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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2019/2020
 Beitrag Verfasst: Dienstag 16. Juli 2019, 19:02 
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YB brennt auf Saisonstart: «Die Vorfreude ist immer riesengross»

Beim Titelverteidiger YB herrscht vor dem Saisonstart vor allem die Vorfreude. Die Mission für die neue Saison ist klar – den dritten Titel en suite holen.

Das Wichtigste in Kürze

- Bei Meister YB ist die Vorfreude auf den Saisonstart gegen Servette schon gross.
- Neo-Captain Fabian Lustenberger freut sich auf sein Heim-Debüt in Gelb-Schwarz.
- Meistergoalie David von Ballmoos outet sich indes als Fan des Video-Schiedsrichters.

Wenige Tage vor dem Saisonstart gegen Aufsteiger Servette ist bei Meister YB die Vorfreude gross. Neo-Captain Fabian Lustenberger und seine Teamkollegen brennen auf den Auftakt in die Titelverteidigung.

«Ich glaube, die Vorbereitung ist nicht die schönste Zeit des Jahres für die Spieler», so der Zuzug. «Du trainierst viel, du bist viel unterwegs mit Trainingslager und allem. Jetzt gehts endlich los, jetzt gehts um Punkte.»

Vergleiche mit der Bundesliga will der Routinier nicht allzu viele ziehen. «Es ist alles ein bisschen kleiner, ein bisschen familiärer. Ich habe zwölf schöne Jahre in Berlin gehabt, aber jetzt bin ich hier in Bern. Ich fühle mich wohl, bin gut aufgenommen worden und ich freue mich auf die Saison.»

YB freut sich auf Duell mit Aufsteiger Servette

Gross ist die Vorfreude auch beim Langzeitverletzten Miralem Sulejmani. Nach sechs Monaten Zwangspause kann es der Mittelfeldspieler kaum noch erwarten, wieder auf dem Platz zu stehen. «Ich brauche sicher noch ein bisschen Zeit, aber ich denke, ich bin auf einem guten Weg», so der Serbe.

Von Ballmoos outet sich als VAR-Fan

«Das erste Spiel ist immer das schwierigste», warnt der 30-Jährige vor dem Duell mit Aufsteiger Servette. «Sie sind sehr gut als Team, ich habe letzte Saison in der Challenge League ein paar Spiele gesehen. Aber ich denke, wir waren die letzten zwei Jahre zwei Mal Meister, wir haben Selbstvertrauen.»

YB Goalie David von Ballmoos freut sich vor allem, dass der Saisonauftakt vor heimischer Kulisse stattfindet. «Dass wir mit einem Heimspiel starten können, ist natürlich super für uns. Wir freuen uns auf ein geiles Spiel.»

Die grosse Neuerung in dieser Saison ist die Einführung des Videoassistenten. Der Meistergoalie ist ein Fan des Systems. «Grundsätzlich finde ich es etwas Gutes. Es ist etwas, das das Spiel fairer macht, und Fehlentscheidungen sollten minimiert werden.»


https://www.nau.ch/sport/fussball/yb-br ... s-65555061

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2019/2020
 Beitrag Verfasst: Dienstag 16. Juli 2019, 19:07 
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«Kein Zeichen gegen den FC Thun»

Seit Jahren verbringt die erste Mannschaft des FC Thun die Sommertrainingslager in Gstaad. Nun geht die Destination eine Partnerschaft ein – ausgerechnet mit YB.

Die Verbundenheit mit der Region trägt der grösste Thuner Sportclub bereits im Namen: «FC Thun Berner Oberland». Dass die erste Mannschaft des Clubs ihre Sommertrainingslager im Oberland verbringt, versteht sich fast von selbst. Die Spieler trainieren seit einigen Jahren jeweils für ein paar Tage in der Region Gstaad.

Letzte Woche nun gab die Tourismusorganisation Destination Gstaad eine Partnerschaft mit einem anderen Schweizer Fussballclub bekannt; ausgerechnet mit YB, dem Kantonsrivalen des FC Thun. «Gstaad ist damit exklusiver Destinationspartner des erfolgreichen Schweizer Fussballclubs. Das jährliche Trainingslager der Young Boys soll künftig im Saanenland stattfinden, erstmals im Sommer 2020», teilte die Organisation mit.

«Wirtschaftlicher Entscheid»

Läuft YB den Thunern damit in Gstaad den Rang ab? Andreas Wandfluh, Marketingleiter der Destination Gstaad, verneint. «Dass wir die Partnerschaft mit YB eingegangen sind, ist ein rein wirtschaftlicher Entscheid», sagt er. Die Übereinkunft ziele in erster Linie darauf ab, den Geschäftstourismus in der Region zu stärken. «YB mit seinem Netzwerk ist für uns der perfekte Partner, um potenzielle Kunden auf einer emotionalen Ebene abzuholen» – gerade weil der Club im Raum Bern angesiedelt sei, wo man grosses Potenzial orte.

