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 Beitrag Verfasst: Freitag 19. Juni 2020, 23:42 
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Wiederbeginn der Super League

«Ich finde Rudelbildungen toll»

Ludovic Magnin ist nicht mehr Lehrer und Koch daheim, sondern darf wieder Coach des FCZ sein. Er freut sich gegen YB auf Emotionen auf dem Platz – aber ohne Fans wird der Fussball für ihn zu einem anderen Sport.

Ludovic Magnin ist in Fahrt und guter Laune. Der Trainer des FC Zürich kommt vom Training, der Freitag rückt näher, der Wiederbeginn der Saison mit dem Spiel bei YB (ab 20.30 Uhr im Liveticker). Der 41-Jährige setzt sich an einen Tisch und sagt: «Legt los, direkt rein. Ich bin bereit.»

Aber gerne. Sind Sie heute ein besserer Trainer als noch im Februar?

Das glaube ich nicht.

Sie hätten Zeit gehabt, sich fortzubilden.

Ja? Wo? Ich habe während mehr als zwei Monaten keinen Fussball schauen können. Vielleicht haben Sie einen anderen Fernseher als ich … (schmunzelt)

Es gibt neben dem Fernseher auch Fachbücher und Videos.

Theorie und Praxis sind zwei verschiedene Dinge. Ich habe ein bisschen gelesen, aber nicht nur über Fussball. Das Buch «Gomorrha» zum Beispiel, über die Mafia in Neapel. Sehr eindrücklich.

War denn das Weiterbilden so schwierig?

Was heisst weiterbilden? Das sind doch meist Alibi-Aussagen. Ich habe von Trainern gelesen, dass sie auf Video noch einmal alle Gegner angeschaut haben. Na ja, kann man machen. Ich habe meine Zeit anders genutzt und den Akku komplett geladen. Jetzt bin ich wieder voller Tatendrang.

Wie laden Sie den Akku auf? Mit Nichtstun?

Nein, das geht schon einmal nicht, weil ich Kinder habe. Ich war Lehrer und Koch. Du geniesst es, dass du sie jeden Tag während vielen Wochen siehst. Ich hatte auch seit Jahren wieder einmal freie Wochenenden. Auf einmal war ich sogar so weit, dass ich joggen ging – freiwillig!

Die Situation des FCZ wird Sie aber gewiss beschäftigt haben.

Natürlich. Aber ich musste nicht einen Acht-Stunden-Arbeitstag während des Lockdown einführen, ich fuhr auch nicht nach St. Barthélemy, um mit Lucien Favre über Fussball zu reden. Kurz: Ich muss meine Arbeit gegenüber dem Club nicht rechtfertigen. Manchmal schoss mir um Mitternacht etwas durch den Kopf, dann setzte ich mich damit auseinander. Wenn ein Trainer bereit ist, ständig zu lernen, wird er auch automatisch besser. Von daher korrigiere ich meine Antwort auf die erste Frage: Ja, ich denke schon, dass ich besser geworden bin. Aber nicht wegen des Lockdown, sondern wegen der vergangenen zweieinhalb Jahre beim FCZ. Ich lerne jeden Tag dazu.

Mit welchem Plan kamen Sie aus dem Lockdown?

Als Fussballtrainer war das nicht möglich, solange nicht klar war, ob wir wieder starten. Wichtig war, den Kontakt zu den Spielern nicht zu verlieren und gleichzeitig nicht zu aufdringlich zu werden. Als Spieler hätte es mich genervt, wenn der Trainer mich jeden Tag angerufen hätte.

Wie gingen Sie vor?

Mit SMS und Anrufen. Und ich habe die Spieler zu einem späteren Zeitpunkt auch getroffen. Aber das geschah alles im Mass, sie sollten die Zeit mit ihren Familien verbringen. Schliesslich werden wir die nächsten sechs Wochen praktisch Tag und Nacht miteinander verbringen.

Worüber unterhält man sich mit den Spielern in diesen Zeiten?

Es ging mehr um private Dinge. Klar, ich habe ihnen auch gesagt, wie und wo ich sie beim FCZ sehe. Doch die Kulisse ändert alles. Ob ich in meinem Büro mit einem Spieler rede oder im Garten, während ein Entrecote auf dem Grill liegt: Die Atmosphäre ist eine andere, und dadurch ergibt sich eine andere Bindung zum Spieler.

Ihr Spieler Nathan hat private Sorgen, Familienmitglieder waren an Corona erkrankt, und die Mutter lag im Koma. Wie geht man damit um?

Man kümmert sich besonders darum. Ich gab ihm zu verstehen, dass ich da bin, dass es nun um den Menschen geht, nicht um den Fussballer, nicht um den FCZ. Und dass er entscheiden kann, was für ihn das Beste ist.

Das heisst?

Er durfte seine Familie in Brasilien für vier Tage besuchen.

Seit dem 25. Mai stehen Sie mit der Mannschaft wieder auf dem Trainingsplatz. Wie fühlt sich das an?

Sehr speziell. Du hast 90 Minuten am Tag, die normal sind. Auf dem Platz. Der Rest ist nicht normal. Im Bus trägst du Mundschutz, hier in der Saalsporthalle duschst du in Schichten. Du desinfizierst ständig die Hände. Der Garderobentrakt kommt mir vor wie ein Krankenhaus. Bevor du reinkommst, wird dir Fieber gemessen.

Das sind die Vorschriften.

Das ist schon okay. Aber es entsteht eine etwas komische Atmosphäre.

Stichwort Atmosphäre: Die Partien finden nun ohne Zuschauer statt.

Das ist nicht der Fussball, den ich so liebe. Die Bundesliga schaue ich zwar, doch es ist nicht das Gleiche.

Wird Fussball ohne Publikum zu einem anderen Sport?

Definitiv. Wenn die Leute hinter unserer Bank schimpfen und schreien, nervt das manchmal. Aber wenn es nicht mehr da ist, fehlt mir das. Ich bin auf dem Land aufgewachsen und habe erlebt, wie es zu- und hergeht, wenn unser Dorfverein spielte. Nach dem Match sassen die Leute aus dem Dorf in der Clubbeiz und diskutierten leidenschaftlich. Herrlich!

«Manchmal wurden Sachen gehört, die ich nicht gesagt hatte! Dieser Satz ist wichtig, schreiben Sie den!»
Ludovic Magnin


Was machen die Zuschauer aus?

Sie tragen die Spieler, sie machen sie besser, sie spornen sie an. Sie geben eine Ambiance. Das kann man nicht ersetzen. Bundesliga schaue ich, weil ich nach so langer Pause einfach Lust auf Fussball habe. Aber vor der Corona-Zeit tat ich mich unheimlich schwer mit Geisterspielen. Paris St-Germain - Dortmund in der Champions League ohne Zuschauer – ich hielt sechs Minuten vor dem Fernseher durch.

