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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2018/2019
 Beitrag Verfasst: Samstag 15. Dezember 2018, 14:46 
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Die Lösung liegt so nah – und ist so weit weg

Die Trainingsbedingungen bei YB sind katastrophal. Das bringt den Club in der Nachwuchsarbeit immer stärker in Rücklage.

YB fliegt 2018 sehr hoch. Doch die Herrlichkeit ist nicht für ewig, die heile Welt ist gefährdet. Viele Spieler werden weiterziehen, der Trainer irgendwann auch, Sportchef Christoph Spycher wäre die perfekte Lösung als Supermanager beim Schweizerischen Fussballverband.

YB wird weiterexistieren. Ob der Meister den Status als nationales Spitzenteam mit internationalen Ambitionen behalten kann, hängt nicht nur davon ab, welche Figuren die Geschicke leiten. Entscheidend, und das betonen alle im Betrieb, ist die Trainingsplatzsituation. «Es ist sehr wichtig für YB, dass sich die Bedingungen deutlich verbessern», sagt Spycher. CEO Wanja Greuel spricht sogar von «existenzieller Bedeutung». Auch andere Entscheidungsträger, von Verwaltungsrat Ernst Graf über Chefscout Stéphane Chapuisat bis Captain Steve von Bergen, betonen die Dringlichkeit.

Grosse Allmend perfekt

Jeder halbwegs ordentlich aufgestellte Fussballverein im europäischen Spitzenfussball besitzt ein Trainingszentrum. Bei YB dagegen sind die Verhältnisse «katastrophal», wie Greuel sagt. Er hat zum Gespräch eine Liste mitgebracht mit der Anzahl Trainingsfelder aller 32 Champions-League-Teilnehmer. Einige Vereine erweitern gerade ihre teilweise pompösen Anlagen, Liverpool wird bald 18 Plätze haben, am Ende der Liste steht ein Verein mit der Zahl 0. Es ist YB.

«Deutlich bessereBedingungen für unsere Teams sind von existenzieller Bedeutung für YB.»
Wanja Greuel? CEO Stade de Suisse


Nun darf man festhalten, dass sich die Young Boys nicht mit den Grössen des Kontinents messen müssen. Aber auch im Vergleich zur Super-League-Konkurrenz steht die klare Nummer 1 des Landes sehr schlecht da. Die Problematik ist seit langem bekannt, es gab Dutzende Ideen, Hunderte Sitzungen, Tausende Mails. «Das ist ein langer Prozess», sagt Greuel, «und wir wissen, dass vieles abgeklärt werden muss.» Er spürt in der Politik die Bereitschaft, YB stärker helfen zu wollen. «Viele haben erkannt, dass unbedingt etwas gehen muss. Aber es müssen zahlreiche Interessengruppen berücksichtigt werden. Wir sind jedoch darauf angewiesen, dass die Situation in absehbarer Zeit deutlich verbessert wird.»

Die Wunschlösung des Clubs ist bekannt: vier Plätze auf der Grossen Allmend – einer davon Kunst­rasen – gegenüber des Stade de Suisse sowie ein kleines Gebäude mit Garderoben, Toiletten, Buvette. Finanziert durch YB. Vorstellbar, aber weniger attraktiv, wäre eine ähnliche Anlage ein bisschen weiter von der Arena entfernt auf der Kleinen Allmend, die ziemlich brachliegt.

Bis zur Realisierung des Projekts ist es ein jahrelanger Weg. Die Allmenden sind wie heilige Kühe, sie sollen allen Menschen und Sportarten offen stehen. «Es würde sich gar nicht so viel ändern», sagt Greuel, «es hätte immer noch genügend Platz für alles andere, wenn wir Platz für vier Felder beanspruchen würden.» Einmal stellten die Young Boys 48 Stunden lang eine Kamera auf, um das Geschehen auf der Grossen Allmend zu beobachten und herauszufinden, ob das Trainingscenter den Betrieb stören würde. Das Treiben sei sehr überschaubar gewesen.

Der SFV macht Druck

Die Young Boys spüren Rückenwind, sie haben der Stadt und den Menschen 2018 manch schöne Stunde beschert. Und es gilt viele Leute zu überzeugen, Abstimmungen und Zonenplanänderungen sind notwendig, um den Traum zu realisieren. Einfluss hätte der Bau auch auf viele andere Dinge, so müsste eine Lösung wegen der Parkplatzproblematik gefunden werden.

Bei YB ist man überzeugt, dass ein kleine Anlage auf der Allmend die mit Abstand beste Idee ist. Zumal dann im Stade de Suisse endlich wieder Naturrasen verlegt werden könnte. «Es wäre auch eine Entlastung für die anderen Clubs», sagt Greuel, «es besteht generell ein Mangel an Feldern in Bern, weil der Fussball so viele Menschen anzieht.»

In den letzten Jahren fasste YB auch Traingscenter ausserhalb der Stadt ins Augen, in Rubigen, Schönbühl, Brünnen. «Das entspricht aber aus vielerlei Gründen nicht den Bedürfnissen, die wir haben», sagt Christian Franke, Nachwuchschef des Vereins. Beispielsweise schreibe der Fussballverband (SFV) eine geografische Nähe zum Stadion und den Ausbildungsstätten der Nachwuchsfussballer vor, die Schulen besuchen oder eine Berufslehre absolvieren.

Vor einigen Wochen erhielten die Young Boys einen Brief des SFV mit der Aufforderung, die Zustände zu verbessern. So sei es störend, würden einige Spielfelder von anderen Teams besetzt oder seien der Öffentlichkeit zugänglich. Die nicht ausreichende Beleuchtung der Plätze sowie die fehlende Markierung wurden ebenfalls bemängelt. Ganz allgemein würden die Natur- und Kunstrasenfelder nicht dem Standard des Spitzenfussballs entsprechen.

Schwerer Stand bei Talenten

Die YB-Nachwuchsteams trainieren und spielen grösstenteils auf der Grossen Allmend – wie ganz viele andere Teams aus dem Breitensport, zu denen sogar Mannschaften aus dem Firmensport sowie der Alternativliga gehören. Auch Partien der U-18-Auswahl werden auf einem der Kunstrasenplätze nahe der Postfinance-Arena ausgetragen. «U-18 ist die höchste Stufe im Nachwuchsfussball», sagt Franke, «es ist ein Riesenproblem, müssen wir dort spielen.»

Toiletten gibt es keine für die Zuschauer, Garderoben für die Spieler fehlen, auch letzten Samstag mussten die Teams von YB und Basel in der Pause einen längeren Marsch in einen Luftschutzkeller unternehmen, um Regen und Kälte auszuweichen. Der Weg ins Stade de Suisse und zurück würde gar die gesamte Pause beanspruchen. Auch Alex Frei, U-18-Coach des FCB, zeigte sich verwundert über die miserablen Zustände.

YB droht der Entzug der Zertifizierung als Leistungszentrum, falls sich nichts ändert. Und es gibt eine ganze Menge weitere Punkte, welche die Young Boys ins Abseits stellen. So konkurriert YB längst mit internationalen Clubs um die grössten Talente, die oft schon mit 16, 17 Jahren ins Ausland wechseln. In diesem Jahr gingen drei YB-Akteure im Teenageralter zu Atlético Madrid, Benfica Lissabon, Newcastle. «Bei einem Besuch anderer Vereine sehen die Jungs, deren Eltern und Berater die erstklassigen Trainingsbedingungen», sagt Franke, «während wir bezüglich Infrastruktur sehr wenig bieten können.»

