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 Betreff des Beitrags: Thomas Grimm
 Beitrag Verfasst: Freitag 3. November 2006, 11:06 
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BZ, 03.11.2006

Ein Anwalt als Unterstützung bei YB

Am Sonntag in Sion will YB endlich auswärts überzeugen. Und: Thomas Grimm ist die juristische Verstärkung der Berner.

Nach dem souveränen 2:0-Heimsieg gegen Meister Zürich hoffen die Young Boys, den Anschluss an die Tabellenspitze bald zu realisieren. «Wir wollen uns bis zur Winterpause nach vorne arbeiten und in der Rückrunde voll angreifen», sagt Verteidiger Christian Schwegler. Am Sonntag beim heimstarken Sion und am nächsten Donnerstag beim FC Basel folgen die zwei nächsten, schwierigen Auswärtsspiele. «Es muss uns gelingen, auch auswärts so aufzutreten wie in Bern», sagt Martin Andermatt. Der Trainer überlegt sich, für die Partien im Wallis und in Basel eine leicht modifizierte (und defensivere) Formation zu nominieren. «Aber wir müssen unsere Stärken in der Offensive weiter ausspielen können», sagt Andermatt.

Was macht Gohouri ?

Der neue YB-Trainer übernimmt auch Managementaufgaben, und das ist einer der Gründe, warum die Young Boys die Suche nach dem neuen Sportdirektor («Mister YB») derzeit eingestellt haben. Teammanager Alain Baumann ist für den administrativen Bereich zuständig - und um die juristischen Belange kümmert sich seit einigen Wochen Thomas Grimm. Der Anwalt ist bei den Young Boys im Mandatsverhältnis angestellt und zweimal in der Woche, am Montag und am Freitag, auf der Geschäftsstelle im Wankdorf. «Er ist für sämtliche rechtlichen Angelegenheiten zuständig», sagt Wankdorf-CEO Stefan Niedermaier. Darunter fallen vor allem die Spielerverträge, Gespräche mit Spielervermittlungsagenturen wie der «4sports» oder mit Vereinen, falls es in der Winterpause um Spielertransfers gehen sollte.

Mit dem Portugiesen Delfim müssen derzeit vertragliche Differenzen bereinigt werden. Gespannt verfolgt man bei YB zudem, wie es mit dem umworbenen Steve Gohouri weitergeht. Am ivorischen Verteidiger sind zahlreiche Vereine interessiert, die Gohouri im Winter übernehmen möchten. «Die Berater verdrehen den Spielern heute den Kopf», sagt Niedermaier. Gohouris Rechte gehören zur Hälfte der «4sports». Klar ist: YB möchte den robusten und kopfballstarken Gohouri nicht abgeben.

Grimms Arbeit im Fussball

Mit Thomas Grimm kümmert sich bei YB ein Anwalt mit grosser Erfahrung in der Sportwelt um diese Dinge. Der 47-jährige Seeländer arbeitete jahrelang im Rechtsdienst der Uefa, später auch bei der Fifa und bei der Agentur CWL (heute Infront), ehe er sich 2001 als Berater von Fussballverbänden, Fussballteams und Sportorganisationen selbstständig gemacht hat. Grimm war unter anderem auch 1998 bei der Eishockey-WM in der Schweiz OK-Vizepräsident.

Stefan Niedermaier blickt beruhigt in die Zukunft: «Mit Martin Andermatt im sportlichen, Alain Baumann im administrativen und Thomas Grimm im juristischen Bereich sind wir sehr gut aufgestellt.» Dennoch soll bis im Februar 2007 ein Sportdirektor eingestellt werden. Priorität habe aber derzeit die Suche nach zwei Berner Persönlichkeiten, die den Verwaltungsrat der YB-Betriebs-AG ergänzen sollen, sagt Niedermaier. «Wir möchten sie an der Generalversammlung Anfang Februar vorstellen.» Fabian Ruch

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 Beitrag Verfasst: Freitag 13. April 2007, 10:13 
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Berner Zeitung; 13.04.2007

Fussball: Thomas Grimm, VR-Präsident der YB-Betriebs-AG

«Es gibt mindestens 25 ‹Mister YB›»

Thomas Grimm ist der neue Verwaltungsratspräsident der YB-Betriebs-AG. Der 48-jährige Seeländer spricht über seine hohen Ziele, die Strukturen bei YB, seine Aufgaben – und er erklärt, warum ein Sportchef überflüssig sei.