Wandfluh weist auch darauf hin, dass die Liaison zwischen den Gelb-Schwarzen und der Destination Gstaad nicht ganz neu ist: Bereits ab 2012 gab es einen mehrjährigen Sponsoringvertrag zwischen Gstaad-Saanenland Tourismus, wie die Organisation damals noch hiess, und YB. Die Zusammenarbeit zielte dazumal primär auf Tagestouristen ab. «Die neuerliche Partnerschaft mit YB ist sicher kein Zeichen gegen den FC Thun», betont Wandfluh. «Im Gegenteil: Wir sind froh, dass beide Clubs hierherkommen.»

«Keine Konkurrenz»

Auch David Romanato, Direktor des Hotels Ermitage Wellness & Spa, das die FC Thun-Spieler jeweils beherbergt, sieht in der Partnerschaft der Tourismusorganisation mit YB kein Votum gegen den Thuner Fussballclub: «Die Partnerschaft stellt keine Konkurrenz zum FC Thun dar», ist er überzeugt. Sein Unternehmen pflege sowohl zur Destination Gstaad als auch zum FC Thun sehr gute Beziehungen. «Die Zusammenarbeit mit dem FC Thun werden wir genau gleich weiterführen.» Was die Entscheide der Tourismusorganisation angehe, so begrüsse man «alle Bestrebungen, welche die Destination weiterbringen».

Gstaad ist eine YB-Bastion

Obwohl das Saanenland traditionellerweise eine YB-Bastion ist, kann auch der FC Thun im äussersten Westen des Oberlands mittlerweile auf eine ansehnliche Fangemeinde zählen. Davon zeugt beispielsweise der noch relativ junge Verein «Freunde des FC Thun». Dieser unterhält unter anderem einen Stammtisch in der VIP-Lounge der Stockhorn-Arena.

Bleibt die Frage, wie sich der FC Thun selbst zum Abkommen zwischen Gstaad und den Berner Young Boys äussert: gar nicht. Man wolle die Partnerschaft nicht kommentieren, heisst es auf Anfrage.


https://www.bernerzeitung.ch/region/obe ... y/11896895

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2019/2020
 Beitrag Verfasst: Dienstag 16. Juli 2019, 19:08 
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Steven Ukoh möchte an beste Zeiten anknüpfen

Steven Ukoh schaut sich erst einmal in Ruhe in unserer Villinger Sport-Redaktion um. Schnell entdeckt der Neuzugang der Nullachter zwei unserer Zeitungsseiten vom DFB-Pokal-Hit des Oberligisten gegen Schalke 04 aus dem Jahr 2016. Mit großen Namen kennt sich der 28-Jährige aus.

Erst einmal aber einen Kaffee – ohne Milch und Zucker. Immerhin ist es erst 9.25 Uhr an diesem Montagvormittag. "Ich war zuvor mit meiner Freundin Nadra in Villingen noch etwas shoppen", sagt der Mittelfeldspieler und lacht.

"Hier entsteht etwas"

Überhaupt – Steven Ukoh lacht viel. Ohne Humor geht beim ehemaligen nigeranischen Nationalspieler nichts. Dieser fühlt sich im Schwarzwald schon fast etwas heimisch. "Ich wohne in Mönchweiler, dort gefällt es mir sehr. Und der FC 08 hat mich einfach super aufgenommen", stellt der Hip-Hop-Fan klar. Doch damit hatte der 28-Jährige auch insgeheim gerechnet. "Ich war ja in der vergangenen Saison schon beim Heimspiel gegen die Stuttgarter Kickers im Friedengrund", wusste der in Bern geborene angehende Jurist nach Gesprächen mit Coach Jago Maric und weiteren Verantwortlichen, was ihn in Villingen erwartet.

Ein Doppelbürger

"Und natürlich auch, was der Verein von mir erwartet", will Ukoh dem Oberligisten "einfach helfen", seine ambitionierten Ziele zu erreichen. "Hier entsteht etwas. Das merkt man", waren die Zukunftsperspektiven der Villinger, die sich schon im vergangenen Winter um eine Verpflichtung bemüht hatten, ein Hauptgrund für den Wechsel in den Schwarzwald. "Und zudem wollte ich unbedingt nach Deutschland", sieht Steven Ukoh, der bei den Villingern einen Einjahresvertrag unterschieben hat, die Oberliga-Saison 2019/20 auch als Chance an, sich eventuell für höhere Ligen zu empfehlen. Dass er die fußballerischen Fähigkeiten dazu hat, ist logisch. Immerhin hat er in der Challenge League – der zweithöchsten Klasse in der Schweiz – 86 Spiele bestritten, dabei zwölf Treffer bejubelt. "Die meisten davon habe ich für den FC Biel-Bienne erzielt", sieht der Sohn einer Schweizerin und eines Nigerianers die Zeit von 2012 bis 2015 als seine bisher besten Fußball-Jahre an. "Da lief es wirklich sehr gut. Und plötzlich gab es die Möglichkeit, für Nigeria Länderspiele zu bestreiten", musste der Doppelbürger aber erst einmal genau abwägen, ob er für das Heimatland seines Vaters spielen möchte. "Immerhin hatte ich alle U-Nationalmannschaften der Schweiz durchlaufen", entschied sich Steven Ukoh dann aber doch für das grüne Trikot der "Super Eagles".

