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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 12. März 2020, 23:57 
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ich glaube ehrlich gesagt nicht das die liga in den kommenden wochen nochmals den betrieb aufnimmt. geisterspiele werden wohl keine lösung sein, da der fc lugano ja offenbar nicht mehr trainieren darf und die leute sich ja davon nicht abhalten lassen sich trotzdem vor den stadien zu versammeln, um das team von aussen anzufeuern.


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 Beitrag Verfasst: Samstag 14. März 2020, 00:06 
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Kein Fussball in sämtlichen Schweizer Ligen bis mindestens Ende April 2020. Das heisst für mich auch keine Geisterspiele, denn die Gefahr das sich ein Spieler infiziert ist zu gross.


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 Beitrag Verfasst: Sonntag 5. April 2020, 14:14 
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Die Zeit nach dem Shutdown verspricht viel Zündstoff

Auch in der Schweiz leiden viele Fussballclubs in der Corona-Krise. Aber Anfang Juni soll wieder gespielt werden.

Letzte Woche ging der slowakische Traditionsverein MSK Zilina als ­erster Club in Europa wegen der Corona-Krise bankrott. Auch in der Schweiz geht die Angst vor dem ­Virus um. 19 von 20 Vereinen aus der Super und Challenge League haben Kurzarbeit für die Fussballer beantragt (nur Basel nicht), wobei offen ist, ob das Training zu ­Hause nicht als Arbeit gilt. Mehrere Vereine wie Thun haben zudem den Covid-19-Notfallkredit des Bundes über maximal eine halbe Million Franken in Anspruch genommen.

Und es gibt auch noch den Topf des Bundes mit 50 Millionen für Proficlubs. Dort allerdings sind die Hürden relativ hoch. Ein Betrieb muss nachweisen, alle notwendigen Massnahmen zur Schadensbegrenzung getroffen zu haben, er darf nicht mehr liquid sein und muss einen Abzahlungsplan vorlegen. ­Einige Clubs dürften in zwei ­Monaten an diesem Punkt stehen.

Die Swiss Football League hilft, wie sie kann, CEO Claudius Schäfer hinterlässt einen kompetenten Eindruck. Die fünfte von sechs Tranchen des TV-Vertrags hat die Liga einigen Vereinen als Vorbezug überwiesen, das macht bis zu einer Viertelmillion Franken aus, zudem könnte sie dank Rücklagen finanziell weitere Hilfe leisten.

Uneinigkeit bezüglich des neuen TV-Vertrags ab 2021

Die Diskussion über eine Modusänderung ist derweil aufgeschoben, zumal es keinen sinnvollen Spielplan für 12 Clubs gibt. Eigentlich hätte auch der TV-Vertrag, der 2021 ausläuft, neu verhandelt werden sollen. Schäfer möchte allerdings die Entwicklung in der Bundesliga abwarten, dort wurde die Ausschreibung kurzerhand verschoben. Er hat Signale mehrerer Player aus dem Ausland erhalten, die sich für die Rechte in der Schweiz interessieren könnten. Streamingdienste wie DAZN, aber auch Sky oder andere Anbieter sorgen im Idealfall für einen Bieterwettbewerb mit dem Platzhirsch Teleclub.

Längst gibt es Stimmen, die angesichts der komplizierten Umstände eine kurzfristige Lösung für bloss eine Saison statt eines neuen TV-Vierjahresvertrags bevorzugen. Vor allem der FCB drängt mit ­aller Macht darauf, erst alle Fragen betreffend Modus und Anspielzeiten auszudiskutieren, bevor sich die Liga langfristig an einen Partner bindet. Den Baslern ist dieser Punkt sehr wichtig, so scheint gar möglich, dass sie ihren Wünschen mit dem ultimativen Drohszenario Nachdruck verleihen: die Zentralvermarktung platzen zu lassen und ihre Spiele wieder selbst am Markt anzubieten. «Davon weiss ich nichts», sagt Schäfer. «Ich erlebe alle Vereinsvertreter als kooperativ und grösstenteils vernünftig.»

Es ist entscheidend, dass diese Saison zu Ende gespielt werden kann.
Claudius Schäfer, Liga-CEO


Unterdessen rüstet sich die Branche für die Zeit nach dem Shutdown. Das verrückteste Szenario haben die Engländer skizziert. ­Angeblich hat die Premier League Pläne für die Fortsetzung der Saison im WM-Format entworfen. Demnach sollen die 20 Teams im Juni und Juli in London sowie den Midlands in ­Hotels kaserniert werden – und die 92 restlichen Begegnungen als ­Geisterspiele auf Trainingsplätzen austragen. Premier League an jedem Tag als TV-Megaevent.

Es kursieren allerlei mögliche und unmögliche Szenarien. In Italien wollen einige Präsidenten so schnell wie möglich wieder spielen, obwohl noch täglich Hunderte Tote gezählt werden. In Spanien soll die Liga 50’000 Coronavirus-Testkits gekauft haben, um Profis täglich zu untersuchen. Auch in Deutschland wird die Bundesliga als Kulturgut betrachtet, Anfang Mai soll die Show weitergehen.

