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 Beitrag Verfasst: Samstag 28. April 2018, 10:23 
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Die Hauptstadt fiebert

ERLÖSUNG ⋅ Nach 32 Jahren ohne Fussballmeistertitel kocht Bern vor lauter Vorfreude fast über. Heute haben die Young Boys gegen Luzern ihren ersten Matchball.

Noch ist das Stade de Suisse ein Ort der Stille, die Sonne steht hoch über dem Berner Fussballstadion, wirft ihre Strahlen auf den Plastikrasen und leere Sitzreihen in gelb-schwarz. Ein paar Männer werkeln auf einer Tribüne, sonst ist an diesem Nachmittag keine Menschenseele zu sehen. Nur zwei junge Männer sind da noch, sie wirken etwas verloren im leeren Rund. Doch wie sie so dastehen, mit glänzenden Augen über ihre Stadt sprechen und YB, lässt sich trotzdem erahnen, welcher Sturm heute über Bern hinwegfegen könnte.

«Was passiert, wenn es endlich feststeht? Ganz ehrlich: Ich habe keine Ahnung», sagt Brian Ruchti. Er trägt YB-Trikot und Dreitagebart, lässt den Blick durchs Stadion schweifen, sagt dann: «Woher auch? Ich weiss ja nicht, wie das ist: einen Titel zu gewinnen. Aber es wird einiges herausbrechen, es hat sich viel aufgestaut über die Jahre.»

Der Meisterfluch wog mit jedem Jahr schwerer

Brian Ruchti ist mit Gabriel Haldimann ins Stade de Suisse gekommen. Die beiden nennen es wie so viele in der Stadt lieber Wankdorf, der guten alten Zeiten wegen. Ruchti und Haldimann sind die Gesichter von Radio Gelb-Schwarz. Woche für Woche kommentieren sie dort die Spiele der Young Boys, von Fans für Fans, «parteiisch, aber fair, und gerne mit einem Blick über den Fussballtellerrand hinaus», sagt Haldimann. Heute haben sie ihren wichtigsten Auftritt, denn heute soll es vorbei sein mit dem Meisterfluch, der seit 32 Jahren auf den Berner Young Boys lastet. Der schwerer wurde und schwerer, mit jedem erfolglosen Jahr.

Jetzt fehlt noch ein Sieg, ein Sieg aus den letzten fünf Spielen. Es ist nun nicht mehr die Frage, ob YB Meister wird. Sondern wann. Und das ist eigentlich schon einiges. Für Ruchti und Haldimann und ganz Bern steht aber fest, dass es heute passieren muss, im Heimspiel gegen Luzern. Im eigenen, mit 31150 Zuschauern ausverkauften Stadion. In der eigenen Stadt, die in diesen Tagen vor Vorfreude beinahe explodiert. «Hopp YB» in den Restaurants und Bars, in der Lokalpresse, der Fanshop wird überrannt, alle schmeissen sich jetzt in Gelb-Schwarz. Falls es heute klappen sollte mit der Meisterparty, rechnen sie in der Stadt mit 100000 Menschen. Und natürlich gibt es eine Freinacht.

«Wir haben ganz schön gelitten»

Wenn die Berner gegen Abend für das grosse Spiel an den Rand der Stadt strömen und hinein ins Wankdorf, dann führt sie ihr Weg durchs Breitenrainquartier. Dort sitzt Corrado Pardini vor einem Ristretto, der SP-Politiker ist hier aufgewachsen. Schon als Bub zog es ihn ins Wankdorf, kickte er auf dem nahen «Spitz», wie sie den Fussballplatz im Breitenrainquartier nennen, und träumte von einer Karriere in Gelb-Schwarz. Mittlerweile ist der Sohn italienischer Einwanderer 52 Jahre alt, er ist Nationalrat geworden statt Fussballer, doch die Liebe zu den Young Boys ist bis heute geblieben. Er besitzt eine Saisonkarte, Sektor C, Gegentribüne. In dieser Saison hat er fast kein Heimspiel verpasst, und auch heute wird er im Stadion sitzen. «Wir haben ganz schön gelitten in den letzten Jahren, jetzt ist es an der Zeit, einfach diesen schönen Moment zu geniessen», sagt Pardini.

