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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2018/2019
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 25. Oktober 2018, 09:20 
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24.10.2018

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YB wird die Strategie nicht nach der Champions League ausrichten

Die Young Boys lernen, das hat das Remis gegen Valencia gezeigt. Aber die Fortschritte dieses Teams werden nicht ewig andauern.

Es brauchte ein 1:1 gegen Valencia, einen recht rauschenden Champions-League-Abend, bis Gerardo Seoane lächelte. Der YB-Trainer, seit dem Sommer im Amt, ist bisher durch viele Siege aufgefallen, durch eine geheimnisvolle Mischung aus Entspannung und Ernsthaftigkeit, aber zumindest gegen aussen nicht mit allzu viel Schalk. Bis zu diesem ersten Punkt in der Königsklasse nach einer herausragenden zweiten Hälfte – und bis ein Journalist fragte, worüber sich Seoane eigentlich mit dem vierten Schiedsrichter unterhalten habe vor dem Foulpenalty, den Guillaume Hoarau zum 1:1 verwandelte.

Also? Seoane überlegte und sagte: «Das war ein Monolog von meiner Seite. Von ihm kam keine Antwort.» Darauf lächelte er. «Ich fragte ihn, ob es nicht notwendigerweise eine gelbe Karte geben sollte, und er befahl mir nur, mich zu beruhigen.» Danach lächelte er wieder.

Keine endlose Ausbildung

Seoane, von einer anderen Seite – es war eine Erkenntnis dieses Dienstagabends im Stade de Suisse. Das 1:1 barg für YB manche Wichtigkeit, etwa auch: eine Punkteprämie von 900 000 Euro. Oder die Gewissheit, die Champions League nicht als reines Kanonenfutter mit null Punkten abzuschliessen. Der Sportchef Christoph Spycher sagte am nächsten Tag, «für den Glauben und die Mentalität» des Teams sei es generell wichtig zu sehen, «dass wir bestehen können auf diesem Niveau, wenn wir solidarisch sind miteinander». Aber allzu euphorisch gab er sich nicht. Um den dritten Gruppenrang und die Europa League zu erreichen, brauche es «weitere Exploits» in den restlichen Spielen, auswärts in Valencia und gegen Manchester United, am Ende daheim gegen Juventus.

Den Bernern dürfte klar sein: Gehen sie weiterhin diesen gesunden Weg, den sie 2016 eingeschlagen haben, ist vermutlich nicht viel mehr möglich als solch vereinzelte Festspiele gegen einen angeschlagenen Spitzenklub aus einer grossen Liga. YB setzt auf routinierte, teure Säulen, auf Spieler wie Steve von Bergen (35), Sékou Sanogo (29), Miralem Sulejmani (29) und Hoarau (34). Daneben gruppieren sich etliche junge Spieler, die YB primär nach drei Schemen aussucht. YB setzt auf eigene Junioren wie den derzeit verletzten Stammgoalie David von Ballmoos; auf junge Leistungsträger anderer Schweizer Klubs wie Christian Fassnacht oder Sandro Lauper; auf junge Schweizer Heimkehrer wie Kevin Mbabu, Djibril Sow oder Ulisses Garcia, die allzu früh ins Ausland gewechselt sind.

«Unser Weg ist alternativlos»,
sagt Christoph Spycher.


Niemand war so gut gegen Valencia wie Mbabu (23) und Sow (21), Lauper (wird am Donnerstag 22) überzeugte in der Innenverteidigung – gerade in diesen Spielern spiegeln sich die Verbesserungen, die YB innert dreier Champions-League-Partien erreicht hat. Von diesen Fortschritten war oft die Rede nach der Partie, vom umfassenden Lernwillen einer ganzen Mannschaft. Aber diese Ausbildung wird nicht endlos weiter und weiter gehen und das Team immer besser machen und früher oder später automatisch in den Champions-League-Achtelfinal führen – denn irgendeinmal werden etliche Spieler so viel besser und so weit ausgebildet sein, dass sie YB verlassen werden. Sollten die Berner die Königsklasse auch 2019 erreichen, werden sie nicht einfach auf dieselben Spieler mit dem Erfahrungsschatz des Champions-League-Herbsts 2018 setzen können. Es war schon aussergewöhnlich genug, dass das Team vor dieser Saison grösstenteils zusammenblieb, namentlich Sow und Mbabu werden spätestens im Sommer 2019 kaum mehr zu halten sein, dessen ist sich auch der Sportchef Spycher bewusst.

Wie Hoarau, wie Källström

Die Berner werden Geld verdienen, aber sie werden es nicht eins zu eins reinvestieren, weil es ein strukturelles Defizit zu decken gilt. Ihr Vorhaben besteht nicht darin, das Team so weit besser zu machen, dass es dereinst gehobene Champions-League-Reife erhält – nein, die Young Boys wollen so bleiben, wie sie sind, einfach im steten Umbau, mit wechselnden Spielern. «Unser Weg ist alternativlos», sagt Spycher. «Wir dürfen nicht sagen: Unsere Klubstrategie ist auf die Champions League ausgerichtet. Es wäre Harakiri.»

