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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 28. November 2018, 02:57 
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YB verliert in letzter Sekunde gegen Manchester United - das sind die Noten der YB-Spieler

YB verliert in letzter Sekunde gegen Manchester United 0:1. Nach schwacher Halbzeit konnten sich die Berner steigern. Dies zeigte sich auch in der Benotung der einzelnen Spieler.


https://www.aargauerzeitung.ch/sport/fu ... -133776172

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 28. November 2018, 02:58 
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Wieder lag etwas in der Luft: YB verliert gegen ManU erst in der Nachspielzeit

YB hangelt sich in der Champions League gegen Manchester United fast zu einem 0:0 – ehe Fellaini in der 91. Minute doch noch trifft.

Bevor die erste Halbzeit des Champions-League-Spiels zwischen Manchester United und YB zu Ende ging, fuchtelte Marouane Fellaini irgendetwas mit den Händen, es waren wirkungslose Boxschläge in die Luft, Gesten der Unzufriedenheit über sich selber, die ganze Welt oder zumindest seine Teamkollegen.

Manchester United hätte zu diesem Zeitpunkt längst führen müssen, 1:0, 2:0, 3:0. Am Anfang beunruhigten die Engländer die YB-Abwehr im Minutentakt, Marcus Rashford (5. Minute), Fred (6.), Fellaini (7.), doch es stand weiterhin 0:0. Die Minuten verstrichen, United blieb überlegen, YB gewann allmählich etwas Übersicht, United scheiterte immer und immer wieder, Fans standen auf und jubelten zu früh, Fellaini fuchtelte. Und als Pause war, schritt der United-Trainer José Mourinho stramm von dannen, mit so viel Ingrimm im Blick, dass man diesem Gesicht wieder einmal ein Lächeln wünschte.

Jung und jünger

Es war erstaunlich, wie lange YB dieses 0:0 zu halten vermochte. Aber vielleicht liegt darin eine Lehre dieser Champions-League-Kampagne: dass sich die Berner erstaunlich schadlos durch heikle Phasen zu retten verstehen. Im ersten Spiel in der Königsklasse, daheim gegen Manchester, war YB viel besser und mutiger gestartet – dennoch stand es zur Pause 0:2. Diesmal hielten die Berner das torlose Unentschieden lang und länger, was umso erstaunlicher war, als mit Guillaume Hoarau (verletzt) und Sékou Sanogo (gesperrt) zwei Säulen fehlten.

In der Startformation standen sechs Spieler, die 23-jährig oder jünger sind, das zentrale Mittelfeld bestand aus Djibril Sow (21), Michel Aebischer (21) und Sandro Lauper (22). Nach der Pause kam auch Ulisses Garcia (22) ins Spiel, für den angeschlagenen Captain Steve von Bergen, den einzigen YB-Spieler über 30 Jahre. All diese Zahlen müssen berücksichtigt werden in der Beurteilung der YB-Leistung. Es ist nicht selbstverständlich, dass ein derart junges Schweizer Team so lange dagegenhält im Vergleich mit einem Premier-League-Klub dieser Grösse und dieser Ausstrahlung – und mit diesem ruhmreichen Trainer, der sich in der 56. Minute nur noch vom Geschehen abzuwenden entschloss, nachdem Fellaini wieder einmal über das Tor geschossen hatte, als sei heute alles verhext und zugenagelt.

Historisch und verführerisch

Für YB ging es nicht mehr um viel in diesem Match. Es gab noch die Möglichkeit, mit einem Sieg die Chance auf Platz 3 und den Einzug in die Europa League zu wahren. Das Drumherum machte gleichwohl etwas Grosses: das Old Trafford, dieses legendäre Stadion; 73 000 Zuschauer, so viele Leute, wie noch gar nie einem YB-Spiel beigewohnt haben; 3000 YB-Fans, so viele, wie nie zuvor an ein YB-Spiel im Ausland gereist waren. Und als hätten es diese historischen Notizen verdient, dass aus diesem Spiel etwas Besonderes würde, hatte das 0:0 verführerisch lange Bestand.