Und so werkelt jede Liga ein bisschen herum, wobei der europäische Fussballverband daran interessiert ist, das Vorgehen zu koordinieren. Letztlich geht es darum, die TV-Gelder zu retten. «Es ist entscheidend, dass diese Saison zu Ende gespielt werden kann», sagt auch Schäfer. Es sei viel einfacher, an der nächsten Spielzeit Veränderungen vorzunehmen bis hin zu einem Start erst im Januar 2021.

Vielleicht heisst es bald: Basel ohne XY (krank)

Die Uefa hat schon mal den Terminkalender freigeräumt für die Ligen. Die EM wurde um ein Jahr verschoben, Champions und Europa League sollen im Juli und August zu Ende gespielt werden, die Länderspiele im Juni fallen aus, Rahmenplan und Transfermarkt werden angepasst. «Es ist schön, zu sehen, wie die meisten Verbände und Vereine Hand in Hand arbeiten», sagt Wanja Greuel. Der YB-CEO sitzt nicht nur im SFV-Verbandsrat und im Ligakomitee, sondern mit Vertretern mehrerer Weltclubs auch im Vorstand der Europäischen Clubvereinigung ECA. Dort sind die 200 grössten Vereine versammelt, aus der Schweiz ist auch der FCB dabei. «Die Gespräche in der wöchentlichen Video-Vorstandssitzung sind zielorientiert», sagt Greuel. «Allen ist klar: Wir sitzen im gleichen Boot.»

Man könnte nach einer kurzen Pause vielleicht Mitte September mit der nächsten Saison beginnen.
Claudius Schäfer, Liga-CEO


Und wie geht es in der Schweiz ­weiter? «Es gibt viele Szenarien», sagt Schäfer. «Aber natürlich muss alles nach den Vorgaben des Bundes geschehen.» Es gibt Virologen, diese Hohepriester der Corona-Zeit, die davon sprechen, dass Fussballpartien erst 2021 wieder realistisch seien. Mit Zuschauern ohnehin, aber auch als Geisterspiele, weil sich Fans vor dem Stadion oder in Bars versammeln könnten.

Längst wird aber darüber diskutiert, dass man Geisterspiele in ein paar Wochen medizinisch gesehen problemlos durchführen könnte, weil das alles junge, fitte Athleten seien, die regelmässig getestet werden sollen. Ist ein Fussballer am Coronavirus erkrankt, würde es im Telegramm einfach heissen: Basel ohne XY (krank) – wie bei einer Grippe.

In der Schweiz wäre es laut Schäfer und Greuel wünschenswert, ab Anfang Juni während acht, neun Wochen die ausstehenden 13 Spieltage sowie die drei Cuprunden zu bestreiten. «So könnte man nach einer kurzen Pause vielleicht Mitte September mit der nächsten Saison beginnen», sagt Schäfer.

Modell auf Pump: Vielen Clubs droht der Konkurs

Das klingt alles ein wenig nach dem Prinzip Hoffnung. Aber was bleibt den Verantwortlichen anderes ­übrig? Die Uefa appelliert an alle nationalen Verbände, ruhig und ­geduldig zu sein. Die belgische Pro League entschied diese Woche überraschend früh, die Saison abzubrechen, das stiess der Uefa sauer auf. Deren Präsident Aleksander Ceferin erklärte, Solidarität sei keine Einbahnstrasse. Die Uefa setzte flugs ein Schreiben zusammen mit der ECA und der europäischen ­Ligavereinigung auf, in dem erneut mit dem Ausschluss aus dem Europacup gedroht wurde, sollte eine Saison vorzeitig beendet werden.

Auch im Fussball geht es darum, wie lange ein Unternehmen überlebensfähig ist. Eine Studie in Deutschland kam zum Schluss, dass 13 von 36 Proficlubs der beiden höchsten Ligen ohne Spielbetrieb sogar schon bis Juni in Konkurs gehen würden. Auch in Italien und Spanien stehen viele Wirtschaftsmodelle auf wackligem Fundament, zahlreiche Vereine haben künftige TV-Einnahmen längst verpfändet, das hochgezüchtete Geschäft ist oft auf Pump ausgerichtet. Kurzfristig mag ein Umdenken stattfinden, aber der Stresstest für die neu ausgerufene Solidarität und Vernunft kommt, sobald der Ball wieder rollt.

Und sowieso: Weil ein Impfstoff frühestens Anfang 2021 vorhanden sein dürfte, kann die Entwicklung des Virus in diesem Jahr jederzeit alle noch so schönen ­Pläne vernichten.


https://www.bernerzeitung.ch/die-zeit-n ... 6280742251

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 Beitrag Verfasst: Samstag 9. Mai 2020, 01:05 
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08.5.2020

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Geisterspiele? Das sagen Spieler, Trainer und Polizisten

Ab Mitte Juni sollen Partien ohne Zuschauer in der Super League zum Courant normal gehören. Doch wie gehen die Betroffenen damit um? Und gibt es bald alle Partien im Free-TV?

