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 Beitrag Verfasst: Freitag 1. September 2017, 19:31 
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BSC Young Boys - FC Luzern

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Stadion Wankdorf
Mittwoch, 20. September 2017
Zeit: 20:00 Uhr

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Webseiten FC Luzern:
http://www.fcl.ch
http://fcl.fan-fotos.ch
https://www.haerzbluet1901.ch
http://www.fanclubsolothurn-fcl.clubdesk.com/clubdesk
http://www.vffc-fcl.ch/clubdesk
https://www.usl.lu
http://www.transfermarkt.ch/de/fc-luzern/startseite/verein_434.html
http://de.wikipedia.org/wiki/FC_Luzern
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http://www.swissporarena.ch
http://www.stades.ch/Luzern-Arena-photos.html

Forum FC Luzern:
http://www.fclforum.lu

Fotos FC Luzern:
http://fcl.fan-fotos.ch

Statistiken / Vergleiche vs. FC Luzern:
http://www.sfl.ch/superleague/klubs/fc-luzern
https://www.transfermarkt.ch/bsc-young- ... ht/2866923
http://www.football-lineups.com/team/FC_Lucerne
http://de.soccerway.com/teams/switzerland/fc-luzern
http://de.soccerway.com/matches/2017/09 ... rn/2467057
http://www.fussballdaten.de/schweiz
http://www.fussballdaten.de/vereine/you ... /fc-luzern
http://www.weltfussball.com/teams/bsc-y ... -luzern/11
http://de.fcstats.com/vergleich,bsc-you ... 81,884.php
http://www.stat-football.com/en/t/swi10.php?h2h=2017


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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 20. September 2017, 23:51 
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19.09.2017

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Das Missverständnis

Michael Silberbauer hat man in Bern einst aufgetragen, YB zu einem Titel zu führen. Am Mittwoch ist er mit dem FC Luzern zu Gast im Stade de Suisse – als Video-Assistent im Trainer-Staff.

Der Königstransfer und sein Wegbereiter, sie lächelten in die Kameras. Es war der 20. April 2011 und Michael Silberbauer setzte sich in einer edlen Loge des Stade de Suisse für seinen ersten Pressetermin in Diensten der Young Boys an diesen langen, dunklen Tisch, ihm gegenüber der damalige YB-Manager Ilja Kaenzig. Symbolisch unterschrieb Silberbauer ein Papier. Dann ein Spruch, ein Lachen, ein Händedruck. Dass sein echtes Arbeitspapier, sein Vertrag, in der Zeit bei den Bernern der Stein des Anstosses sein würde, ahnte damals noch niemand.

Es ist viel passiert in diesen sechs Jahren, bei YB sowieso, aber auch im Leben des Michael Silberbauer. Der Bart ist grau, das Deutsch markant besser geworden. Es ist September 2017, am Pilatus kleben Wolken wie lästige Erinnerungen, der Däne sitzt in einem etwas dunklen Raum der Swisspor-Arena, trägt einen Trainingsanzug des FC Luzern, wippt auf seinem Stuhl hin und her und sagt: «Ich habe keine Eile mehr. Ich muss und will nicht weg von hier, ich fühle mich geschätzt, bin zufrieden.»

36 ist Silberbauer heute, er arbeitet beim FCL als erster Videoanalyst und zweiter Assistenztrainer. Zwischen den Szenen in Bern und Luzern liegt eine turbulente Zeit, zu der jeder der Protagonisten seine eigene Wahrheit hat. Die einen finden, dass YB damals die Katze im Sack gekauft hat und dass die einzigen, die am Ende davon profitiert haben, Silberbauers Berater sind. Andere bezweifeln, dass er während seiner Zeit bei den Young Boys überhaupt je im Vollbesitz seiner Kräfte war. Fest steht: Michael Silberbauer hat in seinen knapp drei Jahren bei YB erlebt, was andere Profis nicht in drei Karrieren erleben würden.

Der Mittelfeldspieler war schon länger auf dem Radar von Kaenzig. Irgendwann wollte es Trainer Vladimir Petkovic genauer wissen. Anruf Petkovic: «Michael, kannst du in meiner Mannschaft vor der Abwehr Bälle erobern und verteilen?» Antwort Silberbauer: «Das kann ich, ja.» So erzählt er das heute. Doch als er im Sommer 2011 die ersten Spiele für YB bestritt, war Vladimir Petkovic weg, entlassen – und bei den Young Boys Christian Gross am Ruder.

Nun, das YB, welches Silberbauer damals verpflichtete, war generell ein ziemlich forsches YB. Nach der zweiten Finalissima-Niederlage 2010 kündigte man vollmundig Titel an, mit CEO Kaenzig und Trainer Gross wurden sogenannte Garanten darauf verpflichtet – kosten durfte alles, was es wollte. Silberbauer wurde als letztes Puzzlestück für eine starke, aber noch führungslose Mannschaft gepriesen. In Dänemark war er dreimal Meister geworden, in Utrecht Captain und Leistungsträger, in der Nationalmannschaft verbuchte er damals 19 Einsätze. Etwas schüchtern sagte Silberbauer bei seiner Vorstellung in der Loge, hoch über dem Rasen: «Ja, Titel gehören auch zu meinen Zielen.»