Bei den "Super Eagles"

"Und dies war die richtige Entscheidung", wird der Villinger Neuzugang seine vier Länderspiele gegen Südafrika, Uganda, Jemen und die Elfenbeinküste nie vergessen. Kein Wunder, dass der Mittelfeldspieler, der sich besonders auf der Achterposition wohlfühlt, bei einigen höherklassigen Vereinen auf den Zetteln stand.

Doch dann verletzte sich der Kino-Fan in der Vorbereitung auf ein Quali-Spiel für den Afrika-Cup gegen Tschad im Sommer 2015 schwer am Knie. Eine lange Zwangspause war die Folge.

Schwere Knieverletzung

"Das war eine sehr schwere Zeit. Da war es umso wichtiger, dass ich schon immer zweigleisig gefahren bin", stürzte sich Ukoh noch intensiver in sein Jurastudium. Den Bachelor machte er in Bern, im kommenden Sommer will er den Masterabschluss in der Tasche haben. "Deshalb suche ich auch noch in Villingen und Umgebung einen Nebenjob im juristischen Bereich", ist die angewandte Rechtswissenschaft für den 28-Jährigen die perfekte Ergänzung zum Fußball. "Priorität hat aber der FC 08. Das zweite Standbein ist die Justiz", stellt der 28-Jährige klar.

An der Seite von Shaqiri

Dieser erlernte im Alter von fünf Jahren beim FC Bethlehem aus Bern das Fußball-Einmaleins. "Fünf Jahre später bin ich dann zu den Young Boys gewechselt", verbesserte der Standard-Spezialist beim 13-maligen Schweizer Meister seine fußballerischen Fähigkeiten. Schnell wurden auch die Trainer der U-Nationalmannschaften auf Ukoh aufmerksam. Insgesamt stand der Mittelfeldspieler in 43 Nachwuchsländerspielen auf dem Rasen. "Ein Höhepunkt war sicher die U17-EM im Jahr 2008 in der Türkei", spielte der Neu-Villinger damals an der Seite von Xherdan Shaqiri oder Admir Mehmedi. Gegenspieler waren Thiago Alcantara (Spanien) oder Alexandre Lacazette (Frankreich). "Auch gegen Eden Hazard habe ich schon gespielt", verfügt Ukoh also über große internationale Erfahrung.

Das Comeback

Bevor der Berner aber so ganz in seiner Karriere durchstartete, kam eben die schwere Knieverletzung dazwischen. Im Herbst 2017 feierte er beim damaligen Viertligisten aus Solothurn sein Comeback. Über den Drittligisten La Chaux-de-Fonds ging es in der Winterpause zurück nach Solothurn. "Und nun freue ich mich riesig auf Villingen", möchte der 28-Jährige in der Oberliga Baden-Württemberg noch einmal so richtig durchstarten.

Das DFB-Pokal-Spiel

Und natürlich auch im DFB-Pokal am 10. August, wenn die Nullachter Fortuna Düsseldorf empfangen. "Das wird natürlich ein großes Highlight", schaut sich Steven Ukoh noch einmal genau die Berichte über den letzten Auftritt der Nullachter auf nationaler Wettkampfebene in unserer Redaktion an. "Doch nun ist Zeit für neue Schlagzeilen des FC 08", schmunzelt der Mittelfeldmann, bevor er seine Freundin Nadra zum Bahnhof bringt.


https://www.schwarzwaelder-bote.de/inha ... 79c7a.html

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2019/2020
 Beitrag Verfasst: Dienstag 16. Juli 2019, 19:40 
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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2019/2020
 Beitrag Verfasst: Dienstag 16. Juli 2019, 19:43 
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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2019/2020
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 17. Juli 2019, 09:04 
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YB strebt dritten Titel in Serie an

Im Hinblick auf die neue Saison macht der amtierende Schweizermeister YB keine Geheimnisse um seine Ziele. Die Berner wollen an die letzten Erfolge anknüpfen.

Das Wichtigste in Kürze

- Am Sonntag (16 Uhr) startet der amtierende Meister YB gegen Servette in die neue Saison.
- Nach langer Vorbereitung ist die Vorfreude auf den Start bei Spielern und Trainer gross.
- Coach Gerardo Seoane steckt sich auch für die neue Saison hohe Ziele.

