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 Betreff des Beitrags: Weisch no dä Tag…
 Beitrag Verfasst: Sonntag 26. April 2020, 14:12 
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 Betreff des Beitrags: Re: Weisch no dä Tag…
 Beitrag Verfasst: Montag 27. April 2020, 19:29 
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 Betreff des Beitrags: Re: Weisch no dä Tag…
 Beitrag Verfasst: Dienstag 28. April 2020, 13:34 
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Die grösste YB-Nacht

«Es musste an diesem Samstagabend sein»

Heute vor zwei Jahren gewannen die Young Boys nach 32 Jahren wieder die Meisterschaft. Sechs Protagonisten erinnern sich an die denkwürdigste Berner Sportnacht.

2018 war ein unglaubliches YB-Jahr. Die berühmte Durststrecke der Young Boys, nicht selten Gespött der Fussballnation, fand ein Ende. YB wurde Meister, feierte mit Pokal, auf dem Bundesplatz, erreichte die Champions League, schlug Juventus Turin. Alles wie aus einem Guss.

Den Auftakt zu dieser schwerelosen YB-Zeit machte der 28. April 2018. Ein Datum wie ein Nationalfeiertag für den Berner Sportkanton. Ein Abend, an dem etwas herausbrach aus vielen Leuten. Dass YB mit 13 Punkten Vorsprung auf jeden Fall Meister werden würde, war egal. Der über Jahre geschürte Fatalismus erlaubte kein Nachlassen. Es musste an diesem Samstag sein, vor eigenem Publikum. Und es wurde ein denkwürdiges Spiel. Lange stand es 0:0, YB geriet in Rücklage, verursachte dann beim Stand von 1:1 einen Penalty. Marco Wölfli, als Stellvertreter gerade im YB-Tor, hielt. Jean-Pierre Nsame traf in der 89. Minute zum Sieg. Was folgte, war ein spektakulärer, friedlicher Platzsturm – und die ganz grossen Glücksgefühle.

Sechs Leute haben sich für diese Zeitung erinnert. Und gemerkt, wie wohl sie sich dabei immer noch fühlen.


Guillaume Hoarau, Stürmer

«Ich versuche, diese Bilder nicht zu oft anzuschauen. Und wenn, dann bin ich sehr konzentriert, ich spreche nicht, ich mache nichts anderes. Es ist das pure Glücksgefühl. Vieles kommt wieder hoch, oft auch ein paar Tränen.

In dem Moment konnte ich das riesige Glück gar nicht richtig fassen. Es ging so schnell weiter, Pokalübergabe, Meisterfeier, Champions League, es war ein Jahr für die Ewigkeit. Später erst habe ich realisiert, wie grossartig dieser Tag war.

Wölfli rettete mir beim Schlusspfiff damals fast das Leben! Ich hatte kurz Angst, lag neben Marco, die Leute haben sich nur so auf uns gestürzt, er ist als Erster aufgestanden und hat uns etwas Platz verschafft. Es war chaotisch, so intensiv.

Aber dann war sofort wieder gut. Noch auf dem Platz konnte ich meine Freunde auf der Tribüne erkennen, sie haben geschrien, gewunken, geweint.

Ich würde diesen Abend so gerne noch einmal erleben, am liebsten als Zuschauer. Eigentlich beneide ich das Publikum auch etwas, dass es das alles so geniessen konnte. Für jeden Fan muss es wunderschön gewesen sein. Auf dem Spielfeld sind die Emotionen anders.

Der beste Moment des Abends war natürlich das 2:1. Ich steige früh hoch bei der Flanke von Sulejmani, ich weiss, das wird kein Kopfball aufs Tor. Ich lege ab für Nsame, er haut ihn rein, und dann ist da nur ein Gefühl: viel, viel Glück.»