Es ist nicht so, dass es in der Hauptstadt in den letzten Jahren nie einen sportlichen Erfolg zu feiern gegeben hätte. Der SC Bern ist im Schweizer Eishockey eine Macht, allein seit 2010 hat er vier Titel gewonnen. Doch der SCB ist eben nicht YB. Natürlich freuen sie sich in der Stadt auch über die Erfolg der Eishockeyaner, doch ihre grosse Liebe sind die Fussballer, während der SCB im ländlichen Berner Umland stärker verwurzelt ist. Pardini sagt, er liebe YB wegen seiner Arbeitertradition, wegen der «Fankurve mit Kopf», wegen der breiten Verankerung quer durch alle sozialen Schichten.

Sportchef Spycher im Zentrum

Martin Weber ist in Bern bekannt wie ein bunter Hund. Die Leute klopfen ihm in der Stadt sonst schon gerne auf die Schultern, doch in diesen Tagen passiert das noch viel öfter. Unter den Berner Lauben heisst Weber nur «Tinu», fast 500 NLA-Spiele in der YB-Verteidigung haben ihn zur Vereinslegende gemacht. Derzeit gibt er wieder ein Interview am anderen, stets muss er dann von jener Zeit vor über 30 Jahren erzählen; Weber war neben Captain Jean-Marie Conz der Fels in der Berner Abwehr, als die Young Boys letztmals Schweizer Meister wurden im Jahr 1986. Bis heute ist Weber dem Verein verbunden geblieben, hat mitgelitten und sich nicht selten geärgert, aber jetzt sagt er: «Der Verein wird gut und vernünftig geführt, die Auswüchse der Vergangenheit sind Geschichte, und wir haben nun ein Team, das auf dem Platz zusammenhält.»

Es ist noch nicht lange her, da stand es nicht gut um die Beziehung der Berner zu ihren Young Boys. Brian Ruchti vom Radio Gelb-Schwarz sagt es so: «Viele Berner distanzierten sich von YB, weil das Gebaren des Clubs nicht zur Stadt passte.» Es ging um Geld und falsches Personal, und die Wende, da sind sie sich in der Stadt einig, hat einer von ihnen gebracht: Christoph Spycher, der ehemalige Verteidiger, den alle nur «Wuschu» nennen. Im September 2016 wurde der Berner zum neuen Sportchef. Er hat Ruhe in den Verein gebracht und das Team so umgebaut, dass es nun endlich vor dem grossen Rivalen aus Basel stehen wird. Der hatte zuletzt acht Meisterschaften in Serie errungen. In dieser Saison aber ist kein Kraut gewachsen gegen die Young Boys; sie können heute nicht nur Meister werden, sondern treten in ein paar Wochen auch noch im Cupfinal gegen den FC Zürich an. Das Tempo von Roger Assalé im Sturm, die Cleverness seines Partners Guillaume Hoarau, die Physis von Sékou Sanogo im Mittelfeld oder die Energie des Verteidigers Kevin Mbabu: Der Berner Erfolg besteht aus vielen verschiedenen Puzzleteilen.

Wie umgehen mit dem Erfolg?

«Es passt derzeit einfach alles», sagt Nationalrat Corrado Pardini, und wahrscheinlich war nichts weniger als das nötig, damit YB sein Trauma endlich abschütteln kann. In den letzten Jahren haben die Berner zwei Cupfinals verloren und einmal einen 13-Punkte-Vorsprung verspielt; sogar ein eigenes Verb hat ihnen das eingebracht, veryoungboysen, es steht für das ewige Versagen.