Hoarau – aber auch darin liegt eine grosse Herausforderung: wie und wo solche Glücksfälle gefunden werden, just ein Spieler wie Hoarau, der ein Wandersmann gewesen war, bis er YB zu schätzen lernte und sich einliess auf diese Stadt. Neulich trat er in einer Berner Buchhandlung vor 200 Zuhörern als Musiker auf; solche Typen sind nicht einfach zu finden. Auch die Grasshoppers stiessen vor einigen Jahren auf so jemanden, auf den Schweden Kim Källström, dem sie GC und Zürich mit Soft-Faktoren schmackhaft machten, mit einem Dossier netter Immobilien und guter Privatschulen. Källström blieb gleichwohl nur anderthalb Jahre, Hoarau spielt seit mehr als vier Jahren in Bern. Es ist einiges aussergewöhnlich bei YB im Moment, nicht nur Seoanes Lächeln.


https://www.nzz.ch/sport/yb-wird-die-st ... ld.1430859

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2018/2019
 Beitrag Verfasst: Freitag 26. Oktober 2018, 19:50 
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26.10.2018

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Wer konnte an die Leistung der letzten Saison anknüpfen, wer hinkt den gewachsenen Erwartungen hinterher?

Die Meisterhelden im grossen Meistercheck - Ist YB gar noch besser als im Vorjahr?

Nachdem die Berner im letzten Jahr sensationell zum Meistertitel stürmten, befürchteten viele einen Aderlass. Die Mannschaft blieb aber zu grossen Teilen zusammen. Wir werfen einen Blick darauf, wie sich die Meisterhelden im Jahr danach schlagen.

Tor: Marco Wölfli
Weil Stammtorwart David von Ballmoos die gesamte Rückrunde mit einer Schulterverletzung ausfiel, avancierte der Routinier zu einem der grossen Meisterhelden. Unvergessen bleibt der Moment, als Wölfli im Spiel zum Titel den entscheidenden Elfmeter abwehrte. In dieser Saison rückte er wieder ins zweite Glied, kam nur im Cup zum Einsatz. Weil David von Ballmoos sich erneut verletzte, kam der 36-jährige gegen Valencia zu seinem CL-Debüt und dürfte auch gegen Sion wieder im Kasten stehen.

Rechtsverteidiger: Kevin Mbabu
Der grosse Shootingstar der letzten Saison war im Sommer gefühlte dreissig Mal gewechselt. Doch der gebürtige Genfer widerstand den Avancen aus dem Ausland und qualifizierte sich mit YB für die Champions League. Dort knüpft Mbabu nahtlos an seine starken Auftritte an und ist auch in dieser Saison offensiv wie defensiv eine Bank. Auch in der Nati wusste er bei seinem Debüt (die 6:0-Gala gegen Island) zu gefallen. Für YB-Fans heisst das: Mbabu geniessen, solange man noch kann.

Innenverteidiger: Steve von Bergen
Mit 30 Jahren kam er zurück in die Schweiz und unterschrieb im Jahr 2013 einen Fünfjahresvertrag. Im Mai, am Ende dieser Periode, verlängerte er um ein weiteres Jahr, nun als Captain der Meistermannschaft. Auch in dieser Saison ist der 35-Jährige eine unverzichtbare Grösse und gibt seinen verschiedenen Partnern in der Abwehr, egal ob Wüthrich, Camara oder Lauper, sichtlich halt. Spielt er so weiter, dürfte jeder Berner hoffen, dass von Bergen nochmals ein Jahr dranhängt!

Innenverteidiger: Kasim Adams Nuhu
Er ist der einzige aus der Meistermannschaft, der den Verein verlassen hat. Bei Hoffenheim läuft es dem Ghanar aber noch nicht ganz nach Wunsch. Wegen einem Aussenbandriss im Sprunggelenk verpasste er bereits einige Spiele. Bei seinem Comeback am letzten Wochenende verschuldete er dann mit einem stümperhaften Einsatz einen Elfmeter. So richtig angekommen in Sinsheim ist Nuhu also noch nicht.

Linksverteidiger: Loris Benito
Beim physisch starken Zürcher weiss man genau, was man erwarten kann: Grundsolide und meist fehlerfreie Auftritte. Zwar spürte man, dass er in der Champions League gegen die Topgegner am Limit läuft und daher besonders offensiv weniger Einfluss nehmen kann. In der Super League gehört er aber auch in dieser zu den besten Aussenläufer!

Rechtes Mittelfeld: Christian Fassnacht
Der Aufstieg von Christian Fassnacht geht immer weiter und weiter. War er schon im letzten Jahr stark unterwegs, scheint er in dieser Saison noch eine Spur besser. Im letzten Jahr hatte er in 34 Spielen elf Tore und acht Vorlagen beigesteuert. In dieser Saison steht er bereits wieder bei fünf Treffern und zwei Assists. Dies nach gerade einmal elf Einsätzen. Dieser starke Saisonstart wurde denn auch mit dem ersten Einsatz für die Schweizer Nati belohnt!

Zentrales Mittelfeld: Sékou Sanogo
Der Ivorer ist wahrlich ein Phänomen. Wie kaum einer in der Super League schafft er es, das Publikum mit seinen Tacklings zu unterhalten. Auch er schloss nahtlos an die letzte Saison an, auch wenn bei ihm gesagt sein muss, dass er schon zu Zeiten des "veryoungboysen" eine der grossen Konstanten im Berner Spiel war. Er kann mit gutem Recht als momentan bester Mittelfeldspieler der Super League bezeichnet werden!

