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 Betreff des Beitrags: Re: (?) Fabian Lustenberger
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 15. Mai 2019, 23:59 
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Lustenberger schwärmt von Marko Pantelic

Nach zwölf Jahren in Berlin bestreitet Herthas Fabian Lustenberger gegen Bayer Leverkusen sein 220. und letztes Bundesliga-Spiel

Berlin. Geht es vorrangig ums Geld geht, sollte ein Fußball-Profi alle drei Jahre, wenn sein Vertrag ausgeläuft, den Verein wechseln. Dann gibt es neben einem neuen Gehalt jeweils ein stattliches Handgeld einzustreichen. Man kann es aber auch machen wie Fabian Lustenberger: Der kam 2007 als 19-jähriger Teenager zu Hertha BSC – und verläßt nach seinem letzten Bundesliga-Spiel Berlin als 31-jähriger Familienvater. „Ich habe meinen Traum gelebt“, sagte Lustenberger, „zehn Jahre Bundesliga, zwei Jahre Zweite Liga – über­ragend.“

Wie selten das Phänomen der Vereinstreue ist, lässt sich anhand seines ersten Bundesliga-Einsatzes am 17. August 2007 verdeutlichen: Lustenberger wurde in der Hertha-Partie gegen Stuttgart in der 88. Minute eingewechselt. Trainer Lucien Favre wollte Solomon Okoronkwo, der die Partie mit seinem Tor zum 3:1 für Hertha entschieden hatte, einen Sonderapplaus der Zuschauer bei dessen Auswechselung gönnen. Okoronkwo hat seit 2007 in vier Ländern für zehn verschiedene Klubs gespielt. Aktuell steht der Stürmer aus Nigeria beim niedersächsischen Regionalligisten SW Rehden unter Vertrag. Lustenberger ist immer noch bei Hertha – und wird wehmütig beim Blick auf sein 220. und letztes Bundesliga-Spiel am Sonnabend gegen Bayer Leverkusen (15.30 Uhr, Olympiastadion). „Vor dem Anpfiff wird es eine Verabschiedung geben, sonst weiß ich nichts weiter. Es wird bestimmt sehr emotional.“ Als Einlaufkinder werden seine beiden Söhne Lustenberger ein letztes Mal aufs Feld begleiten.

Lustenberger lobt Salomon Kalou

Bei der Frage, welcher Hertha-Kollege ihn am meisten beeindruckt hat, antwortet Lustenberger: „Marko Pantelic.“ Der sei ein Phänomen gewesen. „Wenn Marko auf dem Platz stand, konnten wir jederzeit ein Tor schießen. Oft wussten wir selbst nicht, wie er das gemacht hat.“ Sein Status als Erfolgsgarant war für die Kollegen umso erstaunlicher, weil Pantelic sicher nicht der Erfinder des Trainingseifers war. Dessen vielfach vorgetragene Begründung: „Trainer, I have a pain in my back“ (Trainer, ich habe Rückenschmerzen) ist seither ein geflügeltes Wort bei Hertha. Zumal diese Rückenschmerzen immer nur von Montag bis Mittwoch dauerten, donnerstags stand Pantelic wieder auf dem Platz. „Marko wusste seinen Körper sehr ­genau einzuschätzen“, schmunzelt Lustenberger.

Bei der Frage, welcher Mitspieler ihn von seiner Art am meisten beeindruckt hat, überlegt Lustenberger nicht lange: „Salomon Kalou“. Nicht, weil Kalou aufgrund seiner Erfolge mit Feyenoord Rotterdam, dem FC Chelsea und der Elfenbeinküste ein wirklicher Star ist. Sondern weil Kalou einen 17-Jährigen Nachwuchskicker genauso behandelt wie etwa Manager Michael Preetz: respekt - und humorvoll, und immer positiv. Bei der Frage, welchen Kollegen er bei einem Spiel auf dem Bolzplatz als erstes wählen würde, sagt Lustenberger: „Per Skjelbred. Egal wie die Umstände sind, egal, was passiert: Er gibt 100 Prozent.“

Neubeginn bei den Young Boys Bern

Nun kehrt er in die Schweiz zurück, sein Ältester wird im Sommer eingeschult. Lustenberger hat bei Meister Young Boys Bern einen Drei-Jahres-Vertrag unterschrieben. Bei der Frage, ob er sich im neuen Familiendomizil in Luzern eine Vitrine für Pokale und Auszeichnungen einrichten werde, muss Lustenberger lachen: „Wegen der vielen Titel, die ich mit Hertha gewonnen habe?“ Die Frage ist rhetorisch gemeint. Weil Hertha seit Jahrzehnten den Traum von einem Titelgewinn träumt. „Ich habe eine große Kiste mit Trikots und ­Geschenken. Mal sehen, wo meine Frau mir eine Ecke zuweist.“


https://www.morgenpost.de/sport/hertha/ ... telic.html

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 Betreff des Beitrags: Re: (?) Fabian Lustenberger
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 16. Mai 2019, 00:04 
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"Wow, Bundesliga - geil!"

Nach zwölf Jahren bei Hertha BSC sagt Fabian Lustenberger 'Tschau'. In seinem ersten Teil seines letzten großen Interview spricht er über seine Anfangszeit, Freundschaften und unvergessene Spiele.