Was reizt Sie am Amt des VR-Präsidenten der YB-Betriebs-AG?

Thomas Grimm: Ich arbeite seit einem Jahr als juristischer YB-Berater. Dabei habe ich festgestellt, welche Möglichkeiten dieser Klub besitzt. Ich hoffe, dass ich durch die vielfältigen Kontakte, die ich während meiner Arbeit für die Fifa, die Uefa und meiner selbständigen Tätigkeit zu Entscheidungsträgern, Spielervermittlern und Funktionären geknüpft habe, YB helfen kann.

Wie beurteilen Sie die Situation bei den Young Boys?

Sie ist ausgezeichnet. Der Klub ist finanziell gut aufgestellt. Es gibt vermutlich in der Schweiz keinen anderen Klub, der eine derart solide, von Einzelpersonen unabhängige, wirtschaftliche Basis besitzt. Sportlich lief es in den letzten Jahren nicht wunschgemäss, aber genau das ist ja das Reizvolle am Fussball.

Was halten Sie von den Strukturen? Ist es kein Nachteil, dass YB nicht autonom ist?

YB ist autonom. Die Stade de Suisse AG garantiert das gemeinsam erstellte Budget, und in diesem Rahmen haben die Verantwortlichen freie Hand. Ich halte die Strukturen für hoch professionell. Die Wege sind kurz, und YB ist ja kein Anhängsel des Stadions. YB ist meiner Meinung nach die Nummer eins im Stade de Suisse.

Dennoch kommen die Young Boys sportlich nicht vom Fleck.

In den letzten Jahren hat es Rückschläge gegeben. Doch ich bin überzeugt, dass wir daraus die richtigen Lehren gezogen haben. Man muss sich hohe Ansprüche setzen. Deshalb sage ich bewusst, dass unser langfristiges Ziel die Teilnahme an der Champions League ist.

Der Aktionismus der Young Boys auf dem Transfermarkt und die ständigen Trainer- und Sportchefwechsel in den letzten Jahren zeigen aber, dass Anspruch und Realität in Bern überhaupt nicht korrespondieren.

Es ist nicht an mir, über die Vergangenheit bei YB zu urteilen.

Aber ein Sportchef fehlt immer noch...

... es hat mir noch niemand plausibel begründet, warum YB einen Sportchef nötig habe...

...einerseits, weil er Trainer Martin Andermatt nicht nur in der täglichen Arbeit, sondern auch gegenüber den Medien entlasten würde. Und andererseits, weil er das sportliche Leitbild prägen könnte wie Uli Hoeness bei Bayern oder Klaus Allofs bei Bremen.

YB benötigt keinen Sportchef, nur damit er mit den Journalisten sprechen kann. Dafür haben wir eine gute Pressestelle. Der Vergleich mit Bayern und Bremen hinkt, dort herrschen ganz andere finanzielle Voraussetzungen als bei uns. Und ein Sportchef schiesst auch keine Tore. Es gibt genauso viele Beispiele, wo ein Sportchef nichts gebracht hat. Wir sind personell gut aufgestellt. Sportlich sind Trainer Andermatt und Teammanager Alain Baumann verantwortlich, finanziell und juristisch haben wir von der Stadion-AG den Überblick und die Entscheidungsgewalt.

Ein Sportchef wäre aber auch eine sinnvolle Verbindung zwischen YB und der Stadion-AG.

Das braucht es in der heutigen Struktur gar nicht. Alle Funktionen, die ein Fussballklub benötigt, sind bestens abgedeckt.

Sehen Sie sich eigentlich als «Mister YB», der ja das Gesicht des Vereins prägen soll?