Dafür scheint es bei Geisterspielen weniger Rudelbildungen zu geben.

Ich finde Rudelbildungen toll. Das sind Emotionen! Ein Spieler verteidigt seinen Kumpel, er lässt sich nicht alles gefallen – das gehört doch zum Mannschaftssport!

Die Schiedsrichter sehen das anders.

Ja. Aber warum? Sie haben Aufgaben, sie müssen die Regeln einhalten. Früher hatten sie mehr Freiheiten, konnten auch mal eine Rudelbildung ohne Verwarnungen auflösen. Sie waren gelassener. Heute werden sie von Inspizienten beobachtet. Machen sie einen Fehler, pfeifen sie nicht mehr.

Sie müssen sich nun auch umstellen.

Wieso?

Weil man Sie an der Seitenlinie noch besser hört.

Ich habe den Eindruck, dass auch mit Zuschauern in den Stadien alles gehört wurde, was ich gesagt hatte. Und manchmal wurden sogar Sachen gehört, die ich nicht gesagt hatte! Dieser Satz ist wichtig, schreiben Sie den! Bei den Geister-Testspielen bin ich übrigens sehr ruhig, da sage ich kaum etwas.

Die Zuschauer sind also schuld, dass Sie manchmal austicken?

Nein, überhaupt nicht. Und was heisst austicken? Das habe ich seit Monaten nicht mehr gemacht. Vor der Corona-Pause habe ich gar von Schiedsrichterseite gutes Feedback erhalten. Aber die Etikette bleibt an mir kleben. Ich muss wohl das Land wechseln, um sie loszuwerden. Ich habe das aber momentan nicht vor. Und noch etwas fällt mir jetzt auf.

Nämlich?

Wenn ich früher am Fernseher ein Spiel in der Schweiz schaute und dann auf die Bundesliga umschaltete, dachte ich oft: Das sind einige Klassen Niveaudifferenz. Heute merke ich: Das ist nicht richtig, mit leerem und halb leerem Stadion wirkt alles schlechter. Der Fussball wird einfach in Deutschland attraktiver verkauft. Das ist der Unterschied.

Die restlichen 13 Runden der Super League werden in 6 Wochen absolviert. Sorgen Sie sich wegen der Belastung?

Nein, diese ist für alle gleich. Ich mache mir aber Sorgen wegen der Zeit danach. Der Übergang in die neue Saison wird fast nahtlos sein – und wir müssen wohl auch über Weihnachten spielen. Das heisst: Es ist keine Pause absehbar.

Andere Clubs haben bis zu zwei Wochen Trainingsvorsprung auf den FCZ.

Soll ich deswegen jammern? Es ging hier nicht nur um rein sportliche Aspekte, sondern auch um wirtschaftliche. Es geht darum, dass der Verein überlebt, dass wir die Krise einigermassen gut überstehen. Dafür braucht es die Hingabe eines jeden Einzelnen.

Verzichten Sie auf Lohn?

Ja, wie die ganze Mannschaft es auch tut. Zahlen verrate ich nicht.

Nun geht es los mit der Partie bei YB. Sind die drei 0:4-Niederlagen in dieser Saison ein Thema in der Vorbereitung auf Freitagabend?

Ich habe mir nach unserem Start ins neue Jahr überlegt: Was kann ich, was muss ich ändern? Und kam zum Ergebnis, dass ich die Spieler vor der Pause vielleicht mit zu viel Taktik, zu vielen Details und Anweisungen überfordert habe. In den Trainings der letzten Wochen war mir wichtig, Spass reinzubringen, Intensität, zurück an die Basis. Wenn wir einen taktischen Fehler machen, dann ist es halt so. Wir gehen nach Bern, tschutten und schauen, was dabei herauskommt. Und vielleicht sage ich nach dem Spiel, ich hätte gescheiter mehr Wert auf die Taktik gelegt … (lacht)


https://www.bernerzeitung.ch/ich-finde- ... 7462694935

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 Beitrag Verfasst: Freitag 19. Juni 2020, 23:50 
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YB bereitet sich auf den FC Zürich vor

Beim Restart am Freitag startet die Super League gleich mit einem Knüller. YB trifft zuhause auf den FC Zürich. Die Stimmen vor dem Spiel.

Das Wichtigste in Kürze

- Zum Auftakt des Super League-Restarts trifft YB auf den FC Zürich.
- Liga-Topscorer Jean-Pierre Nsame weiss, dass den Berner die Fans fehlen werden.
- Torhüter David Von Ballmoos will seinen Patzer gegen Winterthur wieder gut machen.

23. Februar 2020: YB ergaunert sich im Spitzenspiel gegen St. Gallen in letzter Minute einen Punkt. Seither haben die Berner keinen Ernstkampf mehr bestritten.

Knapp vier Monate später gilt es für den Meister wieder ernst. Am Freitag wartet der FC Zürich, der in den letzten drei Testspielen gleich 16 Tore erzielte.

Schlechte Hauptprobe, guter Auftritt?

Auch im Berner Wankdorf regnete es im letzten Testspiel gegen den FC Winterthur Tore. 4:2 konnten die Gelb-Schwarzen das Spiel, in welchem übrigens viermal 30 Minuten gespielt wurde, für sich entscheiden.

Der letzte Test vor dem Restart ist den Young Boys somit geglückt. Doch zu Beginn des Spiels gerieten die Berner gleich zwei Mal in Rückstand. Torwart David Von Ballmoos sah bei beiden Gegentoren nicht gut aus. «Ich bin froh, ist das ‹nur› in einem Testspiel passiert», sagt der 25-Jährige.

Doch die beiden Aussetzer sind beim sonst so soliden Torhüter längst vergessen. Dass im Moment noch nicht alles zu hundert Prozent funktioniert, sei ganz normal. Gleiches gelte auch für alle anderen Teams der Super League. Deshalb ist Von Ballmoos überzeugt: «Eine schlechte Hauptprobe gibt meistens einen guten Auftritt.»

Schafft YB auch ohne Fans den Titel-Hattrick?

Die Vorfreude vor dem Restart ist gross. Auch Liga-Topscorer Jean-Pierre Nsame kann das Spiel vom Freitag kaum erwarten. Dass während der Corona-Krise Fussball gespielt wird, ist für den Kameruner kein Problem: «Die Leute gehen wieder zur Arbeit, also können wir Fussballer das auch tun.»