Berlin - Im Sportjournalismus werden so manche Formulierungen beinahe schon inflationär benutzt. Im Fall von Fabian Lustenberger hat eine von ihnen jedoch zweifelsohne ihre Berechtigung: Nach zwölf Jahren und über 300 Pflichtspielen geht nach dem letzten Spieltag der Saison 2018/19 die Ära Lustenberger bei Hertha BSC zu Ende. Am Samstag im Spiel gegen Bayer Leverkusen (18.05.19, 15:30 Uhr) wird der Schweizer seine Fußballschuhe ein letztes Mal in einem Pflichtspiel für den Hauptstadtclub schnüren. Für den Verein, bei dem er fast seine gesamte Karriere verbracht hat. Für den Verein, mit dem er im Europapokal spielte, aber auch zwei Mal aus der Bundesliga abstieg. Für den Verein, bei dem er einige Trainer erlebte. Für den Verein, für den er noch deutlich häufiger gespielt hätte, wenn ihn nicht die eine oder andere Verletzung zu längeren Pausen gezwungen hätte.

Als Fabian Lustenberger 2007 auf Wunsch von Ex-Coach Lucien Favre zu den Blau-Weißen kam, sahen in ihm viele nur den blonden, lockenköpfigen Lausbuben aus der Schweiz. Nur mal so zur Einordnung: Damals war sein aktueller Trainer Pál Dárdai noch sein Mitspieler, Salomon Kalou hatte sich in seiner Debütsaison erste Sporen beim Chelsea FC verdient und Arne Maier stand als Achtjähriger kurz vor dem Sprung in den Nachwuchs der Hauptstädter. Nun, zwölf Jahre später, wird ein Führungsspieler, der immer für seine Mannschaft da war und sein letztes Hemd für seinen Verein gab, eine Identifikationsfigur, die für Fans immer nahbar geblieben ist, kurzum ein echter Herthaner, seiner Wahlheimat den Rücken kehren - natürlich im Guten. "Ich bin Herthaner und werde immer Herthaner bleiben" hatte die Nummer 28, hatte der "Fußballgott" Anfang des Jahres erklärt, nachdem sein Entschluss feststand. Die Gründe für diesen sind nachvollziehbar, schließlich lebt seine Frau mit den drei Kindern bereits seit 2017 in der Schweiz in der Nähe von Luzern. Dorthin, genauer gesagt zum Schweizer Meister BSC Young Boys, wird es Lustenberger in der kommenden Spielzeit verschlagen. Wenige Tage vor seinem letzten Pflichtspiel hat sich Lustenberger in einem Gespräch von den Medienvertretern, die er mit Currywurst und Brezeln überraschte, verabschiedet und mit herthabsc.de gesprochen. Teil 1:

Fabian Lustenberger über…

… seine Anfangszeit in Berlin: Als ich 2007 zu Hertha BSC kam und im Medienraum mit Dieter Hoeneß auf dem Podest saß, hätte ich mir nicht erträumt, dass ich zwölf Jahre bei Hertha bleiben würde. Als 19-Jähriger bin ich nach Berlin gekommen und habe einfach gedacht: "Wow, Bundesliga - geil!" Bei uns zu Hause in der Schweiz war Samstagabend Bundesliga schauen ein Pflichttermin. Meine Mutter hat immer das Essen auf den Tisch vor dem Fernseher gestellt. Da gab es keine Diskussion. Die Bundesliga war immer der große Traum - den konnte ich hier leben. Dass ich zwölf Jahre bleiben würde, war so aber nicht planbar. Zwölf Jahre kann man im Leben nicht vorausplanen.

… seine Lieblingsorte in Berlin: Das ist schwierig. Das klingt vermutlich ein wenig kitschig, aber ich habe mich im Olympiastadion immer sehr wohl gefühlt. Zu den Lieblingsorten zähle ich auch das Trainingsgelände und mein Zuhause. Die Stadt ist einfach so vielfältig und kann jede Person einnehmen. Ich persönlich habe nicht den einen Ort. Ich habe eher meinen Radius, mein Umfeld, in dem ich mich immer bewegt habe.

Gesagt...

"Ich habe mir die Handschuhe genommen und hatte Glück, dass der erste Schuss an die Latte gegangen ist. Und danach habe ich bei zwei, drei Aktionen den Ball gehalten."


… besondere Statistiken: Ich weiß, dass nur fünf Spieler häufiger für Hertha BSC gespielt haben. Das ist natürlich ein schöner Wert, aber ich bin nicht so lange hier geblieben, um Rekordspieler zu werden. Das war nie mein Hintergedanke. Wenn ich nun am Saisonende gehe, freue ich mich über diese Zahl. Sie zeigt, dass ich mich hier wohl gefühlt habe und ich mich immer für den Verein eingesetzt habe.

... so manche Verletzung: Die Verletzungen waren nicht unbedingt auf einen 'schwächeren' Körper zurückzuführen. Es passiert anderen Spielern genauso, dass sie sich den Mittelfuß brechen. So groß habe ich in all den Jahren auch nichts verändert. Ich habe in der Reha immer fleißig gearbeitet und bin immer in einem guten Zustand zurückgekehrt. Es gibt keine Geheimrezept, warum ich mich zuletzt weniger verletzt habe. Ich bin fit, trainiere immer und habe den Rhythmus. Das war immer wichtig für mich. Natürlich war es schade, dass ich einige Spiele verpasst habe. 2009, als es so gut lief, saß ich am Wochenende immer auf der Tribüne und war unter der Woche bei der Reha. Das war ein komisches Gefühl. Bis heute habe ich auch das Gefühl, dass wir in der Saison damals mehr verdient gehabt hätten.