Der Bundesrat gab grünes Licht, die Swiss Football League (SFL) dürfte trotz unterschiedlicher Meinungen der Clubs nachziehen: Ab dem 19. Juni soll der Ball in der Super League wieder rollen. Allerdings ausschliesslich vor leeren Rängen. Duelle ohne Fans können die Dynamik einer ganzen Partie verändern und haben einen grossen Einfluss auf alle Akteure sowie die Rahmenbedingungen. Was bedeutet ein leeres Stadion für …

… einen Spieler?

Für YB-Goalie David von Ballmoos ist die Sache klar. «Wir leben von den Fans, von den Fangesängen und den Emotionen», sagt er. Er sei eher ein ruhiger Typ und hole sich die Power und die Energie von den Zuschauern, wenn er ins Stadion einlaufe. Da das nun nicht mehr gehe, müsse er schauen, wie er es mache. Es ist aber nicht nur der Punkt mit den fehlenden Emotionen, der den 25-Jährigen beschäftigt. «Wir arbeiten von Woche zu Woche auf die Spiele hin. Wir wollen den Fans etwas zurückgeben», sagt der Goalie. Bei Geisterspielen sei das jedoch schwer. Und: «Sie wünscht sich niemand. Aber sie sind bei weitem besser als der Abbruch der Saison.»

«Wenn es so weit ist, ist es eben so. Und dann werden wir bereit sein.»
Davide Callà, FC Winterthur


Auch Davide Callà vom FC Winterthur hält nicht viel von Partien vor leeren Rängen. «Fussball ohne Fans ist trostlos», meint der 35-jährige Routinier. Und: «Es ist wie ein guter Teller Pasta ohne Sauce. Es fehlt das Beste.» Wenn Geisterspiele dann aber anstehen würden, sähe die Vorbereitung nicht anders aus. Callà sagt: «Wenn es so weit ist, ist es eben so. Und dann werden wir bereit sein.» Schliesslich freue er sich trotz allem darauf, endlich wieder kicken zu dürfen. Dass es auch andere Meinungen als die von Callà und von Ballmoos gibt, zeigt die Meldung der Spielergewerkschaft diese Woche. Laut SAFP ist eine Mehrheit der Schweizer Fussballprofis für einen Saison-Abbruch.

… einen Trainer?

An der Seitenlinie muss man sich ebenfalls auf ein neues Spiel einstellen. Sion-Trainer Ricardo Dionisio hat bis jetzt erst eine Partie ohne Fans erlebt, im März gegen Lausanne. Schon in diesem Testspiel sei es seltsam gewesen, sagt der Portugiese. Besonders an die Stille muss er sich gewöhnen. Er sagt lachend: «Es gibt ein ziemlich vulgäres Wort, das ich auf Portugiesisch oft verwende. In einem leeren Stadion muss ich mich jetzt aber beherrschen, weil mich alle hören können.»

Natürlich müsse er den Spielern seine Anweisungen auch gezielter und leiser einflüstern, damit der Gegner nicht seine gesamte Strategie mitbekommt. «Man muss clever sein und die Anordnungen verschleiern», erklärt der 37-Jährige. Quer übers Spielfeld schreien, geht also nicht mehr. Als Trainer sei es zudem wichtig, die Profis anders auf die Partien vorzubereiten. «Ohne Fans müssen die Spieler eine intrinsische Motivation finden und können sich nicht auf die extrinsische verlassen.»

… einen Schiedsrichter?

Keiner der Unparteiischen, die derzeit in der Super League pfeifen, hat schon einmal ein Geisterspiel geleitet. Sandro Schärer, Nikolaj Hänni und Co. würden in wenigen Wochen also Neuland betreten. Zuvor können sie aber bei ihrem Chef Rat suchen: Denn Dani Wermelinger, früher Spitzen-Schiedsrichter und heute Leiter des Ressorts Spitzenschiedsrichter im SFV, hat Erfahrung mit solchen Partien. «Ein Geisterspiel ist etwas Spezielles, auf das man sich vorbereiten muss», sagt er.

Die Emotionen von aussen fehlten und könnten sich nicht auf den Platz übertragen. «Ich habe die Spieler deshalb als weniger schlitzohrig empfunden, vielleicht sogar als fairer», so der 49-Jährige. Es müssten sich zudem alle bewusst sein, dass man alles höre auf dem Feld. Jedes Gespräch, jede Anweisung, jede Reklamation. «Es wäre eigentlich besser, wenn ich nicht immer alles höre», sagt Wermelinger lachend. Aufs Pfeifen an sich habe das Fehlen der Fans indes keinen Einfluss: «Im Spiel befinden wir uns sowieso in einer Art Tunnel und die Zuschauer stellen keine Ablenkung dar.»

… die Polizei?