In der 64. Minute wechselte Mourinho gleich zwei Fussballgrössen ihrer Generation ein, Paul Pogba und Romelu Lukaku, als wolle der Trainer diesem Doppelwechsel etwas Symbolkraft geben: dass YB doch irgendeinmal zusammenbrechen müsste, wenn auch diese beiden Spieler noch auf dem Feld stünden. Bald darauf aber folgte die grösste YB-Chance, Garcia scheiterte haarscharf. «Es lag etwas in der Luft», hatte der YB Trainer Gerardo Seoane nach dem 1:1 gegen Valencia im Oktober gesagt, als sein Team dem Sieg nahe gewesen war. Auch im Old Trafford lag plötzlich etwas in der Luft – bis zur 91. Minute, als Fellaini doch noch traf, ausgerechnet Fellaini. Mourinho jubelte, indem er Getränkeflaschen herumschleuderte. Wann bloss erhält dieses Gesicht wieder einmal ein Lächeln?

Manchester United - Young Boys 1:0 (0:0)

73'000 Zuschauer. - SR Brych (GER). - Tor: 91. Fellaini 1:0.

Manchester United: De Gea; Valencia (72. Mata), Jones, Smalling, Shaw; Fellaini, Matic, Fred (64. Pogba); Lingard (64. Lukaku), Martial, Rashford.

Young Boys: Von Ballmoos; Mbabu, Camara, Von Bergen (46. Garcia), Benito; Assalé, Sow, Lauper, Aebischer, Sulejmani (66. Fassnacht); Nsame (82. Moumi Ngamaleu).

Bemerkungen: Manchester United ohne Rojo, Lindelöf (beide verletzt) und Alexis Sanchez (nicht im Aufgebot). YB ohne Sanogo (gesperrt), Hoarau, Wüthrich und Lotomba (alle verletzt). Verwarnungen: 22. Matic (Foul). 48. Camara (Foul). 61. Benito (Foul). 72. Valencia (Foul).

Gruppe H: Manchester United - Young Boys 1:0 (0:0). Juventus Turin - Valencia 1:0 (0:0).

Rangliste: 1. Juventus Turin 5/12 (8:2). 2. Manchester United 5/10 (6:2). 3. Valencia 5/5 (4:5). 4. Young Boys 5/1 (2:11).


https://www.nzz.ch/sport/champions-leag ... ld.1440059

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 28. November 2018, 02:59 
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Emotionaler Abend gegen YB

So jubelt wohl nur José Mourinho

Manchesters Trainer ist kein Kind von Traurigkeit. Das bewies der Portugiese auch beim Sieg gegen YB wieder.

Es waren noch keine 5 Minuten im Old Trafford gespielt, da schüttelte José Mourinho bereits ein erstes Mal seinen Kopf. Es sollte nicht das einzige Mal bleiben.

Der Portugiese, der bei seinem Klub einmal mehr in der Kritik steht, zeigte seine Emotionen auch im weiteren Verlauf der Partie an der Seitenlinie immer wieder. Den Höhepunkt fand das Schauspiel in der Nachspielzeit mit dem Tor von Fellaini – und einem speziellen Mourinho'schen Jubel.


https://www.srf.ch/sport/fussball/champ ... e-mourinho

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 28. November 2018, 03:01 
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Coach Seoane «enttäuscht»

Ein Ende mit Schrecken für YB

Captain Von Bergen und Coach Seoane äussern sich zum geplatzten Traum der Young Boys vom Überwintern im Europacup.

Es war nicht das erste Mal, dass man nach einem YB-Spiel in der diesjährigen CL-Kampagne hörte: «Es wäre mehr möglich gewesen.» Doch das späte 0:1 beendete sämtliche Träume vom Überwintern im Europacup.