…. unvergessene Spiele: Gute gab es doch so viele (lacht)! Oder zählt ihr die Spiele in der 2. Liga nicht? Dann waren es ein paar weniger (schmunzelt). Ich denke auf Anhieb nicht an Partien, in denen ich als Einzelspieler besonders gut oder schlecht gespielt habe, mir ging es um die Mannschaft. Positiv ist mir das 6:1 gegen Eintracht Frankfurt nach dem Bundesliga-Aufstieg in Erinnerung geblieben. Ich war damals (Anm. d. Red.: August 2013) das erste Mal Kapitän in der Bundesliga. Highlight-Spiele waren in der Saison auch der 2:1-Sieg bei Borussia Dortmund, als Marius Gersbeck zum ersten Mal im Tor stand oder in der aktuellen Spielzeit die beiden Siege gegen Borussia Mönchengladbach (Anm. d. Red.: 4:2, 3:0). In all den Jahren habe ich nie mehr als ein Tor geschossen - und das auch nicht oft - daher gibt es da jetzt auch nicht diese eine Partie (grinst). Mir war es wichtiger, dass wir als Mannschaft ein super Spiel gemacht haben. Vergessen würde ich gerne das 0:5 in Leipzig vor ein paar Wochen und die Relegation 2012 gegen Düsseldorf. Ich war zwar verletzt, aber es war der Horror, zuschauen zu müssen. Ich habe sicher einige schlechte Spiele gemacht, mich danach aber nie in Frage gestellt. Als Profi muss man einen Weg für sich finden, mit Rückschlägen klarzukommen. Was ich mir nie vorwerfen lassen wollte, ist, dass ich mich nach einem schlechten Spiel oder einem Platz auf der Bank im Training hängengelassen habe. Dass ich das Kapitänsamt abgeben musste, hat mich auch nur einige Tage beschäftigt. Das war zwar nicht einfach, aber das Gute war, dass ich auch ohne Binde immer Verantwortung übernommen habe und weiterhin werde. Ich wollte immer nur der Mannschaft helfen. Das war mein Leitsatz.

… das Spiel bei 1860 München im Jahr 2010, als er ins Tor musste: Ich habe gesehen, dass Marco Sejna vom Platz fliegen wird. Markus Babbel hat an der Seitenlinie gestikuliert und wollte eigentlich Roman Hubník ins Tor stellen. Doch ich dachte, dass er als großer Spieler vielleicht nach einer Ecke noch ein Tor köpfen könnte. Deshalb habe ich mir die Handschuhe und das Trikot genommen. Ein bisschen Glück hatte ich, dass der erste Schuss an die Latte gegangen ist. Und danach habe ich bei zwei, drei Aktionen den Ball gehalten. Wir haben 0:1 verloren, aber am Ende ist daraus eine ganz coole Geschichte geworden.

… alte Weggefährten und aktuelle Mitspieler: Sportlich gesehen war Marko Pantelić sehr beeindruckend. Er war ein Phänomen, das immer da war und seine Tore gemacht hat. In all den Jahren habe ich hier einige gute Freundschaften geschlossen. Auch zu einigen alten Mitspielern habe ich noch Kontakt. Zum Beispiel zu Steve von Bergen, Valentin Stocker, Jens Hegeler, Sami Allagui oder Sandro Wagner. Ich weiß auch, dass der Kontakt beispielsweise zu Per Skjelbred nach meinem Abgang bestehen bleiben wird. Das ist ein schönes Gefühl.


https://www.herthabsc.de/de/profis/lust ... 10276.html

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 Betreff des Beitrags: Re: (?) Fabian Lustenberger
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 16. Mai 2019, 10:45 
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Letztes Spiel am Sonntag

Danke Lusti, für 12 Jahre Hertha BSC!

Am Sonnabend gegen Bayer Leverkusen bestreitet Fabian Lustenberger sein letztes Spiel für die Blau-Weißen. Er kehrt zurück in die Schweizer Heimat zurück. B.Z. traf ihn zum Interview.

Nach 308 Pflichtspielen für Hertha (die kommende Partie gegen Leverkusen eingerechnet) macht Fabian Lustenberger (31) Schluss. Zwölf Hertha-Jahre machen den Schweizer zur Vereins-Legende. Nur fünf Profis schafften mehr Spiele für die Berliner. Am Sonnabend läuft er um 15.30 Uhr mit seinen Kindern ein letztes Mal ins Olympiastadion ein.

B.Z. sprach mit Lustenberger über…

…über Vereinstreue in schnelllebigen Zeiten: „So etwas kommt zu Stande wenn es sportlich und vom Verein her passt. Ich bin ohnehin ein Mensch, der nicht so sehr auf Veränderungen steht. Als ich 2007 mit Dieter Hoeneß meine erste Pressekonferenz gegeben habe, hätte ich aber nicht gedacht, dass ich zwölf Jahre später immer noch da bin.“

…den Zeitpunkt de Wechsels: „Es ist schön, jetzt zu gehen, weil ich sportlich noch im Fokus bin. Vielleicht hätte ich nächstes Jahr kein Spiel mehr gemacht, dann macht ein Abschied auch weniger Spaß. Meine Familie freut sich, auf unsere neue Heimat.“


…Wehmut: „In den letzten Wochen wollten die Fans viele Autogramme und Selfies haben. Ich habe auch viele Geschenke bekommen. Dann wird einem bewusst, dass da ein großer Abschied bevorsteht. Ich bin sicher, dass es am Sonnabend sehr emotional wird.“

…sein bestes Spiel: „Das 6:1 gegen Frankfurt 2013 direkt nach dem Aufstieg, ich war erstmals Kapitän. Ich erinnere mich auch gern an das 4:2 gegen Gladbach aus dieser Saison oder das 2:1 in Dortmund 2013.“

…sein schlechtestes Spiel: „Das 0:5 in Leipzig in dieser Saison war sicher nicht mein Glanzpunkt. Auch das Relegationsspiel in Düsseldorf würde ich gern vergessen (Hertha stieg danach 2012 ab, d. Red.). So etwas passiert. Man darf deshalb nicht alles in Frage stellen und muss daraus lernen.“