Die Meinung der deutschen Polizisten scheint klar zu sein. So sorgt sich die Gewerkschaft der Polizei (GdP) wegen der geplanten Durchführung von Geisterspielen in der Bundesliga. «Die Stadien werden zu einem potenziellen Ziel von Fans, die ihr Team unterstützen wollen. Das wäre verheerend», sagte der stellvertretende Bundesvorsitzende Jörg Radek der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung». Was ist aber die Meinung der Schweizer Polizisten?

Die Verantwortlichen der Basler und der Luzerner Polizei wollen nichts sagen. Sie verweisen darauf, dass es noch nicht zu 100 Prozent klar sei, dass Geisterspiele stattfinden würden. Marco Cortesi von der Stadtpolizei Zürich sagt: «Wir werden eine Risikoeinschätzung vornehmen.» Gelte das Versammlungsverbot bei den Geisterspielen noch, werde die Polizei die Fangruppierungen vor dem Stadion auflösen. «Wir stehen im Kontakt mit den Zürcher Clubs, mit der Liga und über die Clubs auch mit den Fans», so der Polizeisprecher. Und freuen sich denn die Polizisten generell auf die Geisterspiele? Bei 2500 Polizisten gebe es keine einheitliche Meinung, meint Cortesi. «Polizisten, die Fans sind, freuen sich bestimmt, wenn es wieder losgeht.»

… die Fernsehstationen?

In Zeiten von Mundschutz und Abstandsgebot wäre ein Public-Viewing im Wohnzimmer eines Freundes mit einem Abonnement bei Pay-TV-Anbieter Teleclub eher kontraproduktiv. Auch wenn Geisterspiele anstehen und es keine andere Möglichkeit gibt, um seinen Lieblingsclub zu verfolgen. Das dürfte allen klar sein, zu ansteckend ist das Virus. Gibt es also bald Spiele im Free-TV zu sehen? So wie in Deutschland, wo Sky zwei Runden im Free-TV zeigt? Das kann gut sein – zumindest teilweise. So hat die Liga schon Mitte März gegenüber «Blick» mitgeteilt, dass man in einem konstruktiven Dialog mit Teleclub, dem TV-Partner der Liga, stehe. Claudia Lässer, Leiterin Teleclub Sport, bestätigt das und sagt: «Die Chancen bestehen, dass wir ausgewählte einzelne Spiele im Free-TV zeigen.»

«Es liegt auf der Hand, dass bei uns erhebliche Einnahmeausfälle entstehen, wenn der Spielbetrieb stillsteht.»
Claudia Lässer, Leiterin Teleclub Sport


Sollte es zu Geisterspielen kommen, wird auch weiterhin ein Live-Spiel pro Runde bei SRF ausgestrahlt. «Die SRG hat das Recht und die Pflicht dazu», sagt Roland Mägerle, Leiter SRF Sport. Die vertragsrechtlichen Grundlagen gälten auch bei Geisterspielen. Man darf also gespannt sein, ob und wie viele Spiele frei zu empfangen sein werden. Sicher ist: Die Fernsehstationen, insbesondere Teleclub, dürften froh sein, wenn es weitergeht. So sagt Lässer etwa: «Es liegt auf der Hand, dass bei uns erhebliche Einnahmeausfälle entstehen, wenn der Spielbetrieb stillsteht.»

… die Finanzen eines Clubs?

FCB-Präsident Bernhard Burgener sprach von 300’000 Franken Verlust pro Geisterspiel, für Thun-Chef Markus Lüthi ist es ein Nullsummenspiel, Ancillo Canepa vom FCZ sieht Kosten von 20 Millionen auf die Liga zukommen. In Sachen Geld und Geisterspiele scheuen sich viele Clubbosse derzeit nicht, ihre Zahlen öffentlich zu machen. Doch was machen die publikumslosen Partien wirklich mit den Vereinsfinanzen? Hippolyt Kempf, leitender Sportökonom des Bundesamts für Sport, sagt: «Die in der Öffentlichkeit kommunizierten Schätzungen scheinen ehrlich zu sein. In der Tat tragen die Clubs eine grosse Last.» Ticketeinnahmen und Konsumationen fallen weg, der ganze Hospitality-Bereich steht leer, zudem stellt sich die Frage, ob Sponsoren immer noch zahlen.

Die Unterschiede sind aber gross. «Die Clubs sind bezüglich Mieten, Verträgen und Reserven ganz anders aufgestellt», erklärt er. Für die einen ist die Corona-Krise existenzbedrohend, andere werden vergleichsweise locker mit ihr fertig. Die Gretchen-Frage, ob ein Abbruch oder Geisterspiele ökonomisch sinnvoller sind, kann auch Kempf nicht beantworten. Aber: «Ein entscheidendes Argument für Geisterspiele könnte sein, dass die Schweizer Clubs Zulieferer für die europäischen Wettbewerbe sind und Spielpraxis da essenziell ist. Dies bringt sowohl sportliche als auch finanzielle Argumente.»

… die Psychologie der Spieler?