"Wölfli rettete mir fast das Leben!"
Guillaume Hoarau



Brian Ruchti, Radio Gelb-Schwarz

«Dieser Tag ist wie ein riesiges Emotions-Knäuel, das ich bei Bedarf entwirren kann, aber meist gar nicht will. Wenn ich daran zurückdenke, wird mir schon warm ums Herz.

Man hat sich als YB-Fan so oft gefragt, wie es sein könnte, wenn es dann endlich so weit ist. Und dann kommt dieser Tag und du weisst: Ja, genau so musste es kommen.

Die Erinnerungen sind noch frisch. Wölflis Parade, die letzten 30 Sekunden, das Tor, die Gesichter. Ich könnte die Spielzüge jetzt noch auswendig kommentieren. Nach Wölflis Parade hatte das Spiel plötzlich den Charakter eines WM-Finals. Alle im Stadion schienen vergessen zu haben, dass YB auch eine Woche später noch Meister werden kann. In unserer Zeit mit ihren vielen Ablenkungen sind selten so viele Leute so konzentriert zusammen. Der Fokus war enorm.

Wir wurden an dem Abend ja noch begleitet von einem SRF-Kamerateam. Ich war komplett im Tunnel, habe zwar zweimal Auskunft gegeben, das aber kaum wahrgenommen. Bei unserem Dreh aus der Kabine gingen dann zwei Kameras kaputt, weil alles so nass war. Aber davon waren wir eigentlich ausgegangen.

Schön auch: Ich habe den ganzen Abend nie auf die Uhr geschaut. Irgendwann am frühen Morgen ging ich heim. Geschlafen habe ich nicht lange. Es ging früh wieder weiter, wir hatten Pläne, hängten eine riesige «geyoungboyst»-Flagge ans Münster. Alle waren voller Energie.»

"Ich habe den ganzen Abend nie auf die Uhr geschaut."
Brian Ruchti, Radio Gelb-Schwarz


Beat Liechti, Stadionspeaker

«Nach dem Schlusspfiff kamen meine Worte über den Lautsprecher. «Dr Chübu isch in Bärn» oder «Irgendeinisch fingt ds Glück eim». Du überlegst dir im Vorfeld lange, was du in einem solchen Moment sagen könntest. Was dann kam, war ein Mix aus Vorbereitung und Spontaneität. Die Züri-West-Zeile war spontan, weil wir das Lied schon bereithatten und natürlich abspielen wollten.

Bei uns in der Speaker-Kabine ging es freudig-konzentriert zu und her. Jeder musste irgendwie schauen, dass er in seiner Rolle bleibt. Noch Sekunden vor dem Schlusspfiff hatte ich die letzten Ansagen.

Morgens um 2 oder 3 Uhr ging ich aus dem Stadion, direkt nach Hause – so lange war ich als Speaker auf Posten. Solange Leute im Stadion sind, musst du bereit sein – das verlangt das Sicherheitskonzept. Wir blieben also immer dort oben, freuten uns mit und hatten einen fantastischen Ausblick auf das Geschehen. Was mir von diesem Abend erst im Nachhinein auffällt: Nach Wölflis Parade beim Penalty habe ich ihn wie einen Torschützen ausgerufen, dreimal mit Vornamen, das Publikum rief seinen Namen – so laut wie bei einem Siegestor.

Nach dem Schlusspfiff war das beeindruckend und kurz etwas chaotisch. Es war so kraftvoll, aber ich hatte nie das Gefühl, dass es eskalieren könnte, es war alles so positiv. Da entlud sich einfach etwas!»

"Die Züri-West-Zeile kam spontan."
Beat Liechti, Stadionspeaker



Marco Wölfli, Goalie

«Die ersten zehn Sekunden nach dem Schlusspfiff war es wild. Nsame kickt ja den Ball in den Himmel, dann kommt der Abpfiff und ich sacke richtig zusammen, war völlig fertig. Als Erste sind Hoarau, von Bergen und Schick bei mir, dann aber auch Hunderte von Fans. Ich musste mich befreien, es wurde immer dunkler um mich herum. Ich war noch richtig geladen vom Spiel.

