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 Beitrag Verfasst: Montag 27. Juli 2020, 14:10 
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Ein YB-Sieg und drei nette Randgeschichten

Im Vordergrund stand der grosse Schritt zum 3. Titel in Folge. Der YB-Sieg gegen Luzern spielt aber auch auf drei Nebenschauplätzen.

1. Wölflis Abschiedstour und ein Dribbling für die Tribüne

Lange steht Marco Wölfli bei Familie und Freunden nach dem Spiel auf der Tribüne. Der abtretende YB-Goalie geniesst jeden Moment in vollen Zügen. 1999 debütierte der bald 38-Jährige in der 1. Mannschaft. Ende der Saison 2019/20 tritt er ab. Ein einziges Mal hütete der Keeper, der längst Kult-Status hat, in dieser Meisterschaft das YB-Tor. 45 Minuten am 10. November gegen St. Gallen (4:3). Bis Sonntag. Weil David von Ballmoos wegen Nackenschmerzen gegen den FC Luzern passen muss, kommt Wölfli zu weiteren 90 Minuten - wieder einmal gegen Luzern.

Im Frühjahr 2018 ersetzte er den verletzten Von Ballmoos. Im entscheidenden Spiel gegen den FCL hielt er einen Penalty und führte YB zum ersten Meistertitel nach 32 Jahren. Auf die Erinnerungen an 2018 vor dem Spiel angesprochen, sagt er: «Es könnte mein letztes Spiel in der Karriere gewesen sein. Ich habe mich einfach gefreut, auf dem Platz stehen zu können, denn für uns war das ein enorm wichtiges Spiel.»

"Es könnte mein letztes Spiel gewesen sein."
Marco Wölfli

Viele Arbeit hatte er an diesem Sonntagnachmittag nicht. So beschäftigt er sich selber: In der 59. Minute dribbelt er im eigenen Strafraum und tanzt Luzerns Margiotta aus. «Es waren noch Kollegen auf der Tribüne und ich dachte, ich muss zeigen, dass ich immer noch schnell bin», schildert Wölfli die Szene. Immer noch lachend verlässt er den Innenraum des Stadions. Und wer weiss, vielleicht bekommt er noch ein paar Spielminuten – ehe er dann endgültig die Handschuhe abstreift.

2. Nsame und die Jagd nach einer Bestmarke

In der 20. Minute trifft er die Latte. Dann wehrt FCL-Keeper Marius Müller reflexstark einen Kopfball ab. Der nächste Versuch geht nur Zentimeter am Tor vorbei. Chancen über Chancen vergibt YB, darunter auch Goalgetter Jean-Pierre Nsame. Bis zur 72. Minute. Dann geht der YB-Stürmer im Strafraum vergessen, verwandelt zum 1:0 und bringt die TV-Kommentatoren auf der Wankdorf-Tribüne zu kollektivem Jubelgeschrei. Es ist der 30. Treffer im 30. Spiel des YB-Stürmers. Damit egalisiert er die Bestmarke von Seydou Doumbia aus der Saison 2009/10.

«Ich freue mich. Mein 30. Tor hat uns den Sieg gesichert. Jetzt müssen wir endlich nicht mehr darüber sprechen», sagt Nsame, der seit Wochen auf den Rekord angesprochen wird, «ich hoffe, dass wir uns jetzt in den nächsten Tagen auf die Leistung der ganzen Mannschaft konzentrieren können und auf diesen Titel, den wir gewinnen wollen.»

"Jetzt müssen wir endlich nicht mehr darüber sprechen."
Jean-Pierre Nsame

Dank dem Sieg und dem besseren Torverhältnis (+36) gegenüber St. Gallen (+19) braucht YB noch einen Punkt aus den verbleibenden zwei Spielen. Das nächste steht am Freitag im Tourbillon an. «Wir werden das Spiel gegen Sion gut vorbereiten, um diesen fehlenden Punkt zu holen», sagt Nsame. Dann wäre der Titel-Hattrick geschafft. Von Normalität könne aber nicht die Rede sein. Nicht für ihn.

«Die Saisons folgen zwar aufeinander, aber sie gleichen sich nie. Das laufende Jahr war kompliziert, aber wir haben uns konzentriert und weitergearbeitet. Wir haben füreinander gekämpft und zusammen gelitten. Wenn wir den Titel wirklich holen sollten, ist das die Belohnung dafür, dass wir hart dafür gearbeitet haben.»

3. Seoane: Krankenhaus statt Trainingsplatz

Vor dem Spiel wurde bekannt, dass YB-Trainer Gerry Seoane am Samstag Vater geworden ist. Seine Lebensgefährtin schenkte dem YB-Trainer einen Sohn namens Morris. Aus erster Ehe hat der ehemalige FCL-Profi eine Tochter und einen Sohn. «Es war ein wunderbares Erlebnis und hat mir persönlich noch mehr Energie gegeben für das Spiel», sagt Seoane.

