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 Betreff des Beitrags: Re: (?) Fabian Lustenberger
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 30. Januar 2019, 00:43 
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28.01.2019

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Kommentar zum Hertha-Abgang Danke, Lusti!

Als am Montagnachmittag Hertha BSC vermeldete, dass mit Fabian Lustenberger, 30, der dienstälteste Profi der Berliner im Sommer den Verein nach zwölf Jahren verlassen wird, war ich im ersten Moment traurig. Denn der meist gut gelaunte Lockenkopf verkörpert ein langes und wichtiges Stück Vereinsgeschichte. Mit dem vielseitigen Profi, der im Sommer 2007 als 19-Jähriger vom FC Luzern zur Hertha kam, verbinden sich Erinnerungen an große Spiele, an zahlreiche Siege und auch an viele bittere Niederlagen.

Im vergangenen Jahr traf ich mich zweimal mit Lusti, wie er bei Hertha BSC von allen gerufen wird. Im Juli begleitete ich ihn ins Helios-Klinikum nach Berlin-Buch, wo er einen krebskranken Jungen besuchte. Im Verein „Kolibri“, der sich um solch schwer erkrankte Kinder kümmert, hatte sich Lustenberger schon länger engagiert. „Eine Herzensangelegenheit“, sagte er bescheiden.

Im November plauderten wir entspannt bei einem Interview, als er vor seinem 200. Bundesligaspiel für Hertha stand. Als er vor zwölf Jahren nach Berlin kam, sei das ein „Kulturschock“ gewesen, verriet er. Bis dato hatte er bei seinen Eltern gewohnt in einem 2 000-Seelen-Dorf. Nun bekam er seine erste eigene Wohnung, musste seinen ersten eigenen Haushalt managen.

Lustenberger hat sich in Berlin immer sehr wohlgefühlt. Er lernte hier seine Frau kennen, mit der er inzwischen drei Kinder hat. Er fand zahlreiche Freunde. Zweimal ist er mit Hertha abgestiegen und zweimal wieder nach oben geklettert. Er war Kapitän unter Trainer Jos Luhukay und musste unter Pal Dardai das Amt an Vedad Ibisevic abtreten. Gefallen hat ihm das nicht, aber er hat die Antwort nur mit guten Leistungen auf dem Platz gegeben. Lustenberger erlebte bei Hertha acht Trainer.

Im Sommer wird er zurück in seine Heimat gehen, wo seine Familie schon in der Nähe von Luzern lebt. Beim Schweizer Meister Young Boys Bern bekommt er einen Vertrag bis 2022. Dort wird er sich garantiert schnell heimisch fühlen. Trainer Gerardo Seoane stammt wie er aus Luzern. Co-Trainer ist Harald Gämperle („Dirty Harry“), der schon unter Lucien Favre bei Hertha als „gnadenloser“ Assistent galt. Und mit Landsmann Steve von Bergen steht Lustenbergers sehr guter Freund in der Abwehr von Bern, mit dem er schon gemeinsam bei Hertha verteidigte.

Noch fünfzehnmal könnte Lustenberger bei Hertha in der Liga zum Einsatz kommen. Er wird stets alles geben, ganz sicher. Schon jetzt ein herzliches „Danke, Lusti“!


https://www.berliner-zeitung.de/sport/h ... --31950600

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 Betreff des Beitrags: Re: (?) Fabian Lustenberger
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 31. Januar 2019, 21:57 
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YB-Spycher erklärt Lustenberger-Transfer

«Von Bergen kann nicht mehr unser Abwehr-Leuchtturm sein»

Im Sommer kommt Fabian Lustenberger von der Hertha zu YB. Nun ist klar in welcher Rolle: Als neuer Abwehrchef! Dazu animiert hat ihn ausgerechnet der aktuelle Abwehrchef.

Im Sommer kommt Fabian Lustenberger von der Berliner Hertha zu YB. Nun ist klar in welcher Rolle: Als neuer Abwehrchef! Womit er keinen Geringeren als Team-Captain Steve von Bergen (35) verdrängen würde.