Deswegen erhielten die Berner schon Absagen von begabten Fussballern. Derzeit hat es bei YB nicht nur laut Franke enorm viele sehr talentierte Spieler im Alter von 15 bis 18. Die Young Boys sind nicht in der Lage, ihnen auch nur annähernd ähnliche Trainingsverhältnisse zu bieten wie die an ihnen interessierten Clubs.

Soll YB Bern langfristig glücklich machen, benötigt es einen kleinen Campus auf der Grossen Allmend – so lautet das Anliegen des Vereins. Die Lösung würde so nahe liegen, ein paar Meter über die Papiermühlestrasse. Und ist doch noch so weit weg.


Champions-League-Teams - Club / EigeneTrainingsplätz

Liverpool 18 Paris 17 Manchester City 16 Tottenham 16 Manchester United 15 Inter 13 Juventus 11 Real Madrid 10 Schalke 10 Barcelona 9 Donetsk 9 Ajax 9 Bayern 8 Valencia 8 Hoffenheim 8 Eindhoven 7 Brügge 6 Benfica 6 Atletico Madrid 5 Dortmund 5 Porto 5 Lyon 5 Monaco 5 Roma 4 Galatasaray 4 Lok Moskau 3 Napoli 3 Viktoria Pilsen 3 AEK Athen 3 ZSKA Moskau 2 Roter Stern Belgrad 2 Young Boys 0


Morgen bei Xamax: Letztes YB-Spiel in dieser Besetzung

Die Young Boys beschliessen am Sonntag ihr traumhaftes Jahr mit der Partie bei Aufsteiger Xamax. Als Leader haben sie 33 Punkte (!) mehr als der Tabellenletzte, bei dem der frühere YB-Spieler Raphael Nuzzolo eine überragende Saison absolviert. Vier Tage nach dem 2:1 gegen das grosse Juventus in der Champions League darf man gespannt sein, wie die Young Boys auftreten werden. «Das Team hat schon oft bewiesen, diesen Spagat bewältigen zu können», sagt Trainer Gerardo Seoane. Es wird morgen in Neuenburg die letzte Begegnung von YB in dieser personellen Besetzung sein. Sékou Sanogo dürfte im Januar ins Ausland wechseln, auch andere Akteure sind umworben.

Mögliche YB-Aufstellung: Von Ballmoos; Mbabu, Camara, Wüthrich, Benito; Fassnacht, Sow, Sanogo, Ngamaleu; Assalé, Hoarau. Ohne: Lauper (gesperrt), Sulejmani, Lotomba (verletzt). Fraglich: Von Bergen und Garcia


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/24574210

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2018/2019
 Beitrag Verfasst: Montag 17. Dezember 2018, 11:14 
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Wie zweimal Meister in einem Jahr

YB blickt auf ein fantastisches 2018 zurück – und ist in jeder Beziehung unterwegs zu einer Saison der Rekorde.

Team des Jahres in der Schweiz sind die Young Boys ja erstaunlicherweise nicht geworden – wobei man schon schüchtern die Frage stellen darf, was ein Team denn mehr leisten kann als YB 2018. Das Siegerteam, die Eishockey-Nationalauswahl, jedenfalls versagte total an den Olympischen Spielen, dem mit Abstand wichtigsten Anlass des Jahres. Die Young Boys dagegen hörten einfach nicht auf zu siegen, zu treffen und zu feiern.

4:1 bei Xamax – wie 1986

Die Young Boys haben ein derart fantastisches, Team-des-Jahres-würdiges 2018 absolviert, dass sie im Grunde genommen nach 32 Jahren Wartezeit gleich zweimal Meister wurden. Zuerst im Frühling – und danach mit einer herausragenden Vorrunde. 19 Punkte Vorsprung werden die Young Boys kaum noch verspielen, ganz egal, welche Berner Fussballer bereits im Januar in eine Topliga wechseln werden. YB und seine Fangemeinde wurden in den letzten Monaten angemessen für eine äusserst lange Leidenszeit entschädigt. Und vielleicht passt es ganz gut in diese Thematik, siegte der Titelverteidiger zum Abschluss des Jubeljahres am Sonntag 4:1 in Neuenburg gegen Xamax.

Genau wie einst im Mai 1986, als die Young Boys auf der Maladière zum letzten Mal vor 2018 die Meisterschaft hatten feiern dürfen. «Wir haben uns in dieser Saison immer weiter entwickelt», sagt YB-Trainer Gerardo Seoane. «Das hat man auch in der Champions League gut gesehen, in der wir konstant stärker wurden.»

Der souveräne, stilsichere Auftritt in Neuenburg vier Tage nach dem heroischen 2:1-Sieg gegen Juventus in der Königsklasse beendete eine Vorrunde der Superlative und Rekorde für die Young Boys (57 Tore und 49 Punkte). Im gesamten 2018 übrigens siegten sie in 35 Super-League-Partien 30-mal (!) und verloren nur zweimal – 1:5 in Basel nach umfangreichen Meisterfeierlichkeiten Ende letzter Saison sowie äusserst unglücklich 2:3 gegen Luzern im Oktober. In jener Begegnung hatte YB acht Minuten vor Spielende noch 2:1 geführt, zudem fiel das FCL-Siegtor aus Abseitsposition. Und in der nächsten Runde, beim 3:3 in Zürich gegen den FCZ, vergaben die Young Boys in der Schlussphase gleich mehrere Grosschancen teilweise kläglich. So gesehen wäre sogar eine makellose Vorrunde möglich gewesen, wobei keineswegs verschwiegen werden soll, dass der Leader mehrmals auch dank späten Treffern zum Sieg fand.

Basler Rekorde wackeln

Die vermutlich unerreichbare 100-Punkte-Marke in der Liga dürfte auch diese Saison kaum fallen. Dazu müsste YB in der Rückrunde 17 von 18 Begegnungen gewinnen. Die Super-League-Bestwerte des FC Basel in Sachen Punkte (86, 2016/17), Tore (92, 2016/17), Siege (26, mehrmals) und wenigste Niederlagen (2, zweimal), um nur die wichtigsten zu nennen, aber können die Young Boys nach der Winterpause angreifen. Angesichts des Riesenvorsprungs dürfte es jedoch nicht einfach werden, die Spannung bis Ende Saison hochzuhalten.

Und an den Swiss Football League Awards am 28. Januar in Luzern werden die Berner die Abräumer in allen Kategorien sein. Fürs All-Star-Team hat sich fast jeder Stammspieler qualifiziert, nur wenige wie der frühere YB-Akteur Raphael Nuzzolo von Xamax drängen sich als Alternativen auf. Seit diesem Sonntag ist bekannt, dass Nuzzolo wie Guillaume Hoarau und Kevin Mbabu als Spieler des Jahres vorgeschlagen ist. Vermutlich auch, damit nicht alle nominierten Fussballer von YB sind.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/28862124

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2018/2019
 Beitrag Verfasst: Dienstag 18. Dezember 2018, 12:42 
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18.12.2018

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Dunkle Wolken am siebten YB-Himmel

Hinter YB liegt das erfolgreichste Jahr der Vereinsgeschichte. Aber nun droht der Abgang von Sportchef Christoph Spycher.