"Es hat mir noch mehr Energie gegeben für das Spiel"
Gerardo Seoane

Die Vorbereitung verlief für ihn aber etwas anders als die Spiele davor. Das Training am Tag nach dem Neuenburg-Spiel habe er ausfallen lassen, sich auf sein Staff verlassen, denn YB habe nicht nur im Kader sondern auch im Trainerstaff eine gute Breite und Qualität. «Alle sind gesund und glücklich», sagt Seoane dann am Sonntag. Es scheint: Bei YB läuft es derzeit rundum gut - auf und neben dem Platz.


https://www.20min.ch/story/ein-yb-sieg- ... 0093571831

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 Beitrag Verfasst: Montag 27. Juli 2020, 16:45 
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Wölflis unverhoffter Einsatz

Mit la mamma und La Ola

Der legendäre YB-Goalie ist beim 1:0 gegen Luzern kaum gefordert. Und dennoch der Mann des Spiels.

Ernst ist wenig gemeint. Dafür vieles mit breitem Grinsen transportiert. Und immer mal wieder beendet Marco Wölfli eine Aussage mit dem Zusatz «Spass beiseite». Und beginnt noch einmal von vorne.

Etwa als es darum geht, dass er, 38-jährig bald und in den letzten Zügen seiner zwei Jahrzehnte umspannenden Karriere, ausgerechnet gegen Luzern noch einmal zu einem Einsatz gekommen ist. Jenen Gegner, gegen den er im April 2018 im entscheidenden Spiel um den Titel einen Penalty abwehrte und damit zum Meisterhelden avancierte.

Er habe dem Trainer gesagt, meint Wölfli, dass er nur noch in entscheidenden Partien spielen wolle. Oder als es um sein Dribbling geht, mit dem er ein paar Meter vor dem eigenen Tor Luzerns Francesco Margiotta düpiert – wie einst gegen Juventus Mario Mandzukic – und mit Szenenapplaus des Publikums belohnt wird. Wölfli sagt, er habe seinen Kollegen auf der Tribüne zeigen wollen, dass er noch schnell genug sei. Er grinst und fügt an: «Ich bin froh, ist es gut herausgekommen.»

So geht das nach dem 1:0 gegen Luzern. Wölfli steht im Mittelpunkt. Und er geniesst es: Geduldig stellt er sich vor die Kameras – dabei war das nie seine Lieblingsdisziplin. Zwischenzeitlich geht es rauf auf die Tribüne, die Mutter ist da, die Schwester, einige Freunde.

Als er einmal während einer Europacup-Partie in Udine von den Journalisten gefragt wurde, warum er denn so gut Italienisch spreche, antwortete Wölfli im Dialekt Siziliens: «Mia madre è siciliana.» Unzählige Wochenenden hat die Mutter in all den Jahren auf Plätzen und in Stadien verbracht. Jetzt sagt ihr Sohn: «Das kann der letzte Match meiner Karriere gewesen sein.»

Von Ballmoos’ böses Erwachen

Marco Wölflis Einsatz beginnt sich am Samstagmorgen abzuzeichnen. Stammgoalie David von Ballmoos erwacht mit einem steifen Nacken. Dass er gefordert sein werde, habe er trotzdem nicht gedacht, sagt Wölfli, schliesslich habe von Ballmoos im Abschlusstraining mitgemacht, wenn auch nicht bei sämtlichen Übungen.

YB kann zu diesem Zeitpunkt am Sonntag gegen Luzern Meister werden, sofern St. Gallen am Samstagabend in Zürich Punkte abgibt. Die erneute Titelchance gegen die Zentralschweizer, das ist nach dem 28. April 2018 allein schon eine grosse Geschichte. Viele Nachrichten habe er erhalten, sagt Wölfli.

Was die Leute da noch nicht wissen, die Geschichte könnte um eine glorreiche Wendung reicher werden. Wölfli im Tor im Spiel um den Titel, Kitschlevel 100. Doch der FC St. Gallen spielt nicht mit, er schlägt den FCZ. Und Wölfli? Der schaut sich das Spiel nicht an. Und meint nun: «Das darf ich fast nicht sagen, gäu.»

Der Druck, der auf Wölfli lastete

Am Sonntagmittag erfährt Marco Wölfli schliesslich, dass er spielt. Und wenn er nun mehrmals davon spricht, dass er froh sei, wie es gelaufen sei, dann lässt das erahnen, wie gross der Druck gewesen sein muss, der auf ihm lastete.

Wölfli konnte im Prinzip nicht viel gewinnen, der Sieg gegen Luzern war fest eingeplant. Aber er konnte einiges verlieren: ein Fehler, ein Gegentor in einem Spiel, in dem die Young Boys verhindern mussten, dass St. Gallen im Meisterrennen aufrückt – das hätte zumindest einen Kratzer in der imaginären Statue bedeutet, die ihm die Fans errichtet haben. Gekribbelt habe es, sagt Wölfli. «Das war ein extrem wichtiger Match. Umso schöner ist es, gewannen wir und konnte ich zu null spielen.»

Dass er dabei kaum gefordert war – nur einmal einen Schuss Margiottas parieren musste –, das interessiert niemanden. Wölfli ist der Mann des Spiels. Als die YB-Spieler mit den paar Hundert Fans den Sieg gefeiert haben und sich auf den Weg in die Kabine machen, wird er mit Sprechchören bedacht. Und bedankt sich mit La Ola.