Doch Nsame ist sich auch bewusst, dass der Fussball vorerst nicht so sein wird, wie er sich das gewohnt ist. «Unsere Fans werden uns fehlen», ist sich der 27-Jährige sicher. «Es liegt an uns, im Kopf an sie zu denken und für sie zu spielen», meint Nsame.

Mit YB könnte der 18-Tore-Mann seine dritte Meisterschaft gewinnen. Vor Wiederbeginn weisen die Young Boys gleich viele Punkte aus wie Leader St. Gallen. Die beiden Teams trennt nur gerade eine Differenz von fünf Toren.


https://www.nau.ch/news/videos/yb-berei ... r-65724987

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 Beitrag Verfasst: Samstag 20. Juni 2020, 00:10 
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YB ist schon wieder auf KursVieles ist anders, Nsame trifft wie gewohnt

Torjäger Jean-Pierre Nsame erzielt drei Treffer – und die Young Boys drehen einen 1:2-Rückstand in der Schlussphase.

Mitte der zweiten Halbzeit bricht die Wechselzeit an. Und damit jene Phase, in der die Young Boys aus ihrem breiten, stark besetzten Kader noch mehr Vorteile ziehen können in diesem intensiven Sommer mit 13 Runden in sechs Wochen. Vorerst kommen Guillaume Hoarau und Marvin Spielmann, kurz darauf Miralem Sulejmani und Gianluca Gaudino. Prominente Akteure wie Frederik Sörensen, Mohamed Camara, Vincent Sierro und Meschack Elia sitzen an diesem Abend gar überzählig auf der Tribüne.

Allein: Diese personelle Herrlichkeit nutzt YB vorerst wenig, der Gast aus Zürich führt auch nach 75 Minuten noch 2:1 und ist auf dem besten Weg, den Restart der Super League mit einer Überraschung zu lancieren. Man hat im Stade de Suisse jedoch ein paar turbulente Comebacks der Young Boys zu Last-Minute-Siegen erlebt. Diesmal fehlt die Unterstützung der Zuschauer. Oben auf der Tribüne geben Sörensen, Camara, Sierro, Elia und Kollegen die Fankurve-Antreiber, unten auf dem Kunstrasen muntern sich ihre Kollegen gegenseitig immer wieder auf.
Tore in 83. und 85. Minute

Und spät – aber genug früh, um ein weiteres Last-Minute-Comeback zu realisieren – gelingt YB das 2:2. Die eingewechselten Sulejmani, Gaudino und Hoarau sind entscheidend beteiligt, Zürichs Goalie Yanick Brecher lässt den Schuss Hoaraus ziemlich unbeholfen nach vorne prallen – und via Nsames Bein kullert der Ball ins Tor. Das ist in der 83. Minute. Zwei Minuten später schlägt Sulejmani einen scharfen Eckball, Nsame trifft wuchtig mit dem Kopf zum dritten Mal an diesem Abend und schon zum 21. Mal in dieser Saison. Spät vom 1:2 zum 3:2 in kurzer Zeit: YB hat im Titelkampf spektakulär, aber keineswegs stilsicher vorgelegt. Das gilt besonders für den wackligen Goalie David von Ballmoos.

Einiges also bleibt an YB-Heimspielen gleich. Vieles aber ist ein wenig anders an diesem Freitagabend. Die Anspielzeit (20.30) beispielsweise. Die virusbedingten Abstände zwischen den rund 250 Menschen im Stadion auch. Oder die Zuschauerzahl, die offiziell 0 beträgt, genau genommen aber 19700 ist, weil eigentlich die verkauften Tickets zählen und es 19’700 YB-Dauerkartenbesitzer gibt. Aber natürlich hat es in der Realität nicht wirklich Besucher im Stade de Suisse, weil alle anwesenden Personen entweder spielen, arbeiten oder zu den Delegationen der Vereine gehören.

Und so hört man in der Arena schier jedes Wort. In erster Linie den lautstarken Reporter des Tessiner Fernsehens, aber auch Anweisungen der Trainer und Spieler. Es ist eine Art Testspiel-Groove unter Wettkampfcharakter, wobei die Teams nicht lange benötigen, um im Spiel zu sein. Das hängt möglicherweise damit zusammen, dass sie etwas länger als normalerweise benötigen, um im Spiel zu sein. Bereits nach 14 Sekunden jedenfalls steht Zürichs rechter Verteidiger Kevin Rüegg nach einem feinen Pässchen Antonio Marchesanos und dank Berner Desorientierung völlig frei vor dem YB-Tor, scheitert aber an von Ballmoos.

Kolollis Kunstschuss

Auch die Young Boys greifen sofort forsch an, noch aber fehlt es an Entschlossenheit und Präzision. Bis zur 20. Minute, als Nicolas Ngamaleu entschlossen auf der rechten Seite marschiert – und Michel Aebischer präzis abschliesst. Brecher lenkt den Flachschuss mirakulös an den Pfosten.

Es ist etwas los in diesem ersten Ernstkampf in der Super League nach 117 Tagen. Und es sind die Aussenseiter aus Zürich, die das erste Tor erzielen. Benjamin Kololli setzt sich in der 25. Minute wuchtig gegen Christian Fassnacht durch, von Ballmoos lässt den harmlosen Abschluss abprallen, Aiyegun Tosin staubt aus wenigen Metern ab. Der Meister also ist erstmals gegen den FCZ in dieser Saison nach drei 4:0-Siegen (inklusive Cup) ernsthaft gefordert. Und er reagiert wütend.

Keine 90 Sekunden nach dem 0:1 erzielt Nsame den Ausgleich, steht aber beim Zuspiel auf ihn knapp im Abseits. Es ist nun ein Hin und Her und Hin, unterhaltsam zwar, aber auch wild, mit Zürchern, die das 2:0 durch Tosin nur um Zentimeter verpassen. Kurz darauf jubelt Nsame nach einem herrlichen Volleyschuss erneut, diesmal ist sein Treffer regulär. Nun ist YB überlegen, hat das Spiel im Griff, verpasst durch Fassnacht knapp das 2:1 – und liegt bald 1:2 zurück. Man könnte nun die wunderbare Flugkurve des Freistosses von Kololli gebührend würdigen, es ist ein Rechts-Links-Geschoss, wie es Roberto Carlos einst nicht viel prächtiger hätte hinbekommen. Man muss aber vor allem den erneuten Fehler von von Ballmoos erwähnen, der sich kurz vor der Pause aus rund 30 Metern erwischen lässt.

