon. Bis Stürmer Nsame ihn in den Car holt.

Das Wichtigste in Kürze

- YB ist zum dritten Mal in Folge Schweizer Meister.
- Trainer Seoane geniesst nach dem Schlusspfiff die Stille im leeren Stade de Tourbillon.
- Top-Stürmer Nsame pfeifft seinen Chef schliesslich aus dem Stadion in den Car.

Nach 94 Minuten ist es endlich geschafft. Die BSC Young Boys bringen das 1:0 gegen den FC Sion über die Zeit – der Titel-Hattrick ist perfekt.

Nach dem Spiel ist die Freude grenzenlos, Spieler und Staff feiern die Meisterschaft. Es fliesst Champagner und die «Meisterchracher» werden angezündet. Doch die Partie und das damit verbundene Leiden hat auch Kraft gekostet.

Seoane grüsst Fans der BSC Young Boys

YB-Trainer Gerardo Seoane braucht nach dem ersten Freuden-Taumel einen Moment für sich. Als seine Mannschaft in der Kabine feiert, kommt der gebürtige Luzerner nochmals auf den Platz. Und geniesst die Stille im leeren Tourbillon. Dazu zieht Seoane an der wohlverdienten Meisterzigarre.

Seoane nutzt den Moment ebenfalls, um allen YB-Fans ‹Merci› zu sagen. Der Meister-Coach posiert vor dem leeren Gäste-Sektor und bedankt sich symbolisch für die Unterstützung der Anhänger.

Nsame holt Coach in Car

Seine Spieler haben jedoch anderes vor, als die Ruhe zu geniessen. Nach einer gewissen Zeit stürmt Torschützenkönig Jean-Pierre Nsame aus den Katakomben. Er ruft seinen Meistertrainer in den Car – die Rückfahrt nach Bern und die damit verbundene interne Meisterparty wartet!

Ganz intern bleibt die Feier indes nicht. Als der YB-Car um 03.00 Uhr in der Hauptstadt eintrifft, werden Spieler und Staff von zahlreichen Fans empfangen.


https://www.nau.ch/sport/fussball/nsame ... n-65753460

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01.08.2020

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Das ist unser Justin Bieber

Guillaume Hoarau stellt die YB-Helden vor

Guillaume Hoarau ist bei YB Superstar, Ikone, Legende – alles in einem. Und derzeit verletzt. Also hat er Zeit und Musse, seine Meisterkumpels und den Staff für BLICK vorzustellen. Let’s go!

David von Ballmoos

Er ist mein Bär! Ein echter Bergler. Er repräsentiert das Berner Wappentier wie kein Zweiter. Bald wird er aber ein Wolf sein. Ein ganz grosser Wolf sogar, wie unsere Legende.

Marco Wölfli

Er ist der Eckpfeiler der Mannschaft. Er ist schon länger hier als alle anderen. Und wenn er mal spielt, sieht man, welchen Status er bei den Fans geniesst. Ein ganz Grosser! Er ist mein grosser Bruder und mein Partner für Streiche in der Garderobe. Und der Baum, der alle beschützt.

Dario Marzino

Mein Freistoss-Kumpel. Seit einem Jahr mache ich nach den Trainings Überstunden und trainiere Freistösse. Er steht dann im Tor. Deshalb habe ich ihm versprochen, dass ich noch einen Freistoss versenken werde, bevor ich mit Fussball aufhöre. Extra für ihn! Denn er versieht die schwierige Rolle des dritten Goalies immer mit einem Lächeln im Gesicht.

Frederik Sörensen

Die Mauer! Wir hatten ihn wegen der Verletzungen bitter nötig. Ein Super-Teamkollege, enorm respektvoll. Schade, dass man ihn nicht mehr gesehen hat. In einem anderen Kontext hätte er uns noch viel mehr bringen können. Der grosse, ruhige Däne, der bei Juventus spielte und aus Köln kam.

Mohamed Ali Camara

Das Tier! Wenn der Coach eine Übung auf der anderen Seite erklärt und das Spiel angehalten ist, bringt es Ali dennoch fertig, dich in ein Duell zu verwickeln, anzurempeln oder auf den Fuss zu stehen. Das ist African Power pur! Und Ali ist ein Beispiel für junge Sportler, wie man nach einer komplizierten Verletzung wie einem Schienbeinbruch zurückkommt. Er ist ungeheuer solid! Ich habe selten einen so harten Verteidiger gesehen.

Cédric Zesiger

Ein Junge, der auf dem Weg nach oben ist. Er hat schon mächtig Eindruck gemacht zu Saisonbeginn im Vorbereitungsspiel gegen Eintracht Frankfurt. Zesi macht es gut, wenn man sieht, woher er kommt. Er hat enorme Qualitäten, von denen er vielleicht noch nichts weiss. Ein enormer Athlet. Die Zukunft gehört ihm!