Aber dann liess ich mich treiben in dieser Menge, einmal war ich im Tornetz, dann irgendwo am Strafraum. Meine Freunde haben sich von der Tribüne runtergekämpft, ich sah sie winken in der Menge, ich sah ihre Tränen.

Unsere Stärke in dieser Saison zeigte sich in diesem Spiel. Der Wille zum Sieg, das Selbstvertrauen, die Unnachgiebigkeit. Es musste an diesem Abend sein. Der Druck war da, trotz unseres riesigen Vorsprungs.Wenn du so oft so nah dran warst, stellen sich gewisse Ängste ein. Und genau dieser Grundton sorgte dann für die Explosion im Stadion. Es brach etwas heraus aus allen von uns.

Die letzte Viertelstunde war der Wahnsinn. Es ist wie ein enorm schlechter Film – dass der Penalty noch von der Latte prallt, dass ich ihn im Nachfassen halte.

Das ganze Jahr war verrückt. Ich muss heute noch lachen, wenn ich realisiere, dass Ronaldo in der Champions League fast immer trifft, ausser dann, wenn ich im Tor stehe.»

"Es brach etwas heraus aus allen von uns."
Marco Wölfli



Gerardo Seoane, damals Luzern-, heute YB-Trainer

«Ich war vor zwei Jahren als Trainer des FC Luzern im Stade de Suisse dabei. Ich erinnere mich an eine elektrisierende Stimmung, den ganzen Abend lang, man spürte bereits vor dem Spiel, dass etwas Besonderes in der Luft lag. Die Dramaturgie der Begegnung war natürlich auch speziell mit dem späten Siegtor durch Jean-Pierre Nsame.

Damals war ich stolz, Teil dieses FCL zu sein, der YB stark forderte. Ich sagte den Spielern: Geniesst diesen Abend, zeigt in dieser einzigartigen Atmosphäre, was ihr könnt. Insbesondere die jungen Luzern-Spieler profitierten von diesem Spiel. Dann war dieser Elfmeter eine Viertelstunde vor Schluss, den Marco Wölfli so spektakulär hielt. Wir hatten bei Luzern damals viele Verletzte, Valeriane Gvilia war einer unserer Penaltyschützen an diesem Tag.

Nach Nsames Treffer begannen neben dem Spielfeld die Vorbereitungen für die Feierlichkeiten, unsere Bank wurde abgesperrt, da lief noch die Nachspielzeit. Das wurde gut geplant und ging respektvoll über die Bühne. Auf einmal waren zum Beispiel vier Männer neben mir vor der Bank, das Spiel war noch gar nicht zu Ende, und ich fragte sie, was sie hier machen würden. Sie antworteten, sie seien für unsere Sicherheit verantwortlich.

Nach dem Schlusspfiff gab es für die YB-Fans kein Halten mehr. Und wir vom FCL wurden über die Tribüne, etwa in Reihe 5, in die Kabine begleitet. Aus den Katakomben bekamen wir dann sehr gut mit, was für eine grosse Party in Bern stattfand.»

"Wir wurden über die Tribüne in die Kabine begleitet."
Gerardo Seoane



Albert Staudenmann, YB-Kommunikationschef

«Bilder sagen mehr als 1000 Worte, im Fall des BSC Young Boys sind es mindestens 1898. Jedes Bild vom 28. April 2018 hat seine eigene Geschichte, man hält inne, geniesst, kommt aus einem Lachen voller Freude und Stolz fast nicht heraus und glaubt dann immer zu wissen, wie sich die Haut der Hühner oder Gänse anfühlt. Es gibt YB-Fans, die sagen, wenn es ihnen im Alltag schlecht gehe, schauten sie Bilder oder Filme der Meisternacht 2018 an – und Adieu schlechte Laune.