Ja und nein. Ich bin nicht «Mister YB». Es gibt bei uns mindestens 25 «Mister YB», und das sind vorwiegend die Spieler, sie sind die wichtigsten Vertreter. Es geht nicht um Einzelpersonen. Ich finde es gefährlich, wenn man zu sehr abhängig ist.

Welche Schwerpunkte sehen Sie bei Ihrer Arbeit?

Ich möchte, dass YB besser vernetzt ist. Auf der einen Seite in der Region: Die grössten Talente zwischen Neuenburg und Solothurn und zwischen Biel und Thun müssen für YB spielen. Und andererseits möchte ich eine Partnerschaft mit einem europäischen Spitzenverein eingehen. Das hätte strategische und sportliche Vorteile, denn wir könnten auf Leihbasis starke Fussballer verpflichten, die wir uns sonst nicht leisten könnten.

Was sagen Sie zum Gerücht, dass bei YB ein russischer Investor einsteigen soll und das Team mit Nationalspielern verstärkt wird.

(lacht) Davon weiss ich nichts. Klar ist, dass es weitere gute Spieler braucht, um unsere hohen Ziele zu erreichen. Aber eines ist mir auch bewusst: Erfolg ist im Fussball nicht käuflich.

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 17. April 2007, 18:14 
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Blick; 17.04.2007;

Jetzt wirds in Bern Grimmig...

BERN. Nach der Generalversammlung von gestern ist es amtlich: Thomas Grimm (48, Bild) ist neuer starker Mann von YB.

Grimm wurde gestern an der GV als Nachfolger des aus gesundheitlichen Gründen zurückgetretenen Fritz Bösch (72) gewählt. Der YB-Verwaltungsrat besteht nach dem Rücktritt von Peter Mast (im BLICK) noch aus drei Personen: Thomas Grimm, Stefan Niedermaier und Benno Oertig.

Der neue YB-Boss ist Fürsprecher und arbeitete früher im Rechtsdienst der Uefa, auf Mandatsbasis für die Fifa und bei der CWL, der damaligen Sportvermarktungsfirma von Günter Netzer. Seine Spezialgebiete sind die Sportvermarktung und Vertragsstreitigkeiten. Zyniker könnten jetzt denken: Der richtige Mann für YB.

Kurz nach der GV meinte Grimm: «Ich bin jetzt zehn Minuten im Amt. Ich kann noch keine genauen Ziele definieren. Aber ich möchte so schnell wie möglich ein YB sehen, das mit Leidenschaft und Engagement spielt. So wie das im alten Wankdorf war.»

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 18. April 2007, 09:17 
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Wohnort: d sektor!!!
shalako hat geschrieben:
«Ich bin jetzt zehn Minuten im Amt. Ich kann noch keine genauen Ziele definieren. Aber ich möchte so schnell wie möglich ein YB sehen, das mit Leidenschaft und Engagement spielt. So wie das im alten Wankdorf war.»


Klingt super, aber das sagen doch alle...
Mal schauen was draus wird.


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 Betreff des Beitrags: Re: Thomas Grimm
 Beitrag Verfasst: Freitag 10. Oktober 2008, 13:06 
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ebund.ch, 10.10.08

Grimm kandidiert

Die Präsidenten der Young Boys, des FC Zürich und des FC Luzern möchten im Komitee der Swiss Football League Einsitz nehmen.

Hinter den Kulissen des Schweizer Fussballs ist einiges in Bewegung. Jene Kandidaten, die Aufnahme in das Komitee der Swiss Football League (SFL) finden möchten, beziehen derzeit ihre Positionen. Am 14. November wird das neunköpfige Gremium gewählt. Seit Sonntag ist bekannt, dass Ernst Lämmli, Delegierter der Nationalteams, aus der SFL ausscheiden wird. Werner Edelmann (ehemaliger Basel-Präsident) und Fabiano Salvi (Baulmes) werden ihr Amt ebenfalls abgeben. Dagegen stellt sich der einstige Thun-Präsident Kurt Weder der Wiederwahl.