Ändert sich denn am Spiel grundsätzlich etwas, wenn mit den Anfeuerungen von draussen das Benzin fehlt, das den Fussballmotor befeuert? Der Sportpsychologe Jan Rauch glaubt das nicht, er sagt: «Für die meisten Profifussballer ist es schwer, nicht Vollgas zu geben. Sie wollen mit Leistung überzeugen und sich dem Trainer zeigen.» Aber es sei sicherlich für jeden eine ungewohnte Situation. Es komme aber sehr auf den einzelnen Fussballer drauf an, betont Rauch. «Es gibt solche, die die Emotionen der Fans brauchen, um sich zu motivieren. Die sollten sich im Voraus gut überlegen, wie sie sich im leeren Stadion dennoch pushen können.»

«Spekulativ könnte es also schon sein, dass für die St.Galler Geisterspiele sicherlich kein Vorteil sind.»
Jan Rauch, Sportpsychologe


Es gebe aber auch Spieler, die bei vielen Fans im Stadion eher nervös würden und deren Leistungen darunter leiden würden, meint Rauch. Er sagt: «Die freuen sich wahrscheinlich.» Auch meint er, dass es auf dem Feld nicht immer einfach sei. «Gegnerische Anhänger schmeissen Feuerzeuge und singen teils beleidigende Fangesänge.» Wenn aber ein Team einen Lauf habe, seien insbesondere die Heimfans leistungsfördernd. «Spekulativ könnte man also schon behaupten, dass für die St.Galler Geisterspiele kein Vorteil sind», sagt der Sportpsychologe lachend.

… den Heimvorteil?

Die Frage nach dem Heimvorteil beschäftigt seit Jahrzehnten nicht nur die ganze Fangemeinde, sondern auch die Wissenschaft. «Untersuchungen über alle Sportarten hinweg haben bis jetzt fast immer einen Vorteil fürs Heimteam ergeben», sagt der Sportwissenschaftler Roland Seiler von der Universität Bern. In einer Schweizer Studie aus dem Jahr 2014 wurden von über 1000 Fussballspielen fast 50 Prozent vom Heimteam gewonnen, rund 30 Prozent gingen verloren und rund 20 Prozent endeten unentschieden. «Dabei sind aber nicht allein die Zuschauer entscheidend», erklärt er. Zum einen hätten Analysen gezeigt, dass Schiedsrichter eher die Gastteams benachteiligen. Zum anderen habe die Heimmannschaft auch Vorteile in der Nähe zum Stadion und mit der bekannten Umgebung. «Dass die Meisterschaft von Fans mitentschieden wird, halte ich für weniger wahrscheinlich», sagt Seiler.


https://www.bernerzeitung.ch/fans-im-st ... 5971694040

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 Beitrag Verfasst: Samstag 9. Mai 2020, 02:11 
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 Beitrag Verfasst: Sonntag 17. Mai 2020, 21:24 
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YB-CEO Greuel im Interview

Baspo-Gelder, Geisterspiele und die Frage nach Solidarität

Wanja Greuel im Interview mit SRF über die Bedeutung der Bundesgelder, Chancengleichheit und wieso YB auf Hilfe verzichtet.

Die erste Reaktion war eindeutig: Die 20 Profi-Klubs des Schweizer Fussballs zeigten sich dankbar über die Hilfe des Bundes. Das Bundesamt für Sport (Baspo) hatte am Mittwoch 100 Millionen Franken für Super und Challenge League gesprochen, um die Ertragsausfälle in den kommenden 6 Monaten auffangen zu können.

Bei der zweiten Reaktion – sie war vor allem bei den kleineren Klubs zu beobachten – wehte dann jedoch ein gänzlich anderer Wind. Die Frage wurde laut, wie fair die Auflagen für die Vereine sind. Klubs wie YB oder Basel, die ohne finanziellen Zustupf über die Runden kommen, können ihren Spielern auch zukünftig den vollen Lohn bezahlen. Bei jenen Vertretern, die auf ein Darlehen angewiesen sind, müssen die Lohnsummen sinken.

Auch YB-CEO Wanja Greuel muss eingestehen: Es ist durchaus möglich, dass bei Führungsspieler der Klubs aus den unteren Tabellenregionen dadurch Wechselgelüste verstärkt werden könnten.

Alle leiden unter der Krise, deshalb ist die Solidarität spürbar.

Aber er betont: «Andererseits hat jeder Klub immer wieder die Chance, selbst gut zu arbeiten. Christoph Spycher hat in den letzten Jahren bewiesen, dass man die Qualität auch steigern kann, ohne die Löhne zu erhöhen.» Vielleicht biete sich dadurch einigen Teams sogar die Chance, «aus der Not eine Tugend zu machen».

Was im Zuge der Baspo-Gelder ebenfalls für Diskussionen sorgte: die Solidarhaftung. Ist es realistisch, im Fussball-Business auf Solidarität zwischen den Klubs zu zählen? Greuel ist optimistisch: «Alle leiden unter der Krise, deshalb ist die Solidarität spürbar.» Für die Massnahmen des Bundes findet er nur lobende Worte: «Das Ergebnis ist das Beste, was man für den Schweizer Fussball herausholen konnte.»