…seinen verrücktesten Fußballer-Moment: „2010 haben wir bei 1860 gespielt und unser Torhüter Marco Sejna sah Rot und wir konnten nicht mehr wechseln. Markus Babbel wollte eigentlich Roman Hubnik ins Tor stellen. Aber ich dachte, den brauchen wir um vorn noch ein Tor zu schießen. Also bin ich in den Kasten gegangen. Ein Gegentor habe ich nicht zugelassen.“

…seine Absetzung als Kapitän 2016: „Das war keine einfache Zeit. Ich wollte der Mannschaft aber dennoch helfen. Es ging darum, sich im Training nicht hängen zu lassen. Das hat der Trainer gesehen und mich wieder spielen lassen.“

…über Mitspieler, die in Erinnerung bleiben: „Marko Pantelic war unglaublich. Er hat Tore gemacht, die eigentlich keine waren. Mit Sandro Wagner, Valentin Stocker oder Steve von Bergen sind tolle Freundschaften entstanden.“

…seinen neuen Klub Young Boys Bern: „Ich freue mich, nach Hause zu kommen. Ich werde dort viel Verantwortung übernehmen müssen, das ist eine Herausforderung. Natürlich hoffe ich auch, dass wir uns für die Champions League qualifizieren.

…seine Zukunft: „Ich will im Fußball bleiben, peile eine Karriere als Trainer an.“

…Rückkehr zu Hertha: „Grundsätzlich kann ich mir viel vorstellen und will das nicht ausschließen.“


https://www.bz-berlin.de/berlin-sport/h ... hertha-bsc

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 Betreff des Beitrags: Re: (?) Fabian Lustenberger
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 16. Mai 2019, 10:53 
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Lustenberger - der etwas andere Fußball-Profi

In seinen zwölf Jahren in Berlin hat sich Fabian Lustenberger, langjähriger Kapitän von Hertha BSC, um mehr gekümmert als nur Fußball

Die große schwarze Stofftasche war voll beladen, die Fabian Lustenberger ins Restaurant mitbrachte. Abschiedsabend in Nähe zum Schloss Charlottenburg mit Fans@Hertha e.V. Und der Lustenberger, der am Sonnabend im Olympiastadion sein 220. und letztes Bundesliga-Spiel für Hertha BSC bestreiten wird, hat wenig gemein mit jenem Lustenberger, der am 18. August 2007 seine erste Partie für den Hauptstadt-Klub bestritten hat.

Sein damaliger Trainer, der Schweizer Lucien Favre, hatte aus Luzern Lustenberger und damit die Personifizierung des Favre’schen Lieblingswortes „Polyvalenz“ nach Berlin geholt. Zwölf Jahre trug Lustenberger das blau-weiße Trikot. Er spielte im Mittelfeld auf der Sechser- und der Achter-Position. Lustenberger überzeugte als Abwehrchef. Wenn Not am Mann war, wie im September 2012 beim Zweitliga-Derby gegen den 1. FC Union, half Lustenberger beim 2:1-Sieg an der Alten Försterei als rechter Verteidiger aus. Oder als Torwart.

Lustenberger, der Torwart-Hero

Da schrieb Lustenberger im Dezember 2010 bei einem Gastspiel bei 1860 München quasi im Vorbeigehen Hertha-Historie: Nach einer Roten Karte für Marco Sejna streifte sich Lustenberger das Torwart-Trikot über und hielt sein Tor in den verbleibenden acht Minuten sauber. Lustenberger ist somit der einzige Hertha-Keeper, der kein einziges Gegentor kassiert hat. In Erinnerung an diese Begebenheit schenkte der Fanklub am vergangenen Donnerstag Lustenberger (mit Namen und Rückennummer) personalisierte Torwart-Handschuhe.

Doch damit seine Karriere Fahrt aufnehmen konnte, hatte Lustenberger von seinem Förderer Favre eine unorthodoxe Aufgabe erhalten: Für mehr Robustheit in der Bundesliga musste der schmale Lustenberger zunehmen. Nach einem gemeinsamen Besuch mit dem Hertha-Profi bei einem Italiener titelte der „Berliner Kurier“: „Du wiegst zu wenig - und damit Pasta.“

Krach mit Luhukay und Dardai

Die Anhänger haben es Lustenberger hoch angerechnet, dass er trotz der Bundesliga-Abstiege 2010 und 2012 Hertha die Treue gehalten hat. 2011 hatte der damalige Trainer Jos Luhukay den Schweizer zum Kapitän befördert. In dieser Funktion geriet er mit seinen Vorgesetzten aneinander. Luhukay beschwerte sich bei Lustenberger, dass er, mal ein robustes Zeichen setzen müsse, wenn es schlecht laufe. Lustenberger konterte: „Sie wissen wie ich bin, schließlich haben Sie mich zum Kapitän gemacht.“ Wenig später musste Luhukay gehen. Auch mit dessen Nachfolger Pal Dardai gab es im Sommer 2016 eine ähnliche Diskussion rund um das Europacup-Aus gegen Bröndby IF.

Dardai setzte den ehemaligen Teamkollegen ab und ernannte Vedad Ibisevic zum neuen Kapitän. Auch in dieser schwierigen Situation blieb Lustenberger professionell. Er nutzte nicht die nächste Transferperiode, um sich aus dem Staub zu machen. Lustenberger bot Leistung an. Sein Trainer honorierte das mit Einsatzzeiten. In dieser Saison wird der Schweizer 29 (von 34 Bundes­liga-Spielen) absolvieren.

Lustenberger hilft bei „Kolibri“

Lustenberger hat immer gewusst, dass es im Leben Wichtigeres gibt als Fußball. Schon länger engagiert er sich bei „Kolibri“, einer Organisation, die krebskranken Kindern hilft. Immer mal wieder fuhr Lustenberger raus zum Helios-Klinikum nach Buch und besuchte Kinder, denen es nicht gut geht. Zu seinem 30. Geburtstag bat Lustenberger seine Freunde um eine Spende statt Geschenke: Mit dem Geld unterstützte Lustenberger die Einrichtung einer eigenen Küche auf der Kinderstation. Vergangene Woche wurde sie eingeweiht – Lustenberger war im Klinikum vor Ort.