Neue Saison, dieselben Ziele. So lässt sich die Devise für die kommende Super-League-Saison für den amtierenden Meister YB zusammenfassen. Für die Berner geht am Sonntag (16 Uhr) gegen Servette die Mission Titelverteidigung los.

«Vorne ein Wörtchen mitreden»

Für den YB-Chefcoach ist klar, welche Ziele der Verein in der nächsten Saison anpeilen soll. «Wenn du zweimal nacheinander Meister wirst, willst du nicht Vierter oder Fünfter werden», betont Gerardo Seoane. Gleichzeitig dämpft der Luzerner auch die Erwartungen der Fans. «Es ist offensichtlich, dass momentan ein grosser Umbruch stattfindet und wir fünf oder sechs Leistungsträger verloren haben», so Seoane weiter.

Es sei ihm daher bewusst, dass die Mannschaft zuerst zusammenwachsen muss und dass es dazu eine gewisse Zeit brauchen wird. Das Ganze unterstützen soll unter anderem auch Neo-Captain Fabian Lustenberger. «Fabian ist in der spielerischen Struktur als erfahrener Innenverteidiger sehr wichtig für uns». Er bringe die Mentalität des harten Trainings, des Fokus' aufs Team und der Intensität auf den Platz, die es brauche.

YB gegen Servette am Sonntag

Wie das neu zusammengestellte YB rund um Lustenberger harmoniert, wird sich am kommenden Sonntag gegen Aufsteiger Servette zeigen. «Wir wollen uns am Sonntag im Wettkampf messen, in dem es auch um Punkte geht», so Seoane.

Trotzdem erwartet der YB-Coach ein schwieriges Spiel gegen den Aufsteiger. «Die Euphorie eines Aufstiegs kann natürlich Kräfte freisetzen, wovon eine Mannschaft eine ganze Vorrunde überleben kann». Zudem wisse man bei einem Startspiel nie, wo die eigene Mannschaft genau stehe und es gebe noch viele Fragezeichen. «Aber, wir spielen zu Hause , wir wollen wie gewohnt unser Spiel nach vorne fortsetzten und das Spiel erfolgreich bestreiten».


https://www.nau.ch/news/videos/yb-streb ... n-65552056

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2019/2020
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 17. Juli 2019, 10:48 
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«Es braucht noch viel Arbeit»

YB: Neue Mannschaft, gleiche Ziele

Trotz einigen prominenten Abgängen sind die Ambitionen beim Meister dieselben geblieben: Der 3. Meistertitel in Serie soll her.

In den letzten zwei Jahren haben die Young Boys die Super League dominiert. Nachdem die Berner 2018 eine 32-jährige Durststrecke in Sachen Meistertitel beendet hatten, verteidigten sie den Titel im Folgejahr auf eindrückliche Weise. Um satte 20 Punkte distanzierte man in der abgelaufenen Saison den langjährigen Dominator aus Basel.

Die Marschrichtung für die neue Spielzeit ist klar: Der Titel soll auch heuer in der Bundeshauptstadt bleiben. Diesmal stehen die Vorzeichen jedoch etwas anders.

Puzzle statt stabiles Gerüst

Anders als in den vergangenen zwei Jahren hatte YB in der Sommerpause einige prominente Abgänge zu verzeichnen. Neben Kevin Mbabu und Djibril Sow, die es in die Bundesliga zog, beendete mit Steve von Bergen der langjährige Berner Abwehrchef seine Karriere.

Stärker oder schwächer als letztes Jahr – diese Frage stellt sich ein Trainer nie.
Autor: Gerardo Seoane


«In den letzten zwei Jahren hatten wir ein unverändertes Gerüst. Jetzt muss sich das Puzzle erst zusammensetzen», sagt Sportchef Christoph Spycher zum Umbruch. Es sei ein spannender Spagat, welcher den Bernern nun bevorstehe: «Einerseits muss man der Mannschaft jetzt Zeit geben für diesen Prozess, gleichwohl versucht man schon Resultate zu liefern.»

Glanzresultate in der Vorbereitung

Ein paar gute Resultate hat YB mit den Siegen am Burkhalter- sowie am Uhrencup in der Vorbereitung geliefert. Etwa einen 5:1-Sieg gegen Frankfurt oder das 2:0 gegen Crystal Palace drei Tage später. In Euphorie verfallen will man beim Meister deswegen aber nicht. Verständlicherweise, dauert es in der Bundesliga oder der Premier League doch noch einige Zeit länger, bis die neue Spielzeit beginnt.

«Diese beiden Titel geben keine Punkte», tritt Trainer Gerardo Seoane denn auch auf die Euphoriebremse. In Sachen Mentalität sei gewinnen natürlich immer ein gutes Zeichen. «Aber viel wichtiger ist die Entwicklung, der Weg, den wir gemeinsam gehen wollen. Und das braucht noch Zeit», so der 40-Jährige.