Zentrales Mittelfeld: Djibril Sow
Der dritte Berner Jungspund, der an die guten Leistungen der letzten Saison anknüpfen konnte und dafür mit dem Debüt in der Nationalmannschaft belohnt wurde. Besonders beeindruckend war sein Auftritt zuletzt in der Champions League gegen Valencia, als er beinahe überall anzutreffen war.

Linkes Mittelfeld: Miralem Sulejmani
Wer nach dem letzten Jahr dachte, es geht nicht mehr besser, der hat sich im Fall von Sulejmani eindeutig geirrt. Was der quirlige Serbe nämlich in diesem Jahr auf den Platz zaubert, ist schlicht überragend. Die Statistik macht dabei nur einen kleinen Teil aus, ist aber dennoch beeindrucken. In zehn Super-League-Spielen bereitete er bereits acht Treffer vor, vier erzielte er selbst. Zum Vergleich: In der letzten Saison waren es in 32 Spielen "nur" neun Vorlagen. Rechnet man diese Zahlen hoch, käme er bis Ende Saison auf 26 Vorlagen. Zum Vergleich: Seit 2010 kam ein Spieler alleine nie auf mehr als 17 Vorlagen in einer Saison.

Sturm: Guillaume Hoarau
Wegen einer längeren Verletzung verpasste Hoarau einen Grossteil der letztjährigen Hinrunde und deshalb wohl auch die Torjägerkrone, die er sich so sehr verdient hätte. So wurde er mit 15 Toren zum dritten Mal in Folge nur zweiter in dieser Liste, was angesichts des Meistertitel durchaus zu verkraften scheint. In dieser Saison ist Hoarau aber durchgehend fit und ist mit acht Toren in zehn Spielen der bisher beste Torschütze. Verletzungen ausgeschlossen, dürfte ihm die Krone in diesem Jahr dann auch nicht zu nehmen sein.

Sturm: Roger Assalé
Wenn es bei einem Berner etwas zu jammern gibt - und es ist jammern auf sehr hohem Niveau - dann ist es der pfeilschnelle Ivorer. Das liegt einzig und allein daran, dass Assalé die Kaltschnäuzigkeit im Abschluss ein wenig vermissen lässt. So kommt er in dieser Saison in wettbewerbsübergreifend 14 Einsätzen erst auf drei Tore. Dennoch: Mit drei Toren und fünf Vorlagen in neun Super-League-Einsätzen ist er wieder auf dem aufsteigenden Ast, nachdem ihm in seinen letzten sieben Spielen der Saison 17/18 gar nichts mehr gelingen wollte.

Edeljoker: Jean-Pierre Nsamé
Sein Torschnitt sucht seines Gleichen und dennoch kommt er nicht über die Rolle des Ergänzungsspieler hinaus. In den wichtigen Spielen setzt Seoane auf die Doppelspitze Hoarau/Assalé. Dabei hat der Stürmer, der YB mit seinem Tor gegen Luzern erst zum Meister krönte, der statistisch beste Stürmer der Berner. In 317 Minuten in der Super League erzielte Nsamé fünf Tore. Er erzielt damit im Schnitt alle 63 Minuten ein Tor. Dennoch führt für ihn im Moment kein Weg an Hoarau und Assalé vorbei.


https://www.sport.ch/superleague/209851 ... im-vorjahr

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2018/2019
 Beitrag Verfasst: Montag 29. Oktober 2018, 01:33 
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28.10.2018

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Die Rekordjagd und der Aufsteiger

Meister YB hat in 12 Ligaspielen schon 40 Tore erzielt. Und Sandro Lauper brilliert weiter.

Die Young Boys arbeiten weiter hart an ihrem Ruf, ein Spektakelteam zu sein. Mal siegen sie 7:1 gegen Rivale Basel, mal 4:0 gegen den FCZ, zweimal gewinnen sie im Cup gegen die unterklassigen Teams Biel und Schaffhausen in extremis 3:2 nach Verlängerung, dann verlieren sie gegen Luzern 2:3, trennen sich in Zürich vom FCZ 3:3, nun das 3:2 gegen Sion. Und das ist nur ein Auszug aus dem bemerkenswerten Resultatblatt des Meisters.

Die imponierende YB-Offensive ist ungebremst auf Rekordjagd – bis am Sonntagnachmittag hatte kein anderes Team weltweit in einer obersten Liga 40 Saisontore erzielt! Ein weiterer Beleg für ihre enorme Qualität in der Vorwärtsbewegung lieferte die Mannschaft gegen Sion. «Es ist natürlich schön, wenn man Guillaume Hoarau und Miralem Sulejmani einwechseln kann», sagt Goalie Marco Wölfli schmunzelnd. In den Top-20-Ligen hat in dieser Spielzeit keiner mehr Scorerpunkte gesammelt als Sulejmani, der nach 11 Einsätzen nun schon bei 14 Punkten steht (4 Tore, 10 Assists).

