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 Beitrag Verfasst: Sonntag 28. April 2019, 20:08 
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Remis zwischen YB und Lugano

Im vierten und letzten Saisonspiel gegen Lugano geben die Young Boys erstmals einen Punkt ab. Vier spektakuläre Tore im Stade de Suisse führen zum gerechten 2:2.

Am Jahrestag der unvergesslichen Meisternacht von 2018 sahen die über 27 000 Zuschauer über einige Spielphasen Leerlauf, aber auch Spektakel und vor allem wunderschöne Tore. Dazu gehörte nach bereits acht Minuten das Tor von Luganos brasilianischem Stürmer Carlinhos. Er tauchte am näheren Pfosten auf eine Hereingabe von Numa Lavanchy und kam dem ebenfalls tauchenden Sandro Lauper ein paar Zentimeter zuvor. Der Kopfball kam aus spitzem Winkel, dennoch konnte Goalie David von Ballmoos nicht reagieren.

Noch vor der Pause kam die Zeit von Guillaume Hoarau. Zuerst verwertete der Franzose eine genaue Flanke von Christian Fassnacht mit einem unhaltbaren Kopfball, à la «Air France» eben. Das 2:1 dürfte wohl als eines der schönsten Tore der Saison bewertet werden. Hoarau stoppte eine Kreuzflanke von Djibril Sow zuerst mit dem Aussenrist und dann mit der Brust. Im Fallen und fast schon am Boden liegend, schlug er den Ball mit einer Art Sensenschuss in die nähere Torecke. Es waren die Saisontore Nummern 19 und 20 des angehenden Torschützenkönigs.

Auch Carlinhos durfte Tore zählen. Als er zwölf Minuten nach der Pause ein Zuspiel von Alexander Gerndt, war dies bereits der 13. Treffer in der Meisterschaft. Bis auf eine grosse Chance der Berner wenige Minuten vor Schluss war danach im Stade de Suisse nicht viel los. Nicht viel im Spiel, aber sehr viel mit den Feierlichkeiten. In der 89. Minute, in der Jean-Pierre Nsame vor einem Jahr im Match gegen Luzern den Meistertitel herausgeschossen hatte, begannen die Zuschauer mit eine beeindruckenden Choreographie.

Für die Luganesi ist das Ergebnis sehr positiv. Sie haben keines der letzten neun Meisterschaftsspiele verloren.

Young Boys - Lugano 2:2 (0:1)
27 053 Zuschauer. Schiedsrichter: Bieri. – Tore: 8. Carlinhos (Lavanchy) 0:1. 34. Hoarau (Fassnacht) 1:1. 45. Hoarau (Sow) 2:1. 57. Carlinhos (Gerndt) 2:2.
Young Boys: Von Ballmoos; Mbabu, Lauper, Von Bergen, Garcia (85. Lotomba); Aebischer; Fassnacht, Gaudino (73. Nsame), Sow, Assalé (69. Schick); Hoarau.
Lugano: Baumann; Sulmoni, Maric, Vecsei, Daprelà; Lavanchy, Sabbatini, Vecsei, Crnigoj (52. Bottani); Carlinhos, Sadiku (64. Mihajlovic), Gerndt.
Bemerkungen: Young Boys ohne Sulejmani, Moumi Ngamaleu, Camara und Wüthrich (alle verletzt). Lugano ohne Covilo, Janko und Macek (alle verletzt). Verwarnungen: 88. Vecsei (Foul).


https://www.nzz.ch/sport/remis-zwischen ... ld.1478150

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 28. April 2019, 23:26 
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YB: Diesmal kann Nsame nicht erlösen

YB spielt gegen Lugano nur 2:2 – der Rahmen ein Jahr nach dem grossen Sieg gegen Luzern ist speziell.

Und plötzlich ist vieles wie damals. An der Seitenlinie steht Jean-Pierre Nsame, es ist der 28. April und noch eine Viertelstunde zu spielen. YB braucht ein Tor, um zu gewinnen.

Leicht nervös ist das Publikum im Stadion – und unten auf dem Platz diese Mannschaft, die als Meister feststeht, seit zwei Wochen rechnerisch, seit Monaten gefühlsmässig. YB-Lugano ist nicht YB-Luzern, der 28. April 2019 ist nicht der 28. April 2018, die lockere Ehrenrunde nicht der letzte Schritt zum ersten Titel nach 32 Jahren. Aber dennoch: Die Parallelen sind da.

Die Young Boys führen ja in diesen Wochen ihre breite Brust spazieren – und lassen sich dabei auf der Zielgeraden einer grossartigen Saison gebührend feiern. Ein 0:1 in Neuenburg vergangene Woche konnte die Stimmung rund um den alten und neuen Meister ebenso wenig trüben wie das 2:2 gegen Lugano am Sonntag.