Das kuriose Kunstschuss passt zu diesem speziellen Abend. Wie auch drei Abseitstore – zwei für YB, eines für den FCZ – im Zentimeterbereich. Die Ambiance mag teilweise trist sein, trostlos aber ist die muntere Veranstaltung nie. Die erste Super-League-Partie nach fast vier Monaten hat jedenfalls Lust auf mehr gemacht.


https://www.bernerzeitung.ch/vieles-ist ... 8744420487

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 Beitrag Verfasst: Samstag 20. Juni 2020, 00:11 
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Nsame trifft auch vor leeren Rängen

YB fängt den FCZ im ersten Spiel nach der Corona-Pause noch ab und siegt nach Rückstand mit 3:2. Jean-Pierre Nsame erzielt alle drei Tore für die Young Boys.

Es kam, wie es kommen musste. Und Mann des Abends war: Jean-Pierre Nsame.

Im Kickoff zur längsten Geisterspielserie in der Geschichte des Schweizer Fussballs holten die Young Boys den FCZ nach 1:2-Rückstand noch ein und siegten 3:2, Topscorer Nsame erzielte alle drei Tore und steht nun bei 21 Saisontreffern. In einem unterhaltsamen, guten Spiel konnten die Zürcher das zu Beginn angeschlagene, hohe Tempo nicht ganz durchziehen und brachen in den letzten zehn Minuten ein.

YB mit Möglichkeiten von der Bank

Erst verwertete Nsame einen Abpraller nach einem Schuss Hoaraus, dann traf er per Kopf nach einem Eckball. Die Breite im YB-Kader machte womöglich den Unterschied: Hoarau und Sulejmani, der den Eckball vor dem 3:2 trat, waren beide von der Bank gekommen. Es war bereits ziemlich rassig losgegangen im Stade de Suisse: Nach 16 Sekunden lief FCZ-Captain Rüegg alleine auf von Ballmoos zu, der YB-Goalie reagierte mit dem Fuss. Nach fünf Minuten köpfte Ngamaleu übers Zürcher Tor, nach neun Minuten klärte Janko über das eigene Gehäuse. Der FCZ überraschte mit Präsenz, gerade auch physisch: Im Mittelfeld schien er mit dem seit seinem Kreuzbandriss vor einem Jahr kaum mehr eingesetzten Hekuran Kryeziu mehr an Power gewonnen zu haben.

Dem FCZ geht die Luft aus

YB hielt dagegen. Nach 20 Minuten traf Aebischer den Pfosten, Brecher im FCZ-Tor war noch entscheidend dran. Das erste Tor nach dem Re-Start war den von Anfang an etwas aktiveren Zürchern vergönnt. Fassnacht stellte sich gegen Kololli etwas ungeschickt an, dessen Flanke liess von Ballmoos abprallen - direkt vor die Füsse vor Tosin. Dem fünften liess der Nigerianer beinahe das sechste Ligator für den FCZ folgen, sein Schuss strich aber knapp am Pfosten vorbei. Nach Nsames zwischenzeitlichem Ausgleich traf Kololli mit einem sehenswerten Freistoss zum 2:1. Von Ballmoss war zwar noch mit den Fingerspitzen dran, konnte aber gegen Kolollis Flatterball aus 27 Metern nichts mehr ausrichten.

Die Zürcher Luft reichte dann nicht ganz. Schon am Dienstag müssen die Berner zum Derby nach Thun, der FCZ spielt am Donnerstag in St. Gallen.


Young Boys – Zürich 3:2 (1:2)

SR Schärer. – Tore: 25. Tosin (Kololli) 0:1. 32. Nsame (Janko) 1:1. 38. Kololli (Freistoss) 1:2. 81. Nsame (Hoarau) 2:2. 86. Nsame (Sulejmani) 3:2.

Young Boys: Von Ballmoos; Janko (46. Garcia), Lustenberger, Lefort, Lotomba; Fassnacht (75. Sulejmani), Aebischer (75. Gaudino), Martins, Moumi Ngamaleu (66. Spielmann); Nsame, Mambimbi (66. Hoarau).

Zürich: Brecher; Rüegg, Omeragic, Mirlind Kryeziu, Kempter (75. Britto); Hekuran Kryeziu, Domgjoni; Tosin (83. Janjicic), Marchesano (83. Sohm), Schönbächler (62. Seiler); Kololli (83. Kramer).

Bemerkungen: Young Boys ohne Lauper und Petignat (beide verletzt). Zürich ohne Mahi (verletzt) und Nathan (Trainingsrückstand). Super-League-Debüt des 19-jährigen U20-Internationalen Stephan Seiler. 20. Pfostenschuss Aebischer. Verwarnungen: 1. Mirlind Kryeziu (Foul), 37. Fassnacht (Foul). 63. Seiler (Foul), 68. Domgjoni (Reklamieren), 73. Tosin (Foul), 90. Hoarau (Foul).

Rangliste: 1. Young Boys 24/48 (49:33). 2. St. Gallen 23/45 (51:31). 3. Basel 23/40 (48:24). 4. Servette 23/37 (38:23). 5. Zürich 24/32 (30:48). 6. Luzern 23/31 (25:30). 7. Lugano 23/26 (24:27). 8. Sion 23/23 (28:41). 9. Neuchâtel Xamax FCS 23/19 (25:38). 10. Thun 23/19 (23:46).


https://www.bernerzeitung.ch/yb-empfaen ... 3845730781

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 Beitrag Verfasst: Samstag 20. Juni 2020, 00:13 
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Die Young Boys siegen mir später Wende

Mit seinen Saisontoren Nummern 19, 20 und 21 verhilft Jean-Pierre Nsame Meister YB zu einem geglückten Wiedereinstieg. Dank zwei späten Toren siegen die Berner gegen einen überzeugenden FC Zürich 3:2.

Obwohl jede Stimmung im Stade de Suisse fehlte, spielten die Berner und die Zürcher zumindest zeitweise so, als wollten sie ein volles Stadion erfreuen. Gerade als die Zürcher mit einer 2:1-Führung im Rücken die Partie einigermassen gut unter Kontrolle gebracht hatten und die Berner an den massierten Defensive zu verzweifeln schienen, wendete sich das Blatt. Die eingewechselten Routiniers Guillaume Hoarau und - mit eine Corner - Miralem Sulejmani bereiteten die Tore in der YB-Viertelstunde vor, Nsame, der designierte Torschützenkönig dieser Saison, erzielte sie mit einem Abstauber und einem wuchtigen Kopfball.