Die YB-Fans haben sich mit den Jahren angewöhnt zu lachen, wenn sie eigentlich heulen wollten; sie geben sich gerne als Fussballromantiker und haben dabei ein wenig vergessen, dass ihr Verein jetzt auch dank den Millionen der Rihs-Brüder vor der grossen Erlösung steht. Diese Saison waren die Young Boys so konstant gut, dass sie gar keine Gelegenheit haben, etwas zu veryoungboysen, so klar liegen sie vor allen anderen. Nun wird Bern zuerst einmal «durchdrehen», so sagen es die jungen Männer vom Fanradio, doch sie treibt auch schon eine andere Frage um: Wie umgehen mit dem Erfolg, den sie in Bern nicht mehr so richtig erwartet haben? «Die Selbstironie ist ein wichtiger Teil der YB-Kultur, und wir dürfen das auf keinen Fall verlieren», sagt Brian Ruchti, dessen Horrorvision ein YB ist, das «ein zweites Basel wird, abgestumpft und satt von all den Erfolgen».

Es sind stürmische Zeiten, die auf die Berner zukommen: Sie wollen heute Meister werden und Ende Mai Cupsieger, und auch danach ist es nicht vorbei mit den grossen Aufgaben. Der Transfersommer wird ein intensiver werden, so ist das immer für Schweizer Teams, denen es gerade rund läuft. Adi Hütter, der österreichische Erfolgstrainer, dürfte auf manchem Notizzettel stehen; das gleiche gilt für den einen oder anderen Spieler. Für YB geht es dann darum, das erste Meisterteam seit Jahrzehnten nicht gleich wieder zu verlieren. Doch nicht einmal diese Aussicht kann ihnen in diesen Tagen die Laune verderben. Schliesslich haben sie jetzt ja «Wuschu» Spycher, und der, so sagt es Corrado Pardini, «hat sicher schon einen Plan».


http://www.luzernerzeitung.ch/sport/fus ... 58,1242600
http://www.tagblatt.ch/sport/es-hat-sic ... 97,5278754

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 Beitrag Verfasst: Samstag 28. April 2018, 10:30 
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Fussball-Meister: So bereitet sich Bern auf die grosse Jubelfeier vor

Lange hatte sich (Fussball-)Bern in die Traumwelt der Vergangenheit flüchten müssen. Jetzt wartet ganz Bern darauf, dass der BSC Young Boys am Samstag wieder Schweizer Meister wird – nach 32 Jahren.

Die Tickets waren im Nu ausverkauft. Die 280 Glücklichen versammelten sich am 18. Mai 2013 im Berner Breitenrein-Kino ABC. Dort sahen sie sich den letzten Erfolg des BSC Young Boys auf VHD-Videokassette an: den 4:2-Cupsieg von YB nach Verlängerung gegen Servette aus dem Jahr 1987.

Den Event hatte das Fussballlokal «HalbZeit» zu seinem 15-jährigen Bestehen organisiert. Angeführt von YB-Meisterheld und Cupsieger Martin Weber marschierten die Fans die 200 Meter von der «HalbZeit» zum Kino ABC – und sahen sich 150 Minuten des Cupfinals von 1987 live an. «Wir taten so, als ob das Resultat nicht bekannt war, bejubelten die Tore wie in Echtzeit», sagt Urs Frieden, Gründer des Vereins «Gemeinsam gegen Rassismus», der auch die «HalbZeit» ins Leben rief. «Wir wollten nicht aus der Übung kommen und bereit sein für den Fall, dass YB wieder einmal einen Titel gewinnt.»

Lange hatte sich (Fussball-)Bern in die Traumwelt der Vergangenheit flüchten müssen. Die Gegenwart bot wenig Gelegenheit zum Feiern. Nun aber steht sie vor der Tür: Mit einem Sieg gegen den FC Luzern kann YB nach 1986 wieder Schweizer Meister werden. «Wir wollen diesen Sieg heute unbedingt», sagt Albert Staudenmann, der YB-Vereinsvorsitzende. «Das Stadion ist ausverkauft, alle Berner sind auf Nadeln, haben eine extreme Vorfreude auf dieses Ereignis.»

Über der Stadt liegt eine entspannte Ruhe. «Ein Zauber umhüllt Bern», sagt der Berner Chansonnier Oli Kehrli, der verschiedene YB-Lieder schrieb und mit YB-Star Guillaume Hoarau ein gemeinsames Chanson herausgab. Urs Frieden hört auf den Strassen Hopp-YB von überall her. YB-Vertreter machen sich einen Spass daraus, alle YB-Kleber zu zählen, die sie den lieben langen Tag in der Stadt sehen. Und eine Frage ist allgegenwärtig: «Hast Du ein Ticket für das Spiel von heute?»