Für das Treffen mit dem Fanklub war Lustenberger vorbereitet: Er zog aus seiner Tasche einen großen Stapel Trikots. Hertha-Trikots mit der 28, die er im Laufe von zwölf Jahren getragen hat. Auch ein Schweizer Nationaltrikot war dabei. Lustenberger signierte die Jerseys – Fans@Hertha werden sie zu einem wohltätigen Zweck versteigern. Und mit Wehmut verfolgen, wie es Lustenberger ab Sommer beim Schweizer Meister, den Young Boys Bern, ergeht.


https://www.morgenpost.de/sport/hertha/ ... Profi.html

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 Betreff des Beitrags: Re: (?) Fabian Lustenberger
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 16. Mai 2019, 12:40 
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Fabian Lustenberger äussert sich zu seinen derzeitigen Gedanken, zu YB und zur Zeit nach der Karriere

Lusti ab Sommer bei YB: "Schade hört Steve von Bergen auf, denn er hätte mir am Anfang sicher geholfen"

Der kommende Samstag wird für Fabian Lustenberg ein sehr emotionaler und spezieller Tag werden, denn nach zwölf Jahren bei der Hertha absolviert er gegen Leverkusen sein letztes Spiel für die Alte Dame. Im Sommer kehrt er zurück in die Schweiz, wo er sich YB anschliessen wird.

n einem grossen Interview auf der offiziellen Vereinsseite herthabsc.de hat sich der Schweizer zu seinen Gedanken und auch zu seinen Zielen beim neuen Verein geäussert.

Fabian Lustenberger über...

... seine Gedanken in diesen Tagen:

"Ein bisschen wehmütig werde ich schon, wenn ich nach dem Training Abschiedsgeschenke von den Fans bekomme oder Abschiedsfotos machen muss. Dann realisiere ich, dass die Zeit bei Hertha BSC bald vorbei ist. Wirklich begreifen werde ich es vermutlich aber erst, wenn ich in der Schweiz bin und keinen Flug mehr nach Berlin buchen muss und wenn dort die Vorbereitung angefangen hat. Aber gleichzeitig freut es mich auch, dass die Fans mir solche Geschenke machen, denn das zeigt, dass sie mich schätzen."

Fabian Lustenberger, herthabsc.de, 16.05.19

... seine Ziele mit den BSC Young Boys:

Wenn man als langjähriger Bundesliga-Spieler in die Schweiz wechselt, hat man ein Standing. Diesem möchte ich gerecht werden. Ich glaube, der Schritt kommt nun im richtigen Moment. Es ist schöner jetzt zu gehen, wenn es sportlich gut läuft und ich der Mannschaft helfen kann, als wenn ich keine Rolle mehr spielen würde. Und man weiss nie, wann das der Fall sein könnte. Die Leute sehen, dass ich in jeder Phase in den zwölf Jahren immer alles gegeben habe, auch in meiner letzten Saison. Sportlich und menschlich ist es nun an der Zeit. Bei den Young Boys bin ich als Innenverteidiger eingeplant. Als Schweizer Meister treten wir in der Champions-League-Qualifikation an. Es wäre natürlich noch ein großes Highlight, in der Königsklasse zu spielen. Schade ist, dass Steve von Bergen aufhört. Er hätte mir am Anfang sicher dabei geholfen, dass ich mich schnell zurecht finde. Aber für ihn ist es auch ein guter Schritt, nach zwei Meisterschaften als Kapitän seine Karriere zu beenden.

Fabian Lustenberger, herthabsc.de, 16.05.19

... über sein Leben nach der Karriere:

"Ich weiss nicht, was in vier oder fünf Jahren sein wird. Aktuell ist mein körperlicher Aufwand, mich zu Topleistungen zu quälen, noch im Rahmen. Einzig die Regeneration nach den Spielen dauert etwas länger. Nach meiner Karriere gehe ich davon aus, dass ich dem Fussball erhalten bleibe. Ich habe in meiner ganzen Laufbahn so viele Erfahrungen gesammelt, die ich gerne weitergeben würde. Ich werde auf jeden Fall den Trainerschein machen; ob ich wirklich Chefcoach werde, weiß ich noch nicht. Vielleicht arbeite ich auch im Jugendbereich. Ob ich irgendwann, in zehn Jahren oder so, zu Hertha zurückkehre? Theoretisch kann ich mir das vorstellen. Hertha wird immer einen speziellen Platz bei mir haben."


https://www.sport.ch/superleague/331750 ... r-geholfen

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 Betreff des Beitrags: Re: (?) Fabian Lustenberger
 Beitrag Verfasst: Freitag 17. Mai 2019, 12:55 
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Lucien Favre über Fabian Lustenberger

Er spürt den Fußball!

Lucien Favre blickt zum Abschied von Fabian Lustenberger auf die gemeinsame Zeit und die Entwicklung des langjährigen Herthaners zurück.

Au revoir, Fabian Lustenberger! Jetzt geht er also zurück in die Schweiz. Nach zwölf Jahren in der Bundesliga, alle beim selben Verein, ist das nicht unglaublich, gerade in dieser schnelllebigen Zeit? Mehr als 300 Pflichtspiele bei einem großen Verein wie Hertha BSC, so etwas schafft man nicht so leicht. Ein größeres Kompliment kann man Fabian kaum machen!