Vielleicht braucht es etwas Zeit, um sich zu finden, dass alles wieder so ineinander greift wie vorher.
Autor: Fabian Lustenberger


Ob die Mannschaft nach dem Umbruch nun nominell stärker oder schwächer sei als im letzten Jahr, spielt für Seoane keine Rolle. «Diese Frage stellt sich ein Trainer nie. Ein Trainer ist da, um die Spieler weiterzuentwickeln, die Mannschaft zu formen.»

Lustenberger, der neue starke Mann

Neben gewichtigen Abgängen hatte YB in der Sommerpause auch einige Zuzüge zu vermelden. Der prominenteste von ihnen ist Fabian Lustenberger, der sogleich zum Captain ernannt worden ist. «Natürlich ist das eine grosse Anerkennung und auch eine Wertschätzung, aber ich möchte dem gar keine zu grosse Aufmerksamkeit schenken», so der Neo-Captain der Berner.

Es gebe im Vergleich zum letzten Jahr viele Veränderungen. «Da gehöre auch ich dazu. Und vielleicht braucht es etwas Zeit, um sich zu finden, dass alles wieder so ineinander greift wie vorher», so Lustenberger.

Gleichzeitig liess der neue Abwehrchef keine Zweifel über seine persönlichen Ziele und die der Mannschaft aufkommen: «Wir sind ambitioniert und ehrgeizig genug, den 3. Titel zu holen.»


https://www.srf.ch/sport/fussball/super ... iche-ziele

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2019/2020
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 18. Juli 2019, 12:06 
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18.07.2019

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Die Copperfields von Bern – YB ist im Flow

Die Young Boys mausern sich im Schweizer Fussball zum Branchen-Krösus – wie gelang diese Verwandlung?

Irgendwann in der jüngeren Vergangenheit traute man seinen eigenen Augen nicht mehr. Nach Jahrzehnten bitteren Darbens wandelte sich YB zu einem funktionierenden Ganzen. Die linke Hand wusste endlich wieder, was die rechte tat und umgekehrt. Das war nicht immer so.

Das war unheimlich lange nicht so – vor diesen zwei Meistertiteln und der Wachtablösung an der Spitze der Super League. Es ist immer noch als Phänomen zu betrachten, wie schnell und wie nachdrücklich der FC Basel seine Vormachtstellung im Schweizer Fussball an die Berner Young Boys verloren hat. Es hat etwas vom Magier David Copperfield.

Aber wenn nicht alles täuscht, war die Kohärenz im Berner Klub im Frühjahr einem Härtetest ausgesetzt. Der Sportchef Christoph Spycher war ein Wunschkandidat für das neu geschaffene Amt des Nationalmannschaft-Managers. Aber Spycher sprang nicht ab, sondern nützte das Begehren des Verbandes, «intern einige Justierungen anzubringen», wie er selber sagt. Er habe gespürt, dass seine Mission noch nicht erfüllt, die strukturelle Stabilität noch nicht in ausreichendem Mass vorhanden sei.

Der Sportchef Spycher bekommt Entlastung

Spycher fühlt sich zwar «nicht verheiratet mit YB», aber er habe in dieser Entscheidungsphase die Verantwortung für das Projekt gespürt und «Vorbild» sein wollen: nicht zur Unzeit gehen, die Karriere mit Bedacht planen. Ein Mantra, das der Sportchef seinen Spielern immer wieder erfolgreich einpflanzt. Seit Juni dieses Jahres hat Spycher mit Patrik Schuler einen Sportchef-Assistenten in einem 100-Prozent-Arbeitspensum an seiner Seite. Es ist die Entlastung, die er gefordert hat.

Eine interessante Frage ist, was die Stimmigkeit in diesem YB-Gebilde ausmacht. Unter anderem zwei wesentliche Dinge: Es herrscht eine Leistungskultur, die diesen Namen verdient, und die Kommunikation gelingt – intern und gegenüber der Öffentlichkeit. Spricht man auf der Tribüne des Stadions Neufeld in der Pause des Vorbereitungsspiels gegen den Premier-League-Klub Crystal Palace (2:0) mit Gérard Castella, Ausbildungschef des Klubs, hört man Ausrücke wie «Intelligenz» und «Antizipation». Er spricht von «acht Augen», die mehr sähen als zwei, und betont «konstruktive Auseinandersetzungen» über Fragen der Verpflichtung von neuen Spielern.

Spycher, der Chef-Scout Stéphane Chapuisat, Castella und Schuler treffen mit Ernst Graf als sportlichem Gewissen im Verwaltungsrat der Sport und Event Holding AG die Entscheidungen. Acht plus zwei Augen also. Eigentlich sei es «nicht kompliziert», sagt Castella. Eigentlich. Man frage bei anderen Klubs nach.