Nicolas Bürgy

Er ist mein Justin Bieber. Der perfekte Schwiegersohn. Jede Mutter träumt davon, dass ihre Tochter einen solchen Boyfriend hat. Nico ist aber nicht nur Justin Bieber, sondern gleichzeitig Fitnesscoach, weil er enorm viel Krafttraining macht und unglaublich fit ist. Schade, kann er sich nicht öfters zeigen. Aber in den Teams der oberen Tabellenhälfte ist die Konkurrenz halt enorm gross.

Ulisses Garcia

Ein Kapverdianer, den selbst seine eigene Familie Elvis nennt. Also heisst er für mich Elvis Presley Garcia … Er hat enormes Potenzial. Ist schon sehr jung Vater geworden. Er muss aber noch mehr machen, und das weiss er. Ich sage es ihm immer wieder. Wenn er eine, zwei solide Saisons hinlegt, kann er in eine Topliga wechseln.

Saidy Janko

Hulk! Er ist ein natürliches Tier! Physisch kann er alles machen. Wir nennen ihn «The American», weil er oft so tut, als wäre er in den Staaten und immer ein bisschen US-Akzent draufhat. Der Rapper «Hulk from US».

Jordan Lefort

Eine positive Überraschung! Ich kannte ihn nicht und habe einen tollen Menschen entdeckt, der sich leicht integriert hat. Er ist mein Lieblings-Opfer, denn er ist es, der jeden Morgen den Quatsch anhören muss, den ich da von mir lasse, und meinen Song «Paname». Und er ist der Blonde mit einem Regenbogen in den Haaren. Was diese Frisur soll? Ein Mysterium. Ich glaube, darauf kann nur er eine Antwort geben …

Fabian Lustenberger

El Capitano. Der perfekte Mitspieler. Er ist ein richtiger Leader auf dem Feld. Der beste Transfer, den ein Klub machen kann. Er geht furchtlos voran wie die Comicfigur «Capitaine Courage». Gleichzeitig ist er für mich der Pierre Richard des Spielfelds. Das ist ein populärer französischer Schauspieler, der immer hinfällt und sich dabei jedes Mal eine Schramme zuzieht. Das ist bei Fäbu dasselbe. Fast in jedem Spiel liegt er am Boden und hat was. Er hat mir gesagt: «In zwölf Jahren Hertha hatte ich nie was.» Und hier? Hier habe er sich in einer Saison überall Wunden zugezogen.

Jordan Lotomba

Ich nenne ihn den Pedaleur! Weil er, wenn er den Ball stoppt, zuerst ein Tänzchen macht, bevor er den Ball weiterspielt. Aber so ist die heutige Generation. Immer ein bisschen Futsal oder Cristiano Ronaldo im Kopf. Er hat enorme Qualitäten und sich kontinuierlich gesteigert, seit er in Bern ist. ich habe ihn in der U21-Nati gegen Frankreich gesehen. Ich habe ihm gesagt: Du musst immer vor Augen haben, wie stark du sein kannst. Denn er kann einer der besten Aussenverteidiger Europas werden!

Esteban Petignat

El pequeño. Nicht, weil er klein ist, sondern jung. Der Junge aus der Region. Als er das erste Mal spielen durfte, sass ich bei seinem Vater und sah dessen Augen derart strahlen, dass ich mir dachte: Dieser Job ist so wunderbar, dass man das erste Mal viel zu schnell vergisst. Er arbeitet hart, um sich von seiner Kreuzbandverletzung zu erholen.

Marvin Spielmann

Marvin Gaye. Geh, Marvin, geh! Als wir gegen ihn spielten, als er noch bei Thun war, hat er uns immer Kopfweh bereitet. Doch der Schritt nach Bern ist gross. Da ist der Druck anders, der Fussball auch. Er hat sich gut eingelebt, aber er kann noch viel mehr! Ich erkenne mich in ihm, als ich gegen dieses Image einer gewissen Nonchalance ankämpfen musste, das uns afrikanischen Mischlingen anhaftet. Er hat alles in den Beinen. Jetzt muss nur noch der Kopf die richtigen Befehle ausgeben.

Vincent Sierro

Intelligenzbestie und schöner Junge! Er, Bürgy, Fasi und Zesiger sind unsere Boyband. Schwiegermutter-Träume. Sehr angenehm anzuschauen, zuzuhören und zusammenzuspielen. Er ist sehr fordernd. Seit er von seiner Verletzung zurück ist, ist er einer der Besten. Und er ist ein sehr intelligenter Junge. Das tut gut im Fussball-Milieu.