Eine Abschiedszeremonie?

Von Ballmoos sagt, nachdem er Wölfli mit einer herzlichen Umarmung gratuliert hat, er fühle sich schon besser. Er dürfte am Freitag beim FC Sion wieder spielen können. Gewinnen die Young Boys dann den Titel, wird Wölfli im letzten Saisonspiel gegen St. Gallen eine Zusatzrunde drehen dürfen. Und wenn nicht? Solche Überlegungen seien ihm egal, sagt Wölfli. «Hauptsache, wir werden Meister.»


https://www.bernerzeitung.ch/das-kann-d ... 4208910114

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 28. Juli 2020, 01:45 
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YB-Legende Marco Wölfli zu seinem unverhofften Einsatz

«Ich war so nervös, das war abartig…»

Und plötzlich steht er noch einmal im Mittelpunkt. Unverhofft. Marco Wölfli macht sein 461. Spiel für YB. Und es soll nicht das letzte gewesen sein.

Da lässt sich ein alter Wolf nicht mehr aus der Ruhe bringen. Nach den Interviews mit den TV-Partnern und dem YB-Fernsehen nimmt sich der Grenchner zuerst mal Zeit für seine Familie – Mutter und Schwester sind im Stadion – und einige Freunde. Mit dem gebührenden Abstand sitzt er auf der Tribüne und quatscht mit den Seinen.

Für sie, so sagt Wölfli danach, habe er die kleine Einlage gegen Luzern-Stürmer Francesco Margiotta zum Besten gegeben, als er den quirligen Italiener fast auf der eigenen Torlinie ausdribbelte. «Ich wollte ihnen zeigen, dass ich immer noch schnell genug bin…»

«Musste schauen, dass die Abwehr wach bleibt»

Wölfli lacht. Und sagt dann: «Spass beiseite.» Das sagt er zwei weitere Male. Zuerst, als er erklärt, wieso er gespielt habe. Der Trainer habe ihm gesagt, dass er nur noch die ganz entscheidenden Spiele mache. Und dann auch als er beschreibt, wie er sich gefühlt habe, als es am Sonntagmorgen klar war, dass er ran müsse. «Ich war so nervös, das war abartig…»

Der bald 38-jährige Wolf ist gut drauf, logisch. YB hat gewonnen und braucht nach menschlichem Ermessen wegen des um 17 Tore besseren Torverhältnisses gegenüber St. Gallen bloss noch ein Pünktchen aus den beiden letzten Spielen in Sion und zu Hause gegen die Espen, um den Titelhattrick perfekt zu machen. Und Wölfli hat zu null gespielt. Das sei schön gewesen, sagt er. Sein Job in diesem Spiel, denn Bälle musste er praktisch keine halten? «Ich musste schauen, dass meine Abwehr wach bleibt und redete immer wieder mit den Jungs…»

Traumpaar Wölfli und Von Ballmoos

Für das Spiel am Freitag im Wallis dürfte sich Stammgoalie David von Ballmoos soweit von seiner Nackenverspannung erholt haben, dass er wieder ran kann. «Sollte gehen», so der Emmentaler. Viel mehr sagt er nicht. Er herzt zuerst Wölfli und zeigt dann auf den Routinier: «Den müsst ihr heute fragen, nicht mich…» Das Verhältnis der beiden ist herzlich, keine Frage.

Wach wurden bei der YB-Goalielegende natürlich auch Erinnerungen an 2018. An diese magische Nacht am 28. April, als YB dank eines 2:1-Siegs gegen Luzern erstmals nach 32 Jahren wieder Meister wurde. «Aber vor allem, weil ich viele Botschaften in diese Richtung erhielt», sagt Wölfli. Der Gegner ist gleich, der Siegtorschütze (Nsame) auch.

«Nicht mehr lange …»

Sonst ist alles anders. YB konnte am Sonntag im Gegensatz zu 2018 noch nicht Meister werden. Das Stadion, das nicht mehr Stade de Suisse, sondern Wankdorf heisst, ist gähnend leer. 600 Glückliche von 20'000 Saisonabonnenten, die ausgelost wurden, sorgen auf der Gegentribüne für rechte Stimmung. 2018 wars ein unbeschreibliches Tollhaus. Aber: Am Ende wartet auch in Corona-Zeiten ein Titel. Wie die ausländischen Ligen gezeigt haben, ist der nicht viel weniger wert als eine reguläre Meisterschaft. «Den Titel wollen wir nun unbedingt holen. Und nicht mit einem Punkt. Mit einem Sieg am Freitag in Sion», so Wölfli.

Und wenns klappt? Dann gäbe es wohl die grosse Verabschiedung des Wolfs im in diesem Fall bedeutungslos gewordenen letzten Saisonspiel gegen St. Gallen. Es wäre das 462. Spiel von Wölfli für Gelbschwarz. Ups. Plus vier Einsätze in der U21… «Ich spiele ja nicht mehr lange Fussball», sagt Wölfli. Und da fügt er kein «Spass beiseite» hinzu.


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 13545.html

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