Das Verlierer-Image verschwindet auf Nimmerwiedersehen

Endgültig in der Stadt angekommen sind die Berner Young Boys am 28. April vergangenen Jahres, als Jean-Pierre Nsame mit seinem Drehschuss gegen Luzern den Meistertitel sicherte. Es war ein emotionaler Dammbruch – im Stadion, aber auch in der Stadt. «Über drei Jahrzehnte der Sehnsucht entluden sich in einigen Sekunden», sagte ein weitgereister Fussball-Journalist, «so etwas habe ich in dieser Form noch nie erlebt.»

Das Verlierer-Image verschwand in diesem Moment endlich in einem schwarzen Loch auf Nimmerwiedersehen. Es war ein Image, das Berner Kulturschaffende über die Jahre kultisch gefeiert hatten. Was wollte man sonst tun? Man verlor in dieser Zeit einfach zu oft.

Dass die Kommunikation auch in der Mannschaft funktioniert, lässt sich an Details ablesen. Als der neue Captain Fabian Lustenberger, von Hertha Berlin zu YB gestossen, nach dem Sieg gegen Crystal Palace den Uhren-Cup-Pokal stemmte, war der Lokalheld Guillaume Hoarau der Erste, der mit dem Neuen schäkerte, ihn stützte und demonstrierte, dass die Arrivierten keinen Neid hegen.

Ein Gremium führt die Mannschaft

Lustenberger selbst spricht von einem «Gremium», das die Mannschaft führe. Es gibt die Vize-Captains Hoarau, Miralem Sulejmani und Marco Wölfli; junge Spieler wie der Goalie David von Ballmoos oder der Mittelfeldspieler Michel Aebischer wirken im «erweiterten Captain-Team». Lustenberger sagt, dass er am ersten Tag «hallo» gesagt und sich am zweiten Tag «wohl gefühlt» habe.

Der Run auf Plätze im Stadion vor dem Spiel gegen Servette vom Sonntag ist enorm. 18 600 Saison-Abonnements sind verkauft, die Logen im VIP-Bereich sind ausverkauft, im Sponsoring arbeitet YB mittlerweile mit 500 Partnern zusammen. Ein Rekord. Hanspeter Kienberger, der Verwaltungsratspräsident der Holding AG, merkt an, dass kompetente Personen am Werk seien. Er ruft in Erinnerung, dass das Aktionariat, allen voran die Gebrüder Rihs, Geduld hätten aufbringen müssen. Kann man so sagen.

YB hat in diesem Sommer – anders als ein Jahr zuvor – einen Umbruch zu orchestrieren. Spycher spricht von einem «grösseren Umbau als gewünscht», es gelte fünf Leistungsträger zu ersetzen (Sékou Sanogo, Steve Von Bergen, Kevin Mbabu, Loris Benito und Djibril Sow), das Team müsse jetzt «erst wieder zusammenwachsen». Der Weg für YB, junge Spieler für grössere Ligen zu entwickeln, sei «alternativlos», sagt Spycher. Geschaut wird auch, ob ein Spieler vom Charakter, von der Mentalität her passe. Auch das ist keine Worthülse.

YB will die Power aufrechterhalten

Der Trainer Gerardo Seoane lobt den Trainingsfleiss der Spieler in der Vorbereitung. Die Neuen hätten schnell erfasst, dass bei YB die «Intensität im Training» ein wichtiger Faktor sei, man wolle so schnell wie möglich «zur Wucht» vom letzten Jahr zurückfinden. So tönt das mittlerweile.

Es fragt sich, wie schnell Jordan Lotomba, Ulisses Garcia oder auch der neu verpflichtete Saidy Janko auf den Aussenpositionen die Abgänge von Mbabu und Benito zu kompensieren wissen. Das scheint keine einfache Aufgabe zu sein. Und Vincent Sierro, von St. Gallen gekommen, wird nicht den gleichen Spielstil pflegen wie der nach Frankfurt abgewanderte Sow. Möglicherweise wird die Spielentwicklung aus der Defensive mit Lustenberger ein wenig variabler und dynamischer.

YB wolle die Power aufrechterhalten, das sagen alle. Man ist sich aber bewusst, dass neue Spieler anders denken und auch anders spielen werden. Ein neues, auch finanziell gestärktes YB – 17,4 Millionen Reingewinn verbuchte der Klub als Jahresergebnis – startet in die neue Saison. Im August stehen wiederum die Play-off-Spiele für die Qualifikation für die Gruppenphase der Champions League auf dem Programm. YB ist im Flow, und Hoarau sagt, das Ziel sei immer, besser als letzte Saison zu sein. Das wird schwierig werden, aber Hauptsache, Hoarau lacht sein Lachen und verspricht: «Wir werden ein schönes YB sehen.»


https://www.nzz.ch/sport/die-copperfiel ... ld.1496630

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2019/2020
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 18. Juli 2019, 12:08 
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Meisterkampf: Schon wieder YB oder doch der FCB?