Im Frühling die Meisterpartywochen nach 32 Jahren ohne Titel. Im Sommer die Cham­pions-League-Qualifikation. Im Herbst der Marsch durch die Super League. Und im Winter der Sieg gegen Weltclub Juventus. YB blickt auf das erfolgreichste Jahr der Vereinsgeschichte zurück und ist so prächtig aufgestellt wie noch nie.

Sportlich wegen 19 Punkten Vorsprung auf den kriselnden FC Basel. Wirtschaftlich unter anderem wegen der über 30 Millionen Franken Einnahmen in der Königsklasse sowie einer ganzen Reihe von Fussballern, die für insgesamt weit über 50 Millionen Franken verkauft werden können.

Kevin Mbabu und Sékou Sanogo, Djibril Sow und Sandro Lauper, Christian Fassnacht und Roger Assalé, Loris Benito und David von Ballmoos, Mohamed Camara und Michel Aebischer – von ihnen wird in zwei Jahren kaum einer noch bei YB sein. Und dahinter wartet im Verein bereits die nächste Reihe begabter Akteure um Jordan Lotomba.

Gewürdigt worden sind die Young Boys in den letzten Monaten für ihre fantastischen Leistungen auch in diesen Spalten immer wieder, 30 Siege in 35 Ligaspielen 2018 symbolisieren ihre überragende Performance. Eine erfolgreichere Bilanz ist beinahe unmöglich, zumal der Rivale aus Basel kaum noch einmal derart unter den Erwartungen bleiben wird.

YB hat seit September 2016 einen beispiellosen Steigerungslauf hingelegt, und es gibt viele Gründe und Figuren für den Aufschwung: die ungewöhnliche Ruhe im Betrieb und die professionelle Arbeitsweise aller Beteiligten, die überzeugenden Fussballer und die mutigen Trainer Adi Hütter und Gerardo Seoane, die ausgezeichnete Nachwuchsförderung und der grosse Zusammenhalt der Verantwortlichen.

Letztlich aber laufen alle Fäden in der Organisation bei Christoph Spycher zusammen. Der Sportchef ist seit diesem September 2016 im Amt und der Strippenzieher, der alles im Griff hat, sich kaum Fehler leistet, die richtigen Personen an die richtigen Positionen gesetzt und ein Klima geschaffen hat, in dem sich jeder wohl fühlt. Dabei brilliert der Berner sogar noch mit Bodenständigkeit, Ehrlichkeit und klarer Kommunikation in einer teilweise unsauberen Branche mit Führungsfiguren, die nicht immer als Vorbilder taugen.

Man darf nicht vergessen, woher dieses YB kommt. Und wie schwer geschlagen der Verein vor 27 Monaten nach internen Unruhen am Boden war. Hinter ihm lagen Jahre voller Misswirtschaft und Misserfolg. Das Millionendefizit war 2016 wie immer seit 2010 sehr hoch (und sogar zweistellig). Spycher übernahm ein viel zu teures, schlecht zusammengestelltes Team, das Mittelmass verkörperte. Die Ambiance im Stade de Suisse war vergiftet. Das alles gilt es unbedingt in Erinnerung zu rufen, wenn es um die Zukunft der Young Boys geht.

Denn es kann schnell gehen im Fussball – und zwar in beide Richtungen. YB und der FCB wissen Bescheid. Und weil der Höhenflug der Young Boys derart stark mit der Person Christoph Spycher in Verbindung steht, muss man die dunklen Wolken erwähnen, die am strahlend blauen YB-Himmel auftauchen und sich 2019 in einem veritablen Gewitter entladen könnten.

Christoph Spychers Vertrag läuft Ende Saison aus und wäre längst verlängert worden, wenn der Sportchef mit allen Arbeitsbedingungen im Stade de Suisse zufrieden wäre. Die allgemeine Meinung ist, dass der 40-Jährige seinen Verein und sein Projekt niemals verlassen würde – obwohl die Fallhöhe beträchtlich ist, es kaum besser werden kann und ein sehr komplizierter Kaderumbau auf ihn wartet.

Wie smart Spycher dabei vorgeht, verdeutlichen drei Beispiele. Sollte Sanogo im Winter wie erwartet mit 29 Jahren noch eine Herausforderung in einer Topliga suchen (und der Zustand seiner Knie den Transfer zulassen), würden mit Sow, Lauper und Aebischer immer noch drei hoch begabte zentrale Mittelfeldspieler im Kader stehen.

Wenn Mbabu YB im Januar oder im Sommer verlässt, ist der Nachfolger als Rechtsverteidiger mit Lotomba schon im Team. Und sollte Benito, dessen Vertrag ausläuft, Ende Saison ebenfalls wechseln, gilt das mit Ulisses Garcia auch für die Position hinten links. So zieht sich das durch die gesamte Personalplanung.

Doch der Verbleib Spychers ist keineswegs gesichert. Er ist ein prinzipientreuer Mensch, das hat er auch bei seiner Installierung demonstriert, als er klare Bedingungen diktierte und unter anderem verlangte, dass der Verwaltungsrat nicht ins operative Geschäft eingreife.

Daran hat sich nichts geändert, Spycher legt Wert auf eindeutige Richtlinien betreffend Kompetenzen. Die Young Boys sind gut beraten, Spychers Standpunkte ernst zu nehmen. Die Parteien sind im Austausch, in der Öffentlichkeit mag der Sportchef nicht über seine Zukunft sprechen, betont aber, ums Geld gehe es ihm nicht.

Christoph Spycher steht vor einer sehr schwierigen Entscheidung. Denn er ist, obwohl das offiziell selbstverständlich niemand bestätigt, die Wunschlösung beim Schweizerischen Fussballverband (SFV) für die neu geschaffene Funktion als Supermanager ab Sommer 2019. Er wäre eine Topbesetzung auch auf diesem Posten.

Spycher ist ein ausgesprochener Familienmensch, beim SFV hätte der zweifache Vater bei deutlich besserem Lohn eine erheblich höhere Lebensqualität, weil zum Beispiel die anstrengenden Transferphasen im Sommer und im Winter wegfallen würden. Und die Aufgabe beim Verband wäre äusserst interessant, Spycher fände reizvolle Gestaltungsmöglichkeiten vor.

Ein Abgang Spychers hätte für YBweitreichende Konsequenzen

Ein Abgang Spychers hätte für YB weitreichende Konsequenzen, zumal es unmöglich werden dürfte, eine Person zu finden, die den Sportchef sofort ersetzen könnte. Und: Enge, einflussreiche, wertvolle Vertraute Spychers wie Chefscout Stéphane Chapuisat, Ausbildungschef Gérard Castella und Kommunikationsdirektor Albert Staudenmann könnten den Club ebenfalls verlassen (der eine und andere vielleicht auch in Richtung SFV).

Deshalb ist es 2019 nicht nur entscheidend, wie die Young Boys den heiklen Kaderumbau moderieren werden – sondern vor allem, ob diese Aufgabe weiter von Spycher betreut wird. Der Sympathieträger wäre zudem Türöffner in vielen Kreisen bezüglich dringend benötigten YB-Trainingszentrums auf der Grossen Allmend. Zumal es in dieser für den Verein elementaren Sache irgendwann zu einer Volksabstimmung kommen könnte. Eine Vertragsverlängerung Spychers wäre für YB 2019 mindestens ebenso wichtig wie ein weiterer Meistertitel.