Was mich mit ihm verbindet? Sehr viel! Er war im Sommer 2007, bei meinem Debüt als Bundesliga-Trainer bei Hertha, einer meiner ersten Transfers. Und jetzt kann ich es ja verraten: Eigentlich wollte ich ihn zum FC Zürich holen. Wir hatten dort gerade die zweite Schweizer Meisterschaft hintereinander gewonnen, ich wollte die Mannschaft verjüngen, und Fabian hatte ich schon seit längerem im Blick. Er war damals gerade 19 Jahre jung und für dieses Alter unglaublich clever. Spielintelligenz kannst du nicht lernen, du hast sie oder du hast sie nicht. Fabian hatte sie, und weil wir in Zürich auch großen Wert auf junge Spieler legten, war er sehr interessant für uns.

Dann aber haben sich die Dinge plötzlich in eine ganz andere Richtung entwickelt. Ich bekam völlig überraschend ein Angebot von Hertha und musste mich entscheiden. Das war nicht einfach. Der FC Zürich hat mich geprägt, ich hatte dort eine großartige Zeit, aber die Verlockung der Bundesliga war groß. Da habe ich mir gedacht: Wenn ich nach Berlin gehe, könnte ich Fabian doch gleich mitnehmen.

Ich glaube, ihn hat die Anfrage von Hertha BSC genauso überrascht, wie es bei mir vorher der Fall war. Mit 19 aus Luzern nach Berlin. Aus der Schweizer Super League in die Bundesliga! Das war eine große Herausforderung, und es spricht für Fabian, dass er sie angenommen hat. Er ist ja gleich im ersten Jahr auf 24 Bundesligaspiele gekommen, alles andere als selbstverständlich für einen so jungen Kerl. Schon da hat man gesehen, was ihn auszeichnet. Er spürt den Fußball, er spürt das Spiel. Ich mag Fußballer wie ihn und habe ihn nie aus den Augen verloren. Mittlerweile hat der persönliche Kontakt natürlich nachgelassen, das geht gar nicht anders über einen so langen Zeitraum und die räumliche Distanz. Wir schreiben uns ein-, zweimal im Jahr eine SMS und wenn wir uns bei einem Spiel treffen, ist das immer sehr angenehm.

Lustenberger könnte einen Ex-Herthaner beerben

Seine sportliche Entwicklung, aus dem Mittelfeld zurück in die Abwehr, hat mich nicht weiter überrascht. Viele gute Innenverteidiger haben in ihren jüngeren Jahren in der Offensive gespielt. Im modernen Fußball muss der Innenverteidiger das Spiel eröffnen, und das kann Fabian mit seiner Intelligenz und Übersicht sehr gut.

Ich bin gespannt auf seine Zukunft bei den Young Boys Bern. Fabian kann dort noch ein paar Jahre auf hohem Niveau spielen, in der kommenden Saison sogar in der Champions League. Ich kenne Berns Trainer Gerardo Seoane ganz gut, er hat zu meiner Zeit bei Borussia Mönchengladbach öfter bei uns hospitiert. Ich gehe mal davon aus, dass auch er mit Fabian als Innenverteidiger plant. Kurioserweise würde er dann auf die Position von Steve von Bergen rücken, der nach dieser Saison seine Karriere beendet. Auch Steve ist 2007 mit mir aus der Schweiz zu Hertha gekommen. Da schließt sich gleich noch ein zweiter Kreis.


https://www.tagesspiegel.de/sport/lucie ... 51682.html

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 Betreff des Beitrags: Re: (?) Fabian Lustenberger
 Beitrag Verfasst: Samstag 18. Mai 2019, 12:12 
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Letztes Spiel nach 12 Jahren: Lustenbergers grosser Abschied in Berlin

Die Anhänger verneigen sich vor ihm, die «Berliner Zeitung» applaudiert ebenfalls: «Danke Lusti, für 12 Jahre Hertha BSC!» Fabian Lustenberger verabschiedet sich mit Stil und Grandezza aus Berlin.

Gegen Bayer Leverkusen betritt er den Rasen zum 308. und letzten Mal im Trikot der Blau-Weissen. Nur der französische Bayern-Star Franck Ribéry ist in der Liga ein paar Tage länger ununterbrochen beim gleichen Klub engagiert. Die letzte Ballberührung im Olympia-Stadion naht, die finalen Gefühlswallungen sind programmiert, das Ende einer Ära ist absehbar.

«Die Leute bitten mich um Abschiedsfotos», schmunzelt Lustenberger. «Es war wie in einem Film – man läuft mit, die Zeit vergeht.» Dabei hat sich einiges radikal verändert. «Die Jungen treten komplett anders auf. Sie einzufangen, ist für keinen Trainer einfach. Die Ansprüche sind höher, jeder will mehr wissen. Der Fussball ist ein Spiegelbild der Gesellschaft.» Lustenberger ging immer mit der Zeit. Von der ersten Trainingseinheit an der Hanns-Braun-Strasse bis zur Derniere im Olympia-Stadion.

Der Lockenkopf aus der Innerschweiz

Im August 2007 stellte der damalige Coach Lucien Favre einen 19-jährigen Innerschweizer Lockenkopf vor, den ausserhalb von Luzern kaum einer kannte. «Er ist polyvalent, Sie werden viel Freude haben an ihm.» Der Romand versprach nicht zu viel. Und Lustenberger erinnert sich an seinen früheren Mentor: «Ohne ihn hätte mich die Hertha nie auf dem Zettel gehabt.» Die mittlerweile neun Nachfolger Favres kamen allesamt zum gleichen Schluss: Der im defensiven Bereich nahezu überall einsetzbare Luzerner garantierte Stabilität und lebte bis weit nach Berliner Dienstschluss Professionalität vor.