Am Wochenende startet die neue Super League-Saison. Telebasel schaute sich an, was sich während der Sommerpause bei den beiden Titelanwärtern getan hat.

Für die kommende Super League-Saison ist man sich einig, dass es wieder zum Zweikampf zwischen den Berner Young Boys und dem FC Basel kommen wird. Zu gross war der Unterschied zu den restlichen Teams. Beide Mannschaften haben eine verletzungsfreie Vorbereitung hinter sich und können somit in Bestbesetzung in den Meisterkampf starten.

Stille in Basel und Berner Wechselfieber

Anders sieht es im Kadervergleich aus. Während sich am Rheinknie noch nicht sehr viel getan hat, war an der Aare in diesem Sommer einiges los.

Der FCB hat mit EX-Captain Marek Suchy sowie den beiden Ersatzkeepern Martin Hansen und Signori Antonio nur drei Abgänge zu verzeichnen. Neu dazu kamen der Innenverteidiger Omar Alderete und Stürmer Kemal Ademi. Zudem kehrten die Leihspieler Afimico Pululu, Geoffroy Serey Dié, und Djordje Nikolić zu Rotblau zurück. Serey Dié wird vermutlich noch wechseln, die anderen zwei könnten – Stand jetzt – bleiben.

In der Hauptstadt war bislang deutlich mehr los, ganze zehn Spieler haben YB in diesem Sommer verlassen und neun kamen neu dazu.

Die Berner mussten vor allem die Schlüsselspieler Steve von Bergen, Loris Benito, Kevin Mbabu und Djibril Sow ersetzen. Christoph Spycher tat dies mit Fabian Lustenberger, der die Binde übernimmt, Vincent Sierro, Cédric Zesiger und Marvin Spielmann.

Gute Resultate auf beiden Seiten

In den Vorbereitungsspielen haben beide Teams eine positive Bilanz. Der Meister gewann von sieben Testspielen vier, verlor zweimal und teilte einmal die Punkte. Rotblau gewann vier von fünf Spielen. Nur den letzten Test gegen den deutschen 2. Bundesligisten VfB Stuttgart verlor Rotblau knapp.

YB konnte vor allem beim 5:1 Sieg über die Frankfurter Eintracht und dem 2:0 über den Premier Ligiisten Crystal Palace eine erste Duftmarke mit dem neuen Kader setzen.

Kommt die Spannung zurück?

Beide Teams sind also bereit für die neue Saison. Wenn YB das starke Niveau der letzten Saison halten kann und der FCB so weiterspielt wie in der Rückrunde, könnte die Spannung im Schweizer Fussball endlich wieder zurück sein. Übrigens: Die erste Direktbegegnung der beiden Titelanwärter findet erst in gut zwei Monaten am 22. September 2019 in Bern statt.


https://telebasel.ch/2019/07/17/meister ... h-der-fcb/

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2019/2020
 Beitrag Verfasst: Samstag 20. Juli 2019, 08:48 
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Weniger Klamauk, bitte!

Die Young Boys sind als Meister auch vor der neuen Saison das Vorbild dafür, was mit seriöser Arbeit zu erreichen ist – in ihrem Rücken kündet sich erneut ein Jekami an.

Als das Magazin «Zwölf» im Frühsommer ein Interview mit Valentin Stocker führte, ging es auch um die grossen Fragen im Fussball. «Wird beim FC Basel überhaupt noch gejasst?», wollte es wissen. «Nein», sagte Stocker, «gespielt wird vor allem Eile mit Weile.»

Dieses Spiel hat einen Vorteil: Auch Kinder können mit­machen. Das ist deshalb von Bedeutung, weil sich der FCB in diesem Sommer aufführte, als wäre er ein Club in Kinderschuhen und kein Unternehmen, das seinem Personal 52 Millionen Franken an Löhnen zahlt.

Mitte Juni versuchte Bernhard Burgener öffentlich viel zu erklären. Wieso zum Beispiel Marco Streller mit Aaraus Coach Patrick Rahmen redete, obschon Marcel Koller noch Trainer gewesen ist. Ach, sagte Burgener sinngemäss, man müsse ja vorbereitet sein, falls ein Club wie Juventus Koller wolle. Juventus und Koller? Wahrscheinlich fehlt einem Journalisten die Fantasie, um sich diese Kombination vorzustellen. Burgener dagegen ist auch im Filmgeschäft daheim, als Chef der Constantin Film. Von daher ist er offenbar Klamauk gewohnt.

Für Kollers Ruf ist es wichtig, wie sein Team auftritt. Hypnotisch langweilig oder doch unterhaltsamer?

