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 Beitrag Verfasst: Sonntag 9. Dezember 2018, 01:30 
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Hoarau erlöst die Young Boys

Thun blieb im Berner Derby gegen die Young Boys für einen grossen Effort unbelohnt. Joker Hoarau schos für YB in der Nachspielzeit das 3:2.

Regelmässige Beobachter der Super League dürften sich bei den Spielen der Young Boys zuletzt stark an den Holywood-Film «Und täglich grüsst das Murmeltier» erinnert gefühlt haben. Gegen Thun lieferte der Leader einen weiteren Beweis für die derzeitige Überlegenheit in der hiesigen Meisterschaft.

Zweimal ging Thun in Führung, zweimal schlug YB zurück. Das entscheidende Tor blieb Guillaume Hoarau bei seinem Comeback nach überstandener Knöchelverletzung vorbehalten. Der Franzose traf in der 92. Minute nach einem Freistoss per Kopf.

Thuns spezieller Plan

Thuns Coach Marc Schneider hatte vor dem Derby durchblicken lassen, dass er sich einen speziellen Matchplan für das Spiel gegen die Young Boys ausgedacht hatte. Schneider liess mit einer Dreierabwehr spielen, die bei gegnerischem Ballbesitz zu einer Fünferabwehr umfunktioniert wurde. Es war sein Versuch, die torgefährlichste Super-League-Offensive in Schach zu halten. Schneiders Strategie schien lange Zeit aufzugehen, im Schlussspurt fehlte den Thunern wie zuletzt auch schon dem FC Basel allerdings die Power, um körperlich dagegen zu halten.

In den Startminuten war den Thunern anzumerken, dass sie nicht im gewohnten System agierten. YB brachte sich in den ersten 20 Minuten einige Male in gute Abschlussposition, ohne diese allerdings auszunutzen. Mit Fortdauer der ersten Halbzeit griffen die Rädchen im Thuner Abwehrverbund allerdings immer besser ineinander. Sechs Minuten vor der Pause brachte Marvin Spielmann den Aussenseiter mittels schönem Schlenzschuss aus 20 Metern sogar in Front.

Die Young Boys sparten sich ihre Reaktion einmal mehr für den zweiten Durchgang auf. Miralem Sulejmani glich mit seinem 6. Saisontreffer für YB erstmals aus. Auf die neuerliche Führung Thuns durch Kevin Bigler (69.), der im 58. Super-League-Spiel erstmals traf, fanden die Young Boys vorerst keine Antwort. Es brauchte ein Eigentor von Miguel Rodrigues - der 22-Jährige Verteidiger wollte ein Flanke klären, traf den Ball aber unglücklich mit dem Schienbein, von wo aus der Ball ins eigene Tor sprang -, um erneut auszugleichen. Dann folgten die Nachspielzeit, der Freistoss von Sulejmani und der Kopfball von Hoarau.

Young Boys - Thun 3:2 (0:1)
27'314 Zuschauer. - SR Jaccottet. - Tore: 39. Spielmann 0:1. 56. Sulejmani 1:1. 69. Bigler 1:2. 84. Rodrigues (Eigentor) 2:2. 92. Hoarau 3:2.
Young Boys: Von Ballmoos; Seydoux, Camara, Lauper, Benito; Fassnacht, Sanogo, Aebischer (79. Bertone), Sulejmani; Nsame (70. Hoarau), Assalé (73. Moumi Ngamaleu).
Thun: Faivre; Glarner, Gelmi, Rodrigues; Tosetti, Fatkic (57. Bigler), Hediger, Karlen, Joss (71. Facchinetti); Spielmann (77. Salanovic), Sorgic.
Bemerkungen: Young Boys ohne Mbabu (gesperrt), Von Bergen, Sow, Wüthrich und Lotomba (alle verletzt). Thun ohne Stillhart, Sutter (gesperrt), Costanzo, Hunziker, Righetti (alle verletzt). Verwarnungen: 9. Hediger (Foul). 19. Lauper (Foul). 20. Tosetti (Foul). 23. Spielmann (Foul). 24. Sulejmani (Unsportlichkeit). 67. Karlen (Foul).


https://www.20min.ch/sport/fussball/sto ... s-22809819

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 9. Dezember 2018, 01:33 
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08.12.2018

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YB läuft bald über Wasser – die Berner gewinnen gegen Thun dank Hoaraus Tor in der Nachspielzeit 3:2

Die Young Boys liegen im Berner Derby gegen den FC Thun zwei Mal zurück. Doch mit zwei Toren in der «YB-Viertelstunde» wendet YB das Skore. Auf nationaler Ebene scheint die Stadtberner derzeit nichts aufhalten zu können.