Der Titel sei «sehr, sehr wichtig für die Stadt Bern, für das Wohlbefinden und die Träume ihrer Menschen», sagt Marc Lüthi, CEO des SC Bern. Während YB als Stadtklub gilt, ist der SCB der Klub der Agglomeration. Und ein ausserordentlich erfolgreicher dazu: In diesem Jahrtausend war der SCB schon fünfmal Schweizer Meister: 2004, 2010, 2013, 2016 und 2017.
«Stotzig und grienig»

In dieser Zeit der grossen SCB-Erfolge war der Weg für YB «stotzig und grienig», wie es SP-Nationalrat Corrado Pardini umschreibt. 1996 musste YB in die Auf- und Abstiegsrunde, stand kurz vor dem Konkurs. «Die Stimmung war trist», erinnert sich Urs Frieden. «YB hatte kein Geld, im Wankdorf gab es Gewalt und Hakenkreuze.» Frieden gründete den Verein «Gemeinsam gegen Rassismus», der Leibchen-Sponsor von YB wurde und dem Verein mit 160 000 Franken das Überleben rettete.

Das war ein Schlüsselmoment der neueren YB-Geschichte. Von da an ging es aufwärts. Die Anti-Rassismus-Bewegung sorgte dafür, dass YB allmählich wieder zum Klub der Kulturszene wurde. Das war er schon früher. So galt der Berner Schriftsteller Walther Kauer, der sich mit eigenwilligen Romanen wie «Spätholz» einen Namen machte, als YB-Fan. Er schrieb 1977 den Fussballroman «Abseitsfalle». Und der Berner Kunstmaler Hans Stalder porträtierte Walter «Wale» Müller, den legendären YB-Mittelstürmer und Torschützenkönig von 1971.

Das lange Warten auf einen Meistertitel hat die Kulturszene inzwischen wieder magisch angezogen. Schriftsteller Pedro Lenz («Dr Goalie bin ig») gilt genauso als YB-Fan wie Züri-West-Frontmann Kuno Lauener (und Züri West generell), Chansonnier Oli Kehrli, DJ McFlury (Martin Flury), DJ plattenleger mcw (Manuel C. Widmer) und Andreas Ryser, der das eigene Indie-Label Mouthwatering Records führt. Für Nationalrat Pardini ist die Nähe der Kulturschaffenden zu YB nicht überraschend. «Wer wie YB von Nostalgie und leider von vielen Misserfolgen leben musste, erhält einen Nimbus», sagt er. «Und solche Melancholie liegt nahe bei der Kunst.»

Urs Frieden streicht hervor, dass nicht nur die Kultur beste Verbindungen hat zu YB. Auch die Politik, die Wirtschaft und die Fanszene haben es. «Alle Verbindungen sind intakt», sagt er. «Das ist beispielhaft und spricht für die Stadt Bern, ihre Menschen und ihre Lebensqualität.» In Basel hätten diese Verbindungen zumindest in der Vergangenheit ebenfalls funktioniert. «In Zürich hingegen nicht, schon nur, weil dort zwei Vereine sind.» Und Nationalrat Corrado Pardini findet: «Wir sind nun nicht nur die Bundeshauptstadt, sondern auch die Fussballhauptstadt.»

Keine Kultfeier für Basel

Dass der FC Basel nach acht Meistertiteln in Serie seit 2010 plötzlich nur noch die Nummer zwei ist, verdaut man am Rheinknie nicht ganz so einfach. Der Serienmeister FC Basel habe «eine riesige Fussballbegeisterung» ausgelöst, hält Sabine Horvath fest, Leiterin Aussenbeziehungen und Standortmarketing des Präsidialdepartements des Kantons Basel-Stadt. «Die Meisterfeiern des FCB geniessen Kultstatus – es gibt keine offizielle Organisation und Ankündigung und gleichwohl wissen alle, wo, wann und wie sie ablaufen.» Auf diese Kultfeier muss Basel – vorübergehend zumindest – verzichten. Horvath betont ausserdem, der FCB sei mit Roger Federer «ein unbezahlbares Aushängeschild für die Sportstadt Basel».