Eines aber ist auch klar: Die kurzfristigen Aussichten der Young Boys sind brillant. An der Titelverteidigung zweifelt kaum jemand, dann müsste im Sommer erneut nur ein Gegner auf Augenhöhe auf dem Weg in die Champions League eliminiert werden. Und: Nach dem verlorenen Final im Mai gegen Zürich wartet YB ja weiter auf den siebten Triumph im Cup. 2019 werden es 32 Jahre her sein seit dem letzten Erfolg.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/20606326

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2018/2019
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 20. Dezember 2018, 17:05 
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19.12.2018

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YB, das All-Star-Team der Super League

Beim Schweizer Meister haben in der Vorrunde viele Spieler überzeugt. Torjäger Guillaume Hoarau erzielte am meisten Treffer, Aggressivleader Sékou Sanogo sammelte fleissig Karten.

Wer ein All-Star-Team der Super-League-Vorrunde aufstellen möchte, hat die Auswahl zwischen 14, 15 Akteuren der Young Boys. Sie alle hätten es verdient, nominiert zu werden, derart überragend marschierte YB durch das erste Halbjahr.

Und wer in einer Fachjury sitzt, um das offizielle All-Star-Team der 18 bisherigen Spieltage zusammenzustellen, tut sich schwer, aus Gründen der Abwechslung andere Fussballer zu finden.

Vielleicht der frühere YB-Spieler Raphael Nuzzolo von Xamax? Oder Thuns Torjäger Dejan Sorgic? Aber waren sie wirklich besser als Miralem Sulejmani, Christian Fassnacht, Guillaume Hoarau oder Roger Assalé?

Mit der brillanten Bilanz von 16 Siegen, 1 Unentschieden und 1 Niederlage beendete YB die Vorrunde, dazu kamen drei Siege im Cup, wobei die zwei 3:2 nach Verlängerung bei den unterklassigen Biel und Schaffhausen durchaus glückhaft waren. Im Europacup schliesslich gab es acht Auftritte, zwei in den Playoffs zur Champions League und sechs in der Gruppenphase (2 Siege, 2 Remis, 4 Niederlagen).

Sogar Steigerungspotenzial

Einzig Fassnacht wurde in allen 29 Pflichtspielen eingesetzt, der beste Skorer ist wenig überraschend Hoarau, die Nummer 99 holte 22 Punkte. Am wenigsten Einsatzzeit erhielt Léo Seydoux mit 99 Minuten, der junge Verteidiger hat aber den besten Notenschnitt, er erhielt für seine Leistung kürzlich gegen Thun (3:2) von dieser Zeitung eine 5.

Die Noten der Young Boys sind selbstredend höher als in früheren Jahren, aber weil eine 4 und eine 3,5 schnell mal möglich ist und das Gesamtergebnis nach unten ziehen, hat keiner eine 5 als Durchschnittsnote überschritten.

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Mohamed Camara, hochveranlagter Innenverteidiger mit anfänglich groben taktischen Defiziten, hat sich nach einigen sehr unglücklichen Auftritten deutlich gesteigert – aber immer noch den schwächsten Notenschnitt (4,17). Dennoch ist auch Camara einer der vielen YB-Akteure, die vor einer grossen Karriere stehen.

Bester Torschütze ist mal wieder Hoarau mit gleich 19 Treffern, Sulejmani ist mit 12 Assists der stärkste Vorlagengeber. Von den sechs Offensivkräften Hoarau, Sulejmani, Fassnacht, Assalé, Nicolas Ngamaleu und Jean-Pierre Nsame hat jeder mindestens sechsmal getroffen. Auffällig ist, dass die oft überragenden Djibril Sow und Sandro Lauper Steigerungspotenzial bezüglich Torgefahr besitzen.

Werden sie zielstrebiger, sind sie bald Kandidaten für regelmässige Einsätze im Nationalteam. In dieser Saison erzielten die beiden in zusammen 41 Einsätzen für YB kein Tor, Sow lieferte immerhin vier Assists, zwei davon zuletzt am Sonntag beim 4:1 in Neuenburg gegen Xamax.

Er wird die Young Boys vermutlich im nächsten Sommer verlassen, während der gleichfalls stark umworbene Lauper im Idealfall für YB ein weiteres Jahr in Bern bleibt – und Michel Aebischer, der dritte hoffnungsvolle zentrale Mittelfeldspieler, vielleicht sogar noch eine Saison länger.

Spieler auf dem Sprung

Auf YB wartet in Sachen Transfers ein hektisches 2019. Sportchef Christoph Spycher sagt: «Ich erwarte bereits einen unruhigen Januar. Manchmal entwickelt der Markt eine Eigendynamik.» Sékou Sanogo möchte nach der Winterpause eine Herausforderung im Ausland antreten, nicht nur die AS Roma gilt als stark interessiert.

Vorzeigezweikämpfer Sanogo, der Chef im Aufbau bei YB, sammelte mal wieder am meisten Karten (10 Gelbe, 1 Rote), mit seiner Präsenz, Aggressivität und Entschlossenheit steht der 29-Jährige für die physische Dominanz der Young Boys.

Das tut auch Kevin Mbabu, der stürmische Rechtsverteidiger, der sich im Schweizer Nationalteam etabliert hat und ebenfalls mit zunehmender Ungeduld den Wechsel in eine Topliga anstrebt. Auch Mbabu ist, man darf das so sagen, zu gross für die Super League geworden.

Die Frage für ihn wird sein, ob es in der Winter-Transferperiode einen Markt für Rechtsverteidiger geben wird. «Wir sind nicht unter Druck und werden keinen Spieler unterhalb seines Marktwerts abgeben», sagt Spycher.

Für den kraftvollen Mbabu dürfte YB mehr als 10 Millionen, eher ab 12 Millionen aufwärts, verlangen. In der wilden Gerüchteküche wird er mit allerhand Vereinen in Verbindung gebracht, in den letzten Tagen tauchte gar Juventus als angeblicher Interessent auf.

Bertone in die USA

Verlassen wird die Young Boys im Winter ganz sicher Leonardo Bertone in Richtung USA. Mit seinem Abgang war gerechnet worden, der 24-Jährige hatte mangels Perspektiven bei YB bereits vor der Saison einen Transfer realisieren wollen. Bertones Abgang ist der Vorbote eines groben personellen Umbruchs bei den Young Boys.


https://www.derbund.ch/sport/fussball/Y ... y/27634457

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2018/2019
 Beitrag Verfasst: Montag 24. Dezember 2018, 17:31 
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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2018/2019
 Beitrag Verfasst: Samstag 29. Dezember 2018, 17:48 
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28.12.2018

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12 Figuren, 12 grossartige YB-Monate, 12. Meistertitel

Was für ein grandioses Jahr für YB! 12 Protagonisten blicken auf 2018 zurück – von Januar bis Dezember.