Laupers fantastische Pässe

YB steht eine feine Equipe zur Verfügung mit mehreren Akteuren, die bald bei grösseren Clubs im Ausland unter Vertrag stehen werden. Die Kandidaten sind bekannt, und spätestens seit Samstagabend ist nicht ausgeschlossen, dass auch Sandro Lauper eher früher als erwartet die Schweizer Liga verlassen wird. Zwei Tage nach seinem 22. Geburtstag brillierte der Berner gegen Sion mit einer vorzüglichen, beinahe fehlerlosen Vorstellung, resolut in den Zweikämpfen und fantastisch in der Spieleröffnung.

Gewohnt präzis spedierte Lauper die Bälle wie an der Schnur gezogen manchmal 10, manchmal 30 Meter nach vorne zu einem Mitspieler, stets klug und ideal getimt. «Ich bin froh, haben wir nach den zwei unglücklichen Gegentoren so stark reagieren können», sagt Lauper, der die Unterstützung von Routinier Wölfli lobte. «Weil Steve von Bergen diesmal krank fehlte, war er es, der uns junge Verteidiger dirigierte und führte.»

Sandro Lauper wäre ein starker zentraler Mittelfeldspieler, dort fühlt er sich am wohlsten, dort aber ist YB mit Sékou Sanogo und Djibril Sow sowie Leonardo Bertone und Michel Aebischer exzellent besetzt. Also hilft Lauper derzeit in der Innenverteidigung aus, er tut das elegant, den Kopf stets oben, mit Ruhe und Übersicht.

Manchmal erinnert er in seiner Spielweise an den früheren Nationalverteidiger Patrick Müller, der ebenfalls kein Kraftpaket, aber ein spielintelligenter Techniker war. Lauper hätte ja bereits in die Bundesliga wechseln können, zu Mainz oder Wolfsburg beispielsweise, nun ist der frühere Thuner bei seinem Jugendclub YB auf allerbestem Weg, schnurstracks einer der stärksten Schweizer Aufbauspieler zu werden.

12 Gegentore in 5 Spielen

Auch Sandro Lauper ist aber vorerst gefordert, die YB-Defensive schleunigst wieder zu stabilisieren. 14 Gegentore in 12 Saisonspielen sind zwar ein ordentlicher Wert, zuletzt waren es aber gleich 8 in 3 Ligaspielen und 12 in 5 Pflichtpartien. Denn es ist zwar höchst unterhaltsam, wie die Young Boys in diesen Wochen unterwegs sind – aber immer wird es nicht gelingen, dank späten Toren zu gewinnen.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/22938976

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2018/2019
 Beitrag Verfasst: Montag 29. Oktober 2018, 12:22 
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29.10.2018

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Wo die Young Boys einsam am Tabellenende liegen

Die unterschiedlichen Verhältnisse bei Schweizer Klubs und der Konkurrenz aus der Königsklasse werden gern anhand der Transferausgaben veranschaulicht. Die Berner sind selbst in Sachen Trainingsinfrastruktur chancenlos.

Das Projekt und dessen Kostendach werden beiläufig erwähnt, als Vertreter des deutschen Fussballbunds (DFB) über sich und die Fussballwelt reden. Das Projekt besteht darin, dass der DFB auf der Pferderennbahn Frankfurt eine Akademie errichten lässt – für 150 Millionen Euro.

Oder das: Diverse Medienvertreter besuchen den Campus von Bayern München, nicht an der Säbener Strasse, wo die erste Mannschaft zu Hause ist, nein, den Campus für die Bayern-Frauen und den Bayern-Nachwuchs in Sichtweite der Münchner Arena. Da gibt es ein Kleinstadion, Unterkünfte und 8 Trainingsplätze für 14 Teams. Kostenpunkt: 70 Millionen Euro. Nebenbei erwähnt ein Verantwortlicher, dass der Klub zudem 60 Millionen in die Modernisierung des Stadions investiert habe. Solche Infrastrukturkosten bilden die teilweise mit Geld übersäte Fussballwelt ab.

Spielen die Young Boys in der Champions League gegen Valencia, werden Transfer-, Lohn-, Bilanzsummen aufgelistet. Die Differenz ist krass, und die Leistung ist hoch einzuschätzen, wenn die Young Boys die Spanier fast besiegen. Valencia hat ein Trainingszentrum auf 180 000 Quadratmetern, dort hat es wie in München ein Kleinstadion, über zehn Terrains für Trainings, Kunstrasen inklusive, und auch sonst allerhand, wie klubeigene Bilder zeigen, die einen durch die bäumige Ciudad Deportiva führen. Wenn das eine Person von den Young Boys hört, schliesst sie die Augen und wiederholt: «Hundertachtzigtausend Quadratmeter.» Die Allmend hinter dem Stade de Suisse ist gross. Dort hat es unter anderem 4 Natur- und 2 Kunstrasenfelder, je ein Baseball-, ein Rugby- und ein Frisbee-Terrain. Die Young Boys haben auf der Allmend temporär Gastrecht, aber das grüne Reich, das viel kleiner ist als jenes von Valencia, gehört nicht dem Klub, sondern der Stadt Bern. Die Young Boys haben genau ein eigenes Trainingsfeld: den Kunstrasen im Stade de Suisse. Das ist der Hauptgrund für den Plastik. Der Rest ist Improvisation, seit Jahren. Bei den Young Boys hat jemand recherchiert, dass die 32 Champions-League-Teilnehmer im Schnitt über 7 eigene Trainingsplätze zur Verfügung haben. Der Tabellenletzte stammt aus Bern.