Und weil es am Sonntag eben exakt ein Jahr her ist, als YB mit dem viel beschriebenen 2:1 gegen Luzern den letzten Schritt zur grossen Erlösung machte, erhält das an sich wenig bedeutsame Rendezvous mit den Tessinern plötzlich symbolhafte Aufwertung.

Schon vor der Partie tragen die findigen Symbolwärter von Radio-Gelb-Schwarz die Meisterlatte, an welche Marco Wölfli vor einem Jahr den Luzerner Penalty lenkte, höchstpersönlich für das Jubiläum vom Fantreff im Breitenrain ins Stadion hinters Moderationspult.

Hoaraus tolles Spektakeltor

Ein Post hier, ein Rückblick da – es ist ein wohliges Suhlen in der eigenen Geschichte. In der 73. Minute kommt Nsame aufs Feld, vor einem Jahr war es die 74., und wie gegen Luzern gelingt dem Heilsbringer von damals auch gegen Lugano ein Tor – nur zählt es diesmal wegen eines Handspiels nicht. Die Gier, dieses Spiel noch zu gewinnen, ist spür-, sicht- und hörbar im Stade de Suisse, 27000 Zuschauer machen bei der imposanten Choreografie mit, welche exakt in der 89. Minute über die Bühne geht – dem Moment der Erlösung im Spiel vor einem Jahr.

Lange Zeit treten die Young Boys zum romantischen Jubiläum ihres grossen Tages etwas gehemmt auf. Schon nach 57 Sekunden stürmt Carlinhos alleine in den Strafraum, Kevin Mbabu vermag ihn gerade noch zu bremsen. Anders wenig später Gianluca Gaudino: Dem Startelfdebütanten entwischt wiederum Carlinhos, der Brasilianer drückt eine flache Hereingabe von Numa Lavanchy über die Linie.

Es ist ein früher, effektiver Warnschuss für den Meister, während seines Schaulaufens nicht die noch anzupeilenden Rekorde aus den Augen zu verlieren. Und es ist ein erstes kleines Ausrufezeichen eines Gegners, der sich seit Wochen in guter Form befindet – und unter Fabio Celestini einen flexiblen, für den Gegner äusserst unangenehmen Konterfussball spielt.

Das bewegt auch YB-Trainer Gerardo Seoane zu einer Verdichtung im Zentrum. «Luganos Konter waren gut und giftig», sagt er später. Er stellt mit Gaudino, Djibril Sow und Michel Aebischer drei zentrale Mittelfeldspieler auf, Sandro Lauper muss in der Innenverteidigung die Absenz der angeschlagenen Mohamed Ali Camara und Grégory Wüthrich wettmachen.

Nach der Tessiner Führung ist die Berner Feststimmung fürs Erste getrübt. Und muss vom begabtesten Entertainer überhaupt in Gelb-Schwarz wieder in Gang gebracht werden.

Guillaume Hoarau gelingt nach einer halben Stunde der Ausgleich, für den Franzosen ist es Saisontor Nummer 19, und der Topscorer doppelt wenig später mit dem 20. nach – so viele hat er in der Liga seit seiner Ankunft in Bern noch nie erzielt.

Das 2:1 ist ein kleines Kunstwerk, mit der Hacke nimmt er einen schwierigen Ball von Sow an, dicht bedrängt von Luganos Fulvio Sulmoni, mit der Brust kontrolliert er ihn, wiederum mit rechts verwandelt er in die nahe Ecke.

Celestinis kleine Wutrede

Der FC Lugano Ausgabe Frühling 2019 aber gibt in dieser Saison selten auf, auch nicht in Rückstand auswärts bei YB. Noch im Februar waren die Young Boys im Tessin etwas glückhaft zu einem 1:0-Sieg gekommen. «Schon damals fand ich eigentlich, dass wir uns einen Punkt verdient gehabt hätten», sagte Lugano-Coach Celestini am Sonntag.

Einigermassen entspannt konnte er nach Spielschluss Auskunft geben, weil Carlinhos zuvor ein zweites Mal zur Stelle war – diesmal nach Vorlage von Alexander Gerndt. Und vielleicht auch, weil Schiedsrichter Alain Bieri keinen Regelverstoss ausmacht, als Fabio Daprelà den Laufweg Roger Assalé etwas übermotiviert kreuzt.

Ein bisschen vermochte sich Celestini gleichwohl zu enervieren. Seit exakt jenem 0:1 im Februar gegen YB und neun Spielen ist seine Mannschaft ungeschlagen – und mit nur fünf Punkten Vorsprung auf den Barrage-Platz trotzdem noch nicht über den Berg. «Die Barrage ist in einer Zehnerliga lächerlich», schloss Celestini.