Ein Beobachter fragt auf der Tribüne vielsagend: «Kehrt YB auch das noch?» Ein anderer behauptet danach, er habe im Internet nach dem Rückstand auf YB gewettet. Weil alles in eine Richtung läuft und die Götter des Fussballs mit der Schweizer Super League kein Erbarmen haben, kommt es am Ende tatsächlich wieder zum ­Umsturz. Der FC Thun wehrt sich lange nach Kräften, führt im ­Stade de Suisse 2:1, ist nahe an drei Punkten, nimmt den Ausgleich hin und verliert am Ende sogar noch den einen Punkt.

In der Schlussphase offenbarten die Young Boys den über 27 000 Zuschauern im fast vollen Stade de Suisse einen Vorteil, mit dem sie die Liga querbeet richtiggehend zermürben. Ihre physische Verdrängung führt im Verbund mit Tempo und etwas Spielglück zur Konstellation der krassen Überlegenheit, dank der sie schon vor Weihnachten jeglicher Konkurrenz (fast) auf Nimmerwiedersehen zurufen können.

Manchmal hilft auch der Gegner. In der 84. Minute erzielte der Thun-Verteidiger Miguel Rodrigues ein astreines Eigentor − in hohem Bogen, unhaltbar. Was nach dem 2:2 folgte, waren pure YB-Vehemenz von ganz hinten bis ganz nach vorne, mehrere Eckbälle und knisternde Stimmung. Den Schlusspunkt setzte der Moment, der die Thuner zu Säulen erstarren liess. Miralem Sulejmani zirkelte einen frag­würdigen Freistoss zur Mitte, wo Guillaume Hoarau hochstieg und mit beeindruckender Zielstrebigkeit den Ball vor der YB-Fankurve zum 3:2 ins Tor köpfelte.

Nichts scheint die Stadtberner auf nationaler Ebene aufhalten zu können. Der Thun-Präsident Markus Lüthi betitelte im Innern des Stadions die Niederlage als «bitteren Sauhund». Kevin Bigler, der für Thun zum 2:1 getroffen hatte, fasste den Nackenschlag von YB in drei Worten zusammen: «Klasse, Qualität, Hoarau-Kopfball.»

Auf der anderen Seite durfte der YB-Trainer Gerardo Seoane einmal mehr Erfolgsfaktoren benennen: «Erstens die Fitness der Spieler, zweitens die Qualität auf der Ersatzbank, drittens der über Jahre gewachsene Teamspirit.» Ausdruck davon war eine laute afrikanische Spontan-Einlage auf dem Weg in die Kabine. Das Einzige, was nicht an den FC Basel seiner besten Tage erinnert, sind die YB-Resultate in der Champions League. Am Mittwoch gegen Juventus Turin bietet sich die vorläufig letzte Chance zur Korrektur.

Young Boys - Thun 3:2 (0:1). 27 314 Zuschauer. – Schiedsrichter: Jaccottet. – Tore: 39. Spielmann 0:1. 56. Sulejmani 1:1. 69. Bigler 1:2. 84. Rodrigues (Eigentor) 2:2. 92. Hoarau 3:2. – Young Boys: Von Ballmoos; Seydoux, Camara, Lauper, Benito; Fassnacht, Sanogo, Aebischer (79. Bertone), Sulejmani; Nsame (70. Hoarau), Assalé (73. Moumi Ngamaleu). – Thun: Faivre; Glarner, Gelmi, Rodrigues; Tosetti, Fatkic (57. Bigler), Hediger, Karlen, Joss (71. Facchinetti); Spielmann (77. Salanovic), Sorgic. – Bemerkungen: Young Boys ohne Mbabu (gesperrt), Von Bergen, Sow, Wüthrich und Lotomba (alle verletzt). Thun ohne Stillhart, Sutter (gesperrt), Costanzo, Hunziker, Righetti (alle verletzt). Verwarnungen: 9. Hediger (Foul). 19. Lauper (Foul). 20. Tosetti (Foul). 23. Spielmann (Foul). 24. Sulejmani (Unsportlichkeit). 67. Karlen (Foul).


https://www.nzz.ch/sport/yb-laeuft-bald ... ld.1443104

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 9. Dezember 2018, 01:38 
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Highlights des Spitzenkampfs

Der Sieg geht an YB – dieser Traumtreffer an Thun

In Zusammenarbeit mit Teleclub präsentiert BLICK die Highlights der Partie BSC Young Boys – FC Thun (3:2).