Januar: Die Verletzung des Stammtorhüters

«Als ich mich Anfang des Jahres schwer an der Schulter verletzte, war ich am Boden zerstört. Doch die Enttäuschung wich schnell dem Eifer, möglichst rasch auf den Platz zurückkehren zu können. Zu Beginn schritt die Genesung rasch voran, aber nach ein paar Wochen hatte ich das Gefühl, keine Fortschritte zu erzielen. Das war die schlimmste Phase. Ich ging mit meiner Freundin ein paar Tage nach Paris, kam auf andere Gedanken. Von da an ging es aufwärts, ich sah das Licht am Ende des Tunnels. Klar freute ich mich über die Erfolge meiner Kollegen, andererseits tat es weh, in der Rolle des Verletzten zusehen zu müssen, wie wir dem Titel immer näher kamen. Doch als ich in der Vorbereitung auf diese Saison ins Tor zurückkehrte, merkte ich, dass es gut war, hatte ich mein Comeback nicht forciert. Während der Verletzungspause setzte ich mich tagtäglich mit meinem Körper auseinander, ich legte im Kraft- wie Ausdauerbereich zu. Zudem bin ich nun mental viel belastbarer. Als der Schiedsrichter das Rückspiel im Playoff zur Champions League in Zagreb beendete, habe ich kurz an die schlimme Zeit zurückgedacht, an all die Tage in der Physiotherapie. Ich war überwältigt von den Emotionen. Es hat sich alles gelohnt.»

Februar: Die Coolness des Torjägers beim Elfmeter

«Ein Stürmer muss Penaltys verwandeln wie ein Goalie Hechtsprünge machen. Ich habe mich früh damit auseinandergesetzt, das gehört einfach zum Job. Die Chancen für den Angreifer sind ja etwas besser, das erzeugt mehr Druck. Es gibt Elfmeter, die verlangen dir mehr Konzentration ab. Im Cup-Halbfinal gegen Basel im Februar trat ich so einen, aber auch in Zagreb im Playoff zur Champions League oder gegen Valencia und Juventus in der Gruppenphase. Meine Quote kenne ich nicht. Aber es wird immer schwieriger, Penaltys zu schiessen, weil dich die Torhüter dank dem ganzen Videomaterial kennen. Es ist Psychologie. Vor dem Schuss versuche ich immer, mich zu entspannen. Das ging in diesem Jahr der wunderschönen Emotionen für YB ganz gut.»

März: Sanfte Planung der Titelfeierlichkeiten

«Im Nachhinein gesehen war es ein Schlüssel zum ersten Meistertitel seit 1986, dass alle bei YB die Ruhe bewahrt und sich auf die eigenen Stärken besonnen haben. Es war in Anbetracht der eigenen Qualitäten und der konstant guten Leistungen kein Thema, ständig nach Basel zu schielen. Die Mannschaft, ein echtes Team, ging ihren Weg, einfach immer weiter. Vorderhand bis zum nächsten Spiel und somit meistens bis zum nächsten Sieg. Aus sportlicher Sicht war der 19. Spieltag, der noch 2017 absolviert wurde, ein Meilenstein: Dank dem hart erkämpften 4:2 in Luzern vermochte YB die Winterpause als Leader in Angriff zu nehmen, was nochmals einen kräftigen Schub an Selbstvertrauen gab. Der Vorsprung von zwei Zählern wuchs in der zweiten Hälfte rasch an. Und im März waren es plötzlich 13 Punkte Abstand. Da stellt man dann im winzig kleinen Kreis und im ganz, ganz stillen Kämmerlein schon einmal Überlegungen an, was eigentlich wäre, wenn ... Aber solche Gedanken werden jeweils rasch zur Seite geschoben, schliesslich kommt Hochmut vor dem Fall; zudem gehört in solchen Momenten der Aberglaube zur Stammelf. Die Erfahrung lehrte einen, dass es nicht angebracht ist und Unglück bringen kann, weit voraus zu planen. Aber eine gewisse Weitsicht kann nicht schaden. Die Stimmung im Club wurde im März von zwei Elementen geprägt: dem unbändigen Willen, dem grossen Ziel alles unterzuordnen, und der Überzeugung, den Traum aller YB-Fans zu erfüllen. Diese Entschlossenheit, gepaart mit der stoischen Ruhe der Entscheidungsträger, war ständig zu spüren und für alle Beteiligten eine Quelle der Energie. Bescheiden im Auftreten, bestimmt auf dem Rasen – das Credo zahlte sich aus und führte nicht nur zu jenem Erfolg, den ganz Bern herbeigesehnt hatte, sondern auch dazu, dass die Mannschaft zwischen Boden- und Genfersee extrem viele Sympathien gewann. Dieses Team mit diesen tollen Typen muss man einfach gernhaben. Dass Andy Rihs, dem die YB-Gemeinde gemeinsam mit seinem Bruder Hans-Ueli Rihs so viel zu verdanken hat, kurz vor dem Titelgewinn seine Augen für immer schloss, sorgte im ganzen Club für tiefste Trauer. Aber Andy verabschiedete sich im Bewusstsein, dass es gut kommt.»

April: Das Meistertor gegen den FC Luzern

«Dieser eine Moment, dieses Tor im April, der allerletzte Schritt zum Meistertitel, hat mein Leben nicht grundlegend verändert, aber er hat ihm ein einzigartiges Kapitel hinzugefügt. Es war ein wichtiges Tor, zum ersten Titel in meiner Karriere, aber vor allem der Auftakt zu unglaublichen Wochen und Monaten mit YB. Alle – Fans, Betreuer, Spieler – hatten seit Wochen auf diesen Moment gewartet, und mit meinem Tor konnte ich uns alle erlösen. Das war wunderschön. Wenn ich heute in der Stadt essen gehe, kommen wildfremde Menschen zu mir und bedanken sich. Ich kriege heute noch Nachrichten deswegen, es gibt Posts in den sozialen Medien. Das ist beeindruckend. Das Tor habe ich bestimmt 100-mal gesehen. Ich konnte es im Sommer auch mit meiner Familie in Kamerun anschauen, das war ein besonderes Vergnügen. Auch 2019 wartet viel auf uns. Für mich kommt mit dem Afrikacup, der leider doch nicht in Kamerun ausgetragen wird, eine Motivation hinzu: Ich will zurück ins Nationalteam.»

Mai: Die Feierlichkeiten und der verlorene Cupfinal

«Es gab so viele Momente im ersten Halbjahr 2018 mit YB, an die ich mich immer gerne erinnern werde. Irgendwann waren wir so weit voraus, dass es praktisch klar war, dass wir Meister werden würden. Aber so denkt man in diesen Wochen nicht, man nimmt jedes Spiel ernst, und so fiel eine riesengrosse Last weg, als wir es geschafft hatten. Nicht nur den Spielern und den Trainern und den Betreuern, sondern dem gesamten Verein, all den Fans, die so lange gewartet hatten auf einen Meistertitel. Wir feierten mehrmals, einmal spontan, einmal bei der Pokalübergabe, einmal mit dem Umzug durch die Stadt Bern, das waren fantastische Momente, die ich mein Leben lang nie vergessen werde. Natürlich aber litt die Konzentration ein wenig darunter, wir schafften es für den Cupfinal gegen Zürich leider nicht mehr, genügend Spannung aufzubauen. Wahrscheinlich dachten wir, dass es schon irgendwie gehen würde, nachdem wir in der Liga so überlegen gewesen waren. Der FCZ hat es sehr gut gemacht, er war aggressiv, hungrig, bereit, wir kamen nicht mehr in den absoluten Kampfmodus.»