Die Partie gegen Manchester United schien bezeichnend für die bisherigen Auftritte der Berner in der «Königsklasse», auch wenn das die Protagonisten nicht wahrhaben wollten.

Captain Steve von Bergen:

«Es ist sehr schade, wir haben ein gutes Spiel gemacht. Es lag mehr drin, darum ist es ein bisschen hart. Wir haben zwar vom Ergebnis her verloren, aber Erfahrung gewonnen. Zum Abschluss treten wir nun noch vor vollem Haus gegen Juventus an. Da wollen wir uns mit einem Sieg verabschieden.»

Trainer Gerardo Seoane:

«Mit etwas mehr Entschlossenheit und Biss hätten wir in Führung gehen können. Am Ende hat die physische Überlegenheit in der Luft den Ausschlag gegeben. Die Enttäuschung ist gross, auch etwas Frust ist da. Ich kann der Mannschaft aber keinen Vorwurf machen. Sie hat versucht nach vorne zu spielen und hat in der 2. Halbzeit fast gar nichts mehr zugelassen.»

Goalie David von Ballmoos:

«Es ist extrem frustrierend und tut so weh, kurz vor Schluss noch einen Gegentreffer zu kassieren. Man hat gemerkt, dass die Mannschaft tot ist. Wir hatten den Punkt schon fast und haben ihn dann doch noch aus der Hand gegeben. Wir haben ManUnited vor einige Probleme gestellt, das ist schon auch positiv. Aber wieder gehen mit leeren Händen nach hause – das schmerzt im Moment sehr.»


https://www.srf.ch/sport/fussball/champ ... en-fuer-yb

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 28. November 2018, 03:02 
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Niederlagen mit Lerneffekt für YB

Die Young Boys sind zwar in der Champions League vorzeitig gescheitert, haben aber auch vieles richtig gemacht.

Dass es für die Young Boys schwer werden würde, im Europacup zu überwintern, war schon nach der Auslosung der Gruppe klar. Die Berner bekamen mit drei Vertretern aus Topligen schwere Kost vorgesetzt. Nun ist schon vor dem letzten Spieltag, am 12. Dezember daheim gegen Juventus Turin, klar, dass YB die Gruppe auf dem letzten Platz beenden wird. Nach fünf Spieltagen ist die Ausbeute des Schweizer Meisters bescheiden: ein Punkt durch das Remis gegen Valencia und ein Torverhältnis von 2:11.

YB Vorwürfe zu machen, fällt allerdings schwer. Denn die junge Mannschaft von Gerardo Seoane, die gegen Manchester United auf Guillaume Hoarau, Sékou Sanogo und nach der Pause auf Steve von Bergen verzichten musste, trat über weite Strecken der bisherigen Gruppenphase mit breiter Brust auf. Der Wille etwas zu kreieren, dagegen zu halten, ohne sich zu verstecken, war zu erkennen. Es fehlte nicht am Vorsatz, sondern an Erfahrung auf diesem Niveau, und es mangelte halt auch ein wenig an Klasse gegen Mannschaften, die über ganz andere finanzielle Möglichkeiten verfügen.

Nichtsdestotrotz fehlte am Dienstagabend wenig zum Exploit, zu diesem Coup, der eine Schweizer Champions-League-Kampagne massiv aufwerten kann. "Es war am Schluss ganz bitter, sehr schade", resümierte Seoane wenige Minuten nach dem Schlusspfiff. Man habe in der ersten Halbzeit Glück gehabt und danach besser ins Spiel gefunden. Der Gameplan sei gut umgesetzt worden, lobte der Trainer seine Spieler. Wie immer nach Partien in der Champions League hob er den Lerneffekt für seine junge Mannschaft hervor.