YB-Goalie David von Ballmoos war nach dem 3:2 der Glücklichste auf dem Platz, denn jetzt wirkten sich seine Platzer der ersten Halbzeit nicht mehr aus. Beim 0:1 liess er schien er eine flache Hereingabe von Benjamin Kololli blockieren zu können. Er liess den Ball aber nach vorne in die Füsse von Aiyegun Tosin abprallen, der abstaubte. Beim 1:2 liess Von Ballmoos einen platziert, aber nicht sehr hart getretenen Freistoss Kolollis passieren. Die beiden Tore verdienten sich die Zürcher bis dorthin jedoch allemal, denn sie kamen daneben zu zwei herausgespielten hochwertigen Chancen.

Ohne zu enttäuschen, blieben die Berner als Meister und Mitglied des Spitzenduos einiges schuldig. Besonders zu Beginn der Halbzeiten schienen sie nicht konzentriert zu sein. Nach wenigen Sekunden musste Von Ballmoos gegen den in bester Position vor ihm auftauchenden Kevin Rüegg retten, nach nach wenigen Sekunden der zweiten Halbzeit liessen sie Antonio Marchesano von der Strafraumgrenze allein aufs Tor schiessen. Der Tessiner verzog den Schuss und verpasste das 3:1, das zum Zürcher Sieg hätte führen können.

Schon der allererste Match nach der fast viermonatigen Zwangspause lieferte einen Hinweis darauf, dass sich in den kommenden Wochen vieles anders laufen könnte, als man es gewohnt ist. So waren die Berner im 12. Heimspiel der Saison sehr nahe an der ersten Niederlage. Und dies gegen einen Gegner, den sie in den letzten Jahren in der Meisterschaft beherrscht hatten. Alle drei Duelle in Wettbewerbsspielen dieser Saison hatte YB 4:0 gewonnen.

Tatsächlich hätte es für Zürich der erste Sieg gegen YB in der Meisterschaft seit fast sechs Jahren, seit August 2014, werden können. Seither ist die Bilanz in den Super-League-Duellen der Traditionsklubs schier unglaublich einseitig: 14 Siege der Young Boys, 4 Unentschieden, 38:10 Tore.


Telegramm und Rangliste

Young Boys - Zürich 3:2 (1:2)

SR Schärer. - Tore: 25. Tosin (Kololli) 0:1. 32. Nsame (Janko) 1:1. 38. Kololli (Freistoss) 1:2. 81. Nsame (Hoarau) 2:2. 86. Nsame (Sulejmani) 3:2.

Young Boys: Von Ballmoos; Janko (46. Garcia), Lustenberger, Lefort, Lotomba; Fassnacht (75. Sulejmani), Aebischer (75. Gaudino), Martins, Moumi Ngamaleu (66. Spielmann); Nsame, Mambimbi (66. Hoarau).
Zürich: Brecher; Rüegg, Omeragic, Mirlind Kryeziu, Kempter (75. Britto); Hekuran Kryeziu, Domgjoni; Tosin (83. Janjicic), Marchesano (83. Sohm), Schönbächler (62. Seiler); Kololli (83. Kramer).

Bemerkungen: Young Boys ohne Lauper und Petignat (beide verletzt). Zürich ohne Mahi (verletzt) und Nathan (Trainingsrückstand). Super-League-Debüt des 19-jährigen U20-Internationalen Stephan Seiler. 20. Pfostenschuss Aebischer. Verwarnungen: 1. Mirlind Kryeziu (Foul), 37. Fassnacht (Foul). 63. Seiler (Foul), 68. Domgjoni (Reklamieren), 73. Tosin (Foul), 90. Hoarau (Foul).

Rangliste: 1. Young Boys 24/48 (49:33). 2. St. Gallen 23/45 (51:31). 3. Basel 23/40 (48:24). 4. Servette 23/37 (38:23). 5. Zürich 24/32 (30:48). 6. Luzern 23/31 (25:30). 7. Lugano 23/26 (24:27). 8. Sion 23/23 (28:41). 9. Neuchâtel Xamax FCS 23/19 (25:38). 10. Thun 23/19 (23:46).


https://www.aargauerzeitung.ch/sport/fu ... -138219879

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 Beitrag Verfasst: Samstag 20. Juni 2020, 00:15 
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30-Meter-Hammer von FCZ-Kololli wertlos

Nsame schiesst YB mit Dreierpack zum knappen Auftakt-Sieg!

Endlich rollt der Ball in der Super League wieder. YB gewinnt eine sehr attraktive Partie gegen den FCZ mit 3:2.

Das Spiel:
Bittere Pille für den FCZ! Die Gäste spielen hier lange mit, liegen nach 80 Minuten mit 2:1 vorne. Doch dann schlägt die YB-Viertelstunde wieder zu. Zuerst profitiert Nsame von einem Abpraller von FCZ-Goalie Brecher. Nur vier Minuten später ist es wieder Nsame, der goldrichtig steht – und YB zum nächsten Sieg schiesst. Dabei siehts in der ersten Halbzeit noch ganz anders aus. Die Gäste sind zu Beginn hellwach, spielen frech nach vorne und werden nach 25 Minuten mit der Führung belohnt. YB fängt sich zwar, gleicht nur fünf Minuten später wieder aus. Danach sind es aber wieder die Gäste, die den Zug zum Tor suchen. Noch vor dem Seitenwechsel versenkt Kololli einen Freistoss herrlich im Winkel. Das Traumtor bleibt unbelohnt. Der FCZ reist mal wieder mit leeren Händen zurück nach Zürich.

Die Tore:
0:1, 25. Minute: Es ist der erste Super-League-Treffer nach dem Re-Start! Kololli räumt auf der Aussenbahn Fassnacht aus dem Weg und zieht aus spitzem Winkel einfach mal ab. YB-Keeper Von Ballmoos lässt den Ball abklatschen. Aiyegun Tosin profitiert und schiebt zur FCZ-Führung ein.

1:1, 32. Minute: Lange hält die Führung der Zürcher nicht. Saidy Janko findet in der Mitte Jean-Pierre Nsame. Der nimmt den Ball direkt ab und trifft per Volley zum Ausgleich.

1:2, 38. Minute: Was ist denn hier los? Nur sechs Minuten nach dem Ausgleich geht Zürich wieder in Führung – und wie! Benjamin Kololli versenkt einen Freistoss aus fast 30 Metern direkt im Tor. Von Ballmoos ist zwar noch dran, kann den Treffer aber nicht verhindern. Ein Flatterball der Extraklasse!

2:2, 81. Minute: Auslgeich! Hoarau zieht aus dem Rücken der Abwehr ab. Brecher kann das Ding nicht festhalten und lässt nach vorne abklatschen. Jean-Pierre Nsame wird beim Abpraller beinahe angeschossen und muss gar nichts machen, ausser richtig zu stehen. Der VAR überprüft die Szene zwar nochmals, aber das Tor zählt.