Juni: Der neue Trainer und die Meistermannschaft

«Das Trainingslager im Zillertal in der Vorbereitung auf die neue Saison war enorm wichtig. Ich konnte erstmals viel Zeit mit den Spielern verbringen. Man ist morgens, mittags und abends zusammen, kann auch mal länger trainieren lassen, Theorieblöcke einschieben. Gemeinsam mit meinem Trainerstab und Sportchef Christoph Spycher nutzten wir die Zeit, unsere Ideen zu vermitteln: Wie wollen wir spielen, wie auftreten? Welche Einstellung wollen wir an den Tag legen? Die Führungsspieler waren in diesen Prozess besonders involviert – schliesslich ist es essenziell, tragen auch sie die Botschaften ins Team weiter. Als Trainer habe ich die Antennen stets ausgefahren, und ich zögerte vom ersten Tag an nicht, zu intervenieren und Dinge einzufordern, die mir wichtig sind. Doch ich hatte nie das Gefühl, dass es mir als jungen Nachfolger von Meistertrainer Adi Hütter an Akzeptanz fehlen würde. Ich hatte auch nie den Eindruck, dass die Spieler austesten, wie weit sie beim neuen Trainer gehen können. Im Gegenteil: Der gegenseitige Respekt war von Anfang an gross. Der Sieg gegen Juventus im Dezember beinhaltete dann viele der Werte, die wir Ende Juni im Trainingslager vermittelten. Die grosse Solidarität im Team, Spieler, die sich trauen, Verantwortung zu übernehmen, die mitdenken. Und die Aggressivität, mit der wir agierten, mit, aber auch ohne Ball. Der Hunger nach Erfolg. Sinnbildlich für unsere Mentalität war für mich die Szene vor dem Elfmeter: Wir scheuten uns nicht, diesen grossen Gegner früh unter Druck zu setzen, und erkämpften uns ins dessen Strafraum den Ball.»

Juli: Das erste Tor in der neuen Meisterschaft gegen GC

«Nach dem Meistertitel und meiner Vertragsverlängerung nahm ich die neue Saison voller Elan in Angriff. Ich stecke mir stets hohe Ziele, will besser werden, mehr Tore erzielen, mehr Assists liefern, mehr Siege holen und eine immer grössere Stütze für die Mannschaft werden. Und ich hatte das Gefühl, meine Teamkollegen, der Trainerstab, die Physiotherapeuten, ja jeder im Umfeld des Clubs hatte den Antrieb, erneut Grosses zu erreichen. Natürlich weiss ich noch, dass mir beim 2:0 gegen GC das erste Tor der Saison gelungen ist. Es war ein guter Start und der Anfang einer grossartigen Vorrunde. Auf diesem Weg wollen wir weitergehen.»

August: Die Qualifikation für die Champions League

«Aus Zagreb ist mir vor allem unser Comeback innerhalb der Partie in Erinnerung. Es war das Rückspiel nach einer Partie in Bern, aus der wir mit dem 1:1 einen schlechten Lohn davongetragen hatten. Wir gerieten in Zagreb in Rückstand, hatten eine schwierige erste Halbzeit vor einem lauten, heissblütigen Publikum in diesem speziellen Stadion. Dann kamen wir zurück, zwei Tore, die Qualifikation für die Champions League, unglaubliche Emotionen. Grégory Wüthrich war beim Gegentor involviert, legte dann per Kopf zum entscheidenden Tor von Hoarau auf. Es passte alles an diesem Abend. Und alles, was nach Zagreb in der Champions League noch kam, war irgendwie Zugabe. Es ist toll, gelang es uns, die Champions League von der Super League zu trennen. Wir haben unsere Pflicht immer erfüllt, mehr als das, wir haben nie nachgelassen. Überhaupt kann man als Captain dieses Teams einfach nicht aufhören, stolz zu sein. Wir haben in der Rückrunde im Frühling 47 Punkte geholt, das ist schon unglaublich, jetzt sind es 49 geworden, über das ganze Jahr sind das 96 Punkte. 2018 war mein grösstes Jahr als Fussballer. Die Rollenverteilung bei uns ist perfekt, und wir haben es verstanden, positive Emotionen richtig zu kanalisieren. Wenn du Juventus schlägst, löst das etwas aus. Und dann trittst du am Sonntag darauf bei Xamax an, bist voll bei der Sache, gewinnst 4:1. Dieser Hunger zeichnet uns aus.»

September: Der knappe Sieg im Cup in Schaffhausen

«Es war ein Wahnsinnsjahr mit so vielen schönen Geschichten, mit Feierlichkeiten und Höhepunkten für uns alle. Und auch für mich, das ist ja klar. Ein entscheidender Punkt unseres Erfolges ist die mentale Stärke beziehungsweise der Glaube daran, dass wir immer noch ein Tor erzielen und ein Spiel drehen können. Ich bin ja schon relativ lange bei YB, es war oft die Rede davon, dass wir im entscheidenden Moment sowieso wieder verlieren würden. Das ist längst nicht mehr so. Und wir haben so viele späte Tore geschossen, dass es kein Zufall mehr sein kann. Nicht nur in der Liga, sondern auch zweimal im Cup. Ganz abgesehen davon, dass wir bei den 3:2-Siegen in Biel und Schaffhausen gegen unterklassige Mannschaften nicht unsere besten Leistungen abriefen, waren diese Spiele ein Beleg dafür, dass wir uns weiterentwickelt haben. Wir wurden nie hektisch, obwohl uns die Zeit davonlief, wir wurden nicht nervös oder zumindest nicht so, dass wir die Kontrolle verloren hätten, und wir erzielten zweimal in der Nachspielzeit Tore. Dazu gehört Glück, das wissen wir, aber diese beiden Spiele sind für mich auch ein Zeichen, dass wir nie aufgeben. Immer so spannend müssten wir es dennoch nicht machen in den Cupspielen.»

Oktober: Die vielen Scouts grosser Clubs an den YB-Spielen

«Es war in jeder Beziehung ein intensives Jahr. Auf dem Transfermarkt war es sehr hektisch, einige Spieler von uns hätten nach ihrer starken letzten Saison ins Ausland wechseln können, es gab interessante Angebote. Es zeigt den Charakter der Mannschaft, dass die meisten blieben, auch dank der Aussicht auf die Champions League. Als wir in Zagreb die Qualifikation sicherstellten, war sofort klar, dass die Spieler nun eine richtig grosse Bühne erhalten würden. Und sie nutzten diese, um weiter auf sich aufmerksam zu machen. Zum Beispiel gegen Valencia beim 1:1 im Oktober, als uns eine sehr gute Leistung gelang. Zu unserer Philosophie gehört es, dass wir talentierte Fussballer verpflichten und irgendwann verkaufen können. Es wird für Vereine wie Basel und YB immer so sein, dass es zu personellen Umbrüchen kommt, im Idealfall gestalten sich diese fliessend, aber es kann auch einmal mehrere Abgänge geben. Darauf müssen wir vorbereitet sein, zumal wir wirklich einige Spieler haben, die das Potenzial für eine Topliga besitzen. Ich finde Transfers im Winter nicht unproblematisch, weil es für die Spieler schwieriger ist, ohne Vorbereitung gleich einen Platz im Team zu finden. Das Timing ist entscheidend, es spielen viele Faktoren eine Rolle. Sportliche und persönliche, finanzielle und familiäre, Berater reden mit, das macht es kompliziert. Für uns ist eine Sache sehr wichtig: Das Gesamtpaket muss stimmen. Dazu gehört selbstverständlich der Preis. Wir sind dank den Erfolgen 2018 und der Qualifikation für die Champions League nicht mehr in einer wirtschaftlichen Notlage.»