Dem Versprechen an den entlassenen Petkovic kam er in diesen ersten Saisonwochen nach. YB glänzte kaum je, war aber hinten stabil. Dann begann Gross, seine Nummer 6 öffentlich zu kritisieren, verlangte von ihr mehr Einfluss auf die Offensive. «Ich war nie ein Spieler, der 10, 15 Saisontore schiesst», sagt Silberbauer heute und zuckt mit den Schultern.

Zu schreiben, Michael Silberbauer würde gerne über seine Zeit bei YB sprechen, wäre übertrieben. Weil er aber ein höflicher, aufmerksamer Gesprächspartner ist, beantwortet er Fragen gewissenhaft und formuliert halt dann Sätze, die die Zeit bei YB betreffen, mit noch mehr Bedacht als sonst schon. Viel lieber, viel freier spricht er von seiner Gegenwart in Luzern, über die Stadt und ihren Verein, eine keineswegs immer leichte, aber eine «leidenschaftliche, echte» Beziehung. Er erzählt von der neuen Aufgabe, seiner Wandlung, wie er sich «mehr und mehr das Trainerdenken» angeeignet habe, damals, neben Joel Magnin in der U-21 bei YB.

Im goldenen Käfig

Und schon ist man wieder mittendrin in der Vergangenheit. Denn das eigentlich Unerhörte an der Causa Silberbauer, das, was die Geschichte endgültig zur Posse machte, war die Verbannung in den Nachwuchs. Silberbauers Leistungen hatten weiter stagniert, der Unmut um seine Person wurde grösser. Im September 2012 verlieh ihn YB nach Dänemark zu Odense.

Bei seiner Rückkehr im Sommer 2013 durfte er nicht mehr mit der ersten Mannschaft trainieren. «Niemand konnte den Entscheid vor mir begründen», sagt Silberbauer. Der Königstransfer in der U-21, ein Top-Verdiener der Super League unter Fussball-Lehrlingen. Tendenz des Marktwerts: rapide sinkend. Die Situation war festgefahren. Die Berater des Dänen sollen sich wenig kooperativ gezeigt haben. «Alle haben sich gegenseitig beschuldigt. Der Trainer, der Sportchef, meine Berater.»

Immerhin: Silberbauer sass im goldenen Käfig. Gegen 40'000 Franken soll er pro Monat verdient haben. Monatelang ging das Geplänkel hin und her. «Ich war kein Youngster mehr. Die Vertragsauflösung zu den Bedingungen von YB konnte ich nicht akzeptieren», sagt Silberbauer. Ein Jahr dauerte es bis zur Einigung. YB bezahlte den Dänen aus, er wechselte zu Biel. Dass er dort ausgerechnet mitten in die verrückteste Phase der Vereinsgeschichte rutschte, ist eine fast zynische Laune des Schicksals. 23-mal lief er in der Challenge Leauge auf, bevor er mit Patrick Rahmen das Weite suchte.

Wenig später ging der Verein unter dem wilden Wirken von Präsident Häfeli pleite. Das alles ist weit weg vom Luzerner Presseraum, vom roten Trainingsanzug, vom Auftritt vom Mittwoch im Stade de Suisse. Die Gegenwart zählt für den Familienvater und natürlich die Zukunft. Ist denn die Heimat kein Thema mehr? «Bis meine Tochter zur Schule geht, bleiben wir flexibel», sagt er. Erst einmal will er in Luzern bleiben. Nebenher sein Finanzwirtschaftsstudium zum Abschluss bringen und die Trainerausbildung vorantreiben. Letzte Frage: Wer wird Meister? «YB», sagt Silberbauer.


https://www.derbund.ch/sport/fussball/d ... y/19579386

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 20. September 2017, 23:53 
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«Wir werden nun gejagt»

Vor einem Jahr neun Punkte hinter Basel, nun Leader. Mit einem Sieg gegen Luzern will YB das auch bleiben.

«Gegen Lugano haben wir souverän gewonnen, die erste Halbzeit gegen Partizan hat mir gefallen, die zweite weniger, und auch im Cup haben wir souverän gespielt», resümiert Adi Hütter die drei YB-Auftritte in der Super League, Europa League und dem Schweizer Cup nach der Länderspielpause. Seit dem Sieg gegen Lugano stehen die Young Boys in der Meisterschaft wieder auf dem ersten Platz, weil sowohl der FC Basel als auch der FC Zürich Punkte liegen gelassen hatten. «Solche Chancen müssen wir ausnutzen, wenn der Gegner uns die Möglichkeit gibt», sagt Hütter. YB holte drei Punkte, nachdem die Konkurrenz patzte, für «typisch YB»-Rufe gab es keinen Grund.