Miralem Sulejmani

Brate! Das bedeutet Bro auf Serbisch. Ein wahrer Künstler. Und einer der besten Linksfüsser, die ich je gesehen habe. Und ich habe viele Spieler gesehen. Wenn Suki ein Mentalitätsmonster wäre, würde er vielleicht bei einem der weltbesten Vereine spielen. Aber ich will mich nicht beklagen, im Gegenteil, denn dank Suki habe ich in Bern viele Tore gemacht. Er ist mein Passgeber! Sobald er auf dem Feld steht, weiss ich: Ich mache Tore …

Gianluca Gaudino

Mein Zizou! Technisch unfassbar gut! Ich habe sowas noch nie gesehen. Ich habe bei PSG zum Beispiel Marco Verratti kommen sehen, Brasilianer, Ronaldo, Ronaldinho, oder auch Thiago Motta, der technisch fantastisch ist. Gaudino ist eine Mischung zwischen Verratti und Thiago Motta. Psychisch muss er aber zulegen und sich nicht zu viel Druck auferlegen. Der klar beste Techniker der ganzen Liga muss seine Selbstzweifel überwinden. Er kann es ganz nach oben schaffen.

Nicolas Moumi Ngamaleu

Moumi ist das Irrlicht des Teams. Er ist fähig zu allem. Er kann unglaubliche Leistungen an den Tag legen. Aber eben: Er tut das nicht immer. Ich bin recht hart zu ihm, denn er hat das Niveau für Höchstleistungen. Er ist in der Garderobe der Tänzer und Sänger – ich sehe mich in ihm als Jungspund wieder.

Christian Fassnacht

Mon Cherie Fasi … Er war mein Lieblingsspieler, als er hierherkam. Die pure Eleganz! Er kam von fast nirgendwo und schaffte es in die Nationalmannschaft. Das mag ich. Er kann bald den nächsten Schritt machen und hat bewiesen, dass er das Zeug für eine grosse Liga hat. Mit ihm hat man nie Probleme. Manchmal habe ich Lust, ihn zu schütteln, weil er zu ruhig ist. Er hat mir ein Shirt aus seiner Kollektion geschenkt, die ich mag.

Michel Aebischer

Er ist in der Küche von YB zubereitet worden, dort auch gekocht und nun auf dem Platz präsentiert. Der Junge von nebenan. Er hat die grössten Fortschritte von allen gemacht. Es hat ihm gutgetan, früh mit der ersten Mannschaft trainieren zu können. Er hat so an Härte zugelegt und ist heute einer der wichtigsten Spieler im Team, ist Teil des Rückgrats. Ein Beispiel für alle! Auch er kann es in eine grosse Liga schaffen.

Sandro Lauper

Er hat zwei Kreuzbandrisse hinter sich und lässt sich kein bisschen gehen. Ich arbeite viel mit ihm. Ein sehr eleganter Spieler, der mich an Laurent Blanc erinnert. Oder an Franz Beckenbauer. Klasse! Seine Ruhe und Gelassenheit sind grosse Klasse. Lauper und Gaudino im selben Team, da zirkuliert der Ball von selber.

Christopher Martins

Kiki, auch ein Kapverdianer. Einer wie Denis Zakaria. Er war wohl zu früh in einem grossen Klub wie Lyon. Nun ist er hier, um seine Karriere neu zu lancieren, denn er hat das Zeug zu Höherem. Ausserhalb der Schweiz denkt man, das sei ein fussballerisches Zuckerschlecken hier bei uns. Stimmt nicht! Das Niveau ist hoch. Und deshalb wird einer wie Kiki, den ich als kleinen Paul Pogba sehe, es auch von hier aus wieder ganz nach oben schaffen.

Felix Mambimbi

Das Küken aus der Region, das langsam dem Ei entschlüpft. Stark, was er gezeigt hat. Er hat die Qualität für eine schöne Karriere. Aber ich will da nicht weitergehen, weil er sich erst noch entwickeln muss.

Meschack Elia

Der Neue. Die Rakete aus dem Kongo. Der Klub hat sich auch in diesem Transfer nicht geirrt. Der Start war schwierig für ihn, weil es zuerst Geschichten rund um seinen Transfer gab und dann Corona ausbrach, kaum war er hier. Er ist ein ruhiger Junge, der nicht viel spricht. Eine stille Kraft. Immer lächelnd. Und er ist unglaublich schnell. Schneller als Kylian Mbappé. Beeindruckend seine Explosivität und Geschwindigkeit. Er wird noch in grossen Spielen entscheidend werden.