YB hat in den letzten Wochen viel gelernt, erfahren, wie gnadenlos in der Champions League Fehler bestraft werden, und dass fehlende Effizienz kaum zu kompensieren ist. Dass nun mit Manchester United am Dienstagabend erstmals ein YB-Gegner gerade im Bereich der Effizienz sündigte, macht die 0:1-Niederlage speziell bitter. Alle Ingredienzen für einen Exploit waren vorhanden und am Ende standen die Young Boys mit leeren Händen da, weil Manchester Uniteds Goalie David de Gea in der 70. Minute den Berner Lucky Punch verhinderte und Marouane Fellaini in der 91. Minute noch das zu diesem Zeitpunkt glückhaft 1:0 der Gastgeber schoss.

Noch eine Chance bleibt in dieser Saison für den ersten Sieg in der Champions League - gegen das bereits für die Achtelfinals qualifizierte Juventus Turin. Es wäre ein krönender, aber doch sehr überraschender Abschluss der Europacup-Saison von YB. Die nächste Chance auf diesem Niveau dürfte aber nicht allzu lange auf sich warten lassen. Zumindest in der Super League kann nämlich derzeit niemand den Bernern das Wasser reichen. Die Young Boys haben es geschafft, sich trotz der zusätzlichen physischen und vor allem mentalen Belastung in der Champions League einen Vorsprung von 16 Punkten in der nationalen Meisterschaft zu erarbeiten. Das spricht für den Charakter des jungen Teams.


https://www.aargauerzeitung.ch/sport/fu ... -133776296

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 28. November 2018, 03:04 
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Tapferer Berner Kampf gegen ManUtd

Fellaini schockt YB in der Nachspielzeit!

Die Young Boys schrammen im Old Trafford an einem Achtungserfolg in der Königsklasse vorbei! In der Nachspielzeit schiesst Marouane Fellaini das 1:0 für Manchester United – und trifft damit mitten ins YB-Herz.

Das Spiel: Die besten Szenen spielen sich an diesem Abend neben dem Platz ab – die mitgereisten YB-Anhänger sorgen für Top-Stimmung im Old Trafford. Schon vor Anpfiff. Auch in der brenzligen Startphase, in der die Berner arg unter Druck geraten. Und umso mehr, nachdem YB-Abwehrchef Steve von Bergen in der Pause angeschlagen in der Kabine bleiben muss. Und gar noch lauter wirds, als der Schweizer Meister mit Fortdauer der Partie immer frecher wird und beginnt, sich die ersten Chancen zu erspielen. Wie in der 70. Minute, als ManUtd-Goalie De Gea auf der Linie eine Riesenparade auspacken muss, um die YB-Führung zu verhindern. Die Berner Anhänger singen und singen – und beeindrucken. Und die Spieler? Die steigern sich während der Partie derart, dass am Ende ein echter Achtungserfolg gegen den englischen Rekordmeister drinliegt. Oder doch nicht? Nein! Denn Marouane Fellaini schockt YB in der Nachspielzeit – und lässt gar die lautstarken YB-Fans kurzzeitig verstummen.

Das Tor:

91. Minute, 1:0 | Marouane Fellaini | Nach einer Shaw-Flanke verlängert Lukaku mit dem Kopf – direkt auf Fellaini, der erst den Ball unter Kontrolle bringt und dann aus der Drehung in die linke, untere Ecke trifft. Doch hat er zuvor mit der Hand nachgeholfen? Für den Ref wars schwierig zu sehen. Trainer Jose Mourinho ist dies herzlich egal. Er flippt an der Seitenlinie vor Freude komplett aus (siehe Video oben).

Der Beste: David de Gea. Wahnsinn, wie der United-Goalie den abgelenkten Schuss noch von der Linie kratzt.

Der Schlechteste: Marcus Rashford. Der England-Star könnte die Partie alleine entscheiden, aber vergibt seine diversen Chancen teilweise kläglich.