Besser stünde der FC Basel da. Seinem Nachwuchs wird der Campus von einer Stiftung, die von der früheren Präsidentin Gigi Oeri gegründet worden ist, kostenlos zur Verfügung gestellt, unter anderem 1 Kunst- und 4 Naturrasen. Das Profiteam mietet sich ein. GC wäre mit seinem Campus ebenfalls in Champions-League-Form: 3-mal Naturrasen, 3-mal Kunstrasen in unterschiedlicher Grösse.


https://www.nzz.ch/sport/wo-die-young-b ... ld.1431813

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2018/2019
 Beitrag Verfasst: Montag 29. Oktober 2018, 12:45 
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Coiffeur der Stars von YB plaudert aus Nähkästchen

Hoarau, Assalé oder Nsame: In seinem Salon im Berner Breitenrain gehen die YB-Spieler ein und aus. Doch über Fussball spricht Walter Aiguokhian mit ihnen nicht.

Seit 14 Jahren führt der gebürtige Nigerianer Walter Aiguokhian im Berner Breitenrain den «Fineboy Barber Shop». Zu seinen Stammkunden gehört praktisch die halbe erste Mannschaft des BSC YB. Ein Glücksfall für den 42-Jährigen: «Das sind meine Boys, meine Familie!»

Wer ist Yapi?

Wenn ein neuer Spieler zu YB komme, sei die Frage nach dem Coiffeur meistens eine der ersten, erklärt Aiguokhian. Denn: «Fussball ist momentan eine der grössten Geldmaschinen der Welt. Damit man sich im Fernsehen gut verkaufen kann, gehört ein guter Haarschnitt einfach dazu.» Angefangen habe alles mit David Beckham: «Vorher waren die Haare nicht so wichtig. Aber seit Beckham damit angefangen hat, will plötzlich jeder Spieler gut aussehen.»

Gesucht hat der 42-jährige Nigerianer das Geschäft mit den YB-Spielern nicht. Vor Jahren machte ihn ein anderer Kunde darauf aufmerksam, dass er immer die Haare von Gilles Yapi schneide. «Als ich dann mal im Fernseher einen Match schaute, fiel es mir auch auf», lacht Aiguokhian. Seither wurde er unter den Spielern immer weiterempfohlen.

Musik, Politik und Kultur

Mittlerweile ist Aiguokhian nicht nur der Coiffeur von vielen YB-Spielern, sondern auch deren Kollege und Seelenklempner. «Hier im Geschäft reden wir praktisch nie über Fussball», plaudert der Frisör. Die Spieler seien schon sonst nur von Fussball umgeben, das müssen sie hier nicht auch noch haben.

Mit Guillaume Hoarau spreche er zum Beispiel immer über die Musik, über das Tanzen. Mit anderen Spielern rede er über die afrikanische Politik und Kultur. Oder mit Grégory Wüthrich, den er schon als 10-jährigen Knaben kannte, spricht er über die Leute in Bern, die beiden haben viele gemeinsame Kollegen.

Noch ist Walter Aiguokhian mit seinem Fineboys Barber Shop der inoffizielle Coiffeur von YB. Aber wer weiss... Wenn die Geschichte so weitergeht, darf er sich vielleicht ja schon bald als offiziellen Coiffeur der Gelbschwarzen betiteln?


https://www.nau.ch/news/videos/coiffeur ... n-65448156

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2018/2019
 Beitrag Verfasst: Samstag 10. November 2018, 03:20 
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08.11.2018

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YB kann nicht Basel sein

Die Dominanz in der Super League verführt zum Gedanken, die Berner Young Boys seien bereits das, was die Basler im letzten Jahrzehnt waren. Doch die Champions League legt dar, dass dem nicht so ist. Oder besser: noch nicht so ist.

Instinktiv gehen die Unterlegenen nach der 1:3-Niederlage gegen den Valencia CF zur Verteidigung über. Der YB-Captain Steve von Bergen weigert sich, mit einem Medienvertreter über das Spielsystem zu debattieren, über die Frage, ob in Valencia eine etwas defensivere Haltung angebracht gewesen wäre. Vielleicht, ja. Aber in dem Fall hätte es hinterher geheissen, dass YB zu viel Angst habe. Jetzt hat YB womöglich zu viel Mut gezeigt, der im Erfolgsfall wiederum gelobt worden wäre.

Nach einem Remis (1:1) und drei Niederlagen (0:3, 0:3, 1:3) sind für den Schweizer Meister nach menschlichem Ermessen selbst der 3. Rang und der Sprung in die K.-o.-Phase der Europa League zu weit entrückt. Der Gang der Dinge der letzten Monate und die zuoberst schon fast in Marmor geschlagene Tabelle der Super League verführen dazu, YB mit dem FC Basel des letzten Jahrzehnts zu vergleichen: im eigenen Land die unantastbare Macht, in Europa der überraschende Farbtupfer.