Aber sogar den Titel als Sportstadt oder als Sportkanton macht Bern Basel streitig. Mit YB und Thun hat der Kanton zwei Fussballklubs in der höchsten Liga, mit dem SCB, den SCL Tigers und dem EHC Biel drei Eishockeyklubs, mit Wacker Thun und dem BSV Bern Muri zwei Handballklubs. «Der Berner braucht seine Inseln, in denen er seine Emotionen ausleben kann», sagt SCB-CEO Lüthi. «Und die scheint er im Sport zu haben.» Einst war Bern mit seinem Patriziat eine Grossstadt in Europa. Heute sei es zwar ein Geldbezüger, sagt Lüthi. «Doch Bern hat etwas, das keine andere Schweizer Stadt bieten kann: Sie lässt einen leben.»

Als Sportstadt nicht mit Bern und Basel mithalten kann Zürich. Die Reporterlegende Marcel Reif (Teleclub) wurde in der «NZZ am Sonntag» gar sehr provokativ angesichts der Probleme um das Fussballstadion (siehe Interview): «Nirgends steht geschrieben, dass in Zürich Profifussball sein muss. Organisiert doch auf dem schönen See besser eine Segelregatta.»

Worte, die GC-Präsident Stephan Anliker sauer aufstossen. «Die Aussage von Marcel Reif finde ich frech und unqualifiziert», sagt er. Zürich habe mit den beiden Spitzenklubs GC und FC Zürich «eine wunderbar lange und erfolgreiche Fussballtradition». Man pflege einen «sehr guten Kontakt mit den Behörden», was das Stadionprojekt wie auch die gewaltbereiten Fans betreffe. «Hier besteht nun definitiv Handlungsbedarf», räumt aber auch Anliker ein. «Der Lead muss jedoch bei der Stadt sein.»

In Bern soll heute passieren, worauf die Stadt seit 32 Jahren wartet. «Jetzt kommt die Klimax», sagt Frieden. «Jetzt brechen die Dämme.» Was genau geschieht, wenn es YB heute tatsächlich schafft, weiss niemand. Die Berner sind vorsichtig geworden, wollen nichts verschreien. Niemand lässt sich in die Karten blicken. «Es brodelt überall in den Gassen von Bern», sagt Oli Kehrli. «Aber alles ist unstrukturiert und unübersichtlich. Passiert das Wunder, wird alles in einem Fluss auf den Höhepunkt zusteuern.» Er stelle sich ihn «wahnsinnig schön» vor.

Bern hat trainiert für einen Tag wie diesen. Nicht nur mit Kino-Vorführungen zum Cupfinal von 1987. «Die Euro 08 war ein Vorgeschmack darauf, was bei einem YB-Meistertitel geschieht», sagt Urs Frieden. «Wir Berner feierten mit den Holländern, weil wir sehr lange nichts mehr zu feiern hatten.» Da habe sich gezeigt: «Wir sind bereit.»


32 Jahre sind vorbei seit dem letzten YB-Meistertitel

Das Bild stammt aus dem Jahr 1986: Der damalige YB-Trainer Aleksander Mandziara stemmt den Meisterpokal, danach hat die Melancholie den Erfolg verdrängt. 32 Jahre lang. Doch nun wird der FC Basel nach acht Titeln in Serie von YB entthront. Alles begann, als YB den FCB in der 1. Runde zu Hause 2:0 besiegte. Kurz vor der Winterpause sah es zwar nach einer Krise aus – doch diese traf 2018 nicht die Berner, sondern mit voller Wucht den FCB. Die Baumeister des YB-Erfolgs heissen Christoph Spycher (Sportchef) und Adi Hütter (Trainer). Um den Titel zu sichern, braucht YB aus den letzten fünf Spielen noch einen Sieg. (ewu)


https://www.aargauerzeitung.ch/schweiz/ ... -132490084

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 Beitrag Verfasst: Samstag 28. April 2018, 10:41 
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fassnacht----sanogo------aebischer----sulejmani
---------------assalé-------hoarau--------------

yb - fc luzern 2:1

hoarau, sulejmani

ausverkauft


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 Beitrag Verfasst: Samstag 28. April 2018, 11:32 
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YB vor dem 1. Matchball - Trotz Euphorie: Fokus liegt ganz auf Luzern

Mit einem Sieg gegen Luzern kann YB am Samstag Meister werden. Sportchef Christoph Spycher gibt sich noch zurückhaltend.