Aber zurück zu den Bildern. Beim Stadioneingang an der Papiermühlestrasse 71 hängt ein riesiges Bild vom Torjubel (Sie wissen schon, «früecher oder speter chunnt dr Hanspeter») nach dem Treffer von Jean-Pierre Nsame. Auch Gerry Seoane ist darauf zu erkennen, damals noch in der Coachingzone des Gästetrainers. Wir müssen manchmal schmunzeln, wenn wir daran vorbeigehen, und erkennen dann immer wieder neue Gesichter und Geschichten auf diesem Gesamtkunstwerk. Ein Bild der gleichen Szene aus anderem Blickwinkel hängt bei mir zu Hause. Als Nsame für die kollektive Erlösung sorgte, stand ich beim Spielertunnel, in der Nähe der gesperrten und verletzten Bertone, Sow, Von Ballmoos und Co. Als sie Nsame hinterhersprinteten, gab es auch für mich kein Halten mehr.

Ich rannte ebenfalls orientierungslos und vogelwild los, um kurz danach im Pulk der feiernden Spielertraube unterzutauchen. Ich war im Moment für die Ewigkeit angekommen. Es gäbe noch so viele Bilder, die man an dieser Stelle vom 28. April 2018 erwähnen könnte: von der Dankesrede von Hans Ueli Rihs in der Kabine, von Michel Aebischer und seiner Taucheinlage auf dem Champagner-Boden in der Garderobe, von Adi Hütter, als er von seiner Tochter unmittelbar nach dem Schlusspfiff vor der Trainerbank überrascht wurde, von den Klettereinlagen der Fans rauf auf die Abschrankung, runter auf den Platz und rasend über den Rasen.

Wer bei der Explosion der Gefühle dabei war, wird sie nie vergessen. Schön, dass die YB-Fans heute dem Meistertitel 2018 gedenken wollen – mit sichtbaren gelb-schwarzen Zeichen an Balkonen und Hauseingängen. Es ist ein Jubiläumstag der besonderen Sorte: Musik und Bilder, bitte!»

"Ich rannte vogelwild los."
Albert Staudenmann


https://www.bernerzeitung.ch/es-war-cha ... 8855802381

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 Betreff des Beitrags: Re: Weisch no dä Tag…
 Beitrag Verfasst: Dienstag 28. April 2020, 14:33 
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Forever Young! 28. April 2018: Als YB Bern nach 32 Jahren end­lich einen Titel gewann

32 Jahre mussten die Fans von Young Boys Bern warten, ehe ihr Klub, der so oft in letzter Sekunde schei­terte, vor exakt zwei Jahren end­lich die Schweizer Meis­ter­schaft gewann. Die Sekunden nach Abpfiff? Muss man gesehen haben


https://11freunde.de/artikel/forever-young/1891249


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 Betreff des Beitrags: Re: Weisch no dä Tag…
 Beitrag Verfasst: Dienstag 28. April 2020, 18:29 
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«Wenn die Berner einen neuen Feiertag auswählen könnten, wäre es der 28. April»

Der 28. April 2018 ist der unvergessliche Tag in der 122-jährigen Geschichte des BSC Young Boys. Es ist der Tag, an dem 32 Jahre des Leidens ihr Ende finden.

Glücklich der Verein, der sich durch ein Datum im Jahreskalender an seinen schönsten Moment erinnern kann. Für den FC Zürich wird es wohl auf ewig der 13. Mai sein. An jenem Samstag im Jahr 2006 sicherte sich der FCZ mit einem 2:1 im St.-Jakob-Park gegen Basel den Meistertitel – seinen ersten nach einer Durststrecke von 25 Jahren. Besungen werden auch heute noch die 93. Minute und der entscheidende Spielzug: Hereingabe von Florian Stahel von rechts, Direktabnahme von Iulian Filipescu, Tor.