3:2, 85. Minute: Ein YB-Corner landet auf dem Kopf von Jean-Pierre Nsame, der die Kugel wuchtig in das Tor von Brecher befördert. Unglaublich. YB macht hier innert weniger Minuten aus einem 1:2 ein 3:2.

Der Beste: Jean-Pierre Nsame – wer sonst? Saisontore Nummer 19, 20 und 21. Und da stellte man noch die Frage, ob er in der Corona-Pause seinen Torriecher eingebüsst hat. Eine unverschämte Frage, offenbar …

Der Schlechteste: YB-Goalie David von Ballmoos kassierte bereits im Test gegen Winterthur zwei haltbare Tore. Nun erneut. Da muss sich der Berner «hurtig» steigern, will ein besserer Klub als Montpellier anklopfen.

Das gab zu reden: Mann, war das knapp! Mambimbi schiesst in der 54. Minute den Ausgleich. Doch der Assistent zeigt sofort Offside an. Zurecht? Der VAR sagt Ja. Aber es war eine Millimeterentscheidung, die man in der Schweiz nicht endgültig auflösen kann wie in den Ligen mit der entsprechenden Technologie. Und machte der sich auf gleicher Höhe befindliche Fassnacht das Tor oder Mambimbi? Eher Fassnacht, weshalb der Entscheid okay ist. Weil kein krasser Fehlentscheid des Assistenten.

So gehts weiter: Für YB gehts bereits am Dienstag weiter. Sie treten auswärts zum Berner Derby gegen den FC Thun an (20.30 Uhr). Zürich ist am Donnerstag bei St. Gallen zu Gast (20.30 Uhr).


YB – Zürich 3:2 (1:2)

Stade de Suisse, 0 Fans, SR: Schärer (5)

Tore: 25. Tosin (Kololli) 0:1, 32. Nsame (Janko, Ngamaleu) 1:1, 38. Kololli 1:2, 81. Nsame (Hoarau, Gaudino) 2:2, 85. Nsame (Sulejmani) 3:2

YB: Von Ballmoos; Janko,Lefort, Lustenberger, Lotomba; Fassnacht, Martins, Aebischer, Ngamaleu; Nsame,Mambimbi.

FCZ: Brecher; Rüegg,Omeragic, M. Kryeziu, Kempter; Schönbächler, H. Kryeziu, Domgjoni, Tosin;Marchesano; Kololli.

Auswechslungen:
YB: Garcia (46. für Janko), Spielmann (66. für Ngamaleu), Hoarau (66. fürMambimbi), Sulejmani (75. für Fassnacht), Gaudino (75. für Aebischer).

FCZ: Seiler (62. für Schönbächler), Britto (75. für Kempter), Sohm (83. für Marchesano), Kramer (83. für Kololli), Janjicic (83. für Tosin)

Bemerkungen: YB ohne Lauper,Petignat (verletzt). – Zürich ohne Mahi (verletzt), Nathan (Isolation nach Rückkehr aus Brasilien). 20. Pfostenschuss Aebischer.


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 46242.html

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 Beitrag Verfasst: Samstag 20. Juni 2020, 00:18 
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FCZ gibt Führung aus der Hand

Dreifacher Nsame richtet es für lange behäbiges YB

- YB bezwingt den FC Zürich beim Re-Start der Super League mit 3:2.
- Bis zur 81. Minute führen die Zürcher in Bern mit 2:1.
- Alle Tore der Young Boys gehen auf das Konto von Jean-Pierre Nsame.

Das Wichtigste zuerst: Die Super League ist nach fast 4-monatiger Unterbrechung zurück! Und sie geizte beim Re-Start nicht mit Dramatik. Sah es nach 80 Minuten noch nach einem überraschenden Stolperer von YB aus, waren es nach 95 Minuten die FCZ-Spieler, die den Kunstrasen des Stade de Suisse mit hängenden Köpfen verliessen.

Nsame quasi im Alleingang

Der Anfang vom Ende für den FCZ war ein «Ping-Pong-Tor». Joker Gianluca Gaudino legte in der 81. Minute zurück auf den ebenfalls eingewechselten Guillaume Hoarau. Den Schuss des Franzosen wehrte FCZ-Keeper Yanick Brecher zwar ab, doch der Ball prallte direkt ans Bein von Jean-Pierre Nsame und kullerte danach ins Tor.

Zwar sah es im ersten Moment nach einer Abseitsstellung von Nsame aus, doch in der Wiederholung wurde schnell klar, dass Zürichs Mirlind Kryeziu das Offside aufhob.

Wer den Sack nicht zumacht ...

Nach dem 2:2 dauerte es keine 4 Minuten, ehe es hinter Brecher zum 3. Mal einschlug. Nach einer Sulejmani-Flanke konzentrierten sich die Gäste fast ausschliesslich auf Hoarau und vergassen dabei, dass der beste Torschütze der Liga auf den Namen Nsame hört. Der 27-Jährige sicherte Gelb-Schwarz mit einem wuchtigen Kopfball alle 3 Punkte.

Dass die Zürcher am Ende mit leeren Händen dastehen, wird Trainer Ludovic Magnin sauer aufstossen. Denn beim Stand von 2:1 bot sich dem FCZ eine erfolgsversprechende Überzahlsituation. Der Ball landete zwar in den Maschen, doch vor dem vermeintlichen Treffer durch Benjamin Kololli war ein Zürcher im Abseits gestanden.

Auf Los geht's los

Die Gäste zeigten über weite Strecken eine mutige Leistung und waren dem amtierenden Meister ebenbürtig. Aiyegun Tosin profitierte in der 25. Minute von einer ungenügenden Abwehraktion von David von Ballmoos, um den FCZ in Führung zu bringen. Nsame glich nach etwas mehr als einer halben Stunde mit einem wuchtigen Volley zwar aus.

Nur 6 Minuten später düpierte Benjamin Kololli von Ballmoos mit einem strammen Freistoss aus grosser Distanz. Auch in diesem Fall verdiente sich der YB-Keeper keine Bestnote.

YB übernimmt Spitze

Dank dem Dreierpack von Nsame fielen die Unsicherheiten von Von Ballmoos letztendlich nicht ins Gewicht. Durch die 3 Punkte übernehmen die Young Boys zumindest über Nacht die alleinige Tabellenspitze. St. Gallen wird versuchen, am Samstag mit einem Sieg in Sion nachzuziehen.


https://www.srf.ch/sport/fussball/super ... aebiges-yb

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 Beitrag Verfasst: Samstag 20. Juni 2020, 00:22 
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YB schlägt FCZ dank Nsame-Hattrick bei Corona-Neustart mit 3:2

Der Mann des Abends in Bern heisst Jean-Pierre Nsame. Mit drei Toren beschert der Stürmer YB einen 3:2-Heimsieg gegen den FCZ.