«Es ist gut für uns, dass wir ganz vorne sind», sagt Hütter, «wir wissen, dass wir nun gejagt werden und unsere Platzierung bestätigen müssen.» Doch nicht nur für den Tabellenführer ist die aktuelle Situation schön. Die ganze Meisterschaft profitiert vom Schwächeln Basels. Zur Erinnerung: Vergangene Saison lag Verfolger YB nach sieben Runden neun Punkte hinter Leader FCB (und wohlgemerkt nur fünf vor Schlusslicht Thun), heute sind es neun Punkte zwischen den Bernern auf Rang eins und Schlusslicht Lausanne. «Für den Schweizer Fussball kann es nicht besser laufen, als dass es so spannend bleibt», sagt auch Hütter.

Gegen das viertplatzierte Luzern kann YB am Mittwoch mit einem Sieg die Tabellenführung behaupten. «Luzern hat wenige Tore erhalten. Es wird schwer, sie zu schlagen», sagt der YB-Trainer, «wir brauchen ein sehr gutes Spiel.»

Im Strafraum der Luzerner könnte Jean-Pierre Nsame für Wirbel sorgen. Im Spiel gegen die Old Boys musste der 24-Jährige nach einem Schlag ins Gesicht ausgewechselt werden, er steht aber bereits wieder zur Verfügung. Der Stürmer wird auch gebraucht, denn Guillaume Hoarau fehlt – ebenso wie Benito, Bertone und Seferi – nach wie vor. «Hoarau hat Pech mit seinen Wehwehchen. Das beschäftigt ihn auch», erzählt Hütter, der hofft, dass sich der Stürmer ganz auskurieren kann. «Ich möchte, dass er nicht das Gefühl hat, mit 90 Prozent spielen zu müssen.»


https://www.derbund.ch/sport/fussball/w ... y/15349937

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 20. September 2017, 23:57 
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Captain Lustenberger mit Rezept gegen Kaltstart

YB - FCL ⋅ Der FC Luzern spielt heute (20 Uhr) auswärts beim Leader YB. Im letzten Gastspiel in Bern lag der FCL schon nach 11,8 Sekunden 0:1 zurück. Anfangsschwächen sind auch in dieser Saison präsent.

Für Captain Claudio Lustenberger (30) liegt die Schläfrigkeit des FC Luzern während der Startviertelstunde der Spiele nicht an einer mentalen Schwäche. «An der Einstellung fehlt es nicht», ist er überzeugt. «Bei uns ist Feuer in der Kabine, wenn wir uns einstimmen.» Doch der dienstälteste Luzerner Stammspieler mit elf Saisons in der Super League gibt zu, dass er sich mit seinen Mitspielern Gedanken über die vielen Gegentore zu Beginn der Partien macht. «Uns fällt selbstverständlich auf, wie wir in dieser Saison in vier Ligaspielen schon früh einem Rückstand hinterherrennen mussten.» In Basel (1:3), gegen GC (2:2), in Sion (1:1) und gegen Thun (2:2) lag der FCL jeweils nach weniger als 14 Minuten 0:1 im Hintertreffen.

«Vielleicht müssen wir vorsichtiger beginnen»

Während Trainer Markus Babbel vor dem schwierigen Auswärtsspiel heute in Bern gegen die Tabellenersten Young Boys meint, seine Profis müssten von Anfang an bereit sein, hat Abwehrmann Lustenberger vor dem achten Meisterschaftsspiel eine konkrete These für die Startprobleme der Mannschaft. «Wir versuchen, von Anfang an zu pressen, wenn wir entscheidende Duelle verlieren, sind wir in der Defensive zu offen und anfällig für Konter.» Lustenberger liefert sogar ein Rezept, wie man gegen die offensiv und im Umschaltspiel starken Berner nicht nach wenigen Minuten in Rücklage geraten sollte: «Vielleicht müssen wir taktisch vorsichtiger beginnen und erst nach einer Viertelstunde ein Pressing aufziehen.»

Der Rat des Routiniers dürfte wertvoll sein. Denn selbst gegen das Challenge-League-Team von Servette hätten die Luzerner am letzten Samstag im Cup nach fünf Minuten im Rückstand liegen können. Zweimal trafen die Genfer hintereinander nur den Pfosten und verpassten so das 1:0.

Weniger Glück hatte der FCL beim letzten Gastspiel in Bern: Miralem Sulejmani schoss YB nach sage und schreibe 11,8 Sekunden 1:0 in Führung, YB siegte 4:1. Dieses Tor des Serben ist der zweitschnellste Treffer in der Geschichte der Super League, die seit 2003 besteht. «Ein solcher Auftakt darf uns kein zweites Mal passieren», mahnt Captain Lustenberger mit ernster Miene.