Doch Valencia hat gezeigt, dass dem nicht so ist. Oder zumindest: noch nicht so ist. Allein der Blick auf die Statistik zeigt, dass die Young Boys in der Königsklasse grün hinter den Ohren sind, «young», neu, unerfahren – auch im Vergleich zum Valencia CF, der derzeit in der Primera División nur den Statisten gibt und in 11 Spielen lediglich 7 Tore verbucht. In Bezug auf Champions-League-Einsätze der zu Beginn auf dem Rasen stehenden Spieler las sich die Bilanz so: Valencia 123, YB 29. Die Young Boys sind fast alle neu im Geschäft, zumal Miralem Sulejmani, der Einzige mit mehr Erfahrung, zu Beginn auf der Ersatzbank Platz nahm.

Kampfsportler Sanogo

Natürlich wählen die Berner hinterher verbal den Verteidigungsmodus. Der Vorkämpfer Sékou Sanogo, der – sich auf dem Terrain oft im Grenzbereich bewegende – Inbegriff des physischen YB-Spiels, kann den Platzverweis gegen ihn nicht verstehen und mimt im lauten Innern des Stadions den Unschuldigen. In dem Augenblick hat man das Gefühl, dass der leise Sanogo keiner Fliege etwas zuleide tun könnte. Er nimmt die Suggestivfrage eines Radioreporters dankbar an, ob die Referees in solchen Vergleichen halt zu oft den kleinen Gegner benachteiligten. Wie auch immer: Erfahrung heisst auch, die richtige Dosierung zu finden, wenn man dagegenhält, zumal in einem engen Stadion, in dem einige sich erhebende Zuschauer nach jedem Zweikampf gestenreich eine Verwarnung an die Adresse des Gegners fordern. Und Spieler sich theatralisch zu wälzen wissen, ehe sie weiterrennen. Das alles kann in der Rubrik Erfahrung abgebucht werden.

Der Trip nach Valencia legt etwa auch dar, dass der 23-jährige Kevin Mbabu (noch) kein Überverteidiger ist. Neben seinen Offensivqualitäten, neben seinem Sturm und Drang und neben seinen für den Gegner oft Gefahr bedeutenden Flanken sind in Spanien in der Super League undenkbare Bilder zu sehen: Mbabu läuft einem Gegner hinterher. Doch das verwundert nicht, wenn man vor Augen hat, woher Mbabu kommt. Er ist ein junger Fussballer mit Perspektiven, der sich schon einmal vergeblich in der Premier League versucht hat.

YB kann nicht Basel sein. Vor zwei Jahren war’s, als der Klub im Zuge der Entlassungen des CEO Alain Kappeler und des Sportchefs Fredy Bickel im kommunikativen Chaos zu versinken drohte. Und jetzt erklingt die Hymne der Champions League. Allein die Betrachtung der Zeitachse veranschaulicht, dass der YB-Aufstieg nicht direkt in den Fussballhimmel führen kann. Dessen sind sich im Estadio Mestalla in Valencia der Stürmer Guillaume Hoarau und der Sportchef Christoph Spycher bewusst. «Wir lernen weiter», sagen sie. Und sie reden von «Details», die den Ausschlag gäben.

Während in der Schweiz den Bernern allein auf physischer Ebene kaum Gegenwehr erwächst, ist das in Turin, Valencia oder Manchester anders. In St. Gallen oder in Zürich kann man sich Fehler erlauben, sie werden nicht postwendend ausgenutzt. Anders in Valencia. Wenn Steve von Bergen einen Ball falsch einschätzt, hat das Folgen. Wenn zwei Verteidiger einen Tick zu spät den Schritt nach vorn tun, bezahlen sie das teuer. Und wenn man einen in den Strafraum eindringenden Spieler nicht angreift, muss man sich hinterher nicht wundern. «Ein Fehler ist auf dem Niveau meistens einer zu viel», sagt Spycher.

Die Schieflage des Gegners

Trotzdem wäre interessant zu sehen gewesen, was passiert wäre, hätten sich die Berner so effektiv gezeigt wie die Spanier, für die viel auf dem Spiel stand. Der Trainer Marcelino war bedrohlich ins Kreuzfeuer geraten, die Finanzen des Klubs sind in Schieflage und rufen laut der Zeitung «Las Provincias» nach Spielerverkäufen, obschon TV-Verträge jährlich 60 bis 70 Millionen Euro einspielen werden sowie die Champions League über 60 Millionen. Verrückte Fussballwelt.

Interessant zu verfolgen wäre gewesen, was passiert wäre, hätte YB die 1:0-Führung erzielt und Valencia noch mehr in Angst versetzen können. Wer weiss schon, wann sich einem Schweizer Team das nächste Mal in der Königsklasse in Spanien eine solche Möglichkeit für einen Coup bietet.


https://www.nzz.ch/sport/yb-kann-nicht- ... ld.1434901

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2018/2019
 Beitrag Verfasst: Samstag 10. November 2018, 03:23 
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YB vom eigenen Erfolg überholt

Gigant in der Schweiz, Habenichts in Europa – die Young Boys bewegen sich weiter zwischen zwei Extremen. Und es ist Ansichtssache, wie man ihre Rolle in der Champions League definieren möchte.