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 60478.html

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 9. Dezember 2018, 01:39 
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Enttäuschter Thun-Torschütze Bigler

«YB hat im Moment diesen Flow»

Beinahe stellt Thun seinem grossen Bruder im Spitzenkampf ein Bein. YB behält aber die Nerven und entscheidet das Derby in der Nachspielzeit – dank Guillaume Hoarau. Der Abstand zu Verfolger Thun wächst auf 21 Punkte an.


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 60497.html

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 9. Dezember 2018, 01:44 
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sing *fuessbau schwitzermeischter,fuessbau schwitzermeischter,fuessbau schwizermeischter BSC, hey hey hey hey!* :clap: :scarf: :clap:

ganz geili choreo gsi! :thumbup:


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 Beitrag Verfasst: Sonntag 9. Dezember 2018, 16:32 
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Hoaraus Kopfball ins YB-Glück

Beim 3:2 im Derby gegen Thun feiert der Leader erneut einen Last-Minute-Sieg.

Sie haben es wieder getan. Und fast scheint es, als ob sich die Young Boys einen Spass daraus machen würden, immer noch ein bisschen spektakulärer Rückstände aufzuholen.

Am Samstag, im Derby gegen den FC Thun, erzielen sie das 3:2 in der 92. Minute. Es ist ein YB-typischer Treffer: Standardspezialist Miralem Sulejmani schlägt den Freistoss, Kopfballexperte Guillaume Hoarau vollendet. Und so feiert am Ende wieder der Meister. Diesmal aber hätte er es bedeutend einfacher haben können.

Denn es sind bereits Mitte der zweiten Halbzeit schwierige Momente für die Thuner Akteure, nachdem Miralem Sulejmani in der 56. Minute das 1:1 für den Leader gelungen ist.

Die tapferen Gäste aber stellen den Spielverlauf noch einmal auf den Kopf, als der eingewechselte Kevin Bigler durch einen von Mohamed Ali Camara abgefälschten Schuss in der 69. Minute die erneute Führung Thuns realisiert.

Nun sind die gelb-schwarzen Fachkräfte im Rückständeaufholen richtig gefordert - und sie erledigen auch diese Aufgabe mit Bravour. «Ich bin ein privilegierter Trainer», sagt YB-Coach Gerardo Seoane nach dem Last-Minute-Sieg, «es ist beeindruckend, wie präsent meine Spieler auch in den letzten Minuten immer wieder sind.»

Gegenüber Marc Schneider ist zwar stolz auf die Thuner Leistung, aber enttäuscht, die Partie so bitter noch verloren zu haben.

Das Duell zweier Trainer mit ungewöhnlicher Entwicklung

Es ist am Samstagabend im Stade de Suisse vor über 27'000 Zuschauern das Duell Erster gegen Zweiter - und trotzdem kein echter Spitzenkampf. 18 Punkte trennten YB und den FC Thun vor der Begegnung nach 16 Spieltagen, kaum jemand zweifelt an der Titelverteidigung der Young Boys.

Auch gegen den Kantonsrivalen operieren sie schwungvoll, spielfreudig, dominant, obwohl mit Kevin Mbabu (gesperrt), Steve von Bergen, Djibril Sow (beide verletzt) sowie dem nach überstandener Blessur vorerst auf der Bank sitzenden Hoarau vier Leistungsträger nicht in der Startformation stehen.

Das Derby ist auch das Duell zweier immer noch relativ junger Trainer. Der eine, Gerardo Seoane, 40, war noch vor einem Jahr Coach der Luzerner U-21-Auswahl. Nach einem erfolgreichen Frühling mit dem FCL in der Super League wählten ihn die Young Boys vor dieser Saison überraschend als Nachfolger von Meistertrainer Adi Hütter.