Luzerner Stärke in den letzten zehn Spielminuten

Gefestigter scheinen die Innerschweizer im Vergleich zu diesem YB-Spiel der generell ungenügenden Rückrunde der Vorsaison zu sein. Im Cup ist das Team dank dem 1:0 über Servette weiter vertreten, und in der Liga belegt es dank zehn Punkten aus sieben Partien Platz 4. Eine Stärke hat die Mannschaft von Babbel behalten: Auch in dieser Spielzeit sind die Luzerner ausdauernd und dadurch in der Lage, späte Treffer zu erzielen. In vier Matches haben sie in den letzten zehn Minuten geskort. Alle vier Tore brachten Zählbares; einen Sieg (1:0 gegen Lugano), eine Siegsicherung (2:0 in St. Gallen) und je einen Punkt (2:2 gegen GC sowie Thun jeweils nach einem 0:2).

Trotzdem hat kein Luzerner Lust auf ein frühes 0:1. Vor allem nicht beim ambitionierten YB.


http://www.luzernerzeitung.ch/sport/fus ... 53,1105660

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 20. September 2017, 23:59 
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Tage der Dosierung bei den Young Boys

Die Young Boys sind als Leader für einmal in der Rolle der Gejagten. Vor dem Heimspiel am Mittwoch gegen Luzern bietet sich YB in strengen Wochen eine reizvolle Ausgangslage. Der schwächelnde Rivale Basel steht vor heiklen Aufgaben.

11 Spiele in 36 Tagen. 2 Wochen Pause. 7 Spiele in 21 Tagen. 2 Wochen Pause. 7 Spiele in 22 Tagen. 2 Wochen Pause. So sieht das YB-Programm zwischen dem Saisonstart Ende Juli und der dritten Länderspielunterbrechung Anfang November aus. Diesen Matchkalender wenig ausbalanciert zu nennen, wäre eine glatte Untertreibung. Und wenn man so will, stehen die Young Boys gerade mittendrin in diesem auf den ersten und zweiten und dritten Blick reichlich schwachsinnigen Spielplan.

Heute steht die vierte Partie in der zweiten strengen Tranche auf der Agenda, zu Hause gegen den FC Luzern. Es ist ein «Spitzenspiel», wie YB-Trainer Adi Hütter sagt, Erster empfängt Vierter, wobei Spitzenspiel in der nach 7 Runden eher noch nicht besonders ausbalancierten Super League ein starker Begriff ist. Den Leader YB und den Letzten Lausanne trennen nur 9 Punkte. «Es ist schön für die Liga», sagt Hütter, «ist es diese Saison spannender. Das ist für mich eine neue Erfahrung.»

Die neue Seriosität

Als Hütter vor etwas mehr als zwei Jahren die kriselnden Young Boys übernahm, lag der FC Basel nach 7 Runden mit dem Punktemaximum 12 Zähler vor YB. Und 2016 betrug der Vorsprung des erneut makellosen FCB zu diesem Zeitpunkt auch bereits 9 Punkte. «Es ist gut, gewinnen auch mal andere gegen Basel», meint Hütter.

Auch deshalb liegen die Young Boys 3 Punkte vor Basel – und ­blicken auf eine interessante Ausgangslage. Bis zur nächsten Länderspielpause spielen sie gegen Luzern, in Sion sowie gegen St. Gallen, da sind 6, vielleicht 7 Punkte realistisch. Der wenig überzeugende Rivale Basel dagegen spielt beim zu Hause ­unangenehmen St. Gallen, empfängt den gefährlichen Aufsteiger Zürich, muss zum unter dem neuen Trainer Murat Yakin erstarkten GC. Hütter sagt, was ein Fussballlehrer in so einer Situation oft sagt: «Wir schauen auf uns und sowieso immer nur auf das nächste Spiel. Sonst verlieren wir den Fokus in diesen ­anstrengenden Wochen.»

Das dicht gedrängte Programm ist für YB als Europa-League-Stammgast nichts Neues. Anders und besser sind in dieser Saison die Auftritte gegen schwächere Teams nach Partien im Europacup. «Mir gefällt unsere Seriosität in diesen Spielen», sagt Hütter, «dazu zähle ich auch die Leistungen im Cup gegen Breitenrain und Old Boys. Zumal es nicht einfach ist für die Spieler mit so vielen Wechseln in der Aufstellung.»

Insgesamt aber rotierte Hütter ziemlich moderat, in der Abwehr hat es Akteure wie Sven Joss, Marco Bürki und Gregory Wüthrich, die kaum eingesetzt werden. «Hinten ist es wichtig, dass man eingespielt ist», erklärt Hütter. In der Offensive liegen Wechsel eher drin, weil man damit nicht gleich die ganze Statik verändert.

Keine intensiven Trainings

In den Trainings aufdrängen übrigens können sich die Reservisten seit Saisonstart kaum. Denn bei Begegnungen im 3-Tage-Rhythmus sind die Einheiten selten intensiv. Auslaufen am Tag nach dem Spiel wie vorgestern, Abschlusstraining am Tag vor dem Spiel wie gestern. Und so weiter, und so fort. «Es gilt die ­Intensität so zu dosieren, dass die Spieler fit bleiben», sagt Hütter. «Und der zweite Tag nach einem Spiel ist bezüglich Erholung noch wichtiger als der erste.» Also wird taktisch gearbeitet, an den Standards auch, die Grundlagenfitness ist in der Saisonvorbereitung gelegt worden.