Wie gross die Einigkeit zwischen den Klubs tatsächlich ist, weist sich am 29. Mai. Dann wird entschieden, ob die Saison mit Geisterspielen fortgeführt wird. Bei einer Mehrheit zugunsten der Wiederaufnahme, auf die Greuel hofft, käme es dann zu folgender Problematik: Jene Klubs, die noch immer auf Kurzarbeit angewiesen sind, bestreiten die Partien mit grossem Trainingsrückstand.


https://www.srf.ch/sport/fussball/super ... lidaritaet

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 Beitrag Verfasst: Montag 25. Mai 2020, 19:18 
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25.05.2020

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Geisterspiele oder Abbruch?

Sion-CC knallhart: «Ich würde klagen»

Wiederaufnahme oder Saison-Abbruch? Die Schweizer Klubs sind sich in der Corona-Krise uneinig. Während YB-CEO Wanja Greuel für eine Fortsetzung plädiert, hält Sion-Zampano Constantin voll dagegen.

Greuel: «Ein Abbruch kostet viel»
Wanja Greuel, Sie befürworten vehement die Fortsetzung der Meisterschaft. Warum will YB unbedingt weiterspielen?
Wanja Greuel: Weil Fussballklubs da sind, um Fussball zu spielen und die Zuschauer zu unterhalten – derzeit leider nur vor dem Fern­seher. Und weil wir sportlich faire Entscheidungen wollen.

Macht es wirklich Sinn, wenn man in der Bundesliga Ersatzspieler mit Masken sieht und quasi ein Jubelverbot herrscht?
Klar wäre es schöner, könnte man ohne Einschränkungen spielen. Ich habe mir aber die Spiele intensiv angeschaut und finde, man ist dennoch sehr schnell im Spiel. Und wer weiss, wann alles wieder total normal sein wird? Das kann unter Umständen noch lange dauern. Für uns bei YB ist klar: Viel lieber Geisterspiele als gar keine Spiele.

Am 30. Juni laufen viele Spielerverträge aus. Da wird ein juristisches Hickhack befürchtet.
Wenn man gemeinsam Lösungen sucht, dürfte man sie auch finden. Bei uns sind es nicht so viele Verträge, die auslaufen. Und die Spieler dürften im Moment nicht von Angeboten überhäuft werden. Das juristische Hickhack würde noch grösser sein, könnten wir keinen Meister küren sowie sportlich nicht über Auf- und Abstieg bestimmen.

Entscheiden wir, über den 30. Juni hinaus zu spielen, wären wir die Ersten, also Pioniere.
Das ist doch gut so! Seit Wochen arbeiten wir auf dieses Szenario hin. Die Lösungen werden nicht überall ideal sein, aber es wird das sein, was machbar ist.

Viele Klubs monieren, die Kosten für Geisterspiele seien einfach unverhältnismässig hoch.
Dieses Argument kann ich teil­weise nachvollziehen. Das sieht bei jedem anders aus. Allerdings kostet auch ein Abbruch sehr viel. Wir müssten den Sponsoren Geld zurückzahlen, dem TV. Die entgangenen Einnahmen wären riesig und wir würden die Transferwerte unserer Spieler verringern. Unter dem Strich würden wir bei Abbruch und bei Weiterspielen etwa gleich viel Geld verlieren. Also spielen wir viel lieber!


Constantin: «Ich würde klagen»

Christian Constantin, warum wollen Sie die Saison nicht beenden?
Christian Constantin: Weil wir damit Geld vernichten würden. Ich will mein Geld nicht vernichten. Ausserdem würde ein Weiterspielen das Wettbewerbsrecht verletzen. Die Chancengleichheit wäre nicht mehr gewährleistet, weil einige Klubs mehr auslaufende Verträge haben als andere. Die Meisterschaft wäre verfälscht. Ich habe darüber ein Gutachten erstellt, das ich allen Klubs zugeschickt habe. Und: Es ist furchtbar, ohne Fans zu spielen.

Sie würden aber die TV-Gelder verlieren.
Das sind bei Super-League-Klubs 5 bis 10 Prozent des Budgets. Für die Liga hingegen sind es 90 Prozent. Es ist vor allem die Swiss Football League, die unbedingt weiterspielen will. Zudem generiert sie hinter dem Rücken der Klubs noch weitere Gelder.

Wie das?
Indem sie die Rechte an der Super League ab Juni zum Beispiel nach Portugal verkauft hat.

Ganz ehrlich: Sie wollen doch vor allem nur deshalb nicht weiterspielen, weil Sion akut abstiegsgefährdet ist.
Ich hätte dieselbe Meinung, wenn wir tausend Punkte Vorsprung hätten.

Was, wenn am 29. Mai beschlossen wird, die Saison fortzusetzen?
Ich würde klagen.