Das gab zu reden: Beide Trainer überraschen mit ihren Aufstellungen. Jose Mourinho lässt seine Superstars Paul Pogba und Romelu Lukaku auf der Bank. Dasselbe Schicksal beschert YB-Coach Gerry Seoane Stammspieler Christian Fassnacht. Die Berner beginnen dafür mit einem blutjungen Trio im zentralen Mittelfeld: Lauper, Sow und Aebischer.

So gehts weiter: Eine Chance auf den ersten Sieg in der Champions League hat YB in dieser Gruppenphase noch – auch wenn sich diese Aufgabe als sehr schwierig erweist. Am 12. Dezember kommt Juventus Turin mit Cristiano Ronaldo ins Stade de Suisse (21 Uhr).

Manchester United – YB 1:0 (0:0)

Old Trafford. 75'000 Fans. SR: Brych (De)
Tor: 91. Fellaini 1:0.
ManUtd: De Gea; Valencia, Jones, Smalling, Shaw; Fellaini, Matic, Fred; Lingard, Rashford, Martial.
YB: Von Ballmoos; Mbabu, Camara, von Bergen, Benito; Lauper; Sulejmani, Sow, Aebischer, Assalé; Nsame.
Einwechslungen: ManUtd: Lukaku (64. für Lingard). Pogba (64. für Fred). Mata (73. für Valencia). YB: Garcia (46. für von Bergen). Fassnacht (66. für Sulejmani). M. Ngamaleu (82. Nsame).
Gelb: 22. Matic (Foul). 48. Camara (Foul). 61. Benito (Foul). 72. Valencia (Foul).
Bemerkungen: ManUnited ohne Lindelöf (verletzt). YB ohne Sanogo (gesperrt) und Hoarau (verletzt).


https://www.blick.ch/sport/fussball/cha ... 39660.html

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 29. November 2018, 02:16 
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28.11.2018

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YB kämpft, verliert aber in letzter Minute

Die Young Boys halten im Old Trafford gegen Manchester United lange die Null, müssen sich am Ende aber geschlagen geben.

Man wird als Schweizer in Manchester am Dienstag regelmässig gefragt, warum die Young Boys eigentlich Young Boys heissen würden. Am Abend im Old Trafford erweisen die Young Boys ihrem Namen alle Ehre. Captain Steve von Bergen, 35-jährig, muss zur Pause angeschlagen ausgewechselt werden, der 13 Jahre jüngere UIisses Garcia ersetzt ihn. Mitte der zweiten Halbzeit ist kein Gästespieler ­älter als 26, die Berner Talentschau ist beeindruckend. YB verteidigt das 0:0 solidarisch, das kriselnde Manchester United hat den Schwung aus der Startphase längst verloren und rennt zuweilen konfus an, das genervte Publikum murrt und pfeift.

Die United wechselt mit den vorerst geschonten Romelu Lukaku und Paul Pogba zwei Weltstars ein, aber es ist YB, das offensiver wird und frecher. In der 70. Minute wird Garcias Schuss zweimal abgefälscht, United-Keeper David de Gea verhindert mit einem starken Reflex auf der Linie das 0:1. Weil Valencia bei Juventus verliert, könnte Manchester mit einem Heimsieg die vorzeitige Qualifikation für den Achtelfinal realisieren, während die Young Boys drei Punkte benötigen, um nicht aus dem Kampf um Rang 3 und die Teilnahme an den Europa-League-Sechzehntelfinals zu fallen. Es ist ein wildes Hin und Her in den letzten Minuten, YB hält das 0:0 lange, 90 Minuten sind vorbei, als der United doch noch das Siegtor gelingt. Ein langer Ball erreicht Marouane Fellaini, der sich um Loris Benito dreht und das für den Favoriten sehr erlösende 1:0 erzielt.