In den Länderspielpausen wiederum sind stets mehrere Akteure mit ihren Nationalteams unterwegs. Die Belegschaft bei YB ist dann nicht gerade wie bei europäischen ­Topteams ausgedünnt, aber doch ziemlich dezimiert. «Zumal unser Kader nicht übermässig breit besetzt ist», sagt Hütter. Zudem kommen immer wieder Verletzte wie derzeit die Stammkräfte Guillaume Hoarau, Loris Benito und Leonardo Bertone dazu.

Heute gegen den FC Luzern geht es für YB darum, Rang 1 zu verteidigen, die Verfolger Zürich (in Lausanne) und Basel spielen gleichzeitig. Zeit zum Ausruhen bleibt keine, am Sonntag geht es bereits zum FC Sion. Die «englische Woche» wird übrigens so bezeichnet, weil Klubs in England schon früher häufig dreimal in der Woche spielen mussten. Es ist ein Brauch, der aus dem Cricket übernommen wurde. In England selber wird der Begriff im Unterschied zu anderen Ländern kaum verwendet. Dort nennt man die englische Woche schlicht 3-Spiele-Woche.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/14800736

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 21. September 2017, 00:08 
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Mann der Stunde beim FCL

Schiesst «Mimi» auch den Leader ab?

Er ist in Top-Form, rettet Luzern zuletzt zweimal. Jetzt will Shkelqim Demhasaj (21) auch die Berner Young Boys ärgern.

Endlich ist er da, endlich ist er angekommen! Shkelqim Demhasaj rettet Luzern zuletzt beim 2:2 gegen Thun (1 Tor, 1 Assist) und mit seinem Siegestreffer beim 1:0 im Cup gegen Servette.

17 Saisontore schiesst Demhasaj, der den Spitznamen Mimi trägt, letzte Saison für den FC Schaffhausen. Jetzt endlich auch für seinen neuen Klub Luzern. Und mit dem Wechsel von Cedric Itten zu Basel hat Mimi nun eine Konkurrenz weniger im FCL-Sturm.

Aber Demhasaj sieht das ganz professionell: «Konkurrenz belebt den Wettbewerb. Ich muss mich jede Woche im Training aufdrängen. Da spielt es nicht so eine grosse Rolle, ob ein Spieler geht, oder ein anderer kommt.»

Luzern, immerhin seit sieben Spielen ungeschlagen, triff nun auf YB. Schiesst Mimi auch den Leader ab? «Schön wärs! Ich freue mich riesig auf das Spiel gegen eine starke Mannschaft, in einem tollen Stadion mit einer grossen Kulisse. Da schlägt jedes Fussballerherz höher.»


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 46452.html

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 21. September 2017, 00:11 
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Luzern im Stade de Suisse ohne Chance

YB zementiert den Leaderthron!

Die Berner Young Boys lassen zuhause im Spitzenspiel gegen den FC Luzern nichts anbrennen und gewinnen souverän 4:1.

Das Spiel:
Eine halbe Stunde lang wird den Zuschauern im Stade de Suisse Magerkost serviert. Dann aber kommen besonders Standard-Gourmets voll auf ihre Kosten. Sämtliche Tore der ersten Halbzeit fallen nach ruhenden Bällen. Dass es auch aus dem Spiel geht, beweisen die Hausherren in der Schlussviertelstunde.

Die Tore:

1:0, 34. Minute | Ein Eckball von Sulejmani findet den Kopf von Nuhu, der die Kugel in den Fünfmeterraum köpft. Roger Assalé fackelt dort nicht lange und schiesst zur Führung ein.

1:1, 38. Minute | Rodriguez schlenzt den Ball per Freistoss in den Strafraum. Yannick Schmid geht vor dem Tor vergessen und lenkt entscheidend ab.

2:1, 45. Minute | Wieder ein Standard, wieder schepperts! Fassnacht leitet eine Sulejmani-Flanke per Kopf in die Tiefe, wo sich Jean-Pierre Nsamé in die Luft schraubt und einnickt.

3:1, 78. Minute | Die Innerschweizer Abwehr klärt eine YB-Hereingabe nicht konsequent genug, Christian Fassnacht staubt eiskalt ab.

4:1, 87. Minute | Fassnacht lanciert Joker Nicolas Ngamaleu. Der Kameruner lässt Schmid stehen und verwertet in die entfernte Ecke.

Der Beste: Zwei Assists, ein Tor. Luzern kriegt Christian Fassnacht nie in den Griff. Der Zürcher macht völlig vergessen, dass Yoric Ravet nicht mehr in Bern ist.