November: Die Partie im legendären Old Trafford

«Beim Abschlusstraining im leeren Old Trafford war ich entspannt, die Stimmung war bei uns gelöst. Doch als wir vor dem Spiel gegen Manchester United ins volle Stadion einliefen, da wurde ich nervöser als üblich, vor über 70'000 Zuschauern in diesem grossartigen Stadion, das ist schon etwas Besonderes. Nach den ersten gelungenen Pässen vergisst man das Drumherum, man ist auf die Leistung fokussiert. Erst als der Schiedsrichter die Partie unterbrach, weil ein Spieler verletzt am Boden lag, hatte ich Zeit, innezuhalten. Da dachte ich: Solche Spiele erleben zu können, genau davon habe ich immer geträumt. Leider verloren wir unglücklich 0:1, dennoch war dieses Spiel eine Bestätigung dafür, dass wir nicht so weit entfernt sind von den ganz grossen Teams, wie wir das bei der Auslosung vielleicht gedacht hatten.»

Dezember: Der Sieg gegen Juventus und Cristiano Ronaldo

«Der Dezember war ein würdiger Abschluss eines sensationellen Jahres. Der Sieg in Basel und dann, zum Dessert, das 2:1 in der Champions League gegen Juventus. Vor dem Spiel dachten einige, es werde ein grosses Erlebnis wegen Cristiano Ronaldo. Aber es wurde dann ein grosses Erlebnis wegen uns. Das war ein Exploit, auf den wir stolz sein können. Mental war es 2018 nicht nur einfach mit so vielen Ereignissen. Wir dachten oft: Mehr geht nicht. Und dann kam der nächste Höhepunkt. Egal, bei welchen Clubs wir alle künftig noch spielen werden: Es wird für uns kaum noch einmal ein Jahr mit so vielen Emotionen geben. 2018 war einfach fantastisch!»


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/26055359

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 30. Dezember 2018, 03:38 
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 Beitrag Verfasst: Montag 31. Dezember 2018, 13:13 
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Die Berner haben Trainingsbedingungen wie im alten Rom

YB in der Kunstrasen-Falle

YB dominiert die Liga nach Belieben. YB schlägt in der Champions League die Giganten von Juventus Turin. Doch YB hat auch eine Kehrseite. In Sachen Trainingsbedingungen sind die Berner fünftklassig!

Schon verrückt: YB mischt im Konzert der Grossen mit. Punktet gegen Juve und Valencia. Klubs mit einem neunmal (Juve, 500 Mio. Fr.) 
respektive doppelt (Valencia, 120 Mio. Fr.) so hohen Budget wie die Berner. Doch es gibt eine noch krassere Zahl: Juve hat elf eigene Trainingsplätze. Valencia acht. YB? Null! Weil das Stade de Suisse nicht mitgezählt wird. Den einzigen Fussballplatz, den YB besitzt …

Dort steht ein Kunstrasen. Nicht, weil man den in Bern heiss liebt. Sondern, weil es die Umstände gebieten. YB ist auf diesen Platz fürs Training angewiesen. Da muss man selbst die Kröte schlucken, keine Länderspiele mehr im Stade de Suisse austragen zu dürfen. Ohne diesen Rasen müsste YB in der Stadt 
herumziehen und trainieren, wo gerade ein Platz zur Verfügung steht. So wars, als im Wankdorf Naturrasen lag …

«Bern hat schlicht nicht genug Trainingsplätze»

Für die Junioren von YB ist das aktuell die Realität. «Diese trainieren mal auf der Grossen 
Allmend, auf den Sportplätzen Wyler und Neufeld», sagt YB-CEO Wanja Greuel. «Die Situation ist so unbefriedigend, dass es mehrere Breitensportvereine gibt, welche Kids zurückweisen müssen, weil Bern schlicht nicht genug Trainingsplätze hat.»

Das hat sogar dazu geführt, dass YB Post vom SFV erhalten hat. «Der Verband hat uns abgemahnt, die Trainingsbedingungen zu verbessern. So müssen sich 
U-Teams immer wieder mal den Platz mit Hobbykickern teilen. Oder dann ist das Licht mangelhaft. Oder die Jungs müssen in der Pause den Marsch 
in einen Luftschutzkeller nahe der Postfinance-
Arena in Kauf nehmen.»

Was Greuel «stigelisinnig» macht: Jedes Mal, wenn er aus seinem Büro im Stade de Suisse schaut, blickt er auf die Lösung der Probleme: die Grosse Allmend. Das wäre die bessere Lösung als ein Trainingszentrum ausserhalb. «Ein Trainingszentrum ausserhalb wäre wegen des langen Anreisewegs unzumutbar und verträgt sich nicht mit der parallel laufenden schulischen Ausbildung. Zudem wäre es sehr teuer.»

Beste Lösung in 5 Jahren

So also steht die Grosse Allmend im Visier. Eine Sport-Begegnungsstätte für Fussballer, Rugbyspieler, Frisbee- und Hammerwerfer, Drachenflieger etc. «Wir haben 48 Stunden lang eine Kamera aufgestellt, um zu sehen, wie viel da los ist», sagt Greuel. Das Ergebnis: überschaubar. «Eigentlich war nur gegen Abend etwas los.»

Was YB damit aufzeigen will: Es hätte problemlos Platz für vier Fussballfelder, die den YB-Fussballern vorbehalten wären. Dazu ein kleines Garderoben­gebäude mit Buvette. Greuel: «Ich habe in dieser Sache bereits 50 Meetings abgehalten – mit 
Politikern, Quartiervertretern, der Stadt. In der Politik habe ich Bereitschaft gespürt, unser 
Anliegen positiv aufzunehmen. Aber das politische System hier ist auf die Mitwirkung aller ausgerichtet. Was bedeutet: Es geht unglaublich lang, bis diese Lösung realisiert werden könnte.»

Konkret? «Fünf Jahre».

Meister. Champions League. Juve-Bezwinger. Aber trainingstechnisch noch fünf Jahre fünfte Liga. Das ist YB 2019. Es guäts Neus!


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 92921.html

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2018/2019
 Beitrag Verfasst: Montag 7. Januar 2019, 20:48 
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YB ohne Sanogo-Ersatz – dafür mit Gaudino

«Mehr Verantwortung für Sow und Co»

Mit dem Ex-St.-Galler Gianluca Gaudino und ohne das Aggressivtandem Sanogo/Bertone geht YB in eine Rückrunde, in welcher man nur verlieren kann.

So ist es halt, wenn man im abgeschlossenen Stadion trainiert, unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Als der Sohn von Ex-Bayern-Star Maurizio Gaudino im Dezember eine Woche bei YB schnuppert, bemerkt das niemand. Das Ergebnis dieser Schnupperwoche? «Ich habe mich bestätigt gesehen in meiner fussballerischen Einschätzung und einen jungen Mann entdeckt, der menschlich wunderbar zu uns passt», sagt Sportchef Christoph Spycher. So nimmt YB den vereinslosen jungen Mann unter Vertrag.