Man kann die Sache so sehen, wie sie YB sieht: Jeder Punktgewinn der Young Boys in der Champions League ist eine mittelgrosse Sensation. Wenn man das tut, darf man gerne daran erinnern, von wo der Club herkommt und wie unheimlich schlecht es ihm noch vor etwas mehr als 24 Monaten ging – ehe Christoph Spycher als Sportchef übernahm. Und es mit YB steil aufwärts ging. Bis in die Champions League und am Mittwoch ins grossartige Mestalla mit den steilsten Tribünen weltweit. 2016 wäre das spektakulärer Fantasystoff gewesen.

Die Young Boys kommen von sehr weit her, das 1:3 in Valencia ist für sie kein Rückschlag, selbst wenn sie bereits nach vier Spieltagen aus der Champions League ausgeschieden sind.

Wuchtig, mutig, offensiv

Weil aber vieles im Leben eine Frage der Perspektive ist, darf man die Sache auch anders betrachten. Nämlich so: YB mag krasser Aussenseiter sein, aber man müsste nie mehr als krasser Aussenseiter zu einem Wettbewerb antreten, wenn der krasse Aussenseiter nicht ab und zu gewinnt. Es ist selten hilfreich, sich kleiner zu machen, als man ist. Weit weg waren die Young Boys jedenfalls erneut nicht vom schwer kriselnden Valencia.

«Auf diesem Niveau ist jeder Fehler einer zu viel.»YB-Sportchef
Christoph Spycher


Dementsprechend verärgert präsentierten sie sich nach der Niederlage. «Es wäre mehr möglich gewesen», sagt Captain Steve von Bergen. «Aber wir haben zu viele Fehler gemacht.» So sieht es auch Sportchef Christoph Spycher: «Auf diesem Niveau ist jeder Fehler einer zu viel.»

Beeindruckend war in Valencia, mit welcher Härte die Young Boys agierten, sie waren kompromisslos und wuchtig, sie waren in der ersten Halbzeit mutig und bemerkenswert offensiv. Was zu jener Debatte führt, die man bei YB für unnötig hält, die aber je nach Perspektive und ganz sicher aus neutraler Optik durchaus interessant ist: Wie tritt man als krasser Aussenseiter auswärts in einem Champions-League-Spiel an?

Balance finden

Die Young Boys sind im 4-4-2-System so gross geworden, wie sie sind. Aber sie sind vielleicht zu klein, um damit bei einem spanischen Königsklassevertreter zu bestehen. Selbst wenn dieser schwächelt. Andererseits: Viel fehlte vor der Pause nicht, und YB hätte sich für seinen frechen Vortrag belohnt. Wären nicht diese ärgerlichen Aussetzer in der Defensive gewesen, die jedoch möglicherweise genau deshalb entstanden, weil der Druck auf die Abwehr durch die forsche Spielweise beträchtlich war.

Steve von Bergen hält wenig von dieser Systemdebatte. Er sagt: «Hätten wir defensiver gespielt, würde man uns Mutlosigkeit vorwerfen.» Und Christoph Spycher erklärt: «Wir wollten in Valencia unbedingt gewinnen, um in der Tabelle einen Schritt vorwärtszumachen.» Und sowieso: Die haarsträubenden individuellen Patzer vor den Gegentoren dürfen in keinem System passieren.

Der Grat ist eher schmal, auf dem die Young Boys durch diese Herbstwochen wandeln. Die Champions-League-Teilnahme veredelt ihr grossartiges Jahr, in der Super League schweben sie in eigenen Sphären, wie einst Basel, aber in der Sternenliga gelingen ihnen keine grandiosen Siege wie damals dem FCB. «Wir spielen zum ersten Mal in der Champions League», sagt Sportchef Spycher, «das sind alles wertvolle Erfahrungen.» Trainer Gerardo Seoane meint, es sei entscheidend, dass die vielen jungen Fussballer möglichst viel lernten. «Sie profitieren enorm von diesen Partien.»

Es war am Mittwoch das Ziel der Young Boys gewesen, den verunsicherten FC Valencia in viele Zweikämpfe zu zwingen. «Und wir wollten Emotionen reinbringen», sagt von Bergen. «Aber es ist wichtig, dass man Emotionen kontrollieren kann.» Manch ein Berner übertrieb es: Nicolas Ngamaleu hätte sich über einen Platzverweis nicht beschweren können und musste zur Pause ausgewechselt werden, Sékou Sanogo erhielt die Rote Karte.

Kaderreduktion im Winter

Von einem Punktgewinn war YB letztlich trotz starker erster Hälfte einiges entfernt. Niemand erwartet Siege in der Champions League, je nach Blickwinkel aber ist es nicht falsch, auf das 2:0 von Roter Stern Belgrad am Dienstag gegen den Champions-League-Finalisten Liverpool, der deutlich stärker ist als Valencia, hinzuweisen. Ein Coup ist den Young Boys bisher nicht gelungen. Nur zwei von 32 Teilnehmern sind in der Gruppenphase schwächer und noch ohne Punkt: Lokomotive Moskau und AEK Athen.