Young Boys - Lugano 2:2 (0:1)

27'053 Zuschauer. - SR Bieri. - Tore: 8. Carlinhos (Lavanchy) 0:1. 34. Hoarau (Fassnacht) 1:1. 45. Hoarau (Sow) 2:1. 57. Carlinhos (Gerndt) 2:2.

Young Boys: Von Ballmoos; Mbabu, Lauper, Von Bergen, Garcia (85. Lotomba); Aebischer; Fassnacht, Gaudino (73. Nsame), Sow, Assalé (69. Schick); Hoarau.

Lugano: Baumann; Sulmoni, Maric, Vecsei, Daprelà; Lavanchy, Sabbatini, Vecsei, Crnigoj (52. Bottani); Carlinhos, Sadiku (64. Mihajlovic), Gerndt.

Bemerkungen: Young Boys ohne Sulejmani, Moumi Ngamaleu, Camara und Wüthrich (alle verletzt). Lugano ohne Covilo, Janko und Macek (alle verletzt). Verwarnungen: 88. Vecsei (Foul).


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/12941539

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 28. April 2019, 23:28 
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YB-Noten: Meisterlich nur in Phasen

YB hat beim 2:2 gegen ­Lugano nicht immer alles im Griff – Sow und Hoarau ragen heraus.

David von Ballmoos: Note 4,5
Ist früh gegen Carlinhos, spät gegen Daprelà zur Stelle. Hat bei beiden Gegentoren kaum Abwehrchancen.

Kevin Mbabu: Note 4,5
Nachdem er die Partie gegen Xamax noch wegen «Beförderungsgesprächen» verpasste, mischt der künftige Wolfsburger gegen Lugano wieder voll mit. Energische, engagierte Vorstellung – vor dem 2:2 darf Gerndt indes nicht so leicht vorbeikommen.

Sandro Lauper: Note 4,5
Rückt für den angeschlagenen Camara mal wieder in die Innenverteidigung – und geht die Aufgabe mit der ganzen Routine an, die er auf seiner Zweitposition schon hat. Unglücklich sieht er beim frühen 0:1 aus – der Fehler aber geschah schon weiter vorne.

Steve von Bergen: Note 4,5
Trägt beim 0:1 keine Schuld, kann nach Gerndts Dribbling auch beim 2:2 nicht viel ­machen. Solider Auftritt.

Ulisses Garcia: Note 3,5
Darf sich auf der linken Abwehrseite versuchen. Lässt Lavanchy vor dem 0:1 flanken, ist ansonsten viel, wenn auch etwas glücklos unterwegs.

Michel Aebischer: Note 4,0
Gibt vor der Abwehr den Ballverteiler, leistet sich ein, zwei Fehlzuspiele, tritt dafür die wenigen YB-Eckbälle, die auch wirklich Gefahr erzeugen.

Christian Fassnacht: Note 4,0
Flankt nach einer halben Stunde perfekt auf Hoarau vor dem 1:1. Baut dann ab.

Gianluca Gaudino: Note 3,5
Erster Startelfeinsatz für das Talent, das auf dem zweiten Bildungsweg seinen Erfolg sucht. Verliert vor dem 0:1 Carlinhos aus den Augen, vergibt später leichtfertig eine Topchance.

Djibril Sow: Note 5,0
Einmal mehr bester YB-Mann im Mittelfeld. Beliefert erst Assalé, der nicht trifft, dann Hoarau, der sehenswert trifft.

Roger Assalé: Note 3,0
Unglücklicher Auftritt des Ivorers. Hat eine, zwei Topchancen, bleibt aber ohne Tor – mittlerweile seit dem 10. Februar.

Guillaume Hoarau: Note 5,5
Beeindruckende Effizienz: Erst trifft er per Kopf, dann mit grosser Klasse in Bedrängnis. 20 Ligatore, so viel hat er für YB noch nie in einer Saison erzielt. Die Krone scheint ihm sicher.

Thorsten Schick: Note 4,0
69. für Assalé. Sorgt für Tempo in der Schlussphase.

Jean-Pierre Nsame: Ohne Note
73. für Gaudino. Ihm gelingt wie vor einem Jahr ein Tor – es wird aberkannt.

Jordan Lotomba: Ohne Note
85. für Garcia. Comeback nach langer Verletzungspause.

Noten: 6,0 = herausragend; 5,0 = gut; 4,0 = solid; 3,0 = ungenügend; 2,0 = schlecht; 1,0 = sehr schlecht


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/27955534

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