Lustenberger mögen sie in der Hauptstadt ohne Einschränkung. Die Fans bewundern seine Klubverbundenheit und Bodenhaftung. Seine Chefs werden ihn als Leader in Erinnerung behalten, der die eigenen Interessen nie über das Wohlbefinden der Equipe stellte. Seiner unschönen Entmachtung als Captain folgte kein persönlicher Streik, sondern ein erstklassiges Commitment: «Ich nahm mich nie zu wichtig. Für mich war die Bereitschaft, 100 Prozent Leistung zu bringen, nicht vom Captainamt abhängig.»

Wie sehr er Mitspieler mit seiner Sozialkompetenz und seinem Führungsstil prägte, verdeutlichen Rückmeldungen alter Hertha-Copains. «Hey Capitano, wie geht es?» Für einige seiner Weggefährten blieb er der Mann auf der Kommandobrücke, die souveräne Figur, der Spieler, der wie nur wenige andere in der Vereinsgeschichte für Konstanz auf hohem Niveau steht.

Vom Wiederaufsteiger zum Captain

220 Bundesliga-Partien schmücken am Ende sein Berliner Palmarès, zwei Abstürze in die zweite Klasse gehören ebenso zu seiner Laufbahn in Deutschland. Lustenberger hat nahezu alle Schattierungen erlebt. Euphorie, Kritik, Platzstürme, grosse Comebacks, privates Glück. «Zu 99 Prozent positive Dinge.» Aufgeben war zu keinem Zeitpunkt eine Option. Von diversen Verletzungen erholte er sich, den sofortigen Wiederaufstieg schaffte Lustenberger gleich zweimal.

«Die zweite Promotion war für mich sehr prägend. Ich stand in 33 von 34 Runden auf dem Platz. Danach machte mich Jos Luhukay zum Captain. Das ebnete mir den Weg, meine Laufbahn in Berlin zu verlängern», schweift Lustenberger im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Keystone-SDA gedanklich in die Sommermonate 2013 zurück. In solchen Augenblicken spürte er die Grösse der Hertha. Zehntausende zelebrierten die Rückkehr in die Beletage.

Vorfreude auf YB

Mit Berlin assoziiert Lustenberger mehr als rauschende oder dramatische Sportmomente. In der Welt-Metropole fand er ein breites Spektrum vor. «Die Stadt tat mir vom ersten Tag an gut.» An der Spree lernte der Fussball-Profi seine Frau kennen, die beiden Söhne kamen in Berlin zur Welt. «Für mich ist das Umfeld entscheidend. Nur wenn alles passt, ist eine solche Konstanz überhaupt möglich.» Auch darum habe er sich bis zum YB-Transfer «nie gross Gedanken gemacht, wie es anderswo sein könnte».

Auf die kommenden Saisons beim ambitionierten Titelhalter Young Boys freut sich Lustenberger. Berlin wird er nicht vergessen. Bei einem letzten Treffen mit Vertretern der Hertha-Fanszene wurde ihm klar: «Wenn irgendwann mal was ansteht, kann ich mich jederzeit melden. Ich bin hier mittlerweile sehr gut vernetzt.» Der eigens für ihn komponierte Fan-Song zum Abschied passt: «Lusti, wir brennen für dich.»


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 Betreff des Beitrags: Re: (?) Fabian Lustenberger
 Beitrag Verfasst: Sonntag 19. Mai 2019, 23:27 
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Hertha-Legende nimmt Abschied

Spieler feiern Lusti bis 4 Uhr morgens

Nach zwölf Jahren verlässt Fabian Lustenberger (31) Hertha BSC.

Das feierte der Schweizer am Sonnabend mit einer fetten Party. Im Charlottenburger Szene-Lokal „Grace“ lud Lusti ab 20 Uhr alle Spieler und Spielerfrauen ein. Gefeiert wurde bis vier Uhr morgens.

Nach zwölf Jahren verlässt Fabian Lustenberger (31) Hertha BSC.

Das feierte der Schweizer am Sonnabend mit einer fetten Party. Im Charlottenburger Szene-Lokal „Grace“ lud Lusti ab 20 Uhr alle Spieler und Spielerfrauen ein. Gefeiert wurde bis vier Uhr morgens

Der Verteidiger sagte bei der Mitgliederversammlung am Sonntag zum Abschied: „Ich baue mal Druck auf: Wir sehen uns in zwei Jahren wieder im Europapokal.“ Lusti wechselt nun in seine Heimat (wo Frau, Kinder und Eltern leben) zu Schweiz-Meister Young Boys Bern, wo er einen Drei-Jahres-Vertrag plus Option unterschrieben hat.


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 Betreff des Beitrags: Re: (?) Fabian Lustenberger
 Beitrag Verfasst: Sonntag 19. Mai 2019, 23:49 
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Danke, Herthaner!

Im Olympiastadion endeten am Samstag (18.05.19) zwei blau-weiße Ären. Fabian Lustenberger und Pál Dárdai wurden emotional verabschiedet, das sportliche Geschehen auf dem Rasen rückte aus Berliner Sicht in den Hintergrund.

Berlin - Um 17:32 Uhr hallten laute Rufe durch das weite Rund des Olympiastadions. "Lustenberger, Lustenberger - hey, hey!", skandierten die Anhänger der 'Alten Dame'. Die Fans des Hauptstadtclubs würdigten Fabian Lustenberger, der am Samstag (18.05.19) sein 307. - und letztes - Pflichtspiel im Trikot mit der Fahne auf der Brust absolviert hatte, für seine Loyalität. 12 Jahre lang stand der Schweizer beim Hauptstadtclub unter Vertrag: im heutigen Fußballgeschäft eine Rarität. Cheftrainer Pál Dárdai, samt seiner Co-Trainer Rainer Widmayer und Admir Hamzagić, wurde ebenfalls standesgemäß verabschiedet. Schließlich geht auch die viereinhalbjährige Amtszeit des Ungarn nun zu Ende. "In euch fließt blaues Blut - Danke, Pál und Fabian!", hieß es auf einem Spruchband, das die Fans in der Ostkurve kurz nach dem Schlusspfiff zeigten. Dass die Herthaner am 34. Spieltag mit 1:5 (1:2) gegen Bayer 04 Leverkusen verloren hatten, war da, wenige Minuten nach dem Abpfiff, schon fast wieder vergessen. "Es überwiegt, dass wir allen, die uns verlassen, einen schönen Abschied bescheren. Das haben vor allem die Fans richtg toll gemacht und das haben sich Trainer und Spieler auch absolut verdient!", befand so etwa Valentino Lazaro.