Der andere, Marc Schneider, 38, war noch Mitte März Tabellenletzter nach der fünften Niederlage in Serie und einem brutalen 2:7 in Sitten. Weil im Berner Oberland die branchenüblichen Mechanismen jedoch nicht greifen, durfte Schneider im Amt bleiben. «Wir sind von ihm überzeugt», sagte Sportchef Andres Gerber damals. «Er arbeitet gut, die Spieler glauben an ihn.»

Die Thuner dürfen sich längst bestätigt fühlen, vor neun Monaten richtig gehandelt zu haben. Ihr Höhenflug ist auch das Produkt einer im Fussball selten gewordenen Kontinuität.

Im Schatten des Kantonsnachbarn haben sie sich in dieser Saison im breiten Verfolgerfeld etabliert, die regelmässigen Verkäufe der besten Akteure an grössere Clubs (wie im Sommer Sandro Lauper zu YB) kompensieren sie mit klugen Entscheidungen auf dem Transfermarkt und kompetenter Teamführung.

Der Thuner Höhenflug ist kein Zufall und hat nichts mit Floskeln zu tun

So ist ihr zweiter Rang zwar eine Momentaufnahme und sicher auch den Schwächen der höher eingeschätzten Konkurrenz geschuldet - aber eben kein Zufall. «Wir sind wirklich eine Einheit, das ist keine Floskel», sagt Captain Dennis Hediger. «Und wir haben dank unseren guten Resultaten viel Selbstvertrauen gewonnen.»

Fürs Derby haben sich beide Trainer etwas Spezielles überlegt: Seoane setzt Flügelspieler Christian Fassnacht im für YB ungewöhnlichen 4-2-3-1-System ins offensive Zentrum des Aufbaus, Marc Schneider baut erstmals diese Saison auf eine Dreierkette in der Abwehr. Es ist sofort eine intensive, rasante Partie, fünf Verwarnungen in den ersten 23 Minuten sind Zeugnis davon.

Die Gäste überstehen die erste Sturm-und-Drang-Phase der Young Boys mit ein bisschen Fortune unbeschadet, und sie schlagen eiskalt zu, als sich ihnen kurz vor der Pause die Gelegenheit dazu bietet. Marvin Spielmann tanzt Michel Aebischer aus und trifft präzis zum 1:0 für den Aussenseiter.

Diese Führung verteidigten die Thuner bis zu Sulejmanis Ausgleich solidarisch. Und nach Biglers Treffer zum 2:1 dürfen sie bis zur 84. Minute gar von der Überraschung träumen. Dann trifft erst ihr Verteidiger Miguel Rodrigues mit einem formvollendeten Innenristheber ins eigene Tor. Und kurz darauf krönt Guillaume Hoarau den YB-Sturmlauf mit einem Kopfball.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/13968910

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 9. Dezember 2018, 16:37 
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09.12.2018

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YB-Noten: Sulejmani mit Ballgefühl, Lauper mit Bestnote

Die YB-Akteure überzeugen beim spektakulären 3:2-Sieg im Derby gegen den FC Thun – und hätten mit mehr Präzision deutlich öfter treffen können.

David von Ballmoos: Note 4,5
Bei beiden Gegentoren machtlos, die Schüsse landeten tief in der Ecke. Sonst souverän und stilsicher.

Léo Seydoux: Note 5
Bei seinem Startelf-Debüt mit einigen kleinen Fehlern, aber deutete sein Potenzial an. Der Rechtsverteidiger war ballsicher und gefiel mit klugen Pässen, auch in der Offensive aktiv.

Sandro Lauper: Note 6
Brillant! Viel besser kann man als Innenverteidiger nicht spielen. Eroberte viele Bälle stark, nahezu fehlerlos, teilweise magistral im Passspiel, mit mehreren energischen Läufen übers halbe Feld.

Mohamed Ali Camara: Note 5
Trotz zwei Gegentoren gefiel auch der zweite Innenverteidiger - obwohl er den Schuss Kevin Biglers zum 1:2 unglücklich abfälschte. Stark im Zweikampf, ruhig, gute Ballbehandlung, gefährlich bei Standards.