Dem Vernehmen nach bemühen sich neu die Präsidenten der YoungBoys (Thomas Grimm), des FC Zürich (Ancillo Canepa) und Luzerns (Walter Stierli) um Einsitz in das SFL-Komitee. Zu erwarten ist, dass noch weitere Kandidaten dazukommen werden. Grimm bestätigt seine Kandidatur. Der YB-Präsident sagt, für ihn stehe im Vordergrund, die Zusammenarbeit zwischen Verband und Liga sowie die Sicherheit in den Stadien zu verbessern und die Professionalität des Schweizer Klubfussballs voranzutreiben.

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 Betreff des Beitrags: Re: Thomas Grimm
 Beitrag Verfasst: Montag 15. Juni 2009, 10:39 
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Berner Zeitung, 13.06.2009

Der Berner Thomas Grimm ist neuer Liga-Präsident

Bei der Wahl zum neuen Präsidenten der Swiss Football League setzte sich der Favorit, YB-Präsident Thomas Grimm, durch.

Nach knapp fünfeinhalb Jahren gab der Ostschweizer Peter Stadelmann das Präsidium der Swiss Football League (SFL) gestern im Berner Hotel «Bellevue» ab. Als Nachfolger wählte die ausserordentliche Generalversammlung Thomas Grimm. Der 50-jährige Jurist, der im April 2007 Verwaltungsratspräsident der Young Boys wurde, brauchte keinen Widerstand zu fürchten. Die zwei verbliebenen Konkurrenten Roger Bigger (Wil) und Giancarlo Dazio (Locarno) hatten ihre Kandidaturen im Lauf des Freitagnachmittags zurückgezogen. Heini Schifferle, der Finanzchef der Liga, entschied sich bereits am Mittwoch aus privaten Gründen, nicht zur Wahl anzutreten.

Mit dem Engagement von Grimm bei der Liga öffnet sich bei YB eine Lücke. Die Berner müssen sich jetzt auf die Suche nach einem neuen VR-Präsidenten machen. Der Posten soll in den nächsten Monaten neu besetzt werden. «Reglementarisch wäre ich zwar nicht dazu verpflichtet, aber für den Fall der Wahl war klar, dass ich meine Ämter bei YB niederlegen würde», erklärte Grimm. Der Seeländer aus Lüscherz war in der Vergangenheit während Jahren Leiter des Rechtsdienstes bei der Uefa und verfasste im Auftrag von Fifa-Präsident Sepp Blatter 2003 die neuen Statuten für den Weltfussballverband. «Ich kann einiges an Erfahrung und viele Beziehungen zu den grossen Verbänden einbringen», sagte Grimm.

Vaduz darf aufsteigen

Einen ziemlich überraschenden Ausgang nahm die Abstimmung über die Zukunft des FC Vaduz. Im März noch forderten Kritiker von GC bis Winterthur vehement, den 2010 auslaufenden Vertrag mit den Liechtensteinern nicht zu erneuern. Gestern wurde nun aber entschieden, dass weiterhin (höchstens) einer Liechtensteiner Mannschaft gestattet ist, auch in Zukunft am Spielbetrieb der SFL teilzunehmen.

Beschlossen ist seit gestern auch, dass die Super League von zehn auf zwölf Mannschaften aufgestockt wird. Bis zur ordentlichen Generalversammlung im November 2009 sollen die Details dazu ausgearbeitet werden.

http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussball/Der-Berner-Thomas-Grimm-ist-neuer--LigaPraesident/story/26947760

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 Betreff des Beitrags: Re: Thomas Grimm
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 11. April 2018, 00:40 
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10.04.2018

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Am Tisch mit den Oligarchen

Ex-YB-Präsi Thomas Grimm wird Liga-Boss in der Ukraine

In der Ostukraine tobt weiterhin ein blutiger Krieg – auch der Fussball-Liga droht der Zerfall. Nun soll ein Schweizer Jurist die Aufräumarbeit aufnehmen: Thomas Grimm.

Stellen Sie sich vor: Der FCB trägt seine Heimspiele in Aarau aus, weil in Basel Krieg herrscht. In der Ukraine ist das bittere Realität. Im Osten des Landes wird seit vier Jahren blutig gekämpft. Die Armee bekämpft Separatisten, die Russland nahestehen.