Der Schlechteste: Diesen Titel können sich Stefan Knezevic für seinen nichtexistenten Widerstand bei Nsames Tor und Yannick Schmid (trotz des Tores …) für seine Assistenten- und Statistenrolle bei den YB-Toren Nummer drei und vier brüderlich teilen.

Das gab zu reden: War das wirklich ein Foul in der letzten Minute vor der Pause von Demhasaj an Sanogo? FCL-Trainer Markus Babbel, regte sich fürchterlich auf, wollte gesehen haben, dass sein Mann den Ball gespielt habe. Kann man so sehen. Babbel sah das Unheil wohl kommen, denn der Freistoss von Sulejmani brachte das 2:1 von Nsamé.

Die Statistik: Nach wettbewerbsübergreifend sieben Partien ohne Pleite geht der FC Luzern im Stade de Suisse erstmals seit dem 30. Juli (1:3 in Basel) als Verlierer vom Feld.

So gehts weiter: Kaum Zeit zum Durchschnaufen! Luzern empfängt am Samstag (19 Uhr) Lausanne. YB gastiert tags darauf beim FC Sion (16 Uhr).

*********

YB – Luzern 4:1 (2:1)

Stade de Suisse, 13'341 Fans
SR: Jaccottet

YB. Von Ballmoos; Mbabu, Nuhu, Von Bergen, Lotomba; Fassnacht, Sanogo, Sow, Sulejmani; Assalé, Nsame.

Luzern. Omlin; Knezevic, Schmid, Schulz; Kryeziu; Grether, Rodriguez, Custodio, Feka; Jong, Demhasaj.

Tore: 34. Assalé (Nuhu) 1:0, 38. Schmid (Rodriguez) 1:1, 45. Nsame (Fassnacht, Sulejmani) 2:1, 78. Fassnacht 3:1, 87. Ngamaleu (Fassnacht) 4:1

Einwechslungen:
YB: Schick (77. für Sulejmani), Ngamaleu (77. für Nsame), Aebischer (88. für Sow).

Luzern: Lustenberger (68. für Feka), Juric (68. für Schulz), Kutesa (82. für Jong).

Gelb: 24. Knezevic. 29. Sanogo (beide Foul).

Bemerkungen:
YB ohne Hoarau, Benito, Bertone, Seferi (verletzt). Luzern ohne Lucas, Arnold, Schürpf, Schindelholz, Schwegler (verletzt).


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 46452.html

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YB gewinnt hochverdient mit 4:1

Am Mittwochabend traf Leader YB zu Hause auf den FC Luzern. Durch Tore von Nsame, Assalé, Fassnacht und Ngamaleu gewinnen nie gefährdete Berner mit 4:1. Für Luzern traf Schmid. Wir berichteten live aus dem Stade de Suisse.

Mit dem zweiten Heimsieg in Folge, einem 4:1 gegen Luzern, festigen die Young Boys ihre Führungsposition in der Super League.

Tatsächlich verdienten sich die Young Boys ihren fünften Sieg im achten Super-League-Spiel mit einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit, in der ihnen eine Viertelstunde vor Schluss folgerichtig das vorentscheidende 3:1 durch den abermals stark spielenden Christian Fassnacht und danach gar das 4:1 durch den eingewechselten Neuzugang Nicolas Ngamaleu glückte. Luzerns Trainer Markus Babbel überraschte seinen Berner Kollegen Adi Hütter, indem er erstmals in dieser Saison mit einer Fünferabwehr spielen liess - mit den auch in der Offensive wirkenden Verteidigern Simon Grether und Dren Feka auf den Seiten. Wegen der Umstellung musste der defensivere Standard-Aussenverteidiger Claudio Lustenberger auf der Ersatzbank Platz nehmen. Die taktische Massnahme prägte den Match derart, dass die Young Boys mehr als in den meisten Super-League-Heimspielen Mühe hatten, gute Chancen herauszuspielen. Die beste Chance der ersten halben Stunden hatte der Nordkoreaner Jong Il-Gwan mit einem knappen Fehlschuss schon in der 2. Minute vergeben. Ein 0:0 in der Pause hätte dem Geschehen besser entsprochen als die 2:1-Führung der Berner. Das 1:0 durch Roger Assalé nach einem dreifach verlängerten Corner nach 34 Minuten, der Ausgleich durch Innenverteidiger Yannick Schmid vier Minuten später und die neuerliche Berner Führung durch Jean-Pierre Nsame nach einer schönen Kopfball-Stafette mit Christian Fassnacht kamen ohne Ansage daher. Nach drei Unentschieden in Serie mussten die Luzerner die zweite Meisterschaftsniederlage einstecken, ohne jedoch eine ungenügende Leistung abzuliefern. Die Niederlage fiel zu hoch aus. Die Young Boys konnten aufzeigen, dass sich nach dem schockierenden 0:4 daheim gegen Thun mittlerweile gut erholt haben. In der zweiten Hälfte gelang es ihnen phasenweise, den Druck zu entwickeln, den viele vielleicht von Anfang an erwartet hatten.