Loris Benito: Note 5
Ebenfalls mit einer ordentlichen Leistung, druckvoll und selbstbewusst.

Sékou Sanogo: Note 5,5
Der Turm im Zentrum des Spiels. Äusserst zweikampfstark, dominierte das Geschehen, jederzeit präsent. Schlug die Flanke vor dem Thuner Eigentor zum 2:2.

Michel Aebischer: Note 5
Ebenfalls mit einer sehr, sehr starken Darbietung. Gute Übersicht und tolle Pässe – wie vor dem 1:1 Sulejmanis. Aber liess sich vor dem ersten Gegentor zu leicht von Torschütze Marvin Spielmann ausspielen.

Roger Assalé: Note 4,5
Hätte sich problemlos die Note 6 verdienen können – vergab aber mindestens vier hochkarätige Gelegenheiten kläglich. Der kleine Dribbler war wirblig, kaum zu bremsen, manchmal unwiderstehlich. Bis zum Abschluss.

Christian Fassnacht: Note 5
Spielte im für YB ungewöhnlichen 4-2-3-1-System erstmals im Zentrum des Aufbaus. Viele Ballkontakte, agierte spielfreudig und schwungvoll.

Miralem Sulejmani: Note 5,5
Wie zuletzt in Basel (Note 6!) sehr überzeugend. Trieb sein Team an, mehrere beeindruckende Dribblings, immer wieder gefährlich, überragende Technik, gab nie auf – selbst wenn er ab und zu die falsche Entscheidung traf. Erzielte das 1:1 kaltblütig, schlug den Freistoss vor dem späten 3:2 gewohnt gefährlich.

Jean-Pierre Nsame: Note 4,5
Rieb sich auf, war an der Entstehung einiger der vielen YB-Gelegenheiten beteiligt. Insgesamt aber setzte er sich gegen die aufsässige Thuner Defensive zu wenig durch.

Guillaume Hoarau: Note 5,5
70. Minute für Nsame. Vorerst nach auskurierter Fussverletzung nur auf der Bank. Nach seiner Einwechslung sofort im Spiel. Und mit dem fantastischen Last-Minute-Kopftor zum 3:2.

Nicolas Ngamaleu: Note 4,5
73. Minute für Assalé. Fleissig, vergab in der 93. Minute sogar noch das 4:2.

Leonardo Bertone: ohne Note
79. Minute für Aebischer. Auch er war ein Faktor bei der spektakulären YB-Aufholjagd vom 1:2 zum 3:2.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/11994115

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 Beitrag Verfasst: Montag 10. Dezember 2018, 00:09 
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09.12.2018

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Nicht jeder Weg führt im Berner Oberland direkt auf das Schilthorn

Als Thun am Samstag in Bern gegen YB 2:3 verliert, schafft es der sonst regelmässig eingesetzte Chris Kablan nicht einmal auf das Matchblatt. Warum?

Wenn der FC Thun Personal sucht, sollte es unbekannt sein, verkannt, nicht teuer und im zweiten Anlauf die Super League suchend. So läuft das seit Jahren. Die 2:3-Niederlage vom Samstag in Bern gegen YB schmälert die Erfolgsgeschichte der Thuner 2018 nicht. Möglich wird sie dank Spielern wie dem 24-jährigen Chris Kablan. Er kam im Nachwuchs des FC Luzern hoch, aber nicht weiter als bis zum U-21-Team. Er versuchte sich in Kriens, als «Spränzel», als schmächtige Person, mit temporären Abwesenheiten auf dem Rasen, ohne Fokussierung, ein Luftibus. Einige glaubten nicht mehr an den Fussballer Kablan. Doch er reifte unter dem Trainer Marinko Jurendic, gab nicht auf und schaffte es ins Thuner Gedächtnis, weil der heute in Emmenbrücke als Trainer arbeitende Jean-Daniel Gross, den der Thun-Sportchef Andres Gerber aus früheren YB-Zeiten kennt, Tipps weitergab. Wie im Fall Dejan Sorgic. Als Kriens im März 2017 einen Cup-Viertelfinal in Sitten 1:5 verlor, hinterliess Kablan im Untergang einen solch guten Eindruck, dass sich die Türe nach Thun öffnete.