Meister Schachtar Donezk spielt deshalb längst nicht mehr in seiner zerstörten Heimat, sondern im 300 km entfernten Charkiw. Die Traditionsklubs Dnipro (2015 noch im Europa-League-Final!) und Metalist Charkiw sind im Kriegschaos verschwunden.

Doch jetzt soll ein Schweizer die «Premier-Liga» wieder aufmöbeln! Der ehemalige YB-Präsident und Schweizer Liga-Boss Thomas Grimm (58) wird am Freitag von den zwölf Klubs bis 2020 gewählt. «Das ist eine riesige Herausforderung», sagt der Berner Anwalt. «Fussball hat in der Ukraine viel Tradition. Ich habe Ideen und will meine 25 Jahre Fussballerfahrung einbringen.»

Doch wie kommt Grimm an diesen Exotenjob? Er kennt die Verbandsspitze schon seit Jahren, hat sie auch vor der EM 2016 juristisch beraten. Und wichtig: Grimm ist weder Donezk noch Dynamo Kiew nahestehend. Ohne den Segen der beiden Ligagiganten mit ihren Oligarchenbesitzern geht nichts.

Jetzt sucht Grimm eine Wohnung in Kiew

Nun warten auf Grimm drei Bau­stellen. 1. Das TV-Geld. Bisher vermarkten die Klubs die TV-Rechte selber. «Ich muss Schachtar und Kiew von einem neuen TV-Pool überzeugen. Die beiden sollen auf etwas Geld verzichten, danach könnten dafür alle anderen Klubs profitieren», sagt er. 2. Der seit Kriegsbeginn grassierende Zuschauerschwund. Es gibt Spiele vor nur 300 Fans! 3. Die teils veralteten Stadien.

Für seinen neuen 50-Prozent-Job sucht sich Grimm nun eine Wohnung in Kiew. Jede zweite Woche wird er fünf Tage in der Ukraine verbringen. «Ein befreundeter Anwalt wird sich ums Tagesgeschäft kümmern. Er kennt die Kultur und die Gepflogenheiten. Ihm vertraue ich voll. Ohne ihn hätte ich es nicht gemacht.»

Jetzt wartet auf Grimm ein Sprachkurs, erste Spielbesuche und Gespräche. «Ich weiss nicht, ob ich in einem halben Jahr frustriert bin. Aber ich sehe sehr viel Potenzial in dieser Liga!»


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 32933.html

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 Betreff des Beitrags: Re: Thomas Grimm
 Beitrag Verfasst: Dienstag 14. August 2018, 13:12 
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14.08.2018

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Ein Berner will den ukrainischen Fussball retten

Der Konflikt im Donbass hat auch den Fussball in der Ukraine verändert. Der ehemalige YB-Präsiden Thomas Grimm bemüht sich als neuer Ligapräsident um Normalität.

Vergangene Woche war es wieder so weit: «Clásico» in der Ukraine. Dynamo Kiew gewann zu Hause im Olympiastadion gegen Schachtar Donezk 1:0, 46'000 Zuschauer, kaum Aufreger, ein bisschen Pyrotechnik vielleicht. Volle Ränge, gute Stimmung. «Aber das», sagt Thomas Grimm, «das ist leider die Ausnahme.»

Seit vier Monaten ist der 59-jährige Berner Präsident der ukrainischen Liga. Grimms Engagement ist ein weiterer Zug im Bemühen des Verbands, dem heimischen Fussball zu ein wenig Normalität zu verhelfen.

Seit den Protesten auf dem Maidan im Winter 2014, der Flucht von Präsident Wiktor Janukowitsch, dem Krieg um die Halbinsel Krim und dem Konflikt in der Donbass-Region mit bald 10'000 Toten ist in der Ukraine nichts mehr, wie es einmal war. «Creating History Together» war der Slogan der EM 2012 im Land. So wörtlich meinte das ­damals nicht einmal die Uefa.