Am Samstag bietet sich den Young Boys im ausverkauften Stade de Suisse die Chance, den ersten Meistertitel seit 32 Jahren perfekt zu machen. Nur noch ein Sieg gegen Luzern trennt die Berner vom grossen Triumph. Es ist alles angerichtet für die ganz grosse Party.

«Es ist sehr schön, wenn man im eigenen Stadion die Chance hat, aus eigener Kraft Schweizer Meister zu werden», blickt Sportchef Christoph Spycher vorfreudig auf den Samstag voraus. «Es ist natürlich das grosse Ziel, gleich unseren 1. Matchball zu nutzen.»

Das Team zeigt im Training eine unglaubliche Lust, den Weg zu Ende zu bringen.
Autor: Christoph SpycherSportchef Young Boys


An eine allfällige Meisterparty will Spycher allerdings noch nicht denken. Ihm ist bewusst, dass gegen Luzern noch eine schwierige Aufgabe auf YB wartet. «Wichtig ist, dass die Mannschaft den Fokus behält.» Spycher ist sich sicher, dass die Spieler diese Vorgabe erfüllen. «Ich spüre, dass sie zu 100 Prozent auf das Spiel gegen Luzern fokussiert sind. Das Team zeigt im Training eine unglaubliche Lust, den Weg zu Ende zu bringen.»

Dennoch ist sich Spycher bewusst, dass es für die Spieler angesichts des zum Greifen nahen Titels ein spezieller Abend werden wird. «Es ist kein Spiel wie jedes andere. Aber wir müssen das Spiel angehen wie jedes andere. Jeder Spieler muss sich auf seine Aufgabe konzentrieren und seinen Beitrag leisten.»

Spycher ist überzeugt, dass die Spieler dem Matchplan von Trainer Adi Hütter folgen werden und mit der Situation umzugehen wissen. Gleichzeitig warnt er aber: «Es soll jetzt niemand meinen, dass er etwas Spezielles machen oder das Spiel alleine entscheiden muss. Wir müssen genau gleich spielen, wir wir das bis jetzt gemacht haben. Dann kommt es gut.»


https://www.srf.ch/sport/fussball/super ... auf-luzern

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 Beitrag Verfasst: Samstag 28. April 2018, 11:40 
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 Beitrag Verfasst: Samstag 28. April 2018, 12:25 
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In Gelb, aber ohne Neymar auf den YB-Vollzug warten

Gewinnen die Berner am Samstag im ausverkauften Stade de Suisse gegen den FC Luzern, sind sie erstmals seit 1986 Schweizer Meister.

Es kann dieser wundersamen Tage vorkommen, dass man sich in einem Garten in Ostermundigen, einem Vorort der Stadt Bern, einem Fussballspiel mit Vätern und Kindern hingibt. Würde dabei nicht ein Kind ein zitronengelbes brasilianisches Neymar-Trikot tragen, wäre man nur von YB umzingelt. Viele tragen Gelb, und man sieht die Farbe auch leuchten, wenn die Zuschauer gleichentags in Richtung Stade de Suisse zum YB-Spiel gehen. Zum Beispiel aus Ostermundigen. YB hat den Meistertitel vor Augen und ist en vogue.