Sportchef Christoph Spycher klärt auf: «Steve kann nicht mehr alle drei, vier Tage ein Spiel über neunzig Minuten bestreiten. Das sieht er auch so. Deshalb kann er nicht mehr unser Leuchtturm sein, der die Abwehr zusammenhält. Er kann nicht mehr unsere Nummer eins der Innenverteidigung sein, der 50 Spiele in einer Saison bestreitet.»

Wie es mit Von Bergen weitergeht, ist noch offen. Drei Szenarien stehen zur Debatte:

- Erstens: Der Neuenburger hängt noch eine Saison bei YB an. Dann aber nur noch als Teilzeit-Spieler.
- Zweitens: Er geht weg von YB, zum Beispiel zu seinem Stammklub Xamax, wo er als Spieler noch ein par Jährchen anhängt.
- Drittens: Er hängt die Fussballschule an den Nagel und wird bei YB weiterbeschäftigt.
Denn, so Spycher: «Es gibt eine Zukunft nach dem Fussball. Und da haben wir grosses Interesse Steve hier zu behalten, in irgendeiner Funktion. Ich hätte ihn gerne in meinem Team.»

Ironie des Schicksals: Von Bergen selber hat seinen Kumpel Lustenberger – die beiden haben von 2007 bis 2010 gemeinsam in Berlin gespielt – zum Transfer nach Bern animiert. Das sei immer wieder ein Thema zwischen ihnen gewesen, sagt Von Bergen, der mit Lustenberger schon oft gemeinsam die Ferien verbrachte.

Und seine eigenen Zukunft? Es interessiere ihn nicht, was im Juni sei, versichert der langjährige Nati-Verteidiger. 2018 habe er auch erst im Mai verlängert. «Im Moment verspüre ich immer noch die Leidenschaft Fussball zu spielen. Mit wem, gegen wen, werden wir sehen», so Von Bergen in der «NZZ».

Im April, so Spycher, würde man konkret darüber sprechen. Aber den Ersatz hat er ja bereits an Bord geholt.


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 45562.html

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 Betreff des Beitrags: Re: (?) Fabian Lustenberger
 Beitrag Verfasst: Freitag 1. Februar 2019, 00:57 
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Mein Thema: Darum hat sich Fabian Lustenberger für YB entschieden

Unser Sportredaktor Daniel Wyrsch schreibt zum Wechsel des früheren Luzern-Spielers von Hertha Berlin zu den Young Boys.

Für zahlreiche FCL-Fans muss die Enttäuschung gross gewesen sein, als Anfang Woche bekannt wurde, dass Fabian Lustenberger im Sommer zu den Young Boys wechselt. Das Unverständnis über diesen Transfer wurde mir wegen der vielen Reaktionen bewusst, die ich aus Kreisen unserer Leser bekommen habe.

Noch im letzten Frühjahr hatte Lustenberger in einem Interview gesagt, dass eine Rückkehr zum FC Luzern für ihn ein Traum sein würde. Ich bin sicher, der stets topseriöse Profi von Hertha Berlin hat es so gemeint, wie er es gesagt hat. Er hätte nach zwölf Jahren beim deutschen Hauptstadtverein sehr gerne wieder im blauweissen Dress des FCL Fussball gespielt.

Vieles wäre für ein Lustenberger-Comeback in Luzern ideal vorbereitet gewesen. Der bald 31-jährige Nebiker hat längst ein Eigenheim in Schenkon, wo Frau und Kinder bereits eingezogen sind. Auch die Eltern, Geschwister und alten Freunde wird der Luzerner ab Sommer wieder in seiner Nähe haben. Warum also der berufliche Wechsel nach Bern?

Die Antwort ist rein rational. Wie jeder andere begehrte Profi hat Lustenberger geschaut, welche sportlichen Perspektiven ihm die möglichen neuen Klubs bieten. Spielt er bei YB künftig mit guten Chancen um den Meistertitel und den Cupsieg sowie um die Qualifikation für die Champions League, hätte er beim FCL höchstens auf einen Triumph im Cup hoffen können. Lustenberger hat als Ü30-Spieler noch immer grossen Hunger auf Titel, da er mit Hertha nur zwei Gewinne der Zweitliga-Meisterschaft errungen hat.

Bei der Entscheidungsfindung hat das Geld bestimmt ebenfalls eine Rolle gespielt, selbst wenn der Innerschweizer das letzte Dutzend Jahre in Berlin ein gutes Salär bekommen hat. Allerdings werden in Deutschland die Einkommen in der Grössenordnung von Bundesliga-Profis mit über 40 Prozent vom Staat besteuert.