Dort spielt er auch im zweiten Jahr regelmässig, meistens vom Rechts- zum Linksverteidiger umfunktioniert. Kablan sei aufsässig, unangenehm für den Gegner, bescheinigen sie ihm. Trotzdem fehlte er in Bern auf dem Matchblatt. Warum? «Fragen Sie den Trainer», sagte Kablan, als er nach dem Spiel ohne Sporttasche das Stadion verliess. Einerseits habe er erstmals mit einer Dreierabwehr gespielt, begründete der Thun-Trainer Marc Schneider. Andrerseits seien Disziplin und Leistung im Training massgebend. Wie reagiert Kablan auf die Zurückstufung? «Das werden wir sehen», sagte Schneider. Nicht jeder Weg führt im Berner Oberland direkt auf das Schilthorn.


https://www.nzz.ch/sport/nicht-jeder-we ... ld.1443250

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 Beitrag Verfasst: Montag 10. Dezember 2018, 00:15 
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09.12.2018

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Premieren auf Prachtsbühne

In einem Derby mit fast 1001 Geschichten schreiben zwei Fussballer am persönlichen Märchen. Kevin Bigler trifft erstmals, Léo Seydoux debütiert in der Startelf.

Bilder lügen selten. Aber sie erstaunen manchmal. Am Ende des aufwühlenden, spektakulären Derbys feiern die YB-Spieler vor der Fankurve ausgelassen, als hätten sie den Vorsprung auf den kleinen Nachbarn Thun nicht einfach von 18 auf 21 Punkte ausgebaut – sondern dank des 3:2-Sieges soeben heroisch Rang 1 erobert.

Es ist indirekt auch ein Kompliment für die wackeren Thuner, die dem souveränen Leader alles abverlangten, 1:0 und 2:1 führten, viele kleine Dinge richtig erledigten und bewiesen, mit Recht weit oben in der Tabelle zu stehen.

Und doch schlichen die Akteure Thuns nach den zwei späten Gegentreffern geknickt in die Kabine. Ihnen war herzlich egal, trugen sie viel zu einer tollen Begegnung mit fast 1001 Geschichten bei.

Eine davon schrieb Kevin Bigler. Als Einwechselspieler gelang ihm Mitte der zweiten Hälfte das 2:1 für die Thuner. «Leider waren wir in der Schlussphase zu hektisch», sagt Bigler enttäuscht, «wir haben den Ball zu schnell wieder verloren.» Seine Analyse ist beeindruckend scharf, als würde er jedes Wochenende im Fokus der Medien stehen.

Dabei erzielte der 26-Jährige sein erstes Super-League-Tor, ausgerechnet im Stade de Suisse, ausgerechnet gegen YB, jenem Verein, bei dem der Berner als Nachwuchskraft zwei Jahre versucht hatte, sich zu etablieren. «Das ist speziell, und irgendwann werde ich stolz darauf sein», sagt Bigler, «aber nun sind wir einfach alle kaputt und traurig, hat es mit dem Sieg oder zumindest einem Punkt nicht geklappt.»

Über 1000 Tage verletzt

Vor ein paar Jahren galt Bigler als Talent, den absoluten Durchbruch aber hat er bisher nicht geschafft. Das liegt vor allem an seinem riesigen Verletzungspech, seit 2012 fehlte er über 1000 Tage wegen diverser Blessuren an Rücken, Schulter, Arm, Kopf, Knie und Achillessehne!

Für ihn ist es am Samstagabend vor über 27'000 Zuschauern bestimmt eine Genugtuung, endlich und mit Verspätung als Torschütze auf höchster nationaler Fussballbühne angekommen zu sein. Es spricht für seinen Ehrgeiz und jenen des FC Thun, überwiegt im Oberländer Lager aber der Ärger über die knappe Niederlage.

Auch bei Vorarbeiter Dennis Hediger. Der Captain steht jedes Wochenende im Fokus der Medien, und er nimmt das Lob für die starke Thuner Leistung zwar an, antwortet aber: «Okay, wir haben ganz ordentlich verteidigt und waren gut. Aber wir haben eben nicht clever genug verteidigt und waren am Ende doch nicht gut genug.»