Das Wichtigste in Kürze

- Meister YB kehrt mit einem hart erkämpften 3:2-Heimsieg aus der Corona-Pause zurück.
- YB muss gegen den FCZ aber einen zweimaligen Rückstand aufholen.

YB-Torhüter David von Ballmoos weiss genau, wem der Sieg gegen den FCZ zu verdanken ist. Mit seinem Dreierpack rettet Jean-Pierre Nsame dem Meister einen Heimsieg – nachdem der Keeper zweimal nicht glänzte. «Er hat sicher einen guten Abend gehabt und ich bin sicher in der Bringschuld. Aber es kommen noch viele Spiele», weiss der Berner Schlussmann.

Am Ende schmerzte wohl vor allem der Patzer beim 1:2 aus Sicht der Hausherren. Da konnte von Ballmoos einen Freistoss aus gut 30 Metern nicht abwehren. Dass der Kameruner in den Schlussminuten zwei Treffer machte, erleichtert da gehörig. Denn den besseren Start vor Geister-Kulisse in Bern erwischen die Zürcher.

FCZ startet im Wankdorf besser

Dass die Tribünen leer sind, gibt den Blick frei auf einen neuen Schriftzug. Gross steht «Wankdorf» auf der Gegentribüne geschrieben, eine Vorschau auf den neuen Stadionnamen. Das Stade de Suisse hat ja bekanntlich nach dieser Saison ausgedient.

Auf dem Platz lassen sich die Akteure von der langen Pause nicht beeindrucken. Praktisch mit dem Anpfiff steht Kevin Rüegg frei vor David von Ballmoos. Die Reflex-Rettungstat des YB-Keepers bewahrt den Meister vor einem frühen Rückstand.

Ebenfalls früh erfolgt der erste Griff in die Brusttasche von Schiedsrichter Sandro Schärer. Mirlind Kryeziu sieht für ein taktisches Foul an Felix Mambimbi nach gerade einmal drei Minuten den gelben Karton.

Nach 20 Minuten hat Michel Aebischer die Chance auf die Führung. Seinen Schuss lenkt Gäste-Keeper Yanick Brecher gerade noch an den Pfosten.

FCZ belohnt sich, YB gleicht vermeintlich aus

Aber der Treffer fällt auf der anderen Seite: Aiyegun Tosin verwertet einen Patzer des YB-Keepers. Nach einem Schuss von Benjamin Kolloli kann von Ballmoos nur abtropfen lassen. Tosin ist zur Stelle und trifft aus kurzer Distanz staubtrocken zum 1:0 für die Gäste. Auslöser ist ein Ballverlust von Christian Fassnacht gegen Kolloli.

Nur Augenblicke später jubelt YB über den Ausgleich durch Jean-Pierre Nsame. Der Angreifer lässt den herauseilenden Brecher aussteigen und schlenzt den Ball dann lässig ins Netz. Aber die Fahne des Assistenten macht den Jubel nach einem Moment – zurecht – zunichte.

Fünf Minuten später macht es Nsame nach Vorarbeit von Saidy Janko besser. Die Flanke von der Strafraumgrenze verwertet Nsame gefühlvoll per Volley. Es ist Saisontor Nummer 19 für den YB-Torjäger vom Dienst.

Kurz darauf schreitet Brecher bei der nächsten YB-Grosschance rettend ein. Aebischer bedient Christian Fassnacht, dessen Kopfball fehlt aber die nötige Schärfe. Der FCZ-Keeper pflückt sich den Ball mühelos herunter. Kurz darauf sieht Fassnacht nach einem taktischen Foul beim Gegenstoss Gelb.

Kolloli bringt den FCZ wieder in Front

Besonders bitter: Der von Fassnacht verursachte Freistoss landet aus gut 30 Metern in den Maschen. Kollolis Flatterball erwischt von Ballmoos auf dem falschen Fuss und lässt den Schlussmann ganz alt aussehen. Sieben Minuten vor der Pause führt der FCZ mit 2:1.

Zur Pause ersetzt Gerardo Seoane den Vorlagengeber zum 1:1-Ausgleich wegen einer schmerzhaften Beckenprellung. Ulisses Garcia nimmt den Platz von Saidy Janko ein, beim FCZ bleibt alles unverändert. Das trifft auch auf den Auftritt der Zürcher zu. Antonio Marchesano verfehlt nach nur wenigen Augenblicke aus grosser Distanz nur knapp das Tor.

Der erste Treffer fällt aber für die Hausherren: Fassnacht verwertet nach einem Abpraller von Brecher. Aber die Szene wird vom Videoschiedsrichter untersucht – eine lange Unterbrechung. Schärer hält letztlich an seiner Entscheidung fest, Fassnacht startete hauchdünn aus dem Abseits. Es bleibt beim 1:2-Rückstand aus Sicht von YB.

Hoarau verhilft Nsame zum Doppelpack

Der zweiten Hälfte fehlt dann das Chancen-Feuerwerk des ersten Durchgangs. YB drängt auf den Ausgleich, Guillaume Hoarau ersetzt Felix Mambimbi. Der Treffer fällt aber auf der Gegenseite – der FCZ trifft aus einer Vier-gegen-Zwei-Situation. Doch erneut geht die Fahne nach oben, beim Abspiel von Tosin stehen drei Zürcher offside.

Es folgt eine Drangphase von YB, das vorläufige Highlight setzt Jordan Lefort nach 77 Minuten. Nach einer Ecke des eingewechselten Miralem Sulejmani steigt der Innenverteidiger am höchsten. Sein Kopfball geht aber knapp am Tor von Yanick Brecher vorbei.

Drei Minuten später steht es 2:2 – und diesmal ist es kein Abseits. Der eingewechselte Gianluca Gaudino legt für Hoarau vor. Dessen Schuss prallt von Brecher ans Schienbein von Nsame und von dort ins Netz.

Fünf Minuten vor Schluss dreht Nsame mit seinem dritten Treffer des Abends die Partie. Wieder ist es ein Corner von Sulejmani, Nsame steigt auf und köpft gnadenlos zum 3:2 ein. Aus 1:2 mach 3:2 – innerhalb von fünf Minuten.

YB zittert sich zum Schlusspfiff

Ein weiter von-Ballmoos-Patzer führt jedoch beinahe zum Ausgleich. Simon Sohm hämmert einen Freistoss auf das YB-Tor, der Schlussmann lässt erneut abtropfen. Super-League-Debütant Stephan Seiler kann den Keeper im Nachsetzen nicht überwinden.