Jean-Pierre Nsame

Er mag spanisch, also: der Pichichi! Der Kanonier. Einfach unglaublich, die Saison, die er hinlegt. 30 Tore… Und er verdient das! Eine ruhige Naturgewalt. Es war nicht immer einfach für ihn, weil er in den Vorjahren kaum je Stammspieler war. Wozu er in der Lage ist, wenn er das ist, hat man nun gesehen. Er ist sehr fordernd sich selber gegenüber. Und wenn ein Stürmer Tore schiesst, dann wird er das auch in einer anderen Meisterschaft schaffen, auf jedem Niveau. Er ist im Moment die Stürmerreferenz in der Schweiz. Wir verstehen uns sehr gut. Und ich denke, dass der Umstand, dass ich immer noch da bin, auch wenn er nun meinen Platz eingenommen hat, dann nimmt ihm das bisschen Druck, das ich ihm auferlege, sehr gut. Aber er ist die Nummer eins! Ohne Diskussion.

Gerry Seoane (Cheftrainer)

Zweimal den Titel zu holen ist top! Er war der Coach des Teams, das unzählige Rekorde gebrochen und in der Champions League gespielt hat. Er kann als junger Coach noch einiges (nicht sehr viel) lernen, hat nichtsdestotrotz bereits seine Ideen eingebracht und sich damit durchgesetzt. Seine grosse Kompetenz hat ihm da geholfen. Auch er versucht, sich in seinem alles andere als einfachen Job weiterzuentwickeln.

Matteo Vanetta (Assistenztrainer)

Il professore! Wir lachen viel zusammen. Eine wandelnde Bibel des Fussballs. Wir reden oft über Spieler und Trainer aus der Vergangenheit.

Patrick Schnarwiler (Assistenztrainer)

Er ist noch nicht lange da, kam für Harry Gämperle. Wenn man mehrere Assistenten hat, ist es nicht immer einfach, sich eine Stimme zu verschaffen. Es gibt Staffs, wo der Coach mehr Manager ist und die Assis das Training leiten. Hier ist es anders. Der Chef leitet die Trainings enorm aktiv. Und Schnari steht ihm auf wertvolle Art zur Seite.

Stefan Knutti (Goalietrainer)

Ich nenne ihn Lucky Luke. Lonely Cowboy. Weil die meisten Goalietrainer einsame Cowboys sind. Sie sind immer alleine auf dem Platz mit ihren Schäfchen. Er ist auch sonst ein Ruhiger. Aber nach dem Titelgewinn hatte er so ein Smile drauf mit einem Bier in der Hand – das war einfach magisch, ihn mal so zu sehen.

Martin Fryand (Konditionstrainer)

Mein Mann! Er war schon Konditionstrainer von YB, als ich hierherkam. Nur Marco Wölfli war auch schon da. Wir ziehen ihn immer auf, aber er nimmt das cool. Er hat eine unglaubliche Geduld und sucht immer das Positive, denn sein Job ist nicht einfach. Wir Spieler beschweren uns doch immer, wenns ums Training ohne Ball geht…

Stephan Flückiger (Athletiktrainer)

Flügü nennen wir ihn. Mit ihm habe ich am meisten gearbeitet diese Saison, denn jedes Mal, wen man sich verletzt, macht man mit ihm Reha. Er liebt seinen Job, ist immer auf der Suche nach der perfekten Übung und tüftelt oft herum. Er konstruiert gar Maschinen! Was er noch lernen muss, ist zu tanzen. In der Reha stelle ich oft Musik an und tanze zwischen den Übungen. Da kann er nicht mithalten…

Christoph Spycher (Sportchef)

Ja, jetzt fehlt noch der Stern auf dem Christbaum: Wuschu! Ein Deutschschweizer durch und durch. Er hat eine klare Linie und eine gewisse Strenge in die Führung des Sportbereichs gebracht. Die Resultate sind zu einem Grossteil sein Verdienst. Ein Glücksfall für YB.

Albert Staudenmann (Kommunikationschef)

Er ist mehr als ein Freund. Ein authentischer Mensch, der das Herz auf dem rechten Fleck trägt. Ich habe in anderen Klubs viele Pressechefs erlebt. Medienarbeit, da haben Spieler nicht immer Bock drauf. Albi bringt es durch seine Art und Weise aber immer fertig, dich zu einem Interview zu überzeugen, weil er dich immer im richtigen Moment erwischt. Er könnte dich ja immer zu einem Nein überreden, um sich das Leben einfacher zu machen. Er macht das nicht. Er weiss aber auch genau, wann der falsche Moment ist. Er ist im Klub enorm respektiert.


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 21486.html

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