Man sei taktisch auf der Höhe und flexibel gewesen, habe viele zweite Bälle gewonnen und auch im Kopfballspiel lange überzeugt. «Leider setzte sich Hoarau dann doch noch einmal durch», sagt Hediger. Und: «Man muss akzeptieren, dass YB über richtig viel Qualität verfügt und auch nicht den schlechtesten Tag erwischte. Für uns ist es sehr bitter, aber der YB-Sieg ist nicht unverdient.»

Der Neue hinten rechts

Bei den Rückstände-Aufholen-Experten der Young Boys ist unterdessen die Euphorie nach dem Derbysieg zu spüren. Von einer «starken Willensleistung» spricht Sandro Lauper, der gegen seinen früheren Verein eine formidable Darbietung bot.

Und Miralem Sulejmani lobt, mal wieder, Geduld, Selbstbewusstsein und Vertrauen des Teams. «Wir behielten die Ruhe», sagt der Serbe, «das ist eine Qualität von uns. Und wir wissen, dass wir jederzeit auch ganz spät noch ein Tor erzielen können.»

Das liegt unter anderem an seiner besonderen Klasse bei ruhenden Bällen, wie man im Fussballjargon sagt. Butterweich segelte Sulejmanis Freistoss vor dem 3:2 in der 92. Minute auf den Kopf Guillaume Hoaraus.

Auch bei YB gibt es eine Premiere zu feiern. Léo Seydoux steht wegen der Sperre von Rechtsverteidiger Kevin Mbabu erstmals in der Startformation, es ist sein zweiter Einsatz in der Super League. «Natürlich war ich ein wenig nervös», sagt Seydoux, «aber ich wurde top unterstützt. Wir haben aggressiv und dominant gespielt, der Sieg war sehr emotional.»

Der Freiburger gefiel mit Dynamik und Ballsicherheit, er ist ein Versprechen, über Remaufens, Bulle und Freiburg war er 2013 mit knapp 15 Jahren zu den Young Boys gestossen. Mittlerweile ist er im U-20-Nationalteam angelangt. Und am Samstag gab er seine Visitenkarte in der Super League ab.


https://www.derbund.ch/sport/fussball/P ... y/13968910

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 Beitrag Verfasst: Montag 10. Dezember 2018, 10:35 
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Zwei auf grosser Fahrt

YB behält im Derby die Oberhand, das 3:2 gegen Thun ist ein verdienter Sieg und bringt den Young Boys 19 Punkte Vorsprung.

Der eine und der andere. Der eine jubelt und hofft, insgesamt länger als der andere, doch der andere, der jubelt am Schluss, als dem einen nur noch Frust bleibt. Der eine, das ist Marc Schneider, Trainer des FC Thun. Und der andere, das ist Gerardo Seoane, Coach bei YB.

Es ist eine grosse Bühne, die die beiden am Samstagabend ­betreten und so in einen Fokus rücken, in dem sie vor nicht allzu langer Zeit weder sich selbst noch die Begegnung zwischen ihren Teams vermutet hätten. YB gegen Thun, das ist im Schweizer Fussball die Spitzenpaarung, schon wieder, wie beim 4:1 für die Stadtberner Ende September im ersten Derby der Saison zwischen den Kantonsrivalen.

Schwimmen an der Küste

Nun ja, Rivalen. In der Regel wird diese Bezeichnung dem Verhältnis zwischen den Kantonsnachbarn ja kaum gerecht, und jetzt, in dieser Saison, in der sich so ­etwas wie Rivalität zwischen den beiden hätte entwickeln können, wird daraus doch wieder nichts. Zu gross ist der Abstand zwischen dem überlegenen Meister und dem überraschenden Verfolger. 18 Punkte sind es vor dem Anpfiff, 21 dann etwas mehr als 90 unterhaltsame Minuten später, an ­deren Ende ein 3:2 für die Young Boys steht. Zur Veranschaulichung: 12 Zähler trennen Thun vom Letzten Xamax. Die Kluft zwischen YB und dem Rest scheint unüberwindbar gross.

Nichtsdestotrotz ist es eine enorm unterhaltsame Angelegenheit in stimmungsvollem Rahmen. 27000 Zuschauer sind bestimmt kein schlechter Wert für die Affiche an einem regnerischen Dezemberabend. Über 180 Meter erstreckt sich die imposante Choreografie der YB-Fans vor dem Anpfiff, für jeden Punkt Vorsprung illustrieren die Anhänger zehn Meter Spruchband und preisen darauf ihren Herzensclub am Stadtrand Wankdorf, der «Küste» Berns.