Koller ist noch immer da, wenn heute Abend der FCB in Sitten die neue Saison der Super League eröffnet. Er ist nicht davongelaufen, nur weil im Club ein Theater stattfand und der alte Sportchef Streller ihn absetzen wollte. «Ich lasse nicht zu, dass mich solche Geschichten kaputtmachen», sagt er in der NZZ. Er kämpft weiter für einen Verein, bei dem Streller trotz seines Rücktritts als Sportchef weiterhin im Ver­waltungsrat sitzt. Diese Konstellation ist absurd. Wenigstens hat Koller mit dem altgedienten Ruedi Zbinden nun einen Sportchef, der sein Handwerk versteht. Für Kollers Ansehen wird allerdings wichtig sein, wie seine Mannschaft künftig auftritt. Hypnotisch langweilig, wie ihm im Frühjahr vorge­worfen wurde? Oder doch etwas unterhaltsamer?

So ist das also bei einem Club, der einmal gut geführt und erfolgreich war, der nun nicht mehr gut geführt und mässig erfolgreich und trotzdem der grosse Herausforderer der Young Boys ist. Er ist nicht nur der grosse, sondern wohl auch der einzige Herausforderer. Das sagt viel über die Liga aus.

Unter normalen Umständen hätte auch der FC Sion die Möglichkeit, ganz vorn mit­zuhalten. Aber was ist schon normal im Sonnenkönigreich Wallis! Hätte Christian ­Constantin so viel Geduld wie Geld, so viel Vertrauen in sein Personal wie Misstrauen, so viel Empathie wie Energie, dann könnte Sion eine Grösse im Schweizer Fussball sein.

Stéphane Henchoz tritt nun an, sich unter Constantin zu behaupten. Selten hat das jemand mit ausgeprägterem Realitätssinn getan als der knorrig-pointierte Freiburger. «Ein Jahr bei Sion wäre ein Exploit», sagt er. Henchoz ist in einem Berufszweig tätig, der landesweit vom Constantinismus erfasst worden ist. Er und seine neun Kollegen in der Super League sind durchschnittlich seit zehn Monaten im Amt.

Es ist ein bedenklicher Wert, und er zeigt, wie schnell die Verantwortlichen von Panik erfasst werden. In einer Zehner­liga mit Barrage und einem zweiten möglichen Absteiger gibt es halt kein Mittelfeld, in dem man sich verstecken kann, kein Aus­ruhen. Umso wichtiger wären eine ruhige Hand und ein gutes Auge der Verantwortlichen. Im Moment gibt es kaum einen wie Christoph Spycher in Bern. Spycher ist als Sportchef zum Gesicht des Unternehmens geworden. Seinen Präsidenten kennt ausserhalb von Bundesbern keiner. Der Erfolg der letzten beiden Saisons zeigt, dass das kein schlechtes Zeichen zu sein braucht. Dass die Berner für ihre Arbeit gelobt werden, manchmal auch mit dem einen oder anderen Superlativ zu viel, ist angemessen. Es spricht für sie, dass sie sich davon nicht ablenken lassen. Der Präsident heisst übrigens Hanspeter Kienberger.

Da sind also YB und Basel, unterwegs in finanziell eigenen Sphären. Von ihnen ist der Schweizer Fussball auch international abhängig. Da gibt er ein mehrheitlich trostloses Bild ab. YB könnte bereits ein Ausrufezeichen setzen, wenn es sich wieder für die Champions League qualifizieren würde. Und Basel auch. Dumm nur, dass ihm gegen den PSV Eindhoven der Exploit nur schwer zuzutrauen ist.

Hinter den beiden ist das Feld zum Würfeln weit offen. In der vergangenen Saison trennten den Dritten Lugano und den Achten Sion 3 Punkte, während YB 20 Punkte vor Basel lag und Basel wiederum 25 vor Lugano. Abgesehen vom Vorsprung von YB auf Basel kann es auch diesmal wieder so sein, dass die Liga ein Bild von Jekami abgibt.

Immerhin sind die Grasshoppers verschwunden, die Klamauk ohne Ende veranstalteten. Das war ein Stück weit unterhaltsam, vor allem war es gnadenlos erfolglos. Aufsteiger Servette dagegen verspricht unter Präsident Didier Fischer weit mehr Seriosität. Was deshalb schon bemerkenswert ist, weil ­Servette vor Fischers Einstieg selbst während vieler Jahre für scheinbar endlose Tumulte stand. In Luzern sind die Launen von Grossaktionär Bernhard Alpstaeg gefährlich. In St. Gallen lebt der Fussball wunderbar, aber hat Peter Zeidler wirklich die Spieler, um den wilden Fussball zu spielen, den er sehen möchte? In Zürich gibt es den FCZ, der sich als Grossclub versteht und trotzdem einen Trainer hat, der weiter in der Lehre steckt. In Lugano und Neuenburg sind zwei unberechenbare Präsidenten am Werk. In Thun gibt es immerhin einen Verein, der die Ruhe nutzt, um das Beste aus seinen Mitteln zu machen.

Und was lernen wir aus alldem? Dass in der Super League der nächste Meister leichter vorauszusagen ist als der Sieger beim Eile mit Weile.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/23543109

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