Die YB-Resultate sind genau so, wie man sie hatte erwarten dürfen. Aber zusammengebrochen ist das Team nie, nicht wie Belgrad bei Paris Saint-Germain (1:6) – oder Donezk (0:6 bei Manchester City) und Pilsen (0:5 gegen Real Madrid) diese Woche.

Irgendwie sind diese Young Boys vom eigenen Grosserfolg rechts überholt worden. Nun sind sie mit der Herausforderung konfrontiert, die Status als Gigant zu Hause sowie als Habenichts in Europa zu verbinden. Und in der Winterpause könnte das breite Kader durch lukrative Spielerverkäufe verkleinert werden. Dieses Team ist konzipiert worden für intensive Zeiten in drei Wettbewerben. Es ist unrealistisch, und diesbezüglich gibt es nur eine Perspektive, Siege bei Manchester United sowie gegen Juventus zu erwarten und den Sprung als Dritter in die Europa-League-Sechzehntelfinals.

Die aufregende Herbstreise aber darf YB weiter geniessen. Im Old Trafford Ende November sollen laut Fanexperten so viele Berner Supporter wie noch nie in einem Europacup-Auswärtsspiel dabei sein (rund 3500). Und Mitte Dezember gastiert Cristiano Ronaldo im Stade de Suisse.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/uefa ... y/25115088

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2018/2019
 Beitrag Verfasst: Sonntag 11. November 2018, 01:44 
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“The football business is a difficult business,” says YB’s CEO

Young Boys Bern are taking part in the UEFA Champions League for the first time. In conversation with Sarah Chiarello, YB CEO Wanja Greuel shares his thoughts on how the club will use the extra money, the risk of match-fixing in Switzerland, and how to compete with the rest of Europe.


https://www.cnnmoney.ch/shows/sports/vi ... ys-ybs-ceo

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2018/2019
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 15. November 2018, 21:43 
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Berner mit neun abwesenden Nati-Spielern

Die Kehrseite des YB-Erfolgs

Ganze neun YB-Spieler sind aktuell mit einer Nationalmannschaft unterwegs. «Das hat man gern», sagt Trainer Seoane.

Das ist die Kehrseite des YB-Erfolgs. Vor zwei Jahren krähte kein Hahn nach YB-Spielern, wenn es darum ging, Nationalkader zusammenzustellen. Jetzt ist die halbe Mannschaft «on the road».

Dass mit Sow, Fassnacht, Benito, Mbabu (alle Schweiz), Assalé (Elfenbeinküste), Camara (Guinea) und Ngamaleu (Kamerun) gleich sieben A-Nationalspieler fehlen, ändert den Trainingsbetrieb naturgemäss. Wie trainiert man dann? YB-Coach Gerry Seoane: «In der ersten Woche einer Länderspielpause geht es darum, die Nachwehen der letzten strapaziösen Wochen auszukurieren. Da wird sehr individuell trainiert. Je nachdem, ob einer viel gespielt hat.»

Wird dann einer, der es in keine Nationalmannschaft geschafft und der wenig gespielt hat, zur armen Sau, weil er dann geschlaucht wird? «Überhaupt nicht. Es gilt Energie zu tanken für den Schlussspurt in diesem Jahr. Da solle es auch jenen Spass machen, die nicht in einer Nati sind», so Seoane.

Das reduzierte Kader – wenn man die beiden U-Nationalspieler Seydoux und Kronig dazuzählt, fehlen bei YB neun Akteure – gibt dem Coach zudem eine weitere Option: «Wir können Spieler aus der U21 und der U18 in den Betrieb integrieren und so deren Entwicklung beobachten.»

Das mag ja schön und gut sein. Aber stört das nicht, wenn man nicht an den Automatismen feilen kann etc.? Seoane: «Nein! Im Gegenteil. Das hat man gern, wenn so viele unterwegs sind. Denn das ist ja unser Ziel, Spieler so weit zu bringen, dass sie für Nationalmannschaften aufgeboten werden.» Genau dahin wolle man mit der Bühne YB, so der Luzerner abschliessend.

Das sind die A-Nationalspieler der Super League

YB (7): Fassnacht, Benito, Sow, Mbabu (Schweiz), Camara (Guinea), Assalé (Elfenbeinküste), Ngamaleu (Kamerun).
Basel (5): Oberlin, Ajeti, Omlin (Schweiz), T. Xhaka (Albanien), Serey Die (Elfenbeinküste).
GC (2): Lindner (Österreich), Doumbia (Elfenbeinküste).
FCZ (7): Palsson (Island), Vanins (Lettland), H. Kryeziu, Kololli, M. Kryeziu (Kosovo), Pa Modou, Ceesay (Gambia).
Luzern (5): Gvilia, Kakabadze (Georgien), Demhasaj, Voca (Kosovo), Juric (Australien).
Lugano (2): Crnigoj (Slowenien), Janko (Österreich).
Xamax (0)
Thun (1): Salanovic (Liechtenstein).
St. Gallen (2): Ashimeru (Ghana), Kchouk (Tunesien).
Sion (2): Abdellaoui (Algerien), Lenjani (Albanien).


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 18539.html

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2018/2019
 Beitrag Verfasst: Freitag 23. November 2018, 14:21 
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