Und ins Schwimmen gerät schnell einmal der zu erwartende Kandidat. YB ist schnell, Thun ist überfordert. Seoane steht, so tut es auch Schneider, die beiden Jungtrainer haben sich etwas Besonderes überlegt für das Derby. YB operiert im 4-2-3-1-System, Flügel Christian Fassnacht rückt für einmal hinter die Spitzen, während Thun mit einer Dreierkette in der Defensive und zwei Stürmern ans Werk geht. «Wir wollten vorne unbedingt mit zwei Mann Druck auf die Innenverteidigung ausüben», erklärt Schneider später. Das gelingt nur phasenweise. Etwa bei der Führung durch Marvin Spielmann.

Nach acht Minuten gibt es zum ersten Mal Gelb, nach 25 Minuten sind es schon fünf Verwarnungen. Ein Platzverweis liegt in der Luft. Und doch, könnte man kurioserweise anmerken, sind es die beiden Trainer, die irgendwie gar nicht mehr oder noch nicht dort stehen dürften, wo sie an diesem Abend stehen. Der eine, der 38-jährige Schneider, wäre schon längst nicht mehr Trainer des FC Thun, wenn es nach den normalen Gesetzen dieses abnormalen Geschäfts ginge.

Vor einem Jahr siegte er mit den Oberländern zwar im Derby 3:1 gegen YB, verlor dann aber ein kapitales Spiel gegen Lugano und geriet in eine Negativspirale, die in einem 2:7 in Sion Anfang Frühling mündete. Doch weil sie in Thun einen abnormalen Fussballclub betreiben – ausserhalb des abnormalen Geschäfts also: normal –, blieb Schneider Trainer. Und kann heute sagen: «Wir treten im ­Moment nie an, um nicht zu verlieren. Wir haben das Selbstverständnis eines Gewinners.»

Mehr davon hat nur der andere, der 40-jährige Seoane. Noch vor einem Jahr war es in der ­Luzerner U-21 seine Aufgabe, den Besten im Verein zuzudienen und Talente für höhere Aufgaben zu empfehlen. Einen steilen Aufstieg später kommandiert er die beste Mannschaft des Landes, vertritt die Schweiz in der Champions League, bleibt ruhig und sachlich trotz eines historischen Vorsprungs in der Liga. Er sagt: «Ich bin ein privilegierter Trainer.»

Pommes in der Nachspielzeit

Der eine und der andere, Schneider und Seoane, sie verlieren am Samstag trotz turbulentem Spielverlauf nie die Fassung. Nicht einmal in der 69. Minute, als Seoane seinem Joker Guillaume Hoarau gerade erklären will, wie er zum 2:1 kommen könnte – und Kevin Bigler das 2:1 für Thun erzielt. Jetzt steht Schneider unter Strom und ganz vorne an der Linie, nur noch eine Viertelstunde trennt ihn vom Coup. Und Seoane? Der bleibt gelassen. Noch eine Viertelstunde – oder im derzeitigen Empfinden der Young Boys: Zeit, um drei Fussballspiele zu drehen.

Eigentor von Miguel Rodrigues, noch bleiben zehn Minuten, und in der 93. Minute ist es Hoarau, der statt des 2:1 halt das 3:2 erzielt, und in seiner Abgeklärtheit nicht einmal vergisst, sich bei seinem Torjubel noch über die Bemerkung eines TV-Reporters vor Wochenfrist lustig zu machen, als man Hoarau beim innigen Verzehr einer Tüte Pommes auf der Tribüne in Basel beobachten konnte. Mal wieder YB, mal wieder spät, mal wieder Hoarau. Der Franzose traf gegen die Oberländer in 14 Partien schon zehnmal. Und in seinem ersten Derby 2014 gelang ihm das siegbringende 1:0 per Kopfball in der ... 92. Minute.

Wer zuletzt lacht, jubelt am längsten. Aber dem einen, Schneider, fällt mit der Niederlage «kein Zacken aus der Krone». Und der andere, Seoane, weiss insgeheim: YB siegt am Ende fast immer ­irgendwie. Aber nicht immer so unterhaltsam wie am Samstag.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/24901640

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