Da Fabian Lustenberger wegen des auslaufenden Hertha-Vertrages ablösefrei zu den Young Boys wechselt, bekommt er vom neuen Arbeitgeber zum sonst schon lukrativen Dreijahresvertrag mit Option für eine weitere Saison marktüblich ein Handgeld obendrauf. Insgesamt ergibt das einen Deal über die drei Jahre, der inklusive Erfolgsprämien mehr als 2 Millionen Franken wert sein wird.

Von solchen Profiverträgen ist der FCL meilenweit entfernt. Er kommt dem bescheidenen Haushalten von Thun klar näher als jenem von YB und Basel. Ausserdem hat Lustenberger mit José Noguera den selben Berater wie YB-Trainer Gerardo Seoane. Auch er ein Luzerner und Ex-FCL-Mann.


https://www.tagblatt.ch/newsticker/spor ... ld.1089703

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 Betreff des Beitrags: Re: (?) Fabian Lustenberger
 Beitrag Verfasst: Freitag 15. März 2019, 20:49 
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15.03.2019

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Lustenberger: „Ohne Favre wäre ich nicht hier“

Fabian Lustenberger trifft im Topspiel gegen Dortmund auf seinen Förderer Lucien Favre und vergleicht ihn mit Hertha-Trainer Pal Dardai

Berlin Als Fabian Lustenberger zum Interview Platz nimmt, sieht er Vergangenheit und Zukunft vor sich: ein wandfüllendes Bild, das das vollbesetzte Olympiastadion bei einem Spiel gegen Borussia Dortmund zeigt, so wie es auch heute wieder sein wird (18.30 Uhr, Sky). „Das werde ich vermissen“, sagt der 30 Jahre alte Schweizer, der im Sommer nach zwölf Jahren bei Hertha zu Young Boys Bern wechselt. Ein Gespräch über die Magie der Bundesliga, das Wiedersehen mit Förderer Lucien Favre, seine bemerkenswerte Beziehung zu Hertha und das, was bleibt.

Berliner Morgenpost: Herr Lustenberger, voriges Wochenende sind Sie mit Hertha-Legende Erich Beer gleichgezogen. 301 Pflichtspiele in Blau-Weiß – was bedeutet Ihnen diese Zahl?

Fabian Lustenberger: Es ist nicht so, dass ich die ganze Zeit mitgezählt habe. Ich wusste beispielsweise, dass ich vor der Saison bei 191 Bundesliga-Spielen stand, und die 200 wollte ich dieses Jahr unbedingt vollmachen. Eine schöne Zahl, die zeigt, dass es mit Hertha und mir in den letzten zwölf Jahren gut gepasst hat.

Mit weniger Verletzungspech hätten Sie sogar Pal Dardai als Rekordspieler ablösen können …


Das stimmt, aber man tut gut daran, wenn man nicht immer in die Vergangenheit guckt. Wer hätte vor dieser Saison gedacht, dass ich 20 Spiele mache? Ich selbst jedenfalls nicht, zumindest nicht so oft über 90 Minuten. Über die ganze Karriere gleicht sich das aus. Diese Zahlen kann mir keiner mehr nehmen.

Sonnabend werden Sie zum letzten Mal ein ausverkauftes Olympiastadion erleben.

Wahrscheinlich. Gefühlt geht’s für mich aber eher um‚ das letzte Spiel gegen …‘. Dass es gegen Dortmund jetzt noch mal voll wird, ist schön, aber das liegt ja nicht an mir.

Vergangene Woche in Freiburg sind Sie als letzter ins Stadion eingelaufen, schienen die Atmosphäre aufsaugen zu wollen.

Das mache ich nicht bewusst. In Freiburg waren viele Freunde aus der Schweiz da, vielleicht habe ich mich deshalb etwas mehr umgeschaut. Wehmut verspüre ich noch nicht so stark, ich denke, die kommt spätestens nach dem letzten Spiel. Bis dahin versuche ich jede Partie zu genießen.

Der Mann, der Sie in die Bundesliga geholt hat, ist Sonnabend Trainer Ihres Gegners. Haben Sie noch Kontakt zu Lucien Favre?