Es ist ein unterhaltsamer Abend im «Theater der Träume», wie das Old Trafford bezeichnet wird. Und ohne die aussergewöhnlich lauten, ausnahmslos in Gelb gekleideten rund 3000 Berner Supporter wäre es ruhig fast wie im Theater. Mit Hauptdarstellern, die sich wenig überraschend sofort meistens in der YB-Platzhälfte aufhalten, mit einem Manchester United also, das mit Verve das 1:0 sucht, und mit Young Boys, um die man sich in der Startviertelstunde noch sorgen muss. Fast im Minutentakt ­kombiniert sich der englische Rekordmeister zu gefährlichen Chancen. Marcus Rashford aber entscheidet sich nach fünf Minuten alleine vor YB-Goalie David von Ballmoos für einen Heber, der ebenso übers Tor fliegt wie kurz darauf ein kerniger Schuss Freds.

Draussen an der Linie stehen die Regisseure der Veranstaltung, elegant gekleidet sind sie beide, United-Startrainer José Mourinho und Gerardo Seoane, der Aufsteiger aus der Schweiz, der sich vor einem Jahr als U-21-Coach Luzerns kaum hätte vorstellen können, Ende November 2018 im Old Trafford Dirigent eines Champions-League-Teams zu sein. Nun steht er an der Seitenlinie, rudert mit den Armen und klatscht in die Hände, treibt seine Akteure an, korrigiert sie, während Mourinho das Geschehen ein paar Meter daneben zunehmend genervt verfolgt. Denn YB erholt sich nach schwierigem Beginn, ist nun weniger hektisch, tritt kämpferisch auf, traut sich über die Mittellinie.

Das sehr junge Zentrum

Aufgestellt ist YB in Abwesenheit der Teamleader Sékou Sanogo (gesperrt) und Guillaume Hoarau (verletzt) erst zum zweiten Mal in dieser Saison im 4-1-4-1-System. Bei der Premiere in Turin lief gegen Juventus (0:3) vor bald zwei Monaten einiges schief. Paulo Dybala erzielte drei Tore, darunter nach fünf Minuten und einem Stellungsfehler Mohamed Camaras das frühe 1:0. Innenverteidiger Camara, 21 Jahre jung, steht auch am Dienstagabend in der Startformation, weil Sandro Lauper, 22, Sanogo ersetzt – und mit Djibril Sow und Michel Aebischer, beide 21, ein bemerkenswert junges zentrales Mittelfeld bildet. Das technisch starke Trio behauptet sich nach anfänglichen Turbulenzen prächtig. Am Ende aber jubelt doch der Gegner.

Telegramm:

Manchester United - Young Boys 1:0 (0:0)
73'000 Zuschauer. SR Brych (GER).

Tor: 91. Fellaini 1:0.
Manchester United: De Gea; Valencia (72. Mata), Jones, Smalling, Shaw; Fellaini, Matic, Fred (64. Pogba); Lingard (64. Lukaku), Martial, Rashford.
Young Boys: Von Ballmoos; Mbabu, Camara, Von Bergen (46. Garcia), Benito; Assalé, Sow, Lauper, Aebischer, Sulejmani (66. Fassnacht); Nsame (82. Moumi Ngamaleu).
Bemerkungen: Manchester United ohne Rojo, Lindelöf (beide verletzt) und Alexis Sanchez (nicht im Aufgebot). YB ohne Sanogo (gesperrt), Hoarau, Wüthrich und Lotomba (alle verletzt).
Verwarnungen: 22. Matic (Foul). 48. Camara (Foul). 61. Benito (Foul). 72. Valencia (Foul).


https://www.derbund.ch/sport/uefa-champ ... y/29402394

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 29. November 2018, 02:18 
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Trotzdem ein grosser Abend für YB

Der Kommentar von Sportredaktor Fabian Ruch zur Niederlage der Young Boys in der Nachspielzeit in Manchester.

Die Young Boys haben am Dienstagabend gegen Manchester United eine grosse Leistung erbracht und beste Werbung für sich und den Schweizer Clubfussball eingelegt. Der späte Treffer Marouane Fellainis brachte sie um den verdienten Lohn eines Punktgewinnes im Old Trafford.