Das wäre anti-demokratisch.
Ist es demokratisch, unvernünftige wirtschaft­liche Risiken ­einzugehen? Ich bin sofort für Weiterspielen, wenn man uns die nötigen Mittel zur Verfügung stellt. Kredite treiben einen nur in die Schuldenfalle. Apropos Demokratie. Vergegenwärtigen Sie sich folgendes Bild: Vier Mann sitzen in einem Auto. Drei wollen mit 200 km/h fahren, einer ist dagegen. Also wird, demokratisch entschieden, 200 gefahren. Nur nützt ihnen diese Demokratie dann vor dem Richter nichts.

Was, wenn sich kein Gericht findet, das die Weiterführung der Meisterschaft superprovisorisch verbietet?
Dann suche ich mir ein Team zusammen, mit dem ich den Abstieg verhindern kann. Und spiele. Denn dann ist die Weiterführung der Meisterschaft gerichtlich legitimiert.


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 04626.html

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 Beitrag Verfasst: Montag 25. Mai 2020, 19:21 
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25.05.2020

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Bald wieder Zuschauer?

«Man muss wissen, wer wo sitzt»

Daniel Kochs Aussagen zu Fussballspielen mit Zuschauern haben aufhorchen lassen. Am Montag hat er sie präzisiert. Derweil wird in den kommenden Tagen über die Zukunft des Schweizer Fussballs entschieden.

Die Aussage löste einen kleinen Sturm aus, tags darauf folgte die Präzisierung. Daniel Koch, Delegierter des Bundesamtes für Gesundheit im Bereich Coronavirus, hatte am Sonntagabend im «Sportpanorama» gesagt, er könne sich vorstellen, dass Sportveranstaltungen mit Zuschauern bereits ab Juli wieder möglich seien – sollten sich die Fallzahlen so gut entwickeln, wie bisher. Am «point de presse» am Montag dann präzisierte Koch seine Aussage. «Man muss wissen, wer wo sitzt – das ist das einzige, was wirklich wichtig ist», sagte er. Das Contact-Tracing habe oberste Priorität, egal, welche Veranstaltungen man umzusetzen gedenke. Damit impliziert Koch, dass Stehplätze bei allfälligen Spielen mit Publikum schon per se keine Möglichkeit sind.

Koch führte das Gedankenexperiment eines Fussballspiels mit 10’000 Zuschauern und einem Corona-Fall an. «Wenn man genau weiss, wer wo gesessen ist, schickt man 20, 30, vielleicht 50 Leute in Quarantäne.» Wisse man das nicht, so müsste man theoretisch alle 10’000 Besucherinnen und Besucher krankheitshalber verwahren. Das sei kaum möglich.

Die forschen Aussagen kommen für viele völlig unerwartet. Geisterspiele schienen gerade noch die einzige Möglichkeit, die Saison beenden zu können. Als Markus Lüthi, Präsident des FC Thun, letzte Woche andachte, schon ab dem Sommer bei einem Spiel 5000 statt 10’000 Zuschauer zuzulassen, wurde ihm vorgeworfen, den Sinn für die Realität verloren zu haben.

Umsetzbar, aber …

YB- CEO Wanja Greuel spricht von einer positiven Überraschung, einem schönen Zeichen. Er mache deshalb aber keine Jubelsprünge. Denn: «Steigt die Zahl der Neuansteckungen in den nächsten Tagen wieder, sind solche Überlegungen rasch obsolet.»

Ähnlich tönt es bei anderen Clubs, euphorische Stimmen sind keine zu vernehmen. Der FC Basel teilt mit, dass die Thematik mit allfälligen Spielen vor Zuschauern im Juli im Moment noch sehr hypothetisch sei. Und die Swiss Football League lässt verlauten: «Wir nehmen die Aussagen mit Interesse zur Kenntnis. Wichtig für das weitere Vorgehen sind nun die nächsten Entscheide des Bundesrats zu den Lockerungsschritten. Fallen diese positiv aus, entstehen Perspektiven, und wir werden uns für weitere Gespräche mit den Behörden in Verbindung setzen.»

Dass bis auf weiteres nur Sitzplätze angeboten werden könnten, hält Greuel für umsetzbar, bei YB mache man sich schon länger über solche Szenarien Gedanken, zumal bei europäischen Spielen jeweils keine Stehplätze zugelassen sind. Er meint aber auch, man könne kaum verhindern, dass ein Zuschauer während des Spiels seinen Platz verlasse. «Wobei», sagt Greuel, «die Bevölkerung ist mittlerweile sehr sensibilisiert im Umgang mit dem Virus.»


https://www.bernerzeitung.ch/daniel-koc ... 2866828543

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 27. Mai 2020, 16:48 
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27.05.2020

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Bundesrat lässt Fussball-Geisterspiele ab dem 6. Juni zu

Auch im Sport können ab dem 6. Juni Veranstaltungen mit bis zu 300 Personen wieder durchgeführt werden. Über das weitere Vorgehen bei Veranstaltungen mit bis zu 1000 Personen wird der Bundesrat am 24. Juni befinden.