Noch ist nicht alles unterzeichnet, doch die Verpflichtung geht über die Bühne. Am Mittwoch reist der filigrane Offensivspieler mit ins Trainingscamp nach Belek. Gaudino (22) durchlief die Junioren bei Bayern, wurde Anfang 2016 nach St. Gallen ausgeliehen wo er als Traumtänzer galt. So endet sein Ostschweizer Engagement nach 33 torlosen Super-League-Spielen Mitte 2017. Er geht zu Chievo Verona, wo er zu genau 16 Einsatzminuten in der Serie A kommt. Seit letztem Sommer ist er vereinslos, hielt sich in der U23 von Mönchengladbach fit.

Ein Ersatz für die weggegangenen Aggressivleader Sékou Sanogo (Al-Ittihad Dschidda) und Leo Bertone (Cincinnati, MLS) ist er natürlich nicht. «Er hat grosses Potenzial und war schon mal auf dem Radar von YB», sagt Trainer Gerry Seoane zu Gaudino. «Technisch ist er sehr versiert und verfügt über eine gute Spielübersicht. Er hatte in der Vergangenheit nicht immer so viel Spielzeit, wie er sich gewünscht hatte. Darum wird sicher auch eine gewisse Aufbauphase notwendig sein.»

Einen Eins-zu-eins-Ersatz von Sanogo/Bertone wird es nicht geben. «Wir haben uns entschieden, unseren jungen zentralen Mittelfeldspielern Djibril Sow, Michael Lauper und Michel Aebischer mehr Verantwortung zu übergeben», begründet Seoane, weshalb YB auf dem Transfermarkt nicht mehr aktiv werden wird. Es sei denn... einer der immer noch abgangsgefährdeten erhalte das passende Angebot. Das wird nicht Christian Fassnacht sein. Er hat sich entschieden, die Rückrunde bei YB zu spielen. Aber möglicherweise Roger Assalé, der wie Sanogo eine Offerte von den Saudis von Al-Ittihad hatte, diese aber ablehnte. Oder Kevin Mbabu, der aber nochmals das betont, was er schon im Dezember zu BLICK gesagt hatte: «Ich gehe nicht weg, nur um wegzugehen. Es muss schon der richtige Klub mit dem richtigen Karriereplan für mich kommen. Und der ist Stand jetzt nicht in Sicht.»

Und so wartet die Konkurrenz, die es national für YB ohnehin nicht mehr gibt, weiter vergebens auf den grossen Exodus aus Bern. Bis YB Meister ist. Wohl so früh wie noch niemand Meister wurde. «Und dies hoffentlich mit neuem Punkterekord», sagt Mbabu. Das sei nun das Ziel von Gelbschwarz. Den Rekord hält der FCB und er liegt bei 86. YB ist voll auf Kurs!


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 01046.html

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2018/2019
 Beitrag Verfasst: Samstag 12. Januar 2019, 02:26 
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07.01.2019

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YB-Trainingsauftakt: jünger, weicher, filigraner

Tabellenführer YB hat am Montag das Training wieder aufgenommen – mit einem neuen Mittelfeldspieler.

Dick eingepackt und gut getarnt bestreitet Aussenverteidiger Kevin Mbabu das erste Training des neuen Jahres. Sein Alleinstellungsmerkmal, die Rastas, hat er unter einer Mütze versteckt, das Gesicht im Stile eines Ninjas hinter einer Gesichtsmaske.

Es herrschen Temperaturen um den Gefrierpunkt, als die Young Boys am Montag die Arbeit wieder aufnehmen. Weil der Eisrink im Stade de Suisse fünf Tage nach dem Tatzenderby zwischen den SCL Tigers und dem SC Bern nicht abgebaut ist, trainieren die Berner auf einem der beiden Kunstrasenfelder der grossen Allmend.

Sie tun dies ohne die langjährigen Mittelfeldspieler Sékou Sanogo und Leonardo Bertone, die den Club zum Jahresende hin in Richtung Saudiarabien (Jidda) respektive den USA (Cincinnati) verlassen haben. Dafür mit Gianluca Gaudino, der die Lücke, die im Zentrum entstanden ist, schliessen soll. Der schmächtige 22-Jährige absolvierte im Dezember ein einwöchiges Probetraining in Bern. «Er bestätigte dabei meine Einschätzung», sagt Sportchef Christoph Spycher, der Gaudino eine gute Technik und grosse Übersicht attestiert «Zudem zeigte sich, dass er menschlich zu uns passt.»

Wie Sow und Mbabu

Spycher sagt, er habe Gaudino schon 2017 beobachtet, als dieser bei St. Gallen unter Vertrag gestanden hatte, schliesslich habe man Djibril Sow den Vorzug gegeben. Der Sportchef vergleicht Gaudinos Verpflichtung mit jenen von Sow und Mbabu, deren Karriere ins Stocken geraten war, ehe sie in Bern durchstarteten. Seit Sommer war Gaudino vereinslos, er kostet dementsprechend keine Ablöse. Am Montag mussten letzte Details geklärt werden, am Dienstag dürfte das Geschäft finalisiert werden.

Der Sohn des deutschen Nationalspielers Maurizio Gaudino galt als grosses Talent, seit er vor gut vier Jahren bei Bayern München unter Startrainer Pep Guardiola 17-jährig debütiert hatte. Doch sein achter Bundesligaeinsatz im Mai 2015 war sein letzter, im Winter 2016 verliehen ihn die Münchner zu St. Gallen.

Nach 33 Partien in der Super League wechselte er im Sommer 2017 zu Chievo Verona, wo er in der letzten Saison nur 16 Minuten in der Serie A bestritt. Anders als bei den defensiv agierenden Italienern, die Jahr für Jahr gegen den Abstieg kämpfen, sind die Bedingungen bei den spielstarken Young Boys für Gaudino ideal, zurück in die Spur zu finden.

In der Hierarchie der Zentrumsspieler ist er die Nummer 4. Spycher sagt, man habe bewusst auf einen Eins-zu-eins-Ersatz für Sanogo verzichtet, weil man Sow, Sandro Lauper und Michel Aebischer mehr Vertrauen übertragen wolle. «Sie haben bewiesen, das sie über enormes Potenzial verfügen.» Für ihn ist die Planung im Mittelfeld abgeschlossen.

Benito bleibt – vorerst

Die Arbeit geht Spycher dennoch nicht aus. «Wir müssen auf alle Eventualitäten vorbereitet sein», sagt der Sportchef. Das Ziel sei es, den Umbruch so sanft wie möglich zu vollziehen – also nicht zu viele Spieler auf einmal abzugeben. «Aber trifft ein Angebot ein, das unseren Erwartungen entspricht, werden wir handeln.» Mbabu, der zuletzt mehrmals seinen Wechselwunsch kundtat, meint, er werde nichts erzwingen. «Es muss schon der richtige Club sein. Dieser ist momentan nicht in Sicht.»

Nicht wechseln wird vorerst Christian Fassnacht, das gab sein Berater in den sozialen Medien bekannt. Auch Benito, der seinen 26. Geburtstag feiert, meint, er werde bis zum Vertragsende im Sommer bleiben. Danach möchte er aber einen Wechsel ins Ausland vollziehen, wie er sagt.

Am Dienstag trainiert YB erneut auf der Allmend, am Mittwoch fliegt der Meister ins zehntägige Trainingslager in die Türkei. «Dort wird es zum Glück wärmer sein», sagt Benito.


https://www.bernerzeitung.ch/articles/2 ... il_2613712

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