Am Samstagabend gegen den FC Luzern werden 30 000 im Stadion Zeugen des Vollzugs sein – im Erfolgsfall. Als sich das Szenario am letzten Sonntag abzuzeichnen begann, war der Luzern-Match innert Kürze ausverkauft. Die vom meisterlichen Fieber erfassten Leute griffen während des Lausanne-Matchs zu. Wenn das Stade de Suisse danach auch im letzten Heimspiel gegen Lugano anlässlich der zu erwartenden Pokalübergabe ausverkauft sein wird, erhöht YB den auch durch PR- und Rabatt-Massnahmen geförderten Zuschauerschnitt auf maximal 21 800. Das ist zwar immer noch weit von Basel weg, aber für hiesige Verhältnisse bemerkenswert.

Klubs werden immer wieder im eigenen Stadion Meister. Doch oft ist es auch anders. Der SC Bern kam 1989, 1991, 1992, 1997 und 2004 jeweils auswärts zu meisterlichen Ehren, das war wie ein ungeschriebenes Gesetz, ehe er 2010 zu Hause zur Tat schritt. Das hatte teilweise auch mit dem Play-Off-Modus und einer übersteigerten Erwartung zu tun, der das Team im eigenen Stadion nur schwerlich oder gar nicht gerecht zu werden vermochte. Anders war es auch, als YB 1986 den entscheidenden Schritt am vorletzten Spieltag in Neuenburg (4:1) tat. Oder als der FC Basel 2002 dem 22 Jahre langen Warten auf den Titel im Berner Neufeldstadion ein Ende bereitete. Vor einem Jahr wurde Basel ebenfalls auswärts Champion, in der siebtletzten Runde mit einem 2:1-Sieg in Luzern.

Das Szenario «Meister ja, aber nicht zu Hause» droht, wenn die Entscheidung abermals hinausgeschoben würde. Am nächsten Samstag reist YB nach Sitten. Theoretisch gibt’s zudem die Option, dass YB am Samstag gegen Luzern Punkte liegenlässt und den Match am Sonntagnachmittag zwischen Basel und Thun abwarten muss. In absentia den Thron besteigen, dank einer bestimmten Konstellation – wie Manchester City kürzlich in England. Oder der FC St. Gallen im Jahr 2000.

«Vielleicht mache ich einen Salto, obschon ich das nicht kann.»

Als der YB-Trainer Adi Hütter zuletzt Champion wurde, 2015 in Österreich mit Salzburg, ging das vor der eigenen Kulisse vonstatten. Hütter ist Titel-erfahren und sammelte als Spieler und Trainer in Österreich nicht weniger als 10 Trophäen, minder beachtete Erfolge in der zweitobersten Spielklasse und im Supercup inklusive. YB wäre die Nummer 11. Hütter weiss also, wie sich das anfühlt. «Vielleicht mache ich einen Salto, obschon ich das nicht kann», sagt er über mögliche Gefühlsregungen am Tag vor dem ersten YB-Matchball gegen Luzern.

Der Klub hat nur bedingt meisterliche Vorkehrungen getroffen. Das Leitmotiv lautet, dass im Stadion gefeiert werden soll, falls es tatsächlich so weit kommt. Langsam traut man dem ersten Meistertitel seit 1986 über den Weg. Gut möglich, dass die Kinder am Sonntag in Ostermundigen wieder Fussball spielen. In Gelb, aber für einmal ohne Neymar.


https://www.nzz.ch/sport/in-gelb-aber-o ... ld.1381526

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 Beitrag Verfasst: Samstag 28. April 2018, 13:13 
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Hütter: «Vielleicht mache ich einen Salto»

Die Ausgangslage ist komfortabel: Es geht nicht um alles oder nichts. Aber YB kann und YB will mit einem Sieg gegen Luzern Meister werden.

Die Frage musste kommen: Was macht Adi Hütter, wenn YB heute um 20.45 Uhr nach 32 Jahren wieder Meister ist? Der Österreicher blickt beim Medientermin in die Runde und sagt: «Was in diesem Moment passieren würde, ist offen.» Dann hält der YB-Trainer nochmals kurz inne und bricht sogleich lachend mit einem ­Geistesblitz aus: «Vielleicht mache ich einen Salto!»