Es bleibt schlussendlich beim erkämpften und erzitterten 3:2-Heimerfolg für YB. Die Young Boys übernehmen damit vorerst die Tabellenspitze, drei Punkte vor dem FCSG. Der FCZ droht indes hinter den FC Luzern zurückzufallen. Nur ein Punkt trennt den Tabellenfünften vom Sechsten.


https://www.nau.ch/sport/fussball/yb-sc ... 2-65727118

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 21. Juni 2020, 16:19 
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20.06.2020

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YB-Matchwinner Nsame: «Tore sind immer Teamarbeit»

Dank drei Nsame-Treffern gewinnen die BSC Young Boys das Spektakel-Spiel zum Super-League-Restart gegen den FCZ mit 3:2. Hier kommen die Stimmen zum Spiel.

Das Wichtigste in Kürze

- YB gerät gegen Zürich zweimal in Rückstand, dreht die Partie zum Schluss aber doch noch.
- Jean-Pierre Nsame ist mit drei Treffern der überragende Mann.
- Das sagen die Protagonisten zum Spiel.

Etwa so haben wir uns den Restart gewünscht! Die BSC Young Boys und Zürich liefern in der ersten Partie nach der Corona-Pause viel Spektakel. Die Hauptstädter behalten das bessere Ende für sich. Obwohl die Berner zweimal in Rückstand geraten, gelingt ihnen die Wende und siegen mit 3:2.

Match-Winner Jean-Pierre Nsame, der alle drei Tore für YB erzielt, sagt nach dem Spiel: «Es ist mein zweiter Hattrick in der Super League. Und ich arbeite weiter an mir.»

Der Sieg sei aber der Verdienst des ganzen Teams, nicht eines Einzelspielers: «Tore sind immer Teamarbeit, wir arbeiteten gut zusammen und haben alle grosse Fortschritte gemacht.»

Dass sich Nsame heute in Topform zeigte, wird wohl auch Goalie von Ballmoos freuen. Der 25-Jährige sah zumindest beim ersten Gegentreffer unglücklich aus.

David von Ballmoos: «Solche Fehler passieren»

Das ist sich der Schlussmann der BSC Young Boys auch bewusst. «Solche Fehler passieren halt. Aber ich bin in den nächsten Partien nun sicher in der Bringschuld», sagt er.

Auf der Gegenseite ist die Enttäuschung gross. «Die erste Halbzeit war Spektakel pur, genauso wie wir uns das vorgestellt hatten. In der zweiten Halbzeit sind wir dann nur noch hinten reingestanden. So ist es schwierig, 45 Minuten durchzuhalten», so FCZ-Hüter Yanick Brecher.

Gerardo Seoane: «Gehe heute mit riesigem Lachen nach Hause»

Der Trainer von YB, Gerardo Seoane, gibt zwar zu, dass ihn das Spiel ein paar graue Haare gekostet hat. Trotzdem gibts ein grosses Kompliment an alle Spieler. «Es waren dreissig Spieler auf dem Platz, die alles gegeben haben. Ich gehe heute mit einem grossen Lachen nach Hause.»

Sein Gegenüber Ludovic Magnin trauert den verpassten Chancen nach. «Wir müssten unbedingt auf einen Zweitore-Vorsprung erhöhen. Heute haben Kleinigkeiten das Spiel entschieden. Und diese waren wieder einmal auf der Seite von YB.»


https://www.nau.ch/sport/fussball/yb-ma ... t-65727661

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 21. Juni 2020, 16:26 
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20.06.2020

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Seoane: «Schön konnten wir mit einem solchen Knall anfangen»

Zum Re-Start gab es gleich ein Leckerbissen: YB dreht die Partie gegen den FC Zürich und siegt mit 3:2. Die beiden Trainer Gerardo Seoane und Ludovic Magnin sind stolz auf die Leistungen ihrer Teams und loben die Qualität.

Am Ende konnte YB-Trainer Gerrardo Seoane lächeln. Kein Wunder, schliesslich machte sein Team in der Schlussphase noch einen Rückstand wett und holte sich drei wichtige Punkte im Meisterschafts-Rennen. Matchwinner war dabei Stürmer Jean-Pierre Nsame, der gleich alles drei YB-Tore erzielte.

Doch für Seoane waren alle Beteiligte auf dem Platz Gewinner. Über 100 Tage war es her, seit die Spieler in der Super League im Einsatz standen: «Kompliment an alle dreissig Spieler – beim Re-Start eine solche Intensität und so hohes Leistungsniveau zu erleben. Schön sind wir wieder zurück im Fussball – umso schöner für uns, konnten wir mit einem solchen Knall anfangen», meint der 41-Jährige.

Auch sein Kontrahent Ludovic Magnin war nicht allzu enttäuscht, auch wenn die Niederlage «weh tut»: «Ich muss meinem Team zum Auftritt gratulieren, sie haben mit Mut und Herz gespielt», so der Romand. Obwohl der FCZ zweimal in Front war, konnten sie den Sieg nicht über die Zeit retten. Kleinigkeiten hätten gemäss dem FCZ-Trainer den Unterschied ausgemacht.

Ab September wieder Normalbetrieb

«Wir haben es verpasst, unsere Führungen auszubauen. Unsere Tore haben wir nicht im richtigen Moment gemacht – und dann erhalten wir halt auch solche Ping-Pong-Tore, was halt zum Fussball gehört», hält Magnin fest. «Ich bin zufrieden mit der Leistung, aber es tut weh». Magnins Fazit: «Das erste Spiel war sehr gute Werbung für den Schweizer Fussball.»

Auch SFL-Präsident Claudius Schäfer zeigte sich nach dem gelungenen Auftakt erleichtert: «Es war ein sehr schönes Spiel. Ich bin froh, ist es gut über die Bühne gegangen». Natürlich müsse man sich an die fehlenden Zuschauer gewöhnen, immerhin seien die Spieler fast so laut gewesen wie die Zuschauer, so Schäfer.

Ab Montag ist die Lage neu noch rosiger. So sind auch in den Schweizer Fussballstadien ab dem 22. Juni mehrere Hundert Fans zugelassen. «Die beste Botschaft ist, aber dass wir im September wieder in vollen Stadien spielen dürfen. Vom aktuellen Zwischenschritt sind wir ein wenig überrumpelt, weshalb es je nach Ort zu unterschiedlichen Lösungen kommen kann – wir müssen einfach flexibel bleiben», sagt Schäfer.


https://www.bluewin.ch/de/sport/fussbal ... 05545.html

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