"Eine lange und schöne gemeinsame Zeit, die zu Ende geht"

Lustenberger selbst, der üblicherweise auf jede Frage eine passende Antwort hat, war zunächst sprachlos und zu Tränen gerührt - zu überwältigend waren die Szenen, die sich am Samstag abspielten. Am Ende fand der 31-Jährige dann aber doch die passenden Worte: "Es war sehr emotional. Schon vor dem Spiel bei der Verabschiedung, aber erst recht danach vor der Ostkurve. Es ist eine lange und schöne gemeinsame Zeit, die zu Ende geht. Ich werde wohl noch etwas Zeit brauchen, um all das zu realisieren und zu verstehen", so 'Lusti', der in Richtung der Fans anfügte: "Ich hoffe, wir sehen uns bald alle wieder! Vielen Dank!"

Die rund 60.000 Zuschauer hatten zuvor bei frühsommerlichen Temperaturen ein unterhaltsames Spiel gesehen - mit dem besseren Ende für die Gäste aus Leverkusen, die durch den Sieg auf den 4. Platz vorrückten und ihr Ticket für die UEFA Champions League buchten. Tore von Kai Havertz (28.) und Lucas Alario (38.) besorgten Bayer 04 eine 2:1-Pausenführung. Da half auch nicht, dass Lazaro nach artistischer Vorarbeit von Vedad Ibišević und Ondrej Duda zwischenzeitlich zum 1:1 ausgeglichen hatte (34.). Die Blau-Weißen boten der 'Werkself' zwar über weite Strecken die Stirn, mussten sich letztlich aber einer individuell besseren und effizienteren Mannschaft geschlagen geben. Julian Brandt sorgte kurz nach dem Seitenwechsel mit einem Schuss in den linken, oberen Knick für die Vorentscheidung (54.). Zwei weitere Treffer von Alario (72., 88.) besiegelten den ernüchternden 1:5-Endstand.

"Sehr stolz, dass ich mit 'Lusti' auf dem Platz stehen und unter Pál spielen durfte"

Dennoch verstand es Lustenberger, dem Ibišević zum Abscheid die Kapitänsbinde überlassen hatte, im Nachgang, das Resultat nicht zu hoch zu hängen: "Wir haben meiner Meinung nach kein so schlechtes Spiel gemacht, wie es das Ergebnis suggeriert. Leverkusen hat in den richtigen Momenten eiskalt zugeschlagen", sagte Herthas Nummer 28. "Aber trotz dieses Resultats zum Abschluss nehme ich so viele positive Dinge mit, dass ich das Ganze gut einordnen kann. Hertha ist für die Zukunft gut aufgestellt, der Weg der eingeschlagen wurde, muss so weitergegangen werden. Dann ist der nächste Schritt möglich, für den ich aus der Schweiz ganz fest die Daumen drücken werde!", so 'Lusti' weiter, der sich ab der Saison 2019/20 den BSC Young Boys anschließen wird.

Coach Dárdai ging in eine ähnliche Richtung: "Ich bin dankbar, in Berlin zu leben und in den letzten Jahren für Hertha BSC gearbeitet zu haben. Es war eine gute gemeinsame Zeit!" Wie groß die Fußstapfen sind, die die Beiden hinterlassen, ließ Marko Grujić erahnen, der sagte: "Ich bin sehr stolz, dass ich mit 'Lusti' auf dem Platz stehen und unter Pál spielen durfte. Es war toll zu sehen, wie sehr die Fans die Beiden lieben und was sie für Hertha BSC bedeuten!"


https://www.herthabsc.de/de/profis/nach ... 10276.html

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 Betreff des Beitrags: Re: (?) Fabian Lustenberger
 Beitrag Verfasst: Montag 20. Mai 2019, 15:14 
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20.05.2019

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Fabian Lustenberger nimmt Abschied von der Hertha BSC Berlin

Schon vor dem Spiel gegen Bayer Leverkusen wurde Fabian Lustenberger von Hertha Berlin verabschiedet. Der Defensivmann trägt nächste Saison das YB-Dress.

Das Wichtigste in Kürze

- Fabian Lustenberger wechselt nach zwölf Jahren in Berlin zu den Young Boys.
- Am Wochenende wurde der 31-Jährige in Berlin verabschiedet.

Nach zwölf Jahren bei Hertha Berlin wechselt Fabian Lustenberger im Sommer zu den Young Boys nach Bern. Am Wochenende wurde der 31-Jährige an der Mitgliederversammlung emotional verabschiedet.

«Es ist schwierig, jetzt gerade die richtigen Worte zu finden. Der Abschied aus Berlin, meiner zweiten Heimat, wird eine grosse Lücke bei mir hinterlassen», so Lustenberger. «Aber ich bin froh, wieder zu Hause zu sein. Bei meiner Frau, meinen Kindern, meinen Eltern.»

Für Applaus sorgt Lustenbergers Versprechen auf ein baldiges Wiedersehen. «Ich baue jetzt mal ein bisschen Druck auf und sage, in zwei Jahren im Europacup!»


https://www.nau.ch/sport/fussball/fabia ... n-65526091

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