Was für den FCZ der 13. Mai 2006, ist für YB der 28. April 2018. Gar 32 Jahre lange hatten die ergrauten Zuschauer unter den Fans auf die Momente warten müssen. Die Zeiten, in denen die Mannschaft verschiedene Meistertitel nebst Cupsiegen «veryoungboyst» hatte, waren auf einen Schlag vergessen.

Für jenen sommerlich warmen Samstagabend im Stade de Suisse schien ein Meister der Dramaturgie das Drehbuch geschrieben zu haben. YB musste gegen Luzern gewinnen, um vorzeitig als Meister festzustehen. Nach 76 Minuten stand es 1:1, als Luzern nach einem unstrittigen Foul von Guillaume Hoarau einen Penalty zugesprochen bekam. Goalie Marco Wölfli lenkte den Schuss des Georgiers Valerian Gwilja mit einem Reflex mit der rechten Hand an die Latte und behändigte den Ball.

Wölfli wäre in dieser Minute eine Vereinslegende geworden, wenn er nicht schon eine gewesen wäre. Die Berner rannten an, das von Jonas Omlin gehütete Tor war zugenagelt. Dann aber der entscheidende Spielzug in der heute in Bern besungenen 89. Minute: Flanke von links von Miralem Sulejmani, Guillaume Hoarau legt mit dem Kopf quer zu Jean-Pierre Nsame, und dieser trifft per Dropkick. Das Getöse im Stadion war nur deshalb nicht lauter als bei Wölflis Parade, weil es nicht mehr lauter sein konnte.

Nach dem Schlusspfiff nach gut 94 Minuten implodierte das Stade de Suisse. Binnen Sekunden war den Rasen von Hunderten, wenn nicht Tausenden von jubelnden und weinenden Fans überflutet. Alle umarmten alle, und Wölfli kam nicht mehr herunter von den verschiedensten Schultern, die ihn in den Himmel lüpften. Es folgte eine Jubelnacht, eine Freinacht, wie sie das Stadion und die Stadt nicht gekannt hatten. Und alles lief friedlich ab. Gerardo Seoane, damals noch Trainer beim unterlegenen FC Luzern, sagte später, die Momente nach dem Schlusspfiff hätten ihn tief beeindruckt.

Fans mit mehr Selbstbewusstsein

Claudia Salzmann ist Journalistin im Stadtressort der Berner Zeitung. Für das Vereinsmagazin der Young Boys schreibt sie regelmässig Beiträge aus dem Bereich der Fans. Selber gehört sie einem etwa 30 Personen zählenden Klub an, einem der zahlreichen mit Vorständen konstituierten und in einer Dachorganisation eingetragenen gelbschwarzen Fanklubs. Der 28. April sei bei den Fans immer ein Thema, sagt Claudia Salzmann. «Wenn die Berner einen neuen Feiertag auswählen könnten, wäre es der 28. April. Dieses Datum löst zumindest bei mir sicher mehr Emotionen aus, als dies beispielsweise Silvester tut.»

Der 28. April 2018 habe das Selbstbewusstsein der YB-Fans deutlich gehoben, sagt Salzmann, die ein Abo im Sektor C besitzt. «Auf unseren Rängen wird viel weniger gejammert, wenn mal ein Spiel nicht wie am Schnürchen läuft.» Aber schlechte Spiele gebe es seit zwei Jahren sowieso wenige.

Jahrestag mit reduzierten Feierlichkeiten

Diesen Dienstag würden die Fans und Fanklubs auf mannigfache Weise den zweiten Jahrestag des 28. April feiern. Die Coronavirus-Krise ermöglicht nur ein stilles Feiern daheim und auf Distanz. «Ich werde in kleinem Rahmen mit anderen Fans per Videochat anstossen», sagt die 37-Jährige.