Young Boys - Luzern 4:1 (2:1) 13'341 Zuschauer. - SR Jaccottet. - Tore: 34. Assalé (Nuhu) 1:0. 38. Schmid (Rodriguez) 1:1. 45. Nsame (Fassnacht) 2:1. 78. Fassnacht (Sanogo) 3:1. 87. Ngamaleu (Fassnacht) 4:1.

Young Boys: von Ballmoos; Mbabu, Nuhu, von Bergen, Lotomba; Fassnacht, Sow, Sanogo, Sulejmani (77. Schick); Nsame (77. Ngamaleu), Assalé.

Luzern: Omlin; Grether, Knezevic, Schmid, Schulz (68. Juric), Feka (68. Lustenberger); Rodriguez, Kryeziu, Custodio; Jong (82. Kutesa), Demhasaj.

Bemerkungen: Young Boys ohne Benito, Bertone, Hoarau und Seferi (alle verletzt). Luzern ohne Arnold, Schindelholz, Lucas, Schürpf, Schwegler (alle verletzt) und Ugrinic (nicht im Aufgebot). Verwarnungen: 24. Knezevic (Foul), 30. Sanogo (Foul).


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/14587732

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 21. September 2017, 00:14 
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YB-Noten: Fassnacht Klassenbester

Die Akteure der Young Boys gefallen beim 4:1-Sieg gegen Luzern. Mehrere Akteure fallen besonders auf.

David von Ballmoos: Note 4
Stand wenig im Fokus, weil der FC Luzern sich kaum eine anständige Torchance erspielte. Beim 1:1-Ausgleich des FCL agierte er zu zurückhaltend – und sah dann beim Gegentor aus wenigen ­Metern unglücklich aus.

Kevin Mbabu: Note 5
Mit seiner Kraft und seinem Laufvermögen in der Offensive wie fast immer ein belebendes Element. Drückte aufs Gaspedal. Und war in der Defensive, wo er sich weniger wohl fühlt, kaum einmal richtig gefordert.

Kasim Nuhu: Note 5
Der Schrank bestritt seine Zweikämpfe kompromisslos wie immer. Zudem scheint er seine Angewohnheit, in jeder Partie für einen Bock schlecht zu sein, ab­gestellt zu haben. Bei Standardsituationen gefährlich, gab vor dem 1:1 die Vorlage mit dem Kopf.

Steve von Bergen: Note 4,5
Weniger auffällig als Nuhu, aber auch aufmerksam, robust, solid.

Jordan Lotomba: Note 5
Vor der Pause mit einigen starken Aktionen auf der linken Seite. Der 18-Jährige flitzte auf und ab und gefiel mit filigranen Einlagen.

Christian Fassnacht: Note 5,5
Der formstarke Flügel setzte sich mehrmals gut in Szene, aber im gegnerischen Strafraum vorerst selten durch. An der Entstehung des 2:1 jedoch massgeblich beteiligt mit einem gewonnenen Kopfballduell. In der Schlussphase drehte Fassnacht auf, schoss das 3:1, gab den Pass vor dem 4:1.

Djibril Sow: Note 4,5
Fiel im zentralen Aufbau nicht auf. Versuchte, einfach und gradlinig zu spielen. Das gelang ihm. Impulse nach vorn blieben vom Techniker diesmal Mangelware.

Sékou Sanogo: Note 5
Holte sich früh eine Gelbe Karte nach ärgerlichem Ballverlust. Damit ist er am Sonntag in Sitten gesperrt. Insgesamt aber glänzte der Ivorer mal wieder als Eroberer im Mittelfeld, ging keinem Duell aus dem Weg, gewann die meisten. Bereitete das 3:1 mit weitem Pass vor.

Miralem Sulejmani: Note 5
Gut aufgelegt, probierte viel. Schlug den Eckball vor dem 1:0 sowie den Freistoss vor dem 2:1.

Roger Assalé: Note 5
Viel unterwegs, oft rasant, beschäftigte die Luzerner mit seinen flinken Bewegungen. Und bewies erneut ungewohnten Torriecher, als er vor dem 1:0 dort stand, wo ein Torjäger stehen muss (und Assalé eher selten). Auch am 3:1 beteiligt.

Jean-Pierre Nsamé: Note 4,5
Der kräftige Stürmer rieb sich in vielen Zweikämpfen auf. Und wurde für seinen Einsatz mit dem Kopfballtor zum 2:1 belohnt.

Thorsten Schick: ohne Note
77. Minute für Sulejmani.

Nicolas Ngamaleuohne: ohne Note
77. Minute für Nsamé. Schoss das 4:1 nach feinem Dribbling.

Michel Aebischer: ohne Note
88. Minute für Sow.

Noten:6 = herausragend; 5 = gut; 4 = solid; 3 = ungenügend; 2 = schlecht; 1 = sehr schlecht.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/13028331

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Der Abend ist schön

Perfektes Drehbuch für YB: Die Verfolger Zürich und Basel verlieren Punkte, während die Young Boys nach überzeugender Leistung gegen Luzern 4:1 gewinnen.