Ganz selten. Zum Geburtstag schreibe ich ihm, auch zum Erfolg in Nizza oder dem neuen Job in Dortmund habe ich ihm gratuliert. Er hat sich bedankt.

In Berlin hat Favre Ihnen das Wort Polyvalenz angeheftet. War er der wichtigste Trainer Ihrer Karriere?

Ich glaube schon, ohne ihn wäre ich wohl nie bei Hertha gelandet. Und: Er hat mich gleich spielen lassen. Im ersten Jahr habe ich als 19-Jähriger gleich 24 Partien gemacht.

Wenn Sie eine Anekdote zu Favre erzählen sollten, welche wäre das?

Wir haben im Training öfters mit nur zwei Ballkontakten gespielt. Damals hat er noch mitgemacht, und die Regel war: Er gewinnt. Es gab keine schlechten Bälle von ihm, sondern wir haben sie schlecht angenommen. Andersrum waren immer unsere Pässe schuld (lacht).

Legendär ist seine Detailbesessenheit.

In der Kabine erklärt er dir manchmal aus dem Nichts eine Spiel-Situation und wie du damit umgehen sollst – wahrscheinlich, weil er irgendeinen Geistesblitz hat, wenn er dich sieht. Dann zeichnet er die Szene mit dem Finger an die Wand, zwischen Tür und Angel.

Menschlich gilt Favre nicht gerade als unkompliziert. Gab es bei Hertha Spieler, die mit seiner Art gefremdelt haben?

Ich war damals noch zu jung, um eventuell solche Strömungen zu erkennen. Ich bin aus einem kleinen Dorf in der Schweiz in die Millionenstadt Berlin gekommen und war einfach froh, da zu sein. Es gibt wohl nur wenige Trainer, die das komplette Paket kombinieren.

Wie viel Favre erkennen Sie in der Arbeit seines Ex-Spielers Pal Dardai wieder?

Puh, schwierig zu sagen. Fußballtechnisch ist Lucien vor allem wegen seiner Erfahrung noch vorn, das hat aber auch einfach damit zu tun, dass Pal erst ein paar Jahre Trainer bei den Profis ist. Pal hat dafür ein gutes Krisenmanagement, vielleicht, weil er hier Spieler war und genau weiß, was in Berlin passiert, wenn es mal schlecht läuft. Er bewahrt die Ruhe und gibt der Mannschaft Sicherheit.

Favre hat Hertha 2009 in die Europa League geführt, Dardai acht Jahre später ebenfalls. Welcher Hertha-Jahrgang war der stärkere?

Von den Einzelspielen waren wir damals unglaublich gut – Raffael, Pantelic, Voronin, Cicero, Simunic, Friedrich. Vom Potenzial her ist unsere aktuelle Mannschaft aber die beste, die wir in meiner Zeit hier hatten. Früher war die Erfahrung etwas wichtiger, jetzt sind wir auch jung und schnell.

Es heißt, im Profi-Fußball sei kein Platz für Freundschaften. Selbst dann nicht, wenn man zwölf Jahre bei einem Klub bleibt?

Doch, es haben sich schon Freundschaften etabliert. Mit Valentin Stocker oder Steve van Bergen habe ich noch Kontakt, auch mit Sandro Wagner oder Jens Hegeler. Ich bin sicher, dass auch zu Spielern aus der jetzige Mannschaft ein Draht bleiben wird, zum Beispiel zu Per Skjelbred.

Zu den Fans hat sich keine allzu innige Beziehung ergeben. Ein Liebling der Massen sind Sie nicht geworden.

Zum Teil liegt das sicher an meiner Position. Ich hatte selten die Gelegenheit, aufs Wappen zu klopfen, ich hab‘ ja kaum Tore geschossen. (lacht) Trotzdem: Viele Leute schreiben mir jetzt, bedanken sich, dass ich trotz der zwei Abstiege geblieben bin und wünschen mir alles Gute. Was bei mir ankommt, ist zu 99,9 Prozent sehr positiv. Ich habe den Leuten auf meine Art gezeigt, dass ich Herthaner bin und hierher gehöre.