Der Fanklub-Dachverband Ostkurve Bern ruft alle auf, alle verfügbaren YB-Fahnen zu hissen und die YB-Leibchen aus den Schlafzimmerfenstern hängenzulassen. «Die Stadt soll in einem gelbschwarzen Farben- und Fahnenmeer versinken», schreiben die Ostkurven-Fans.

Der Verein, der BSC Young Boys, unterstützt diese Aktion mit Symbolkraft und begeht seinerseits das kleine Jubiläum auf seinen Social-Media-Kanälen. Tagsüber sind Bilder und Videos zu sehen. Am Abend – ab 19:00 Uhr wie schon am 28. April 2018 – wird der unvergessliche Match in voller Länge gezeigt. Wahlweise kann man das Spiel mit dem euphorischen Originalkommentar des Reporterduos von Radio Gelb-Schwarz sehen.


https://www.bluewin.ch/de/sport/fussbal ... 85223.html

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 Betreff des Beitrags: Re: Weisch no dä Tag…
 Beitrag Verfasst: Dienstag 28. April 2020, 19:06 
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 Betreff des Beitrags: Re: Weisch no dä Tag…
 Beitrag Verfasst: Dienstag 28. April 2020, 19:08 
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 Beitrag Verfasst: Dienstag 28. April 2020, 21:33 
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«Blick zurück»: 28. April 2018

Magische 89. Minute: Als YB seine lange Durststrecke beendete

Am 28. April vor zwei Jahren wurden die Young Boys erstmals nach 32 Jahren Schweizer Meister und verwandelten Bern in ein Tollhaus.

ener Samstagabend im Stade de Suisse passte von der Dramaturgie her zur Leidensgeschichte der Young Boys. Der Leader brauchte gegen Luzern einen Sieg, um vorzeitig als Meister festzustehen. Doch die Geduld der Berner Fans, die seit 32 Jahren auf einen Titel warteten, wurde noch einmal strapaziert.

Wölflis Heldentat, Nsames Dropkick

Nach 76 Minuten stand es 1:1, als Luzern nach einem Foul von Guillaume Hoarau einen Penalty zugesprochen bekam. Goalie Marco Wölfli lenkte den Schuss mit einem Reflex der Extraklasse an die Latte.

In der Folge rannten die Berner vergeblich an. Bis in der 89. Minute der entscheidende Spielzug folgte: Miralem Sulejmani flankt von links, Hoarau legt mit dem Kopf quer zu Jean-Pierre Nsame – dieser trifft per Dropkick.

Berns Nacht der Nächte

Nach dem Schlusspfiff wurde das Stadion endgültig zum Tollhaus. Binnen Sekunden war der Rasen von jubelnden und weinenden Fans überflutet. Jeder umarmte jeden, Wölfli wurde auf Händen getragen. Es folgte eine Freinacht, wie sie das Stadion und die Stadt nicht gekannt hatten.


https://www.srf.ch/sport/fussball/super ... e-beendete

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 Betreff des Beitrags: Re: Weisch no dä Tag…
 Beitrag Verfasst: Dienstag 28. April 2020, 21:35 
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So wurde YB endlich wieder Meister

Sehen Sie hier das YB-Meisterspiel vom 28. April 2018

Der 12. Meistertitel der Young Boys jährt sich zum zweiten Mal. Hier können Sie sich das entscheidende Spiel in voller Länge anschauen. Mit dem Livekommentar von Radio Gelb-Schwarz.

Es war wohl die grösste Berner Fussballnacht aller Zeiten: Vor genau zwei Jahren holten sich die Young Boys nach 32 Jahren wieder den Meistertitel. Zur Feier des Tages wird das Spiel ab 19 Uhr in voller Länge auf dem Youtube-Kanal des Clubs nochmals gezeigt. Besonders mitfiebern darf man dank dem Kommentar der Reporter von Radio Gelb-Schwarz.