Adi Hütter wirkt locker und entspannt. Der Eindruck täusche nicht, sagt er. «Am Tag vor dem Spiel bin ich immer ruhig und konzentriert.» Doch heute kurz vor dem Spiel, wenn es hinausgeht ins ausverkaufte Stadion, in diese spezielle Atmosphäre, in dieses Meer von YB-Fans mit ­riesigen Erwartungen, wird es auch beim 48-Jährigen kribbeln. «Ich werde diesmal sicher eine besondere Anspannung spüren», sagt Hütter und gewährt kurz Einblick in sein ­Innenleben.

Sow schon wieder fit?

Der Trainer muss gegen Luzern ohne den gesperrten Bertone auskommen, dafür hat Sow wieder mittrainieren können. Ob es ihm reicht oder ob Aebischer neben Sanogo spielen wird, ist die einzige offene Frage in der Formation.

Bedenken, dass seine Mannschaft den enormen Erwartungsdruck nicht meistern könnte, hat Hütter nicht. «Wir wissen, dass wir stark sind, dass wir ein Spiel auch drehen können, wenn es ­nötig ist, weil wir offensiv sehr viel Potenzial haben, das auf mehrere Spieler verteilt ist.»

Die Zuversicht hat aber auch damit zu tun, dass längst nicht alles vorbei wäre, würde es nicht klappen. YB bestreitet zwar eine «Finalissima», aber eine mit gleich vier Jokern. Diese komfortable Konstellation wird den Druck bei den Spielern im Unterbewusstsein mildern. Deshalb pocht der Trainer bei seiner Mannschaft auf ­Souveränität und fordert nüchtern: «Wir müssen unseren Job machen, den Sieg holen.» Denn alle anderen Szenarien will man unbedingt verhindern. Gewinnt YB nicht, könnte es erst am Sonntag klappen oder gar nicht – je nachdem, wie Basel gegen Thun ausgeht.

Ein Selbstläufer wird die Aufgabe gegen den FC Luzern nicht. Auch wenn Hütter glaubt, dass die Gäste von der Kulisse mehr beeindruckt sein werden als seine Spieler, die es inzwischen gewohnt seien, regelmässig vor 25'000 bis 30'000 Zuschauern aufzutreten. «Andererseits spielen wir gegen das zweitbeste Rückrundenteam», gibt der YB-Trainer zu bedenken. Zudem hat er festgestellt, dass der FCL unter Gerardo Seoane wieder «mit viel mehr Punch und Power» spielt.

Seoane: Keine Schadenfreude

Und da wären auch noch die Statements, die vom neuen FCL-Trainer kommen und die auf eine schwierige Mission hindeuten. «Unser Antrieb wird sein, beim stärksten Team der Liga das Optimum herauszuholen», betont Seoane. Er hat seine Mannschaft kontinuierlich nach vorne geführt, bis auf den dritten Platz. «Falls wir nun auch beim Leader punkten, freuen wir uns über diesen Lohn und nicht darüber, dass YB noch nicht Meister ist.» Das tönt schon fast nach einer prophylaktischen Entschuldigung.

In Bern würden sie heute aber viel lieber die Gratulationen der ­Luzerner entgegennehmen. Der erste Matchball für die Young Boys liegt ab 19 Uhr einschussbereit auf.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/29483920

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 Beitrag Verfasst: Samstag 28. April 2018, 13:54 
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Hopp :yb1: !!!

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 Beitrag Verfasst: Samstag 28. April 2018, 16:41 
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Das grosse Warten bis zum Spielbeginn

Er ist hier, der Tag, auf den die ganze Stadt gewartet hat – 32 Jahre lang. Nach einer überragenden Saison können die Young Boys heute den Titel klar machen.

Eine Stadt sieht schwarz-gelb

Bereit für den historischen Tag: Die Beizen am Kornhausplatz, in der Aarbergergasse und am Breitschplatz füllen sich zunehmend mit YB-Fans, langsam kommt Stimmug auf. Auch im Rosengarten dominieren die Farben schwarz und gelb, sei es beim kühlenden Fussbad im Brunnen oder beim Sünnelen auf der Wiese.


https://www.bernerzeitung.ch/region/ber ... y/22054664

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 Beitrag Verfasst: Samstag 28. April 2018, 17:17 
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allez yb :scarf:


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