Nach komplizierter Startphase steigerte sich YB zu einer ausgezeichneten Vorstellung. Trotz bitterer Niederlage ist die Steigerung mit dem mutigen Auftritt nach der Pause auch ein Beleg für die Entwicklung der Mannschaft und dafür, dass der Meister in der Champions League angekommen ist - just am Abend, an dem er aus dem Europacup ausschied.

Mit einem bemerkenswert jungen Team traten die Young Boys in Manchester an. Es war ein Abbild ihrer erfolgreichen Philosophie. Gegen Spielende fehlten die routinierten Führungsspieler Steve von Bergen, Guillaume Hoarau, Sékou Sanogo und Miralem Sulejmani alle auf dem Rasen. Und doch verlor YB selten Balance und Übersicht, kombinierte flott und frech - und hätte gegen ein verunsichertes United mit etwas mehr Präzision sogar den Coup realisieren können.

Nun bleibt den Young Boys am letzten Spieltag zu Hause gegen das bereits für den Achtelfinal qualifizierte Juventus noch eine Gelegenheit, den ersten Sieg in der Königsklasse zu schaffen. Das Treffen mit dem italienischen Traditionsclub und Weltstar Cristiano Ronaldo am 12. Dezember wird ein Fussballfest im Stade de Suisse.

Und es wird auch eine Art Abschiedsspiel dieser wunderbaren Mannschaft sein. Denn in der Winterpause wird mindestens eines der vielen tollen Talente in eine Topliga weiterziehen. Was auch im Sinn der Young Boys ist - ohne Einsätze im Europacup ist das Kader zu breit besetzt.

Trotzdem ein grosser Abend für YB


https://www.bernerzeitung.ch/sport/uefa ... y/26361534

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 29. November 2018, 02:20 
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Jung und unerschrocken

YB-Trainer Gerardo Seoane präsentiert in Manchester ein junges Mittelfeld. Und liegt richtig damit.

Kopfzerbrechen würde ihm die Aufstellung bereiten, meinte YB-Trainer Gerardo Seoane. Er musste in Manchester ohne den verletzten Guillaume Hoarau und den gesperrten Sékou Sanogo auskommen, zwei Leader, die für das Berner Spiel seit Jahren essenziell sind. Die Lösung, die Seoane im Old Trafford präsentiert, ist mutig und ambitioniert. Passend zur Clubstrategie, die vorsieht, jungen Akteuren Vertrauen zu schenken.

Seoane beordert den 22-jährigen Sandro Lauper ins Mittelfeld, im Zentrum vor ihm setzt der YB-Trainer auf die 21-jährigen Djibril Sow und Michel Aebischer. Laupers Platz in der Abwehr nimmt Mohamed Camara ein, ebenfalls erst 21 Jahre jung.

Bertone aussen vor

Die Aufstellung verdeutlicht die Hierarchie im YB-Mittelfeld. Als Seoane in den letzten Tagen im kleinen Rahmen über die Vorzüge seine Zentrumsspieler sprach, meinte er, Sanogo sei der Mann für die Duelle, Sow glänze durch Dynamik, Lauper erachte er als Stratege, Aebischer als modernen Mittelfeldakteur. Bertone erwähnte er nicht - ob absichtlich oder nicht.

Als sich am Dienstag von Bergen verletzt und zur Pause ausgewechselt werden muss, beordert Seoane nicht Lauper zurück in die Abwehr, sondern zieht Loris Benito ins Abwehrzentrum. Auch das spricht nicht für die Karten Bertones, der sich Gedanken machen dürfte, im Winter den Club zu wechseln. Zumal in der Rückrunde deutlich weniger Partien anstehen werden. Seoanes Handeln spricht aber für die Darbietung des jungen Mittelfelds. Aebischer leistet sich zwar gleich zu Beginn einen Fehlpass, der verhängnisvoll hätte werden können. Dann jedoch zeigt sich bald einmal, dass sich Seoanes Kopfzerbrechen lohnte. Seine Lösung geht auf.