Auch sonst zelebriert YB den historischen 28. April gebührend. Auf Youtube hat der Verein Grussnachrichten von Spielern veröffentlicht. Etwa von Thorsten Schick, der mittlerweile bei Rapid Wien spielt, oder von Marco Wölfli, der Ende Saison seine Karriere beendet.

Für die Eiligen

Wem es zu lange dauert, ein ganzes Spiel anzuschauen, kann sich hier die ausführliche Zusammenfassung der Partie zu Gemüte führen.


https://www.bernerzeitung.ch/sehen-sie- ... 8880280712

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 28. April 2020, 23:13 
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YB: Fan-Radio feiert Titel-Jubiläum mit Adi Hütter und Spycher

Das Berner Meistermärchen von 2018 jährt sich heute bereits zum zweiten Mal. RGS, das Fanradio von YB, begrüsste dazu gleich zwei prominente Gäste.

Das Wichtigste in Kürze

- Heute vor zwei Jahren feierte YB den ersten Meistertitel nach 32 Jahren.
- Ex-Trainer Adi Hütter und Sportchef Christoph Spycher blicken beim Fanradio RGS zurück.

Das letzte Spiel im Stadion Wankdorf liegt wegen der Corona-Krise schon länger zurück. Trotzdem werden heute in ganz Bern gelbschwarze Fahnen und Trikots präsentiert. Der Grund: Vor zwei Jahren, am 28. April 2018, beendet YB nach 32 Jahren seine Titel-Durststrecke.

«Am Morgen vor dem Spiel dachte ich: Heute wäre es angerichtet – wenn wir gewinnen, sind wir Meister. Aber Luzern hatte bis dahin eine starke Rückrunde gespielt unter Trainer Gerardo Seoane», erinnert sich Meister-Coach Adi Hütter.

Der Österreicher ist heute einer der Ehrengäste bei der Live-Sendung «RGS Homeoffice» von Radio Gelb-Schwarz. Das YB-Fanradio hat aus der fussballlosen Zeit eine Tugend gemacht. Und vor einigen Wochen einen Podcast ins Leben gerufen.

Hütter: «Der Titel mit YB ist unvergesslich»

«Nach dem Schlusspfiff brachen alle Dämme. Ich weiss noch, dass ich irgendwie auf den Platz gesprungen bin», erzählt Hütter weiter. Die Erinnerungen beim Österreicher sind noch lebhaft vorhanden: «Es ist einfach unvergesslich. Ich schaue mir das Spiel immer noch ab und zu auf DVD an.»

Der heutige Bundesliga-Coach von Eintracht Frankfurt hat mit YB die Serie von acht Meistertiteln des FCB gebrochen. Auch deshalb gilt er in Bern als «Trainergott».

Spycher: «Es war keine Top-Leistung des Teams»

Kurz nach Hütter schaltet sich auch der Baumeister des YB-Erfolgs ein. Sportchef Christoph Spycher erinnert sich an den Tag.

«Das Motto war: Heute ist es soweit, es muss einfach passieren. Es war eigentlich das perfekte Drehbuch», erzählt «Wuschu». «Während des Spiels sah es aber etwas anders aus.»

Tatsächlich, denn: Luzern geht nach der Pause durch Ex-YBler Christian Schneuwly in Führung. Kurz darauf gleicht Hoarau vom Penaltypunkt aus. «Trotz dem Steigerungslauf war die Anspannung auch beim Team spürbar. Es war keine Top-Leistung, das merkten auch die Spieler.»

Trotzdem dreht YB die Partie noch – und feiert den ersten Meistertitel seit 1986! «Es war eine Explosion der Gefühle. Zuerst der gehaltene Penalty von Wölfli, dann der Siegestreffer von Nsame», schwärmt Spycher.

Wer sich nicht mehr an jede Szene erinnern kann: YB zeigt heute das Spiel im Re-Live.


https://www.nau.ch/sport/fussball/yb-fa ... r-65699167

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