Sie hätten stärker auf die Identifikations-Pauke hauen können, haben Ihr Verhältnis zum Klub aber immer sehr professionell definiert. Ein Stück Selbstschutz, weil Sie erlebt haben, wie schnelllebig das Geschäft ist?

Vielleicht, ja. Aber ich ticke auch einfach so. Die Abwägung war immer: Beim Altbewährten bleiben, wo man sich wohl fühlt? Oder irgendwo komplett neu anfangen? Wenn meine Familie hier geblieben wäre, hätte ich gern noch mal verlängert. Hertha wird immer ein Teil meines Lebens sein, dafür wird allein schon unser mittlerer Sohn sorgen. Wenn Samu Fußball spielt, ist er Hertha, und Hertha gewinnt immer. Das gerahmte Trikot mit der Nummer 200 (ein Klub-Präsent zum 200. Bundesligaspiel, d. Red.) kommt natürlich auch mit in die Schweiz. Ob ich’s aufhängen darf, muss ich noch mit meiner Frau abklären (lacht).

Wenn Sie auf die zwölf Jahre zurückblicken: Worauf sind Sie stolz?

Darauf, dass ich trotz aller Widerstände immer zurückgekommen bin. Es ist nicht selbstverständlich, dass man trotz vieler Nackenschläge am Ende der Saison trotzdem wieder fast am meisten gespielt hat. Ich habe mich nicht unterkriegen lassen und bin meinen Weg gegangen.

Was war Ihr bitterster Moment in Berlin?

Der zweite Abstieg mit der Relegation, zumal ich nur auf der Tribüne saß. Nach dem Hinspiel in Berlin bin ich ein Stunde sitzen geblieben, da ist alles zusammengebrochen, ich dachte ‚scheiße, das war’s‘. Nach dem Rückspiel hat man die ganzen Geschichten über die Vorgänge in den Katakomben gehört, ich war ja nicht dabei. Den Prozess zum möglichen Wiederholungsspiel vor dem DFB-Sportgericht habe ich am Liveticker verfolgt. Das war brutal.

Für Sie persönlich war der Abstieg auch ein Startschuss.

Ja, danach kam meine erfolgreichste Zeit. Aufstieg, danach Kapitän, ich habe konstant und viel gespielt.

Was werden Sie am meisten vermissen?

Bern hat einen Schnitt von 23.000 Zuschauern, das ist nicht schlecht, aber in Deutschland sind die Stadien nun mal größer und besser gefüllt. Daneben werde ich natürlich Berlin vermissen, allein die Kantstraße ist ja kulinarisch der Wahnsinn. Obwohl die Stadt so groß ist, ist alles gefühlt um die Ecke. Man kennt nach so vielen Jahren die Leute in den Restaurants, wird begrüßt, ist gern dort. In der Schweiz lebe ich auf dem Dorf, aber dafür habe ich bald wieder meine Familie um mich. Das entschädigt für alles.

Mit welchen Zielen gehen Sie zurück in die Schweiz?

Erst einmal zählt jetzt bis zum Saisonende weiterhin nur Hertha. Wenn es in Bern für die Champions League reicht, nehm‘ ich das natürlich dann gern mit, aber das ist für mich noch weit weg. Gesund bleiben und spielen – alles andere wird sich zeigen.

Vorerst kommen noch neun Spiele mit Hertha. Was macht Sie zuversichtlich, dass die Mannschaft gegen Dortmund wieder ihr Favoritenschreck-Gesicht zeigt?

Wenn wir 110 Prozent abrufen können, so wie gegen Bayern oder Gladbach, können wir auch Dortmund schlagen, wir hatten ja zuletzt eigentlich immer gute Spiele und Ergebnisse gegen sie. Natürlich sind sie Favorit, aber wir haben ein volles Stadion hinter uns. Mein letztes Duell gegen den BVB zu gewinnen, wäre für mich natürlich schön.

Angenommen es reicht nicht für Punkte, ist das Thema Europa League dann vom Tisch?

Es würde dann auf jeden Fall wohl deutlich schwieriger, zumal man nicht das Gefühl hat, dass die Mannschaften vor uns groß ins Straucheln kommen. Wir tun gut daran, einfach Woche für Woche Punkte zu sammeln. Zu was es dann am Ende reicht, werden wir sehen.


https://www.morgenpost.de/sport/hertha/ ... -hier.html

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