Die berühmte YB-Viertelstunde ist, das lässt sich nach Mittwochabend behaupten, immer noch ihren legendären Ruf wert. In der Schlussphase des Heimspiels gegen Luzern krönen die Young Boys ihren Steigerungslauf und veredeln den starken Vortrag nach der Pause mit zwei Treffern. Zuerst entscheidet Christian Fassnacht das Spiel in der 78. Minute, kurz vor Schluss setzt der soeben eingewechselte Nicolas Ngamaleu den Schlusspunkt mit dem 4:1. Dank teilweise formidabler Vorstellung in der zweiten Halbzeit geht der Sieg für YB auch in dieser Höhe in Ordnung.

Enttäuschende Kulisse

Obwohl es den Young Boys prächtig läuft, sind die Zuschauerzahlen seit ein paar Wochen ziemlich bescheiden. Gestern bildeten gut gezählte 13 341 Besucher eine ­triste Kulisse, zumal diese Zahl dank rund 11 200 verkauften Saisonkarten geschönt ist. Anwesend waren vermutlich keine 10 000 Leute im Stade de Suisse, was angesichts der Affiche Erster vs. Vierter sehr enttäuschend war.

Immerhin erlebten die Zuschauer am Mittwochabend eine relativ rasante Begegnung, in der es nicht an Tempo und Zweikämpfen fehlte, vorerst aber an richtig guten Gelegenheiten. Einzig Luzerns Francisco Rodriguez näherte sich bereits nach 90 Sekunden gefährlich an, sein Abschluss kullerte knapp rechts am Pfosten vorbei. Die Young Boys agierten gefällig, sie griffen oft über die Seiten an, wobei die auffälligen Aussenverteidiger Kevin Mbabu und Jordan Lotomba regelmässig wie zweite Flügelspieler stürmten. Insbesondere Lotomba gefiel mit feiner Ballbehandlung und einer gesunden Portion Frechheit. Der 18-Jährige brillierte als Protagonist im schönsten Angriff der ersten Halbzeit, als er sich zuerst forsch durchsetzte und nach einer kurzen Ballstafette scharf zur Mitte flankte. Die Hereingabe fand zwar keinen Abnehmer, unterstrich aber das Talent Lotombas.

Aus dem Spiel heraus fiel es den Mannschaften vor der Pause schwer, in die Nähe eines Torerfolges zu gelangen. Und so konzentrierten sich die Zuschauer auf die im 5-Minuten-Rhythmus eingeblendeten Resultate der YB-Verfolger Zürich und Basel – sowie die Blitztabelle. Und der Rückstand des Rivalen FCB in St. Gallen, erst 0:1, bald 0:2, sorgte für Begeisterung auf den Rängen. Einziger Schönheitsfehler der Unterhaltung hoch oben auf den riesigen Videowänden: Der FCZ lag in der Blitztabelle dank der 1:0-Führung in Lausanne wieder einen Punkt vor YB – Zürich 16, YB 15, Basel (als Vierter) 11.

Drei Tore nach Standards

Das korrigierten die Young Boys nach 35 Minuten. Wenig überraschend benötigten sie dazu eine Standardsituation und den feinen linken Fuss Miralem Sulejmanis. Dessen Corner spedierte Kasim Nuhu mit dem Kopf vors Tor, dort verlängerte Roger Assalé den Ball aus drei Metern ins Tor. Lange durfte sich YB über die Führung in Spiel und Blitztabelle nicht freuen, denn auch Luzern besitzt einen begabten Schützen. Francisco Rodriguez schlug in der 38. Minute einen Freistoss von der Seite tückisch vors geg­nerische Tor, was bei den Young Boys reichlich Desorientierung stiftete. Gleich zwei Luzerner standen im Fünfmeterraum allein vor dem zögerlichen Torhüter David von Ballmoos, schliesslich lenkte Yannick Schmid den Ball entscheidend ab.

Noch vor der Pause jedoch stellten YB gegen Luzern sowie Sulejmani im Duell der Torvorbereiter gegen Rodriguez auf 2:1. Sulejmanis Freistoss benötigte dabei erneut eine Relaisstation, diesmal bereitete Christian Fassnacht mit dem Kopf vor, Jean-Pierre Nsamé vollendete mit einem Kopfball. Das gelb-schwarze Glück dieser ersten Halbzeit komplettierte die Meldung aus Lausanne, wonach der FCZ unmittelbar vor der Pause das 1:1 erhalten habe. Die Blitztabelle las sich nun aus Berner Sicht geradezu köstlich: YB 17, Zürich 14, Basel (als Vierter) 11.

Daran änderte sich nach der Galavorstellung der Young Boys in der zweiten Halbzeit nichts mehr. Am Sonntag reisen die Berner als einigermassen souveräner Tabellenführer zum FC Sion – während sich der taumelnde ­Serienmeister Basel und Zürich einen Tag vorher zum Verfolgerduell treffen.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/11194092

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