Sow, Aebischer und Lauper

Da ist Sow, der mit seinem Tempo kaum vom Ball zu trennen ist. Da ist Aebischer, der auf engem Raum fast immer eine Lösung findet - gerne auch mit einem Aussenristpass. Und da ist Lauper, vor einem halben Jahr noch in Thun, der agiert, als würde er seit Jahren in der Champions League spielen. Eine Szene vor der Pause fasst seine Darbietung zusammen. Als Letzter Mann behält er die Ruhe am Ball, lässt dann einen Gegner aussteigen und spielt einen scharfen und präzisen Ball über dreissig Meter, der eine Konterchance einleitet. «Alle drei haben eine starke Leistung gezeigt», sagt Seoane. Er traut ihnen eine grosse Karriere zu.

Nur das gewünschte Resultat bringt Seoanes Aufstellung nicht. Weil Marouane Fellaini in der Nachspielzeit für das Heimteam zum 1:0 trifft. «Das ist enorm bitter», sagt Sow, meint dann aber, er und seine Kollegen hätten es gut gelöst. «Wir harmonierten», sagt Aebischer. Und Lauper meint, man sei frech aufgetreten, habe gut kombiniert. Sie können das Old Trafford mit erhobenen Haupt verlassen.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/uefa ... y/12557693

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 29. November 2018, 02:22 
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«So brutal kann der Fussball sein»

Das 0:1 gegen Manchester United in letzter Sekunde sitzt den Young Boys tief in den Knochen.

Wie eine Seifenblase zerplatzte der Traum vom Triumph im Old Trafford kurz vor dem Schlusspfiff. «So brutal kann Fussball sein», bilanzierte Loris Benito, der den entfesselten Marouane Fellaini nicht in den Griff bekam. Die Drehung des Belgiers führte zum späten 1:0 für Manchester United und bedeutete für die Young Boys, dass sie wieder einmal nach einer kampfstarken Leistung schlecht belohnt wurden.

Phasenweise hatte es während der zweiten Halbzeit sogar ausgesehen, als könnte der Schweizer Meister den Red Devils vom Karren springen und ein Schnippchen schlagen. Denn nach fast einer Stunde war sie da – die grosse Gelegenheit für Kevin Mbabu den Traum von einem Tor gegen den grössten Club der Welt zu erfüllen. Nur wenige Minuten waren nach der Pause gespielt, als der YB-Flügel nach einer feinen Einzelleistung flink und frontal in den Strafraum drängte, dort aber in United-Goalie David de Gea seinen Meister fand.

Ein paar englische Angriffswellen später flackerte vom Fuss von Mbabu tatsächlich noch einmal die Fantasie von einer Sensation gegen den englischen Rekordmeister auf. Der Schweizer Nationalspieler fälschte einen Schuss von Ulisses Garcia so gefährlich ab, dass der fast zwei Meter grosse Gea jeden Zentimeter seiner Körperlänge benötigte, um das 0:1 zu verhindern.

Jubelanfall bei Mourinho

Es war die letzte Chance für die Young Boys, die sich am Ende trotz der bitteren Niederlage von den über 3000 gelb-schwarzen Fans für den heroischen Kampf feiern liessen. «Ich denke, wir haben unseren Fans mit unserem Spiel trotzdem eine kleine Freude gemacht», sagte Benito zum Schluss.

Jubeln durfte auch José Mourinho wieder einmal. Der United-Trainer schüttelte nach dem erlösenden Tor seinen ganzen Frust vom Leib und schleuderte alle Getränkeflaschen, die er in die Finger bekam, an die Wand. Dank dem Sieg verschafft sich der zuletzt arg kritisierte Portugiese wieder etwas Luft.


https://www.derbund.ch/sport/uefa-champ ... y/13527004

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