Für Sportveranstaltungen gelten in Phase drei der Lockerungen grundsätzlich die gleichen Regelungen wie für alle anderen Veranstaltungen. Nicht erlaubt - voraussichtlich bis am 6. Juli - sind Wettkämpfe in Sportarten mit ständigem, engen Körperkontakt, so wie Schwingen, Judo, Boxen oder Paartanz.

Alle Trainings wieder möglich

In allen Sportarten darf ab dem 6. Juni wieder ohne Einschränkung der Gruppengrössen trainiert werden, inklusive derer mit engem Körperkontakt. In diesen Sportarten müssen die Trainings aber in beständigen Teams stattfinden und Präsenzlisten geführt werden.

Bedingung ist aber, dass für alle Einrichtungen und Veranstaltungen Schutzkonzepte vorhanden sind. Die Hygiene- und Abstandsregeln müssen weiterhin eingehalten werden.

Erst am 24. Juni wird der Bundesrat darüber befinden, wie es mit Veranstaltungen zwischen 300 und 1000 Personen und weiteren Lockerungen weitergeht. Grossveranstaltungen mit mehr als 1000 Personen bleiben aber bis 31. August untersagt. «Wir wollen vor dem Sommer die heutigen Regelungen weiter vereinfachen», sagt Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga.

Weitreichende Konsequenzen könnten die neuen Lockerungen namentlich für den Fussball haben, theoretisch könnte in der Swiss Football League schon in zehn Tagen ohne Zuschauer wieder gespielt werden. Am Freitag treffen sich die Verantwortlichen der Clubs von Super League und Challenge League in Bern und befinden darüber, ob sie die im Februar unterbrochenen Meisterschaften mit «Geisterspielen» fortsetzen wollen oder nicht.


https://www.bernerzeitung.ch/bundesrat- ... 7838981609

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 Beitrag Verfasst: Freitag 29. Mai 2020, 19:36 
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Reaktionen zur Wiederaufnahme

Spycher: «Wichtig, dass man die Antworten auf dem Platz findet»

Der Tenor bei den Klubverantwortlichen in der Super League ist eindeutig: Man ist glücklich, dass in 3 Wochen wieder gespielt werden kann.

Mit diskussionsloser Klarheit – nämlich mit 17 von 20 Stimmen – sprach sich der Schweizer Profifussball am Freitag für die Fortsetzung der Saison 2019/20 aus. Das deutliche Verdikt ist es denn auch, was die meisten Klubbosse beziehungsweise Sportchefs sehr freute. «So bleiben keine Fragen offen», findet Matthias Hüppi, der Präsident beim FC St. Gallen.

YB-Sportchef Christoph Spycher urteilt: «Wir hoffen, dass der klare Mehrheitsentscheid von allen akzeptiert wird.» In den Augen des 42-Jährigen hätte ein Meisterschaftsabbruch 13 Runden vor Schluss das Klima untereinander weiter vergiftet. Denn die Liga sei eh schon gespalten.
Hüppi: «Eine andere Lösung gibt es nicht»

«Wir sind glücklich, dass es nun wieder um die Sache geht. Es ist dies ein zentraler Schritt Richtung Normalität. Wichtig ist auch, dass man die sportlichen Antworten auf dem Platz finden wird», führt Spycher aus.

In die gleiche Kerbe schlägt Hüppi vom Leader FCSG. Auch er vertritt die Ansicht, dass der Wettkampf auf dem Rasen und nicht am grünen Tisch entschieden werden soll. «Diese Chance bietet sich nun mit den beschlossenen Geisterspielen. Eine andere Lösung hätte es gar nicht gegeben», präzisiert Hüppi.

Finanziell habe dieser Kompromiss mit Partien ohne Fans gravierende Auswirkungen, das ist für den 62-Jährigen nicht wegzudiskutieren. «Auch wir werden ein blaues Auge kassieren und müssen uns etwas einfallen lassen. Wir versuchen nun mit allen Mitteln, eine starke Bindung zum Publikum und dem Zuschauer aufzubauen», sagt Hüppi.

Burgener: «Entscheid für die Solidarität»

Erfahren Sie in den folgenden Videos, welche Stellungnahme Bernhard Burgener im Namen des FC Basel sowie FCZ-Präsident Ancillo Canepa abgeben. Dabei lässt Burgener durchblicken, dass es das Ziel sein müsse, «so schnell wie möglich die Stadien wieder zu füllen».

Es gibt auch die Kehrseite

Der geplante Wiederanpfiff hat auch Gegner auf den Plan gerufen. Vor allem in der lateinsprachigen Schweiz hatte man sich im Vorfeld gegen eine Fortsetzung des Liga-Betriebs ausgesprochen. Entsprechend gibt es nach der ausserordentlichen Generalversammlung in Bern auch enttäuschte Stimmen – vorab findet man diese im Lager des FC Sion und bei Xamax Neuchâtel, die zudem beide in den erbitterten Kampf um den Klassenerhalt verwickelt sind.


https://www.srf.ch/sport/fussball/super ... atz-findet

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