Vom Bielersee an den Dnjepr

Nebst der Politik schreibt der Fussball seine eigene kleine leidvolle Geschichte, eine von kleinem Geld und grossem Frust, von verpasstem Anschluss und unausgeschöpftem Potenzial. Clubs aus dem Krisengebiet mussten den Betrieb einstellen oder wurden entwurzelt, der Spitzenverein Schachtar trainiert in Kiew und spielt im Hunderte Kilometer entfernten Charkiw. 70 Prozent der Zuschauer hat die Liga seit dem Ausbruch der Krise verloren. «Das ist in etwa so der Rahmen, in dem ich arbeite», sagt Grimm.

Aber wo anfangen? Bei der Glaubwürdigkeit? Beim Geld?

Und ja, über die Entscheidung, 2000 Kilometer von seinem Zuhause entfernt in einem riesigen, zerrissenen Land, dessen Sprache er nicht spricht, eine Fussball-Liga zu führen, habe er sich schon auch den Kopf zerbrochen.

Grimm ist weit herumgekommen im Fussball. Angefangen hat er im Rechtsdienst der Uefa, jahrelang beriet er auch die Fifa in Entwicklungsfragen, war von 2007 bis 2009 YB-Präsident, stand für zweieinhalb Jahre der Schweizer Liga vor, war VR-Delegierter des FC Biel und schliesslich juristischer Berater der Ukrainer an der Euro 2016.

Verbandschef Andrej Pawelko kennt er seit Jahren, die Wege kreuzten sich immer wieder, zuletzt vor dem Champions-League-Final im Mai. Und so war Thomas Grimm aus Lüscherz am Bielersee plötzlich Präsident der Premjer Liga, zwölf Teams, 256 Millionen Euro Marktwert und vor allem: viel verblasster Glanz.

Das klingt abwegig, folgt aber einem Trend: Grimm ist nur einer von diversen Ausländern in der Leitung des Verbands. «Sie waren überzeugt, dass es neue Köpfe brauchte», sagt Grimm. Denn der ukrainische Fussball hat nicht zuletzt auch ein Glaubwürdigkeitsproblem. Wenige Tage vor dem Endspiel der Champions League kam ein grösserer Fall von Spielmanipulation ans Licht, es ging vor allem um Partien auf den Nachwuchsstufen U-18 und U-21.

«Zu gefährlich»

Akzeptanz also ist da, ein wenig Zeit auch – Grimm ist für zwei Jahre gewählt. Aber wo anfangen? Bei der Glaubwürdigkeit? Beim Geld? Beim schwelenden Konflikt, den problematischen Verbindungen in die Politik?

Er fliegt nach Kiew und Odessa, nach Mariupol und Charkiw, der Zeitplan ist immer eng getaktet.

Grimm ist immer noch öfter in Zürich als in Kiew, er unterhält weiterhin eine Consulting-Firma in der Schweiz. Seine Reisen plant er detailgenau, er fliegt nach Kiew und Odessa, nach Mariupol und Charkiw, der Zeitplan ist immer eng getaktet.

Nur nach Donezk, in die militarisierte Zone, geht er nicht. «Zu gefährlich, noch immer», sagt Grimm. Der Konflikt der Regierung mit den prorussischen Separatisten sei auch nach zig Aufenthalten in der Ukraine etwas Ungreifbares.

Alle wüssten, wer dahinterstecke, so Grimm. «Als Liga versuchen wir, das Beste daraus zu machen. Ich habe mich bei der Schweizer Botschaft erkundigt, wie dieser Konflikt eingeschätzt wird.» Und gemäss internationaler Diplomatie ist das tiefe Zerwürfnis, das die ­Ukraine und Teile Russlands in Atem hält, ein innerukrainischer Konflikt. Putin? Nie gehört. So der Duktus im Donbass.

Der Fussball spielt da enger mit, als das Verband und Liga lieb sein dürfte. Dagegen hat Grimm beeindruckt, wie sich damals die Ultras von diversen Clubs verbrüdert haben und die Demonstranten auf dem Maidan gemeinsam vor der Polizei schützten.

Der Exodus der Oligarchen

Mit der politischen Befreiung der Ukraine begann paradoxerweise der Niedergang des Fussballs. Als Präsident Janukowitsch gestürzt wurde, waren die Investoren plötzlich weg. Metalist Charkiw etwa, 2013 noch im Playoff zur Champions League, zerbrach nach dem Abgang von Alexander Jaroslawski.

Noch 2009 gewann Schachtar Donezk den Uefa-Cup, dank den Toren von Brasilianern, dank den Millionen von Rinat Achmetow. Der Industrielle stand stellvertretend für die schwerreichen Oligarchen und Geschäftsleute, die während Jahren ihr Geld in die Clubs gepumpt haben. In der Ukraine zeigt sich Achmetow heute kaum mehr.

Von den einst 16 Mannschaften aus der besten Zeit des jungen ukrainischen Fussballs spielen nur noch 12 in der höchsten Spielklasse. 2012 kamen 12'000 Zuschauer im Schnitt, heute sind es noch 3000. Das hat vor allem mit dem Umzug von Schachtar, dem Niedergang von Charkiw und dem Verschwinden von Dnipropetrowsk zu tun. «Stellen Sie sich vor, die Super League verlöre den FCZ und ­Luzern, und YB spielte plötzlich in Lugano.»

Und womit kann man die Zuschauer ins Stadion locken, was beschert den Clubs noch Geld? Wo setzt Grimm den Hebel an? Sein Steckenpferd, sein wichtigstes Projekt ist der neue TV-Vertrag. Ab nächster Saison sollen darin die Rechte zentral vermarktet werden. Bis anhin dealten gerade die grossen Clubs ­Dynamo und Schachtar einzeln mit den Anstalten, neu soll es mehr Geld für alle geben.

Der ukrainische Transfermarkt steckt voller Widersprüche. Eben wechselte der Brasilianer Fred (nicht der WM-Stürmer von 2014) von Serienmeister Schachtar für 59 Millionen Euro zu Manchester United, während kleinere Clubs mit gerade mal einer Million pro Jahr zu budgetieren versuchen. Die Löhne sind eingebrochen, im internationalen Vergleich ist die Liga kaum mehr konkurrenzfähig – abgesehen von Schachtar und Dynamo, die auch dieses Jahr europäisch mitmischen.

Nächste Zäsur: Die Wahlen

Im nächsten März sind wieder Präsidentschaftswahlen, Petro Poroschenko muss sich zur Wiederwahl stellen. Die Frage ist: Wie werden sich die nationalistischen Ultras, die öffentlichkeitsscheuen Investoren dann präsentieren? Thomas Grimm weiss es nicht.

In seinem ukrainischen Alltag ist er ein Jurist im Chaos, ein Anwalt der Ordnung. Wie gross sein Einfluss war oder ist, wird man erst zum Ende seiner Amtszeit 2020 wissen. Bis Schachtar im ukrainischen «Clásico» Dynamo Kiew wieder zu Hause in Donezk empfangen kann, wird es auf jeden Fall noch dauern.


https://www.derbund.ch/sport/fussball/E ... y/28373755

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 Betreff des Beitrags: Re: Thomas Grimm
 Beitrag Verfasst: Sonntag 11. November 2018, 11:42 
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10.11.2018

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Zitat:
Grimm soll ukrainischem Fussball mehr Geld bringen

Der Berner war einst YB-Präsident. Nun leistet er in der Ukraine Aufbauhilfe nach der Krim-Krise.

Thomas Grimm ist in der Schweiz kein Unbekannter. Nach seinem Engagement bei den Young Boys war er von 2009 bis 2011 Präsident der hiesigen Super League.

Dieselbe Position füllt der Berner nun in der Ukraine aus. Er soll die dortige Fussball-Liga wieder auf Vordermann bringen. Denn seit der Krim-Krise leidet die Liga an Zuschauermangel, die Menschen in der Ukraine haben andere Prioritäten. Zudem sind Oligarchen nicht mehr bereit, in den ukrainischen Fussball zu investieren.

Wo Grimm das grösste Potenzial sieht und wie lange sein Engagement dauern wird, erfahren Sie im Video.


https://www.srf.ch/sport/fussball/inter ... ld-bringen

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